Ein Interview mit Petra Sejdi vom Verein „Romano Sumnal. Verein für Roma in Sachsen | O klubi e Romenge taro Sachsen“ in Leipzig. Anlässlich einer Fotoausstellung zur Geschichte der Sinti und Roma im Nationalsozialismus blickt eine Veranstaltung in Leipzig auch auf die speziell Leipziger Geschichte. RadioBlau hat mit Petra Sejdi über Geschichte und Gegenwart gesprochen.
Am Donnerstag wird die Ausstellung „‚…vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig…‘ – Die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus“ im Felsenkeller in Leipzig-Plagwitz eröffnet. RadioBlau hat mit Jana Müller vom AJZ Dessau gesprochen, die sich mit der Geschichte der Sinti und Roma in Dessau-Rosslau und der Region beschäftigt hat. Im Gespräch geht es auch um die Verknüpfung zwischen der lokalen Dessauer Geschichte und dem in der DDR ja sehr populären Roman „Ede und Unku“ von Grete Weiskopf alias Alex Wedding. Die in der Ausstellung zu sehenden Photographien von Hanns Weltzel sind zwischen 1932 und 1939 zustande gekommen. Read the rest of this entry »
Radio RomaRespekt #25: „Joscho Stephan, Jazzgitarrist und Djangologe“
Sendung vom Mai 2018: Joscho Stephan (Website) zählt zu den herausragenden Gitarristen des Gypsy-Swing, der in der Tradition von Django Reinhard spielt. Im Interview spricht er darüber, was es heute bedeutet, diese Musik zu spielen, wie er mit ihr umgeht und was sein persönlicher Hintergrund damit zu tun hat. Dazwischen hört Ihr einige Stücke von Joscho Stephan und seinen Kollegen, die sie im Jazzclub Tonne in Dresden gespielt haben.
Er hat als einziger aus seiner engeren Familie die Verfolgung durch die Nationalsozialisten überlebt: Heute setzt Zoni Weisz seine ganze Energie daran, an die Ermordung der Sinti und Roma zu erinnern und die Traditionen seines Volkes bekannter zu machen.
Für das größte Blumengesteck der Welt wurde er mit einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde belohnt. Zoni Weisz machte als Florist eine glanzvolle Karriere und versorgte vier Generationen der niederländischen Königsfamilie mit Blumenschmuck – von der Tischdekoration über die aufwendig floral gestaltete Hochzeit bis hin zur Inaugurationsfeier. Die Blumen hätten sein Leben sehr bereichert, sagt der 81-Jährige. Seit er in Rente ist, setzt sich Zoni Weisz dafür ein, die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma während des Nationalsozialismus ins Bewusstsein zu rufen. Read the rest of this entry »
Am 8. April wurde der Internationale Roma-Tag begangen. Nun zählten die Sinti und Roma mit den Schwulen zu den letzten ehemaligen Häftlingen, die nach dem Krieg entschädigt wurden, ihre Qual blieb lange Zeit ein Tabu. Radio LORA München fragte Herbert Heuß, den wissenschaftlichen Leiter beim Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, nach dem, was Sinti und Roma an diesem Tag durch den Kopf geht … sicher nicht nur, aber doch auch die Opfer ihrer Vorfahren in den Nazi-KZs. Herbert Heuß über die Notwendigkeit, ebenso wie Homophobie und Antisemitismus auch den Antiziganismus konsequent zu bekämpfen.
Gianni Jovanovic bekam schon als Kind einen Pflasterstein ins Gesicht – mitten in der Nacht bei einem rassistischen Anschlag. Als schwuler Deutsch-Rom erlebt der Gründer der Initiative „Queer Roma“ auch homofeindliche Diskriminierung, gegen die er ankämpft.
Gianni Jovanovic berichtet auf Amnesty.de über den Weg zur Gründung von „Queer Roma“:
Mit Mitte 20 hatte ich mein Coming-Out und war auf schwierige Reaktionen gefasst. Aber letztlich ist man doch nie vorbereitet. Mein Vater war furchtbar aufgebracht, meine Mutter fiel auf der Stelle in Ohnmacht. Ihnen zuliebe habe ich mich zu einem Arzt schleifen lassen. Auch der konnte ihnen nichts anderes sagen, als dass mit mir alles bestens in Ordnung ist. Doch wie sollten sie das verstehen? Sie sind einfache Roma und leben in einer Community mit teils noch immer extrem konservativen Werten. Homosexualität gibt es bei uns nicht, so die Haltung der meisten.
