Hintergrund: Roma in Griechenland

April 15th, 2024  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Leben am Rand der Gesellschaft
Deutschlandfunk/Hintergrund, 4.4.2024, 18:59 Min.

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, die gesell­schaft­liche Teilhabe der Roma deut­lich zu ver­bessern. Beson­ders prekär ist ihre Situation unter ande­rem in Griechenland. Spanien hin­gegen gilt als Vor­reiter bei der Integra­tion von Roma. Rodothea Seralidou be­rich­tet für Deutschland­funk über die Lage der Volks­gruppe in Grie­chen­land.

(Text und Sendung: Deutschlandfunk)

Romani Ora (5.4., 8.4., 9.4. & 10.4.2024)

April 14th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 5.4.2024 (mp3)

Die „Romani Ora“ mit den Mulatintschage/Ver­anstal­tungs­hin­weisen, den inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­rich­ten/Ne­vip­tscha und „Young, wild and free – le ter­nenge“. In der Jugend­sendung recher­chiert Adi Gussak, ob die Jugend noch Free-TV kon­sumiert.


Anhören: →Sendung vom 8.4.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag am Internationalen Roma-Tag mit der meisten und besten Roma-Musik aus aller Welt. Neben den zwei­sprachi­gen Nach­richten hören Sie in Kultur am Mon­tag/Kul­tura het­vinate ein Spezial zur Roma-Hymne „Gelem Gelem“.


Anhören: →Sendung vom 9.4.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ stattet Indira Spirk dem „Katzenhaus Loipersdorf“ einen Besuch ab. Der Verein „Wir fürs Tier Oberwart“ kümmert sich um herren­lose Katzen. Dazu gibt’s die meiste und ab­wechs­lungs­reichs­te Roma-Musik. Mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 10.4.2024 (mp3)

In der heutigen Ausgabe der „Romani Ora“ widmen wir uns der Fest­ver­anstal­tung im öster­reichi­schen Parlament an­läs­slich des Internationalen Roma-Tages a, 8. April, die unter dem Motto „ROMNJAKraft.Sor Erinne­rung – Wandel – Aufbruch“ statt­fand. Und in der Jugend­sendung prä­sen­tiert uns Adi Gussak das aktuelle Re­make des Kult­streifens „Ghostbusters“.

TV Erba: Festveranstaltung ROMNJAKraft.Sor

April 12th, 2024  |  Published in Frauenrechte, Politik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 11.4.2024 | 9:37 min

Internationaler Tag der Roma Romnija

O internacijonali di le Romendar ando bersch 1990 le World Romani Congress (themes­kero kongre­so le Romendar) use jek talali­nipe andi Polnija arkerdo ulo. Odotar aun sako bersch ando 8. april ando cilo them mulatim lo ol. Le par­lamen­tiske Austrija te ada bersch jek bari­kano aun­paschla­ripe hi, jeka mulati­makera oraha ada gondo­li­peskero di te mula­tinel. O fokus upro Romnja pasch­lardo te ol taj te o phari­peskero punkto la temaha ERINNERN:AT „genocid upro Roma taj Sinti“ aun vakerdo te ol. I historija le Romane dschuv­lendar pregim hi jeke schten­digi paruji­pestar, savo socijal­kultu­reli, politisch taj virt­schoft­lichi fak­torenca tradim hi, sikadipe taj empower­ment jek bari rola khelen. Nacijo­nali taj inter­nacijo­nali bajschpü­lendar sikado te ol, hot sorale ande bescha­riptscha del, o tscha­tschip­tscha le Romane dschuv­lendar bajder te sorarel.

Der Internationale Tag der Romnja/Roma wurde 1990 vom World Romani Congress (Welt­kongress der Roma) im Rahmen einer Sitzung in Polen be­schlossen. Seitdem finden am 8. April welt­weit Aktions­tage statt; dies geht auf den ersten Welt­kongress der Rom­nja/Roma zurück, der im Jahre 1971 in London statt­ge­funden hat. Für das Parla­ment Österreich ist es auch in diesem Jahr ein würdiger Anlass, mit einer Feier­stunde diesen Gedenk­tag zu begehen. Dabei soll einer­seits der thema­tische Fokus auf die Rolle der Rom­nja/Roma-Frauen gelegt und auch das Schwer­punkt­thema von ERINNERN:AT „Genozid an den Roma und Sinti“ an­gespro­chen werden. Read the rest of this entry »

