Romani Ora (10.5., 13.5. und 14.5.2024)

Mai 15th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 10.5.2024 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA: Sie hören unter anderem die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten, die Ver­anstal­tungs­hin­weise und die Jugend­sendung. Darin erfahren Sie diesmal mehr über das dies­jährige „Rolling Loud Festival“, das im Juli in Ebreichsdorf statt­finden wird.


Anhören: →Sendung vom 13.5.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird prä­sen­tiert von Tina Nardai. In dieser Stunde hören sie die meis­ten Roma-Hits aus aller Welt, die im Radio zu finden sind.


Anhören: →Sendung vom 14.5.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erwartet Sie im Tages­thema ein Beitrag über „Selbst­ver­sorgung“: Ist es ein mode­rner Hype oder ein Trend für die Zukunft? Und in „Min­den­feli­tiko“ hören Sie mehr über den Film „One Life“.

Facts & Figures (511)

Mai 13th, 2024  |  Published in Facts & Figures

Im 17. Jh. kam es des Öf­te­ren vor, dass deut­sche Ade­li­ge, so­gar aus Fürs­ten­häu­sern, die Tauf­pa­ten­schaft für Kin­der aus Ro­ma/Sin­ti-Fa­mi­li­en über­nah­men.

(Quelle)

Roma-Kunst: Protest oder ungeliebtes Label?

Mai 10th, 2024  |  Published in Interview, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV

hr-iNFO Kultur, 8.4.2024, 25 Min.
Beitrag von Yvonne Koch

Auch wenn wir das Z-Wort vermeiden und zum Beispiel das Schnitzel jetzt ,Balkan-Art‘ nennen – die Vorurteile gegen Sinti und Roma stecken tief. Des­halb denken bei Stich­wort Roma-Kunst viele be­stimmt auto­ma­tisch an feurige Geigen­spieler, reißende Gitarren­rhyth­men und aus­ge­lasse­nem Tanz. Aber was ver­steckt sich tat­sächlich dahinter? Was ist Roma-Kunst? und vor allem, wie kommen die Roma selbst mit diesem Label zurecht? An­läss­lich des Tags der Roma fragen wir nach … Mit Yvonne Koch.

(Text und Beitrag: hr-iNFO Kultur)

Romani Ora (3.5., 6.5., 7.5. und 8.5.2024)

Mai 9th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 3.5.2024 (mp3)

Auf dem Programm dieser Ausgabe der „Romani Ora“ stehen die Ver­anstal­tungs­hin­weise/ Mu­la­tin­tschage, die Volks­gruppen­nach­rich­ten und die Jugend­sendung. Diesmal stellen wir Ihnen die Jugend­musik­kapelle aus Großpetersdorf im Be­zirk Oberwart vor.


Anhören: →Sendung vom 6.5.2024 (mp3)

Das ist der „Romani Ora“-Musikmontag mit der meisten und er­lesens­ten Roma-Musik aus allen Ecken der Welt. Prä­sentiert wird diese Sendung wie ge­wohnt von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 7.5.2024 (mp3)

Anlässlich des Jahrestags der Befreiung des KZ Mauthausen und seines Neben­lagers Gusen, dessen Areal zu großen Teilen durch die Re­publik Österreich angekauft wurde, hören Sie ein Inter­view mit der Lei­terin der KZ Gedenk­stätte Maut­hausen, Frau Dr. Barbara Glück.


Anhören: →Sendung vom 8.5.2024 (mp3)

Die „Kosilade“ ist eine neu eröffnete Choco­laterie in Güssing. Radio MORA hat die Schoko­­laden­manu­fak­tur besucht. Adi Gussak berichtet in der Jugend­sendung über seine Ein­­drücke und Er­fahrungen seiner Sprachenreise nach Málaga. Dazu hören Sie die schöns­te Roma-Musik.

