Zahlreiche Roma-Organisationen, die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (GfbV) und internationale Menschenrechts-Anwältinnen und -Anwälte haben einen offenen Brief an UN-Generalsekretär Guterres geschrieben. Darin fordern sie Entschädigung für die Roma, die 1999 in den bleiverseuchten Lagern der UN im Kosovo vergiftet wurden oder ihre Angehörigen verloren.
RAN, 24.4.2024:Nach dem Kosovokrieg 1999 wurden die Roma aus dem Kosovo systematisch vertrieben. Viele flohen in die angrenzenden Gebiete. Wer konnte, floh in den Westen. Ein kleiner Teil der vertriebenen Roma wurde in Lagern untergebracht, die die Übergangsverwaltung der UN im Kosovo (UNMIK) in Nord-Mitrovica einrichtete. Diese Lager befanden sich in direkter Nähe zu einer Bleischmelzanlage, die seit den 1970er Jahren die Gegend vergiftete. Die Erde, das Wasser und die Luft waren hochgradig mit Schwermetallen belastet. Schnell entwickelten viele Bewohnerinnen und Bewohner der Lager, insbesondere die Kinder, Symptome einer Bleivergiftung. Es kam zu Fehlgeburten, Kinder wurden mit Hirnschäden geboren, Menschen starben.
Bereits im Jahr 2000 hat ein Arzt hohe Menschen an Blei im Blut von Bewohnern und Bewohnerinnen festgestellt und die sofortige Evakuierung empfohlen. Ein deutscher Arzt hat die seines Wissens nach höchste Konzentrationen von Blei in den Haaren der Bewohner/innen gefunden, die jemals gemessen wurden. Dennoch wurden die Lager erst zwischen 2010 und 2013 aufgelöst. Die meisten ehemaligen Bewohner/innen leben bis heute in desaströsen Zuständen und mit ruinierter Gesundheit im Kosovo, manche in anderen Ländern.
Roma-Organisationen und andere Menschenrechtler/innen haben viele Jahre darum gekämpft, dass die Menschen Hilfe bekommen, umgesiedelt werden, Entschädigung bekommen. Die amerikanische Menschenrechts-Anwältin Dianne Post vertritt seit 2005 knapp 200 der geschädigten Roma und hat in ihrem Auftrag geklagt. Read the rest of this entry »
Der „Vatertag“ ist das Tagesthema dieser „Romani Ora“. Indira Spirk hat anlässlich diesen Festtages einen Beitrag zusammengestellt. Und in der aktuellen Ausgabe von „Mri historija“ verschlägt es Alex Gussak ins südburgenländische Harmisch (Gemeinde Kohfidisch).
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie die Veranstaltungshinweise/ Mulatintschage, die News und die Jugendsendung: In „Young, wild and free – le ternenge“ beschäftigt sich Adi Gussak mit dem „Pride Month“, der im Juni überall begangen wird.
Der „Romani Ora“-Musikmontag wird präsentiert von Tina Nardai auf Radio MORA. Unter anderem hören Sie in dieser Stunde Roma-Musik von Rina Churon, Dusko Horvath, Ruzsa Nikolić-Lakatos, Ando Drom u.v.m.
Im Mai 2014 präsentierte der schwedische Integrationsminister ein White Paper über das historische Unrecht, das Schweden im 20. Jh. an den Roma beging.
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird präsentiert von Tina Nardai. Unter anderem hören Sie in dieser Sendung Roma-Musik von Gipsy Casual, Harri Stojka, Romano Glauso oder Mónika Lakatos.
Mit „Reginas Atempause“ wird die „Romani Ora“ jeden ersten Dienstag im Monat verstärkt. Atem- und Entspannungsübungen sollen dabei helfen, Mittagstiefs zu überdauern. Und im Tagesthema ist Radio MORA bei der Neueröffnung des „Wohnzimmers“ der Pannonischen Tafel in der Wiener Straße 1 in Oberwart.
Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie einen Bericht über das Zweisprachige Bundesgymnasium Oberwart (ZBG). Die Schülerinnen und Schüler des ZBG werden ab Juni eine eigene Sendung auf Radio MORA senden. Und in der Jugendsendung beschäftigt sich Adi Gussak mit dem EM-Fußball-Sammelalbum.