8. April 2024: Internacijonali Romengero Di

April 11th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 9.4.2024 | 8:43 min

Internationaler Tag der Roma Romnija

O erschti themeskero-Romengero-kongreso ando bersch deschu­enja eftavar desch taj jekto bersch ande London o kesdipe le Ro­men­ge­re-pol­ga­ren­ge­re tscha­tschi­pes­kere micini­pestar sina. Sajt oja cajt, ando 8to april upro cilo them akci­jona­kere divesa del, kaj i situa­cija la flogos­kera grupnatar upre sikadi ol. Ada bersch, papal but mula­tin­tschage andi cili Europa taj te andi Austrija del. I Romen­geri flogos­keri Utschi Ischkola ando kultura­kero kher Loipersdorf use jek mula­tin­tschago le anaveha – „Die un­be­kannten öster­reichi­schen Opfer des Roma-Ge­nozids im so ge­nannten Zi­geuner­lager Litz­mannstadt 1941–1942“ akartscha.

Anlässlich des Internationalen Rom*nja-Tages 2024 fand im Kultursaal Loipersdorf eine Tagung unter dem Titel „Die unbekannten österreichischen Opfer des Roma-Genozids im so genannten Zigeunerlager Litzmannstadt 1941-1942“ statt.

Andreas Lehner, Mag. Feri Janoska, Vor­sitzen­der Roma Volks­hoch­schule Burgenland
Bgm. Jürgen Zimara, Loipersdorf-Kitzladen
Gerhard Baumgartner: Deportation Wiener Roma und Sinti nach Lacken­bach 1941
Herbert Brettl: Einlieferungen nach Lackenbach in Vor­berei­tung der De­porta­tion 1941/42
Ludwig Laher: Die Insassen des Lagers Weyer und ihre Depor­ta­tion nach Lacken­bach 1941
Emmerich Gärtner-Horvath: Familiäre Überlieferungen einer burgen­län­di­schen Roma­familie zur De­por­ta­tion 1941
Dr. Werner Koroschitz: Die Deportation von Kärntner Sinti-Fami­lien nach Lacken­bach 1941
Moderation: Frank Reuter (Universität Heidelberg)
Read the rest of this entry »

Gondolipeskero than ande Loipersdorf taj Kitzladen

April 11th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 9.4.2024 | 6:23 min

Denkmal für die vergessenen Roma-NS-Opfer in Loipersdorf und Kitzladen

Gondolipeskero than le pobisterde Roma NS-opferenge ande Loipers­dorf taj Kitzladen: Uso gon­dolipe le Romenge andar Loipersdorf taj Kitzladen, save anglo 1938 dschi 1945 opfertscha le nacijo­nal­socija­lis­musistar ule. Angle 1938 dschivnahi andi ge­majndi Kitzladen 48 Roma, save ando berscha 1939 dschi 1942 ando minden­felitike loger­tscha ledschim ule taj schoha buter pal ale. Ande Loipers­dorf anglo 1938, 115 Roma atschnahi, save ando bersch 1939 dschi 1942/43 ando minden­felitike lo­gertscha ledschim ule taj odoj pumaro ileto na­schade. Ande Linz/Donau taj St. Margare­then (Burgenland) meg poar fa­miliji dschin.

Zum Gedenken an die Romnja und Roma – Frauen, Männer und Kinder – aus Loipers­dorf und Kitzladen, die von 1938 bis 1945 Opfer des Natio­nal­sozialis­mus wurden. Vor 1938 waren in der Gemein­de Kitzladen 48 Roma an­sässig, die in den Jahren 1939 bis 1942 in ver­schie­dene Kon­zentra­tions­lager ge­bracht wurden und nicht wieder zurück­ge­kehrt sind. In Loipersdorf waren vor 1938 115 Roma wohn­haft, die in den Jahren 1939 bis 1942/43 in ver­schiedene Kon­zentra­tions­lagern ab­trans­portiert wurden und dort ums Leben kamen. Read the rest of this entry »

