Archive for August, 2025

dROMa: Roma ande Graphic Novels

August 31st, 2025  |  Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Aktuelle Bücher über Roma-Bilder in den Medien (Teil 2): Marina Ortrud M. Hertrampf / Kirsten von Hagen (Hg.), Selbst- und Fremdbilder von Roma in Comic und Graphic Novel. Vom Holocaust bis zur Gegenwart (= Ästhetik(en) der Roma – Selbst- und Fremdrepräsentationen, Bd. 3), AVM.edition: München 2020, 277 Seiten.Frischno dschumintschago: Aktujeli kenvi pedar Rome­nge­re-kipi ando mediji (2)


So o avre dschene patschan, pedar o Roma te dscha­nel, tschak tschulo upre ajgeni kontak­tos­kere terdschi­jiptscha pal dschal, hatek tschak fa­mitlim hi – ha­mischno dscha­nipe andar o mediji, pherde ne­ga­tivi kipenca, save ojs tscha­tschip­tscha ar dim on. O ande televisa taj ande komik­tscha use le­dschi­me Romen­ge­re-sika­jip­tscha akan duj kenvi andar i Ger­­ma­nija aun pu­menge dikle.

Falato 2: Roma ande Graphic Novels

Marina Ortrud M. Hertrampf / Kirsten von Hagen (Hg.): Selbst- und Fremd­bilder von Roma in Comic und Graphic Novel. Vom Holocaust bis zur Gegen­wart (= Ästhe­tik(en) der Roma – Selbst- und Fremd­re­prä­senta­tio­nen, Bd. 3), AVM.edition: München 2020, 277 rik­tscha.

Le sikajipeske le Romendar ando komiktscha, le forschi­nipe dschi­jakana nisaj interesi nana. Jek le tschule bare pub­likacijo­nendar hi jek kenva­kero khetan kedipe, ar dim ando Romen­ge­ro-redo la „AVM.edi­ci­jonatar“ ande München.

Sar o cile mediji, te o komiktscha imar „hetero­sterejo­tip­tschenca“ pherde hi, hatek o durutne sikajip­tscha le Romen­dar kari­kirinde, le bari­kanipeha, hot adaj butvar vasch positivi be­scharde klischeji dschal. O Roma ande kheta­niptschen­gere komik­tscha butvar ojs schukar khe­laschkiji, schunde muschi­kaschta vaj ojs sorale lube­hartscha upre tretinen, muguli o gauner­tscha butvar ande jek schukar udud te dikel hi.

Jek nevo dikipe, savo asaj usepisiniptscha palal phutschel, kes­dintscha pe erscht usar o 1990te berscha te sikal. Sajt oja cajt butvar andi Francija, paloda te ando Ungriko vaj andi Tschechija, doku­menta­rischi histori­jakere- taj reporta­scha­kere-komik­tscha del, save o phure klischeji andar o hajo tschiden. On hatek le tscha­tschikane dschivi­peskere situa­cijenge le Romen­dar use pumen irinen taj butvar use doku­fikcijo­nali formtscha astaren. Te but ajgeni sika­jiptscha le Romen­dar aja stategija len, kaj poar bari­kane verktscha (afka sar la Sofia Taikonakeri butvar prik beschardi dschi­vipeskeri historija „Sofia Z-4515“) andi kopera­cijona barikane ko-pisi­nasch­tschenca kerde ule.

Ande desch pisiniptscha sikal o kenvakero khetan kedipe mindenfelitike koji taj tschibtschakere thana. Poar barikane verktscha le Romengere-komiktschendar o khetano trauma le NS-flogoskere murdaripestar tematisirinel. Read the rest of this entry »

Romani Ora (22., 25., 26., 27. & 28.8.2025)

August 29th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 22.8.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA beinhaltet die Ver­anstal­tungs­hin­weise/ Mula­tin­tschage und natür­lich auch die Jugend­sendung. Diese widmet sich heute ganz dem „Jugendwort 2025“.


Anhören: →Sendung vom 25.8.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag versorgt Sie mit der ab­wechs­lungs­reichs­ten Roma-Musik, und das die gesamte Stunde lang. Mit Aus­nahme der zwei­spra­chigen Volks­grup­pen­nach­richten und „Kultura het­vinate“.