Ich wusste, dass das nicht stimmt und dass mit mir „alles in Ordnung ist“. Weil man die Strukturen aber verinnerlicht, in denen man aufwächst, habe ich mich gefügt: Mit 14 habe ich geheiratet, mit 16 wurde ich das erste Mal Vater, mit 18 das zweite Mal. Ich hatte damals keine Kraft, meinem Umfeld zu erzählen, wer ich wirklich bin. Ausgrenzung kannte ich schon auf anderer Ebene, ich brauchte meine Community als Halt.
Mit antiziganistischem Rassismus bin ich groß geworden. Ich habe eine Narbe an der Stirn, weil unsere Unterkunft in den achtziger Jahren mit Molotowcocktails beworfen wurde. Als Rom bist du in Deutschland heute noch Außenseiter. Read the rest of this entry »
„Es ist das Wichtigste, das ich in meinem Leben getan habe“, sagt Gianni Jovanovic über sein Coming-out. Aufgewachsen in einer traditionellen Roma-Familie, zwangsverheiratet und mit 18 zweifacher Vater, kämpft Jovanovic heute mit der Initiative „Queer Roma“ gegen Homophobie und Rassismus.
Gianni Jovanovics Eltern sind traditionelle Roma und kamen als Gastarbeiter nach Deutschland. Er war damals sieben Jahre alt und erinnert sich, wie die Familie zunächst sehr herzlich aufgenommen wurde, sich dann aber das Blatt auf erschreckende Weise wendete. Schließlich traf ihn sogar ein Stein und auf das Haus der Familie wurde ein Molotowcocktail geworfen. Es habe aber auch Menschen gegeben, die ihm sehr geholfen hätten.
Als Teenager wurde er zwangsverheiratet und war mit 18 Jahren bereits Vater zweier Kinder. Mit Mitte 20 merkte er, dass irgendetwas nicht stimmte: „Ich fühlte mich komplett fremdbestimmt.“ Schließlich offenbarte er den Eltern seine Homosexualität. Für sie brach eine Welt zusammen. Doch Gianni Jovanovic bereute seinen folgenreichen Schritt nicht. Nach Jahren des quälenden Doppellebens fühlte er sich befreit und kämpft heute mit seiner Kölner Initiative „Queer Roma“ gegen Homophobie und Rassismus. Die Roma-Community hat gelernt, ihn zu akzeptieren, zu seinen Kindern und Enkeln hat er eine liebevolle Beziehung, und seit kurzem ist er auch wieder verheiratet: mit dem Mann seines Lebens.
Lesen bzw. hören Sie bitte den hier nur auszugsweise wiedergegebenen Beitrag in voller Länge auf deutschlandfunkkultur.de.
Roma sam
Radijo Burgenland: 8.1.2018 | (on demand)
Flogoskero grupnengero bajrot: Gärtner-Horvath terdscharel pe papal uso völinipe le anglebeschtostar
Ada bersch, ando feberi vaj merc, o flogoskero grupnengero bajrot papal nevo konstiturim ol. O anglebeschto Emmerich Gärtner-Horvath papal te kanidirinel kamla. Ov adi kherodaschi use i adivesakeri sendung Roma sam hi.
Le paldikipeske o Emmerich Gärtner-Horvath la butjaha le Romane organisacijendar loschando pe sikal. Poar barikane projektscha sar ando mediji barikane prik bescharde ule taj o upre terdschavipe le gondolipeskere tablinendar latsche rejalisirim ol. Te o Emmerich Gärtner-Horvath o schajipe uschtidija i funkcijona ando bajrot papal pantsch berscha te kerel, leske i lek barikaneder buti hi, o konstruktivi dijalog la neva regirungaha te kerel, phenel lo. „Te i medijakeri buti andi flogoskeri grupn andi redakcija leske meg mindig barikano hi“, phenel o anglebeschto Emmerich Gärtner-Horvath.
Kada o Rudolf Sarközi mulo, i funkcijona jek bersch schutschi atschini. O Emmerich Gärtner-Horvath andar Roma-Service o anglebeschipe le flogoskere grupnengere bajrotistar le Romendar ando merc 2017 prik lija.
Volksgruppenbeirat: Gärtner-Horvath stellt sich nochmals zur Wahl als Vorsitzender
volksgruppen.orf.at:Heuer, im Februar oder März, wird der Volksgruppenbeirat für Roma neu konstituiert. Dessen Vorsitzender Emmerich Gärtner-Horvath will nochmals kandidieren. Er ist zu Gast in der aktuellen Ausgabe von Roma sam.
