Einrichtungen

Bundes­prä­si­dent trifft Volksgruppen-Vertreter

April 1st, 2017  |  Published in Einrichtungen, Politik

Empfang der Volksgruppen-Vertreter in der Präsidentschaftskanzlei: Emmerich Gärtner-Horvath und Andreas SarköziAm 21. März empfing Österreichs Bundes­prä­si­dent Alexander Van der Bellen die Re­prä­sen­tan­ten aller staat­lich anerkannten Volks­gruppen in der Prä­­si­­­dent­­­schafts­­­kanz­­lei. Bei dem Treffen mit den Vor­­sitzen­den und stell­ver­tre­ten­den Vor­sitzen­den der sechs Volks­gruppen­beiräte besprach er die aktuelle Situation der ös­ter­reichi­schen Volksgruppen – von Bil­dungs­fra­gen bis zur No­vellierung des Presseförderungsgeset­zes. Für die Volks­gruppe der Roma nahmen der neue Beirats­vor­sitzen­de Emmerich Gärtner-Horvath (Verein Roma-Service) und der stell­ver­tre­ten­de Vor­sitzen­de Andreas Sarközi (Kulturverein) an dem Ge­spräch teil.

(dROMa)

GfbV-Gründer Tilman Zülch hört auf

März 29th, 2017  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Tilman Zülch zieht sich zurück (Foto: Werner Fuhrmann/GfbV.de)Ein Le­ben für die Men­schen­rech­te von Min­der­hei­ten welt­weit

Nach fast 50 Jahren beendet einer der pro­fi­lier­tes­ten Menschen­recht­ler Deutsch­lands, Tilman Zülch, sei­ne Tä­tig­keit als Ge­neral­sekre­tär der Gesell­schaft für bedrohte Völker (GfbV). Künf­tig wird der 77 Jah­re alte GfbV-Grün­der die GfbV-Kam­pagnen be­ratend beglei­ten. Die poli­ti­sche Leitung der Men­schen­rechts­organi­sa­tion über­nimmt der lan­gjährige GfbV-Asien- und Afrika-Ex­pe­rte Ulrich Delius.

In einer Dokumentation zum 50-jährigen Be­ste­hen der GfbV wird Tilman Zülch den kon­sequen­ten Kampf der GfbV gegen Völker­mord und Massen­ver­trei­bung ethni­scher sowie re­ligiö­ser Min­der­hei­ten und indi­gener Ge­mein­schaf­ten seit 1968 fest­halten. Die GfbV ging aus der von den da­ma­li­gen Ham­bur­ger Studen­ten Zülch und Klaus Guercke 1968 ge­grün­de­ten „Aktion Biafra-Hilfe“ her­vor. Mit Tilman Zülch an der Spitze ist die GfbV immer wieder gegen den Strom geschwom­men und hat sich nicht zu­letzt für Volks­gruppen ein­gesetzt, „von denen keiner spricht“, so der Titel eines der von Zülch heraus­ge­ge­be­nen Bücher.

1979 bis 1981 machte die GfbV den bis dahin tabui­sier­ten Holocaust an Sinti und Roma bekannt. Der von Zülch 1979 heraus­ge­ge­bene Band „In Auschwitz vergast, bis heute verfolgt“ (mit einem Vor­wort des Phi­lo­sophen Ernst Tugendhat), ein ge­mein­sam mit dem Verband deutscher Sinti unter Romani Rose or­ga­ni­sier­ter Trauer­marsch zur KZ-Gedenk­stätte Bergen-Belsen (1979) mit der da­ma­li­gen Prä­si­den­tin des Europa­par­la­ments Simone Veil und Heinz Galinski, da­ma­li­ger Prä­sident des Zentral­rats der Juden in Deutschland, so­wie schließ­lich der Inter­na­tio­na­le Roma-Kongress (1981) in Göttingen unter Schirm­herr­schaft von Simon Wiesenthal und Indira Ghandi mit 400 Roma-De­le­gier­ten aus 26 Staaten und fünf Kon­tinen­ten brachten den Durch­bruch: Der Genozid wurde von der Bundes­regierung an­er­kannt. Staaten­lose Sinti er­hielten ihre deutsche Staats­bürger­schaft zurück, die Be­zeich­nung Sinti/Roma an­stelle von Zigeuner wur­de durch­gesetzt und die neu ent­stande­nen Insti­tu­tio­nen der Volks­gruppe wurden nun staat­lich ge­för­dert.

