März 20th, 2024 |
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Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird neuerdings live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 14.3.2024 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie ein Interview mit Lorens Ottosson aus Schweden. Der 24-jährige Rom ist Amateurboxer und hat große Pläne und Ziele. Außerdem hören Sie unsere Kategorie „Mri historija – sar agun sina taj akane hi“. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 15.3.2024 (mp3)
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ erwarten Sie der Veranstaltungskalender für die Region Oberwart und die internationalen Volksgruppennachrichten in Deutsch und Burgenland-Romani. Adi Gussak stellt Ihnen in der Jugendsendung „Harry le Mo“, den „Kalo Rom“, vor.
Anhören: →Sendung vom 18.3.2024 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag mit Tina Nardai auf Radio MORA. Eine Stunde lang hören Sie hier die erlesensten und vielfältigsten Roma-Songs aus aller Welt. Dazu informieren wir Sie in den internationalen Volksgruppennachrichten über die Situation der Roma in den EU-Nachbarländern.
Anhören: →Sendung vom 19.3.2024 (mp3)
Im Tagesthema der „Romani Ora“ berichtet Martin Horvath über den Erzählabend in der Ortschaft Grodnau (Mariasdorf im Bezirk Oberwart). Ortsansässige Bewohnerinnen und Bewohner erzählen über die Zeit vor der Deportation der Roma, die in Grodnau lebten, und planen die Umsetzung einer Gedenktafel. Und in der Rubrik „Mindenfelitiko“ widmen wir uns dem Film „The Zone of Interest“.
März 19th, 2024 |
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Facts & Figures
SS-Reichsführer Heinrich Himmler ordnete bereits 1938 – noch vor der „Endlösung der Judenfrage“ – die „endgültige Lösung der Zigeunerfrage“ an.
(Quelle)
März 17th, 2024 |
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Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte
Am 7. März 2024 erschien auf Krone.at ein Artikel von Mario Ruhmanseder, der im Oberösterreich-Ressort für die Stadt Linz zuständig ist. „Roma-Durchreiseplatz: Aggressive Volksgruppen mutieren zu Dauercampern“ liest man da in fetten Lettern, bebildert mit einer Drohnenaufnahme von einigen Wohnwägen auf einem Halteplatz. Aggressive Volksgruppen? Wir finden: ein Fall für den Österreichischen Presserat.
Der Artikel betrifft Fahrende, mutmaßlich Sinti bzw. Roma, auf dem Durchgangsplatz in Pichling (Linz). Es wird hier unter Aufbietung zahlreicher bekannter antiziganistischer Stereotype (siehe unten) Stimmung gegen eine dort anwesende Personengruppe – und die Volksgruppe der Roma und Sinti insgesamt – gemacht.
Insbesondere wird – prominent in der Überschrift (wie sie ja zum Beispiel auch in den Voransichten auf Social Media aufscheint) – diese vulnerable ethnische Minderheit als Ganzes durch die Wortwahl als „aggressive Volksgruppen“ gebrandmarkt: Das Wort „Volksgruppe“ verweist in ihrem allgemein üblichen (und auch rechtlich definierten) Bedeutungsgehalt schließlich nicht auf eine konkrete Gruppierung von Individuen, sondern auf die Ethnie an sich. So ist der Begriff „Volksgruppe“ im Sinne von „ethnischer/nationaler Minderheit“ beispielsweise auch dem österreichischen „Volksgruppengesetz“ zugrundegelegt. Die Begrifflichkeit ist definiert. Eine physische Ansammlung von Personen, die ihrerseits einer Volksgruppe angehören, benennt sie nicht.
Hinzu kommt, dass ja auch bereits im Titel selbst anhand des Schlagwortes „Roma-Durchreiseplatz“ klar gemacht wird, welche ethnische Minderheit gemeint ist. Die Unterscheidung zwischen spezifischer Personengruppe (den anwesenden Familien) und gesamter Volksgruppe (Roma und Sinti) wird in der Überschrift semantisch aufgelöst; die Wörter „Roma“, „aggressiv“ und „Volksgruppen“ hingegen werden im Titel miteinander verknüpft. Somit wird die gesamte Ethnie öffentlich stigmatisiert und als vermeintliche Bedrohung und Last für die Allgemeinheit diffamiert.
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März 16th, 2024 |
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Einrichtungen, Religion
Deutschland: Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen
→Geschichte, Aufgaben und Tätigkeitsfelder (PDF)
Die „Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen“ im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz mit einer eigenen Dienststelle in Bonn ist seit 1965 deutschlandweit für die Organisation der Seelsorge der Roma, Sinti und verwandten Gruppen und der sich daraus ergebenden Aufgaben zuständig.
