Archive for August, 2020

Facts & Figures (310)

August 31st, 2020  |  Published in Facts & Figures

Die ländlichen Roma-Sied­lun­gen in der (Ost-)Slo­wa­kei wer­den dort in der Re­gel als Osada (Plural: Osady) be­zeich­net.

(Quelle)

Facts & Figures (309)

August 30th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Im Krim- und Russisch-Tür­ki­schen Krieg (1853–56 bzw. 1877/78) muss­ten vie­le Krim-Ro­ma emi­grie­ren. Ihre Nach­fah­ren le­ben heu­te v. a. in Bul­ga­ri­en.

(Quelle)

Roma: Aunsesinipe gejng i FPÖ schtacko

August 29th, 2020  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

"Unfassbar": Stefan Hermann, stv. Klubobmann der FPÖ im steiermärkischen Landtag, verbreitet das rassistische Video in den sozialen Medien (Screenshot: SOS Mitmensch)Fatretertscha le organi­sa­ci­jen­dar Lebens­zei­chen, Hango Roma, Newo Ziro taj Roma-Service le aun­sesini­pes­ke le SOS Mitmensch gejng o dujto sche­ros­kero „Klub­obmann“ la FPÖ-atar schtac­ko vasch fahet­ci­nipe aun pu­men phandle.

Ando ar le julistar o Stefan Hermann taj i FPÖ schtacko upro Facebook jek pra­sajipes­kero videjo gejng o Roma taj Sinti arbul­harde. „Amen igen holi hi, kaj austri­tike poli­ti­kertscha pra­sajipes­kere videjos gejng Roma taj Sinti arbul­haren. Ada keripe pra­saji­pestar bare hangi dscha­lan taj but Romenge taj Sinti­jenge andi Austrija phare gondi keren“, phenen o fatre­tertscha le Roma-or­ga­ni­saci­jendar andi Austrija. Amen ka­maha, kaj i „Staats­anwalt­schaft“ Gereci o aun­se­sinipe vascho fahe­cinipe godschi­kan peske aun te dikel taj hofinas, hot o aun­tradipe pra­saji­pestar afka ar kerdo te ol. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (308)

August 27th, 2020  |  Published in Facts & Figures

Die in Zypern behei­ma­te­ten Gurbet-Ro­ma, die der tür­kisch­zyp­riot. Be­völ­ke­rung zu­ge­zählt wer­den, ka­men mit den Os­ma­nen ab 1571 auf die In­sel.

(Quelle)

Radijo: Krejativi camp ande Szombathely

August 26th, 2020  |  Published in Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
17.8.2020 | (on demand)

Romengero-krejativi camp an­de Szom­bathe­ly ki­se­tintscha

Jozsef FerkovicsUsar o 7to dschi uso 14to august 2020 o sako bersches­kero Ro­men­gero camp le Romen­gere kinst­le­ren­dar, save fesch­tinen, upro than le kultu­rakere khe­restar Herenyi an­de Szom­bathely, sina. Sajt schov berscha del imar ada mula­tin­tschago, kaj Romen taj gadschen o scha­jipe hi, pe te resel. O camp pra­dimo hi taj afa sako­nestar kher rodim schaj lo ol. O tha­neskero taj ang­lutno foros­kero than jek per­fekti than hi, kaj i kreja­tiviteta ando di­kipes schaj ledschim ol. Le 11 Romen­gere kinstler­tschen andar o cilo Ungri­ko afka o lek feder koji hi, puma­ro talen­to upro papru­schi te anel.

Financirim ol o Romengero camp le faraj­nistar Harofit taj le regi­jonali Romen­gere favojti­ni­pestar an­dar Szom­bathely.

Ando lejcti berscha te dschene andar i Slovenija taj avre ungri­ke use sina. Vasch i aktujeli Corona pan­demija taj vasch odole khe­tan phandle upre di­penca ando Ungriko, ada bersch tschak kinstler­tscha andar i flogos­keri grupn le Romendar, use sina. Read the rest of this entry »

Roma-Kreativcamp in Szombathely

August 25th, 2020  |  Published in Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
17.8.2020 | (on demand)

Roma-Kreativcamp in Szombathely ging mit einer Aus­stel­lung zu Ende

Jozsef FerkovicsVon 7. bis 14. August 2020 fand das alljährliche Roma­camp der malen­den und zeich­nen­den Roma-Künst­ler am An­we­sen des Kultur­hauses Herenyi in Szombathely statt. Seit sechs Jah­ren gibt es schon die Ver­anstal­tung, bei der Roma und Nicht­roma die Mög­lich­keit zur Begeg­nung haben. Das Camp ist öffent­lich zu­gäng­lich und kann somit von jedem be­sucht werden. Die eher länd­liche und vor­städti­sche Um­gebung bietet einen per­fekten Ort, um die Krea­tivität sichtbar zu machen. Die elf teil­neh­men­den Roma-Künstler aus ganz Ungarn haben so­mit die besten Ge­ge­ben­hei­ten, um ihr Talent aufs Papier zu brin­gen.