Internationaler Roma-Tag im Parlament

April 9th, 2024  |  Published in Frauenrechte, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Tag 2024 im Parlament: Von links: Tina Friedreich Fachkraft im Sozialbereich – Integrationsprojekte für Roma und Romnja, Teamkoordinatorin für EMRO Arbeitsmarktintegration für Roma und Romnja Csilla Höpfler, Obfrau von Vivaro-Viva Romnja Žaklina Radosavljević, Barbara Karlich, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Tina Friedreich Fachkraft im Sozialbereich – Integrationsprojekte für Roma und Romnja, Mitglied des Volksgruppenbeirates der Roma im Bundeskanzleramt Manuela Horvath (Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf) Empowerment und Erinnerung: Fest­ver­anstal­tung im Sitzungs­saal des Natio­nal­rats mit Ver­tre­ter:in­nen der Volks­grup­pe der Rom:nja und Sin­ti:zze

Wien (PK) – Unter dem Titel „ROMNJAKraft.Sor Erinnerung – Wandel – Aufbruch“ fand am Montag­nach­mittag im Parlament die bereits tra­ditio­nelle Ver­anstal­tung zum Inter­natio­na­len Roma-Tag statt. Heuer wurde dabei die wich­tige Rolle der Roma-Frauen in der Ent­wick­lung der Volks­gruppe hervor­ge­hoben. Ins­beson­dere wurde auf Bildung und Empower­ment als wichtige Faktoren für die weitere Stärkung der Rechte von Roma-Frauen hin­ge­wiesen. Der zweite inhalt­liche Fokus der Ver­anstal­tung lag auf dem Gedenken an den Porajmos, den Genozid an den euro­päi­schen Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tizze in der Zeit des Natio­nal­sozia­lismus.

Sobotka: Veranstaltung ist Zeichen der Solidarität mit der Volksgruppe

In seinen Eröffnungsworten führte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka aus, dass das österrei­chische Parlament die österrei­chi­schen Volks­gruppen über den gesetz­lichen Rahmen für die Volks­gruppen­arbeit hinaus in viel­facher Weise unter­stütze. Es bemühe sich, sie sichtbar zu machen, ihnen eine Stimme zu geben und Zeichen der Solida­rität zu setzen. Read the rest of this entry »

8. April: „ROMNJAKraft.Sor“ im Parlament

April 8th, 2024  |  Published in Frauenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Parlament in Wien (Foto: Manfred Werner/WikiCommons)Erinnerung – Wandel – Aufbruch: Fest­ver­anstal­tung des ös­ter­rei­chi­schen Par­la­ments an­läss­lich des In­ter­na­tio­na­len Roma-Ta­ges 2024

Datum: 8. April 2024, 14:00 Uhr
Ort: Nationalratssaal
Veranstalter: Wolfgang Sobotka, Präsident des Na­tio­nal­rates

Der Internationale Tag der Romnja/Roma wurde 1990 vom World Romani Congress (Welt­kongress der Roma) im Rahmen einer Sitzung in Polen be­schlossen. Seitdem finden am 8. April welt­weit Aktions­tage statt; dies geht auf den ersten Welt­kongress der Rom­nja/Roma zurück, der im Jahre 1971 in London statt­ge­funden hat. Für das Parlament Öster­reich ist es auch in diesem Jahr ein wür­diger Anlass, mit einer Feier­stunde diesen Gedenk­tag zu be­gehen. Dabei soll der thema­tische Fokus auf die Rolle der Rom­nja/Ro­ma-Frauen ge­legt werden, deren Geschichte ge­prägt ist von einem ständi­gen Wandel, der von sozio­kulturellen, politischen und wirt­schaft­li­chen Faktoren be­ein­flusst wird. Bildung und Empower­ment spielen dabei eine ent­schei­dende Rolle. Anhand von nationalen und inter­natio­nalen Bei­spielen soll auch gezeigt werden, dass es ver­stärkte Be­mühun­gen gibt, die Rechte von Roma-Frauen weiter zu stärken.

Durch ihr Programm ERINNERN:AT wird die Österreichische Bildungs­agentur (OeAD) den Genozid an den Roma und Sinti als ein weiteres Schwer­punkt­thema der Ver­anstal­tung auf­greifen. Dieses Programm be­schäftigt sich mit dem Lehren und Lernen über National­sozialis­mus, Holocaust sowie der Prä­vention von Anti­semitismus durch Bildung. Weitere Infor­matio­nen können Sie auf ERINNERN:AT abrufen.