Porträtserie international bekannter Roma-Künstler*innen und Aktivist*innen
Ausstellung von Nihad Nino Pušija
Stiftung Kai Dikhas, zu sehen bis 30. Juni 2024
Ort: Bildungsforum gegen Antiziganismus & Kunstraum Dikhas Dur, Prinzenstr. 84.2, 10969 Berlin
Wenn es um das Sujet der Sinti und Roma geht, ist die Fotografie die historisch komplexeste und problematischste Bildgattung. Werden sich Roma jemals von den traumatisierenden Praktiken der fotografischen Darstellung distanzieren können, durch die sie sexualisiert und kriminalisiert wurden – Praktiken, die sich durch die gesamte Geschichte der Anthropologie und Ethnografie ziehen? Und ist es endgültig unmöglich geworden, diesen fotografischen Blick umzukehren und zu erwidern?
Seit der Künstler und Fotograf Nihad Nino Pušija (Website) zum ersten Mal 1988 in Sarajevo ausstellte, stehen diese Fragen im Zentrum seiner Arbeit. Pusija beschäftigt sich mit den Vorurteilen gegenüber Roma und mit ihren politischen Folgen wie Deportation und Assimilation. Stets findet er neue Möglichkeiten, authentische Bilder zu schaffen. Damit leistet er einen Beitrag zur fortlaufenden kritischen Untersuchung seitens der europäischen Kunstszene, welche Rolle die Bilder der sogenannten „Anderen“ für das Selbstbild der Porträtierten spielen.
Nihad Nino Pušija (D/BIH) wurde 1965 in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina geboren und er ist Kunstfotograf. Seine Arbeit konzentrierte sich hauptsächlich auf Dokumentar- und Porträtfotografie, deren Ziel es ist, die Identität der Roma in Berlin, wo er seit 32 Jahren lebt, und anderswo in Europa einzufangen. Read the rest of this entry »
1937 rief die rumänische Zeitung Țara Noastră einen Schönheitswettbewerb für Romnja aus. Teilnehmerinnen sollten ihre Fotos einsenden.
Europa-Universität Flensburg: Die Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History erforscht grundständig die Geschichte der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit.
Laufzeit: 1.12.2023 bis 30.11.2025
Im Januar 2022 hat der Schleswig-Holsteinische Landtag einstimmig beschlossen, die Geschichte der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein, insbesondere zu Verfolgung und Vertreibung im Nationalsozialismus, aufzuarbeiten. Im Dezember 2023 ist der Startschuss für die wissenschaftliche Untersuchung des Themas durch die Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History der Europa-Universität Flensburg gefallen.
Forschungsstelle
Den Zuschlag für das Projekt hatte die Forschungsstelle im Oktober 2023 erhalten. Gegenstand des Forschungsprojekts ist die Geschichte der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein im 20. Jahrhundert, mit dem Schwerpunkt auf der NS-Zeit und deren Bewältigung nach 1945. Der Fokus des Projekts liege nach Auskunft der Forschungsstelle auf der Erschließung aller Entschädigungs- und Wiedergutmachungsverfahren, die in Schleswig-Holstein im Hinblick auf Sinti und Roma geführt wurden. Weitere Arbeitsfelder des Projektes seien die Durchführung von narrativen Interviews mit Nachkommen der Überlebenden, die Erstellung einer Auflistung regionaler Überlieferungen in Schleswig-Holstein und die Durchführung einer exemplarischen Zeitungsanalyse, um insbesondere die Kontinuitäten des Antiziganismus zu analysieren.
Abschlussbericht für November 2025 erwartet
Projektleiter ist der Direktor der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History, Prof. Dr. Marc Buggeln. Am Projekt wirken darüber hinaus die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Sebastian Lotto-Kusche und Melanie Richter-Oertel sowie studentische Hilfskräfte mit. Die Forschungsstelle wird bis zum 31. Oktober 2024 einen Zwischenbericht fertigen. Der Abschlussbericht soll dann bis zum 30. November 2025 vorliegen. Die Forschungsstelle untersucht und vermittelt seit Jahrzehnten die Geschichte des Nationalsozialismus und dessen Nachgeschichte in der Region. Read the rest of this entry »
Doris Prohaska ist Landtagsabgeordnete und Bildungssprecherin der SPÖ Burgenland. Seit kurzem bereichert sie auch das Gremium des Roma-Fonds. Sie ist zu Gast im „Radio MORA“-Studio Oberwart.