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„Doppeltes Unrecht“

März 26th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Der BGH stellt sich seiner Geschichte: Broschüre "Doppeltes Unrecht" „Doppeltes Unrecht – ein späte Entschuldigung“

Gemeinsame Publikation des deutschen Bundes­ge­richts­hofs und des Zentral­rats Deut­­scher Sin­ti und Roma

Am 17. Februar 2016 fand das gemeinsame Symposium des Bun­des­gerichts­hofs und des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma zur Auf­arbei­tung der Ent­schä­di­gungs­recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs aus den 1950er Jah­ren be­tref­fend die na­tionalsozialistische Ver­fol­gung von Sinti und Roma statt. Die Er­geb­nis­se des Sym­po­si­ums wur­den nun in einer ge­mein­sa­men Publi­ka­tion des Bundesgerichtshof und des Zentral­rats ver­öf­fent­licht. Die Broschüre ent­hält al­le Beiträge der Ver­anstal­tung – ein­schließ­lich der bei­den Vor­träge von Herrn Prof. Dr. Dr. Ingo Müller und Herrn Richter am Bun­des­ge­richts­hof a. D. Dr. Detlev Fischer – so­wie die Urteile des Bundesgerichtshofs vom 7. Ja­nuar 1956, die den Ge­gen­stand des Sym­po­si­ums bil­de­ten.

Aus dem Vorwort:

„Eine späte Entschuldigung in symbo­li­scher Weise wie auch ganz expli­zit zum Aus­druck zu brin­gen, war der tra­gen­de Ge­dan­ke des Symposiums, das am 17. Februar 2016 in den Räu­men des Bundesgerichtshofs statt­ge­fun­den hat. Die Ent­schul­di­gung gilt den Sinti und Roma, de­nen durch die Ent­schä­di­gungs­recht­sprechung des Bun­des­ge­richts­hofs in den 50er Jahren wei­teres Unrecht wider­fah­ren war. Durch eine Rechtsprechung, die die ras­sis­ti­sche Moti­va­tion der Verfolgung der Sin­ti und Ro­ma durch die National­sozia­lis­ten ne­gier­te, die be­trof­fe­ne Be­völ­ke­rungs­gruppe er­neut pau­schal dis­kri­mi­nier­te und den recht­su­chen­den Opfern Entschädigung ver­sagte. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (159)

März 16th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Facts & Figures

Heute vor 20 Jah­ren, am 16. März 1997, wur­de in Hei­del­berg das Do­ku­men­ta­tions­zen­trum deut­scher Sin­ti und Ro­ma er­öff­net.

(Quelle)

Beirat: ÖVP-Volksgruppensprecher gratuliert

März 4th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Politik

Berlakovich gratuliert Gärtner-Horvath zum Vor­sitz im Roma-Volks­grup­pen­beirat

ÖVP-Volksgruppensprecher würdigt Leistung des im Vor­jahr ver­stor­be­nen Ru­dolf Sar­kö­zy und freut sich auf Zu­sam­men­ar­beit mit neu ge­wähl­tem Ob­mann

ÖVP ParlamentsklubWien (OTS) – ÖVP-Volksgruppensprecher Abg. DI Nikolaus Berlakovich gra­tu­liert Em­me­rich Gärtner-Hor­vath zu des­sen Wahl zum neuen Vorsitzenden des Volks­grup­pen­beirats der Ro­ma. „Gärt­ner-Hor­vath hat die Arbeit nach dem Tod seines Vor­gän­gers Ru­dolf Sar­közy schon pro­vi­so­risch ge­führt und dabei viel Engage­ment ge­zeigt und Er­fah­rung an den Tag ge­legt. Sein nun­mehr auch durch Wahl be­stä­tig­ter Vor­sitz im Beirat lässt daher Kon­tinui­tät und soli­de Fort­füh­rung der Volks­gruppen­arbeit der Roma er­war­ten“, so Ber­la­ko­vich.