Anhören: →Sendung vom 26.8.2025 (mp3)

In der „Romani Ora“ berichtet heute Emilia Nemeth vom ersten „Ungarn-Tag“, der im Einkaufszentrum Oberwart (EO) ver­anstaltet wurde. Traditio­nelle Küche, Musik, Tanz und jede Menge Ge­sellig­keit konnten die zahl­reichen Be­su­cherin­nen und Besucher bei diesem Event erwarten.


Anhören: →Sendung vom 27.8.2025 (mp3)

Im Gasthaus Farkas in Rotenturm gab „The Korrosive Spacesheep Band“ ihr mu­sika­lisches Können zum Besten. Adi Gussak war für Radio MORA live vor Ort und berichtet darüber im Tages­thema. Infor­mativ ver­sorgen wir Sie außerdem mit den Volks­gruppen­nach­rich­ten.


Anhören: →Sendung vom 28.8.2025 (mp3)

Die Eröffnung des neuen „Bildungscampus“ in Oberwart ist heutiges Tages­thema der „Romani Ora“ auf Radio MORA. Die Volksschule, die Stadtkapelle, die zentrale Musik­schule und ein um­fang­reiches Sport­gelände stehen ab Schul­beginn in Oberwart zur Ver­fügung. Adi Gussak berichtet darüber. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.

Druckfrisch (2): Roma in Graphic Novels

August 27th, 2025  |  Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Aktuelle Bücher über Roma-Bilder in den Medien (Teil 2): Marina Ortrud M. Hertrampf / Kirsten von Hagen (Hg.), Selbst- und Fremdbilder von Roma in Comic und Graphic Novel. Vom Holocaust bis zur Gegenwart (= Ästhetik(en) der Roma – Selbst- und Fremdrepräsentationen, Bd. 3), AVM.edition: München 2020, 277 Seiten.Aktuelle Bücher über Roma-Bilder in den Medien


Was die Mehrheitsgesellschaft über Roma zu wissen glaubt, basiert nur selten auf eigenen Kontakt­er­fah­run­gen, son­dern ist in der Regel ver­mit­telt – ver­meint­li­ches Wissen aus den Medien, voller ne­ga­ti­ver Bilder, die als Wahr­heiten aus­ge­ge­ben wer­den. Die in TV und Comics kol­por­tier­ten Roma-Dar­stel­lun­gen be­han­deln nun zwei Pub­li­ka­tio­nen aus Deut­schland.

Teil 2: Roma in Graphic Novels

Marina Ortrud M. Hertrampf / Kirsten von Hagen (Hg.): Selbst- und Fremdbilder von Roma in Comic und Graphic Novel. Vom Holocaust bis zur Gegenwart (= Ästhetik(en) der Roma – Selbst- und Fremdrepräsentationen, Bd. 3), AVM.edition: München 2020, 277 Seiten.

Für die Darstellung von Roma in Comics hat sich die Forschung bis­lang kaum interes­siert. Eine der ganz weni­gen größe­ren Pub­likatio­nen ist ein Sammel­band, er­schie­nen in der Roma-Reihe der „AVM.edition“ in München.

Wie alle Medien sind auch Comics seit jeher durchzogen von „Hetero­stereo­typen“, also ver­zerrten Fremd­inszenie­run­gen von Roma, aller­dings mit der Be­sonder­heit, dass es sich hier größten­teils um positiv be­setzte Klischees handelt. Roma treten in mehr­heits­gesell­schaft­li­chen Comics vor­wiegend als an­mutige Tänzerin­nen, sinnliche Musiker oder un­wider­steh­liche Ver­führer auf, selbst Gauner er­scheinen meist in einem wohl­wollenden Licht.

Eine neue Perspektive, die solche Zuschreibungen hinterfragt, begann sich erst ab den 1990er Jahren ab­zu­zeichnen. Seither treten vor allem in Frankreich, später auch in Ungarn oder Tschechien doku­men­ta­rische Geschichts- und Reportage-Comics hervor, die die alt­her­gebrach­ten Klischees über Bord kippen. Sie wenden sich statt­dessen den realen Lebens­um­ständen von Roma zu und greifen dabei häufig zu doku­fiktionalen Formen. Auch viele Selbst­dar­stellun­gen von Roma bedienen sich dieser Stra­tegie, wobei einige wichtige Werke (etwa Sofia Taikons mehr­fach über­setzte Lebens­geschichte „Sofia Z-4515“) in Ko­opera­tion mit etablierten Ko­autoren ent­standen.

