Juli 31st, 2025 |
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Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, dROMa (Magazin)
Serien und Comics | Seriji taj komiktscha
→Download (PDF)
Wie Roma gesehen werden, hängt vor allem davon ab, welche Bilder medial vermittelt werden, gerade auch in der Populärkultur. Etwa in Serien und Comics, denen wir uns diesmal zuwenden. Den Anfang macht die polnische Netflix-Serie „Infamia“, die von einer jungen Romni erzählt, die aus den rigiden Traditionen ihrer Community ausbrechen will. Justyna Matkowska hat aufgeschrieben, was sie als Kulturwissenschaftlerin und polnische Romni von der Serie hält. In letzter Zeit haben gleich mehrere Mafiaserien der Kultur der Roma einen prominenten Platz eingeräumt. Dass dies, wieder einmal, im Kontext von Gewalt und Verbrechen geschieht, ist ärgerlich. Doch nicht alles ist schlecht. Roman Urbaner erklärt, warum. Anschließend stellen wir Ihnen zwei Bücher vor: einen Sammelband über „Selbst- und Fremdbilder von Roma in Comic und Graphic Novel“ und eine Analyse deutscher Fernsehkultur von Katharina Peters. Sie nimmt Roma-Darstellungen in „Tatort“-Krimis und Talkshows unter die Lupe. Kenan Emini wiederum hat sich im Superhelden-Universum nach Roma umgesehen – und Erstaunliches in Erfahrung gebracht. Aber auch, dass die Roma-Bezüge zunehmend aus den Comics und Filmen getilgt werden. Zwei der Roma-Helden – Robin/Nightwing und Scarlet Witch – stellen wir Ihnen genauer vor.
Sar Roma dikle on, butvar odolestar tel hejnginel, saj kipi medijali famitlim on, hatek afka te andi flogoskeri kultura. Afka sar ande seriji taj komiktscha, savenge amen akan use irinas. O kesdipe kerel i polnitiki Netflix-serija „Infamia“, savi jeka terna Romnjatar phukal, savi andar o sorale tradiciji lakera grupnatar ar te phagel kamla. I Justyna Matkowska upre pisintscha, so oj ojs kulturakeri visenschoftlerkija taj ojs polnitiki Romni la serijatar likerel. Andi lejcti cajt imar buteder mafijakere seriji la kulturake le Romendar jek barikano than dine. Kaj ada, hatek papal, ando khetan hejnginipe le maripeha taj le faphageripeha pasirinel, te hojanel hi. Ham sa, nan bibastalo. O Roman Urbaner phukal tumenge, soske. Paloda duj kenvi tumenge angle terdscharas: jek kenvakero khetan kedipe pedar „ajgeni- taj durutne kipi Romendar andi komik taj Graphic Novel“ taj jek analisa nimtschka televisakera kulturatar la Katharina Petersatar. Oj Romengere-sikajiptscha ando „Tatort“-Krimis taj ande Talkshows aun peske dikel. O Kenan Emini hatek ando barikano dschenengero-universum pal Roma dikla – taj barikane koji lakla. Read the rest of this entry »
Juli 30th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 28.7.2025 (mp3)
In der „Romani Ora“ am Montag, moderiert von Adi Gussak, gibt es neben der besten Roma- und Nicht-Roma-Musik in der Rubrik „Kultura Hetvinate“ etwas über die rumänische Roma-Sängerin Gabi Luncă zu erfahren.
Anhören: →Sendung vom 29.7.2025 (mp3)
In dieser Sendung der „Romani Ora“ berichten wir Tagesthema etwas über die Tattooausstellung im Offenen Haus Oberwart. Und in der Rubrik „Mindenfelitiko“ wartet ein interessanter Filmtipp auf Sie.
Anhören: →Sendung vom 30.7.2025 (mp3)
In diese Ausgabe der „Romani Ora“ gibt es im Tagesthema etwas über die große „Schnäppchenjagd“ im Einkaufszentrum EO in Oberwart zu hören. Außerdem stehen die internationalen Volksgruppennachrichten und erlesene Musik auf dem Programm.
