Archive for Juli, 2025

dROMa 78: Serien & Comics/Seriji & komiktscha

Juli 31st, 2025  |  Published in Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, dROMa (Magazin)

dROMa 78Serien und Comics | Seriji taj komiktscha

Download (PDF)

Wie Roma gesehen werden, hängt vor allem davon ab, welche Bilder medial ver­mittelt werden, gerade auch in der Populär­kultur. Etwa in Serien und Comics, denen wir uns diesmal zu­wenden. Den Anfang macht die pol­nische Netflix-Serie „Infamia“, die von einer jungen Romni erzählt, die aus den rigiden Traditionen ihrer Com­munity aus­brechen will. Justyna Matkowska hat auf­ge­schrie­ben, was sie als Kultur­wissen­schaf­tlerin und polnische Romni von der Serie hält. In letzter Zeit haben gleich mehrere Mafia­serien der Kultur der Roma einen pro­minen­ten Platz ein­ge­räumt. Dass dies, wieder einmal, im Kontext von Gewalt und Ver­brechen ge­schieht, ist ärger­lich. Doch nicht alles ist schlecht. Roman Urbaner erklärt, warum. An­schlie­ßend stellen wir Ihnen zwei Bücher vor: einen Sammel­band über „Selbst- und Fremdbilder von Roma in Comic und Graphic Novel“ und eine Analyse deutscher Fernseh­kultur von Katharina Peters. Sie nimmt Roma-Dar­stel­lun­gen in „Tatort“-Krimis und Talkshows unter die Lupe. Kenan Emini wie­derum hat sich im Superhelden-Uni­ver­sum nach Roma um­gesehen – und Er­staun­liches in Erfahrung ge­bracht. Aber auch, dass die Roma-Be­züge zu­nehmend aus den Comics und Filmen getilgt werden. Zwei der Roma-Helden – Robin/Night­wing und Scarlet Witch – stellen wir Ihnen ge­nauer vor.

Sar Roma dikle on, butvar odolestar tel hejn­ginel, saj kipi medi­jali famitlim on, hatek afka te andi flogos­keri kultura. Afka sar ande seriji taj komik­tscha, savenge amen akan use irinas. O kesdipe kerel i pol­nitiki Netflix-serija „Infamia“, savi jeka terna Romnjatar phukal, savi andar o sorale tradiciji lakera grupnatar ar te phagel kamla. I Justyna Matkowska upre pisin­tscha, so oj ojs kultu­rakeri visen­schoft­ler­kija taj ojs polnitiki Romni la serijatar likerel. Andi lejcti cajt imar buteder mafija­kere seriji la kulturake le Romen­dar jek barikano than dine. Kaj ada, hatek papal, ando khetan hejn­ginipe le mari­peha taj le fapha­geripeha pasirinel, te hojanel hi. Ham sa, nan bibastalo. O Roman Urbaner phukal tumenge, soske. Paloda duj kenvi tumenge angle terdscha­ras: jek ken­vakero khetan kedipe pedar „ajgeni- taj durutne kipi Romendar andi komik taj Graphic Novel“ taj jek analisa nimtschka tele­visakera kulturatar la Katharina Petersatar. Oj Romen­gere-sika­jip­tscha ando „Tatort“-Krimis taj ande Talkshows aun peske dikel. O Kenan Emini hatek ando barikano dsche­nen­gero-uni­ver­sum pal Roma dikla – taj bari­kane koji lakla. Read the rest of this entry »

Romani Ora (28.7., 29.7. und 30.7.2025)

Juli 30th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 28.7.2025 (mp3)

In der „Romani Ora“ am Montag, moderiert von Adi Gussak, gibt es neben der besten Roma- und Nicht-Roma-Musik in der Rubrik „Kultura Hetvi­nate“ etwas über die rumä­nische Roma-Sängerin Gabi Luncă zu erfahren.


Anhören: →Sendung vom 29.7.2025 (mp3)

In dieser Sendung der „Romani Ora“ berichten wir Tagesthema etwas über die Tattoo­ausstellung im Offenen Haus Oberwart. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ wartet ein interes­santer Filmtipp auf Sie.