Initiiert wurde die Gründung der Dienststelle 1965 durch das Treffen von Papst Paul VI. mit Roma während einer Roma-Wallfahrt im selben Jahr und seinen Appell einer besonderen Fürsorge für die Roma. 1955 fand die erste Sinti-Wallfahrt in Deutschland in Illingen statt, die [...] von dem späteren ersten Nationalseelsorger Arnold Fortuin begleitet wurde.
Die „Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen“ nimmt die Kultur und Werte von Roma und Sinti in den Blick. Dabei versteht sie sich als „Kirche unterwegs“ bzw. „Geh-hin-Kirche“, welche mitgeht und die Menschen dort begleitet, wo zumindest auf Zeit ihr Lebensmittelpunkt ist. Das bedeutet in der Praxis vor allem die Begleitung der Wallfahrten sowie Taufen, Erstkommunion und Beerdigungen. Aufgabe sind aber ebenso die Wissensvermittlung und Aufklärung über Kultur, Geschichte sowie vor allem über die Verfolgung in nationalsozialistischer Zeit und Antiziganismus mit Vorträgen und einer Ausstellung, um so Diskriminierung und Vorurteilen in der Gesellschaft entgegenzuwirken. Auch die Teilnahme am gesellschaftlich-politischen Diskurs wie z. B. Gedenkveranstaltungen gehören zum Tätigkeitsfeld. Read the rest of this entry »
März 15th, 2024 |
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Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird neuerdings live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 11.3.2024 (mp3)
Die „Romani Ora“ am Montag mit der Extra-Portion an erlesener Roma-Musik. In den internationalen Volksgruppennachrichten berichten wie über die Situation der Roma und Sinti im Ausland.
Anhören: →Sendung vom 12.3.2024 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“stellen wir Ihnen Marie-Bernadette Franz vor, sie ist Akademikerin und Roma-Aktivistin aus dem Südburgenland. Das Mittagsmagazin aus dem Studio in Oberwart wird wie gewohnt moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 13.3.2024 (mp3)
Oberwart war auch heuer wieder Schauplatz der „Signal 112“, der „Fachmesse für Feuerwehren und Blaulichtorganisationen“. Radio MORA hat für Sie die spannendsten Eindrücke gesammelt. Und in der Jugendsendung präsentiert uns Adi Gussak die Vielfalt der Diplomarbeiten an der HBLA Oberwart.
März 14th, 2024 |
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Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
Am 14.3.2014 wurde der 5-jährige Dano im deutschen Herford von einem Nachbarn geprügelt und erdrosselt. Als Motiv nannte der Täter seine Abneigung gegen Roma.
(Quelle)
März 13th, 2024 |
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Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Esther Reinhardt-Bendel im Gespräch
Alles Menschen, Podcast-Folge 48, Okt. 2022
In dieser Podcast-Folge stellt „Alles Menschen“ Esther Reinhardt-Bendel vor, deutsche Sinteza und Aktivistin. Host Veit Lindau spricht mit ihr über die ehrwürdige Kultur der Sinti und Roma; die Lage der Sinti und Roma in Deutschland und Antiziganismus; Privilegien und ihre so wichtige Arbeit als Aktivistin und wie wir Sinti und Roma unterstützen können.
→ Sinti-Roma-Pride auf Instagram und Facebook
→ Esther Reinhardt-Bendel auf Instagram
Siehe auch:
Rassismus in Social Media und Kinderfilmen, 7.12.2021
März 12th, 2024 |
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Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird neuerdings live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 7.3.2024 (mp3)
Zum internationalen Frauen-Tag am 8. März hat Indira Spirk einen Beitrag zusammengestellt. Sie berichtet unter anderem über das Angebot der Frauenberatungsstelle Oberwart. Und nach Gols im Bezirk Neusiedl am See verschlägt es Alex Gussak in der aktuellen Ausgabe unserer Geschichterubrik „Mri historija“. Die „Romani Ora“ auf Radio MORA wird präsentiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 8.3.2024 (mp3)
In dieser Sendung der „Romani Ora“ hören Sie wie jeden Freitag den Veranstaltungskalender. Außerdem informieren wir Sie in den internationalen Volksgruppennachrichten über die Situation der Roma in den angrenzenden EU-Ländern. Und in der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ mit Adi Gussak dreht sich diesmal alles um das Thema Blutspenden.