Finanziert wird das Roma Camp vom Verein Harofit und von der regio­na­len Roma-Ver­wal­tung von Szom­bathely.

In den letzten Jahren gab es auch Teilnehmer aus Slowenien und der unga­ri­schen Mehr­heits­bevöl­kerung. Auf­grund der aktuel­len Corona-Pan­demie und der damit ver­bun­denen Auf­lagen in Ungarn kamen dieses Jahr aus­schließ­lich Künstler aus der Volks­gruppe der Roma. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (307)

August 21st, 2020  |  Published in Facts & Figures

Die erste rumänische Ver­fas­sung (1832) ent­hält ein Ka­pi­tel zur „Ver­bes­se­rung des Sta­tus der Zi­geu­ner“; die Ro­ma-Skla­ve­rei blieb aber auf­recht.

(Quelle/pdf)

Was ist in Tulln wirklich passiert?

August 20th, 2020  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Eine Chronologie der relevanten ErAusschnitt aus dem Facebook-Video aus Tulln (Filmstill via SOS Mitmensch)eignisse


Eine Recherche von Lebenszeichen! (GfbV)

12.07.2020: Ankunft von Caravans in Tulln
Die religiöse Veranstaltung wurde vorab bei den Stadt­behör­den an­gemeldet. Es reihen sich die ers­ten Caravans auf der gro­ßen Wiese ein. Es werden von der Stadt sanitäre Anlagen zur Ver­fü­gung ge­stellt. Diese wur­den vorab bezahlt, sowie auch die Ent­sorgungs­kosten des an­fal­len­den Mülls.

12.07. bis 15.07.2020: diverse Vorfälle
Es kommt zu den ersten Spannungen zwischen der Bevöl­ke­rung von Tulln und der religiö­sen Ge­meinde. Die teuren Autos der Minder­heit führen zu Frage­stel­lun­gen: „Wie können die sich sowas leis­ten? Das kann ja nicht mit rechten Dingen zu­gehen.“ Das da­hinter hart arbei­tende Men­schen stehen, die Steuern in Österreich be­zah­len, weiß keiner. Wie jedes Jahr bieten Roma und Sinti wieder ver­schie­dene Dienst­leistun­gen legal an.
Die Situa­tion spitzt sich zu – es kommt zu dem ers­ten Angriff auf die Ge­meinde. Ein Feuerwerks­körper wurde neben einen Wohn­wagen ge­worfen. Man ist froh, dass keiner dabei ver­letzt wur­de und man macht eine Anzeige bei der Polizei.

16.07.2020, 22:22: erster Bericht erscheint in der Zeitung HEUTE
Der Beitrag in der Zeitung HEUTE ist der erste zu dem Thema. Die Ver­an­stal­tungs­betrei­ber wer­den offen­bar nicht befragt – der Sinn und Zweck der Ver­anstaltung von Tulln bleibt ver­borgen. Man spricht von Massen­camping und Ver­stöße gegen die Coro­na-Re­geln. Die Zeitung zitiert den FPÖ-Po­liti­ker Bors:
„‚So kann es nicht weitergehen! Wer die Gastfreundschaft der Stadt mit Fü­ßen tritt, hat sein Gastrecht verloren‘, so FPÖ-Ge­meinde­rat Andre­as Bors. Er kriti­siert auch, dass die Roma und Sinti Ar­beiten im ‚Pfusch‘ an­bieten würden. Be­denken hat der Freiheit­liche auch wegen des Corona­virus. ‚Ver­anstaltun­gen und Zusammen­künfte grö­ßerer Men­schen­mengen werden mo­mentan nur unter stren­gen be­hördlichen Auflagen zu­ge­lassen. Unter diesem Hinter­grund ist es umso un­ver­ständ­licher, dass hier ein Massen­camping ohne grund­legen­de Hygiene­standards von der Stadt­gemein­d;e ge­neh­migt wurde. Es gibt dort weder Sanitär­anlagen noch flie­ßendes Wasser. Wer über­nimmt dafür die Ver­antwor­tung?‘, will er wis­sen.“ Link: →www.heute.at Read the rest of this entry »

Causa Tulln: Wir zeigen an!