Programm Read the rest of this entry »

Facts & Figures (508)

April 7th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

In den aktuellen Grundschul-Lehrplänen in Serbien kom­men Roma kein ein­zi­ges Mal vor, in den Schul­bü­chern höchs­tens als nu­me­ri­sche An­gabe.

(Quelle)

Romani Ora (2.4., 3.4. und 4.4.2024)

April 6th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 2.4.2024 (mp3)

In dieser Sendung hören Sie einen Beitrag über die Jahres­ver­samm­lung des „Forum4­Bur­gen­land“. Eine Ver­anstal­tung, die die Volks.­gruppen­sprachen im Burgenland the­mati­siert. Und wie immer hören Sie die meiste und ab­wechs­lungs­reichs­te Roma-Musik. Mo­deriert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 3.4.2024 (mp3)

Für diese Ausgabe haben wir einen Beitrag über das Symposium an­lässlich des Gedenkens an die 180 ermor­deten jüdischen Zwangs­arbeiter in Rechnitz vor­bereitet. Der Verein Refugius wählte den Titel „Nie wieder ist jetzt“ für die Ver­anstal­tung und thema­tisierte auch den ak­tuellen Krieg in Israel. In „Young, wild and free – le ter­nenge“ nimmt uns Adi Gussak mit zum Oster­feuer in Oberwart und be­richtet, in welchem Aus­maß die Jugend noch Oster­tra­ditionen kennen und feiern.


Anhören: →Sendung vom 4.4.2024 (mp3)

Die Donnerstagsausgabe der „Romani Ora“ mit Tina Nardai auf Radio MORA. Im Tages­thema steht der „mehr­sprachiger Vorlese­tag in der BAfEP Oberwart“ auf dem Programm, an dem auch Landes­rätin Daniela Winkler teil­ge­nommen und den Kindern etwas vor­gelesen har. Und in „Mri his­torija“ erzählt uns Alex Gussak span­nende Facts über den Ort Krensdorf (Bez. Mattersburg).

Arnold Fortuin. Die Verfolgung der Sinti und Roma im Saarland

April 4th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Religion, Wissenschaft

Buchcover: Arnold FortuinFranz Josef Schäfer: Arnold Fortuin. Die Verfolgung der Sinti und Roma im Saarland, Saarbrücken 2022 [→Blattlaus-Verlag]

Der Illinger Historiker Franz Josef Schäfer legt erst­ma­lig die Ge­schichte der saarländischen Sinti und Roma vor, einer weit­gehend ver­gesse­nen NS-Opfer­gruppe.

Pfarrer Arnold Fortuin war der erste Seelsorger der deutschen Sinti und Roma. Bereits seit den Zwanzige­rjahren des 20. Jh. be­treute der dama­lige Saarbrücker Kaplan an der Michaels­kirche in Saarbrücken St. Johann die Außen­seiter und erteilte ihnen Unterricht. In der NS-Zeit gab er ihnen Trost. Nach dem Krieg war er ihr Anwalt und Berater in Ent­schädi­gungs­fragen. Seit 1955 findet all­jährlich eine Wallfahrt von Sinti und Roma statt zur Illinger Bergkapelle.

Die Monografie würdigt ausgiebig zum ersten Mal den Men­schen und Seelsorger Fortuin, der viele Jahre nach seinem Tod mit dem Bau des Fortuin-Hauses in Berlin sowie der Be­nen­nung einer Straße und einer Schule in Illingen eine späte An­er­kennung ge­funden hat. Neben einem histori­schen Abriss der Minder­heit stellt der Autor ihren Verfolgungs­weg auf quellen­kund­­li­cher Basis dar am Beispiel aus­ge­wählter Familien. Wie die Be­völ­kerungs­gruppe in belletris­ti­schen Werken saarländischer A­uto­rin­nen und Autoren ge­sehen wurde, ist eben­falls vor­zu­finden.