Das „Treffen am Runden Tisch/Talalinipe uso karikano stolo“ ist das Tagesthema dieser „Romani Ora“. Und in der Jugendsendung hat Adi Gussak die Gewinnerin des Burgenländischen Feuerwehrleistungsabzeichen, Lena Unger, zu Gast. Moderiert wird die Sendung von Tina Nardai.
In dieser Freitagsausgabe der zweisprachigen „Romani Ora“ hören Sie die Veranstaltungshinweise/Mulatintschage, die Volksgruppennachrichten und die Jugendsendung. In dieser wirft Adi Gussak bereits jetzt einen Blick voraus auf das bevorstehende „Nova Rock Festival“.
„Räudige Untat“: Bestürzung nach Anschlag auf Holocaust-Mahnmal für ermordete Sinti und Roma in Flensburg
Der Gedenkort für die vom NS-Regime deportierten Sinti und Roma aus Flensburg und Umgebung am Steinfelder Weg bei der Freien Waldorfschule Flensburg ist vergangene Woche beschädigt worden. Die rund 100 Kilogramm schwere Metallstele, auf der die Namen von 44 Deportierten aus der Region eingraviert sind, wurde gewaltsam aus der Verankerung gerissen. Das demolierte Denkmal wurde von Kindern auf dem Schulgelände entdeckt. Der Angriff dürfte sich in der Nacht zum Mittwoch zugetragen haben, vermutlich waren mehrere Täter/innen beteiligt. Polizei und Staatsschutz ermitteln. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
Neuer Gedenkplatz
Die Gedenkstelle war erst im Herbst 2023 bei der Freien Waldorfschule Flensburg errichtet worden. Auf dem Areal der Schule waren in der NS-Zeit Sinti und Roma zwangsweise untergebracht worden, bevor sie schließlich, 1940, in die Konzentrationslager im Osten deportiert wurden. „Der Platz ist rund angelegt, drei Bänke und Heckenrosen umfassen ihn“, beschreibt Denkmals-Initiatorin Constanze Hafner die Gedenkstelle:
Es gibt eine Tafel, die dem Gedenken Ausdruck gibt, sowie zwei Skulpturen. Die eine ist in die Erde eingelassen, die andere steht auf einer Stele, auf der an drei Seiten umlaufend die 44 Namen zu lesen sind. Die Namen sind so angebracht, dass jederzeit weitere eingetragen werden können.
„Verwerflicher Akt“
Die Sinti-Vertreter/innen zeigen sich bestürzt. „Als Nachfahrin von Holocaust-Überlebenden bin ich unfassbar traurig und wütend. Ich frage mich, wann die Entwürdigungen unserer Menschen endlich aufhören“, so Kelly Laubinger, Vorsitzende der Sinti-Union Schleswig-Holstein, gegenüber der „taz“.
Der vor den Deutschen 1939 nach Ostpolen geflüchtete polnische Roma-„König“ Janusz Kwiek wurde am 14.12.1941 in einem sowjetischen Lager hingerichtet.
„I will never be snajka.“ – „Ich werde nie eine anständige Schwiegertochter sein.“ Auf dem Standesamt steht dem frisch verliebten Paar das Glück ins Gesicht geschrieben, auch wenn hier bereits erste Herausforderungen zu spüren sind. Die kroatische Soziologin und Aktivistin Tea porträtiert zehn Jahre lang ihre Partnerschaft mit Mirad, Rom aus dem Kosovo. Sie sind motiviert, sich in die Familie des anderen zu integrieren. Doch bei all den familiären Erwartungen müssen sie sich selbst und als Paar immer wieder neu suchen und positionieren: Wie tolerant können sie sein? Wo stoßen sie an ihre Grenzen? Was sind eigentlich ihre Ideale? Ein Film, der ganz nah dran ist und das Schwierige und das Schöne einer interkulturellen Ehe aufzeigt. (Dayela Valenzuela)
Die kroatische Debüt-Regisseurin Tea Vidović Dalipi ist Soziologin und Aktivistin im Bereich Migration. Seit 2013 besucht sie die Restart School of Documentary Film (Zagreb). Ihre Expertise zu Migration und kulturellen Identitäten mündete in der Produktion dieses Films.
