Archive for September, 2025

Deutsche Minderheiten sollen ins Grundgesetz

September 30th, 2025  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Deutschland: Schutz der nationalen Minderheiten soll ins Grundgesetz (Foto: Michel Balzer/Flickr, CC BY-NC-SA 2.0)Bundesrat beschließt: Deutschlands nationale Min­der­hei­ten sol­len Ver­fas­sungs­rang erhalten

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma begrüßt die vom Bundesrat auf Initiative der Länder Schles­wig-Holstein, Bran­den­burg und Sachsen am Freitag, dem 26. Sep­tember, ver­ab­schie­dete Ent­schließung, in der die Bundes­regierung auf­ge­fordert wird, die na­tio­na­len Min­der­heiten der deutschen Sinti und Roma, Dänen, Friesen und Sorben durch die Aufnahme in das Grundgesetz zu schützen.

In einer Zeit des Umbruchs in Europa, in der nationalistische und rechte Parteien mit Hetze wie Anti­semitis­mus, Antiziganismus und Rassismus Min­der­heiten wieder zu Sünden­böcken machen, wäre dies ein Zeichen der histo­rischen Ver­ant­wortung. Eine wehrhafte Demo­kratie muss sich diesen men­schen­feind­lichen Bestre­bungen ent­schlossen ent­gegen­stellen. Eine solche Initiative gegen­über den nationalen Minder­heiten wäre ein sicht­bares Zeichen der Bundes­republik Deutschland, die Erfah­rungen aus der deutschen Geschichte als Ver­pflich­tung unseres demo­kra­tischen Rechts­staates zu verstehen. Bereits mehrere Länder wie Schles­wig-Holstein und Bran­denburg haben diesen Schutz in ihre Lan­des­­ver­fas­sun­­gen auf­ge­nommen.

Es wäre ein klares Bekenntnis zum Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Min­der­heiten des Europa­rates und zu den Ver­pflichtun­gen aus der Euro­päischen Charta der Regional- oder Minder­heiten­sprachen. Read the rest of this entry »

Oberösterreich: Gedenkstein für Burgenlandrom

September 28th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Enthüllung eines Stolpersteins auf dem Schlossplatz in Vorchdorf (Be­zirk Gmunden) für einen der Roma-Zwangs­arbei­ter beim Bau der Reichs­auto­bahn

Symbolisch wurde heute Sonntag ein Stolperstein für einen der Roma-Zwangs­arbei­ter beim Reichs­autobahn­bau Vorchdorf und bei der Ent­wässerung Ibm-Waidmoos während der NS-Zeit verlegt, für Peter Horvath aus der Gegend von Heiligenkreuz im Lafnitztal im Burgenland. Horvath wurde 1941 mit anderen Leidens­genos­sen (ge­mein­sam mit dem minder­jährigen Franz Horvath und Josef Papai) ver­mutlich mit der Bahn von Vorchdorf ins Lager Weyer verlegt und von da gegen Jahres­ende zur Er­mordung ins be­setzte Polen de­portiert.

Die Stolpersteinverlegung ist Resultat neuer Erkennt­nisse zum Sklaven­einsatz öster­rei­chi­scher Roma bei Hitlers Autobahn­pro­jekten im Gau Oberdonau (Oberösterreich).

Ansprachen waren vorgesehen von: Bürgermeister Johann Mitterlehner, der Kultur­aus­schuss­vor­sitzen­den Bettina Hutterer, Josef Schmidt vom Verein Roma-Service u. a. An­schlie­ßend fand eine Ver­anstal­tung mit Referaten statt. Vorträge hielten Bruno Schernhammer, Ludwig Laher (Website) u. a. zur Roma-Zangs­arbeit beim Reichs­auto­bahnbau sowie zum „Zigeuner­an­halte­lager“ Weyer-St. Pantaleon. Nicole Sevik sprach von der Geschichte ihrer Groß­mutter Rosa Winter, die als ein­zige ihrer Familie das NS-Regime überlebte.

(Veranstaltungsankündigung: www.erinnern.at)

Siehe dazu auch:
Ludwig Laher: Letzte Ausfahrt Knochenmühle Kulmhof, in: Der Standard, 23.9.2025


Facts & Figures (566)

September 27th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

1903 führte das Osmanische Reich ob­li­ga­to­ri­sche Aus­wei­se ein, in de­nen Ro­ma eth­nisch mar­kiert wur­den. Meh­re­re Ro­ma-Ge­mein­schaf­ten wi­der­setz­ten sich.