Roxy wehrt sich gegen Vorurteile (2020)

Mai 6th, 2024  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Podcast Tabulos (Fritz/rbb), Okt. 2020

Roxy ist eine Sintezza. Das bedeutet, sie gehört zu den Sinti, einer Teil­gruppe der euro­päi­schen Sinti und Roma. Dafür wird sie ständig dis­kriminiert und auch schon mal gefragt, ob sie in einem Wohn­wagen auf­ge­wachsen ist. Woher kommen diese Vor­urteile? Wie wehrt sie sich gegen Dis­krimi­nierung? Und wie schätzt sie die Situa­tion der Sinti und Roma in Deutschland ein? Im Podcast „Tabulos“ spricht Claudia Kamieth über die Themen, die wir sonst oft ver­schweigen.

(Text und Sendung: Tabulos [Fritz/rbb])

dROMa 73 („Sammeln“/„Khetan te kedel“)

Mai 5th, 2024  |  Published in dROMa (Magazin)

dROMa 73Themenheft „Sammeln“ | Temakeri heftlina „Khetan te kedel“

Download (PDF) | Inhalt

In diesem Heft zum Thema „Sammeln“ erwartet Sie ein Streif­zug durch Archive, Museen und Biblio­theken. Den Anfang macht ein Fundstück, das seit Kurzem in London zu sehen ist: ein Büch­lein mit Versen und Skizzen, die Mongo Stojka (1929–2014) als 15-Jäh­riger im KZ Buchenwald an­ge­fertigt hat. Sein Sohn Harri Stojka ist mit seinen Schwestern eigens nach London gereist. Robert Rotifer hat ihn ins Museum be­gleitet. In Wien befindet sich eine welt­weit einzig­artige Samm­lung von Ton­auf­nahmen zur Sprache und Kultur der Roma. Die Hinter­gründe der „Sammlung Heinschink“ im Phono­gramm­archiv der Öster­rei­chi­schen Aka­demie der Wissen­schaften schildert Roman Urbaner. In jüngster Zeit ist eine Reihe von Lyrik­samm­lungen auf Romani bzw. von Roma-Au­to­rin­nen und -Autoren er­­schienen – vier Antho­logien stellen wir Ihnen vor. Zwei russische Lingui­sten arbeiten auf eigene Faust an einem etymolo­gi­schen Ro­ma­ni-Wörterbuch. Nun steht es vor dem Ab­schluss. Im dROMa-In­ter­view er­zählen Miсhail Oslon und Kirill Kožanov von ihrer Herkules­arbeit. Und zuletzt widmet sich Roman Urbaner zwei Groß­pro­jekten zum Roma-Holo­caust: einer On­line-En­zyklo­pädie, die im März in Berlin prä­sentiert wurde und die (nahezu) ganz Europa ab­decken will; und einem digitalen Zeitzeugen-Archiv in Tschechien.

Ande aja heftlina usi tema „Khetan kedipe“ uscharel upre tumende jek dschaj­ipe maschkar archiv­tscha, museum­tscha taj kenvi. O kesdipe kerel jek laklo falato, savo akan ande London te dikel hi: jek kenvori tekstenca taj kipenca, save o Mongo Stojka (1929–2014) ojs 15-ber­schen­gero ando logeri Buchenwald kertscha. Les­kero tschau Harri Stojka leskere phen­jenca vaschoda London roasin­tscha. O Robert Rotifer le ando museum vo­dintscha. Betschiste, o upro cilo them, jekosch­no barika­no khetan kedipe hangos­kere upre­liptschen­dar usi tschib taj usi kultura le Romendar del. Pedar o koji le „Khetan kedi­pestar Heinschink“ ando fono­gramis­kero archiv la austritika akade­mijatar le visen­schoften­dar, phukal tumenge o Roman Urbaner. Read the rest of this entry »

Romani Ora (26.4., 29.4., 30.4. und 2.5.2024)

Mai 4th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 26.4.2024 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie die Ver­anstal­tungs­hin­weise für die Region Oberwart und die zwei­sprachen Volks­gruppen­nach­rich­ten. Adi Gussak erzählt in der Jugend­sendung mehr über die Roma-Flagge und fragt bei jungen Volks­gruppen­an­ge­hör­igen nach, ob und wie sie sich damit iden­ti­fi­zieren.