Am Samstag, 15. Juni 2024 findet ab 19.00 Uhr der Roma-Butschu 2024 in Oberwart im OHO in der Lisztgasse 12 statt. Eintritt frei! Für Speis und Trank ist gesorgt! Veranstaltet wird der Roma-Butschu 2024 vom Verein Roma-Service.
Der Roma-Butschu (Roma-Kirtag) ist ein Fest der Kulturen und Volksgruppen im Burgenland. Seit dem Jahr 1991 trifft man sich und feiert gemeinsam – Roma und Nicht-Roma. Es geht um kulturelle Diversität, um das Miteinander der verschiedenen Volksgruppen. Im Mittelpunkt steht dabei jedes Jahr die Musik. Neben den Oberwarter Roma-Bands „Romano Rath“ und „Leon Berger Band“ präsentieren heuer auch Ivana Ferencová und ihr Chor aus Wien ihr Können. Weiters stehen musikalische Darbietungen der ungarischen Volksmusikgruppe Csörge und des Bela Horvath Ensembles auf dem Programm.
LEON BERGER BAND
Die vier Roma Leon Berger (Klarinette/Bandleader), Josef Schmidt (Schlagzeug/Gesang), Markus Sarközi (Keyboard/Gesang) und Martin Horvath (Bass/Gesang) gründeten im Jahr 2019 die „LEON BERGER BAND“. Mit ihrer Musik möchten sie auf eine musikalische Reise durch die verschiedensten Länder und Arten der Roma-Musik einladen.
IVANA FERENCOVÁ UND CHOR
Ivana Ferencová war in der slowakischen Musikszene bereits als Kind eine bekannte Persönlichkeit und legte von da an eine steile Karriere hin, wirkte als Sängerin, Tänzerin, Komponistin und Poetin und trat u.a. mit Harri Stojka auf. 2007 hat Ivana den Frauenchor gegründet – ein Herzensprojekt. Mit dem Klang der Frauenstimmen werden neue und alte Romane Gila (Roma-Lieder) vertont, um die Musik der Roma weiterhin aufleben zu lassen. Zusammen singen und improvisieren die Frauen dreistimmig in Romanes, Ukrainisch, Ruthenisch, Bulgarisch und anderen Sprachen.
ROMANO RATH
Sechs junge Roma aus Unterwart, Oberwart und Kleinbachselten gründeten vor Jahren die Band „Romano Rath“ (Roma-Blut) und trugen wesentlich zur Entwicklung einer eigenen Festkultur bei. Read the rest of this entry »
Um die Reisetrends 2024 dreht sich diese Ausgabe der „Romani Ora“. Ob reif für die Insel oder doch eher Abenteuerurlaub – Indira Spirk hat erzählt uns mehr. Und nach Kroatisch Ehrensdorf (Bezirk Güssing) verschlägt uns die jüngste Ausgabe von „Mri historija“ mit Alex Gussak.
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ erwartet Sie neben den Veranstaltungshinweisen und den Volksgruppennachrichten auch die Jugendsendung mit Adi Gussak. Er berichtet von der Wanderausstellung „Beteiligen.Mitmischen.Wählen“ anlässlich der bevorstehenden EU-Wahlen, die in den Räumlichkeiten der Offenen Jugendarbeit in Pinkafeld installiert ist.
In diesem „Romani Ora“-Musikmontag hören Sie unter anderem Roma-Musik von Romano Rath, den Gipsy Kings, Tony Wegas, Sukar, Jan Bendig und Gipsy Casual. Durch die Sendung führt Sie wie gewohnt Tina Nardai.
Spezifische Motive der Mythen über den Kosmos, die H. v. Wlislocki im 19. Jh. bei Roma in Siebenbürgen aufgezeichnet hat, finden sich u. a. auch in Madagaskar.
Ruža Nikolić-Lakatos (1945–2022) war eine herausragende Persönlichkeit in der Welt der Roma-Musik in Österreich und wurde ab den 1990er-Jahren als Vertreterin der Lovara-Lieder öffentlich bekannt. Als Botschafterin ihres Volkes trug sie in Österreich maßgeblich zur Verbreitung der Musiktradition und zur Anerkennung der Roma/Romnja als Volksgruppe bei. Bis kurz vor ihrem Tod trat Ruža Nikolić-Lakatos, deren Vorname ‘Rose’ bedeutet, regelmäßig mit ihrer Familie, The Gypsy Family, in ganz Österreich und im Ausland auf.