(Quelle)

Romani Ora (19.9., 22.9., 23.9. und 24.9.2025)

September 25th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 19.9.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ wird Ihnen von Tina Nardai präsentiert. Sie hören die Ver­anstal­tungs­hin­weise für die Region Oberwart und die Jugend­sendung mit Adi Gussak. Darin wid­met er sich dem „Ozone Layer Day“.


Anhören: →Sendung vom 22.9.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA beschert Ihnen einen ab­wechs­lungs­reichen musika­lischen Wochen­beginn. Dazu erhalten Sie die zwei­sprachigen Volks­grup­pen­nach­richten und „Kultura het­vinate“.


Anhören: →Sendung vom 23.9.2025 (mp3)

Das Fußballspiel des SV Oberwart gegen den SK Rapid Wien im Inform­stadion mit über 6.000 Besu­cherin­nen und Besuchern ist das Tages­thema dieser „Romani Ora“. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 24.9.2025 (mp3)

Beim ersten „Walk-In Tattoo Day“ im Offenen Haus Oberwart wurde das Ende der Aus­stel­lung „Tattoo Stories“ gebüh­rend gefeiert. Die Besu­cherin­nen und Be­sucher konnten sich kurz­fristig von den Tattoo-Künst­lern Hissi und Dani tätowieren lassen. Radio MORA be­richtet darüber im Tages­beitrag.

Forschungsprojekt: „Roma und Sinti darstellen“

September 24th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Foto: Eva Besnyö, Junge mit Cello, 1931 (z. V. g. von Anton Holzer)Roma und Sinti darstellen: Fotografische Konstruktionen in Zeitun­gen und Zeit­schrif­ten der Zwi­schen­kriegs­zeit 1918–1939/40

Forschungsprojekt am Institut für Europäische Ethnologie der Uni­ver­si­tät Wien, Mai 2025 bis April 2029

representing-roma-and-sinti.eu

Keine europäische Minderheit stand in den Jahren der Zwischen­kriegs­zeit stärker im Fokus der Foto­grafie als die Gruppe der Roma und Sinti. In vielen euro­päi­schen Ländern ver­öffent­lichten il­lustrierte Zeitungen und Zeit­schriften regel­mäßig foto­grafische Bild­berichte und Repor­tagen zum Thema. Die foto­grafi­schen Re­prä­senta­tio­nen pendelten dabei zwischen stereo­typen Formen der Ideali­sierung und – häufiger noch – Strate­gien der kultu­rellen, sozialen und rassis­tischen Aus­gren­zung. Parallel dazu ent­standen im Zuge der zivilen Emanzi­pations­bewe­gun­gen der Minder­heit in einigen Ländern Roma-eigene Zeit­schriften, die andere, selbst­bewuss­tere Bilder entwarfen. Diese in der Forschung bislang wenig be­achteten Quellen werden vom Foto­historiker Anton Holzer am Institut für Euro­päi­sche Ethnologie der Uni­ver­sität Wien erst­mals syste­matisch unter­sucht.

Das vom FWF geförderte Forschungsprojekt eröffnet einen neuen, differenzierten Blick auf die Reprä­sen­ta­tions­geschichte der Roma und Sinti im 20. Jahr­hundert. Es be­schäftigt sich mit zentralen Fragen der histo­rischen und gegen­wärtigen euro­päischen Kultur: Wie werden kulturelle, soziale und ethnische Grenz­ziehungen gezogen und wie werden sie visuell dar­gestellt? Wer bestimmt in Bildern, Texten und medialen Diskursen darüber, wo und wie die Grenzen zwischen dem (be­haup­te­ten) „Eigenen“ und dem (vor­gestell­ten) „Fremden“ ge­zogen werden? Read the rest of this entry »