Anhören: →Sendung vom 29.4.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA, präsentiert von Tina Nardai. In dieser Stunde hören Sie neben den Volks­gruppen­nach­rich­ten und „Kultur am Montag“ die er­le­senste und ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik aus allen Genres.


Anhören: →Sendung vom 30.4.2024 (mp3)

Das österreichische Romanes“, unter diesem Namen wurde die Aus­stellung zur Sprache der Roma im Pavelhaus in Bad Radkersburg er­öffnet. Mehr darüber hören Sie im aktuellen Tages­thema der „Romani Ora“. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 2.5.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ prä­sentiert Martin Horvath die digitale Lern­plattform „Skooly“, auf der es den burgen­län­di­schen Schü­lerinnen und Schülern nun auch mög­lich ist, die Sprache Romanes zu lernen. Und in „Mri his­torija“ be­gleiten wir Alex Gussak auf Spuren­suche nach Großhöflein (Be­zirk Eisenstadt-Um­ge­bung).

CEU: Jubiläums-Roma-Konferenz in Wien

Mai 2nd, 2024  |  Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

CEU-Konferenz 2024 in WienCEU begeht 20-jähriges Jubiläum ihrer Stu­di­en-Zu­gangs­program­me für Roma und Rom­nija im Mai mit einer Kon­fe­renz in Wien

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens ihrer „Roma Access Programme“ kün­digt das „Romani Studies Program“ der Central European Uni­ver­sity (CEU) die Kon­ferenz „Challen­ging the Re­pro­duction of In­equa­lity Through Higher Edu­cation: Criti­cal Approa­ches in Romani Studies and Beyond“ an. Die Kon­ferenz findet am 16. und 17. Mai 2024 in Wien am Cam­pus der CEU statt und wird zu­sätzlich ge­streamt. Ver­anstal­tungs­sprache ist Englisch. Für weitere Infor­matio­nen sowie die Mög­lich­keit zur Registrie­rung folgen Sie bitte diesem Link.

Die Veranstaltung, die gemeinsam mit dem Roma-Pro­gramm des „FXB Center for Health and Human Rights“ der Harvard Univer­sity (USA), den „Critical Romani Studies“ der Sodertorn Uni­ver­sity (Schweden) und dem „Yehuda Elkana Center for Teaching, Learning, and Higher Education Research” der CEU (Österreich) or­gani­siert wird, soll eine kritische Dis­kussion über Pro­gramme zur Förderung des Bildungs­zu­gangs von An­ge­höri­gen unter­drückter Gruppen er­mög­lichen.

In den meisten europäischen Ländern erhalten Roma-Studierende eine segre­gierte und qua­­litativ minder­wertige Bildung, die sie ent­weder davon abhält, weitere Studien zu absol­vieren, oder sie zu qualitativ minder­wertigen Studien- und Berufs­wahl­möglich­keiten führt – und damit ihre Aus­grenzung von der sozialen, wirt­schaftlichen und politi­schen Teilhabe fort­setzt“, sagte die Vor­sitzende und akade­mische Leiterin des „Romani Studies Program der CEU“, Angela Kocze, die bereits Hun­derte von Roma-Stu­die­ren­den unter­stützt hat, ihre akade­mischen und beruflichen Ziele zu er­reichen. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (510)

April 29th, 2024  |  Published in Facts & Figures

Im 30-jährigen Krieg kämpf­ten auch 300–400 Mann star­ke „Zi­geu­ner“-Trup­pen. Diese wur­den von Ro­ma/Sin­ti be­feh­ligt und führ­ten ihre Groß­fa­mi­li­en­ mit sich.