„Rudi Sarközy hat im Bil­dungs­bereich und ganz ge­ne­rell viel Ver­ständ­nis für die Volks­gruppe der Roma er­reicht. Damit hat er den Weg für mehr Tole­ranz gegen­über den Volks­gruppen und mehr Koope­ra­tion mit ihnen ge­eb­net“, er­klärt Ber­la­ko­vich. Er sei über­zeugt, dass Emmerich Gärtner-Horvath diese wich­tige Ar­beit zum Schutz der Volksgruppe ge­mein­sam mit sei­nem eben­falls ges­tern ge­wähl­ten Stell­ver­tre­ter Andreas Sar­közy naht­los fort­setzen werde. „Ich wün­sche dem neuen Füh­rungs­team viel Erfolg bei der Be­wäl­ti­gung ihrer eben­so wich­ti­gen wie heraus­for­dern­den Funk­tion und setze wei­ter­hin auf gute Zu­sam­men­arbeit aller Volks­grup­pen in Österreich“, so Ber­la­ko­vich ab­schließend.

(Pressemitteilung des ÖVP Parlamentsklubs)

Gärtner-Horvath neuer Beiratsvorsitzender

März 4th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Politik

Emmerich Gärtner-Horvath (Foto: volksgruppen.orf.at) Staatssekretärin Duzdar gratuliert Gärtner-Horvath zum Vorsitz im Roma-Volksgruppenbeirat

Zuständige Staatssekretärin freut sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit

Bundeskanzleramt

Wien (OTS) - Staatssekretärin Muna Duzdar gratuliert Emmerich Gärtner-Horvath (Ob­mann des Vereins Roma-Service) zur Wahl des Vor­sitzes im Roma-Volks­grup­pen­bei­rat. „Gärt­ner-Hor­vath hat bereits im ver­gan­ge­nen Jahr, seit er die Agen­den des ver­stor­be­nen Vor­gän­gers Rudolf Sarközi über­nom­men hat, be­wie­sen, mit wie viel Engage­ment er für die An­lie­gen der Roma ein­tritt. Ich gehe davon aus, dass er die­sen Ein­satz auch als Vor­sitzen­der wei­ter­führen wird und freue mich bereits auf die wei­te­re Zu­sam­men­arbeit“, so Duz­dar. In Zu­sam­men­arbeit mit dem Volks­grup­pen­beirat der Roma sind in den ver­gan­ge­nen Jahren auch im Bun­des­kanz­ler­amt viele wich­ti­ge Pro­jekte auf den Weg ge­bracht wor­den. Mit der kürz­lich er­folg­ten Be­fra­gung zur Roma-Stra­te­gie in Form einer On­line-Kon­sul­ta­tion konn­te sich die Roma-Volks­gruppe selbst in die Wei­chen­stel­lun­gen für die kom­men­den Jahre ein­brin­gen. „Die chan­cen­gleiche Teil­habe al­ler in Österreich le­ben­den Men­schen ist der Grund­pfei­ler eines po­si­ti­ven Zu­sam­men­lebens. Selbst­ver­ständ­lich sol­len und müs­sen sich die be­trof­fe­nen Grup­pen in den Pro­zess ein­brin­gen und ge­hört wer­den. Ich bin davon über­zeugt, dass die Roma-Volks­gruppe mit Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath auch wei­ter­hin einen Ver­tre­ter hat, der genau dies voran­treibt und die wich­tige Arbeit von Ru­dolf Sar­közi fort­setzt“, so Duzdar.

