5. November: Tag der Romanes-Sprache

November 6th, 2025  |  Published in Literatur & Bücher, Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Konferez anlässlich des internationalen Tags der Romanes-Sprache (RomanI) (Foto: Pressemitteilung COE/ERIAC)Bahtalo Interna­cio­nal­no dive e Roma­ne chibjako! Einen fro­hen Inter­natio­na­len Tag der Roma­nes-Spra­che! — Euro­pa­rat setzt sich für den Schutz der Iden­ti­tät und Kultur der Roma ein, indem er für den Erhalt der Roma­nes-Spra­che ein­tritt. Am 5. No­vem­ber or­ga­ni­sierte er ge­mein­sam mit dem Roma-Ins­ti­tut ERIAC die Kon­ferenz „Safe­­guar­ding Romani Language“.

Die Sprache Romanes ist das Herzstück der Identität der Roma, ihrer Zu­ge­hörig­keit zur Gemein­schaft und ihrer Teilhabe am gesell­schaft­lichen Leben. Heute kommt ihr eine noch größere Bedeu­tung zu: Sie ist sowohl ein Bestand­teil des kultu­rellen Erbes als auch ein leben­diges Kommu­nika­tions­mittel, das die Roma über Grenzen und Dialekte hinweg ver­bindet. Der Europarat setzt sich mit ver­schiede­nen Rechts­instru­menten und Initia­tiven aktiv für die Förderung und den Schutz von Romanes ein. So orga­ni­sierten die Abteilung Roma und Fahrende des Europa­rates und das Euro­päische Roma-Institut für Kunst und Kultur (ERIAC) anläss­lich des Inter­natio­nalen Tags der Romanes-Sprache, der am 5. Novem­ber began­gen wird, in den Räum­lich­keiten des Instituts in Berlin die sechste inter­natio­nale Kon­ferenz mit dem Titel „Erhalt der Romanes-Sprache“ („Safe­guarding Romani Language“).

Literatur und Sprache sind Säulen der Roma-Kultur

Romanes als Weg zu Identität, Gerechtigkeit und Inklusion im Kontext der inter­natio­nalen und euro­päi­schen Migration der Roma war eines der Haupt­themen der Konferenz. Diese Ver­anstal­tung brachte inter­nationale Fachleute für den Unterricht von Romanes, für Linguistik und für Kultur­erbe zu­sammen und ver­einte Stimmen aus Wissen­schaft, Be­hörden und gesell­schaft­lichen Organi­sationen, um die inter­natio­nale Reform von Ro­ma­nes voran­zu­treiben und ihren Gebrauch über Grenzen hinweg zu har­moni­sieren.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Rolle der Literatur für den Erhalt von Roma­nes. In diesem Jahr bildete die Kon­ferenz einen neuen Meilen­stein bei der Gründung des Romanes-PEN-Zentrums, das Mit­glied des Autoren­ver­bands PEN Inter­natio­nal werden möchte. Diese Initiative zielt darauf ab, Schrift­ste­ller/in­nen, Dichter/in­nen, Über­setzer/in­nen und Ver­fech­ter/in­nen der Sprache Romanes aus ganz Europa und darüber hinaus zu­sammen­zu­bringen, um die trans­natio­nale Zu­sammen­arbeit zu fördern und die Stimmen der Roma in der inter­natio­nalen Literatur­land­schaft zu ver­stärken. Das Euro­päi­sche Roma-Institut für Kunst und Kultur wird die Grün­dungs­mitglieder an einen Tisch bringen, um die Satzung zu ver­ab­schieden und die Gründung dieser lang er­warteten Plattform für Fachleute der Roma­nes-Literatur zu be­siegeln. (weiter)

(Text: Europarat)

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