Rückblickend zeigt sich Gärtner-Horvath mit der Arbeit der Romaorganisationen zufrieden. Einige wichtige Projekte im Bereich Medien wurden erfolgreich umgesetzt und die Aufstellung der Gedenktafeln im entsprechenden aufklärerischen Rahmen realisiert. Falls Emmerich Gärtner-Horvath die Möglichkeit genießen würde, die Funktion als Vorsitzender im Beirat für weitere fünf Jahre auszuüben, sei die wichtigste Aufgabe für die nächste Legislaturperiode, einen konstruktiven Dialog mit der neuen Regierung herzustellen, meint er. Read the rest of this entry »
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Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Beitrag von Adolf Gussak
Naschigejipe ando naphandlo them (falato 3)
Im dritten und letzten Teil unserer Reportage (Teil 1 und Teil 2) haben wir Frau Dagmar Frühwirth-Sulzer und Herrn Rainer Klien im Interview. Beide sind im Bereich Flüchtlingshilfe und Menschenrechte tätig. Sie erzählen von ihren Aufgaben und persönlichen Erlebnissen mit Migranten und Migrantinnen.
Ando triti taj lejcti falato amara reportaschatar (falato 1 taj falato 2) la Dagmar Frühwirth-Sulzeraha taj le Rainer Klieniha vakerdo ol. So dum ando naschigejipeskero pomoschago taj ando manuschengere tschatschiptscha butschalinen. On pedar pumari buti taj peder pumare terdschijiptscha le migrantenca taj migrantkijenca, phukan.
Ukrainische Roma werden von Behörden und Medien diskriminiert – als Folge schotten sich Gemeinschaften immer stärker ab. Frank Brendel (jW) sprach mit Tatjana Logwinjuk, der Leiterin der Organisation »Terne Roma« (Junge Roma) in Lutsk, Ukraine.
Auch in der Ukraine gibt es eine Schulpflicht, die für alle gilt. Trotzdem gibt es unter Roma in dem Land etliche Analphabeten. Wie kann es dazu kommen?
Als die Ukraine unabhängig wurde, stieg der Anteil der Analphabeten rapide. Bei den 30-jährigen Roma liegt er bei rund 60 Prozent. Die Kinder gehen zur Schule, sitzen aber auf den hintersten Bänken und lernen kaum etwas. Die Lehrer machen meistens die Eltern dafür verantwortlich. Aber wie sollen die ihren Kindern helfen, die Schule zu bewältigen, wenn sie selbst nicht lesen und schreiben können?
Als meine Tochter eingeschult werden sollte, wollte keine Lehrerin sie in der Klasse haben, bis meine ukrainischen Bekannten dafür bürgten, dass man dieses Kind nehmen könne. Aber was soll einer machen, der keine solchen Bekannten hat? Und wenn ein Kind aus ärmlichen Verhältnissen stammt und nicht so sauber ist wie andere, dann heißt es häufig, es soll lieber zu Hause bleiben.
Wie steuern Sie dagegen?
Vor ein paar Jahren gründeten wir eine Versuchsklasse speziell für Roma-Kinder. Das ging nach hinten los: Andere Kinder sprachen von der »Affenklasse«. Das Minderwertigkeitsgefühl der Roma-Kinder wurde noch verstärkt. Dann haben wir Klassen als Vorbereitung für den Schuleintritt gegründet. Aber auf der allgemeinbildenden Schule kapseln sich die Kinder weiterhin ein. Uns fehlt ein Programm zur Ausbildung von demokratisch gesinnten Lehrkräften, die sich von Stereotypen über Roma frei machen.
Werden Roma auch in anderen Bereichen schlechter behandelt?
Wir werden ständig damit konfrontiert. Da gibt es zum Beispiel in den Krankenhäusern separate Krankenzimmer. Nur wenige wehren sich dagegen, aus Angst, nicht aufgenommen zu werden. Read the rest of this entry »
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Jek keripe la Kerstin Horvathatar taj la Eva Horvathatar. Tschinaschi: Marcel Horvath
Flucht in die Freiheit (Teil 2)
Ando dujto falato la reportaschatar „naschigejipe ando naphandlo them“ phukal o Leon Berger pre naschigejipestar andar i Eks-Jugoslavija taj sar le ov terdschivtscha. O ande oja cajt 20 berschengero serbitiko Rom, vasch o bibastale tradiptscha le balkaniskere konfliktistar, pra familijaha pro vilago, pal peste iste mukla. O Leon Berger andi Austrija jek nevo dschivipe upre peske baunintscha taj adaj pro baro kamipe taj pri nevi hajmat lakla.