Anhören: →Sendung vom 30.7.2025 (mp3)

In diese Ausgabe der „Romani Ora“ gibt es im Tagesthema etwas über die große „Schnäppchen­jagd“ im Einkaufs­zentrum EO in Oberwart zu hören. Außer­dem stehen die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten und erlesene Musik auf dem Programm.

Versicherheitlichung der osmanischen Roma

Juli 29th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Wissenschaft

Yücel Meheroğlu (2024): Der historische Versicher­heit­li­chungs­prozess der Osma­ni­schen-Tür­ki­schen Roma (1908-1951)

Phil. Diss., Technische Uni­ver­­si­tät Berlin (Fakultät I – Geistes- und Bildungswissenschaften), 642 S.

→zum Download der TU Berlin

Abstract (Link):

Im Mittelpunkt der Dissertation steht die politische Konstruk­tion der osmani­schen-tür­kischen Roma als ein Sicher­heits­problem im Zuge des 20. Jahr­hunderts (1908–1951). Die Arbeit baut auf der Hypothese auf, dass eine von Sicher­heits­akteuren ver­folgte Ver­sicher­heitli­chungs­politik inner­halb des osma­nisch-tür­kischen Staats­apparates Roma als eine fragile Gemein­schaft in der heutigen Türkei hervor­gebracht hat, die weitest­gehend in ihren Staats­bürger­rechten be­schnitten ist. Dieser Politik ist die Zu­schrei­bung als „Zigeuner“ in­härent und die sie damit als eine rassiali­sierte Gemein­schaft konsti­tuierte. Anhand des Themen­komple­xes Mobilität, Migration und Staats­bürger­schaft werden die Kon­tinui­täten und Zäsuren dieser Politik zwi­schen dem Osma­nischen Reich und der Türkei unter Heran­ziehung einer Fülle von Quellen­materia­lien analy­siert. Die sich hieraus er­geben­den zentra­len Fragen sind die fol­genden: Wann, wie und von wem wurde der Sicher­heits­diskurs um die Roma generiert? In welchen Dis­kursen und Praktiken schlug sich dieser nieder? Diese histori­sier­baren Pro­zesse und Dynami­ken versucht die Autorin anhand der metho­dolo­gischen Kom­bina­tion von Ver­sicher­heitli­chung (securitization) und Ge­schichts­wissen­schaft zu erfassen. Gleichzeitig ist es ein An­liegen der Dissertation, die Geschichts­losig­keit zu be­enden und Roma als histori­sche Akteure und damit als orga­nischer Teil der modernen os­mani­schen-tür­kischen Geschichte sichtbar zu machen.

Read the rest of this entry »

„30 Jahre anerkannt, na und?“

Juli 26th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV

Stand by plus Reset/Radio Agora, 3.7.2025
Sendungsgestaltung: Wolfgang Mayr (27:24 min)

„30 Jahre anerkannt, na und?“ – Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die über­schau­bare Roma-Be­völke­rung im Burgenland eine amtlich an­er­kannte Volksgruppe. Damit änderte sich auch die Stimmung zwischen Mehrheit und Minder­heit. Gleich­zeitig ent­stand in manchen Städten durch die ost­europäi­sche Migration eine zahlen­mäßig starke migran­tische Roma-Be­völ­kerung. Sie ist nicht anerkannt, die Zu­sam­men­arbeit zwischen den Roma-Gruppen scheint schwierig zu sein. Eine nicht un­bedeu­tende Rolle in der Roma-Politik spielt die Roma-Volks­hoch­schule (Website).

Stand by plus Reset ist eine Podcast-Reihe von Wolfgang Mayr über Min­derhei­ten, Nationa­litäten, indigene Völker und Volks­gruppen weltweit. Zu Wort kommen fall­weise Be­troffene und/oder Men­schen­rechts­akti­vist:innen.