(Quelle)

Antiziganismus auf kommunaler Ebene

April 27th, 2024  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Broschüre: Institutioneller Antiziganismus auf kommunaler EbeneInstitutioneller Antiziganismus auf kommunaler Ebene – Ein­führung und Praxis­per­spek­ti­ven aus der Bil­dungs­ar­beit mit Be­hör­den­mit­ar­bei­ten­den

Eine Handreichung des Bildungsforums gegen Anti­zi­ga­nis­mus für Mul­tip­li­ka­tor*in­nen aus Ver­wal­tung, So­zia­ler Ar­beit und Bil­dungs­ar­beit, Berlin/Hei­del­berg 2023 (36 S.)

→Hier bestellen (E-Mail) | →Download (pdf)

Antiziganismus äußert sich nicht nur durch individuelle Einstellun­gen, Haltungen und daraus resul­tie­rende Handlun­gen. Rassismus gegen Sinti* und Roma* voll­zieht sich häufig auch auf der Ebene von gesell­schaft­lichen Institu­tionen und Orga­nisa­tionen, die mehr sind als die bloße Summe indivi­dueller Handlungen. Bei institu­tio­nel­len Formen des Anti­ziganis­mus kommen unter ande­rem Hand­lungs­routinen, Ver­fahrens­regelun­gen und Arbeits­kulturen zum Tragen, die zu einer Praxis der syste­mati­schen Ungleich­behand­lung von Sinti* und Roma* führen.

Die Existenz von institutionellem Antiziganismus bestätigte sich jüngst erneut durch den erst­mals ver­öffent­lich­ten Jahres­bericht der bun­des­weiten Melde- und Infor­mations­stelle Anti­ziganismus (MIA). Ein zentrales Er­gebnis des Berichts ist, „dass bei etwa einem Drittel der Fälle die Ver­ant­wort­li­chen für den Anti­ziganismus nicht als Privat­per­sonen handelten, sondern sich in einer bestimm­ten Rolle oder Funktion be­fanden – z.B. Poli­zist*in­nen, Sach­be­arbeiter*in­nen von Job­centern oder Jugend­ämtern, Personen in politi­schen Ämtern wie Bürger­meister*in­nen oder Mandats­trä­ger*in­nen“.

Mit der vorliegenden Handreichung, die in Zusammenarbeit des Bildungs­forums gegen Anti­ziganis­mus des Doku­menta­tions- und Kultur­zentrums Deutscher Sinti und Roma mit dem Forschungs­institut Gesell­schaft­licher Zu­sammen­halt und dem Zentrum für Anti­semitismus­forschung an der Tech­ni­schen Universität Berlin ent­standen ist, wird ein Schwer­punkt auf institu­tionellen Anti­ziganismus auf der kom­munalen Ebene gelegt. Die Broschüre der Autor*in­nen Tobias Neuburger, Georgi Ivanov und Sara Pasquali rich­tet sich ins­beson­dere an Multi­plika­tor*innen aus der Ver­waltung, der Sozialen Arbeit sowie dem Bereich Bildung. Read the rest of this entry »

Romani Ora (23.4., 24.4. und 25.4.2024)

April 26th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 23.4.2024 (mp3)

Anlässlich des Welttag des Buches hören Sie auch auf Radio MORA einen Beitrag zu diesem Aktions­tag. Und wie immer erleben Sie in der Romani Ora einen Hör­genuss an er­lese­ner Roma-Musik. Prä­sen­tiert wird Ihnen die „Romani Ora“ von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 24.4.2024 (mp3)

Im Tagesthema berichtet Indira Spirk über das wichtige Thema „Erste Hilfe – was ist zu tun?“. Und in der Jugend­sendung prä­sentiert uns Adi Gussak das Thema „Schulstress – warum?“. Dazu hören Sie die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­rich­ten und die beste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 25.4.2024 (mp3)

Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ hören Sie alles rund ums „Anradeln“. Ein Experte erzählt uns, worauf Sie achten müssen, damit Sie sicher in die Rad­fahr­saison starten können. Und in „Mri his­torija“ berich­tet Alex Gussak von den Er­fahrun­gen, die Alexander Steiner aus Podersdorf mit mit Volks­gruppen­an­ge­hörigen machte (siehe dazu auch unsere Zeit­zeugen­edition „Amari historija“).