(Pressemitteilung des Bundespressediensts)

Augsburger Sinti gründen Regionalverband

März 3rd, 2017  |  Published in Einrichtungen

Marcella Reinhardt, die Vorsitzende des Regionalverbandes der Sinti und Roma in Augsburg, am 17.2.2017 im Rathaus von Augsburg (Foto: Christian Menkel)Regionalverband der Sinti und Roma in Augsburg feierlich eröffnet

Aussendung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma:

Am Freitag, den 17. Februar 2017, stellte sich unser neuer Regio­nal­ver­band in Augsburg im Rah­men einer feier­li­chen Er­öff­nungs­ver­an­stal­tung der Öffent­li­ch­keit vor. 250 Gäste waren der Ein­la­dung in den Fest­saal des Augs­bur­ger Rat­hauses ge­folgt, Ober­bürger­meister Kurt Gribl er­öff­nete die Ver­anstal­tung. Der Regio­nal­ver­band in Aug­sburg wurde bereits 2016 von neun Augs­bur­ger Sinti gegrün­det und hat der­zeit rund 50 ehren­amt­li­che Mit­glieder, die sich für die Be­lange der Sinti und Roma in Augs­burg ein­setzen. Der Regional­ver­band ko­ope­riert dabei eng mit unse­rem bay­rischen Landes­ver­band in Nürnberg und dem Zentral­rat als seinem Dach­verband.

Marcella Reinhardt, die Vorsitzende des Regional­ver­bands, setzt sich schon seit 2003 – zu­nächst ehren­amt­lich beim Landes­ver­band Nürn­berg – für die Be­lange der Sinti und Roma ein. Mit ihrem neu ge­grün­de­ten Ver­band will sie eine An­lauf­stelle für die An­ge­hö­ri­gen der Minder­heit in Augsburg schaf­fen. Der Ver­band will in Augs­burg zu­dem eine akti­ve Er­in­nerungs­kultur an die Ver­fol­gung von Sinti und Roma im Natio­nal­sozia­lis­mus etablie­ren. In der Halle 116 im Sheridan-Park, die als Zwangs­arbei­ter­baracke, als Außen­lager des Kon­zentra­tions­lagers Dachau ge­nutzt wurde, soll dazu ge­mein­sam mit der Stadt Augsburg ein Do­ku­men­ta­tions- und Bil­dungs­haus er­öff­net und ein Erin­ne­rungs­ort ge­schaf­fen wer­den.

Gleichzeitig will der Verband Aufklärungsarbeit leisten, ins­be­son­dere über die auch nach Ende des NS fort­ge­setzte Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­gren­zung von Sinti und Roma in der Bundes­republik. Read the rest of this entry »

Jugend-Theaterprojekt „Become Flüchtling“

Februar 26th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Jugend & Bildung

Deutschland: Amaro Drom startet neues Jugend-Theaterprojekt (Foto: Amaoro Drom)Berlin: Neues Theaterprojekt von Amaro Drom e.V. sucht Ro­ma-Ju­gend­li­che. Anmeldung noch bis 1. März 2017!

Hiermit laden wir die Berliner Roma/Rom­nja-Com­mu­ni­ties ein, an diesem spe­ziel­len Theater­projekt mit­zu­wir­ken. Jugend­liche zwi­schen 14 und 27 Jah­ren ha­ben die Ge­legen­heit, ihre Ge­schich­ten auf die Bühne zu brin­gen und mit pro­fes­sio­nel­len Schau­spie­ler/innen der Roma-und-Sinti-Com­mu­ni­ty ge­mein­sam zu spie­len. Die Regie über­nimmt Sandra Selimović. Schau­spie­lerin­nen und Mit-Ge­stal­terin­nen sind Joschla Weiß und Slaviša Markovič. Die Thea­ter­pro­duk­tion wird im Tak-Theater und vor­aus­sicht­lich im Hebbel-Theater ge­zeigt und wir rei­sen da­mit in den Schul­ferien nach Freiburg, zei­gen un­ser Stück auf der Bundes­jugend­kon­fe­renz von Amaro Drom, wo es über 100 an­de­re Ro­ma-Jugendliche gibt, die un­ser Stück se­hen wol­len.