(Text: Blattlaus-Verlag)

Das Buch von Franz Josef Schäfer, thematisiert in der ausführ­li­chen Dar­stellung der Vita des katholi­schen Geist­lichen den Wider­spruch von indivi­dueller mensch­licher Hilfe und politischer Igno­ranz der Amtskirche. Schäfer be­trachtet einer­seits Fortuins Loyalität gegen­über dem Dienst­herrn und schildert anderer­seits, akribisch recher­chiert und mit großer Empathie, das per­sönliche Auf­be­gehren des Priesters, sein un­ge­broche­nes Engage­ment für die Minder­heit, sein Eintreten gegen die Unter­lassun­gen und Ignoranz der Mehrheit. Der Autor bewahrt sich den­noch die not­wendige Distanz. Der Zivil­courage Fortuins, die riskante Unter­stützung der Roma und Sinti in der NS-Zeit und der kon­tinuier­liche Einsatz für die Rechte der Roma und Sinti nach 1945, steht pointiert die Kritik an den Äußerun­gen des Kirchen­mannes gegen­über, nämlich der Kol­portage des üblichen Klischees, den ver­brämten Genera­lisie­rungen, die seit Jahr­hun­derten Grundlage der Dis­kriminie­rung sind. Read the rest of this entry »

Romani Ora (28.3. und 29.3.2024)

April 3rd, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 28.3.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie einen Beitrag von Marcel Horvath zum Thema Zeit­um­stellung. Und in der Kate­gorie „Mri his­to­rija“ gibt Alex Gussak Einblick in die Ver­gangen­heit und Er­leb­nisse des Herrn Karl Heinz Gober (Anm.: aus unserer Zeit­zeugen­doku­men­ta­tion Amari his­torija). Dazu spielt’s die ab­wechs­lungs­reichs­te Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 29.3.2024 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ beinhaltet den Ver­anstal­tungs­ka­len­der/Mu­la­tin­tsch­age und die zwei­sprachigen inter­nationalen Volks­gruppen­nach­rich­ten. Und in der Jugend­sendung erfragt unser Re­dak­teur Adi Gussak, ob die Jugend an österli­chen Tra­diti­onen festhält und wie lange man an der Osterhasen ge­glaubt hat. Mode­riert wird die Sen­dung von Tina Nardai.

On Stage: Von Sinti-Swing zu Balkan-Jazz

April 2nd, 2024  |  Published in Musik, Radio, Podcast & TV

Schneeberger Bakanic (Foto: Julia Wes­sely via Ö1)Konzert: Diknu Schneeberger/Christian Bakanic Quartett im No­vem­ber 2023 im Wiener RadioKulturhaus

→Anhören (91 Min.)

Ö1/Sendereihe On Stage | 18.3.2024
Gestaltung: Jörg Duit | Playlist auf orf.at

Vor einigen Jahren kreuzten sich die Wege des aus dem Süd­burgenland stam­menden Ak­kor­de­on-Vir­tu­o­sen Christian Bakanic und des Wiener Gitar­risten Diknu Schneeberger, der mit seinem Trio seit Jahren dabei ist, das Sinti-Swing-Re­per­toire auf seine Weise zu er­weitern. Ende Novem­ber 2023 erschien das fulmi­nante Debüt-Album „Avanti Avanti“ der nun als „Schneeberger & Bakanic Quartett“ auf­tre­ten­den Band, die das Werk in ebenso blen­dender Spiel­laune am 29. Novem­ber im aus­ver­kauf­ten Großen Sendesaal des „Wiener Radio­Kultur­hauses“ vor­stellte.

Das Publikum kam an diesem von virtuoser Musikantik ge­prä­gten Abend voll auf seine Kosten: Ver­blüffende tech­nische Rasanz in der Nach­folge Django Reinhardts war ebenso zu hören wie farben­reiche Bossa- und Walzer-Kom­po­sitio­nen. Christian Bakanic legte mehr­mals das Akkordeon zur Seite, um zur Steiri­schen Harmonika zu greifen und in Kompo­sitio­nen wie „Pannonia“ seine burgen­ländi­schen Wurzeln zu reflek­tieren. Auch Diknu Schneeberger brachte mit beschwingten Folk-Jazz-Stücken wie dem Flamenco-ge­färb­ten „Abundancia“ andere Farben ins Programm ein, Read the rest of this entry »

Facts & Figures (507)

April 1st, 2024  |  Published in Facts & Figures

Im Bulgarien der Zwischenkriegs­zeit spiel­ten auch Ro­ma (Nikola Tarzobaliyev, Shakir Pashov) ei­ne wich­ti­ge Rol­le in der kom­mu­nis­ti­schen Be­we­gung.