In zweiten Teil unserer Reportage „Flucht in die Freiheit“ erzählt Leon Berger von seiner Flucht aus Ex-Jugoslawien und wie er es erlebte. Der damals 20-jährige serbische Rom musste durch die Umstände des Balkankonflikts mit seiner Familie sein Heimatland verlassen. Leon Berger baute sich in Österreich ein neues Leben auf und fand hier seine Liebe und seine neue Heimat.
(Ein Beitrag von Kerstin Horvath und Eva Horvath. Cutter: Marcel Horvath)
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Ein Beitrag von Adolf Gussak und Marcel Horvath
Flucht in die Freiheit (Teil 1)
Vasch i aktujeli Sirija krisa, but manuscha pumaro vilago, pal pumende iste mukle. Tschule lendar, andi Austrija harna cajtake jek atschipe lakle. Poar lendar te andi Europa tel pumen mukna taj jek dschivipe ando mirnipe dschivna. Te ada, o raj Holdosi taj i dschuvli Meszeros, save pumaro naschigejipe ando bersch 1956 kerde, mint ando Ungriko jek revolucijona sina, kamnahi. Adala duj phukan pedar o mindenfelitike terdschijiptscha use lengero naschigejipe ando naphandlo them. Valami 200.000 manuscha, ande oja cajt pumaro vilago, pal pumende iste mukle.
Durch die aktuelle Syrienkrise mussten sehr viele Menschen ihr Land verlassen. Einige davvon fanden in Österreich eine vorübergehende Bleibe. Manche können vielleicht auch in Europa Fuß fassen und ein dauerhaftes Leben in Frieden führen. Das Gleiche wollvten auch Herr Holdosi und Frau Meszeros, die ihre Flucht im Jahr 1956 antraten, da in Ungarn eine Revolution stattfand. Die beiden berichten über unterschiedliche Erlebnisse bei ihrer Flucht in die Freiheit. Read the rest of this entry »
Radio RomaRespekt #22:Die Künstlerin Marika Schmiedt
„Wenn ich eine andere Herkunft gehabt hätte, würde ich vielleicht auch Blumen malen.“ (Marika Schmiedt)
Sendung vom 7.10.2017: Seit 1999 arbeitet Marika Schmiedt (Website, Youtube-Kanal, Soundcloud) künstlerisch zu Romafeindlichkeit. Sie arbeitet konzeptuell mit Film, Plakaten, historischen Recherchen – auch im öffentlichen Raum. Das tut sie mit Bezug auf John Heartfield, den Erfinder der politischen Fotomontage. Marika Schmiedts persönliches Erleben, das Erleben ihrer Mutter und die Suche nach der Geschichte ihrer Familie haben sie zu ihrer Arbeit motiviert. Sie öffnet sich, gibt viel von sich preis, zeigt Wunden. Mit diesen sehr persönlichen Erfahrungen beschreibt sie die kontinuierliche Gewalt einer Gesellschaft gegen ihre Minderheiten. Sie beschreibt das Trauma der Vernichtung im Nationalsozialismus als eine gesamtgesellschaftliche Wunde, in die sie mit ihren Arbeiten den Finger legt. Dafür erhält sie nicht nur AnerKennung, sondern meist starken Gegenwind. Die Musik dieser Sendung ist von Kritzkom „Swell Pattern“.
Anlässlich des Ad-limina-Besuchs der ungarischen Bischöfe bei Papst Franziskus sprach Kardinal Peter Erdö, Erzbischof von Ezstergom-Budapest, mit der katholischen Agentur CNA. Nicht nur das Kreuz des Internationalen Eucharistischen Kongresses, der 2020 in Budapest stattfinden wird, hat Papst Franziskus von den ungarischen Bischöfen erhalten, sondern auch ein Exemplar der Bibel auf Lovari-Romani, der laut Erdö von den Roma in der Region am meisten genutzten Sprache. Diese Übersetzung der Bibel geht einer Übersetzung liturgischer Texte ins Romani voraus.
Worüber haben Sie – die Bischöfe – beim Teffen gesprochen?