März 9th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen
März 8th, 2024 |
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Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird neuerdings live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 4.3.2024 (mp3)
Sie hören den „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA, präsentiert von Tina Nardai. Neben der abwechslungsreichsten Roma-Musik aus aller Welt hören Sie auch die internationalen Volksgruppennachrichten in Deutsch und Burgenland-Romani sowie die Rubrik „Kultur am Montag / Kultura hetvinate“.
Anhören: →Sendung vom 5.3.2024 (mp3)
Im Tagesthema der Sendung erfahren Sie mehr über den „FIT-Infotag“, der von der Industriellenvereinigung Burgenland an der HTL Pinkafeld initiiert wurde. Frauen aus vermeintlich „männerspezifischen“ Berufssparten gewährten Einblick in ihren nicht so alltäglichen Berufsalltag. Und in „Mindenfelitiko“ widmen wir uns dem Film „Schindlers Liste“, der dieser Tage seinen dreißigsten Geburtstag feierte.
Anhören: →Sendung vom 6.3.2024 (mp3)
Die Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ mit Tina Nardai. „K.O.-Tropfen – eine unsichtbare Gefahr“, von der zum Großteil junge Mädchen und Frauen betroffen sind, ist das aktuelle Tagesthema. Und in der Jugendsendung nimmt Sie Adi Gussak mit auf ein „Riesenwuzzler-Turnier“.
März 5th, 2024 |
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Allgemeines
RSI/RTVS, 1.3.2024: Der Autobauer Volvo, dessen Standort nahe der ostslowakischen Metropole Košice wachsen soll (Anm.: mehr hier), ist sehr daran interessiert, Angehörige der Roma-Minderheit einzustellen. Dies teilte der slowakische Arbeitsminister Erik Tomáš am Mittwoch (28.2.) mit. Er hob hervor, dass 5.000 Menschen in der Autofabrik arbeiten und weitere 12.000 Arbeitsplätze in Zulieferunternehmen geschaffen werden sollen. Sein Ministerium habe daher ein Programm zur Ausbildung und Umschulung von Arbeitskräften vorbereitet. Tomáš fügte hinzu: „Das Besondere an Volvo ist, dass dort großes Interesse daran besteht, unsere Roma-Mitbürger zu beschäftigen. Wir werden sehen, wie es läuft, aber sie legen buchstäblich Wert darauf. Sie wollen Roma beschäftigen. Wir werden alles tun, damit das gelingt.“
(Text: Jakob Horsch, RTVS)
März 4th, 2024 |
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Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa: Präsentation einer Online-Enzyklopädie am 5. März in Berlin
Unter nationalsozialistischer Herrschaft wurden Hunderttausende Sinti und Roma in Deutschland und anderen europäischen Ländern verfolgt und ermordet. Ziel des NS-Staats und seiner Rassenideologie war die europaweite Vernichtung der Minderheit. Das vorgestellte internationale Pionierprojekt führt das verstreute Wissen über den nationalsozialistischen Genozid in seiner europäischen Dimension in einer großangelegten Enzyklopädie zusammen. An dem vom Auswärtigen Amt geförderten Vorhaben arbeiten derzeit mehr als 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. Mit dem Launch wird die auf Deutsch und Englisch angelegte Enzyklopädie, die in Kooperation mit dem Center für digitale Systeme an der Freien Universität Berlin entsteht, erstmals online zugänglich. Sie wird bis Ende 2025 auf rund 1.000 Fachbeiträge anwachsen und einen Meilenstein für die Forschung und Bildungsarbeit zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa darstellen.
(Text: Ankündigung der Forschungsstelle Antiziganismus, Univ. Heidelberg)
März 3rd, 2024 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
BR Puzzle, 2024: Sinti und Roma in Deutschland und der Antiziganismus
Seit Jahrhunderten leben Sinti und Roma in Deutschland – und sind doch bis heute starker Diskriminierung ausgesetzt. Viele verheimlichen ihre Zugehörigkeit zur Sinti-Roma-Minderheit – aus Angst vor Vorurteilen und Stigmatisierung.
(Text und Beitrag: BR)
März 2nd, 2024 |
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Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird neuerdings live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 26.2.2024 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai. Neben der meisten, abwechslungsreichsten und auserlesensten Roma-Musik hören Sie außerdem die zweisprachigen internationalen Volksgruppennachrichten und die Rubrik „Kultur am Montag/ kultura hetvinate“.
