März 31st, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 30.3.2023 (mp3)
In der „Romani Ora“ hören Sie diesmal einen Beitrag über den „Tag der offenen Tür“ bei „Radio MORA“ und ein neues Kapitel aus unserer historischen Rubrik „Mri historija“, das sich mit dem Ort Gattendorf im Bezirk Neusiedl am See beschäftigt.
Anhören: →Sendung vom 31.3.2023 (mp3)
In der „Romani Ora“ gibt es heute den Veranstaltungskalender/Mulatintschage für den Bezirk Oberwart. Und in der Jugendsendung informiert Sie Adi Gussak über den neuen Rassismus-Report von ZARA über das Jahr 2022 (wir berichteten).
März 30th, 2023 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Der Standard: THEMA DES TAGES, 24.3.2023
Werden Menschen mit ausländisch klingendem Namen am Wohnungsmarkt schlechter behandelt? Zwei STANDARD-Redakteurinnen wagen ein Selbstexperiment
„Guten Tag, ich würde mich sehr für eine von Ihnen inserierte Wohnung interessieren. Ich bin Angestellte und suche eine kleine Single-Wohnung. Ich würde mich sehr über eine Besichtigung freuen!“ Mit diesem Text kontaktierten die STANDARD-Redakteurinnen Muzayen Al-Youssef und Franziska Zoidl über 100 Vermieterinnen und Makler.
Der Text der Anfragen ist identisch – es gibt nur einen Unterschied: ein Name klingt österreichisch, der andere nicht. Wie wirkt sich das auf ihre Wohnungssuche aus? Franziska Zoidl aus der STANDARD-Immobilienredaktion und Muzayen Al-Youssef aus der STANDARD-Innenpolitikredaktion decken auf, wie Maklerinnen und Vermieter in Österreich Menschen mit ausländisch klingendem Namen diskriminieren.
(Beitrag und Text: Thema des Tages)
März 29th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 28.3.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ beschäftigt sich diesmal im Tagesthema mit „50 Jahre AK-Bücherei Oberwart“. Und in der Geschichtsrubrik „Mri historija“ stellen wir Ihnen Ludwig Horvath vor. Moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 29.3.2023 (mp3)
Im Tagesthema erfahren Sie heute mehr über den vor kurzem gestarteten Lehrgang des romaspezifischen Arbeitsmarktprojektes „Prado Drom – mein Weg zum Erfolg“. Marcel Horvath hat sich mit den Trainer:innen und den Teilnehmer:innen unterhalten. Im Jugendbeitrag holt Adi Gussak, unser Jugendredakteur, Kevin „Luzifer“ Horvath, einen homosexuellen Rom, vor das Mikrofon.
März 29th, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken
Der Oberwarter Altbürgermeister Michael Racz, geb. 1932 in Großpetersdorf, ist im 91. Lebensjahr verstorben.
Wir bringen im Gedenken einen Auszug aus dem Begleittext zu einem Interview von 2010, erschienen 2016 in unserem Zeitzeugenband „Amari Historija. Burgenländer erzählen. Eine Zeitzeugendokumentation von Roma-Service“:
Michael Racz wurde 1932 in Großpetersdorf im südburgenländischen Bezirk Oberwart geboren. Er wuchs innerhalb der Familie ausschließlich ungarischsprachig auf und erwarb sich bis zum Eintritt in die Schule zwar alltags-, aber nicht unterrichtstaugliche Deutschkenntnisse. Schwierig gestaltete sich der Schuleinstieg auch deshalb, weil seine eltern kurz zuvor aufgrund der politischen Umstände gezwungen gewesen waren, von Großpetersdorf ins benachbarte Rechnitz zu übersiedeln. Michael Raczs Vater, ein selbständiger Schuhmacher, machte aus seiner Überzeugung kein Hehl und trat offen gegen die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch das aufkommende Naziregime ein. Nachdem er bei der NS-„Volksabstimmung“ im April 1938 gegen den „Anschluss“ votiert hatte, wurde er verhaftet und für einige Tage eingesperrt. ein Schock für den gerade sechsjährigen Michael, der nicht nur seinen Vater gefährdet sah, sondern auch seine vertraute Umgebung verlor: „Für mich war es dann sehr schwer. Ich bin krank geworden. Wahrscheinlich war das auch psychosomatisch. [...] Ich hatte es deshalb schwer, weil ich nicht gut Deutsch konnte.“
Die Erfahrung, einer Minderheit anzugehören, prägten Michael Raczs Kindheit ebenso sehr wie das Eintreten seiner Eltern für ihre humanistische Gesinnung: „Mein Vater war eher [...] linksgerichtet, und er hat seine Ablehnung des Regimes aus seiner politischen Überzeugung heraus genährt, während meine Mutter [...] aus ihrer christlichen Überzeugung heraus gehandelt hat und die nationalsozialistische Ideologie abgelehnt hat.“ Dementsprechend von Toleranz geprägt waren auch die Kontakte der Familie zu Roma. Es herrschte Michael Racz zufolge ein Gefühl des „Helfenmüssens“ angesichts der immer drückender gewordenen Verhältnisse Ende der 1930er Jahre.