Ružake gila widmet sich dem musikalischen Nachlass von Ruža Nikolić-Lakatos. Durchgeführt vom MMRC (Music and Minorities Research Center)> der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien leistet das Projekt damit einen Beitrag zur Sichtbarmachung und Zugänglichkeit der Roma-Musik in Österreich. Die digitale Ausstellung gibt einer außergewöhnlichen Sängerin eine Plattform und ermöglicht ein Weiterleben und -geben ihrer Lieder.
Die Projektleiterin, Ethnomusikologin und Gründerin des MMRC, Ursula Hemetek,begleitete und dokumentierte die künstlerische Entwicklung von Ruža Nikolić-Lakatos mehr als drei Jahrzehnte lang. Dadurch entstand eine tiefe Verbundenheit mit der Familie der Sängerin. Einige Lieder der über 100 Stunden dauernden Tonaufnahmen, die an der Universität archiviert sind, publizierte Ursula Hemetek als Tonträger. Das trug wesentlich zur Bekanntmachung der Lovara-Lieder und der Person Ruža Nikolić-Lakatos unter den gaže, Nicht-Roma, bei. Zusätzlich zu den Aufnahmen von Ursula Hemetek stellt die Sammlung Heinschink, die im Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaftenarchiviert ist, einen Schatz an Tonaufnahmen der Lovara-Lieder seit den 1960ern dar, die großteils noch nicht veröffentlicht wurden.
Ziel der AusstellungRužake gila ist es, die Musik von Ruža Nikolić-Lakatos der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Liedtexte, Übersetzungen, musikalischen Transkriptionen und erklärenden Texte zu den Liedern unterstützen dabei den Verstehensprozess. Read the rest of this entry »
Im Tagesthema erwartet Sie ein Interview mit Feri Janoska jun. Seit zwei Jahren ist er einer der beiden Vorsitzenden der Roma-Volkshochschule. Und in der Jugendsendung berichtet Adi Gussak über den 68. Eurovision Song Contest.
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie ein Interview mit der Bundesministerin für Frauen, Familien, Integration und Medien, Susanne Raab. Sie war zu Besuch im „Radio MORA“-Studio in Oberpullendorf. Und wie jeden Donnerstag erwartet Sie auch diesmal wieder die Kategorie „Mri historija“ von und mit Alex Gussak.
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ mit Tina Nardai auf Radio MORA. In dieser Sendung hören Sie die Veranstaltungshinweise, die zweisprachigen Volksgruppennachrichten und die Jugendsendung zum Thema „Kann die Jugend von heute kochen?“.
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ dreht sich alles um die Erdbeere. Im Interview berichtet Hans Ramhofer, Erdbeerbauer aus der Gemeinde Wiesen (Bezirk Mattersburg) und vom frühzeitigen Erntestart aufgrund der diesjährigen Wetterbedingungen und was die Wiesener Ananas-Erdbeere so besonders macht.
In der Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA berichtet Marcel Horvath im Tagesthema über das Oberwarter Musikhaus. Außerdem hören Sie die Volksgruppennachrichten und die Jugendsendung. In dieser beschäftigt sich Adi Gussak mit der bevorstehenden EU-Wahl.
Der Attentäter, der den slowakischen Regierungschef Fico mit mehreren Schüssen lebensgefährlich verletzte, ist Verfasser eines romafeindlichen Buches und identifizierte sich mit rassistischen Mördern.
Vergangene Woche wurde der slowakische Ministerpräsident Robert Fico in der Stadt Handlová angeschossen. Der mutmaßliche Attentäter wurde noch am Tatort überwältigt und festgenommen. Bei dem Angreifer handelt es sich Medienberichten zufolge um den Schriftsteller Juraj C. aus der Kleinstadt Levice. Der 71-Jährige hat mehrere Bücher veröffentlicht und ist Gründer eines Literaturclubs in Levice. 2016 arbeitete er für einen privaten Sicherheitsdienst.