In zehn Beiträgen beleuchtet der Sammelband unter­schied­liche Genres und Sprach­räume. Einige Schlüssel­werke der Roma-Comics the­mati­sieren das kollektive Trauma des NS-Völker­mords. Read the rest of this entry »

„Liuben“ (Trailer)

August 26th, 2025  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Liuben, Spielfilm von Venci Kostov, 109 min, BG/ESP 2023
Drehbuch und Regie: Venci Kostov. Mit Bojidar Iankov Asenov und Dimitar Nikolov; Kamera: Fran García Vera; Schnitt: Marta Velasco; Musik: Sergio de la Puente; Pro­du­zen­ten: Antonio Hens; Miguel Torrente

In einem konservativen bulgarischen Bergdorf, in dem viele Vor­urteile herr­schen, ent­steht eine inten­sive Sommer­romanze zwi­schen zwei jungen Männern aus ganz unter­schied­lichen Welten. Victor lebt eigent­lich ein glück­liches Leben in Madrid mit seinem Partner José. Zur Beerdi­gung seines Groß­vaters kehrt er aller­dings in sein bulga­risches Heima­tdorf zurück und be­schließt, den Sommer dort zu ver­bringen. Während er sich mit seinem Vater und der dörflichen Lebens­weise seiner Heimat nach und nach wieder an­freundet, findet er plötz­lich eine un­erwar­tete Liebe in Liuben, einem 18-jährigen Roma-Jungen. Trotz ihrer Unter­schiede und den vielen Kon­flikten um sie herum finden Victor und Liuben Zuflucht und Geborgen­heit mit­einan­der. Doch hat diese Liebe eine Zukunft? LIUBEN ist der erste offi­zielle LGBTQ+-Film aus Bulgarien.

(PR-Text: Pro-Fun Media)

Filmarchiv: „Zigeuner in Österreich“ (1954)

August 24th, 2025  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

Screenshot, Zwischentitel im Film, 1954 (Filmarchiv Austria)→zum Streaming (Filmarchiv Austria) 19:50 min

Diese 1954 von der Staatlichen Filmstelle produzierte Doku­men­tation mit wissen­schaft­lichem Anspruch zeigt das Leben der Roma und Sinti im Burgenland. Auch nach dem Krieg zählen sie zu den mar­gina­lisier­ten Volks­grup­pen. Por­trätiert wird eine Roma-Siedlung in Mörbisch sowie die fah­renden Sinti, die damals teilweise noch mit Pferde-Fuhr­werken von Ort zu Ort unter­wegs sind. Dass die beiden Volks­grup­pen von den Nazis verfolgt wurden, mit dem Ziel diese aus­zu­löschen, bleibt im Film un­erwähnt.

Aus der Sammlung „Historische Filmdokumente“ des Filmarchiv Austria: Jede Woche werden neu restau­rierte histo­rische Film­doku­mente aus über 120 Jahren Kultur- und Zeit­geschichte aus der Samm­lung des Filmarchiv Austria prä­sentiert.

Originaltitel: Zigeuner in Österreich (Österreich 1954)

Kamera: Dr. Walter Dostal, Ton­auf­nah­men: Herbert Melichar, Pro­duk­tions­firma: S.H.B.-Film (Bundes­staat­liche Haupt­stelle für Lichtbild und Bildungs­film, Wien), Quelle: 16-mm-Po­si­tiv, Samm­lung Film­archiv Austria, restau­rierte Fassung, © Film­archiv Austria, 2025

(Filmarchiv Austria)

Anmerkung der dROMa-Redaktion:

Joschi, der Bub im Film, verstarb Anfang Juni in Wien. Wir spre­chen seiner Fa­milie unser herz­li­ches Beileid aus!