Zur Idee:
Du wirst in Deutschland geboren und wächst hier auf, gehst zur Schule und möch­test eine Aus­bil­dung ma­chen. Plötz­lich klin­gelt es an der Tür. Du öff­nest und wirst von der Polizei mit­ge­nom­men. Es ist mor­gens 5:00 Uhr und du sitzt im Flie­ger in den Kosovo. Das Land deiner Groß­eltern und El­tern. Ein frem­des Land für dich. Was nun? Das Theater­stück setzt sich ge­nau da­mit aus­einan­der und er­zählt mit der Ma­gie des Theaters eine Ge­schich­te.

Wir spielen Theater und es gibt Special Features: Tanz (Hip-Hop):
Du spielst mit Pro­fischauspieler/innen, die sel­ber Ro­ma/Romnja und Sin­ti/Sin­tizze sind. Da­durch lernt ihr zu schau­spielern, auf der Bühne zu ste­hen, Spaß zu ha­ben in einem ge­schütz­ten Raum. Wir ha­ben zwei Workshop-Wo­chen­enden, wo Spezial­gäste ein­ge­laden wer­den, die mit euch tan­zen und Rap-Songs ge­stal­ten. Z.B. kom­men voraus­sicht­lich Safet Mistele und die Priszreni-Brü­der.

Anmeldung:
Die Duldung ist nicht die Voraussetzung, um hier dabei sein zu kön­nen … Wenn du gern auf der Bühne stehst und Lust hast, deine Ge­schich­te zu er­zäh­len, mit uns reisen möch­test, dann bist du hier ge­nau rich­tig. Bitte mel­de dich bis zum 1. März 2017 an bei Joschla: E-Mail

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Vernissage „Dičimos – Sichtbarkeit“

Februar 24th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung WienRomnja mitten in Wien
Romnja ando maškar le Bečesko foro

Ein Projekt von Vivaro – Viva Romnja in Zu­sam­men­ar­beit mit der Fo­togra­fin Jenny Olaya-Peickner

Vernissage mit kurzer Gesprächsrun­de der Por­trä­tier­ten am 4. März 2017, 18 Uhr, im Hotel Altstadt, Kir­cheng. 41, 1070 Wien. Die Aus­stel­lung kann auch am 5.3.2017 von 11:00 bis 18:00 Uhr be­sucht wer­den (weite­re Ter­mine wer­den auf der Home­page des Vereins be­kannt­gege­ben).

In der gesellschaftlichen und medialen Wahrnehmung herr­schen oft­mals Vor­urteile, Stereo­type und Klischee­bilder über Roma-Frauen. Um dem ent­gegen­zu­steuern und Frauen in der Öf­fent­lich­keit sicht­bar zu ma­chen, prä­sen­tiert der neue Wiener Romnja-Verein „Vivaro – Viva Romnja“ auf sei­ner Web­site wö­chent­lich eine Romni. Das Ziel: Hetero­genität unter Frauen, aber auch als Rom­nja, auf­zu­zeigen und das klischee­hafte und roman­ti­sier­te Bild „der Roma-Frau“ ab­zu­bauen, zu be­kämpfen und realis­ti­sche Bilder dar­zu­bieten. Frauen ha­ben Stim­men, sind indi­vi­duell, hetero­gen und viel­fältig.

(www.vivaro.at)

BERA: Caritas-Bildungsprogramm für Roma

Februar 3rd, 2017  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Projekt BERA (Foto: Caritas OÖ)Caritas entwickelt internationales Bildungsprogramm für Roma