Volksgruppenhaus Burgenland 2026 bezugsfertig

September 20th, 2025  |  Published in Einrichtungen

Begehung der Baustelle für das Volksgruppenhaus Burgenland: 1. Reihe vorne: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Geschäftsführerin Landesimmobilien Burgenland Jutta Benedek, Burgenländisch-Ungarischer Kulturverein Ludwig Frauer, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Ungar*innen Attila Somogyi, Abteilungsvorständin der Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft Danijela Ilic und Vorsitzender des Kroatischen Kulturvereines Josef Buranits  2. Reihe hinten: Geschäftsführer des Vereines Hango Roma Martin Horvath, Projektleiter der Landesimmobilien Burgenland Daniel Zieserl, Kaufmännischer Direktor der Klinik Oberwart Marc Seper, Generalsekretär des Kroatischen Kulturvereines Martin Kerstinger, Volksgruppenbeirat der Roma Josef Schmidt, Radio Mora Tina Nardai, Burgenländisch-Ungarischer Kulturverein Carmen Prascsaics (Foto: Landesmedienservice)Starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zu­sam­men­halt: Die Bau­arbei­ten für das neue Volks­grup­pen­haus in Oberwart lau­fen plan­mä­ßig. Mitte 2026 soll die­ses ein­zig­arti­ge Zentrum für bur­gen­län­di­sche Volks­grup­pen be­zugs­fer­tig sein.

Mit dem Volksgruppenhaus schaffen wir ein ein­zig­artiges Zentrum. Es ist ein sicht­bares Zeichen für gelebte Vielfalt und das Mit­einander aller Volks­gruppen im Burgenland“, erklärt Landes­haupt­mann Hans Peter Doskozil bei einer Bau­stellen­be­ge­hung am Freitag ge­mein­sam mit Vertretern der bur­gen­ländi­schen Volks­gruppen, Geschäfts­führe­rin der Landes­immo­bilien Burgenland GmbH (LIB) Jutta Benedek und Marc Seper, dem kauf­män­ni­schen Direktor der Klinik Oberwart, die sich eben­falls in das Gebäude ein­mieten wird.

„Mit dem Volksgruppenhaus würdigen wir den Beitrag der Volks­grup­pen zur Identität, Geschichte und Gegen­wart des Burgen­lands“, so LH Doskozil. „Wir schaffen hier nicht nur ein Gebäude, sondern eine dauer­hafte Struktur für Ko­opera­tion, kultu­rellen Dialog und gemein­same Zukunfts­arbeit der Volks­gruppen. Es wird ein einzig­artiger Ort der Vielfalt sein, davon bin ich über­zeugt. Das Volks­gruppen­haus wird auch öffent­lich zu­gänglich sein und Platz für Infor­mation, Schulungen, Workshops und Feste bieten.“

Das neue Haus wird künftig folgende Volksgruppeninstitutionen unter einem Dach ver­einen:

  • Burgenländisch-Ungarischer Kulturverein
  • Kroatischer Kulturverein im Burgenland
  • Verein Roma-Service
  • VHS der Roma
  • VHS der Ungarn
  • Radio Mora

Ein besonderer Fokus des Hauses wird auf Jugendarbeit und Integration gelegt. Mit ge­mein­samen Initia­tiven sollen nach­haltige Pro­jekte für die Zukunft ent­wickelt werden. Read the rest of this entry »

Romani Ora (15.9., 16.9., 17.9. und 18.9.2025)

September 20th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 15.9.2025 (mp3)

Mit Musik aus den unterschiedlichsten Genres der Roma-Musik starten wir auf Radio MORA in die neue Woche. Der „Romani Ora“-Musik­montag über­zeugt mit „mehr“ der viel­fältigs­ten Roma-Songs.


Anhören: →Sendung vom 16.9.2025 (mp3)

Mitten im Herzen Oberwarts hat der neue Friseur­salon „Zeitgerecht“ er­öffnet. Betrie­ben wird er von Daniel Sarközi. Radio MORA berichtet darüber im Tages­beitrag der „Romani Ora“. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 17.9.2025 (mp3)

Bereits zum 17. Mal fand in Oberwart die „BookCrossing“-Ak­tion der Burgen­ländi­schen Volks­hoch­schulen statt. Dabei wird auf den „Welt­alpha­beti­sie­rungs­tag“ auf­merksam gemacht. Hören Sie dazu im Tages­beitrag der „Romani Ora“.


Anhören: →Sendung vom 18.9.2025 (mp3)

Das Kult-Café „ALBIN“ ist Schauplatz unseres neuen Tages­beitrags in der „Romani Ora“. Außer­dem er­fahren Sie auch wieder mehr über Orte, die einst das Zuhause etlicher Roma waren: Genaueres in unserer Rubrik „Mri historija“.