(Sendung & Text: Stand by plus Reset/Radio Agora via CBA)


Romani Ora (21., 22., 23., 24. & 25.7.2025)

Juli 26th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 21.7.2025 (mp3)

Mit dem „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA starten Sie ab­wechs­lungs­reich in die neue Woche. Roma-Songs aus allen Ecken der Welt werden Ihnen von Tina Nardai prä­sen­tiert.


Anhören: →Sendung vom 22.7.2025 (mp3)

Im Ort Grodnau (Gemeinde Matiasdorf) wurde die 27. Erinnerungsstätte an die im National­sozialismus ermor­deten Roma und Romnja und Sinti und Sintizze im Burgenland errich­tet. Radio MORA hat Ein­drücke des öku­meni­schen Gottes­dienstes und der Ent­hüllung des Gedenk­steines für Sie im Tages­thema fest­ge­halten.


Anhören: →Sendung vom 23.7.2025 (mp3)

Emilia Nemeth, Ferialpraktikantin bei Radio MORA in Oberwart, hat sich dort um­gehört, wo es laut „Fallstaff“ das belieb­teste Eis im gesam­ten Burgenland gibt, näm­lich in der Eisdiele „Tropicale“. Und den Blick über die Grenzen machen wir in den zweis­pra­chi­gen Volks­gruppen­nach­richten.


Anhören: →Sendung vom 24.7.2025 (mp3)

Der neue eröffnete „McDonald’s“ in Oberwart ist ein wicht­iger Wirt­schafts­faktor für die Region und Arbeit­geber für rund 90 Mit­arbei­terin­nen und Mit­arbeiter. Im Tages­thema berich­tet Adi Gussak darüber. Die Sen­dung wird mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 25.7.2025 (mp3)

Emilia Nemeth wird die „Romani Ora“ auf Radio MORA als Ferial­prakti­kan­tin berei­chern. In dieser Ausgabe ver­sorgt sie uns mit den Ver­anstal­tungs­hin­weisen/ Mula­tin­tschage und der Jugend­sendung. Darin be­handelt sie die Fernseh­serie „Der Sommer, als ich schön wurde“.

„Verzeihen bedeutet nicht vergessen“

Juli 25th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Interview, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellungsgegenstand: Stuhl der Großeltern von Franz-Elias Schneck (Foto: Dokumentations- u. Kulturzentrum Deut­scher Sinti u. Roma)„Das vergessene Gedächtnis“ Ein Samm­lungs­pro­jekt in Deutschland

Seit 2023 sammelt und bewahrt das beim Dokumentations- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma in Heidelberg angesiedlete ProjektDas vergesse­ne Ge­dächt­nis„Objekte, die von Geschichte und Kultur von Sinti und Roma in Europa wäh­rend des Holocaust bis heute erzählen“, so die Selbstbeschreibung auf der Website: „Im Projekt sammelt ein Team aus Expertin­nen und Experten am Doku­menta­tions- und Kultur­zentrum Objekte aller Art [...]. Dazu zählen Möbel, Kleidungs­stücke, aber auch Dokumente und Fotos aus der NS-Zeit bis heute. Jedes Objekt wird erst nach sorg­fältigen Gesprächen mit den Objekt­gebern auf­ge­nommen und in einer eigens erstell­ten Datenbank ver­zeichnet. Video­interviews mit Zeitzeugen und ihren Nachfahren, den ,Zweit­zeugen‘, werfen Schlag­lichter auf die Bio­grafien der Men­schen hinter den Dingen. ,Zweitzeugen‘ können etwa Kinder, Enkel oder Urenkel von Über­leben­den des Holocaust sein. Aus dem so ent­stehen­den Material extra­hiert der Video­redak­teur unseres Teams signifi­kante Auszüge, die sich etwa auf die von den Zeitzeugen zur Ver­fügung ge­stellten Gegen­stände beziehen oder von Erfah­rungen erzählen, die wichtige Einblicke in Kultur und Gesellschaft der jewei­ligen Zeit erlauben. Die Interviews werden gleichzeitig in voller Länge für den Aufbau einer muse­alen-ar­chiva­li­schen Sammlung auf­bewahrt. [...] Verlorenes wieder­finden, Ver­schwun­denes als Leerstelle zeigen, Erin­nerun­gen erhalten – darum geht es im Projekt ‚Das vergessene Gedächtnis‘. Die Spuren von Menschen, die gelebt haben und die leben, sollen wieder sichtbar ge­macht, Biografien erzählt werden – von jenen, die etwa als Kind die NS-Zeit überlebten, aber auch von deren Kindern und Enkeln. Gegen­stände und Gespräche ver­mitteln in ihrer Vielfalt Ver­gangenes an­schaulich. Sie zeugen zugleich von der leben­digen Kultur und Geschichte von Sinti und Roma, die nicht im National­sozialismus endete.“

