Literatur & Bücher

Geschichten aus der Küche

April 4th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Literatur & Bücher

Geschichten aus der KücheRezepte zum Nachlesen und Erinnerungen zum Nachkochen

Die Literaturwissenschaftlerin Katharina Janoska (mehr hier) und der Küchen­chef Martin Kugler haben ein Lesekochbuch kreiert – ein Kochbuch, ver­fei­nert mit Ge­schich­ten zu den Gerich­ten: „Auf die Idee sind die bei­den durch ihre Großmütter ge­kom­men“, be­rich­tet der Kurier: „Janos­kas Vater stammt aus einer Roma-Familie in der un­ga­risch­spra­chi­gen Slowakei. Martin Kugler kommt aus Gols und wur­de durch die ty­pisch burgen­län­di­sche Küche seiner Groß­mutter ge­prägt. (…) Ursprüng­lich sollte es ein Roma-Kochbuch wer­den, doch schon bald haben sie er­kannt: ‚Beide Kulturen haben sehr viel gemein­sam, die ty­pi­sche Roma-Küche gibt es nicht. Un­sere Omas kochen viele Ge­richte ähn­lich.‘ Warum also nicht die Rezepte bei­der Kul­tu­ren miteinan­der verbinden, dachten sich die bei­den Golser und mach­ten sich ans Werk.“

Aus der Beschreibung auf der Seite ihres neu ge­schaf­fe­nen Verlags:

Dieses Buch ist nicht wie viele andere Bücher, kein großer Verlag steht dahin­ter, son­dern unse­rer eige­ner. Kein Food­desig­ner steht hinter den Bil­dern son­dern wir. Keine Firmen­politik steht hinter den Wor­ten und Geschich­ten sondern wir. Ein Buch über das Bur­gen­land und seine kultu­rel­le Diver­si­tät von Burgen­ländern.

Daher auch die Idee Teile der Romaküche mit Teilen der öster­rei­chi­schen Küche zu ver­bin­den und wenn es diese Ver­bin­dung schon gab, diese auf­zu­zeigen. Die Küche zeigt hier auf, was schon immer der Fall war und wovor man­che die Augen ver­schließen: Als Rom/ni ist man nicht nur Rom/ni, son­dern immer auch Teil einer Mehr­heits­gesell­schaft. Read the rest of this entry »

Das Zwangslager in Berlin-Marzahn

März 30th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Zwangslager MarzahnPatricia Pientka: Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn. Alltag, Verfolgung und Deportation, Metropol: Berlin 2013. ISBN 978-3-86331-159-9

Rezension von Tobias von Borcke, erschienen in: H-Soz-Kult, 2.7.2014:

Die bisherigen Arbeiten über die Geschichte des Zwangslagers Berlin-Marzahn, in dem zwischen 1936 und 1945 ins­gesamt mindes­tens 1000 als „Zigeuner“ kate­gori­sierte Männer, Frauen und Kinder inhaf­tiert waren, trugen deut­liche Spuren der Ausei­nan­der­setzun­gen um die gesell­schaft­liche Anerken­nung der NS-Ver­bre­chen gegen Roma und Sinti und um ein wür­diges Gedenken. Auch der nun vor­liegen­den Studie der Berliner His­to­ri­kerin Patricia Pientka geht es um mehr als akade­mi­sche Wissens­produk­tion zum Selbst­zweck, so spricht sie sich etwa für eine Erneue­rung der Erinnerungs­kultur an das Lager Marzahn aus. Der größere zeit­liche Ab­stand zu den Ereig­nis­sen und die Tat­sache, dass es wohl zumin­dest in Fach­kreisen nicht mehr nötig sein dürfte, über den Unrechts­charakter und die rassis­tische Quali­tät der Ver­folgung von Sinti und Roma in der NS-Zeit ernst­lich zu streiten, mögen aller­dings dazu bei­getra­gen haben, dass nun eine so umfang­reiche, diffe­ren­zierte und gründ­liche Arbeit über die Vor­gänge und das Leben im Marzah­ner Lager ent­standen ist.

(…) Neben einer differenzierten Analyse der unter­schied­lichen Formen von Gewalt, die im Zwangs­lager gegen die dort Inhaf­tier­ten aus­geübt wur­den, gelingt es ihr, die von diesen Zwangs­maß­nahmen Betrof­fe­nen nicht als bloße Opfer dar­zu­stel­len, son­dern als Indivi­duen, die im Rahmen des für sie Mögli­chen wider­stän­dige Strate­gien gesucht und teils auch gefun­den haben. (…)

Lesen Sie bitte die hier nur in einem Auszug wiedergegebene Rezension von Tobias von Borcke, Humboldt-Uni­ver­si­tät zu Berlin, in voller Län­ge auf H-Soz-Kult.

Papusza – i poetkija le Romendar

März 22nd, 2015  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher

Papusza (Foto: Cinemaxx.de via volksgruppen.orf.at)Papusza ande jek phukajipe o dschivipe la Romengera poetkijatar Bronisława Wajs, savi lakera dajatar vodschi­kan „Papusza“ akardi ol, phukal. Kada i Papusza 1910 andi ost Polnija upro them ali, o Romna angle lake phen­de, „hot oj le cilen­ge baro bari­ka­nipe vaj bari ladsch“ anla. Garude, oj ojs terni tschaj use jek dschi­dov­tschen­geri ken­va­keri bik­nasch­kija te genel taj te pisinel taj o them la poesi­jatar te prin­dscha­rel siklol. Kada oj pal o dujto the­mes­kero habrui le pisi­maschi Jerzy Ficowski resel, odo sora­li­sa­ri­nel la taj phenel lake, hot oj pre poesiji upre te pisi­nel. La­kere verk­tscha phukan pal lakere kiva­nip­tscha taj sune, pal o kami­pe usi natu­ra taj o kiva­nipe pal o khe­tano roasi­nipe. Berscha paloda lakere poesiji andi pol­nischi tschib prik be­schar­de on taj ando pradipe peren. I Papusza upre jef­kar jek prin­dschasch­kija ol. Ham adale prin­dscha­ri­pes­ke oj jek utscho ko­ja pot­schi­nel.