Thüringen streicht Antiziganismus-Beauftragten

September 17th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Deutschland: Stellungnahme der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA)„Fatales Signal an die Betroffenen“: Thüringen verzichtet auf neuen Antiziganismus-Be­auf­trag­ten – Die Melde- und In­for­­ma­tions­stel­le Anti­zi­ga­nis­mus (MIA) verurteilt diese Ent­schei­dung aufs Schärfste

Mit großem Entsetzen und tiefem Bedauern nimmt die Melde- und Infor­ma­tions­stelle Anti­ziganis­mus (MIA e.V.) die Ent­scheidung der Thüringer Landes­regie­rung zur Kennt­nis, die Stelle des/der Anti­ziganis­mus-Be­auf­trag­ten nicht neu zu besetzen. Diese Ent­schei­dung sendet ein fatales Signal – an die Sinti und Roma in Thürin­gen und darüber hinaus. Die Be­kämpfung von Anti­ziganis­mus ist keine abstrakte Ver­waltungs­aufgabe, die beliebig in ressort­über­grei­fende Struk­turen aus­ge­lagert werden kann. Die Einrich­tung eines/einer Be­auf­tragten war ein wichtiges Zeichen der An­erken­nung und des politi­schen Willens, anti­ziganis­tisch motivierte, syste­matische Dis­kriminie­rung wirksam zu be­kämpfen. „Wer glaubt, Anti­ziganis­mus ließe sich ohne klare Zu­ständig­keiten und politische Ver­ant­wortung bekämpfen, verkennt die Tiefe und Trag­weite des Problems“, warnt Dr. Guillermo Ruiz, Ge­schäfts­führer von MIA e.V. „Diese Entschei­dung sendet ein fatales Signal an die Betrof­fenen.“

Antiziganismus ist tief in der Gesellschaft verankert. Seine Bekämpfung erfordert ent­schlos­senes politisches Handeln, ver­bindliche Maß­nahmen und klar benannte Zu­ständig­keiten – keine vagen Absichts­erklärun­gen. Während MIA im ver­gangenen Jahr bundes­weit fast 1.700 anti­ziganis­tische Vorfälle doku­mentierte – ein be­sorgnis­erre­gender Anstieg um 400 im Vergleich zu 2023 – entzieht sich Thüringen dieser Ver­antwortung. Hinzu kommt die historische Ver­pflichtung Deutschlands gegen­über der Minderheit der Sinti und Roma, die im Nationalsozialismus syste­matisch verfolgt und ermordet wurde. Dass die Landes­regierung nun einen institu­tio­nellen Rückschritt voll­zieht, zeugt von histo­rischem Un­ver­ständnis und politischer Ver­ant­wortungs­losigkeit.

MIA e.V. fordert die Thüringer Landesregierung mit Nachdruck auf, diese Ent­scheidung zu revidieren und die Stelle des/der Anti­ziganis­mus-Be­auf­tragten un­ver­züglich neu zu besetzen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (9.9., 10.9., 11.9. und 12.9.2025)

September 13th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 9.9.2025 (mp3)

In der „Romani Ora“ hören Sie im Tagesthema mehr über die „Harley-Davidson-Charity-Tour“, die im Schloss­park Roten­turm Sta­tion machte. Emila Nemeth berich­tet von der Cha­rity-Ak­tion. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 10.9.2025 (mp3)

Im Tagesthema dieser Ausgabe der „Romani Ora“ dreht sich alles rund ums Thema „Pfand – Fluch oder Segen?“. Dazu prä­sentiert Ihnen Adi Gussak die Volks­grup­pen­nach­richten.


Anhören: →Sendung vom 11.9.2025 (mp3)

Der erste Oberwarter Pfarrflohmarkt ist das Tages­thema dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA. Dazu servie­ren wir Ihnen eine weitere Aus­gabe von „Mri his­torija“ und natür­lich die viel­fäl­tigste Volks­grup­pen-Musik.


Anhören: →Sendung vom 12.9.2025 (mp3)

Neben den Veranstaltungshinweisen / Mulatintschage und der ab­wechs­lungs­reichs­ten Volks­grup­pen­musik für Ihren Weg ins Wochen­ende hören Sie außerdem die Jugend­sendung. Darin be­richtet uns Adi Gussak über den YU-Taekwondo-Verein in Oberwart.