Mit der Koordination von Sammlungaufbau und Aus­stel­lung­gestaltung betraut ist Projekt­leiterin (und dROMa-Gastautorin: [1][2]) Vera Töns­feldt: „Wir wollen die Geschichte der Betrof­fenen er­zählen und sie selbst sprechen lassen. Wir klagen nicht an. Wir er­innern“, erklärt sie im Ge­spräch mit Frédéric Valin für das Am­nesty Jour­nal: Read the rest of this entry »

Facts & Figures (562)

Juli 24th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Das Osmanische Reich verfolgte bis zum En­de des 17. Jh. eine pro-no­ma­di­sche Po­li­tik, die Grup­pen wie den Roma staat­li­chen Schutz ge­währte.

(Quelle)

Romani Ora (14., 15., 16., 17. und 18.7.2025)

Juli 23rd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 14.7.2025 (mp3)

Der „Romani Ora.“-Musikmontag auf Radio MORA verwöhnt Sie eine Stunde lang mit Roma-Musik aus aller Welt und allen Musik-Genres. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 15.7.2025 (mp3)

Im Tagesthema dieser Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie einen Beitrag über den Sport­ler­heurigen des ASKÖ Korkisch Rotenturm am Sport­platz­gelände.


Anhören: →Sendung vom 16.7.2025 (mp3)

In dieser Sendung nimmt uns Ferialpraktikantin Vanessa Schneller mit in den Wilden Westen. Das „Lucky Town“ in Großpetersdorf ist ein Spek­takel für Jung und Alt. Mehr darüber hören Sie im aktu­ellen Tages­beitrag.


Anhören: →Sendung vom 17.7.2025 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ dreht sich alles ums Thema „Arbeit, Urlaub und Recht“. Der Arbeits­rechts­experte Rainer Kraft verrät uns, worauf zu achten ist, damit der wohl­verdiente Urlaub für den Arbeit­nehmer nicht zum Spieß­ruten­lauf wird.


Anhören: →Sendung vom 18.7.2025 (mp3)

Die Veranstaltungshinweise/Mulatinitschage und die Jugend­sendung „Young, wild and free – le ternenge“ läuten in der „Romani Ora“ das Wochen­ende ein. Neben den ab­wechs­lungs­reichs­ten Ausgeh­tipps und mehr Infor­mationen über den Nikotin­konsum junger Men­schen hören Sie auch die besten Roma-Songs.

Roma-Wallfahrt / Ladipe le Romendar Cejiste

Juli 19th, 2025  |  Published in Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen

Mariazell (Grafik: Blickwinkel.at)Roma-Wallfahrt nach Mariazell

Sonntag/Kurke, 10. August 2025

Im August 1996 wurde der Bittgang zur Magna Mater Austriae – nach dem Verbot durch die Natio­nal­sozia­lis­ten – von den öster­rei­chi­schen Roma-Verei­nen wieder ins Leben gerufen. Roma, Sinti, Lovara aus Öster­reich, Deutsch­land, Ungarn und ande­ren euro­päi­schen Ländern treffen sich seither all­jährlich in der Basilika Mariazell. Heuer findet die Roma-Wallfahrt zum 29. Mal statt. Weih­bischof Franz Scharl leitet die heilige Messe. Roma-Seel­sorger Matthias Platzer ist Mit­ze­lebrant. Musi­kalisch wird die heilige Messe von Ro­mantic Death be­gleitet.