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März 28th, 2023 |
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Einrichtungen, Medien & Presse
Das in Deutschland vom Dokumentations- und Kulturzentrum gemeinsam mit dem Zentralrat herausgegebene Magazin „Newess“ erscheint im jährlichen Rhythmus. Der „Newess 2022“ (was auf Romanes „Neuigkeiten“ bedeutet) informiert in der Form eines Jahresrückblicks über die Arbeitsschwerpunkte beider Institutionen.
→Download: Newess 2022 (PDF)
Schwerpunkt des „Newess 2022“ ist die Gründung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma im Februar 1982. In den vergangenen vier Jahrzehnten wurde politisch viel erreicht. Anlässlich des Gründungsjubiläums wollen wir mit Ihnen in der aktuellen Ausgabe unseres „Newess“ zurückblicken.
Daneben finden Sie in unserem Heft viele weitere Themen, die uns im vergangenen Jahr beschäftigt haben. Höhepunkte waren die Ansprache des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier beim Festakt zum 10. Jahrestag der Übergabe des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas im Oktober sowie die Teilnahme von Bundesratspräsident Bodo Ramelow am Europäischen Holocaustgedenktag für Sinti und Roma in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau am 2. August 2022.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine und die dadurch ausgelöste Flüchtlingswelle hat auch unser Haus vor große Herausforderungen gestellt. In Zusammenarbeit mit der in Frankfurt ansässigen Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland haben wir eine Notfall-Hotline für geflüchtete Roma eingerichtet. Read the rest of this entry »
März 27th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 27.3.2023 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag mit Kultur am Montag /Kultura hetvinate. Heute mit dem Buchtipp „Arme Roma, böse Zigeuner“ von Norbert Mappes-Niediek (mehr übrigens hier und hier). Durch die Sendung führt Sie wie immer Tina Nardai.
März 27th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 26.3.2023 | 8:48 min
Gedenken neu denken – Erinnern an den Holocaust heute
Gondolipe neve te gondolinel: Paltgondolipe upro holocaust adi! RE.F.U.G.I.U.S. ando bersch dujeseri taj pantsch le palgondolipeske taj upre butschalinpeske le holocaustistar kerdo ulo. Sako bersch le schel taj oftavar desch dschi duj schel dschidovtschenge, save adaj Rohancate murdarde taj valakaj ande handle ule, gondolim ol. O gondolipeskero than na tschak o paschipe le Kreuzstadliskere dschidovtschenge andar o ungriko te gondolinel, ov te terdschol la cila regijonale gondolipeskera kulturatar. O lejcti cajtakere ceugn meren, i historischi botschoft na buter le cilen resel o antisemitismus taj o rasismus utscheder ol. Schoha buter, asaj historija na tromal buter te al, kaj oda ham tena ol iste buteder aja bibastali historija upre butschalim ol.