Juli 29th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Wissenschaft
Yücel Meheroğlu (2024): Der historische Versicherheitlichungsprozess der Osmanischen-Türkischen Roma (1908-1951)
Phil. Diss., Technische Universität Berlin (Fakultät I – Geistes- und Bildungswissenschaften), 642 S.
→zum Download der TU Berlin
Abstract (Link):
Im Mittelpunkt der Dissertation steht die politische Konstruktion der osmanischen-türkischen Roma als ein Sicherheitsproblem im Zuge des 20. Jahrhunderts (1908–1951). Die Arbeit baut auf der Hypothese auf, dass eine von Sicherheitsakteuren verfolgte Versicherheitlichungspolitik innerhalb des osmanisch-türkischen Staatsapparates Roma als eine fragile Gemeinschaft in der heutigen Türkei hervorgebracht hat, die weitestgehend in ihren Staatsbürgerrechten beschnitten ist. Dieser Politik ist die Zuschreibung als „Zigeuner“ inhärent und die sie damit als eine rassialisierte Gemeinschaft konstituierte. Anhand des Themenkomplexes Mobilität, Migration und Staatsbürgerschaft werden die Kontinuitäten und Zäsuren dieser Politik zwischen dem Osmanischen Reich und der Türkei unter Heranziehung einer Fülle von Quellenmaterialien analysiert. Die sich hieraus ergebenden zentralen Fragen sind die folgenden: Wann, wie und von wem wurde der Sicherheitsdiskurs um die Roma generiert? In welchen Diskursen und Praktiken schlug sich dieser nieder? Diese historisierbaren Prozesse und Dynamiken versucht die Autorin anhand der methodologischen Kombination von Versicherheitlichung (securitization) und Geschichtswissenschaft zu erfassen. Gleichzeitig ist es ein Anliegen der Dissertation, die Geschichtslosigkeit zu beenden und Roma als historische Akteure und damit als organischer Teil der modernen osmanischen-türkischen Geschichte sichtbar zu machen.
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Juli 26th, 2025 |
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Einrichtungen, Radio, Podcast & TV
Stand by plus Reset/Radio Agora, 3.7.2025
Sendungsgestaltung: Wolfgang Mayr (27:24 min)
„30 Jahre anerkannt, na und?“ – Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die überschaubare Roma-Bevölkerung im Burgenland eine amtlich anerkannte Volksgruppe. Damit änderte sich auch die Stimmung zwischen Mehrheit und Minderheit. Gleichzeitig entstand in manchen Städten durch die osteuropäische Migration eine zahlenmäßig starke migrantische Roma-Bevölkerung. Sie ist nicht anerkannt, die Zusammenarbeit zwischen den Roma-Gruppen scheint schwierig zu sein. Eine nicht unbedeutende Rolle in der Roma-Politik spielt die Roma-Volkshochschule (Website).
Stand by plus Reset ist eine Podcast-Reihe von Wolfgang Mayr über Minderheiten, Nationalitäten, indigene Völker und Volksgruppen weltweit. Zu Wort kommen fallweise Betroffene und/oder Menschenrechtsaktivist:innen.
(Sendung & Text: Stand by plus Reset/Radio Agora via CBA)
Juli 26th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 21.7.2025 (mp3)
Mit dem „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA starten Sie abwechslungsreich in die neue Woche. Roma-Songs aus allen Ecken der Welt werden Ihnen von Tina Nardai präsentiert.
Anhören: →Sendung vom 22.7.2025 (mp3)
Im Ort Grodnau (Gemeinde Matiasdorf) wurde die 27. Erinnerungsstätte an die im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Romnja und Sinti und Sintizze im Burgenland errichtet. Radio MORA hat Eindrücke des ökumenischen Gottesdienstes und der Enthüllung des Gedenksteines für Sie im Tagesthema festgehalten.
