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Österreichs Parlament gedenkt der Roma-Opfer

August 2nd, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Von links: stellvertretende Vorsitzende des Volksgruppenbeirats Andreas Sarközi, Vorsitzende des Volksgruppenbeirats Emmerich Gärtner-Horvath, Bundesratspräsident Peter Samt (FPÖ), Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner (ÖVP) , Bild: Parlamentsdirektion/ Johannes Zinner, 1.8.2025Der 2. August erinnert an die ermordeten Ro­ma und Sinti im Natio­nal­sozia­lismus. Bun­des­rats­prä­sident Peter Samt und Zwei­ter Na­ti­o­nal­rats­prä­sident Peter Haubner legten im Ge­­denken Kränze nieder.

Rund 500.000 Roma und Sinti wurden Opfer der nationalsozialistischen Gewalt­herrschaft. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden im Kon­zentra­tions­lager Auschwitz-Bir­kenau über 4.000 Ange­hörige der Volks­gruppe ermordet. Seit 2015 gilt der 2. August in Europa als Gedenktag für Roma und Sinti – in Österreich seit ver­gan­genem Jahr.

Kranzniederlegung im Gedenken an hun­dert­tau­sende Opfer

Bundesratspräsident Peter Samt und Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner legten im Namen der Parla­ments­spitze Kränze nieder. Gemein­sam mit dem Vor­sitzenden des Volks­gruppen­beirats der Roma, Emmerich Gärtner-Horvath und dessen Stell­vertreter Andreas Sarközi, gedach­ten sie der Opfer.

Es sei ihm wichtig, dass Volksgruppen in Österreich nicht gegeneinander, nicht neben­einander, sondern mit­einander leben und dass die kultu­rellen Wurzeln, die Ver­schie­den­artig­keit und das Gemein­same geschätzt werden, erklärt der Vor­sitzende der Länder­kammer Peter Samt. „Was einst mit Vorurteilen begann, endete in Lagern und Gräbern“, betont Zweiter National­rats­prä­sident Peter Haubner. „Wer heute noch schweigt, wenn Roma und Sinti oder andere Minder­heiten an­ge­feindet werden, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Am Gedenk­tag hören wir hin, erin­nern uns und geloben, nie­mals zu schweigen.“

Im Rahmen der Veranstaltung wurde von dem Schauspieler Serge Falck ein Text aus dem Inter­view­projekt „Mri Historija“ des Vereins Roma-Service vor­ge­tragen. Geschil­dert wird dabei die Lebens­geschichte von Anton Müller, einem Über­lebenden der Kon­zentra­tions­lager Auschwitz und Mauthausen. Read the rest of this entry »