RE.F.U.G.I.U.S. hat in seiner jahrelangen Tätigkeit viele neue Ansätze in der Erinnerungsarbeit ausprobieren und etablieren können. Doch gibt es immer wieder neue Herausforderungen. Die letzten Zeitzeug:innen sterben, die historische Botschaft erreicht längst nicht mehr die gesamte Gesellschaft und ihre Mahnung reicht nicht aus, um zu verhindern, dass Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vermehrt und offener zu Tage treten. Über Jahrzehnte etablierte sich eine Gedenkkultur, die aus Kranzniederlegungen, Veranstaltungen mit Zeitzeug:innen, Gedenkreden und Gedenkfeiern in ehemaligen NS-Konzentrationslagern bestand. Doch welche Wirkung geht von ritualisierten Gedenktagen heute noch aus? Read the rest of this entry »
März 26th, 2023 |
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Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Radio, Podcast & TV
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 25.3.2023 | 5:51 min
Mehrsprachiges Radio: Radio OP wird zu RADIO MORA
O programo la redaktcijatar MORA („But tschibtschengero oradimo radijo“) taj la „ternengera redakcijonatar A4 aktiv“ kerdo ol. MORA hi jek faran ande Großwarasdorf (Veliki Borištof), savo le keripeske jek 24 orengere programistar ando schunipeskero funk ando tschibtscha le Burgenlandistar pe ande beschartscha. O cile tschibtscha, sar horvacko, ungriko, Romani taj nimtschko te schunel hi. O redakteurtscha andar MORA o lokali neviptscha keren. Andi Romani tschib o neviptscha trinval ando kurko andar o cilo them te schunel hi.
Nach 13 Jahren Radio OP geht mit Frühlingsbeginn, am 21. März 2023, das neu gestaltete Radioprogramm des Vereines Mehrsprachiges Offenes Radio als Radio MORA on air. Im Bezirk Oberpullendorf unter 98,8 MHz zu empfangen, weltweit als Stream www.radio-mora.at. Das ursprünglich als Ausbildungsradio für die Schüler:innen des pannonischen Zweiges am BRG Oberpullendorf ins Leben gerufene Radioprogramm Radio OP im Jahr 2010 hat sich im Laufe der Jahre zu einem beachteten dreisprachigen Lokalradio im Bezirk Oberpullendorf entwickelt. Neben der Mehrheitssprache Deutsch sind die Volksgruppensprachen Ungarisch und Kroatisch wesentlicher Bestandteil des Radioprogrammes, in dem von Ereignissen und verschiedenen Veranstaltungen des Bezirkes berichtet wird.
Radiolizenz bis 2031 gesichert – Romaredaktion in Oberwart gegründet
Nachdem im Herbst 2021 dem langjährigen Betreiber des Radio OP, dem Verein Mehrsprachiges offenes Radio MORA, eine zehnjährige Lizenz seitens der Radioregulierungsbehörde RTR zum Radiomachen erteilt wurde, schaute sich der Verein um einen neuen Studiostandort um. Das kleine Radiostudio im BRG OP bleibt den Schüler:innen weiterhin erhalten, das neue Radio MORA bezog neue Räumlichkeiten in der Spitalstraße 1 in Oberpullendorf. Gleichzeitig gelang es dem Verein, die Volksgruppe der Burgenländischen Roma für die Idee eines viersprachigen Radios zu gewinnen. Mit dem Kooperationsvertrag zwischen dem Verein Roma-Service und dem Verein MORA wurde das Fundament für eine Erweiterung des Radioprogrammes gelegt. Read the rest of this entry »
März 25th, 2023 |
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Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Podcast Made in Vielfalt, 20.3.2023
Was macht Sinti und Roma so anfällig für Diskriminierung?
„Dich erwartet nichts Tolles, wenn du sagst, dass du Rom bist.“ Das haben Radoslav Ganevs Eltern und sein Umfeld ihm seit frühester Kindheit mitgegeben. Seine ethnische Zugehörigkeit hat er deshalb lange Zeit verheimlicht. Auf einer Podiumsdiskussion, wo es um seine Kompetenz als Politikwissenschaftler ging, wurde er zum ersten Mal als bulgarischer Rom angekündigt. Für ihn war das eine unangenehme Überraschung, die gleichzeitig zum Beginn seines Aktivismus wurde. Mittlerweile engagiert sich Radoslav im von ihm gegründeten Münchner Verein RomAnity. Zusammen mit seinen Mitgliedern widerlegt er Klischees, mit denen Sinti und Roma bedacht werden, und möchte über die Vielfältigkeit dieses Sammelbegriffs informieren.