Caritas Oberösterreich, 26.1.2017: Aufgrund fehlender Bildung gibt es (Anm.: ost­euro­päi­sche) Roma, die ihren Lebens­unter­halt mit Betteln bestrei­ten müs­sen. Ohne Lese-, Schreib- oder Rechen­kennt­nisse ist es ihnen un­möglich, am Arbeits­markt Fuß zu fassen. Die Caritas OÖ will diesen Roma künf­tig eine Basis­bildung bieten. Wie diese aus­sehen soll, wird der­zeit in Zu­sam­men­arbeit mit Caritas-Or­ga­ni­sa­tio­nen aus fünf weite­ren EU-Län­dern im Projekt BERA (Basic Education of Roma Adults) ent­wickelt. Dieses wird vom EU-Förder­programm Erasmus+ fi­nan­ziert. „Viele Roma haben nie eine Schule von in­nen ge­sehen, kön­nen weder Lesen, Schrei­ben noch Rech­nen. Damit ha­ben sie so gut wie keine Chance am Arbeits­markt. Betteln ist manch­mal die einzi­ge Mög­lich­keit, Geld zum Leben zu ver­dienen“, erklärt Mag.a (FH) Michaela Haunold, Leite­rin des Bereichs Armuts­migration in der Caritas OÖ. Die Projekt­leiterin ent­wickelt deshalb gemein­sam mit Ver­treter/innen von Caritas-Or­gani­sa­tio­nen aus Bosnien-Her­ze­go­wi­na, Italien, Portugal, Rumänien und Serbien ein Ba­sis­bildungs­kon­zept für er­wach­sene Roma.

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Neues Roma-Beratungszentrum in Hamburg

Januar 16th, 2017  |  Published in Einrichtungen

Hamburg (Foto. RCU)Am 13.1.2017 fand die offizielle Eröffnungsfeier der Rom und Cinti Union e.V. statt. Zu den Gästen zähl­ten Freun­de der Rom und Cinti Union e.V., Mit­ar­bei­ter der Be­hör­de für Arbeit und sozia­les Hamburg und die Se­na­to­rin für So­zia­les, Dr. Melanie Leonhard. Er­öff­net wurde die Feier durch das tra­di­tio­nelle Zer­schnei­den des „roten Bands“ durch die Se­na­to­rin. Im An­schluss hiel­ten Frau Sozial­sena­to­rin Leon­hard und RCU-Vor­stands­vor­sitzen­der Rudko Kawczyski eine Rede, bei der es um die Ver­gan­gen­heit, die Zu­kunft und natür­lich um die neuen Räum­lich­keiten der Rom und Cinti Union e.V. ging. Danach wur­de Roma-ty­pi­sche Musik ge­spielt und auf die neu­en Räum­lich­keiten an­ge­stoßen. Ab Mon­tag nimmt die Rom und Cinti Union e. V. ihren nor­ma­len Betrieb wieder auf und ist weiter­hin unter der neuen Adres­se „Am Neumarkt 38a, 22041 Hamburg (Wandsbek)“ zu fin­den.

Das RCU-Beratungszentrum wurde 1987 ge­grün­det und ist Be­geg­nungs­stelle für an­sässige und migrier­te Sinti und Roma zur kosten­freien und vertrau­lichen Kontakt- und Integra­tions­aufnahme in Ham­burg. Die „Rom und Cinti Union e.V.“ be­steht seit Mitte der 70er Jahre; ihre Satzung wurde 1982 in das Vereins­register ein­getra­gen. Die satzungs­ge­mäße Auf­gabe der Rom und Cinti Union e.V. ist es:

Bedingungen für die Erhaltung der kulturel­len Iden­ti­tät der Roma und Sinti als Minder­heit auf recht­li­cher, sozialer und per­sön­li­cher Ebene zu schaf­fen, Maß­nahmen zur sozialen För­de­rung, Selbst­hilfe, Bildung und Betreu­ung von Kindern und Fami­li­en in Deutschland le­bender Sinti und Roma an­zu­regen, zu unter­stützen und ge­gebenen­falls zu über­nehmen sowie Ur­sa­chen der Notlage zu er­for­schen und dazu Mög­lich­keiten und Metho­den zu ihrer Be­he­bung zu er­ar­beiten.