Während sich die Regierung beeilte, das Attentat als Gewalttat aus den Reihen der linken und liberalen Opposition zu framen, wurden C.s kontroverse Ansichten über Roma publik. Der Menschenrechtsaktivist Miroslav Brož hatte das Nachrichtenportal Romea.cz auf die romafeindlichen Texte C.s aufmerksam gemacht. Die rassistischen Aussagen des Verdächtigten führten zu Empörung in der Öffentlichkeit. Auch der slowakische Roma-Politiker und Europaabgeordnete Peter Pollák wies auf den Rassismus des mutmaßlichen Attentäters hin: „Der Angreifer, der R. Fico erschoss, war auch ein Rassist! Er äußerte sich auch rassistisch über die Roma“, schrieb Pollák.
Rassistisches Traktat „Efata“ (2015)
Ein besonderes Augenmerk liegt nun auf C.s Buch „Efata: über Zigeuner und Roma“ [Efata: o cigánoch a Rómoch] von 2015, das rassistische Aussagen über Roma enthält: „Noch nie gab es in Europa so viele schamlose Zigeuner wie heute. Aber sie sehen die Sozialsysteme und wissen nur zu gut, wie man sie ausnützt. Der Staat löst das Problem nicht, er kratzt nur ein weng an den Ecken. Hunderttausend slowakische Zigeuner wollen die Gunst der Weißen, aber davon werden sie uns nichts sagen … Seien wir streng und fair mit ihnen …“, heißt es in dem Buch.
C.s Buchpublikation zeigt auch seine Bewunderung für Mörder wie Ľubomír H. und Milan J., die für ihre Gewaltverbrechen an Roma bekannt sind. H. ermordete im August 2010 in einem Außenbezirk Bratislavassieben Menschen, darunter mehrere Mitglieder einer Familie, die teilweise der Roma-Minderheit angehörte; während J. im Juni 2012 drei Mitglieder einer Roma-Familie in Hurbanov erschoss, drei weitere wurden verletzt. Read the rest of this entry »
Kongreso uso Roma mediji taj informacija usi aktujeli situacija
Roma organisaciji andi Slovenija internacijonali konferenca la temaha mediji ando 21. maj ande Murska Sobota telikerde. O Jožek Horvath (Muc) jek le organisacijendar hi, savo kamla, hot o mediji te pedar o bibastalo keripe le Romenca taj Sintijenca ando jekoschne schtotscha phukado taj sikado te ol. Mindenfelitiki mediji andar i Austriija, Slovenija, Horvacko taj aver vilagi pedar pumari buti phukan. O khentanbeschipe andi Murska Sobota le jekoschne redakcijengere butjaschenge o pomoschago te del, te pedar situacjij andar o mindenfelitiki vilagi, kaj rasismus taj diskriminacija kerdi ol sikado taj phukado te ol.
Roma-Organisationen aus Slowenien haben am 21. Mai 2024 nach Murska Sobota zum Kongress zum Thema Medien geladen. Jožek Horvath (Muc) ist einer von den Organisatoren und möchte, dass Roma-Medien auch auf die Situation der Roma hinweisen, wo Ungerechtigkeit und Diskriminierung geschieht. Roma-Medienvertreter aus Österreich, Slowenien, Kroatien und anderen europäischen Ländern nahmen an dem Kongress teil.
Der Aufstand von Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau – Veranstaltungsmitschnitt: Vortrag von Benjamin Ortmeyer (2021)
Am 16. Mai 1944 sollte Auschwitz-Birkenau II – das sogenannte „Zigeunerlager“ –, in dem sich zum damaligen Zeitpunkt noch etwa 6.000 Häftlinge befanden, liquidiert werden. Die inhaftierten Sinti und Roma erfuhren davon und leisteten Widerstand. Sie bewaffneten sich mit Schaufeln, Werkzeugen und dem, was sie finden konnten, und schafften es so, die Liquidierung vorerst zu verhindern. Anlässlich des 77. Gedenktages 2021 berichtet Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer in seinem Vortrag über diesen Akt des Widerstands von Sinti und Roma in einem Vernichtungslager. Vorab sind eine Begrüßung durch Rinaldo Strauß und ein Grußwort von Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, zu sehen. Außerdem gibt es hier auch die Präsentation zum Vortrag.