Romani Ora (18., 19., 20. und 21.8.2025)

August 22nd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 18.8.2025 (mp3)

Mit der meisten und vielfältigsten Roma Musik versüßt Ihnen Radio MORA im „Romani Ora“-Musik­montag den Start in die neue Woche. Die er­le­senste Roma-Musik im Mix mit den Volks­gruppen­nach­rich­ten erhalten Sie von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 19.8.2025 (mp3)

Sie hören die Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA mit Tina Nardai. Im Tages­thema der Sen­dung berich­ten wir vom Sommer­kino in der Ar­beiter­kam­mer Ober­wart, ge­staltet wurde der Beitrag von Emilia Nemeth.


Anhören: →Sendung vom 20.8.2025 (mp3)

Der 2. August ist der internationale Gedenktag für die Opfer unter den Roma und Sinti im Natio­nal­sozialis­mus. In Lackenbach wurde anlässlich dieses Tages eine Gedenk­ver­anstal­tung vom Bundes­minis­te­rium für Inneres ver­an­staltet. Mehr darüber hören Sie im Tages­beitrag der „Romani Ora“ auf Radio MORA.


Anhören: →Sendung vom 21.8.2025 (mp3)

Bereits zum fünften Mal wird in Oberwart eine Sommerschule ange­boten. Organi­siert wird das Erfolgs­modell vom Land Burgenland. Bil­dungs­minister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat sich in Oberwart ein Bild davon ge­macht. Radio MORA war bei der Schul­besich­ti­gung dabei.

Zwischen Notwendigkeit und Widerstand (2024)

August 21st, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Jugend & Bildung, Wissenschaft

Hochschulschriften (Bild: Pixabay)Thorben Struck (2024): Zwischen Not­wen­dig­keit und Wider­stand: Eine erziehungs­wissen­schaft­lich-ethno­graphi­sche Studie zum Leben und Helfen unter hetero­nomen Bedingungen

Dissertation, Universität Hamburg (Fakultät für Erziehungswissenschaft), S. 293.

→zur Downloadseite der SUB Hamburg

Abstract (Link):

Diese Dissertation untersucht die Lebensrealitäten und Bewältig­ungs­stra­te­gien junger männlicher Roma bulgarischer Herkunft und ihrer Familien im mar­gi­nali­sierten Stadtteil Gaarden-Ost in Kiel. Auf Basis einer ein­jährigen ethno­graphischen Forschung mit teil­nehmender Beobach­tung werden die struk­turellen Herr­schafts­verhältnisse analy­siert, die ihre Lebens­welten prägen, sowie ihre all­täglichen Widerstands­praktiken. Im Rahmen eines kate­go­rial-analy­tischen Aus­wertungs­ver­fahrens der empirischen Daten nimmt die Arbeit eine macht­theore­tische Deutung vor und zeigt unter Bezug auf Konzepte des all­täglichen Wider­stands deren empi­rische Relevanz auf.

Fünf zentrale Bewältigungskontexte werden identifiziert: „Orte, Räume und Zeiten“, „Anti­ziganismus“, „Repres­sions­apparate“, „Bürokratie und Institu­tionen“ sowie „Organi­sierte Kriminalität“. Die Ergebnisse ver­deutlichen ein Spannungs­feld der Bewältigungs­handlungen zwischen Anpassung und Widerstand. Die habituelle Ver­ankerung wider­ständigen Handelns wird hierbei theo­retisch fundiert und in seiner empi­rischen Relevanz als „Habitus zwischen Not­wendig­keit und Wider­stand“ beschrieben.

Die ethnographische Untersuchung beleuchtet zudem die Hilfestruk­turen, die die jungen Männer nutzen, und differen­ziert diese in formale, non-formale und infor­melle Felder der Hilfe. Read the rest of this entry »

Romani Ora (11., 12., 13. und 14.8.2025)

August 18th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 11.8.2025 (mp3)

In den nächsten 60 Minuten werden Sie auf Radio MORA mit „mehr“ an Roma-Musik verwöhnt. Der „Romani Ora“-Musik­montag versorgt Sie außerdem mit den Volks­gruppen­nachrich­ten. Durch die Sendung be­gleitet Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 12.8.2025 (mp3)

Jesus Christ Superstar“ verzaubert aktuell die Besu­cherin­nen und Besucher auf der Burg Güssing. Adi Gussak erzählt uns mehr über das Kult-Musical im neuen Tages­beitrag.