Tschechien: Gedenkstätte in Lety eröffnet

April 25th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken

Erinnerungsort Lety (Foto: Tschechischer Rundfunk)Langer Weg zu würdigem Erinnerungs­ort: Gedenk­stätte für er­mor­dete Roma und Sinti in Lety er­öffnet

Beitrag anhören (mp3)

Radio Prague Int.: Der Weg zu dieser Gedenkstätte war lang und für die Über­leben­den und Nach­kommen teils leidvoll: Am Diens­tag ist im süd­böhmi­schen Lety der Erinne­rungs­ort an den Völkermord an den tsche­chischen Roma und Sinti ein­geweiht worden. In Lety stand während des Zweiten Weltkriegs ein Kon­zentrations­lager für Roma und Sinti. Es war Teil der natio­nal­sozia­lis­ti­schen Ver­nichtungs­politik. Dass die tsche­chi­schen Roma und Sinti syste­matisch ermordet wurden, daran wurde zu kommunis­ti­schen Zeiten nicht erinnert. Und noch schlim­mer: Ab den 1970er Jahren befand sich am Ort des frühe­ren KZ eine Schweine­mast­farm.

[…] Lety war eines von zwei Konzentrationslagern für Roma und Sinti auf dem Boden des dama­ligen „Protek­torats Böhmen und Mähren“. Das andere befand sich in Hodonín u Kunštátu in Süd­mähren. Das KZ in Lety wurde bereits 1940 als Arbeits­lager ein­ge­richtet und stand wie das spätere Lager in Hodonín unter Leitung der tschechi­schen Gendar­merie. Obwohl beide Ein­richtungen maximal für mehrere Hundert Men­schen Platz boten, wurden hier über 1.300 Roma und Sinti ein­ge­pfercht. 330 von ihnen starben an den un­menschli­chen Be­dingun­gen, weitere 500 wurden ins Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau depor­tiert und dort ermordet.

Von den insgesamt 6.500 tschechischen Roma und Sinti überlebten nur etwa zehn Prozent die Zeit des National­sozialis­mus. Read the rest of this entry »

Romani Ora (17.4., 18.4., 19.4., 22.4.2024)

April 24th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 17.4.2024 (mp3)

„Ich widme meine Erinnerungen den Menschen dieser Welt“ – das Theater­stück, das das Leben der beiden burgen­land­kroati­schen Wider­stands­kämpferin­nen Hanna Sturm und Käthe Sasso erzählt, ist Tages­thema dieser „Romani Ora“. Dazu er­fahren sie Neuig­keiten in den Volks­gruppen­nach­rich­ten und hören auch die Jugend­sendung zum Thema „Ju­gend­kriminalität in Öster­reich“.


Anhören: →Sendung vom 18.4.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie einen Beitrag von Regina Fröhlich; sie er­kundet das Felsen­museum in Bernstein für Sie. Und in unserer Kate­gorie „Mri his­torija“ nimmt Sie Alex Gussak mit nach Wiesfleck (Be­zirk Oberwart) und berich­tet über die dort ver­schwun­dene Roma-Siedlung.


Anhören: →Sendung vom 19.4.2024 (mp3)

Hören sie in der aktuellen Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ mehr über das „4B-Movement“, eine feminis­tische Be­wegung aus Südkorea, die alles Männ­liche ganz ablehnt. Adi Gussak berich­tet. Außer­dem hören Sie die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nac­hrich­ten und den „Romani Ora“-Ver­anstal­tungs­kalender.