August 20th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte

Ausschnitt aus dem Facebook-Video aus Tulln (Filmstill via SOS Mitmensch) „Es kommt zu einem Angriff mit einem Feuerwerks­kör­per ge­gen­­über den Camping­­platz-Be­­woh­­nern …“

Lebenseichen! (GfbV): Alles begann am 25. Juli 2020, als NGOs nach Tulln fuhren, um dort ein Roma-Fest zu be­suchen. Auf­merk­sam wurde der Verein Newo Ziro darauf, dass ein hetzeri­sches Video sich auf Facebook ra­sant ver­brei­tete. Die Telefone des Vereins lie­fen heiß. Natalie Weinrich, Ge­schäfts­füh­rerin vom Verein Newo Ziro, war plötz­lich mit großen Ängsten der Community kon­fron­tiert. Nicht nur die Roma/Sinti in Tulln, son­dern auch die gesamte Com­mu­nity waren beson­ders geschockt, als auch FPÖ-Politiker be­gan­nen, das Video zu kom­men­tieren und zu teilen. Des­wegen setzt die Commu­nity nun ein „Zeichen gegen rechts“ mit einer wei­teren An­zeige. Lebenszeichen!, Newo Ziro, Hango Roma und Roma-Service schlie­ßen sich der Anzeige von SOS Mit­mensch an (wir be­rich­te­ten).

Roma/Sinti in Österreich: Beim Beten bedroht

An der Einfahrt zur großen Wiese fällt ein Schild ins Auge: „Jesus rettet“ steht dort. Da­hin­ter rei­hen sich 150 ge­räumige Wohnwagen um ein Festzelt. An der Süd­um­fah­rung Tulln am Stadtrand sind rund 600 Sinti und Roma zu einer christli­chen Zeltmission zusammengekommen. Diese offene Ver­anstaltung, zu der jeder kom­men kann, ist für Roma und Sinti auch eine Chance, sich als wich­tigen Teil der Gesell­schaft zu prä­sentieren.

Read the rest of this entry »

Facts & Figures (306)

August 15th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

Im Jahr 1960 be­such­ten nur 7 % der 6- bis 14-jäh­ri­gen Kin­der der Min­der­heit der Tra­vel­lers in Irland re­gel­mä­ßig die Schu­le.

(Quelle)

Hassvideo: Roma schließen sich Anzeige an

August 14th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

"Unfassbar": Stefan Hermann, stv. Klubobmann der FPÖ im steiermärkischen Landtag, verbreitet das rassistische Video in den sozialen Medien (Screenshot: SOS Mitmensch)Roma-Vertreter/innen schlie­ßen sich Ver­het­zungs­anzeige ge­gen FPÖ Steier­mark an. An­ti-Ro­ma-Hass­video sorgt bei Roma-Or­ga­ni­sa­tio­nen für Ent­setzen

Vertreterinnen und Vertreter der Organisationen Lebenszeichen, Hango Roma, Newo Ziro und Roma-Service schließen sich der Anzeige von SOS Mitmensch gegen den stell­ver­tre­ten­den Klub­obmann der FPÖ Steiermark auf­grund des Verdachts der Verhetzung an. An­lass ist ein Ende Juli von Stefan Hermann und der FPÖ Steiermark auf Facebook ver­brei­te­tes Hass­video mit wüsten Be­schimp­fun­gen ge­gen Roma und Sinti (wir be­rich­te­ten).

„Wir sind zutiefst entsetzt darüber, dass österreichische Po­liti­ker Hassvideos gegen Roma und Sinti ver­brei­ten. Dieses Schüren von Hass hat große Wellen ge­schlagen und bei vielen Roma und Sinti in Öster­reich gro­ße Sorgen hervor­ge­ru­fen“, so die Ver­treter/in­nen nam­hafter Roma-Or­gani­sa­tio­nen in Österreich.

Wir wollen, dass die Staatsanwaltschaft Graz die Verhetzungsanzeige sorg­fäl­tig prüft und wir hoffen, dass dem An­sta­cheln von Hass Einhalt ge­bo­ten wird. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (305)

August 10th, 2020  |  Published in Facts & Figures

Die Gitanos (Roma) in Spanien wur­den 1783–85 in ei­nem Zen­sus er­fasst. Die re­gist­rier­ten 12.037 Per­so­nen hat­ten 567 ver­schie­de­ne Nach­namen.