Anhören: →Sendung vom 13.8.2025 (mp3)

Bereits zum 25. Mal fand heuer das „Picture On“-Festival in Bildein statt. Emilia Nemeth berichtet aus dem Dorf ohne Grenzen vom legen­dären Open-Air-Spek­takel. Die Volks­gruppen­news versorgen Sie mit Wissen über die aktuelle Situation der Roma und Sinti im In- und Ausland. Es mode­riert Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 14.8.2025 (mp3)

Im Tagesthema dieser Sendung nehmen wir Sie mit nach Mariazell. Dort fand heuer bereits die 29. Roma-Wallfahrt, orga­nisiert von der Roma Pastoral, statt. Und wie jeden Donners­tag hören Sie heute auch wieder ein Stück Geschichte in „Mri historija“.

Facts & Figures (564)

August 14th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

Die Zahl der gewaltorientier­ten Rechts­extre­mis­ten in Deutschland schätzt der Ver­fas­sungs­schutz auf 15.300 Per­so­nen.

(Quelle/pdf)

Romani Ora (5.8., 6.8., 7.8. und 8.8.2025)

August 13th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 5.8.2025 (mp3)

In der „Romani Ora“ vom 5. August, moderiert von Adi Gussak, gab es im Tages­thema etwas über die „BookTalks“ der Arbeiter­kam­mer-Bib­lio­thek in Oberwart zu hören. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ wartet es ein interes­santer Musiktipp auf Sie.


Anhören: →Sendung vom 6.8.2025 (mp3)

Im Tagesthema dieser Sendung stellen wir Ihnen den neuen Fotografen in Oberwart, Marvin Auerbäck, vor. Außer­dem stehen die inter­natio­nalen Volks­gruppen­news und die beste Roma- und Nicht-Roma-Musik auf dem Programm.


Anhören: →Sendung vom 7.8.2025 (mp3)

Im Tagesthema bringen wir einen Beitrag über das Sprach­ferien­lager des Burgen­län­disch-Un­gari­schen Kultur­vereins (BUKV). Und in der Rubrik „Mri Historija“ erzählt Alexander Gussak über die Roma­siedlung in Rust vor und nach dem Zweiten Weltkrieg.


Anhören: →Sendung vom 8.8.2025 (mp3)

In der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ gibt es dies­mal etwas über den Hype um das Plüsch­monster „Labubus“ zu hören. Und im Ver­anstal­tungs­kalen­der haben wir die besten Ausgeh­tipps fürs Wochen­ende für Sie zu­sammen­gesucht.

Frischno dschumintschago: Tatort taj Talkshows

August 12th, 2025  |  Published in Film & Theater, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)

Roma ando dikipe – Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale Inszenierungen von Sinti und Roma im Tatort und in politischen Talkshows (= Edition DISS, 46), falog Unrast: Münster 2021, 164 riktscha.Aktujeli kenvi pedar Romengere-kipi ando mediji


So o avre dschene patschan, pedar o Roma te dscha­­nel, tschak tschu­lo upre aj­ge­ni kon­tak­tos­ke­re ter­dschi­jip­tscha pal dschal, hatek tschak fa­mit­lim hi – ha­misch­no dscha­nipe andar o me­diji, pherde ne­ga­tivi kipen­ca, save ojs tscha­tschip­tscha ar dim on. O ande tele­visa taj ande komik­tscha use ledschi­me Romen­ge­re-si­kajip­tscha akan duj kenvi andar i Ger­­mani­ja aun pu­men­ge dikle.

Falato 1: Tatort taj Talkshows

Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale In­­sze­­nie­­run­­gen von Sinti und Roma im Tatort und in poli­ti­­schen Talk­­shows (= Edi­tion DISS, Bd. 46), falog Unrast: Münster 2021, 164 rik­tscha.

Sar adala medijali sikajiptscha le Romendar ande prin­dscharde for­matscha la nimtsch­ka televisatar naschen, jek sani kenva la „edicijo­natar DISS“ aun peske dikel. I Katharina Peters, adaj minden­feli­tike Polit-Talk­showen­ca taj ofto „Tatort“-se­rijen­ca donde pe bescharel: usar „Armer Nanosh“ (1989) taj „Kleine Diebe“ (2000) pedar o Betschi-krimi „Die schlafende Schöne“ (2005), „Brandmal“ (2008) „Mein Revier“ (2012) taj „Angezählt“ (2013) dschi otscha use „Mia san jetz da, woʼs weh tut“ (2016) taj „Klinge­lingeling“ (2016).