(Quelle)

Romani Ora (22.3., 25.3., 26.3. & 27.3.2024)

März 30th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 22.3.2024 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“, präsentiert von Tina Nardai. Mit dabei der Ver­anstal­tungs­ka­len­der/Mu­la­tin­tscha­ge und die inter­natio­nalen Volks­gruppen­news/Ne­vip­tscha. Im Jugend­format „Young, wild and free – le ter­nenge“ fragt Adi Gussak, ob Apple oder Samsung die Nase vorne hat bei den Ju­gend­lichen.


Anhören: →Sendung vom 25.3.2024 (mp3)

Sie hören den „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA. Das zweis­prachige Mittags­magazin der Roma-Re­dak­tion aus Oberwart mit der ab­wechs­lungs­reichs­ten Roma-Musik, den Volks­gruppen­nachrich­ten und der wöchent­li­chen Kultur­rubrik „Kultura het­vinate“. Die Sendung wird mo­deriert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 26.3.2024 (mp3)

Rechnitz. Das Massaker beim Schlachthaus im März 1945“ (soeben er­schienen bei lex liszt 12) ist Tages­thema dieser „Romani Ora“. Marcel Horvath hat mit der Autorin des Buches, Eva Schwarzmayer, ein Inter­view ge­führt.


Anhören: →Sendung vom 27.3.2024 (mp3)

Radio MORA war beim Familienkreuzweg der Roma-Pastoral in Oberwart dabei. Mehr darüber hören Sie im Tages­thema dieser Sen­dung. Und Adi Gussak berich­tet in der Jugend­rubrik über den Karriere­tag am Business Campus Oberwart. Außerdem hören Sie auch die Volks­gruppen­nach­rich­ten und jede Menge Roma-Musik.

Nie wieder ist jetzt / Schoha buter hi akan

März 26th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 25.3.2024 | 9:06 min

Rechnitz. Das Massaker beim Schlachthaus im März 1945

Ando 24. merc 1945 valami 1000 ungrike dschidov­tscha andar o logeri Köszeg (Ungriko) la srastu­naha pedar i granica Burg trans­por­tirim ule. 200 iste mujs­nipes­keri buti kerde taj o nasvale murscha usi srastu­nakeri vora Rohoncate pal ande ule. Oja kirati upro dis Batthyány Rohonc­ate jek NSDAP kamerad­schaftis­kero mula­tin­tschago kerdo ulo. Ceugn phenen, hot o NSDAP thanes­kero grupnen­gero schero Franz Podezin deschuduj orenge jek telefo­nato usch­tidija, kaj akor paloda 15 murscha pusch­kenca bevofnim ule. Adala murscha dromeske pumen kerde usar i dis uso Kreuzstadl, kaj o khine dschidov­tscha otscha ande ule. Paloda kada o murscha 180 manu­schen murdarde, papal andi dis pal ale, bajder te mulatinel. Phu­kajip­tscha phenen, hot 18 dschidov­tschengo o ileto muklo ulo, kaj odole le mulen schaj ande handle. Paloda on pasche le schlacht­hausistar murd­arde ule.

Am 24. März 1945 wurden an die 1000 ungarische Jüdinnen und Juden vom Lager Köszeg (Ungarn) mit der Eisen­bahn über die Grenze in den kleinen Ort Burg trans­portiert. 200 für den Arbeits­einsatz zu kranke Männer wur­den zum Bahnhof Rechnitz zu­rück­gebracht. Am Abend desselben Tages fand im Schloss Batthyány in Rechnitz ein NSDAP-Ka­merad­schafts­fest statt. Laut Zeugen­aussagen erhielt der dort an­wesende NSDAP-Orts­gruppen­leiter Franz Podezin gegen Mitter­nacht einen Anruf, worauf­hin er 15 Männer be­waffnen ließ. Diese Gruppe machte sich vom Schloss aus auf den Weg zum Kreuzstadl, wohin in der Zwi­schen­zeit die völlig er­schöpften Juden gebracht worden waren. Nach­dem die Männer dort 180 Men­schen ermordet hatten, kehrten sie ins Schloss zurück, um weiter zu feiern. Read the rest of this entry »

Anders über Sinti und Roma berichten

März 25th, 2024  |  Published in Interview, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte


BR24 Medien, 23.3.2024, 31:40 Min.
Podcastfolge: Warum müssen wir anders über Sinti und Roma be­rich­ten?