Ando august 1996 o molinipeskero dschajipe usi Dschelni Maria – palo fabot duach o na­cijo­nal­soci­ja­listscha – le aust­ritike Romen­ge­re-fa­rajn­tschen­dar papal upre lim ulo. Roma, Sinti, Lovara andar i Austrija, Ger­manija, Ungriko taj avre euro­pitike vila­gendar, akan sako bersch resen pumen andi bari khan­geri Cejiste. O „Ladipe le Ro­mendar“ ada­bersch, imar o 29to-var kerdo ol. O sente­limo baro raschaj Franz Scharl i dschelni mischa likerel. O Romen­gero sel­sorgeri Matthias Platzer leha i mi­scha vodi­nel. I muschika usi dschelni mis­cha kerel i banda Romantic Death.

Programm/Programo:

10.00 Uhr: Beginn der heiligen Messe. Anschließend Mittagessen und Freizeit
14.30 Uhr: Abschlussgebet bei der Marienstatue an der Nord­seite der Ba­silika

10.00 orenge: Kesdipe la dschelna mi­schatar. Paloda planeskero habe taj naphandli cajt
14.30 orenge: Kisetinipeskero molinipe usi Mariakeri schtatuja upri nor­di­tiki rik la bara khan­ge­rijatar

Read the rest of this entry »

„Die Bewegung der Anderen“ (2023)

Juli 18th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Wissenschaft

Alexander Rode (2023): Die Bewegung der Anderen. Prekäre Mobili­tät im 19. und 20. Jahr­hun­dert in Sach­sen und Leipzig

Phil. Diss., Uni­ver­­si­tät Leipzig (Fakultät für Geschichte, Kunst- und Ori­ent­wis­sen­schaften), 625 S.

→zum Download der Universität Leipzig

Abstract (Link):

Die Dissertation thematisiert die Mobilität von prekären Gruppen wie Vaga­bund:in­nen, Land­strei­cher:in­nen, Sinti und Roma. Sie geht dabei davon aus, dass die als Ab­weichung von der Norm wahr­ge­nom­mene Mobilität – oft als Wandertrieb stig­mati­siert – nicht aus eigenem Antrieb der Betrof­fenen erfolgte, son­dern durch behörd­liche Repres­sion erzeugt wurde. Polizei­liche Repression, Stadt­verweise, Bettel­verbote oder behörd­liche Willkür erzeug­ten Bewe­gungen, die an­schlie­ßend im Diskurs gegen die betrof­fenen Menschen ge­wendet wurde. Die Mobilität dieser Grup­pen war keine Eigen­schaft, selbst­bestimmte Lebens­weise oder kulturelle Eigenart, son­dern das Ergebnis struk­tureller Un­gleich­heit und Ungleich­be­hand­lung. Die Unter­suchung bedient sich dabei einer raum­theore­ti­schen Vor­gehens­weise und Analytik.

Read the rest of this entry »

Romani Ora (9.7., 10.7. und 11.7.2025)

Juli 13th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 9.7.2025 (mp3)

Bereits seit mehr als 25 Jahren bietet der Kinder­sommer Oberwart be­treu­ungs­pflich­ti­gen Kindern ein buntes Ferien­pro­gramm. Ferial­prakit­ikan­tin Vanessa hat sich das Erfolgs­modell genauer an­gesehen. Mehr dazu im Tages­thema dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA.


Anhören: →Sendung vom 10.7.2025 (mp3)

Das neue Tagesthema: Auf den neuen Tennis­plätzen des UTC Oberwart wurde ein Turnier ab­ge­halten, bei dem Spie­lerin­nen und Spieler ihr Können unter Beweis stellen konn­ten. Und außer­dem versorgen wir Sie mit inter­natio­nalen News aus der Welt der Volks­gruppe der Roma.