Taj oj mindig uso glajchi koja perel: O butvar sterejoti­pischi sikajipe rasis­tischi aun fitime kipi anel, save jek kon­trasto le „ajgeni kojastar“ taj le „durutne kojastar“ soral­jaren. Adaj te o tschule latsche proba­lin­tschage, ando krimis­kero phukajipe te rasismus te tema­tisirinel, hatek nischta naschtig keren. Read the rest of this entry »

Druckfrisch (1): Tatort und Talkshows

August 11th, 2025  |  Published in Film & Theater, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)

Roma im Visier - Buchcover von: Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale Inszenierungen von Sinti und Roma im Tatort und in politischen Talkshows (= Edition DISS, Band 46), Unrast Verlag: Münster 2021, 164 Seiten.Aktuelle Bücher über Roma-Bilder in den Medien


Was die Mehrheitsgesellschaft über Roma zu wissen glaubt, basiert nur selten auf eigenen Kontakt­er­fah­run­gen, son­dern ist in der Regel ver­mit­telt – ver­meint­li­ches Wissen aus den Medien, voller ne­ga­ti­ver Bilder, die als Wahr­heiten aus­ge­ge­ben wer­den. Die in TV und Comics kol­por­tier­ten Roma-Dar­stel­lun­gen be­han­deln nun zwei Pub­li­ka­tio­nen aus Deut­schland.

Teil 1: Tatort und Talkshows

Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale In­sze­nie­run­gen von Sinti und Roma im Tatort und in poli­ti­schen Talk­shows (= Edi­tion DISS, Bd. 46), Unrast Verlag: Münster 2021, 164 Seiten.

Wie diese medialen Inszenierungen von Roma in populären Formaten des deut­schen Fern­sehens funktio­nieren, unter­sucht ein schmaler Band der „Edition DISS“. Katharina Peters knüpft sich darin diverse Polit-Talk­shows und acht „Tatort“-Fol­gen vor: von „Armer Nanosh“ (1989) und „Kleine Diebe“ (2000) über den Wien-Krimi „Die schlafende Schöne“ (2005), „Brandmal“ (2008) „Mein Revier“ (2012) und „Angezählt“ (2013) bis zu „Mia san jetz da, woʼs weh tut“ (2016) und „Klinge­linge­ling“ (2016).

Und sie gelangt zum immer gleichen Fazit: Die vorwiegend stereotype Inszenie­rung trans­portiert rassistisch auf­gela­dene Bilder, die einen Gegen­satz von „Eigenem“ und „Frem­dem“ etablie­ren. Dagegen bleiben auch die wenigen vor­sichtigen Versuche, in­ner­halb der Krimi­erzählung auch Rassismus zu thema­ti­sieren, letzten Endes machtlos.

Fiktionale und nicht-fiktionale Formate, „Tatort“ und Talkshows, spielen einander wechsel­seitig in die Hände, um ihre Roma-Bilder zu konstru­ieren. „Die fiktional pro­duzier­ten Ressen­timents [werden] im realen politischen Diskurs auf­ge­griffen und vice versa.“ (S. 12) Mit Bezug auf reale Ereig­nisse und tages­politische Debatten skiz­ziert Peters, wie sich so auch der Fokus der Roma-Dar­stellun­gen verschiebt: Read the rest of this entry »

2. August: Roma-Fahne am Grazer Rathaus

August 8th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken

Rathaus mit Roma-Fahne in Graz (Bild: Tristan Ammerer)„Der 2. August ist interna­tio­na­ler Roma-Ge­no­zid-Ge­denk­tag. Eine halbe Mil­lion Roma und Sinti wurden von den Natio­nal­sozia­lis­ten er­mordet. Als (mei­nes Wissens) ein­zige Stadt Öster­reichs ge­denkt die Stadt Graz mit einer Be­flag­gung am Rathaus. In Wien immer­hin ein paar Be­zirks­ver­tre­tun­gen“, schreibt der Grazer Stadt­poli­ti­ker Tristan Ammerer, unter anderem Sprecher für Er­inne­rungs­politik und Men­schen­rechte der Grünen im Ge­meinde­rat, auf BlueSky.