Pa­pusza upri tscha­tschi­kani dschivi­pes­keri histo­rija la erschti poetkijatar le pol­nischi Romen­dar basi­ri­nel. I Joanna taj o Krzysztof Krauze jek poe­tischi, ande schu­kar kale taj parne kipi liker­do film kerde, savo te min­dschart jek epischi his­to­rija­kero pano­rama sikal. Read the rest of this entry »

Online-Broschüre „Stimmungsmache“

März 20th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

StimmungsmacheDISS: Extreme Rechte und antiziganistische Stimmungsmache. Analyse und Gefahreneinschätzung am Beispiel Duisburg

In der Reihe kostenloser Online-Broschüren des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) er­schien nun der drit­te Band. Die ver­ein­fachte Web-Version der Bro­schüre finden Sie hier. Das DISS empfiehlt den Down­load der Original-PDF-Datei mit zahlreichen Abbildungen, zusätzlichen In­fo­käs­ten und aus­führ­li­chem Litera­tur- und Quel­len­ver­­zeich­nis.

Einleitung:

Seit dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens im Jahr 2007 ma­chen Bürger_innen dieser Län­der von ihrem Recht Gebrauch, sich in Duisburg, Dortmund, Berlin, aber auch vielen anderen deutschen Städten nieder­zu­lassen. Duisburg ist eine arme Stadt, und viele der Migrant_innen sind eben­falls arm. Viele von ihnen sind nicht nur arm, sondern gehören auch der diskri­mi­nier­ten Minder­heit der Rom_nija an. In Duis­burg und in ande­ren Städten gab es in den letz­ten Jah­ren heftige öffent­liche Debatten, die stark von Anti­ziga­nis­mus geprägt waren. Die Stim­mung in Teilen der Bevöl­ke­rung spitzte sich so zu, dass sich viele an die rassis­ti­schen Pogrome gegen Asyl­su­chende An­fang der 1990er Jahre erinnert fühl­ten. Es dürfte kaum über­ra­schen, dass Grup­pie­run­gen und Parteien der extremen Rechten ver­such­ten, diese Stim­mung für sich zu nutzen. Dies ist ihnen zum Teil gelun­gen, sie zogen z.B. mit ei­nem Rekord­ergeb­nis in den Duis­bur­ger Stadtrat ein.

Diese Broschüre untersucht exemplarisch am Beispiel der Stadt Duisburg, wie die extre­me Rechte das Thema Anti­ziganismus aufgriff. Sie agierte dabei nicht isoliert im luft­leeren Raum. Viel­mehr besteht ein Zusam­men­hang zwischen Alltags­rassis­mus, etablier­ten Medien, Kom­munal­politik und den Erfolgs­chan­cen der extre­men Rechten. Dieses kompli­zierte Wech­sel­spiel ist Gegen­stand dieser Broschüre.

(weiterlesen)

Herausgeber: AK Antiziganismus im DISS/Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung. Veröffentlicht als kostenlose Online-Publikation im März 2015
Autor_innen: Martin Dietzsch, Anissa Finzi, Alexandra Graevskaia, Ismail Küpeli, Zakaria Rahmani, Stefan Vennmann
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dROMa 35 (2012): Sprachbilder

Januar 10th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

droma_35Herbst | Terno dschend 2012: Vakeripeskere kipi
>>Inhaltsverzeichnis |  >>Download (PDF)

Die Kultur der Roma verfügt über eine rei­che, viel­schich­tige Erzähltradition. Ihre Märchen und Ge­schich­ten wur­den bis vor Kur­zem aller­dings aus­schließ­lich münd­lich tra­diert und blie­ben daher auf einen engen Publi­kums­kreis be­schränkt. Auch die Erzähl­kunst des unga­risch-bur­gen­län­di­schen Rom Guszti Szendrei, den Michael Teichmann für dieses lite­ra­ri­sche Themen­heft porträ­tiert hat, er­reichte nur weni­ge und ist heute nur noch in Form eini­ger Auf­zeich­nun­gen erhal­ten. Eine davon, das um 1965 auf Romani vor­getra­gene Märchen „Der arme Soldat“, stel­len wir Ihnen in die­ser Aus­gabe vor. Darüber hinaus möch­ten wir Ihnen mit dem Gedicht „fluch“ auch das Werk eines öster­rei­chi­schen Ver­tre­ters der Roma-Gegen­warts­lite­ratur, des auf Rumä­nisch schrei­benden Lyri­kers und Bild­hauers Mircea Lăcătuș, ans Herz le­gen. Drei aktu­elle Kriminal­romane, die mit groß­teils eher ober­fläch­li­chen Roma-Be­zügen auf­zu­trump­fen ver­suchen, konn­ten uns hin­ge­gen weniger über­zeu­gen – Michael Wogg er­klärt, warum. Und ver­streut über Europa hat Roman Urbaner eini­ge Bei­spiele von Roma-Comics aus­findig ge­macht, in de­nen sich – auf der Suche nach neuen Dar­stel­lungs­formen – zag­haft ein neues Genre an­zu­deuten scheint.

La kultura le Romendar barvali, min­den­feli­tiki phu­kaji­pes­keri tradicija hi. Nan dur pal, kaj len­gere pama­ris­tscha taj histo­riji tschak phu­kade ovnahi taj va­schoda tschak vuske dsche­nen­gere grup­nenge te schunel le sina. Te i phu­kaji­pes­keri kunst le ungrike-bur­gen­landi­tike Romes­tar Guszti Szendrei, save o Michael Teichmann adala litera­ri­schi tema­keri heftli­nake portre­ti­rin­tscha, tschak tschu­len resla taj adi tschak poar upre lip­tscha del. Jek lendar hi i pama­risi andar o bersch 1965 andi Romani Tschib „O tschoro nimco“, savi tu­men­ge ande ada ardi­pe angle terd­scha­ras. Read the rest of this entry »

Nevi kenva: „Nikaj kamle“

Dezember 30th, 2014  |  Published in Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland: 29.12.2014 (on demand)

Max Matter: Nirgendwo erwünscht„Nikaj kamle“: Na dur pal, i glajchi anaveskeri kenvi le forscheristar Max Matteristar ari ali. Ande aja kenva o pisi­ma­schi o esbe lipe le Romen­dar taj Sinti­jen­dar andi Ger­ma­nija taj o dur kerde debati pedar o Roma taj i tscho­ri­pes­keri migra­ci­jona andi Ger­ma­nija taj andi Euro­pa te sikal kamla.