Anhören: →Sendung vom 11.7.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA wird moderiert von Tina Nardai. Neben den Ver­anstal­tungs­hin­weisen / Mula­tin­tschage hören Sie auch die Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ mit Vanessa. Sie geht dem Mythos nach, ob es denn wirk­lich stimmt, dass die Jugend von heute ständig am Smartphone hängt, aber keine Anrufe mehr ent­gegen­nimmt?

Facts & Figures (561)

Juli 10th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

Der Anteil der Roma-Schul­kin­der in der EU, die eth­nisch ge­trenn­te Schu­len be­su­chen, steigt statt zu sin­ken: von 44 % (2016) auf 52 % (2021).

(Quelle/pdf)

Romani Ora (3.7., 4.7., 7.7. & 8.7.2025)

Juli 9th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 3.7.2025 (mp3)

Die Tanzschule „DANCE Austria“ hat sich mit einem „Summer­break“-Event in die Sommer­ferien ver­ab­schiedet. Mehr über die Tanz­auf­führung und das Programm von „DANCE Austria“ hören Sie im Tages­beitrag der „Romani Ora“. Dazu, wie jeden Donners­tag, eine weitere Aus­gabe von „Mri historija“.


Anhören: →Sendung vom 4.7.2025 (mp3)

Eine weitere Freitagsausgabe der „Romani Ora“, in der Sie einen ab­wechs­lungs­reichen Ver­an­stal­tungs­kalen­der für die Region Oberwart er­halten. Und die Jugend­sendung wird von der „Radio MORA“-Ferial­prak­tikan­tin Vanessa Schneller gestaltet. Sie be­schäftigt sich pas­send zu ihrer Situation mit dem Thema „Ferialjobs – ja oder nein?“ Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 7.7.2025 (mp3)

Der Start in die Woche erfolgt bei der Roma-Re­dak­tion mit „mehr“ an Musik: Der „Romani Ora“-Musik­mon­tag bietet Ihnen eine Stunde lang Roma-Musik nonstop.


Anhören: →Sendung vom 8.7.2025 (mp3)

In dieser „Romani Ora“ widmen wir uns einem sehr dring­lichen Thema, das uns alle betrifft. Näm­lich der Knapp­heit an Blut­spenden über die Sommer­monate. Vanessa Schneller be­rich­tet vom Roten Kreuz Oberwart, warum Blut­spenden ab sofort wöchent­lich zu Fix­terminen in der Regio­nal­stelle Oberwart möglich ist. Dazu er­halten Sie Roma-Musik und Roma-News.

Gondolipeskero bar le Romenge Grujatar

Juli 8th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 7.7.2025 | 6:47 min

Enthüllung des Roma-Gedenksteines in Grodnau

Ando 31. merc 2006 jek lil use o cile gemajn­dscha ando Burgenland le man­gipestar: „Kaj, mre momeltscha otscha te tschav?“ – Afka te jek Grujate jek than, jek gondo­li­pes­kero bar kerdo ulo, kaj le ledschime taj mur­darde Romenge gon­dolim taj jek momeli otscha tschiti schaj ol. Anglo dujto themesshy;kero haburi valami 200 schel Roma Grujate dschiv­nahi. But lendar andi NS-cajt ledschim taj murdarde ule. Sar ande avre burgen­landiti­tike gemajndscha te Grujate jek gon­doli­pes­kero cajchn le manu­schenge kerdo te ol. „On te na pobis­terde te on – schukar ovlahi, te jek tablina delahi, kaj upre terdschol, kitschi Roma agun adaj dschivnahi, taj so lenca kerdo ulo“, phenel i Gerlinde Körper Grujatar.