Antiziganismus, also Rassismus gegenüber Sinti und Roma, ist immer noch weit ver­breitet in unser Gesell­schaft. Und Medien tragen dazu bei. Das pas­siert zum Teil ohne Absicht, aber trotz­dem mit proble­mati­schen Folgen. Welche Muster gibt es da und wie ent­stehen sie? Was passiert zum Bei­spiel beim „Othering“? Und wel­che Ansätze gibt es, um die Bericht­er­stattung zu ver­bessern? Linus Lüring spricht mit Carmen Glink Buján und Georgi Ivanov von „Amaro Foro“. Der Verein bietet Trainings für Medien­schaf­fende zu Anti­ziganismus an und be­obach­tet gezielt die Bericht­erstattung über Sinti und Roma. Auch Markus End, Wissen­schaft­ler am Zentrum für Anti­semi­tis­mus-For­schung an der TU Berlin, unter­sucht das Bild von Sinti und Roma in den Medien. Im Interview er­klärt er vier zentra­le Dar­stellungs­muster, die er kritisch sieht.

(Beitrag und Text: BR24 Medien)

Romani Ora (20.3. und 21.3.2024)

März 24th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 20.3.2024 (mp3)

„Frühlingserwachen“ ist das Thema dieser „Romani Ora“. Indira Spirk hat dies zum Anlass ge­nommen, um der Gärt­nerei Graf in Oberwart einen Besuch ab­zu­statten. Und in der Jugend­sendung stellt uns Adi Gussak den irisch-bri­ti­schen Box­weltmeister „Gypsy King“ Tyson Fury vor. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 21.3.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie einen Beit­rag über den Romanes-Sprach­kurs, der in Oberwart ab­ge­halten wurde. Und in der histori­schen Rubrik „Mri his­torija“ nimmt Sie Alex Gussak mit auf Spuren­suche in die kleine Orts­chaft Haschendorf (Ge­mein­de Neckenmarkt im Be­zirk Oberpullendorf).

Facts & Figures (506)

März 23rd, 2024  |  Published in Facts & Figures

Große Hollywood-Pro­duk­ti­o­nen, die ab den 1960ern in Fran­co-Spa­ni­en ent­stan­den, bo­ten auch vie­len Gi­ta­nos (Ro­ma) neue Job­s – als Kom­par­sen, Pfer­de­be­treu­er od. Stunt­men.

(Quelle)

Jahrestagung des Forum4Burgenland

März 23rd, 2024  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 22.3.2024 | 7:20 min

Durchgängiges Lernen der Volksgruppensprachen – Flogos­ke­re grup­nen­gere tschib­tscha min­dig te siklol

O Forum schtar Burgenland uso talalinipe Sikadipe schtar Burgen­land but tschib­tschen­gero vakeripe Tikne Martonate akartscha. Ando fokos le talali­ni­pestar terdschol ada bersch i tema le flogos­kere tschib­tschendar ando sikadipe ando Burgenland – usar i tscha­vengeri bar dschi usi matura. O talali­nipe kesdinel jeke pilot­projek­tiha la badar­kijatar Andrea Bicsar pedar „Natürlich mehrsprachig“ andi koja elementar­pedagogik. Paloda o nevo sikadipeskero projekto „mi4mi“la Karin Gregorichatar, Susanne Huber taj Elena Steiger angle­tertschar­do ulo. Jek inter­aktivi materi­jalen­gero workshop le khero­da­schenge angle tertschardo ulo. O ar kertscha le ada­bersches­kere talali­ni­pestar „Csörge“ le burgen­landi­tike ungrike kulta­rekere faraj­nistar, i flogos­keri kheli­peskeri grupn taj i Tamburizza le duj tschib­tschen­gere gim­nasiju­mistar Erba, telal o schero le magis­ter­kijen­dar Marianne Seper taj Stefanie Karall.