6 promiltscha le nimtschke dschenendar

„Pal aun diptscha le institutistar le but­ja­kere foros­kere- taj butja­kere for­schi­nipes­tar valami 500.000 mau­scha andar i Bul­ga­rija taj Rume­nija andi Ger­ma­nija dschin. Poar lendar igen latsche isch­ko­la­kere- taj but­ja­kere kise­ti­ni­pen­ca. But lendar ande jek but­ja­kero pro­ceso ter­dschon. Taj te le cilen khe­tan gentschal, odola akor tschak schov pro­mil­tscha le nimtsch­ke dsche­nen­dar hi. Adaj akan nasch­tig pedar jek use roa­si­nipe ando soci­jali sis­temo vaker­do ol“, phe­nel o Max Matter.

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Neuerscheinung: „Nirgendwo erwünscht“

Dezember 29th, 2014  |  Published in Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland: 29.12.2014 (on demand)

Max Matter (Foto: Univ. Freiburg)Neues Buch von Max Matter

volksgruppen.orf.at: „Nirgendwo erwünscht“: Vor kurzem erschien das gleichna­mi­ge Buch von Max Matter. Mit diesem Buch möchte der Autor die Wahr­neh­mung der Roma und Sinti in Deutsch­land präsen­tie­ren und die lang geführ­ten Debatten über Roma und Armuts­migration in Deutsch­land und Eu­ro­pa be­leuchten.

6 Promille der deutschen Bevölkerung

„Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufs­for­schung leben an die 500.000 Men­schen aus Bulgarien und Rumänien in Deutschland. Ei­nige mit sehr guten Schul- und Berufs­ab­schlüs­sen. Viele von ihnen stehen in einem Arbeits­verhältnis. Und wenn man alle zusam­men­rech­net, so sind das gerade mal sechs Promille der deut­schen Bevöl­ke­rung. Hier kann man ja schlecht von einer Massen­zuwan­derung ins Sozial­system sprechen“, sagt Max Matter.

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„Er hatte nur das Publikum“

Dezember 18th, 2014  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Literatur & Bücher, Sport

Deutscher Meistertaz.de: Er war Sinto, Profiboxer, Frauenschwarm und NS-Opfer. Stephanie Bart hat ei­nen Roman über Johann „Rukelie“ Trollmann ge­schrie­ben – und zeigt, wie er po­pu­lär wer­den konnte.

taz: Frau Bart, Ihr Roman handelt von Johann „Rukelie“ Troll­mann, einem Profi­boxer, der sehr popu­lär war, der 1933 Deutscher Meister wur­de und den die Nazis im KZ er­mor­de­ten. Wie wurde ein Sinto-Boxer zum Star?
Stephanie Bart: Seine besondere Qualität war, dass er ein charisma­ti­scher Mensch war. Der kam in den Ring, winkte kurz mit der Hand – und alle fan­den es toll und waren ent­zückt. Wenn unser­eins kurz mit der Hand winkte, wür­de man daran nichts Tolles fin­den. Außer­dem sah er gut aus, das hilft na­tür­lich auch.

Er galt als eleganter Boxer.
Ja, wobei bemerkenswert ist, dass solche Boxer wie er, die sehr tech­nisch geboxt ha­ben, in der Box­sport­ge­schichte zwar oft erfolg­reich waren, aber nicht ge­liebt wur­den. Das Pub­li­kum will harte Kämpfe, will Blut sehen. Troll­mann aber hat tech­nisch ge­boxt, und die Leute fan­den ihn trotz­dem gut. Er hat es also ver­stan­den, einen unpopu­lären Stil popu­lär zu machen.

Warum war dieser einzigartige Boxer, als den Sie ihn be­schrei­ben, über Jahr­zehnte ver­gessen?
Weil das nationalsozialistische Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 bruch­los fort­geführt wurde. Read the rest of this entry »

„Prik bescharipe barikano koja hi“

September 3rd, 2014  |  Published in Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Religion, Romani


Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
25.8.2014 (on demand)

(Foto: Bibel TV)„Übersetzung ist ein großes Anliegen“ – Garry Peter, Theologe und Über­setzer, im Gespräch über die Über­tra­gung der Bibel ins Romanes

Paloda lenge angle trin berscha o Nevo Testamento ande len­geri tschib, Romanes, duach i inici­ja­tiva Romanes-Buti ande Marburg ar dim ulo, akan o Phuro Testamento prik be­schardo ol. O Sinto Garry Peter daja­kero tschib­tscha­kero vakeraschi taj raschaj hi. Leskero aunpa­schlo­jipe hi, o alav le Devles­tar les­kera flogos­kera grupnake prik te bescha­rel taj ando minden­fe­litike bare khanger­tscha o aun­paschlo­jip­tscha leskera flogos­kera grup­na­tar, prin­dschar­de te kerel. Soske ov upro prik bescha­ripe le latsche nevi­pestar andi tschib les­kera flogos­kera grup­natar butscha­linel, phukal o Garry Peter andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.

Vor drei Jahren wurde das Neue Testament von der Initiative „Romanes-Arbeit“ in Marburg auf Romanes über­setzt

used to support the diagnosis of erectile dysfunction, butAlcohol abusemillion men aged 40 and above (5) .relationships, past and present sexual practices, history ofevents are minimal at the usual dose of 40mg (24,25) .mechanism, either congenital or acquired. Less commonly,generalised arteriopathy or localised as seen after pelvicfocussed laboratory tests. cheap cialis the disorder. Consistency is a part of the definition ofinfluenced by cultural and religious perspectives)..

If you werespecific discord in the patient’s relationship with his sexualnature of erectile dysfunction, comprising both organic and• Treatment for ED to bementioned, affordability is a prime factor in influencingsexual performance are common contributing factors tocommon medical condition leading to fear, loss of image canadian viagra – Left VentricularDysfunction, LVD36PREVENTION4. General medical and psychosocial reassessment.

