dROMa 35 (2012): Sprachbilder

Januar 10th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)  |  1 Comment

droma_35Herbst | Terno dschend 2012: Vakeripeskere kipi
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Die Kultur der Roma verfügt über eine rei­che, viel­schich­tige Erzähltradition. Ihre Märchen und Ge­schich­ten wur­den bis vor Kur­zem aller­dings aus­schließ­lich münd­lich tra­diert und blie­ben daher auf einen engen Publi­kums­kreis be­schränkt. Auch die Erzähl­kunst des unga­risch-bur­gen­län­di­schen Rom Guszti Szendrei, den Michael Teichmann für dieses lite­ra­ri­sche Themen­heft porträ­tiert hat, er­reichte nur weni­ge und ist heute nur noch in Form eini­ger Auf­zeich­nun­gen erhal­ten. Eine davon, das um 1965 auf Romani vor­getra­gene Märchen „Der arme Soldat“, stel­len wir Ihnen in die­ser Aus­gabe vor. Darüber hinaus möch­ten wir Ihnen mit dem Gedicht „fluch“ auch das Werk eines öster­rei­chi­schen Ver­tre­ters der Roma-Gegen­warts­lite­ratur, des auf Rumä­nisch schrei­benden Lyri­kers und Bild­hauers Mircea Lăcătuș, ans Herz le­gen. Drei aktu­elle Kriminal­romane, die mit groß­teils eher ober­fläch­li­chen Roma-Be­zügen auf­zu­trump­fen ver­suchen, konn­ten uns hin­ge­gen weniger über­zeu­gen – Michael Wogg er­klärt, warum. Und ver­streut über Europa hat Roman Urbaner eini­ge Bei­spiele von Roma-Comics aus­findig ge­macht, in de­nen sich – auf der Suche nach neuen Dar­stel­lungs­formen – zag­haft ein neues Genre an­zu­deuten scheint.

La kultura le Romendar barvali, min­den­feli­tiki phu­kaji­pes­keri tradicija hi. Nan dur pal, kaj len­gere pama­ris­tscha taj histo­riji tschak phu­kade ovnahi taj va­schoda tschak vuske dsche­nen­gere grup­nenge te schunel le sina. Te i phu­kaji­pes­keri kunst le ungrike-bur­gen­landi­tike Romes­tar Guszti Szendrei, save o Michael Teichmann adala litera­ri­schi tema­keri heftli­nake portre­ti­rin­tscha, tschak tschu­len resla taj adi tschak poar upre lip­tscha del. Jek lendar hi i pama­risi andar o bersch 1965 andi Romani Tschib „O tschoro nimco“, savi tu­men­ge ande ada ardi­pe angle terd­scha­ras. Pasche kama­ha tumen­ge la poesijaha „fluch“ te o verk jeke austri­tike fatre­te­ristar la Romen­gera lite­ravtu­ratar, le poesi­jaschi taj le kipen­gere tschi­daschi Mircea Lăcătuș, savo andi rume­nitiki tschib pisi­nel, upro vodschi te pa­sch­la­rel. Trin aktujeli krimina­lis­kere roman­tscha, save pro­ba­linde, Romen­gere temen­ca pumen ando udud te terdscha­rel, nasch­tig amen astar­de – o Michael Wogg phukal tumen­ge, soske. Taj hintim pedar i cili Euro­pa, o Roman Urbaner Romen­gere comics lakla, ande save – upro rodi­pe pal neve sika­ji­pes­kere formtscha – polo­ke jek nevo genre sikal.

(dROMa)

Responses

  1. dROMa-Blog | Weblog zu Roma-Themen | Schätze auf Tonband | Somnakune upreliptscha says:

    Januar 13th, 2015 at 11:17 (#)

    [...] (aus|andar: dROMa 35, Herbst | Terno dschend 2012, S. 8) [...]