Anhören: →Sendung vom 22.4.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag, wie gewohnt präsen­tiert von Tina Nardai auf Radio MORA. Eine Stunde lang hören Sie in dieser Sendung die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik für ihre Mittags­zeit.

Das Leben des Pfarrers Arnold Fortuin

April 23rd, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV, Religion

Podcast: Das besondere Leben des Pfarrers Arnold Fortuin (1901–1970) mit Franz Josef Schäfer

PolL – der Podcast für lebenslanges Lernen, Sept. 2021

In dieser Folge sprechen wir mit dem Historiker Franz Josef Schäfer über eine ganz beson­dere Gestalt aus der saarländischen Ge­schichte – Arnold Fortuin. Dieser prägte in der Zeit vor und wäh­rend des Zweiten Welt­krieges maß­geblich die Geschicke der saar­län­di­schen Sinti und Roma – und war auch ver­antwort­lich für die so­genannte „Zi­geu­ner-Wallfahrt“, die sich in der Nach­kriegs­zeit etab­lierte. Als National­seelsorger war er aber auch ver­ant­wortlich für das Wohl aller deutschen Sinti und Roma – und hinter­ließ durch seine Arbeit bis heute einen blei­ben­den Eindruck.

(Text und Sendung: PolL)

Siehe auch:
Arnold Fortuin. Die Verfolgung der Sinti und Roma im Saarland, 8.4.2024
Katholische Roma-Seelsorge in Deutschland, 16.3.2024

Facts & Figures (509)

April 22nd, 2024  |  Published in Facts & Figures

Im Zuge der sta­li­nis­ti­schen Säu­be­run­gen wur­den 1933 bei einer Po­li­zei­ak­ti­on in Mos­kau 60 An­füh­rer von Ro­ma-Grup­pen ver­haf­tet.

(Quelle)

„Die vergessene Geschichte der Sinti und Roma“

April 20th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV

Fast vergessen: Podcast der Hessischen Landeszentrale für poli­ti­sche Bil­dung, Sep­tember 2023

In Hessen leben aktuell zwischen 7.000 bis 10.000 Sinti und Roma. Sie sind die größ­te in Deutschland an­er­kannte natio­nale Minder­heit. Ihre Geschichte ist geprägt von Vor­ur­teilen, Hass und Hetze. Die Ver­folgung gipfelte in der Er­mordung einer halben Mil­lion Sinti und Roma wäh­rend des Nazi-Re­gimes. Die Aus­grenzung und Ab­wertung der Volksgruppe nahm jedoch schon vor 600 Jahren ihren Lauf. Über die ver­ges­sene Geschichte der Sinti und Roma erzählt in dieser Folge Rinaldo Strauß, stell­vertretender Geschäfts­führer des Hessi­schen Landes­verbandes der Sinti und Roma. Neben seinen Erfah­rungen als Sinto, erzählt er auch über seinen Wunsch nach mehr Auf­klärung über Antiziganismus.

(Text und Sendung: Fast vergessen)

Bericht zu ukrainischen Roma in Deutschland

April 19th, 2024  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte

Monitoringbericht MIA: Antiziganismus gegen ukrainische Roma-Geflüchtete in Deutschland (2024)Melde- und Informationsstelle Antiziganismus MIA ver­öffentlicht Bericht (→Down­load) zur Dis­kri­mi­nie­rung von ge­flüch­teten ukrai­ni­schen Roma in Deutsch­land

Ukrainische Roma, die seit Februar 2022 vor dem russi­schen Angriffs­krieg nach Deutsch­land ge­flüchtet sind, erleben direk­ten, struktu­rellen und institu­tio­nel­len Anti­ziganis­mus. Dies geht aus einem Moni­toring­bericht hervor, den die Melde- und Infor­mations­stelle Anti­ziganis­mus MIA am Mitt­woch, den 17.4.2024 in Berlin ver­öffentlicht hat. „Die all­tägliche Dis­kriminie­rung zeigt sich an dem fehlenden oder ein­ge­schränk­ten Zugang dieser Men­schen zu men­schen­würdi­gem Wohnraum, zu Bildung, Sozial­leistun­gen und zu weiteren Hilfs- und Dienst­leistungen“ bilan­ziert MIA-Bun­des­ge­schäfts­führer Dr. Guillermo Ruiz Torres.