Roma-Sensibilisierungsworkshop in Oberwart

September 12th, 2025  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Flyer zum Roma-Workshop (Verein Hang Roma)Einladung: Roma-Sensibilisierungsworkshop zur Geschichte, Kultur und Heraus­for­de­run­gen

Dienstag, 7. Oktober 2025, von 9.00 bis 12.00 Uhr in den Räum­lich­kei­ten des Vereins Roma-Service in Ober­wart (Evan­ge­li­sche Kir­chen­gasse 3). Die Teil­nahme ist kos­ten­los!

Im Rahmen unseres Roma-Arbeitsmarkt­pro­jekts „O DROM andi Cukunft – Der Weg in die Zu­kunft“ möch­ten wir Sie herz­lich ein­laden zu einem von uns an­ge­bote­nen Roma-Sen­sibi­li­sie­rungs­workshop am 7. Oktober 2025. In diesem Workshop bieten wir Ein­blicke in die Ge­schichte, Kultur und Lebens­rea­litä­ten der Roma und Sinti. Ziel ist es, Vor­urteile ab­zu­bauen, das Ver­ständnis für die Vielfalt der Volks­gruppe der Roma zu fördern und die Teil­neh­mer*in­nen für die Heraus­for­derun­gen, mit denen die Roma und Sinti kon­fron­tiert sind, zu sen­sibili­sieren. Der Workshop umfasst:

  • Einführung in die Geschichte und aktuelle Lebens­reali­tä­ten von Roma und Sinti
  • Diskriminierung und Romafeindlichkeit: Ursa­chen, Aus­drucks­for­men, Ge­gen­stra­te­gien
  • Gute Praxis: Projekte zur Förderung von Bildung, Integration und Teil­habe
  • Offener Austausch und Diskussion

Der Workshop richtet sich an interessierte Personen aus der Mehr­heits­gesell­schaft sowie Ver­treter*in­nen aus den Behörden, Ämtern, Schulen, Einr­ichtun­gen und Institu­tio­nen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihre Impulse zu diesem wich­tigen Thema.

Anmeldung:
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Facts & Figures (565)

September 11th, 2025  |  Published in Facts & Figures

Im ersten Halbjahr 2025 wur­den in Ös­ter­reich um 41,5 % mehr rechts­extre­me Straf­ta­ten re­gist­riert als im Ver­gleichs­zeit­raum im bis­he­ri­gen Re­kord­jahr 2024.

(Quelle)

Lala (Trailer)

September 9th, 2025  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Ein Film von Ludovica Fales, Italien 2023, 83 min (Website)

Die jungen Romnja Lala, Samanta und Zaga kämpfen in Italien um An­er­ken­nung — ein Land, das sie trotz ihrer Geburt dort nicht als Staats­bür­gerin­nen an­erkennt. Lala, junge Mutter und Teenagerin, navigiert zwischen familiären Traditionen und der urbanen Realität. Im Film ver­schmilzt diese Figur mit Samanta, der Laien­dar­stellerin, die sie spielt, und mit Zaga, der realen Inspi­rations­quelle der Geschichte. In einem Wechsel­spiel von Realität und Fiktion entsteht ein Manifest, das die Stimmen vieler vereint und die Kämpfe und Hoffnun­gen einer Generation mit ver­weigerten Rechten wider­spiegelt.

(Text: Festival This Human World, Wien 2024)

Romani Ora (4.9., 5.9. und 8.9.2025)

September 9th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 4.9.2025 (mp3)

Bereits zum 54. Mal fand die Wirtschaftsmesse „Inform Oberwart“ statt. In der zwei­sprachi­gen Sendung „Romani Ora“ berich­ten wir darüber im aktu­ellen Tages­thema.


Anhören: →Sendung vom 5.9.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA wird Ihnen von Tina Nardai präsen­tiert. Mit dabei sind die Ver­anstal­tungs­hinweise und die Jugend­sendung „Young, wild and free − le ter­nenge“. Darin be­leuch­tet Adi Gussak den Schulanfang.


Anhören: →Sendung vom 8.9.2025 (mp3)

Eine ganze Stunde lang Musik – bereichert mit den Volks­gruppen­nach­rich­ten und der Kultur­rubrik „Kultura hetvi­nate“: Das ist der „Romani Ora“-Musik­mon­tag auf Radio MORA, wie gewohnt mode­riert von Tina Nardai.