Anhören: →Sendung vom 23.7.2025 (mp3)
Emilia Nemeth, Ferialpraktikantin bei Radio MORA in Oberwart, hat sich dort umgehört, wo es laut „Fallstaff“ das beliebteste Eis im gesamten Burgenland gibt, nämlich in der Eisdiele „Tropicale“. Und den Blick über die Grenzen machen wir in den zweisprachigen Volksgruppennachrichten.
Anhören: →Sendung vom 24.7.2025 (mp3)
Der neue eröffnete „McDonald’s“ in Oberwart ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region und Arbeitgeber für rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Tagesthema berichtet Adi Gussak darüber. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 25.7.2025 (mp3)
Emilia Nemeth wird die „Romani Ora“ auf Radio MORA als Ferialpraktikantin bereichern. In dieser Ausgabe versorgt sie uns mit den Veranstaltungshinweisen/ Mulatintschage und der Jugendsendung. Darin behandelt sie die Fernsehserie „Der Sommer, als ich schön wurde“.
Juli 25th, 2025 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Interview, Veranstaltungen & Ausstellungen
„Das vergessene Gedächtnis“ – Ein Sammlungsprojekt in Deutschland
Seit 2023 sammelt und bewahrt das beim Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg angesiedlete Projekt „Das vergessene Gedächtnis“ „Objekte, die von Geschichte und Kultur von Sinti und Roma in Europa während des Holocaust bis heute erzählen“, so die Selbstbeschreibung auf der Website: „Im Projekt sammelt ein Team aus Expertinnen und Experten am Dokumentations- und Kulturzentrum Objekte aller Art [...]. Dazu zählen Möbel, Kleidungsstücke, aber auch Dokumente und Fotos aus der NS-Zeit bis heute. Jedes Objekt wird erst nach sorgfältigen Gesprächen mit den Objektgebern aufgenommen und in einer eigens erstellten Datenbank verzeichnet. Videointerviews mit Zeitzeugen und ihren Nachfahren, den ,Zweitzeugen‘, werfen Schlaglichter auf die Biografien der Menschen hinter den Dingen. ,Zweitzeugen‘ können etwa Kinder, Enkel oder Urenkel von Überlebenden des Holocaust sein. Aus dem so entstehenden Material extrahiert der Videoredakteur unseres Teams signifikante Auszüge, die sich etwa auf die von den Zeitzeugen zur Verfügung gestellten Gegenstände beziehen oder von Erfahrungen erzählen, die wichtige Einblicke in Kultur und Gesellschaft der jeweiligen Zeit erlauben. Die Interviews werden gleichzeitig in voller Länge für den Aufbau einer musealen-archivalischen Sammlung aufbewahrt. [...] Verlorenes wiederfinden, Verschwundenes als Leerstelle zeigen, Erinnerungen erhalten – darum geht es im Projekt ‚Das vergessene Gedächtnis‘. Die Spuren von Menschen, die gelebt haben und die leben, sollen wieder sichtbar gemacht, Biografien erzählt werden – von jenen, die etwa als Kind die NS-Zeit überlebten, aber auch von deren Kindern und Enkeln. Gegenstände und Gespräche vermitteln in ihrer Vielfalt Vergangenes anschaulich. Sie zeugen zugleich von der lebendigen Kultur und Geschichte von Sinti und Roma, die nicht im Nationalsozialismus endete.“
Mit der Koordination von Sammlungaufbau und Ausstellunggestaltung betraut ist Projektleiterin (und dROMa-Gastautorin: [1][2]) Vera Tönsfeldt: „Wir wollen die Geschichte der Betroffenen erzählen und sie selbst sprechen lassen. Wir klagen nicht an. Wir erinnern“, erklärt sie im Gespräch mit Frédéric Valin für das Amnesty Journal: Read the rest of this entry »
Juli 24th, 2025 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
Das Osmanische Reich verfolgte bis zum Ende des 17. Jh. eine pro-nomadische Politik, die Gruppen wie den Roma staatlichen Schutz gewährte.
