Oberösterreich: Gedenkstein für Burgenlandrom

September 28th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Enthüllung eines Stolpersteins auf dem Schlossplatz in Vorchdorf (Be­zirk Gmunden) für einen der Roma-Zwangs­arbei­ter beim Bau der Reichs­auto­bahn

Symbolisch wurde heute Sonntag ein Stolperstein für einen der Roma-Zwangs­arbei­ter beim Reichs­autobahn­bau Vorchdorf und bei der Ent­wässerung Ibm-Waidmoos während der NS-Zeit verlegt, für Peter Horvath aus der Gegend von Heiligenkreuz im Lafnitztal im Burgenland. Horvath wurde 1941 mit anderen Leidens­genos­sen (ge­mein­sam mit dem minder­jährigen Franz Horvath und Josef Papai) ver­mutlich mit der Bahn von Vorchdorf ins Lager Weyer verlegt und von da gegen Jahres­ende zur Er­mordung ins be­setzte Polen de­portiert.

Die Stolpersteinverlegung ist Resultat neuer Erkennt­nisse zum Sklaven­einsatz öster­rei­chi­scher Roma bei Hitlers Autobahn­pro­jekten im Gau Oberdonau (Oberösterreich).

Ansprachen waren vorgesehen von: Bürgermeister Johann Mitterlehner, der Kultur­aus­schuss­vor­sitzen­den Bettina Hutterer, Josef Schmidt vom Verein Roma-Service u. a. An­schlie­ßend fand eine Ver­anstal­tung mit Referaten statt. Vorträge hielten Bruno Schernhammer, Ludwig Laher (Website) u. a. zur Roma-Zangs­arbeit beim Reichs­auto­bahnbau sowie zum „Zigeuner­an­halte­lager“ Weyer-St. Pantaleon. Nicole Sevik sprach von der Geschichte ihrer Groß­mutter Rosa Winter, die als ein­zige ihrer Familie das NS-Regime überlebte.

(Veranstaltungsankündigung: www.erinnern.at)

Siehe dazu auch:
Ludwig Laher: Letzte Ausfahrt Knochenmühle Kulmhof, in: Der Standard, 23.9.2025


Comments are closed.