„Das Erbe der überlebenden Sinti und Roma“

September 7th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Veranstaltungsplakat (Bild: Forschungsstelle Antiziganismus)Deutsch-tschechische Konferenz zur Erin­ne­rung an den Völ­ker­mord an Sinti und Roma in Prag

Vom 11. bis 13. September 2025 findet in Prag bzw. in der Gedenkstätte in Lety eine deutsch-tsche­chische Konfe­renz statt. Anlass ist der 80. Jahrestag des Endes des Zwei­ten Weltkriegs. Unter dem Titel „Das Erbe der über­leben­den Sinti und Roma über Gene­ratio­nen hinweg. An­erken­nung, Ver­antwor­tung und Heraus­for­derun­gen 80 Jahre nach dem Zweiten Welt­krieg“ kommen Nach­fahren von Über­leben­den, Aktivis­tinnen und Aktivisten, Histo­rikerin­nen und Historiker, Forschende sowie Ver­treterin­nen und Vertreter öffent­licher Institu­tionen aus Deutschland und Tschechien zu­sammen.

Die Konferenz wird von der Forschungsstelle Antiziganismus der Univer­sität Heidelberg und dem Institut für Zeit­geschichte der Tsche­chi­schen Akademie der Wissen­schaften orga­nisiert. Dis­kutiert werden Fragen der Erin­ne­rungs­kultur in beiden Ländern, die ethischen Dimen­sionen der Forschung zum Völkermord an Roma und Sinti, die trans­generatio­nelle Weiter­gabe von Traumata sowie die Per­spektive der zweiten und dritten Generation. Ein weiterer Schwer­punkt liegt auf der kritischen Aus­einander­setzung mit Dokuvmenten von Täterin­nen und Tätern und ihrer Rolle in der histo­rischen Auf­arbeitung.

„Am meisten freut mich, dass so viele Nachkommen von Überlebenden aus Tschechien und Deutschland unserer Ein­ladung gefolgt sind. Einige von ihnen tragen ent­weder direkt zur Organi­sation der Kon­ferenz bei oder halten Vorträge. Dank ihrer Teil­nahme wird dies eine wirklich außer­gewöhn­liche Ver­anstal­tung, bei der die Vertreter aller über­lebenden Gene­rationen die für sie wichtigen Themen an­sprechen können“, erklärt die Historikerin Renata Berkyová von der Tsche­chi­schen Akademie der Wissen­schaften gegen­über dem tsche­chischen Nach­richten­server Romea.cz. Sie ist eine der Organi­sato­rin­nen der Kon­fe­renz.

Am Anfang des dreitägigen Programms steht am 11. September 2025 die Premiere zweier Dokumentarfilme. Im Prager Kino „Ponrepo“ werden zwei Filme über die zweite Genera­tion von Holocaust-Über­leben­den gezeigt: die deutsche Pro­duk­tion „Auschwitz verlassen“ (2024, Regie: Margitta Steinbach, 30 Minuten) und der tsche­chische Doku­mentar­film „Když se bolest dědí“ („Wenn Schmerz vererbt wird“, 2025, 40 Minuten, Regie: František Bikár und Renata Berkyová). Die Vor­führung wird be­gleitet von einer Podiums­dis­kussion mit den Filme­macherin­nen und Pro­tago­nisten.

Am 12. September findet die eigentliche Fachkonferenz mit drei internatio­nal besetzten Panels statt. Read the rest of this entry »

Romani Ora (28.8., 1.9., 2.9. & 3.9.2025)

September 5th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 29.8.2025 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie neben der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ natür­lich auch unsere Ver­anstal­tungs­hin­weise und die ab­wechs­lungs­reichs­ten Roma-Songs im Mix mit Ihren Wunsch­nummern.


Anhören: →Sendung vom 1.9.2025 (mp3)

Im „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA hören Sie die schöns­ten Roma-Songs. Feurig, rhyth­misch und voller Energie begle­iten wir Ihren Start in die neue Woche.


Anhören: →Sendung vom 2.9.2025 (mp3)

Das neue Projekt „Wir häkeln laut“ vom Verein „Frauen für Frauen Burgenland“ fand im Oberwarter Stadtgarten statt. Emilia Nemeth berichtet darüber in der „Romani Ora“ auf Radio MORA. Mit der aus­gewählter Roma-Musik be­gleitet Sie Tina Nardai durch den Vor­mittag.