Über viele Dinge. Wir haben auch über die Roma gesprochen, die acht Prozent der Bevölkerung darstellen. Wir haben über ihre Kultur und ihre Sprache gesprochen und daraus ergab sich dann auch ein Gespräch über die Bedeutsamkeit der kleinen und großen Völker in Europa. Der Heilige Vater hat uns geantwortet, dass die Kulturen der Länder echte Werte sind. Europa ist, in christlicher Sicht, nicht ein graues oder gleichförmiges Europa, sondern ein Europa, das aus vielen Kulturen, Erfahrungen und Nationen zusammengesetzt ist, die untereinander versöhnt sind und gemeinsame Wurzeln haben – die zu einem sehr beträchtlichen Teil christliche Wurzeln sind.
Sie haben auch über die Möglichkeit einer Messe in der Sprache der Roma gesprochen?
Der Papst hat uns ermutigt, so eine Messe vorzubereiten. Die Roma in Ungarn sprechen verschiedene Sprachen. Obwohl die überwiegende Mehrheit Ungarisch versteht, haben doch viele mit unserer Sprache auch Schwierigkeiten. Im Allgemeinen ist die Sprache Lovari-Romani die in Zentraleuropa am meisten verbreitete Roma-Sprache. Sie hat viel mit Sanskrit zu tun. Wir haben die Herausforderung angenommen, die Übersetzung der gesamten Bibel in diese Sprache vorzubereiten – die katholische Kirche zusammen mit Intellektuellen der Roma. Diese Übersetzung wurde nach einer über zehnjährigen Arbeit fertiggestellt und dann von der Bischofskonferenz genehmigt. Ich habe diese Übersetzung der Bibel dem Heiligen Vater überreicht, der sie mit großer Freude entgegengenommen hat.
Die Erstellung eines Messbuchs ist also der nächste Schritt?
Da es nun ja schon eine Terminologie für die gesamte Bibel gibt, ist die Übersetzung des Messbuches kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Wir haben eine Kommission eingerichtet und wir arbeiten daran. Wir sind dem Heiligen Vater dankbar für seine Ermutigung, diese Arbeit weiterzuführen.
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Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Marcel Horvath
Boza o kiposinaschiskero kinstleri
Julius ,,Boza“ Horvath erzählt von seiner Laufbahn als Fotokünstler. Er ist ein Roma-Aktivist und fotografiert bei verschiedenen Veranstaltungen, wobei er auch Ausstellungen in Zusammenarbeit mit Vereinen macht. Julius hatte schon als Jugendlicher sehr großes Interesse, das Fotografieren zu erlernen. Doch die ärmlichen Verhältnisse ließen seinen Wunsch nicht sofort in Erfüllung gehen. Seine erste Kamera konnte sich „Boza“ erst mit zehn Jahren kaufen und seitdem ist er seinem Hobby treu geblieben.
Julius ,,Boza“ Horvath phukal pedar pri buti ojs kiposinaschiskero kinstleri. Ov Romengero-aktivisto hi taj use mindenfelitike mulatintschage kipi kerel, taj andi khetani buti le farajnenca te artschijiptscha. Le Julius imar ojs terno tschau baro interesi sina, o kiposinipe te siklol. Ham i tschori dschivipeskeri situacija na mukla leskero kivanipe tschatscho te ol. Read the rest of this entry »
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Ein Beitrag von Jennifer Papai
Khelipe khetan phandel
Erika Horvath, 61-jährige Romni aus Unterwart, erzählt im Interview, wie sie zum Tanzen und Schauspielern gekommen ist. Angefangen hat alles im Offenen Haus Oberwart (OHO). Schon immer bewunderte sie die alljährlich stattfindenden Tanztage, die von der bekannten Choreografin Liz King veranstaltet werden. Eines Tages nahm Erika ihren ganzen Mut zusammen und meldete sich für die Tanztage an. Dort präsentierte sie, gemeinsam mit anderen Roma-Tänzer/innen, in einer eigens dafür zusammengestellten Show die Kultur der Roma.
