Archive for März 11th, 2010

Ausgrenzung als Bildungsstrategie

März 11th, 2010  |  Published in Jugend & Bildung, Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Romaschüler in slowakischer Sonderschule (Foto: Caritas Graz)Kopfschüttelnd und ein wenig ratlos kommentiert der „Pester Lloyd“ die Pläne des slowakischen Premiers Robert Fico, Romakinder aus ihrem familiären und sozialen Umfeld zu lösen und in speziellen Internaten unterzubringen. Der Missstand der schulischen Segregation, der seit Jahrzehnten katastrophale Folgen zeitigt, werde so offiziell zum Grundprinzip der „Bildungsoffensive“ erklärt – das Abschieben in die Sonderschule würde zum Standardmodell.

Der Regierungschef weiß natürlich, dass der Slowakei dadurch ein internationaler Sturm der Entrüstung ins Haus steht: „Es wird großen Mutes bedürfen und zweifellos werden sich alle aus dem Menschenrechtsbereich über uns hermachen. (…) Jede atypische Vorgehensweise bei der Lösung der Roma-Problematik wird bestimmt angegriffen.“ Doch Ficos populistisches Wahlkampfmanöver könnte in der Slowakei – nach dem Motto „Man steckt die Bagage ein paar Jahre ins Lager, am Ende kommen gekämmte Slowaken wieder heraus“ – durchaus auf breite Zustimmung stoßen: „Weil es keine schnell realisierbaren Alternativen gibt, wird Internierung und Ausgrenzung zu einer sauberen Lösung erklärt und als solche akzeptiert werden. Das ist eine gesellschaftliche Kapitulationserklärung.“ Umso mehr, als einige zentrale Fragen zu Ficos Vorhaben noch nicht einmal angesprochen wurden:

Werden die Kinder in die insulanische Glückseligkeit zwangseingewiesen, so wie sie zuvor mitunter pauschal für geistesgestört [erklärt] und in Sonderschulen gesteckt wurden? Angeblich ist das Projekt freiwillig, aber was sind dann die Alternativen? Wieder die Sonderschulen? Betrifft das Internat nur die Grundschulzeit oder geht der parallele Bildungsweg bis ins Gymansium, wird es bald eigene Romahochschulen geben? Wann stoßen die „Sonderschüler“ wieder auf das richtige Leben? Welche psycho-sozialen Auswirkungen hat ein Internatsleben auf sechs- bis zehnjährige Roma, die bekanntermaßen traditionell besonders im Familienverband verankert sind? Read the rest of this entry »

Ehrung für Renata M. Erich & Rudolf Sarközi

März 11th, 2010  |  Published in Ehrungen & Nachrufe


Ehrung in Wien (li. R. Sarközi, 2. v. re.: Renata Erich) (Foto: rk-Fotodienst/Alexandra Kromus)Mit unermüdlicher Energie:
Verdienstzeichen für Renata M. Erich

Bei einem Festakt im Wiener Rathaus wurde am Montag Renata M. Erich mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Die ehemalige Fernsehjournalistin hat für den Wiener Roma-Verein „Romano Centro“ seit dessen Gründung mit unermüdlicher Energie gearbeitet. Bereits 1993 beendete Erich ihre Anstellung beim Bayrischen Fernsehen, um sich ganztägig der Arbeit im „Romano Centro“ zu widmen. Unter ihrer Leitung entwickelte sich der Verein zu einer effizienten Interessensvertretung der Roma und brachte es zu internationalem Ansehen

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Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit war die Organisation einer Lernbetreuung für Roma-Schulkinder bei den Familien zu Hause. Renata M. Erich war und ist für dieses Projekt Initiatorin und treibende, aufrechterhaltende Kraft. Stadträtin Sandra Frauenberger: „Frau Erichs Verdienste im Kampf gegen die Marginalisierung von Roma-Kindern in der Gesellschaft und an den Schulen können nicht hoch genug eingeschätzt werden. Menschen wie Sie, die sich für benachteiligte Gruppen einsetzen, um ihnen den sozialen Aufstieg zu erleichtern, und die sich für den Dialog, das Miteinander und ein gutes, respektvolles Zusammenleben stark machen, leisten für diese Gesellschaft unbezahlbare Dienste.“

Brückenbauer und Gallionsfigur: Rudolf Sarközi

Sandra Frauenberger würdigte den Vorsitzenden des Volksgruppenbeirates der Rom Rudolf Sarközi als einen Brückenbauer bei der feierlichen Überreichung des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien. Sandra Frauenberger hob die Leistungen Sarközis in ihrer Rede im Wappensaal des Wiener Rathauses hervor. „Professor Sarközi war und ist eine mahnende Stimme, niemals den Schrecken des Nationalsozialismus zu vergessen. Gerade deshalb setzt er sich so unermüdlich für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ein.“ Read the rest of this entry »