Anhören: →Sendung vom 3.9.2025 (mp3)

Im aktuellen Tagesthema berichtet Emilia Nemeth über die „BookTalks“-Reihe der AK Burgenland. Im Ober­warter Stadtgarten las Rudi Hochwarter aus seinem neuesten Werk. Dazu ver­sorgen wir Sie mit den inter­nationa­len Volks­gruppen­nach­richt­en in Deutsch und Burgenland-Romani.

Sommerschule / Linajakeri ischkola

September 4th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 3.9.2025 | 4:36 min

Farajn Roma-Service: Linajakeri ischkola / Roma-Hort des Vereins Roma-Service

Imar poar berscha o farajn Roma-Service le Romane tschavenge duj kurke anglo kesdipe la isch­kolatar i linajakeri ischkola kerel. Te ada bersch o mesch­terkiji gondi pumenge saj phari­peskere punk­tscha be­scharde on. O programo igen baro sina taj o daja taj dada sar te o Romane tschave i linaja­keri ischkola ando farajn Roma-Service meresch aun len. But pro­jek­tscha sar keripe le vulka­nistar taj o kher rodipe le ORF-Bur­gen­landis­tar o si­kadipe la Roma redak­cijatar upro programo la linaja­kera isch­kolatar ter­dschino. O li­najakere nugo­dinip­tscha ar hi taj o tschave akan papal andi ischkola phiren.

Der Verein Roma-Service bietet schon längere Jahre für die Roma-Kinder die Sommer­schule an. Zwei Wochen vor Schul­beginn werden mit den Roma-Kindern vers­chiedene Akti­vitäten, Projekte sowie eine Exkursion durch­geführt. Dieses Jahr wurde eine Fahrt zum ORF-Landes­studio Burgenland geplant. Read the rest of this entry »

NS-Rasseakten: Archiv kooperiert mit Zentralrat

September 2nd, 2025  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft

Deutschland: Luftbild des Bundesarchivs in Koblenz (Quelle: BArch, B 198 Bild-2016-0922-001 / Weber, Günter (Download Presse+Medien)Zeichen setzen in Zeiten eines wachsen­den Anti­ziga­nis­mus: Deut­sches Bun­des­archiv und Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma schlie­ßen Ko­ope­ra­tions­ver­ein­ba­rung

Das Bundesarchiv und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma haben eine Ko­opera­tions­ver­ein­ba­rung ge­schlos­sen. Am 1. Sep­tember unter­zeich­neten Romani Rose, Vor­sitzen­der des Zentral­rates Deutscher Sinti und Roma, und Michael Hollmann, Präsident des Bundes­archivs, die Ver­ein­barung in Heidelberg. Damit soll in Zeiten eines wach­senden Anti­ziganis­mus in der Gesell­schaft ein Zeichen gesetzt und gleich­zeitig die Aufklärung über die natio­nal­sozia­lis­tische „Rassenforschung“ weiter ver­bessert werden. In Erin­nerung an die im natio­nal­sozialis­tisch be­setzten Europa ermor­deten rund 500.000 Sinti und Roma wurde zuletzt am 2. August der „Euro­päische Tag des Gedenkens an den Genozid an Sinti und Roma“ be­gangen.

Die Unterzeichnung fand 44 Jahre nach der Besetzung des Univer­sitäts­archivs Tübingen statt, in dem nach dem Zweiten Weltkrieg NS-Akten der „Rassen­hygieni­schen und Bevöl­kerungs­biolo­gi­schen Forschungs­stelle“ (RHF) lagen, die in der NS-Zeit als Planungs­grundlage für den Holocaust an Sinti und Roma dienten und die in der Nach­kriegs­zeit für rassistische Forschungen miss­braucht wurden. Am 1. Sep­tember 1981 hatten 18 Sinti das Uni­versitäts­archiv besetzt, darunter auch Holo­caust­über­lebende und Romani Rose, und die Über­führung der ent­sprechen­den NS-Akten in das Bundesarchiv ge­fordert. Die Unterlagen werden seit­dem im Bestand R 165 im Bundes­archiv verwahrt.