Annarina und Lukas sprechen mit ihm über Radoslavs Selbstwahrnehmung als Rom, über Bildungsarbeit und das falsche Bild über Sinti und Roma, das in vielen Medien noch präsent ist.
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März 24th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 23.3.2023 (mp3)
Amelie Horvath ist 15 Jahre jung und betreibt bereits jetzt ein sehr außergewöhnliches Hobby. Sie entwirft und sticht Tattoos. Radio MORA hat sie bei einer „Tattoo-Session“ besucht. In „Mri historija – sar agun sina taj akane hi“ hören Sie den KZ-Überlebenden Anton Papai.
Anhören: →Sendung vom 24.3.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ mit den Veranstaltungshinweisen für das Wochenende und den Volksgruppennachrichten. Und im Jugendbeitrag berichtet Adi Gussak über den reformierten Leseverein in der Stadt Oberwart.
März 23rd, 2023 |
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Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
ZARA: Rassismus-Report 2022 (März 2023)
→Download (pdf)
ZARA (Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) berichtet im Rassismus-Report alljährlich über rassistische Übergriffe und Vorkommnisse in Österreich. Er ist eine wichtige Informationsquelle für nationale und internationale Organisationen und die einzige qualitative Datenquelle zu allen Formen von Rassismus in Österreich. Die ausgewählten, detailliert dargestellten und anonymisierten Einzelberichte repräsentieren die Qualität und Strukturen von Rassismus in Österreich. Im Report finden Sie Beiträge von Expert*innen, Fallbeispiele und eine ausführliche Datenanalyse.
(Text: ZARA)
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März 22nd, 2023 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
Dokumentarfilm von Karin Berger
Österreich 2023, 37 min
Einige während der Dreharbeiten zum Film Ceija Stojka (1999) entstandene Aufnahmen zeigen Karl Stojka, der bewegend vom Leben der Rom*nja im nationalsozialistischen Wien und in der Wankostättn-Siedlung berichtet. In einer Gegenwart, in der die letzten Zeitzeug*innen sterben, stemmt sich Karin Berger gegen das drohende Schweigen und zeigt eine essenzielle Funktion des Kinos auf.
Es ist bedenklich, dass die Jahrzehnte, in denen wir von Zeitzeug*innen über die Verbrechen des Nationalsozialismus lernen konnten, weder zu einer völligen Aufarbeitung führten noch rassistisches Gedankengut aus unserem Alltag verdrängten. Nun nämlich sterben die letzten Zeitzeug*innen, weshalb gerade dem Kino eine essenzielle Rolle zufällt. Karin Berger, die sich in ihrem Schaffen vielfältig in das weitgehend verschwiegene Schicksal der Sinti*zze und Rom*nja während der Zeit des Nationalsozialismus eingearbeitet hat, leistet mit Wankostättn einen weiteren wichtigen Beitrag, der dem drohenden Schweigen mit aller Kraft entgegentritt. Das Filmdokument besteht aus Aufnahmen, die sie 1997 im Rahmen ihres Drehs zu Ceija Stojka (1999) mit Karl Stojka, dem Bruder ihrer damaligen Protagonistin, in Wien drehte. Spazierend rekonstruiert Stojka die Lovara-Siedlung Wankostättn und erzählt mitreißend aus einem Leben, von dem man ohne seine Worte nie erfahren hätte. (ph)
Diagonale 2023, Kurzdokumentarfilm/Programm 3:
Do., 23.3., 10:30 Uhr, Schubertkino 2 [Tickets]
Sa., 25.3. 17:30 Uhr, KIZ Royal 2 [Keine Karten verfügbar]
(Text: Katalog, Diagonale 2023)
März 22nd, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 21.3.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ zum Frühlingsbeginn. Diesem widmen wir uns auch in unserem Tagesthema. Marcel Horvath befragt Menschen in Oberwart, wie sie den Frühlingsbeginn feiern und verbringen. In „Mri historija“ gibt es heute einen Romani-Sprachschnupperkurs: Wir stellen Ihnen die Romani-Namen burgenländischer Gemeinden vor.