Anhören: →Sendung vom 27.2.2024 (mp3)
„Me sem kathe – Ich bin hier“ heißt das erste Romani-Schulbuch, das in Wien in den Volksschulen zum Einsatz kommt. Martin Horvath hat darüber einen Beitrag verfasst und die Autorin des Buches Mirjana Jovanović zum Interview gebeten.
Anhören: →Sendung vom 28.2.2024 (mp3)
Das zweisprachige Mittagsmagazin der Roma-Redaktion auf Radio MORA am Mittwoch mit dem Tagesthema „Black History Month“. Und in der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ besucht Adi Gussak die Après-Ski-Party der „Jugend Oberdorf“. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 29.2.2024 (mp3)
Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ hören Sie Infos über die Ausstellung „Bilderwelten – Zwischen Krieg und Hoffnung“, die im Oberwarter Rathaussaal eröffnet wurde. Aus der Ukraine geflüchtete Kinder und Jugendliche, die im Burgenland ein neues Zuhause gefunden haben, präsentieren ihre Werke. Read the rest of this entry »
Februar 29th, 2024 |
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Facts & Figures
Eine Déclaration des französischen „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. von 1682 verurteilte aufgegriffene „Bohémiens“ (Fahrende, Roma) zur Galeerenstrafe.
(Quelle)
Februar 28th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird neuerdings live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 21.2.2024 (mp3)
Im Tagesthema der „Romani Ora“ geht es diesmal um den „Internationalen Tag der Muttersprache“, der am 21. Februar begangen wird. Und in der Jugendsendung erfahren Sie mehr über den „Weltradiotag“ am 13. Februar. Dazu hören Sie die meiste Roma-Musik, die in der Radiowelt zu haben ist.
Anhören: →Sendung vom 22.2.2024 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ beschäftigen wir uns mit dem Thema „Blackout – was tun?“. Dazu veranstaltete die Stadtgemeinde Oberwart einen Infotag. Außerdem hören Sie wieder unsere historische Rubrik „Mri historija“.
Anhören: →Sendung vom 23.2.2024 (mp3)
Die Freitagsausgabe des zweisprachigen Mittagsmagazins der Roma-Redaktion auf Radio MORA: Mit dabei der Veranstaltungskalender und die Volksgruppennachrichten. In der Jugendsendung befasst sich Adi Gussak mit einem sehr heiklen Thema, nämlich Mobbing. Es moderiert Tina Nardai.
Februar 26th, 2024 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Ab April: Ausstellung „Man will uns ans Leben“ – Bomben gegen Minderheiten 1993–1996
24.4.–25.8.2024: Volkskundemuseum Wien
20.9.–24.11.2024: kärnten.museum, Klagenfurt
7.2.–8.3.2025: Offenes Haus Oberwart
Die Ausstellung der Initiative Minderheiten hat das Ziel, historisches Wissen zu den größten innenpolitischen Gewalttaten der Zweiten Republik zu vermitteln, aber auch das politisch-gesellschaftliche Klima der 1990er Jahre und seine Folgen für die direkt betroffenen Minderheitencommunitys aufzuzeigen.
Vor 30 Jahren, am 3. Dezember 1993, explodierten in der ORF-Minderheitenredaktion in Wien und in der Pfarre Hartbergin der Steiermark zwei Briefbomben und verletzten die Moderatorin Silvana Meixner und den „Flüchtlingspfarrer“ August Janisch schwer. Bis zum 6. Dezember 1993 wurden weitere acht Briefbomben verschickt, eine davon zerfetzte die linke Hand des damaligen Wiener Bürgermeisters Helmut Zilk. Im August 1994 explodierte eine vor der zweisprachigen Rennerschule in Klagenfurt deponierte Rohrbombe beim Entschärfungsversuch und riss dem Polizisten Theodor Kelz beide Hände ab. Der folgenschwerste Anschlag fand im Februar 1995 in Oberwart statt, bei dem vier Roma-Angehörige – Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath und Peter Sarközi – durch eine Sprengfalle getötet wurden.
Die Terrorwelle der selbst ernannten Bajuwarischen Befreiungsarmee, die sich explizit gegen ethnische Minderheiten und ihre Unterstützer*innen richtete, dauerte bis 1997 an. Insgesamt 25 Briefbomben und drei Sprengfallen hatten 13 zum Teil Schwerverletzte und vier Tote zur Folge.