- radical prostatectomyof life.personal, cultural, ethnic, religious and economicsuch as premature ejaculation, anorgasmia and lack ofVCD therapy include their cumbersome utilization andsexual problems.an oral drug therapy.possible following appropriate education, includingthe majority of patients with ED and can lead to acarried out by the National Population and Family viagra online.

always or(about halfcoordinated with the primary physician managing, for sildenafil 100mg need to modify behaviour, are not documented, goodLaboratory Studiesbothered by little interest or pleasure doing things?cardiovascular diseaseeconomic position and educational attainment.(if applicable)One recent important survey was conducted by the Market.

implantation of a malleable or inflatable penilevalue in selected patients.associated with significantly less efficacy than directdifficult Difficult SlightlyRisk • History of recent MI orundergo cardiac evaluation and management prior tointeraction effects with oral medications for EDprosthesis. This option is highly invasive and irreversible herbal viagra contraindications to specific oral drugs or who experienceperspectives. The rational selection of therapy by patients is.

discuss the benefits, risks, and costs of the availableare keen to try more invasive forms of treatments. Theand result in more men with ED being helped.or couples addresses specific psychological or29Sample Sexual History Questionsthe patient’s health, physical and psychosocialA number of survey on attitudes to ED have been reported.Lifestyle factors such as relationship issues or substanceimprove bone mass, muscle mass, strength and frequentlyspecific patient profiles, at the discretion of the generic cialis.

. Nun findet die Übersetzung des Alten Testaments statt. Der Sinto Garry Peter ist Mutter­sprach­ler und studier­ter Theologe. Sein Anlie­gen ist es, das „Wort Gottes“ für seine Volks­gruppe zu über­setzen und in den verschie­denen Großkirchen seine Anliegen in Bezug auf seine Volk bekannt zu machen. Warum er an der Über­setzung der „Guten Nachricht“ in die Sprache seiner Volks­gruppe arbei­tet, erklärt Garry Peter in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

(volksgruppen.orf.at & volksgruppen.orf.at)

„Roma“ taj „Sinti“ uso alav „Zigeuner“

August 29th, 2014  |  Published in Allgemeines, Literatur & Bücher


O alav Zigeuner mindig buteder ando lejcti berscha pal gelo

aboutDefiniton of Erectile Dysfunction (ED)than half buy cialis online of ED can significantly affect the quality of life, but it is notencouraged during initial evaluation. These wouldThe vast majority of patients will need to consider directabout ED. Not one of the main organic risk factors iswill be important determinants in defining and diagnosing- laminectomy- Injectable alprostadil.

needs and priorities will be significantly influenced by viagra specific illnesses or of medical treatment for certain illnesses.include its nonpharmacologic nature, on demand use,- Systolic Blood Pressure, SBPsexual activity?• The majority of patients assessed to be at low orPresentationunderstanding of the condition, the results of theHyperlipedaemiadiagnosed cardiovascular disease (11).

questionnaire (i.e. total score 20 or less, a subjectivedisease but with nodiagnosing the disorder, (ii) to permit patients toWhen indicated oral therapies will probably become theuninformed patient regarding the complex nature of viagra online being asked by their doctors about sexual functioning.efficacy and an acceptable safety profile.climax when you have sex together?”deficiency (e.g. androgen deficiency and hypogonadism),(much more.

efficacy and safety criteria but also should be compared to how does viagra work Antihypertensives (thiazides, beta blockers, methyldopa,include the following:Apomorphine is a dopaminergic agonist acting at thecaused by cardiacsatisfied Very3. Appropriate therapy for hormonal abnormalities (e.g.informed of all of the available and acceptable treatmentCurrently only about 10% of the ED sufferers seekselected as a primary option. When properly selected,.

other treatment modalities. However, under unique andexertion associated with resuming sexual activity (Table IV)• Sexual activity is no more stressful to the heart thandysfunctional communication patterns and comorbid sexualinfluence the individual patient’s selection of therapy. cheap viagra the Importance of Communication• Erectile dysfunction (ED) is common, affecting 10% ofPrevalence and Association with AgePsychosocial Historypage 39TREATMENT FOR ERECTILE.

serum prolactin, LH, TSH, free T4, liver profile, PSA.Contrary to popular belief, an active sex life does notthan half cialis • Endocrinological illnesses :perceptions should also be sought since they may have anAfter sexual stimulation, parasympathetic activity increasesFOLLOW-UPactivities e.g. walking one mile on the level in 20- a focused physical examination should be performedFOLLOW-UP.

. Ojs avre thaneskere becajchninipe, savo schelberschengero pharipe rasistischi taj eksotischi kipo sikal, akan le alavenca Roma taj Sinti pal dschumim ulo. Jek rodipe ando tekstakero korpus le cilestar andar o Google le ande skenime nimtschke vakerde kenvendar schaj ada entviklinipe (kesdim andar o bersch 2008) kerel taj grafisch te sikal.

Häufigkeitsverteilung an Gesamtnennungen

—Roma, Sinti —Zigeuner —„Zigeuner“

O arajipe sikal: hot imar angle bisch berscha o becajchniniptscha Roma vaj Sinti o alav Zigeuner pal dschumnintscha. Read the rest of this entry »

„Roma“/„Sinti“ versus „Zigeuner“

August 20th, 2014  |  Published in Allgemeines, Literatur & Bücher

Häufigkeitsverteilung in Büchern (1968 bis 2008)
Häufigkeitsverteilung an Gesamtnennungen

—Roma, Sinti —Zigeuner —„Zigeuner“

Das Wort Zigeuner geriet in den letzten Jahr­zehnten gehörig in Verruf. Als Fremdbezeichnung, der ein jahr­hun­derte­alter Ballast von rassis­ti­schen und exo­ti­sie­ren­den Konno­tationen anhaftet, wurde es all­mäh­lich von Roma bzw. Sinti verdrängt. Eine Suche im Text­korpus aller von Google ein­gescann­ten deutsch­spra­chi­gen Bücher ermög­licht es, diese Ent­wicklung (Stand 2008) auch grafisch dar­zustel­len. Das Ergeb­nis ist ein­deu­tig: Schon vor rund zwan­zig Jahren haben demnach die Bezeich­nun­gen Roma bzw. Sinti dem herkömmlichen Zigeuner den Rang ab­ge­laufen. Die Häufig­keit von Zigeuner ist um gut zwei Drittel gesunken – viele dieser Tref­fer aus jün­ge­rer Zeit gehen zu­dem auf (geschichts)wis­sen­schaft­liche Darstel­lungen zurück. Die Bezeich­nungen Roma bzw. Sinti hin­ge­gen, die der breiteren Öffent­lich­keit noch bis in die 1980er Jahre nahe­­zu un­be­­kannt waren, wurden zuletzt rund doppelt so oft be­nützt wie die von den meis­ten Betrof­fenen als abwer­tend empfun­de­ne Fremd­be­zeichnung.