Anhören: →Sendung vom 22.3.2023 (mp3)
In Oberwart fand am Samstag die alljährliche „Flurreinigung“ statt. Radio MORA hat dieses Ereignis begleitet und für Sie in den Tagesbeitrag gepackt. In „Young, wild and free – le ternenge“ stellt unser Jugendredakteur Adi Gussak jungen Männern die Frage, ob sie sich eher für Wehrpflicht oder Zivildienst entscheiden würden und warum.
März 21st, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

„Am 17. März starb unser Gründer und Vereinsvater, Freund und langjähriger Initiator unserer Menschenrechtskampagnen, Tilman Zülch, im Alter von 83 Jahren in Göttingen. Wir sind tief betroffen über diesen Verlust. Mit unseren Gedanken sind wir bei seinen Angehörigen und Freunden in aller Welt“, teilt Burkhard Gauly, Bundesvorsitzender der Gesellschaft für bedrohte Völker mit.
Tilman Zülch war ein Visionär der Menschenrechtsarbeit. Sein Blick auf das Schicksal von verfolgten ethnischen und religiösen Minderheiten sowie indigenen Völkern, sein selbstloses Engagement gegen Völkermord und Vertreibung stehen heute beispielhaft für internationale Menschenrechtsarbeit. Denn die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass gerade Minderheiten, Völker ohne Staat und indigene Völker oftmals schutzlos der Verfolgung und Bedrohung, gar der Vernichtung ausgesetzt sind. Dass sie eine internationale Lobby brauchen, die vehement für sie eintritt, war eine der Grundüberzeugungen von Tilman Zülch. Für ihn, geboren in Deutsch-Liebau, mit seiner Familie vertrieben und geprägt durch die Erfahrungen des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit, stand fest, dass das Wissen um die Shoa dazu verpflichtet, heute Verantwortung zur Verhinderung von Genozid und Gewalt zu übernehmen. Diese Prinzipien und Tilman Zülchs Haltung, den Menschen in den Blick zu nehmen, Empathie zu empfinden und zu zeigen, auch selbstlos Menschen in Not zu helfen, werden wir als Gesellschaft für bedrohte Völker in unserem täglichen Einsatz für Verfolgte in aller Welt beherzigen. Read the rest of this entry »
März 21st, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 20.3.2023 | 6:41 min
Ceija Stojka: 90to bersch kada upro them ali taj 10to mulipeskero di
Ojs tschaj i Ceija Stojka ande jek familija upre bartschini, savi ojs grastengeri biknaschkija duach i Austrija roasinlahi. Pal i deportacija lakere dadestar 1941 ande Dachau, o avre familijakere dschene, ledschim ule. I Ceija Stojka o logeri Auschwitz, Ravensbrück taj Bergen-Belsen prik dschivtscha, kaj oj putrim uli. Palo haburi i Stojka Betschiste tel pe mukla, kaj oj dschi use lakero mulipe dschivlahi.
O artschijipe (Weinwerk Neusiedl, dschi 16 to april 2023, hetv.–kurke 10:30–19:00 orenge) taj o genipe andar o kenvi, jek patijaripe le lek barikaneder verkistar la barikana kinstlerkijatar Ceija Stojka hi, savi pe dschi use lakero mulipe ando jeneri 2013, gejng o pobisteripe le genocidistar upro Roma taj Sinti taj gejng diskriminacija, and bescharlahi. Andar lakeri erschti kenva „Wir leben im Verborgenen“ – savi 1988 ari ali, genel i Martha Wedral. O mulatintschago la Roma VHS-atar Burgenland andi khetani buti le Weinwerkiha Neusiedl, la muschikaha le Hojda Stojkatar, tschau la Ceija Stojkatar, taj pajtaschtschendar, vodim ol. Ov sajt leskeri tschavengeri cajt, gitara cidel taj usar o 1990te berscha kesdintscha, o tradicijoneli dschila le Lovarajendar te cidel.