(Quelle)
Juli 23rd, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 14.7.2025 (mp3)
Der „Romani Ora.“-Musikmontag auf Radio MORA verwöhnt Sie eine Stunde lang mit Roma-Musik aus aller Welt und allen Musik-Genres. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 15.7.2025 (mp3)
Im Tagesthema dieser Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie einen Beitrag über den Sportlerheurigen des ASKÖ Korkisch Rotenturm am Sportplatzgelände.
Anhören: →Sendung vom 16.7.2025 (mp3)
In dieser Sendung nimmt uns Ferialpraktikantin Vanessa Schneller mit in den Wilden Westen. Das „Lucky Town“ in Großpetersdorf ist ein Spektakel für Jung und Alt. Mehr darüber hören Sie im aktuellen Tagesbeitrag.
Anhören: →Sendung vom 17.7.2025 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ dreht sich alles ums Thema „Arbeit, Urlaub und Recht“. Der Arbeitsrechtsexperte Rainer Kraft verrät uns, worauf zu achten ist, damit der wohlverdiente Urlaub für den Arbeitnehmer nicht zum Spießrutenlauf wird.
Anhören: →Sendung vom 18.7.2025 (mp3)
Die Veranstaltungshinweise/Mulatinitschage und die Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ läuten in der „Romani Ora“ das Wochenende ein. Neben den abwechslungsreichsten Ausgehtipps und mehr Informationen über den Nikotinkonsum junger Menschen hören Sie auch die besten Roma-Songs.
Juli 19th, 2025 |
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Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roma-Wallfahrt nach Mariazell
Sonntag/Kurke, 10. August 2025
Im August 1996 wurde der Bittgang zur Magna Mater Austriae – nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten – von den österreichischen Roma-Vereinen wieder ins Leben gerufen. Roma, Sinti, Lovara aus Österreich, Deutschland, Ungarn und anderen europäischen Ländern treffen sich seither alljährlich in der Basilika Mariazell. Heuer findet die Roma-Wallfahrt zum 29. Mal statt. Weihbischof Franz Scharl leitet die heilige Messe. Roma-Seelsorger Matthias Platzer ist Mitzelebrant. Musikalisch wird die heilige Messe von Romantic Death begleitet.
Ando august 1996 o molinipeskero dschajipe usi Dschelni Maria – palo fabot duach o nacijonalsocijalistscha – le austritike Romengere-farajntschendar papal upre lim ulo. Roma, Sinti, Lovara andar i Austrija, Germanija, Ungriko taj avre europitike vilagendar, akan sako bersch resen pumen andi bari khangeri Cejiste. O „Ladipe le Romendar“ adabersch, imar o 29to-var kerdo ol. O sentelimo baro raschaj Franz Scharl i dschelni mischa likerel. O Romengero selsorgeri Matthias Platzer leha i mischa vodinel. I muschika usi dschelni mischa kerel i banda Romantic Death.
Programm/Programo:
10.00 Uhr: Beginn der heiligen Messe. Anschließend Mittagessen und Freizeit
14.30 Uhr: Abschlussgebet bei der Marienstatue an der Nordseite der Basilika
10.00 orenge: Kesdipe la dschelna mischatar. Paloda planeskero habe taj naphandli cajt
14.30 orenge: Kisetinipeskero molinipe usi Mariakeri schtatuja upri norditiki rik la bara khangerijatar
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Juli 18th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Wissenschaft
Alexander Rode (2023): Die Bewegung der Anderen. Prekäre Mobilität im 19. und 20. Jahrhundert in Sachsen und Leipzig
Phil. Diss., Universität Leipzig (Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften), 625 S.
