Kulturfestival „Djelem Djelem“ in Dortmund

September 2nd, 2025  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Djelem Djelem 2025: das größte Roma-Kulturfestival in Deutschland Das Festival „Djelem Djelem“ feiert die Kultur der Sinti und und Roma mit vielen Ver­an­stal­tungen

Pressemitteilung der Stadt Dortmund: Zum zwölften Mal lädt das Kulturfestival „Djelem Djelem“ Besu­cher*in­nen im Sep­tem­ber zu zahl­reichen Ver­an­stal­tun­gen ein: Beim größ­ten Kultur­festi­val der Sinti und Sin­tizze und Roma und Romnja in Deutschland kön­nen Besu­cher*in­nen in die Kunst, Kultur, Ge­schichte und Gegen­wart der Sinti und Sintizze und Roma und Romnja ein­tau­chen.

Beim Kulturfestival stehen vom 1. bis zum 15. September Themen und Ver­anstal­tun­gen im Fokus, die Roma und Romnja und Sinti und Sintezze be­wegen. Das Festival lädt mit Konzerten, Aus­stellun­gen, Filmen, Fort­bildungen und Begeg­nungen dazu ein, diese Kulturen kennen­zu­lernen und zu feiern. Das Gros der Ver­anstal­tun­gen ist kosten­los. Ver­anstal­tet wird das Festival von der Stadt Dortmund zusam­men mit vielen Ko­opera­tions­partnern – darunter AWO Dortmund, Romano Than e.V. und dem Keuning.haus.

Nachwuchstalent Susey erobert mit 13 Jahren die Bühne

Zu den Höhepunkten gehört nach dem großen Erfolg aus dem vergangenen Jahr die zweite Ausgabe von „Mari Gilia – Nacht der Sinti-Kultur“ am 9. Septem­ber im Keuning.haus. Die Musik­ver­anstal­tung will musikali­schen Talenten, die oft dem breiten Publikum un­bekannt sind, eine Plattform bieten. Viele junge Musiker*in­nen aus Dort­mund sind dabei. Aber auch Talente aus der weiteren Um­gebung, wie die 13-jährige Susey Wendy, eine Soul- und Jazz-Sän­gerin aus Freinsheim in Rheinland-Pfalz, die schon einige Erfolge vor­weisen kann. Im Juni nahm Susey zum ersten Mal an einem Gesangs­wett­bewerb teil und gewann direkt den „Welcome to Europe Song Contest“. 120 Künstler*innen aus neun Nationen kämpften um den Sieg, doch Susey konnte mit ihrem Song „Diesen Weg“ über­zeugen. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur För­derung der jungen Taltente“, so Kultur­dezer­nent Jörg Stüdemann.

Ein weiteres großes Musikfestival ist das Balkan-Familien-Fest „Balkan Beatz“ am Freitag, 12. Septem­ber, von 18 bis 22 Uhr auf dem Friedens­platz Dort­mund. Mit auf der Bühne sind die Denorecords Balkan Show und Live-Acts „Skennybeatz“, „Mr. Sero“, „Muamet“, „Devin“ sowie „DJ Maki & DJ Gabriel“.

Familienfeste und feministische Abende

„Das traditionelle Familienfest am Sonntag, 7. September, ist ein weiterer Höhe­punkt“, so Hassan Adzaj von Romano Than. Der Verein ver­anstaltet dieses Fest auf dem Nordmarkt. In diesem Jahr tritt dort die Romani-Brass-Gruppe „Urgani Germanei“ auf, außer­dem gibt es ein großes Spiel- und Spaß-An­gebot für Kinder. Am Abend prä­sentieren ab 18:30 Uhr im Schauspiel Dortmund die Sängerin und Aktivistin Tayo Awosusi-Onutor und Dr. Isidora Randjelović, Projekt­leite­rin der Romani-Akademie, ge­mein­sam das feminis­tische Rom:nja-Archiv RomaniPhen. Im Zentrum dieses Abends stehen Roma­ni-Wissen, Selbst­organi­sation und die Kraft künstle­rischer Aus­drucks­formen. Im An­schluss wird die Sängerin TAYO mit ihrer Musik unter­halten.

Veranstaltungen zur Geschichte und Gegenwart

Neben vielen Kulturveranstaltungen gibt es auch eine Reihe von Diskussionen und Fortbildungen. Am Mittwoch, 3. Septem­ber, ist Wolfgang Benz im Rathaus zu Gast und bringt mit seinem Buch „Zukunft der Erin­nerung“ sicher auch viel Ge­sprächs­stoff mit. Wie kann zeit­gemäßes und an­gemes­senes Erinnern aussehen? Wie können jüngere Genera­tionen der Ver­gangen­heit gedenken, ohne von ihr erdrückt zu werden? Das sind Fragen, die der 84-jährige Historiker ab 18 Uhr mit dem Publikum erörtert. Wolfgang Benz ist ein Vertreter der Vor­urteils­for­schung, der Antisemitismus­forschung und der National­sozialis­mus-For­schung und hat sich beson­ders um die jüngere Generation und ihre Sicht auf die Ver­gangen­heit bemüht.

Auch Filme laden zur Diskussion ein. So wird es am Freitag, 5. September, im Studio B der Stadt- und Landes­bibliothek erste Einblicke in ein beson­deres Film­projekt geben: „UNBROKEN – The Song of Survivors“ ist ein visuell auf­wendig pro­duzier­tes Anime-Musical, das bekannte und un­bekannte Sinti und Roma ihre Ge­schichte selbst er­zählen lässt.

Das komplette Programm des Kulturfestivals: djelemdjelemfestival.de

(Text: Stadt Dortmund, Presse-service.de)

Comments are closed.