Ein besonders bekanntes Beispiel für rassistische Forschungen in Tübin­gen war Sophie Ehrhardt, die bis 1968 als Anthro­pologin der Univer­sität Tübingen tätig war und un­behelligt die NS-Rasseakten für ihre anti­ziganis­tischen For­schungen über Sinti und Roma nutzte. Erhardt war während der NS-Zeit dem national­sozialis­tischen Rassen­theoreti­ker Robert Ritter unter­stellt. Dieser war Leiter der „Rassen­hygieni­schen For­schungs­stelle“ und bestimmte auf An­weisung von Reichs­führer SS Heinrich Himmler „wissenschaftlich“ die „Rassen­zu­ge­hörig­keit“ von Sinti und Roma, wodurch deren syste­matische Erfassung, die Deportation und Ermordung in Kon­zentra­tions­lagern er­mög­licht wurde.

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Kulturfestival „Djelem Djelem“ in Dortmund

September 2nd, 2025  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Djelem Djelem 2025: das größte Roma-Kulturfestival in Deutschland Das Festival „Djelem Djelem“ feiert die Kultur der Sinti und und Roma mit vielen Ver­an­stal­tungen

Pressemitteilung der Stadt Dortmund: Zum zwölften Mal lädt das Kulturfestival „Djelem Djelem“ Besu­cher*in­nen im Sep­tem­ber zu zahl­reichen Ver­an­stal­tun­gen ein: Beim größ­ten Kultur­festi­val der Sinti und Sin­tizze und Roma und Romnja in Deutschland kön­nen Besu­cher*in­nen in die Kunst, Kultur, Ge­schichte und Gegen­wart der Sinti und Sintizze und Roma und Romnja ein­tau­chen.

Beim Kulturfestival stehen vom 1. bis zum 15. September Themen und Ver­anstal­tun­gen im Fokus, die Roma und Romnja und Sinti und Sintezze be­wegen. Das Festival lädt mit Konzerten, Aus­stellun­gen, Filmen, Fort­bildungen und Begeg­nungen dazu ein, diese Kulturen kennen­zu­lernen und zu feiern. Das Gros der Ver­anstal­tun­gen ist kosten­los. Ver­anstal­tet wird das Festival von der Stadt Dortmund zusam­men mit vielen Ko­opera­tions­partnern – darunter AWO Dortmund, Romano Than e.V. und dem Keuning.haus.

Nachwuchstalent Susey erobert mit 13 Jahren die Bühne

Zu den Höhepunkten gehört nach dem großen Erfolg aus dem vergangenen Jahr die zweite Ausgabe von „Mari Gilia – Nacht der Sinti-Kultur“ am 9. Septem­ber im Keuning.haus. Die Musik­ver­anstal­tung will musikali­schen Talenten, die oft dem breiten Publikum un­bekannt sind, eine Plattform bieten. Viele junge Musiker*in­nen aus Dort­mund sind dabei. Aber auch Talente aus der weiteren Um­gebung, wie die 13-jährige Susey Wendy, eine Soul- und Jazz-Sän­gerin aus Freinsheim in Rheinland-Pfalz, die schon einige Erfolge vor­weisen kann. Im Juni nahm Susey zum ersten Mal an einem Gesangs­wett­bewerb teil und gewann direkt den „Welcome to Europe Song Contest“. 120 Künstler*innen aus neun Nationen kämpften um den Sieg, doch Susey konnte mit ihrem Song „Diesen Weg“ über­zeugen. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur För­derung der jungen Taltente“, so Kultur­dezer­nent Jörg Stüdemann.

Ein weiteres großes Musikfestival ist das Balkan-Familien-Fest „Balkan Beatz“ am Freitag, 12. Septem­ber, von 18 bis 22 Uhr auf dem Friedens­platz Dort­mund. Mit auf der Bühne sind die Denorecords Balkan Show und Live-Acts „Skennybeatz“, „Mr. Sero“, „Muamet“, „Devin“ sowie „DJ Maki & DJ Gabriel“.

Familienfeste und feministische Abende

„Das traditionelle Familienfest am Sonntag, 7. September, ist ein weiterer Höhe­punkt“, so Hassan Adzaj von Romano Than. Der Verein ver­anstaltet dieses Fest auf dem Nordmarkt. In diesem Jahr tritt dort die Romani-Brass-Gruppe „Urgani Germanei“ auf, außer­dem gibt es ein großes Spiel- und Spaß-An­gebot für Kinder. Read the rest of this entry »