Der Satzungszweck wird verwirklicht ins­be­son­de­re durch: Read the rest of this entry »

Radio LORA: Sinti und Roma in München

Januar 13th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Freies Radio LORA 92,4LORA München 92,4 | Auf Kante genäht
Gestaltung: mike_gh| 28.11.2016 | 58:25 min
>>Streaming | >>Download (mp3, 53 MB)

Aus Anlass der Ausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München“ , noch zu sehen bis 29.1.2017 (mehr hier), gestaltete das freie Radio „LORA 92,4“ eine einstündige Sendung seiner Programm­reihe „Auf Kante ge­näht“ über Sinti und Roma in München, Bayern und Europa. Die The­men der Sendung:

  • Interviews mit Kurli, einem jungen Sinto, über seine Er­fah­run­gen im Um­gang mit Kun­den und in der Grund­schule
  • Überblick: Seit wann Sinti und Roma in Deutschland le­ben und wie sind be­han­delt wurden
  • Gespräch mit H. Burger, Sozialarbeiter bei DROM, einer Be­ra­tungs­stel­le im Hasenbergl
  • Was ist der Unterschied zwischen Integration und Teilhabe
  • Ausschnitte aus dem Vortrag „Sicht auf Europa und Deutsch­land“ von Herbert Heuss
  • Vertrauen – wen wundert es eigentlich, wenn sich Sinti und Roma auf die eige­ne Fa­mi­lie als Rück­zugs­ort ver­lassen?
  • Vorstellung zweier Studien zum Thema Antiziganismus
  • Dazu ein Interview mit Aloe Yalpi – er hat als heilpäda­go­gi­sche Unter­richts­hil­fe Er­fah­run­gen mit Sinti in Mün­chen ge­sam­melt

(Text: freie-radios.net)

Musejum andar i Maschkarutni Puja

Dezember 3rd, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Willi Horvath - Musejum ando Burgenland (Foto: volksgruppen.orf.at)Willi Horvath: Musejum le pal­gon­do­li­peske upre jek schukar cajt


Barikane dschene andar o cilo them schaj i Rose Marie Horvath andar i Masch­ka­rutni Puja upri rik pre imar mule Ro­mestar Willi Horvath (1934–2013) te prindscha­rel sik­lija. Le bari­kane Romen­gere muschi­ka­schiske jek pri­vati musejum ker­tscha.

TIP →Mri Historija: „Buena sera, Maestro!“ – Wilhelm Horvath im Gespräch, dROMa-Sonder­reihe 07/15 (pdf)

O Toni Curtis, i Gina Lollobrigida taj i Claudia Cardinale – ada tschak jek tikno falato le bari­kane dsche­nen­dar hi, saven i Rose Marie Horvath te prindscha­rel schaj sik­lija. But kipi, suve­nirs taj muschi­ka­kere instru­mentscha i 76-ber­schen­geri use jek kamlo privatiskero musejum andi ko­mora le khe­restar khe­tan ke­dija.

Te prindscharel siklija oj le muschikaschi ando 1950iger berscha ande jek moja­kero ande Frankfurt. „Kada ande ajom, taj ov man dikla, taj kada me le diklom – o mentscho ande tscha­latscha“, phu­kal i Rose Marie Hor­vath, pedar o ersch dikipe leha. I bari bast cidel pe sar jek lolo thav duach o dschi­vipe le dujen­dar. O Willi ojs Rom ando logeri Lackenbach ande tscha­pim sina. Kaj jek moja­kero andar Kleinwarasdorf (becirk Uprutni Puja) pe vasch leste ande beschar­tscha taj afka i cili fami­lija o naci re­schim schaj prik dschivde. Read the rest of this entry »

Normunds Rudevičs: ”No such person is listed“

November 25th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Politik

Dr. Normunds Rudevics (Foto: IRU)Am Montag meldete die APA, dass der IRU-„Parla­ments­prä­sident“ Stevan Balog Radul im Namen seiner Orga­ni­sa­tion und aller Roma und Sinti in Öster­reich eine Wahl­empfeh­lung für den FPÖ-Bundes­präsi­dent­schafts­kan­dida­ten Norbert Hofer aus­gespro­chen habe. Offenbar gibt es inzwischen mehrere konkurrierende Ver­bände, die sich als Nachfolge­organi­sa­tio­nen des frü­he­ren Welt­verbands IRU sehen. Davon erfährt man aus den Medien­berich­ten aller­dings nichts. Die APA hat es ver­ab­säumt, dies ausreichend zu über­prü­fen und klar­zu­stellen, in wes­sen Namen Stevan Balog Radul über­haupt sprechen kann.