Der Monitoringbericht belegt anhand zahlreicher Vorfälle, die MIA ge­meldet oder von ihr recher­chiert wurden, unter anderem einen dis­kriminie­renden Umgang der Betrof­fenen durch Polizei­beamte, Mit­arbeitende der Deutschen Bahn, in der Ver­waltung, in der Sozialen Arbeit sowie im Bildungs­sektor. Ge­flüchtete ukrainische Roma werden in Ge­flüch­teten­unter­künften und Schulen segre­giert und müssen zum Teil monate­lang auf einen Schul­platz warten. Die be­troffenen Kinder haben gerin­gere oder gar keine Chancen, erfolg­reich am deutschen Bildungs­system teil­zu­haben.

„Geflüchtete Roma haben dieselben Rechte und den­selben recht­mäßigen Anspruch auf Unter­stützung wie ihre ukraini­schen Lands­leute, die eben­falls Schutz in Deutschland suchen. Trotz­dem werden ihnen diese oft verwehrt“, kriti­siert Dr. Guillermo Ruiz Torres.

Darüber hinaus werden Roma verdächtigt, keine „echten Kriegs­flücht­linge“ zu sein. Read the rest of this entry »

Bayern: Studie zur „Zigeunerpolizei“ des BLKA

April 18th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

BayernEveline Diener: Das Bayerische Landeskriminalamt und seine „Zigeuner­polizei“. Kon­tinui­täten und Dis­kon­tinui­tä­ten der bayeri­schen „Zigeuner­ermit­tlung“ im 20. Jahr­hun­dert (=Schriften­reihe der Deutschen Gesell­schaft für Polizei­geschichte e. V., Band 25), Verlag für Polizei­wissen­schaft: Frank­furt am Main 2021 (560 S.)

Die spezifisch genozidale Ausprägung der national­sozia­lis­ti­schen Verfolgung der „Zigeuner“ fand in der Geschichts­wissen­schaft und in der medialen Öffent­lich­keit erst ver­gleichs­weise spät Be­achtung. Dem spielte zu, dass eine ent­rechtende „Zigeuner­politik“ und „Zigeuner­verfolgung“ lange Zeit als normal an­ge­sehen wurde. Diese Proble­matik wird am Bei­spiel der für die „Zigeuner“- bzw. „Landfahrer­ermitt­lung“ zu­stän­digen Stelle des 1946 ge­grün­deten Bayeri­schen Landes­kriminal­amts (BLKA) unter­sucht. Hier werden Kon­tinui­täten sowie Dis­kontinui­täten in „Zigeuner­politik“ bzw. „Zigeuner­verfolgung“ auf der Zeit­schiene „Kaiserreich“, „Weimarer Republik“, „National­sozialis­mus“ und „Nachkriegs­zeit“ auf­ge­zeigt. Dafür werden zwei Forschungs­schwer­punkte zu­sammen­geführt: Die Unter­suchung der ein­schlä­gigen Vor­geschichte – an­gefangen vom Kaiserreich bis zum National­sozialismus – und schließ­lich die Unter­suchung der per­sonellen, inhalt­lichen und organi­sato­ri­schen Aus­gestal­tung der „Zigeu­ner“- bzw. „Landfahrerstelle“ des Baye­ri­schen Landes­kriminal­amts der Nachkriegszeit. Hierbei liegt der Fokus auf Prägungen und Laufbahnen der dort tätigen Be­schäf­tigten, auf gesell­schafts­politi­schen Rahmen­bedin­gun­gen und Einfluss­fak­toren sowie schließ­lich auf lang­fristig ge­prägten Strukturen und Mentalitäten in „Zigeuner­politik“ und „Zigeuner­ermitt­lung“. Somit leistet die Arbeit eine For­schungs­berei­che­rung auf dem bisher noch wenig unter­suchten Gebiet der „Zigeuner“- bzw. „Landfahrer­ermitt­lung“.