Erika Horvath, 61 berschengeri Romni Tenuerbatar, phukal ando vakeripe, sar oj uso khelipe taj uso schauschpil ali. Sa ando Pradimo Kher Erba (OHO) kesdintscha. Lake imar mindig o sako berscheskere khelipeskere divesa tecinahai, save la prindscharda korejografkijatar Liz King, kerde on. Read the rest of this entry »
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Ein Beitrag von Josef Horvath
O dschivipe le Erich „Coco“ Bergeristar
Erich Berger, ein aus Kleinbachselten (Bez. Oberwart) stammender 64-jähriger Rom, gibt Einblick in seine bewegte Lebensgeschichte. Erich „Coco“ Berger hatte, trotz Armut und dem stetigen Kampf mit Vorurteilen, eine schöne Kindheit. Mit seinen acht Geschwistern wuchs er wohlbehütet in der Umgebung seiner Familie auf. Obwohl er kurz nach dem Krieg auf die Welt kam und in jungen Jahren stets Diskriminierung ausgesetzt war, hat „Coco“ nie der Mut verlassen. Er ging seinen Weg! Eines Tages fand er seine große Liebe Susanne. Sie schenkte ihm einen prächtigen, gesunden Sohn. Mehr als drei Jahrzehnte lebten sie glücklich als Familie zusammen. Vor vor Jahren verlor „Coco“ seine große Liebe. Seitdem meistern Erich und sein Sohn das Leben alleine.
Erich Berger, jek 64 berschengero Rom Tikni Boslinatar, and dikipe ande pri micindi dschivipeskeri historija del. Kekaj o Erich „Coco“ Berger tschoripe taj diskriminacija terdschivtscha, le schukar tschavoripe sina. Pre ofto phenjenca taj phralenca, ande jek latschi familija upre bartschino. O „Coco“ ande nisaj cajt na naschatscha pro vodschikanipe, kekaj ov na dur pal o haburi upro them alo taj ando ternipe, mindig la diskriminacijake ar beschardo sina. Ov pro drom gelo! Jeke diveseske pro baro kamipe, la Susanne, lakla. Read the rest of this entry »
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Ein Beitrag von Adolf Gussak
Kamipe nisaj granici na prindscharel
Auf der ganzen Welt gibt es Angehörige der Volksgruppe der Roma. Auch in der Republik Moldawien, einem Land in Osteuropa zwischen Rumänien und der Ukraine. Flächenmäßig ist Moldawien ein eher kleiner Staat (ca. ein Drittel Österreichs). Die Einwohnerzahl beläuft sich auf ca, 3,5 Millionen Menschen. Über 250.000 Roma leben in Moldawien, davon über 1.500 in der zweitgrößten Stadt dieses Landes. Soroca ist gleichzeitig auch die sogenannte Roma- Hauptstadt Moldawiens, mit prunkvollen Romahäusern.
Als Interviewpartnerin stand uns die moldawische Staatsbürgerin Inga Gussak zur Verfügung, die seit 13 Jahren mit einem Rom verheiratet ist. Sie erzählt über Erfahrungen mit Roma in ihrem Heimatland, das als eines der ärmsten Länder Europas gilt, und auch über Erfahrungen mit Roma und Nichtroma in Österreich. Im Interview wird auch über Liebe, familiäre Verhältnisse und Diskriminierung gesprochen. Inga und ihre Familie geben uns ein Beispiel.
Upro cilo them dschene la flogoskera grupnatar le Romendar del. Te andi republika Moldavija, jek vilago andi Osteuropa maschkar i Rumenija taj i Ukrajnija. Pal o vilagoskero baripe, i Moldavija jek tikno schtot hi (val. trijalvvar tikneder sar i Austrija). Taj valami 3,5 milijoni manuscha dschin odoj. Buteder sar 250.000 Roma andi Moldavija dschin, odolendar pedar 1.500 ando dujto bareder foro le vilagostar. Soroca, te o afka akardo Romengero scheroskero foro la Moldavijatar hi, le schukar Romengere kherenca. Read the rest of this entry »
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Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Kerstin Horvath
Muschika mro dschivipe hi
Seit fast 25 Jahren gibt es die burgenländische Roma-Band „Romano Rath“. Liane Horvath, Romni aus Unterwart und Bandgründungsmitglied, blickt auf die bewegten Jahre ihrer Musikkarriere zurück. Die Romni macht seit ihrer Kindheit Musik. Sie wuchs in einer musikalischen und kunstbegabten Roma-Familie in Unterwart auf. Ihr Großvater und Vater musizierten jede Woche mit anderen Roma, und so kam Liane schon in jungen Jahren mit Musik in Berührung.
Bojd 25 berscha hi, sajt i burgenlanditiki Romengeri-banda „Romano Rath“ kerdi uli. Liane Horvath, Romni Tenuerbatar taj dscheno le bandakere keraschendar, upre micime berscha lakera muschikakera karijeratar pal dikel. Sajt i tschavengeri cajt, i Romni muschika kerel. Oj ande jek muschikani taj kinstlerischi Romengeri-familija Tenuerbate upre bartschini. Read the rest of this entry »