Gondolipe neve te gondolinel
März 27th, 2023 | Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 26.3.2023 | 8:48 min
Gedenken neu denken – Erinnern an den Holocaust heute
Gondolipe neve te gondolinel: Paltgondolipe upro holocaust adi! RE.F.U.G.I.U.S. ando bersch dujeseri taj pantsch le palgondolipeske taj upre butschalinpeske le holocaustistar kerdo ulo. Sako bersch le schel taj oftavar desch dschi duj schel dschidovtschenge, save adaj Rohancate murdarde taj valakaj ande handle ule, gondolim ol. O gondolipeskero than na tschak o paschipe le Kreuzstadliskere dschidovtschenge andar o ungriko te gondolinel, ov te terdschol la cila regijonale gondolipeskera kulturatar. O lejcti cajtakere ceugn meren, i historischi botschoft na buter le cilen resel o antisemitismus taj o rasismus utscheder ol. Schoha buter, asaj historija na tromal buter te al, kaj oda ham tena ol iste buteder aja bibastali historija upre butschalim ol.
RE.F.U.G.I.U.S. hat in seiner jahrelangen Tätigkeit viele neue Ansätze in der Erinnerungsarbeit ausprobieren und etablieren können. Doch gibt es immer wieder neue Herausforderungen. Die letzten Zeitzeug:innen sterben, die historische Botschaft erreicht längst nicht mehr die gesamte Gesellschaft und ihre Mahnung reicht nicht aus, um zu verhindern, dass Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vermehrt und offener zu Tage treten. Über Jahrzehnte etablierte sich eine Gedenkkultur, die aus Kranzniederlegungen, Veranstaltungen mit Zeitzeug:innen, Gedenkreden und Gedenkfeiern in ehemaligen NS-Konzentrationslagern bestand. Doch welche Wirkung geht von ritualisierten Gedenktagen heute noch aus? Wie steht es um die Erinnerungskultur und die Mahnung der Shoah für die Gegenwart? Wie kann Antisemitismus- und Rechtsextremismusprävention in der Bildungsarbeit stattfinden? Und könnte in den Möglichkeiten digitaler Medien auch eine Chance liegen?
(Beitrag: TV Erba)