Das Forum4Burgenland ist ein Bildungsforum der Privaten Päda­go­gi­schen Hochschule Bur­gen­land (PPH Burgenland), der Bildungs­direk­tion Burgenland und der burgen­län­di­schen Volks­gruppen der Burgen­land­kroaten, Roma und Ungarn. Es wurde 2019 mit dem Ziel ge­gründet, die Volks­gruppen­sprachen in der öffent­lichen Wahr­nehmung sicht­barer zu machen, sie im Bildungs­bereich zu stärken bzw. die bereits be­ste­hende Zu­sammen­arbeit zu vertiefen und zu insti­tutio­na­li­sieren. Dabei werden Synergien u.a. für die Er­stellung von Schulbüchern, Unter­richts­behelfen und gemein­samen Publika­tionen sowie deren Evaluie­rungen in Forschungs­pro­jekten genutzt. Ebenso werden die Nutzung von Förderungen für ge­mein­same Projekte sowie die Ko­operation bei öffent­lichen Ver­anstaltun­gen inten­siviert. Bezug­nehmend auf die vier Sprachen des Burgen­landes wurde der Name „Forum4­Bur­gen­land“ für das Forum gewählt. Die Jahres­tagung 2024 fand am 21. März in Eisenstadt statt.

Bereits am 16. März 2024 lud die Private Pädagogische Hochschule Burgenland alle In­teres­sierten ein, sich über ihre Lehramts­studien zu infor­mieren. Die Be­su­cher:in­nen hatten die Gelegen­heit, sich aus erster Hand über Lehramts­studien, Anmelde­modali­täten und Berufs­möglich­keiten zu er­kundigen. Read the rest of this entry »

ZARA veröffentlicht Rassismus-Bericht 2023

März 21st, 2024  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

ZARA-Rassismus-Report 2023Der Verein ZARA – Zivilcourage und Anti-Ras­sis­mus-Ar­beit ver­öf­fent­licht sein­en Rassis­mus-Re­port für das Jahr 2023 (→Down­load). Die darin ent­hal­te­nen Zahlen wei­sen einen An­stieg des Bedarfs an inten­si­ver Be­ra­tung bei Be­trof­fenen von Rassis­mus auf. Die Lösung für die darunter­lie­gende struk­tu­rel­le Proble­ma­tik ist ein ganz­heit­li­cher Natio­naler Ak­tions­plan gegen Rassis­mus.

Rassismus in Österreich

ZARA dokumentierte für das Jahr 2023 insgesamt 1.302 Meldungen von Rassismus mit einem immer noch alar­mierend hohen Anteil an Online-Fällen (58 %). Die Fall­meldun­gen reichen von rassisti­scher Polizeigewalt bis hin zu Dis­kriminie­rung im Bildungs­system, unter­streichen die Not­wendig­keit struktu­reller Ver­änderungen und betonen, dass Rassismus nicht nur ein indivi­duelles, sondern ein gesell­schaft­liches Problem darstellt. Das erklärt, warum nicht die Rassismus-Mel­dun­gen an ZARA jährlich steigen, sondern der Bedarf an intensiver Beratung. Ins­gesamt haben ZARA-Be­rater*in­nen 1708-mal Be­trof­fene beraten. Indivi­duelle Beratun­gen via E-Mail (52 %) und Telefon (37 %) sind be­sonders beliebt – gefolgt von per­sönlichen Beratungen und Be­gleitun­gen (8 %). Ins­gesamt setzte ZARA daraufhin 702-mal rechtliche Maßnahmen und andere Inter­ven­tionen. ZARA-Ge­schäfts­füh­rerin Rita Isiba hebt hervor: „Um die Politik für einen anti­rassisti­schen Wandel zur Ver­antwortung zu ziehen, müssen wir zunächst den syste­mischen Charakter des Rassismus und die Art und Weise, wie es jeden Aspekt unserer Gesell­schaft durch­dringt, er­kennen.“

Ein Aufruf zum Handeln

Deshalb setzt sich ZARA seit Jahren für die Umsetzung eines Nationalen Aktionsplans gegen Rassismus (NAP) ein und hat in diesem Sinne unter­schied­liche An­strengun­gen unterstützt, die dies ein­forderten. Der NAP zielt darauf ab, die Sicherheit und Unter­stützung für Betroffene zu ge­währ­leisten, Gleich­behand­lung und Gerechtigkeit zu fördern, Teilhabe und Re­präsen­ta­tion zu er­möglichen, und ein umfas­sendes Verständnis für die Aus­wirkungen von Rassismus zu schaffen. Read the rest of this entry »