(Text: Verlagsinfo)

Eine kritische Besprechung von Markus End finden Sie hier (pdf).

Siehe auch:
Bayern: Polizei erforschte „Landfahrerstelle“
, 15.12.2021

Romani Ora (15.4. und 16.4.2024)

April 17th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 15.4.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA mit Tina Nardai. Neben den viel­fältigs­ten Roma-Liedern aus allen Ecken der Welt hören Sie auch die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten in Deutsch und in Bur­gen­land-Ro­mani.


Anhören: →Sendung vom 16.4.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erfahren Sie mehr über die Ent­hüllung der Gedenk­tafeln für die Ro­ma-NS-Opfer in der Ge­mein­de Loipers­dorf-Kitz­laden. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ prä­sentie­ren wir Ihnen den Film „Der Zopf“ von Laetitia Colombani. Und dazu wie immer die meiste Ro­ma-Musik, die im Radio zu finden ist.

Artschijipe: I austritiki Romani tschib

April 16th, 2024  |  Published in Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 15.4.2024 | 7:30 min

Ausstellungseröffnung im Pavelhaus: „Das österreichische Romanes“ im Pavelhaus in Bad Rad­kersburg

Artschijipeskero pradipe ando Pavelhaus – Ando 16.12.1993 i republi­ka Austrija o araka­ripe la Ro­mana tschibt­schatar ando tscha­tschip­tscha upre lija. Afka akan i euro­pitiki indischi tschib, savi sajt 600 berscha ando adi­veses­kero austri­tiko teri­torijum vakerdo ol oficijeli tschu­li­pen­geri tschib. O artschijipe Romanes angle terdscha­rel pre ajipeha andar i Indija taj Europa, pre bari­kane tschib­tscha­kere bar­vali­peha taj litera­rischi ver­kenca andi Austrija. 13.4.–25.5.2024: artschijipe ando Pavelhaus, Laafeld 30, Bad Radkersburg. O artikl-VII Kultu­ra­kero farajn le Schtac­kos­ke hi i fatre­tini­pes­keri orga­nisa­cija ando bun­dakero than Schtacko atschimo tschu­li­pestar le schtacke Slo­veni­jendar.

Romani und Romanes sind die Allgemeinbezeichnungen für die Sprache der größten und viel­fältigs­ten Minder­heit Europas, den Rom*n­ija. Mit der Volks­gruppen­an­erken­nung am 16.12.1993 bekennt sich die Republik Österreich zum Schutz und zur Pflege des Roma­nes als integra­ler Bestand­teil der ethno­kultu­rellen Vielfalt Öste­rreichs. Damit ist eine euro­päi­sierte indische Sprache, die seit min­destens 600 Jahren im heutigen öster­reichi­schen Terri­torium ge­sprochen wird, offizielle Min­der­heiten­sprache bzw. Volks­gruppen­sprache ge­worden. Zum 30-jäh­rigen Jubiläum der An­er­kennung der Volks­gruppe der Rom*nija in Österreich stellt die Aus­stellung die Sprache Romanes vor – mit ihrer Ver­ankerung in Indien und Europa, mit ihrem beson­deren sprach­lichen Reich­tum und mit dem litera­rischen Schaffen in Österreich. Musika­lisch wurde die Ver­an­stal­tung von Ivana Ferencova und Chor be­gleitet.

Besuchen können sie die Ausstellung von 13.4. bis 25.5.2024, Pavelhaus, Arti­kel-VII-Kul­tur­verein für Steier­mark, Laafeld 30, Bad Rad­kersburg. Read the rest of this entry »