(Quelle)

„Romnja FrauenRaum“ in Wien

August 7th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte

Der Romnja FrauenRaum in Wien bietet die Möglichkeit, sich zu vernetzen und Beratungsangebote kennenzulernen. (Foto: VHS/August Lechner)Neu im VHS-Projekt DROM: Ab 12.8.2020 bietet der „Rom­nja Frau­enRaum“ einen un­ge­zwun­ge­nen Frei­raum, um sich aus­zu­tau­schen und Be­ra­tungs­an­ge­bo­te ken­nen­zu­ler­nen.

„Die Wiener Volkshochschulen treten seit jeher für Chancen­gleich­heit und leist­bare Bildung für alle Men­schen, egal woher sie kom­men, ein. Das Pro­jekt „DROM – Em­power­ment für Roma“ leis­tet einen wich­tigen Bei­trag, An­ge­höri­gen der Roma-Com­mu­nity in Wien den Zugang zu Bildungs­ange­boten und in wei­terer Folge zum Arbeitsmarkt zu er­leich­tern“, meint Herbert Schweiger, Ge­schäfts­führer der Wiener Volks­hoch­schu­len. Ab 12. Au­gust gibt es nun ein neues An­gebot spe­ziell für Frauen: Der „Romnja Frau­enRaum“ bie­tet die Mög­lich­keit, sich jeden Mitt­woch von 10 bis 12 Uhr (20., Brigittapl. 1) bei Kaf­fee und Kuchen über ak­tuel­le Themen aus­zu­tauschen. Bil­dungs­bera­ter/in­nen sind vor Ort, um bei ver­schie­dens­ten An­liegen wei­ter­zu­helfen, Fra­gen zu be­antwor­ten und das pas­sende Bildungs­angebot zu finden. Bera­ten wird in den Sprachen: Deutsch, Romanes, Bulgarisch und Bos­nisch/Kro­a­tisch/Ser­bisch (BKS).

Ein FrauenRaum

„Frauenfreiräume sind wichtig, um frauenspezifische Themen und Lebens­um­stände in einem ge­schütz­ten Rahmen be­sprechen zu können. Das ist ein wich­tiges Element von Empower­ment und Selbst­bestim­mung. Ich freue mich, dass wir mit dem ,Romnja FrauenRaum‘ ein nie­der­schwel­liges An­gebot schaf­fen konn­ten, das Hemm­schwellen ab­baut und zur Ver­netzung der Frauen unter­einan­der bei­tragen kann“, so Michaela Schipper-Schauer, Pro­jekt­leiterin von DROM.

Read the rest of this entry »

Facts & Figures (304)

August 6th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

60 bis 70 % aller ab 1940 von den Fa­schis­ten in Italien in­ter­nier­ten Ro­ma und Sin­ti wa­ren min­der­jäh­rig.

(Quelle)

Positive Bilder schaffen: RomAnity.de

August 5th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Interview, Radio, Podcast & TV

Radoslav GanevNeues Projekt RomAnity.de in München: Sinti und Roma in ih­rem All­tag ken­nen­lernen

Radio LORA München, 29.7.2020
→Anhören, 58:02 min (mp3)

In dem Interview stellt Radoslav Ganev, stell­ver­tre­ten­der Leiter einer Sozial­sta­tion in München und Ini­tia­tor des Pro­jek­tes, die Ziele von RomAnity.de vor, u.a.: Vor­urteile abbauen; Kunst- und Kultur­schaf­fende so­wie andere groß­artige Per­sön­lich­keiten vor­stellen; Ein­blicke in die Lebens- und Gedan­ken­welt von Sinti und Roma ge­währen; po­siti­ve Bilder schaffen.

Er erzählt, wie er als 8-jähriger Bulgare ohne jede Sprach­kennt­nisse in einer deutschen Klasse saß. Wie aus ihm, einem Haupt­schüler, dem die Lehrer von der Real­schule ab­geraten haben, ein studier­ter Politologe ge­worden ist. Von per­sönli­chen Dis­krimi­nie­rungs­erfah­run­gen und wie er­schrocken er war, als er in einem Kinderbuch, das er seinem Kind vor­lesen wollte, die ver­zerrte ne­gative Dar­stel­lung von ‚Zigeunern‘ als Gauner und Be­trüger vor­fand.