Dazu postet er die­ses Foto (hier größer), das wir Ihnen nicht vor­ent­hal­ten möch­ten.

Romani Ora (31.7., 1.8. und 4.8.2025)

August 6th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 31.7.2025 (mp3)

In der „Romani Ora“ vom 31. Juli, moderiert von Adi Gussak, berichten wir im Tages­thema über die Buch­prä­senta­tion der Grafen­familie Erdődy im Ungari­schen Medien- und Infor­mations­zentrum (UMIZ). In der Rubrik „Mri Historija“ erzählt Alexander Gussak über die Roma-Siedlung in Liebing (Ge­meinde Mannersdorf im Bezirk Oberpullendorf) vor und nach dem Zweiten Weltkrieg.


Anhören: →Sendung vom 1.8.2025 (mp3)

In dieser „Romani Ora“ steht für Sie die beste Roma-Musik, inter­natio­nale Volks­gruppen­nachrich­ten und den Ver­anstal­tungs­kalender auf dem Programm. Außer­dem gibt es natürlich eine Folge „Young, wild and free – le ter­nenge“ zu hören, in der sich unsere Prak­tikantin Emilia Nemeth um­gehört hat, was die Jugend bis jetzt in den Ferien gemacht hat und was sie noch machen wird.


Anhören: →Sendung vom 4.8.2025 (mp3)

In der Sendung vom 4. August gibt es eine weitere Ausgabe unseres Musik­montags zu hören, die Adi Gussak moderiert. In der Rubrik „Kultura het­vinate“ erzählen wir vom legen­dären Manoush-Musiker Django Reinhardt.

Facts & Figures (563)

August 4th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Literatur & Bücher

„Zigeuner“ finden sich in Goethes lite­ra­risch-po­e­ti­schem Werk 12-mal: in 6 Schau­spie­len, 4 Ge­dich­ten und 2 Ro­ma­nen.

(Quelle)

„Antiziganismus ist zutiefst unchristlich“

August 3rd, 2025  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte, Religion

Katholische Aktion Österreich warnt vor At­tacken auf die Men­schen­würde: Aufruf zur christ­lichen Soli­da­rität zum Roma- und Sinti-Ge­denk­tag am 2. August

Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) warnt vor subtilen und offenen Attacken auf die Men­schen­würde auf­grund von ethnischer Zu­ge­hörig­keit und ruft zu christ­licher Solidarität auf. Die Volks­gruppen der Roma und Sinti wurden erst im Jahr 1988 offiziell als Opfer­gruppe der natio­nal­sozialis­ti­schen Herrschaft an­er­kannt. Seit 2015 wird auf euro­päi­scher Ebene am 2. August an die Holocaust-Opfer dieser eth­nischen Minder­heiten gedacht. Im Jänner 2023 be­schloss der österrei­chische National­rat, auch in Österreich jeweils am 2. August offiziell der unter dem NS-Regime ver­folgten und er­mor­deten Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze zu gedenken.

„Die systematische Vernichtung von ethnischen Minderhei­ten kam nicht plötz­lich über Nacht. Jahr­zehnte­lange syste­matische Dis­kriminie­rung und Herab­würdigung, die Betrof­fene in ihrem un­mittel­baren Lebens­umfeld spürten, waren Vorläufer des grau­samen Ver­nich­tungs­pro­gramms der Nazis“, erinnert Katharina Renner, Vize­prä­siden­tin der Katholi­schen Aktion Österreich und mahnt: „Der­artige Attacken auf die Men­schen­würde, egal in welcher Form und seien sie noch so subtil, dürfen nie wieder statt­finden.“

Dass es in unserer Gesellschaft noch immer Attacken auf Minder­heiten und Volks­gruppen gibt, zeigen auch die Grab­schändun­gen der letzten Ruhestätte von Roma und Sinti, Romnja und Sintizze des letzten Sommers und heurigen Frühjahrs auf meh­reren Wiener Friedhöfen. Und es gibt spürbare Dis­krimi­nierung von An­ge­hörigen dieser Volks­gruppen am Arbeits­platz, in der Schule und durch Medien­berichte, wie der Verein Romano Centro in seinen Berichten aufzeigt. Oft trauen Betroffene sich nicht, Vorfälle und Über­griffe zu melden, aus Angst, ihre Lage würde sich dadurch noch weiter ver­schlech­tern. Read the rest of this entry »