→zum Download der Universität Leipzig
Abstract (Link):
Die Dissertation thematisiert die Mobilität von prekären Gruppen wie Vagabund:innen, Landstreicher:innen, Sinti und Roma. Sie geht dabei davon aus, dass die als Abweichung von der Norm wahrgenommene Mobilität – oft als Wandertrieb stigmatisiert – nicht aus eigenem Antrieb der Betroffenen erfolgte, sondern durch behördliche Repression erzeugt wurde. Polizeiliche Repression, Stadtverweise, Bettelverbote oder behördliche Willkür erzeugten Bewegungen, die anschließend im Diskurs gegen die betroffenen Menschen gewendet wurde. Die Mobilität dieser Gruppen war keine Eigenschaft, selbstbestimmte Lebensweise oder kulturelle Eigenart, sondern das Ergebnis struktureller Ungleichheit und Ungleichbehandlung. Die Untersuchung bedient sich dabei einer raumtheoretischen Vorgehensweise und Analytik.
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Juli 13th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 9.7.2025 (mp3)
Bereits seit mehr als 25 Jahren bietet der Kindersommer Oberwart betreuungspflichtigen Kindern ein buntes Ferienprogramm. Ferialprakitikantin Vanessa hat sich das Erfolgsmodell genauer angesehen. Mehr dazu im Tagesthema dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA.
Anhören: →Sendung vom 10.7.2025 (mp3)
Das neue Tagesthema: Auf den neuen Tennisplätzen des UTC Oberwart wurde ein Turnier abgehalten, bei dem Spielerinnen und Spieler ihr Können unter Beweis stellen konnten. Und außerdem versorgen wir Sie mit internationalen News aus der Welt der Volksgruppe der Roma.
Anhören: →Sendung vom 11.7.2025 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA wird moderiert von Tina Nardai. Neben den Veranstaltungshinweisen / Mulatintschage hören Sie auch die Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ mit Vanessa. Sie geht dem Mythos nach, ob es denn wirklich stimmt, dass die Jugend von heute ständig am Smartphone hängt, aber keine Anrufe mehr entgegennimmt?
Juli 10th, 2025 |
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Facts & Figures, Jugend & Bildung
Der Anteil der Roma-Schulkinder in der EU, die ethnisch getrennte Schulen besuchen, steigt statt zu sinken: von 44 % (2016) auf 52 % (2021).
(Quelle/pdf)
Juli 9th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 3.7.2025 (mp3)
Die Tanzschule „DANCE Austria“ hat sich mit einem „Summerbreak“-Event in die Sommerferien verabschiedet. Mehr über die Tanzaufführung und das Programm von „DANCE Austria“ hören Sie im Tagesbeitrag der „Romani Ora“. Dazu, wie jeden Donnerstag, eine weitere Ausgabe von „Mri historija“.
Anhören: →Sendung vom 4.7.2025 (mp3)
Eine weitere Freitagsausgabe der „Romani Ora“, in der Sie einen abwechslungsreichen Veranstaltungskalender für die Region Oberwart erhalten. Und die Jugendsendung wird von der „Radio MORA“-Ferialpraktikantin Vanessa Schneller gestaltet. Sie beschäftigt sich passend zu ihrer Situation mit dem Thema „Ferialjobs – ja oder nein?“ Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 7.7.2025 (mp3)
Der Start in die Woche erfolgt bei der Roma-Redaktion mit „mehr“ an Musik: Der „Romani Ora“-Musikmontag bietet Ihnen eine Stunde lang Roma-Musik nonstop.
Anhören: →Sendung vom 8.7.2025 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ widmen wir uns einem sehr dringlichen Thema, das uns alle betrifft. Nämlich der Knappheit an Blutspenden über die Sommermonate. Vanessa Schneller berichtet vom Roten Kreuz Oberwart, warum Blutspenden ab sofort wöchentlich zu Fixterminen in der Regionalstelle Oberwart möglich ist. Dazu erhalten Sie Roma-Musik und Roma-News.