Im Interview wird DROM, eine Beratungs­ein­rich­tung der Berufs­bezo­ge­nen Jugend­hilfe in München er­wähnt. Read the rest of this entry »

„Völkermord ins kollektive Bewusstsein bringen“

August 4th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken

Therese Weinrich, geboren am 27. August 1939 in St. Pölten, ermordet am 8. Mai 1943 in Auschwitz (Foto: DokuZ Archiv)Israelitische Kultusgemeinde Wien: „Völ­ker­mord an Ro­ma und Sin­ti ins kol­lek­ti­ve Be­wusst­sein brin­gen. Nur so er­fül­len wir den Auf­trag, der sich aus der For­mel ‚Nie wie­der!‘ ab­lei­tet.“

„Mehr als 500.000 Sinti und Roma wurden wäh­rend der national­so­zia­lis­ti­schen Herr­schaft er­mor­det“, er­innert Oskar Deutsch, Prä­si­dent der Isra­eli­ti­schen Kul­tus­ge­mein­de Wien und der Israe­li­ti­schen Reli­gions­gesell­schaft in Österreich an­läss­lich des Gedenktags am 2. Au­gust. „Bis heu­te wird dieser Genozid nicht nur verharmlost, viel zu we­nig ist er im kol­lek­ti­ven Be­wusst­sein der euro­päi­schen Gesell­schaf­ten ver­ankert.“

Allein heute vor 76 Jahren, am 2. August 1944 wur­den 4.300 Roma und Sinti in den Gas­kammern in Auschwitz er­mor­det. „Sie wur­den von den National­sozialisten aus einem ein­zigen Grund ver­folgt und ermordet: Sie wa­ren eine Volks­gruppe, die als minder­wertig betrach­tet wurde. Die Lehre daraus ist klar: Nie wieder dür­fen wir zu­las­sen, dass sich Men­schen über an­dere stellen. Jedes mensch­liche Leben ist le­bens- und schützens­wert“, so Deutsch.

Der Genozid, „Porajmos“ auf Romani ge­nannt, der im Juli 1938 mit Ein­füh­rung der Zwangsarbeit für die da­mals rund 12.000 österrei­chi­schen Roma und Sinti be­gann, wurde erst viele Jahr­zehnte nach Ende der Shoah als solcher an­erkannt. Oskar Deutsch: „Es ist un­ser aller Pflicht, nicht nur im Namen der Sinti und Roma, son­dern im Namen von Demokra­tie, Rechts­staatlich­keit und der Menschenwürde, je­den Tag gegen Anti­ziganis­mus auf­zu­stehen. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (303)

August 3rd, 2020  |  Published in Facts & Figures, Romani

Das portugiesische Wort gajo, gajão (umg. für Kerl, Typ) kommt vom Ro­ma­ni-Wort gadscho (gachó, gadžo, gažo) für Nicht-Rom.

(Quelle)

Sobotka: Botschaft zur Erinnerung an den NS-Genozid

August 2nd, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Auschwitz II-Birkenau: Blick vom Wachturm zum südlichen Ende des „Zigeunerlagers“ (Foto: Piotr Daczyński - Daczor/Wikimedia, CC))Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka: Genozid an Roma und Sinti darf nicht in Ver­ges­sen­heit ge­ra­ten. Bot­schaft zur Er­in­ne­rung an na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Mas­sen­mord vor 76 Jahren

Der 2. August ist der Gedenktag, der an den „Porajmos“, den natio­nal­sozia­lis­ti­schen Massen­mord an den euro­päi­schen Roma und Sinti, erinnert. In der so­genann­ten „Zigeuner­nacht“ vom 2. auf den 3. Au­gust 1944 wur­den alle Häft­linge, die zu diesem Zeit­punkt noch in dem als „Zigeuner­ager“ bezeich­neten Lager­ab­schnitt des KZ Auschwitz am Leben wa­ren, in den Gaskammern er­mordet.

„Der Genozid an den europäischen Roma und Sinti darf nicht in Ver­ges­sen­heit ge­raten“, sagt Natio­nal­rats­prä­si­dent Wolfgang Sobotka in einer Bot­schaft zum heuti­gen Gedenktag. „Der An­fang war, dass der national­sozialis­ti­sche Verbrecher­staat Sinti und Roma als so­ge­nannte ‚Asoziale‘ und ‚Fremdrassige‘ aus­grenz­te. Am Ende fie­len eine halbe Million Sinti und Roma dem national­sozialis­ti­schen Rassen­wahn zum Opfer.“ „Heute ist die Kultur der Roma und Sinti ein in­tegraler Bestandteil der öster­reichi­schen Identität“, er­klärt National­rats­präsi­dent So­botka ab­schlie­ßend.

(Text: Pressedienst der Parlamentsdirektion)