Österreichs Parlament gedenkt der Roma-Opfer

August 2nd, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Von links: stellvertretende Vorsitzende des Volksgruppenbeirats Andreas Sarközi, Vorsitzende des Volksgruppenbeirats Emmerich Gärtner-Horvath, Bundesratspräsident Peter Samt (FPÖ), Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner (ÖVP) , Bild: Parlamentsdirektion/ Johannes Zinner, 1.8.2025Der 2. August erinnert an die ermordeten Ro­ma und Sinti im Natio­nal­sozia­lismus. Bun­des­rats­prä­sident Peter Samt und Zwei­ter Na­ti­o­nal­rats­prä­sident Peter Haubner legten im Ge­­denken Kränze nieder.

Rund 500.000 Roma und Sinti wurden Opfer der nationalsozialistischen Gewalt­herrschaft. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden im Kon­zentra­tions­lager Auschwitz-Bir­kenau über 4.000 Ange­hörige der Volks­gruppe ermordet. Seit 2015 gilt der 2. August in Europa als Gedenktag für Roma und Sinti – in Österreich seit ver­gan­genem Jahr.

Kranzniederlegung im Gedenken an hun­dert­tau­sende Opfer

Bundesratspräsident Peter Samt und Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner legten im Namen der Parla­ments­spitze Kränze nieder. Gemein­sam mit dem Vor­sitzenden des Volks­gruppen­beirats der Roma, Emmerich Gärtner-Horvath und dessen Stell­vertreter Andreas Sarközi, gedach­ten sie der Opfer.

Es sei ihm wichtig, dass Volksgruppen in Österreich nicht gegeneinander, nicht neben­einander, sondern mit­einander leben und dass die kultu­rellen Wurzeln, die Ver­schie­den­artig­keit und das Gemein­same geschätzt werden, erklärt der Vor­sitzende der Länder­kammer Peter Samt. „Was einst mit Vorurteilen begann, endete in Lagern und Gräbern“, betont Zweiter National­rats­prä­sident Peter Haubner. „Wer heute noch schweigt, wenn Roma und Sinti oder andere Minder­heiten an­ge­feindet werden, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Am Gedenk­tag hören wir hin, erin­nern uns und geloben, nie­mals zu schweigen.“

Im Rahmen der Veranstaltung wurde von dem Schauspieler Serge Falck ein Text aus dem Inter­view­projekt „Mri Historija“ des Vereins Roma-Service vor­ge­tragen. Geschil­dert wird dabei die Lebens­geschichte von Anton Müller, einem Über­lebenden der Kon­zentra­tions­lager Auschwitz und Mauthausen. Read the rest of this entry »

Vienna REC: Stefan Horvath im Gespräch

August 1st, 2025  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV

Antiziganismus in Österreich – Zeitzeugengespräch mit Stefan Horvath
Vienna REC/Orange 94.0, 15.7.2025 (1:26:50)

30 Jahre nach dem Rohrbombenattentat von Oberwart spricht Stefan Horvath über die Erinne­rung an den Porajmos (natio­nal­sozia­lis­ti­scher Völkermord an euro­päi­schen Sinti*zze und Rom*nja) und die an­haltende Dis­kriminie­rung von Rom*nja in Österreich. Stefan Horvath ist Zeitzeuge in mehr als nur einer Dimen­sion: Seine Eltern überlebten Auschwitz, sein Sohn Peter Sárközi wurde Opfer des neo­nazisti­schen Attentats von Oberwart. Er teilt seine Erfah­rungen in Büchern (u.a. Ich war nicht in Auschwitz und Katzenstreu) und durch seine Er­inne­rungs­arbeit.

Stefan Horvath, Schriftsteller, Oberwart
Moderation: Lea Riener, Initiative Edut, Wien
Bearbeitet von: Katharina Reisner

Die Veranstaltung fand am 8. Mai 2025 im Depot statt. In Kooperation mit Edut – Initiative für Erzählen, Dis­kutie­ren und trans­gene­ratio­nel­les Erin­nern und HÖR – Hoch­schüler*in­nen­schaft Öster­reichi­scher Roma und Romnja.

(Text & Sendung: Vienna REC via CBS)