Juli 8th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 7.7.2025 | 6:47 min
Enthüllung des Roma-Gedenksteines in Grodnau
Ando 31. merc 2006 jek lil use o cile gemajndscha ando Burgenland le mangipestar: „Kaj, mre momeltscha otscha te tschav?“ – Afka te jek Grujate jek than, jek gondolipeskero bar kerdo ulo, kaj le ledschime taj murdarde Romenge gondolim taj jek momeli otscha tschiti schaj ol. Anglo dujto themesshy;kero haburi valami 200 schel Roma Grujate dschivnahi. But lendar andi NS-cajt ledschim taj murdarde ule. Sar ande avre burgenlandititike gemajndscha te Grujate jek gondolipeskero cajchn le manuschenge kerdo te ol. „On te na pobisterde te on – schukar ovlahi, te jek tablina delahi, kaj upre terdschol, kitschi Roma agun adaj dschivnahi, taj so lenca kerdo ulo“, phenel i Gerlinde Körper Grujatar.
Am 31. März 2006 erging ein Brief an alle Gemeinden im Burgenland mit dem Betreff: „Wohin mit unseren Kerzen?“ – Somit wurde jetzt auch hier in Grodnau ein Platz, ein Gedenkstein geschaffen, wo man der verschleppten und ermordeten Roma gedenken und eine Kerze hinstellen kann. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten knapp 200 Romnja und Roma in Grodnau. Die meisten wurden in der NS-Zeit deportiert und ermordet. Wie in anderen burgenländischen Gemeinden soll auch hier in Grodnau ein Erinnerungszeichen dieser Menschen gedenken. Read the rest of this entry »
Juli 7th, 2025 |
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Brauchtum & Tradition, Radio, Podcast & TV
ARTE / Zu Tisch: Nordmazedonien
Regie: Sebastian Saam, 31 Min. (ZDF, 2024)
→Ansehen auf ARTE.tv (verfügbar bis 4.8.2025)
Enise Demirova und ihr Mann Omer sind Roma und leben mit ihren Kindern in der ostmazedonischen Stadt Štip. In ihrem Garten wachsen die Zutaten für den Sommeraufstrich Pindjur. Auf dem bunten Markt von Štip, wo leidenschaftlich gefeilscht wird, gibt es hochwertige mazedonische Bohnen. Und im Herbst bezieht die Familie Reis direkt vom Feld, aus dem nahen Kočani-Tal. Bei Enise und Omer Demirova wird oft scharf gekocht: Der Pindjur besteht aus Tomaten, Auberginen und entsprechend viel Chili. Die Bohnensuppe Gravče gibt es jede Woche, mit Paprikapulver. Aber auch Süßes hat seinen festen Platz: Baklava aus Filoteig oder der Milchreis Sütljas gehören zu jedem Kaffeekränzchen. Und wenn es die Krautwickel Sarma gibt, kommt die Familie zusammen und feiert sich selbst.
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Juli 5th, 2025 |
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Interview, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen
Die Kuratoren Miguel Ángel Vargas Rubio und Moritz Pankok im Interview zur Ausstellung in der Stiftung Kai Dikhas in Berlin
→Anhören auf FluxFM.de
FluxFM/Radio Arty, 20:29 min.
In seinem eindringlichen Text entwirft Miguel Ángel Vargas Rubio ein komplexes Panorama der europäischen Agrarlandschaft als Spiegel gesellschaftlicher Machtverhältnisse, kolonialer Kontinuitäten und kapitalistischer Zwänge. Die scheinbare Ordnung geometrischer Felder, Traktorspuren und Agrarpolitik kontrastiert mit den zersplitterten Lebensrealitäten der am Rand lebenden, oft migrantischen und marginalisierten Gemeinschaften. Dabei wird das Land nicht nur zum ökonomischen Objekt, sondern zum Symbol für Begehren, Ausschluss und Überleben. Die Ausstellung „Nein zu Maschinen – Roma-Perspektiven auf eine apokalyptische Landwirtschaft“ (wir berichteten) greift diese Perspektiven auf und stellt sie in einen künstlerischen und politischen Kontext. Werke von Künstler*innen wie David Weiss, Dan Turner oder Helios Gómez eröffnen dabei neue Sichtweisen auf die Frage, wie eine nachhaltige, gerechte Zukunft jenseits industrieller Ausbeutung möglich sein könnte.