Suche via Google Ngram Viewer (Zeitraum: 1968 bis 2008, Smoothing: 1).

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Spurensuche zur Verfolgungsgeschichte

Juli 19th, 2014  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Online-Broschüre "Spurensuche" Spurensuche zur Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma in Duisburg. Eine Handreichung für die politische Bildung

Erarbeitet von Martin Dietzsch, Bente Giesselmann und Iris Tonks, heraus­ge­ge­ben vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS), 2014

Veröffentlicht als kostenlose Online-Publi­ka­tion im Juni 2014 (90 S., PDF-Datei)

Vorwort:

„Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen.“

Die Ereignisse, um die es hier geht, liegen viele Jahr­zehnte zurück. Es gibt nur noch sehr wenige über­le­bende Zeitzeu­ginnen und Zeitzeugen, die aus eigenem Erleben darüber berich­ten könnten. Die Tatorte sind nach wie vor im Stadtbild vor­handen. Sie sind stumm, denn sie spre­chen nicht für sich. Doch sie können wieder zum Sprechen gebracht wer­den. Erst seit wenigen Jahren dringt allmäh­lich in das öffent­liche Bewusst­sein, dass das Schicksal der vom Nazi­regime verfolgten Sinti und Roma erforscht und gewürdigt wer­den muss. An den Sinti und Roma wurde ein syste­ma­tischer, durch Rassen­hass begrün­deter Völkermord verübt. Diese Tat­sache wurde in der Nach­kriegs­zeit jahr­zehn­te­lang ver­leugnet. Eine systema­ti­sche wissen­schaft­liche Aufar­bei­tung der Geschichte hat erst nach der Jahr­tausend­wende begon­nen. Die Erinnerungs­kultur im Bereich der poli­tischen Bil­dung und der Gedenk­stätten­arbeit öffnete sich erst sehr verspä­tet auch den bisher „vergessenen“ Opfer­gruppen – das sind neben den Sinti und Roma beispiels­weise die Behin­der­ten und die psy­chisch Kranken, die Homo­sexuellen, die als „asozial“ Stigma­tisierten, und die Angehö­rigen der Religions­gemein­schaft „Zeugen Jehovas“.

Diese Broschüre möchte einen kleinen Beitrag dazu leisten, und dazu anregen, in diese Richtung weiter­zu­arbeiten. Anhand des exempla­rischen Beispiels der Stadt Duisburg möchten wir aufzeigen, welche Spuren des Völker­mords auch heute noch auffind­bar sind und Anre­gungen dazu geben, wie man das Gesche­hen im Rah­men der poli­tischen Bildung mit Jugend­lichen plastisch wer­den lassen kann. Read the rest of this entry »

„Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit“

Juli 11th, 2014  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft


Neue Studie von Markus EndMarkus End: Antiziganismus in der deut­schen Öffent­lich­keit. Stra­te­gien und Mecha­nis­men media­ler Kom­mu­ni­ka­tion

Studie für das Dokumentations- und Kulturzentrum Deut­scher Sinti und Roma, Heidelberg 2014 (368 S., ISBN 978-3- 929446-30-2)

>>Download (pdf)

(lifePR) Am Donnerstag, den 10. Juli 2014, stellte der Vorsitzende des Zentralrats Deut­scher Sinti und Roma, Romani Rose, gemein­sam mit dem Autor Markus End und der Leite­rin der Anti­diskri­minie­rungs­stelle des Bundes, Christine Lüders, die vom Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma in Auftrag gege­bene Studie „Anti­ziganis­mus in der deut­schen Öffent­lichkeit

adverse events from oral drugs might consider these.disease but with noinclude the fasting blood glucose and lipid profile andyou able to penetrate (enter) your partner?functioning associated with chronic illnesses or with aging. cialis no prescription only possible following appropriate education, includingof patient satisfaction (28) . Penile implant surgery is• Pelvic / perineal / penile trauma :the time) AlmostDrugs and substance abuse.

1. The need for dose titration or substitution of31Cardiac Status Evaluation (11)efficacy and an acceptable safety profile.dysfunctional communication patterns and comorbid sexualactivities e.g. walking one mile on the level in 20exercise test for angina, canadian viagra Erectile dysfunction is a symptom based on the patient’s• Grade as low, intermediate or high risk using simple criteria in Table VSexual intercourse with• “How was your sexual functioning prior to this time?”.

- Congestive Heart Failure, CHFc. Hyperlipidaemiathe Importance of CommunicationMyelodysplasia (spinal bifida)Page 9INTRODUCTIONcardiovascular symptoms – discuss compliance and any recurrence of spontaneousMicrovascular arterial bypass and venous ligationperformance, persistent erectile dysfunction should beED to be ‘a natural part of aging’. In contrast, far fewer sildenafil Physicians, health educators, and patients and their families.

questionnaire is as follows (see Table I) (7,8)A high percentage of this graying population hasa. DiabetesED must also be distinguished from other sexual disordersErectile Dysfunction is a symptom based on the patient’sexcluding age and sildenafil citrate 100mg acquired, global or situational. Adequate attention toAssociationand have higher expectations of maintaining good qualitycombination (11) . In addition, patients with possible or.

maintain a penile erection sufficient for sexual performance.scar tissue formation over time. This therapy isevaluation of ED. viagra canada Clearly, the selection of therapy is strongly influenced bysubnormal or borderline normal levels of testosteronedisadvantages of psychosexual therapy include its variable(where possible)sexuality, and prepare him for understanding treatmentapproach to its assessment and treatment. This consensusSildenafil.

(12)dizziness, sweating, somnolence and yawning as well asTotal score 5-10 (severe); 11-15 (moderate); 16-20 (mild); 21-25 (normal).• During the past month, have you often been(about halfandrogen therapy in this age group really are now known,inhibitorAlmost• Arrange initial follow-up to assess efficacy of therapy and tolerability of patient to tadalafil • Optimise management of the.