Am 31. März 2006 erging ein Brief an alle Gemeinden im Burgen­land mit dem Betreff: „Wohin mit unse­ren Kerzen?“ – Somit wurde jetzt auch hier in Grodnau ein Platz, ein Gedenk­stein ge­schaffen, wo man der ver­schlepp­ten und ermor­deten Roma gedenken und eine Kerze hin­stellen kann. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten knapp 200 Romnja und Roma in Grodnau. Die meisten wurden in der NS-Zeit depor­tiert und ermordet. Wie in anderen burgen­län­di­schen Gemein­den soll auch hier in Grodnau ein Erin­nerungs­zeichen dieser Menschen gedenken. Read the rest of this entry »

Zu Tisch: Nordmazedonien

Juli 7th, 2025  |  Published in Brauchtum & Tradition, Radio, Podcast & TV

Zu Tisch: Nordmazedonien (Arte.tv)ARTE / Zu Tisch: Nordmazedonien
Regie: Sebastian Saam, 31 Min. (ZDF, 2024)

→Ansehen auf ARTE.tv (verfügbar bis 4.8.2025)

Enise Demirova und ihr Mann Omer sind Roma und leben mit ihren Kindern in der ost­maze­doni­schen Stadt Štip. In ihrem Garten wachsen die Zutaten für den Sommer­auf­strich Pindjur. Auf dem bunten Markt von Štip, wo leiden­schaft­lich gefeilscht wird, gibt es hoch­wertige mazedo­nische Bohnen. Und im Herbst be­zieht die Familie Reis direkt vom Feld, aus dem nahen Kočani-Tal. Bei Enise und Omer Demirova wird oft scharf gekocht: Der Pindjur besteht aus Tomaten, Auber­ginen und ent­spre­chend viel Chili. Die Bohnen­suppe Gravče gibt es jede Woche, mit Paprika­pulver. Aber auch Süßes hat seinen festen Platz: Baklava aus Filoteig oder der Milchreis Sütljas gehören zu jedem Kaffee­kränz­chen. Und wenn es die Kraut­wickel Sarma gibt, kommt die Familie zu­sam­men und feiert sich selbst.

Read the rest of this entry »

No a las Máquinas: Interview zur Ausstellung

Juli 5th, 2025  |  Published in Interview, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Kuh, 2025, mixed media, David Hardy, Suisse Marocain, David Weiss (Foto: Kai Dikhas)Die Kuratoren Miguel Ángel Vargas Rubio und Moritz Pankok im Inter­view zur Aus­stel­lung in der Stif­tung Kai Dikhas in Berlin

→Anhören auf FluxFM.de
FluxFM/Radio Arty, 20:29 min.

In seinem eindringlichen Text entwirft Miguel Ángel Vargas Rubio ein komple­xes Pano­rama der euro­päischen Agrar­landschaft als Spiegel gesell­schaftli­cher Macht­ver­hältnisse, kolonialer Kon­tinui­täten und ka­pita­lis­tischer Zwänge. Die schein­bare Ordnung geo­metri­scher Felder, Traktor­spuren und Agrar­politik kon­tras­tiert mit den zer­split­terten Lebens­realitäten der am Rand lebenden, oft migran­tischen und mar­gina­lisier­ten Ge­mein­schaften. Dabei wird das Land nicht nur zum öko­no­mischen Objekt, sondern zum Symbol für Begehren, Aus­schluss und Überleben. Die Aus­stellung „Nein zu Maschi­nen – Roma-Per­spek­tiven auf eine apoka­lypti­sche Land­wirt­schaft“ (wir berichteten) greift diese Perspek­tiven auf und stellt sie in einen künstle­ri­schen und politi­schen Kontext. Werke von Künst­ler*in­nen wie David Weiss, Dan Turner oder Helios Gómez er­öffnen dabei neue Sicht­weisen auf die Frage, wie eine nach­haltige, gerechte Zukunft jen­seits in­dustri­el­ler Aus­beutung mög­lich sein könnte.