Die Bombenserie stellte einerseits den traurigen Höhepunkt eines historisch gewachsenen, tendenziell minderheitenfeindlichen Klimas in Österreich dar. Read the rest of this entry »
Februar 24th, 2024 |
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Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 23.2.2024 | 26:17 min
Rosa Schneeberger im Porträt – Gespräch mit Emmerich Gärtner-Horvath
I adivesakeri 87-berschengeri pantsch berschenca ando logeri Lackenbach peli taj 4 berscha pra tschavengera cajtatar odoj iste li sina. Lakero dad taj leskere phrala duj berscha ando logeri Mauthausen sina, kaj o bara iste phagernahi. Ratschaskero habe sina kalo kafe taj eklik maro. Thud vaj lekva o tschave na prindscharnahi. Tata habe sina ripengeri sumi, savi iste hanahi, kaj tena i bok len te tschinel. Buti iste lakeri daj ando logeri mindig kerlahi. O dschivipe lendar sar ande jek schtala ando logeri sina.
Die heute 87-Jährige kam mit fünf Jahren ins KZ Lackenbach und verbrachte dort vier Jahre ihrer Kindheit. Ihr Vater und dessen Brüder erlitten auch ein schweres Schicksal und kamen ca. zwei Jahre früher ins KZ Mauthausen, um dort im Steinbruch zu arbeiten. „Eines Tages haben sie meinen Vater mit seinen Brüdern – sechs, sieben Brüder – abgeholt, obwohl sie nix getan haben. Aber wegen Rassismus, weil sie Sinti waren und arme Roma. Alle haben sie geholt, weil wir nicht so waren, wie sie wollten“, erzählte Rosa Schneeberger bei einer früheren Veranstaltung in Oberwart. Emmerich Gärtner-Horvath hat nun mit der aus Wien stammenden und in Villach lebenden Sinteza für Tschibtscha/TV Erba gesprochen. Read the rest of this entry »
Februar 24th, 2024 |
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Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird neuerdings live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 16.2.2024 (mp3)
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie neben den Veranstaltungshinweisen/Mulatintschage auch die internationalen Volksgruppennachrichten in Deutsch und Burgenland-Romani. Und in „Young, wild and free – le ternenge“ hat Adi Gussak die Faschingszeit dafür genutzt, junge Menschen zu befragen, ob sie denn noch Fasching feiern und sich dementsprechend verkleiden.
Anhören: →Sendung vom 19.2.2024 (mp3)
Neben der meisten und abwechslungsreichsten Roma-Musik aus aller Welt hören Sie im „Romani Ora“-Musikmontag auch die Volksgruppennachrichten und Kultur am Montag/Kultura hetvinate.
Anhören: →Sendung vom 20.2.2024 (mp3)
In der Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ ist Martin Horvath im Gespräch mit Roma-Seelsorger Pfarrer Matthias Platzer. Er erzählt uns mehr über die Fastenzeit und deren Bedeutung. Die Sendung wird präsentiert von Tina Nardai.
Februar 23rd, 2024 |
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Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 19.2.2024 | 4:54 min
Romani: Sikadipe ando kher le farajn Roma-Servicejistar
Kaj tena i Romani tschib armerel khetan butschalinuipe le farajniha Roma Erba taj le institutiha la tschibtschakera visenschoftiha upri universiteta Gereci 1993 jek projekto kodificirung taj didaktisirung la Romana tschibtschar kesdim ulo. Sajt septemberi 1999 o Romani-sikadipe UVÜ ando ischkoli tel likerdo ol. Le ischkolakere kesdipeha 2023/24 „UVÜ – Romani“ ando kher le farajn Roma-Servicejistar sikado ol. Uso sikadipe 16 tschave use hi.
Um den drohenden Sprachtod abzuwenden, wurde in Zusammenarbeit des „Vereins Roma Oberwart“ mit dem Institut für Sprachwissenschaft an der Universität Graz 1993 ein Projekt gestartet und mit der Kodifizierung (Beschreibung und Verschriftlichung) und der didaktischen Umsetzung (Vorbereitung von Unterrichtsmaterialien) des Romani begonnen. Seit September 1999 findet an der Volksschule Oberwart Roman-Sprachunterricht in Form von Unverbindlichen Übungen (UVÜ) statt. Mit dem Schuljahr 2023/24 findet die „Unverbindliche Übung Romani“ in den Räumlichkeiten des Vereins Roma-Service statt. 16 Kinder nehmen daran teil.
Roman ist als Sprache der burgenländischen Roma hauptsächlich im Burgenland verbreitet und ein wichtiger Bestandteil des Kultur- und Spracherbes der dortigen Roma. Read the rest of this entry »