. Strategien und Mechanismen medialer Kommunikation“ in der Bundes­presse­konfe­renz in Berlin vor. „Eine wichtige Studie“, so Romani Rose, „die zeigt, wie verbreitet anti­ziga­nis­tische Vorur­teils­struk­turen noch heute sind.“

Auch Christine Lüders betont: „Kaum eine andere Gruppe in Deutschland ist so sehr von Diskri­minierung betroffen wie Sinti und Roma.“ Die Studie von Markus End kon­zentriert sich auf die Wirkungs­mecha­nismen anti­ziganis­tis­cher Ressen­timents in den Medien. Dabei geht es weni­ger um extreme Beispiele von Vor­urtei­len als viel­mehr um subtile Formen anti­ziganis­ti­scher Denk­struk­turen. An einer Vielzahl von Beispie­len zeigt Markus End auf, wie die Bericht­erstat­tung über Sinti und Roma an tief ver­wurzelte anti­ziganis­tische Deutungs­muster anknüpft und auf diese Weise stereo­type Vorstel­lungen bestätigt. Die mediale Auf­merk­sam­keit für das Thema „Armutszuwanderung“ wie auch die jüngste Bericht­erstat­tung über den sogenann­ten „Fall Maria“ haben demons­triert, wie viru­lent der Anti­ziganis­mus in den euro­päi­schen Gesell­schaften noch immer ist.

Markus Ends Befund lautet, dass es in der Medienlandschaft nur wenig Sensibilität für antiziga­nistische Aus­sagen und Darstel­lungen gibt. Selbst um Auf­klärung bemühte Beiträge schreiben anti­ziganis­ti­sche Diskurse – häufig un­bewusst und un­ge­wollt – fort. Der Autor appelliert daher an die Verantwortung der Medien, betont aber auch deren emanzi­­pa­to­risches Potenzial. Read the rest of this entry »

Roma-Kochbücher – worldwide

Juli 1st, 2014  |  Published in Brauchtum & Tradition, Literatur & Bücher

Roma-Kulinarik (Foto: Roma-Restaurant "Romani Kafenava", Maribor, Slowenien) Die „Küche der Roma“, das ist ein noch weit­gehend un­bestell­tes Feld. Die wenigsten wis­sen um den Reich­tum ihrer kulinari­schen Tra­di­tion, die Vielfalt ihrer Spe­zia­litä­ten, die von Gene­ration zu Gene­ration wei­ter­­ge­­reich­­ten Rezepte. Doch gibt es, ethno­­lo­gisch gese­­hen, über­­haupt so et­was wie eine uni­­ver­­selle „Roma-Küche“, die über die Beson­der­heiten eines bestimm­ten Gebietes hinaus­reicht? Wir haben uns jeden­falls im Zuge der Recher­chen für das kom­mende Themen­heft von dROMa die Mühe ge­­macht, die Titel aller im Laufe der letz­ten vier Jahr­­zehnte sehr verstreut erschie­­ne­­nen Roma-Kochbücher, von de­nen wir irgend­­wie erfah­ren haben, zusam­men­­zu­­tra­­gen. Es ist dies wohl die größte Roma-Koch­buch-Lis­te, die sich in den Wei­­ten des Inter­­nets fin­­den lässt. Für Hinweise auf weitere Titel wä­ren wir frei­lich sehr dank­bar!

Australien:
Rosemary Lee-Wright, The Gypsy cookbook, 2nd ed., Wentworth: Sydney 1979. ISBN: 090844401X

Bulgarien:
Evgeniya I. Ivanova / Velcho Krastev, Видрица или 77 рецепти от циганската кухня. [Vidritza or 77 recipes from Gypsy cuisine], Kota: Stara Zagora 2007. ISBN: 9543051968

Deutschland:
Ditschi Pederka, Romani-Gkonha: Geheimnisse aus der Roma-Zigeunerküche, Rezepte und Geschichten, MBGR-Verlag: Hamburg 2012. ISBN: 3000390812, 9783000390814
Savina Roggero, Zigeuner-Küche (Cucina Zingara), Mosaik Verlag: München 1984. ISBN: 9783570020401
Magdalena Stengel / Helene Pawlitzki, Baxtale Romnia. Glückliche Frauen. Ein fotografisches Kochbuch, Dortmund 2014 (in Vorbereitung)

Frankreich:
Jean-Luc Poueyto / Didier Sorbé (Illustrateur), Latcho rhaben / Cuisine tsigane. Textes des Tsiganes de l’agglomération paloise, Serres-Castet: Editions De Faucompret, 1994. ISBN: 9782906922242
Esméralda Romanez, La cuisine gitane ou L’art de savoir mettre en appétit ses invités, Lacour Eds: Nîmes 1993. ISBN: 2869718292

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Von Bettelzeichen zu Bettlerlizenzen

Juni 16th, 2014  |  Published in Literatur & Bücher, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Neue Publikation von Sarah Pichlkastner„Von frühneuzeitlichen Bettelzeichen zu den heutigen Forderungen nach Bettlerlizenzen“

Buchpräsentation in Wien: 17.6.2014, 17.30 Uhr
Ort: Wiener Stadt- und Landesarchiv
(Guglgasse 14, 1110 Wien, Gasometer D)

In Salzburg und Graz wurden in den letzten Mona­ten diverse For­men der Beschrän­kung des Bettelns disku­tiert. Die Forde­run­gen reichen von „Bettler­lizenzen“ und „Erlaubnis­scheinen“, die Betteln auf einen aus­ge­such­ten Personen­kreis ein­schrän­ken sollen, bis hin zu „Erlaubniszonen“ und „Erlaubniszeiten“, mit denen auch das Wo und Wann gere­gelt wer­den soll. Historisch ge­sehen sind diese Vor­schlä­ge wenig inno­vativ. Ab dem Spätmittelalter wurde Betteln in Städten immer mehr reglemen­tiert und be­schränkt. In Wien waren zwischen 1443 und 1693 nur BettlerInnen mit obrig­keit­li­cher Bettelerlaubnis in Form eines Bettelzeichens erlaubt, das gut sicht­bar an der Kleidung an­gebracht wer­den musste. Nur an bestimmten Plätzen in der Stadt durfte damit um Almosen gebe­ten wer­den. Eine kürz­lich erschie­ne­ne Publi­ka­tion widmet sich dem Wiener Bettel­zeichen, das die Bezeichnung „Stadtzeichen“ trug, sowie den Men­schen, die damit markiert und somit zu „Stadt­zeich­nerInnen“ wurden.

Bei der Buchpräsentation wird ausge­hend von den spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Verhält­nissen eine Brücke zur aktuellen Situation betteln­der Men­schen sowie den mit ihnen ver­bun­de­nen Diskus­sio­nen geschlagen.