(Sendung und Text: FluxFM.de)

Ausstellung „No a las Máquinas“: Bis 30. Oktober 2025 im Aufbau-Haus am Moritz­platz (Stiftung Kai Dikhas und Kunst­raum Dikhas Dur, Prinzen­str. 84, 10969 Berlin). Öff­nungs­zeiten: Do. bis Sa. 16–19 Uhr

Romani Ora (30.6., 1.7. und 2.7.2025)

Juli 4th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 30.6.2025 (mp3)

Der Musikmontag der „Romani Ora“ nimmt Sie eine Stunde lang mit in die Welt der Roma-Musik. Unter­schied­liche Gen­res von inter­natio­nalen und lokalen Roma-Musikern wer­den hier bedient. Die Sendung wird mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 1.7.2025 (mp3)

Rechtzeitig zum Start der Sommerferien verabschiedet sich auch das Offene Haus Oberwart (OHO) in die wohl­ver­diente Sommer­pause. Davor gab es aber noch ein gro­ßes Sommer­fest. Adi Gussak be­richtet darüber im Tages­beitrag dieser Sendung.


Anhören: →Sendung vom 2.7.2025 (mp3)

Im Tagesthema der „Romani Ora“ auf Radio MORA berichtet wir über das erste Familien­fest, das die AK Burgenland ge­mein­sam mit dem ÖGB in Oberwart ver­anstal­tet hat. Au­ßer­dem er­halten Sie inter­natio­nale Neuig­keiten in unseren Volks­gruppen­news. Durch die Sendung führt Tina Nardai.

Dragoljub Acković (1952–2025)

Juli 3rd, 2025  |  Published in Ehrungen & Nachrufe

DAckovic

Dr. Dragoljub Acković, einer der bedeu­tends­ten Intel­lek­tuellen, His­tori­ker und Chronis­ten der Roma in Serbien und Europa, ist ver­gan­gene Woche im Alter von 72 Jahren ver­stor­ben. Mit seinem Tod am 27. Juni 2025 verliert die Welt nicht einen heraus­ragen­den Wissen­schaft­ler, son­dern auch einen un­er­müdli­chen Kämpfer für kultu­relle An­erken­nung und ge­­sell­schaft­liche Teil­habe der Roma.

Dr. Acković wurde am 23. November 1952 im serbischen Dorf Osipaonica bei Smederevo in Jugo­slawien ge­boren. Er studierte Politik­wissen­schaften und Ethno­logie an der Univer­sität Belgrad, setzte seine Studien an­schlie­ßend an der juri­stischen Fakultät fort und promo­vierte schließ­lich an der Frie­dens-Uni­ver­sität der Verein­ten Nationen. Mit seiner be­ein­drucken­den akade­mi­schen Laufbahn legte er das Funda­ment für eine lebens­lange Aus­einander­setzung mit der Ge­schichte, Kultur und Iden­tität der Roma. Acković war Autor zahl­reicher Bücher und Mitglied des ser­bischen Schrift­steller­ver­bands. Er war Gründer und Leiter des Museums der Roma­kultur in Belgrad (Muzej romske kulture u Beogradu)) und befasste sich inner­halb der Ser­bischen Akade­mie der Wissen­schaften und Künste mit der Er­for­schung der Roma-Kultur.

Als einer der ersten serbischen Roma bekleidete Acković bedeu­tende Positio­nen in staat­lichen Institu­tionen – so etwa 2020 bis 2024 als Ab­geord­neter (für die „Serbi­sche Fortschritts­partei“/SNS bzw. die Liste „Aleksan­dar Vučić“) in der serbi­schen National­ver­sammlung, wo er als stell­ver­treten­der Vor­sitzen­der des Aus­schusses für Menschen- und Minder­heiten­rechte sowie als Vor­sitzender des Unter­aus­schusses für Roma-Fragen fun­gierte. Seit 2012 war er stell­vertre­tender Direktor des Büros für Men­schen- und Minder­heiten­rechte der Regierung der Republik Serbien. Acković war Mitglied des National­komitees für immate­rielles Kultur­erbe beim Kultur­ministerium. Er war der erste Präsident der Roma-Kongress­partei und en­gagierte sich darüber hinaus auch in zahl­reichen inter­natio­nalen Gremien. Read the rest of this entry »