(Sendung und Text: FluxFM.de)
Ausstellung „No a las Máquinas“: Bis 30. Oktober 2025 im Aufbau-Haus am Moritzplatz (Stiftung Kai Dikhas und Kunstraum Dikhas Dur, Prinzenstr. 84, 10969 Berlin). Öffnungszeiten: Do. bis Sa. 16–19 Uhr
Juli 4th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 30.6.2025 (mp3)
Der Musikmontag der „Romani Ora“ nimmt Sie eine Stunde lang mit in die Welt der Roma-Musik. Unterschiedliche Genres von internationalen und lokalen Roma-Musikern werden hier bedient. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 1.7.2025 (mp3)
Rechtzeitig zum Start der Sommerferien verabschiedet sich auch das Offene Haus Oberwart (OHO) in die wohlverdiente Sommerpause. Davor gab es aber noch ein großes Sommerfest. Adi Gussak berichtet darüber im Tagesbeitrag dieser Sendung.
Anhören: →Sendung vom 2.7.2025 (mp3)
Im Tagesthema der „Romani Ora“ auf Radio MORA berichtet wir über das erste Familienfest, das die AK Burgenland gemeinsam mit dem ÖGB in Oberwart veranstaltet hat. Außerdem erhalten Sie internationale Neuigkeiten in unseren Volksgruppennews. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Juli 3rd, 2025 |
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Ehrungen & Nachrufe

Dr. Dragoljub Acković, einer der bedeutendsten Intellektuellen, Historiker und Chronisten der Roma in Serbien und Europa, ist vergangene Woche im Alter von 72 Jahren verstorben. Mit seinem Tod am 27. Juni 2025 verliert die Welt nicht einen herausragenden Wissenschaftler, sondern auch einen unermüdlichen Kämpfer für kulturelle Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe der Roma.
Dr. Acković wurde am 23. November 1952 im serbischen Dorf Osipaonica bei Smederevo in Jugoslawien geboren. Er studierte Politikwissenschaften und Ethnologie an der Universität Belgrad, setzte seine Studien anschließend an der juristischen Fakultät fort und promovierte schließlich an der Friedens-Universität der Vereinten Nationen. Mit seiner beeindruckenden akademischen Laufbahn legte er das Fundament für eine lebenslange Auseinandersetzung mit der Geschichte, Kultur und Identität der Roma. Acković war Autor zahlreicher Bücher und Mitglied des serbischen Schriftstellerverbands. Er war Gründer und Leiter des Museums der Romakultur in Belgrad (Muzej romske kulture u Beogradu)) und befasste sich innerhalb der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste mit der Erforschung der Roma-Kultur.
Als einer der ersten serbischen Roma bekleidete Acković bedeutende Positionen in staatlichen Institutionen – so etwa 2020 bis 2024 als Abgeordneter (für die „Serbische Fortschrittspartei“/SNS bzw. die Liste „Aleksandar Vučić“) in der serbischen Nationalversammlung, wo er als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Menschen- und Minderheitenrechte sowie als Vorsitzender des Unterausschusses für Roma-Fragen fungierte. Seit 2012 war er stellvertretender Direktor des Büros für Menschen- und Minderheitenrechte der Regierung der Republik Serbien. Acković war Mitglied des Nationalkomitees für immaterielles Kulturerbe beim Kulturministerium. Er war der erste Präsident der Roma-Kongresspartei und engagierte sich darüber hinaus auch in zahlreichen internationalen Gremien. Read the rest of this entry »