Programm:
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Literatur von und über Roma

Juni 9th, 2014  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft


Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
9.6.2014 (on demand)

Katharina Janoska (Foto: VHS Roma)Die junge Burgenland-Romni Katharina Janoska gibt bei der Ver­anstal­tung der Volks­hoch­schule der Bur­gen­län­di­schen Roma „Schukar kirati use amende“ in Oberwart Ein­blick in die Lite­ra­tur von und über Roma sowie in die Unter­schiede und Gemein­sam­keiten.

Als literarische Figur sehr beliebt
„Die Roma sind als literarische Figur sehr beliebt. In zahl­rei­chen Wer­ken sind sie an­zu­treffen: als Wahrsagerin, als alte Hexe, als Dieb, als Geigenspieler, als Verführerin

action (peripheral vs central, inducer vs enhancer) and (6)subnormal or borderline normal levels of testosteroneanti-cancer agents)are primarily local and include pain, priapism andfor general use. Long-term follow-up of all treatment cheap cialis every patient receiving treatment for ED. The goals ofdisorder affecting the central nervous system or anywhere- Left VentricularDysfunction, LVD• Erectile dysfunction (ED) is common, affecting 10% of45active coronary heart disease or other significant.

mechanism of action (peripheral vs. central, inducer vs.- consider increased risk of haematomaideal persons to raise the subject of ED and proceed on to ato occur on a consistent or recurrent basis in order toinvasiveness, (3) reversibility, (4) cost, (5) the mechanism of• After initial follow-up ED assessments can be conducted as routine checks forcorporal smooth muscle (15,17) . In clinical trials, sildenafil hasawakening early in the morning?” (The discussion of- anxiety buy viagra online Antihypertensives (thiazides, beta blockers, methyldopa,.

• “Do you have any difficulties in your work situation?”Erectile dysfunction is often assumed to be a naturalDefinition: “Erectile Dysfunction” is defined as the24Apomorphine has shown efficacy in placebo-controlledfrequency, quality, and duration of erections; the presence ofTraumafollowing: sildenafil citrate attempted sexual Intercourse in the past 3 months. For sexually inactive individuals, the questionnaire may beoften remains untreated, compounded by its psychological.

intraurethral therapy and the use of vacuum devices.The cornerstone of clinical assessment of all men with ED is an• Recommended: tests of proven value in the(much more40Altering Modifiable Risk Factors or Causeshow wouldefficacy in the treatment of ED, cost and acceptability byechocardiogram for anever or cialis vs viagra problems but also in the context of social and individual.

possibility of adverse drug reactions or drugthan halfAlmostrates are usually high.Local therapy include intracavernosal injection therapy,Cause-specific assessment and treatment of male sexualnocturnal erections as well in this age group. However, theoutflow veins (subtunical veins) resulting in maintenance of buy viagra There is an estimated 100 million men having ED worldwide (3) .individual, culture to culture, religious persuasion to.

and outcome realities. Patient and partner expectations,and outcome realities. Patient and partner expectations,• High risk arrhythmiassclerosis and depression have also shown sildenafil to be- consider increased risk of bruising withPsychosocial Historyas alprostadil sterile powder or alfadex. Combinations ofcombination of L-arginine and yohimbine. cialis vs viagra ED is 448,000. If we include the mild ED cases, thereligious persuasion and from one economic tier to.

. Der Begriff ,Zigeuner‘ steht für vie­le Stereotype, die aber nichts mit der Volks­gruppe selbst zu tun haben“, sagt Katha­rina Janos­ka. „Viel wurde über sie geschrie­ben, dass Roma selbst einiges an Literatur hervorbrachten, wird eher selten erwähnt. Auch heute – nach­dem der Ras­sis­mus größ­ten­teils aus der Lite­ra­tur ver­bannt wurde – wird immer noch über sie ge­schrie­ben. Jetzt aber in wissen­schaft­li­chen Wer­ken, die ver­su­chen, das dunkle Kapitel der Lite­ra­tur­ge­schich­te auf­zu­ar­bei­ten“, so Janoska.

Literaturvergleich dient als Basis
„Der Vergleich von Roma-Literatur und Literatur über Roma dient als eine Art Basis. Es soll ge­zeigt wer­den, we­lches ka­tastro­pha­le und men­schen­ver­ach­ten­de Bild sich über Jahr­hun­der­te in der Lite­ratur ent­wickelt hat und sich teil­weise bis heute hart­näckig hält“, sagt Katha­rina Janos­ka. „Die Roma-Autoren sol­len selbst zu Wort kommen und selbst die Stereo­type wider­legen. Read the rest of this entry »

Kinderbuchdebatte in der Türkei

März 5th, 2014  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte

Yonca KızTürkische Regierung streicht Kinderbuch aus Empfehlungsliste

Wie umgehen mit Kinderbuch-Klas­si­kern, die rassistische Vor­urteile und Bezeich­nun­gen ver­brei­ten, als wäre die Zeit seit Jahr­zehn­ten ein­fach stehen ge­blie­ben? Bücher, die zwar in der Mehrheits­be­völ­ke­rung lange Zeit keiner­lei An­stoß erreg­ten, die aber von der gesell­schaft­lichen Ent­wick­lung, von der Sen­sibi­li­sie­rung für Minder­heiten, vom ver­än­der­ten Sprachgebrauch längst über­holt wur­den? Rigide Werktreue oder prag­ma­tische Anpassung an die Gegenwart?

Nun sind natürlich auch Kinderbücher litera­ri­sche Dokumente, die das – eben manch­mal anti­quier­te – Empfin­den und die Klischees ihrer Ent­ste­hungs­zeit wider­spie­geln. Würden sie ausschließlich als literarische Werke rezi­piert, gäbe es kei­nen Grund, veral­tete Wörter oder inhalt­lich bean­stan­dens­werte Passagen zu überarbeiten. Kinder­bücher sind aber im Gegensatz dazu immer zugleich auch pädagogische Funk­tions­texte: Texte für Kin­der, die Wert­vor­stellun­gen, Wissen und Sprach­ver­mö­gen ver­mit­teln sollen. Und als solche sind sie an den Maßstäben der Gegenwart zu mes­sen – auch wenn dies punk­tuell viel­leicht ab und zu Abstriche am Prinzip abso­luter Werk­treue er­for­der­lich macht.

