Dezember 4th, 2017 |
Published in
Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Slowakei: Gelungene Integration von Roma
Das Erste: Europamagazin vom 3.12.2017
>>Zum TV-Beitrag: Das Erste (online bis 3.12.2018)
In der Slowakei leben Roma meist ohne Job am Rand der Gesellschaft. Der Bürgermeister des kleinen Dorfes Spišský Hrhov (Prešovský kraj) wollte das nicht länger hinnehmen. Die rund 350 Roma des Ortes stellen immerhin ein Fünftel der Bevölkerung. Bürgermeister Vladimír Ledecký hat einen Gemeindebetrieb nur für Roma gegründet und damit Arbeitsplätze und bescheidenen Wohlstand geschaffen. Zunächst waren die Dorfbewohner skeptisch, aber inzwischen hat der Bürgermeister den ganzen Ort hinter sich. Sein Erfolgsrezept: Ganz viel Eigeninitiative, Hartnäckigkeit und Engagement. Der Gemeindebetrieb mit den Roma finanziert sich selbst, durch gärtnerische und landschaftsgestalterische Arbeiten. Staatliche Zuschüsse gibt es nicht.
(Autor: Jürgen Osterhage)
Siehe auch:
Slovak Village Prospers in Partnership With Roma Residents It Once Shunned (New York Times, 9.9.2017)
Dezember 3rd, 2017 |
Published in
Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak
Akademija Gereci – O dschivipe le Romendar
Am 7. November 2017 fand die Ausstellungspräsentation „Take a look into my life“ in der Grazer Akademie statt. Im Rahmen dieser Eröffnung gab es eine Podiumsdiskussion, bei der einige Romavertreter anwesend waren. 2015 endete die Roma-Dekade, die sich wesentliche Verbesserungen der Lebensbedingungen von Roma in Europa zum Ziel gesetzt hatte. Es wurde über verschiedene Roma-Projekte und Projektpolitik gesprochen. Auch erwähnt wurden die Herausforderungen, denen die Volksgruppenangehörigen in der Arbeitswelt gegenüberstehen. Es diskutierten: Emmerich Gärtner-Horvath vom Verein Roma-Service und Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma, Michael Teichmann, Projektleiter von Zorrom, und Tina Friedreich, slowenische Romni und ebenfalls Mitarbeiterin beim Projekt Zorrom. Auch am Podium war die Leiterin der Akademie Graz, Astrid Kury. Es kamen auch Zuhörer aus dem Publikum zu Wort. Bei der Ausstellung gibt es elf Poster, die die „wichtigsten Wörter“ der Roma beinhalten.
Ando 7to novemberi 2017 i artschijipeskeri presentacija „Take a look into my life“ andi Akademija Gereci sina. Ando keripe le pradipestar jek podijumakeri diskusija dija, kaj Romengere fatretertscha use sina. 2015 i Romengeri dekada kisetintscha, savi peske o feder keripe le dschivipeskere situacijendar le Romendar andi Europa uso cil beschartscha. Pedar mindenfelitike Romengere projekti taj pedar projektoskeri politik vakerdo ulo. Read the rest of this entry »
Dezember 2nd, 2017 |
Published in
Einrichtungen, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Radio RomaRespekt #23: „Was stört’s euch, wenn Leute betteln?“
Sendung vom 4.11.2017: In Dresden. Lokale Zeitungen hatten erst über Menschen berichtet, die in der Innenstadt musizieren, dann über Menschen, die dort betteln, dann über Kinder, die dabei sind, wenn ihre Eltern betteln. Die Medien pauschalisieren alle diese Menschen zu Roma. Es sind nur einige wenige Familien in Dresden, die betteln. Dennoch empfindet man dort diese Wenigen als Sicherheitsproblem, die nichts weiter tun, als ihre Hand auszustrecken. Die Stadtverwaltung von Dresden hat nun eine neue Polizeiverordnung entworfen. Mit Law and Order soll gegen Armut vorgegangen werden – oder vielmehr gegen die Armen. In Dresden soll das Betteln verboten werden, die Armen sollen aus der Stadt verdrängt werden, und das Betteln mit Kinder soll sogar mit einer Strafe von 1.000 € geahndet werden. Das Ganze ist von einem rassistischen und armenfeindlichen Diskurs in der Öffentlichkeit Dresdens begleitet. Es regt sich Widerspruch, es gründete sich die Dresdner Bettellobby nach dem Wiener Vorbild (wir berichteten). In der Sendung sprechen dazu Gjulner Sejdi vom Leipziger Verein Romano Sumnal, Dieter Wolfer vom Treberhilfe Dresden e.V. – beide sind Teil der Dresdner Bettellobby, der Politikwissenschaftler Markus End sowie Simonida Selimovic und Sandra Selimovic – beide sind bei der Wiener Bettellobby aktiv.
(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)
BettelLobby Dresden: Read the rest of this entry »
Dezember 1st, 2017 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Jennifer Papai und Josef Horvath, Fotos: Julius Horvath
Reise in die Vergangenheit
Suboton, ando 14to oktoberi 2017, Roma Erbatar, ande Mauthausen upro drom pumen kerde. Odoj phukavlahi o Daniel Tsoll pedar o dschivipe ando logeri Mauthausen. Maschkar 1938 taj 1945 valami 190.000 manuscha andar buteder sar schtarvardesch nacijontscha ando logertscha Mauthausen taj Gusen vaj ande jek avral paschluno logeri, and tschapim sina. Odolendar valami 90.000 manuscha murdarde ule, telal lende, te burgenlanditike Roma. O logeriskero gondolipeskero than Mauthausen, adi jek internacijonali than le palgondolipestar taj le historischi-politische sikadipestar hi.
Am Samstag, den 14. Oktober 2017 machten sich Roma aus Oberwart auf den Weg nach Mauthausen. Dort erzählte Daniel Tsoll über das Geschehene im KZ Mauthausen. Zwischen 1938 und 1945 waren etwa 190.000 Menschen aus mehr als vierzig Nationen in den Konzentrationslagern Mauthausen und Gusen oder in einem der Außenlager inhaftiert. Mindestens 90.000 Personen wurden getötet, darunter auch burgenländische Roma. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen ist heute ein internationaler Ort der Erinnerung und der historisch-politischen Bildung.
(Jek keripe la Jennifer Papijatar taj le Josef Horvathistar, kipi: Julius Horvath)