Als Kind wuchs Ceija Stojka in einer Familie auf, die als Pferdehändler durch Österreich reiste. Nach der Deportation ihres Vaters nach Dachau 1941 wurde auch der Rest der Familie deportiert. Ceija Stojka überlebte Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen, wo sie befreit wurde. Nach dem Krieg ließ sich Stojka in Wien nieder, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.
Die Ausstellung (Weinwerk in Neusiedl, bis 16.4.2023, Mo. bis So. 10:30–19:00 Uhr) und die Lesung aus ihren Büchern am vergangenen Freitag ist eine Würdigung des bedeutenden Werkes der beeindruckenden Künstlerin Ceija Stojka, die sich bis zu ihrem Tod im Jänner 2013 gegen das Vergessen des Genozids an den Roma und Sinti und gegen Diskriminierung engagierte. Read the rest of this entry »
März 20th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 20.3.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ mit „Kultura hetvinate – Kultur am Montag“ heute mit dem Buchtipp: „Der Sohn des Ursars“ von Xavier-Laurent Petit (erschienen im Verlag Knesebeck) und den Nachrichten in Deutsch und Burgenland-Romani. Dazu die doppelte Ration Musik im „Romani Ora“-Musikmontag. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
März 18th, 2023 |
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Facts & Figures
Die Verfassungsurkunde des demokratischen Spaniens von 1978 trägt auch die Unterschrift eines Gitanos: des Abgeordneten Juan de Dios Ramírez Heredia.
(Quelle)
März 17th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 16.3.2023 (mp3)
Im Tagesthema hören Sie einen Beitrag über die mittlerweile seit drei Jahrzehnten bestehende Roma-Band „Romano Rath“ aus dem Südburgenland. Sänger und Bandleader Gustav Horvath spricht in der „Romani Ora“ über die Anfänge und Zukunftsvisionen der Musikformation. In „Mri historija“ führt uns unsere Reise nach Glashütten, ein kleines Dorf im Bezirk Oberwart, in dem vor dem NS-Regime eine große Roma-Siedlung bestand.
Anhören: →Sendung vom 17.3.2023 (mp3)
In der „Romani Ora“ am Freitag erwarten Sie unser Veranstaltungskalender für die Region Südburgenland und die Volksgruppennachrichten mit Emmerich Gärtner-Horvath. Und im Jugendbeitrag beschäftigt sich Adi Gussak heute mit der MEMO-Jugendstudie zur Erinnerungskultur in Deutschland (dROMa berichtete).
März 16th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Rechtsterrorismus in Deutschland – Von der Nachkriegszeit bis heute
SWR2 Wissen. Von Rainer Volk, 18.2.2023
Drei Jahre nach dem rechtsextremen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 mit neun Opfern (Anm.: drei davon Roma) fragen viele, ob Staat und Gesellschaft Nazi-Terror lange verharmlost haben. Ein Blick in die Geschichte Deutschlands zeigt: ja.
Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/rechtsterrorismus-deutschland
(Beitrag und Text: SWR2)
März 15th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 14.3.2023 (mp3)
Im Tagesthema der „Romani Ora“ erfahren Sie heute mehr über die „Mach MI(N)T“-Initiative der Abteilung Frauen und Gleichberechtigung in der Burgenländischen Landesregierung. Diese Plattform soll Mädchen und jungen Frauen technische Berufe schmackhaft machen und somit Stereotype aufbrechen. Und in der Rubrik „Mri historija“ haben wir einen kurzen Zusammenschnitt des Dokumentarfilms „Amen sam so amen sam“ von Hans Panner aus dem Jahr 1993 für Sie vorbereitet.
Anhören: →Sendung vom 15.3.2023 (mp3)
Im heutigen Tagesthema berichten wir über die Buchvorstellung „Zwischen Austrofaschismus und NS-Terror – Das südliche Burgenland im Spannungsfeld der Diktaturen“ von Thomas König und Michael Achenbach. In „Young, wild and free – le ternenge“ beschäftigt sich Adi Gussak intensiver mit dem Thema Schulstress und fragt nach dem Warum.