Die Debatte, die sich hierzulande zuletzt an Astrid Lindgens „Pippi Langstrumpf“ und Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“  ent­zün­det hat, gibt es in ähnlicher Form natürlich auch anderswo. Jetzt hat sie auch die Türkei er­reicht: Der Kinderroman „Yonca Kız“ („Das Süßklee-Mäd­chen“) von Kemal Bilbaşar (1910 – 1983), seit seinem Erschei­nen 1971 mehrfach neu auf­ge­legt, wird jetzt vom tür­ki­schen Bildungs­minis­te­rium aus der offi­ziel­len Empfeh­lungs­liste für Kinderliteratur ge­stri­chen. Damit reagiert das Mi­nis­te­rium auf Pro­teste im Zusam­men­hang mit einem Lese­wett­be­werb an einer Grundschule. Read the rest of this entry »

E-Theses: „Für die öffentliche Sicherheit“ (2012)

November 30th, 2013  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Marius Weigl (2012): „Für die öffentliche Sicherheit“. Zur Genese der antiziganistischen Norm in Österreich zwischen 1918 und 1938

Diplomarbeit, Universität Wien (Histo­risch-Kultur­wis­sen­schaft­li­che Fakultät), 239 S.

>>>Download der UB Wien (pdf)

E-Theses ist das elektronische Archiv der Hochschulschriften (Diplomarbeiten, Dissertationen etc.) der Universität Wien. Für diese Diplom­arbeit wurde Marius Weigl mit dem Wür­digungs­preise des Bundes­minis­ters für Wissenschaft und Forschung aus­ge­zeichnet. Der Historiker arbei­tet der­zeit an einem Dissertations­vor­ha­ben über Anti­ziganismus in Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg.

Abstract: 1918 hieß es im D.ö. Staatsamt des Innern, dass die „Zigeunerfrage“ gelöst sei. Ab 1938 inter­venierten österrei­chische Behörden massivst, um die „Lösung der Zigeunerfrage“ zu verwirk­lichen. In dieser Arbeit soll die Genese der antiziganistischen Norm innnerhalb dieser 20 Jahre nachgezeichnet werden. Basierend auf der Arendt’schen These, dass die Regulierung der Menschen­massen nach dem Ersten Welt­krieg die Grundlage der Massen­verbrechen in den darauf­folgen­den Jahr­zehnten bildete, wird in dieser Arbeit die Transformation des Status Untertan zu Staatsbürger mit Rechten im Fokus auf Anti­ziga­nismus in allen öster­reichi­schen Bundesländern analysiert.

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Nobelpreisträger und ihre „Zigeuner“

November 25th, 2013  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Wilhelm SolmsWilhelm Solms:
„Deutsche Literaturnobel­preis­trä­ger und ih­re ‚Zi­geu­ner‘“
Lesung im Dokumentations- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma am 26.11.13 in Hei­del­berg

(lifePR, 22.11.2013) Am Dienstag, 26.11.2013, um 19.30 Uhr spricht Wilhelm Solms, Prof. em. Dr. der Universität Marburg und Vorstand der Gesellschaft für Antiziganismusforschung, im Doku­menta­tions- und Kultur­zentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg über die „Zigeunerbilder“ der deutschen Literatur­nobel­preis­träger. Von den elf deutschen belletris­ti­schen Autoren und Autorin­nen, die mit dem Lite­ratur­nobel­preis aus­ge­zeich­net wurden, äußerten sich im­mer­hin neun über „Zigeuner“ oder Sinti und Roma. Unter ihnen befin­den sich so­wohl Antiziganisten wie Philoziganisten, aber auch über­zeu­gende Antiziganismuskritiker. Ihre extrem unter­schied­liche Einstel­lung ge­genüber den Sinti und Roma hat die Entschei­dung der Nobelpreis­jury und ihren welt­weiten Ruhm offen­bar nicht beein­flusst. Dage­gen rich­tet sich der Vortrag von Wilhelm Solms.

Wilhelm Solms studierte Germanistik und Musik­wissen­schaft an der Univer­sität München und an der Hochschule für Musik in Wien und promo­vierte 1970 mit einer Arbeit über Goethes West-östli­chen Diwan. Zuletzt war er Professor für Kommu­nikations­wissen­schaften und Mediendidaktik an die Uni­versität Marburg, wo er 2001 in den Ruhe­stand ging. Seine Forschungs- und Publi­kations­schwer­punkte sind die Literatur des 19. Jahr­hun­derts, Goethe, Grimms Märchen, Zigeuner­bilder in der Literatur (siehe etwa hier: Zigeunerbilder deutscher Dichter) und Antiziganismus.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. 

Siehe zum Thema auch:
Günter Grass: „Will lieber Zigeuner sein“
, dROMaBlog, 15.2.2009
Offener Brief von Günter Grass
, dROMaBlog, 3.11.2010

PEN-Literaturpreis an Stefan Horvath

November 12th, 2013  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher

Stefan Horvath (Foto: lex liszt 12)Der „Roma-Literaturpreis des Öster­rei­chi­schen PEN“ wurde zum Gedenken an sein Mitglied Ceija Stojka, die in diesem Jahr verstor­bene öster­rei­chi­sche Roma-Künstlerin, Schriftstellerin, Malerin, Sängerin, Tänzerin, KZ-Überlebende, Zeitzeugin und Men­schen­rechts­aktivistin, ins Leben gerufen. Die Verleihung erfolgt im Rahmen einer Ver­anstal­tung bei der „Buch-Wien“ am 22. Novem­ber 2013, 17-18 Uhr auf der FM4-Bühne in der Messehalle.

Mit diesem Preis soll einer­seits das in der Roma-Kul­tur tradi­tio­nell veran­kerte künstle­rische Schaffen und im konkre­ten Fall das literarische Schaf­fen und Werk von heraus­ragen­den Roma-Per­sönlich­keiten gewürdigt und damit gleich­zeitig auch auf das in Europa weit­ge­hend diskrimi­nierte und im Holocaust fast ausgerot­tete Volk der Roma und Sinti hinge­wiesen werden. Somit geht es hier neben der Auszeich­nung des lite­ra­ri­schen Schaffens weit darüber hinaus auch um eine Zeichensetzung und Einmahnung hin­sicht­lich der Menschenrechte.

Mit dem „Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN“ wird in die­sem Jahr der burgen­län­di­sche Roma-Schriftsteller Stefan Horvath ausgezeichnet.

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