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Versicherheitlichung der osmanischen Roma

Juli 29th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Wissenschaft

Yücel Meheroğlu (2024): Der historische Versicher­heit­li­chungs­prozess der Osma­ni­schen-Tür­ki­schen Roma (1908-1951)

Phil. Diss., Technische Uni­ver­­si­tät Berlin (Fakultät I – Geistes- und Bildungswissenschaften), 642 S.

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Abstract (Link):

Im Mittelpunkt der Dissertation steht die politische Konstruk­tion der osmani­schen-tür­kischen Roma als ein Sicher­heits­problem im Zuge des 20. Jahr­hunderts (1908–1951). Die Arbeit baut auf der Hypothese auf, dass eine von Sicher­heits­akteuren ver­folgte Ver­sicher­heitli­chungs­politik inner­halb des osma­nisch-tür­kischen Staats­apparates Roma als eine fragile Gemein­schaft in der heutigen Türkei hervor­gebracht hat, die weitest­gehend in ihren Staats­bürger­rechten be­schnitten ist. Dieser Politik ist die Zu­schrei­bung als „Zigeuner“ in­härent und die sie damit als eine rassiali­sierte Gemein­schaft konsti­tuierte. Anhand des Themen­komple­xes Mobilität, Migration und Staats­bürger­schaft werden die Kon­tinui­täten und Zäsuren dieser Politik zwi­schen dem Osma­nischen Reich und der Türkei unter Heran­ziehung einer Fülle von Quellen­materia­lien analy­siert. Die sich hieraus er­geben­den zentra­len Fragen sind die fol­genden: Wann, wie und von wem wurde der Sicher­heits­diskurs um die Roma generiert? In welchen Dis­kursen und Praktiken schlug sich dieser nieder? Diese histori­sier­baren Pro­zesse und Dynami­ken versucht die Autorin anhand der metho­dolo­gischen Kom­bina­tion von Ver­sicher­heitli­chung (securitization) und Ge­schichts­wissen­schaft zu erfassen. Gleichzeitig ist es ein An­liegen der Dissertation, die Geschichts­losig­keit zu be­enden und Roma als histori­sche Akteure und damit als orga­nischer Teil der modernen os­mani­schen-tür­kischen Geschichte sichtbar zu machen.

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