Innerhalb von nur 24 Stunden haben sich daraufhin acht öster­reichi­sche Roma-Orga­ni­sa­tio­nen (wir berichteten) von dieser Aussage eines in der öster­rei­chi­schen Roma-Com­munity weit­hin Un­be­kann­ten dis­tan­ziert, und zwar: Verein Roma-Service, Ro­ma­no Centro, Verein Karika, Verein Vida Pavlović, Verein Phurdo Salzburg, Kulturverein Öster­rei­chi­scher Roma, VHS der burgen­ländi­schen Roma, Verein Lovara Österreich.

Nun liegt auch eine offizielle Stellungnahme von Dr. Normunds Rudevičs vor, welcher der IRU in Riga als Prä­sident vor­steht. Auch er weist jede organi­sa­to­ri­sche und inhalt­li­che Ver­bin­dung zu Stevan Balog Radul zu­rück:

In light of recent publications of a statement by Mr. Stevan Balog Radul in Austrian media, who is posing as “Parliamentry President” of IRU (International Romani Union), we inform that no such person is listed within the organisa­tion. Mr. Balog can not make any official state­ments on behalf of the organi­zation. We also find this develop­ment high­ly unacceptable, as Mr. Balog has ex­pres­sed his sup­port for a far right politi­cal candi­date in Austria, Mr. Hofer. (…)

Im Anschluss der volle Wortlaut der oben zitierten Aussendung vom 25. Novem­ber 2016: Read the rest of this entry »

Stellungnahme: Keine Unterstützung für Hofer

November 21st, 2016  |  Published in Einrichtungen, Politik

OTS-LogoAktualisierung, 22.11.2016: Auch Gilda Horvath, Obfrau des Vereins Lovara, und die VHS der burgen­län­di­schen Roma ha­ben sich in­zwi­schen von den Aus­sa­gen des Hrn. Balog Radul dis­tan­ziert. So­mit sind es be­reits acht nam­haf­te ös­ter­rei­chi­sche Roma-Or­ga­ni­sa­tio­nen.

Gemeinsame Aussendung der Roma-Organisationen:

Wien/Oberwart/Salzburg/Kleinbachselten (OTS) — Die Ro­ma-Or­ga­ni­sa­tio­nen Ro­ma­no Centro (Wien), Verein Karika (Ober­wart), Roma-Service (Klein­bach­selten), Vida Pavlović (Wien) und Verein Phurdo (Salzburg) dis­­tan­­zie­­ren sich aus­drück­lich von den Aus­sa­gen der „Inter­nationa­len Roma Union“ (IRU) und ihres Ver­tre­ters Stevan Balog Radul, wo­nach „die Ge­mein­schaft der Roma und Sinti in Österreich (…) ge­schlos­sen hinter Ing. Norbert Hofer“ ste­hen würde. Die Tages­zeitung Die Presse sowie die Wiener Zeitung berichteten heute darüber. Der Kulturverein öster­rei­chi­scher Roma hat sich bereits dis­tan­ziert, wie eben­falls be­rich­tet wurde.

Stevan Balog Radul hat seine private Meinung als Mei­nung der Volks­gruppe dar­ge­stellt. Dies kön­nen wir nicht hin­nehmen.

Vertreter der FPÖ sind in der Vergangenheit häu­fig mit ab­wer­ten­den und be­lei­di­gen­den Aus­sagen über Roma auf­ge­fal­len, ihr nahe ste­hen­de Medien wie „Zur Zeit“ oder „Die Aula“ ver­brei­ten immer wieder rassisti­sche In­halte. Des­halb ist es nicht vor­stellbar, dass ein FPÖ-Kan­didat die Interes­sen der Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tize in Österreich ver­tre­ten wird.

Rückfragen & Kontakt:
Andrea Härle (Romano Centro)
Emmerich Gärtner-Horvath (Roma-Service, Stv. Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma)

Wien bekommt Ilija-Jovanović-Park

Oktober 19th, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

Wien: Ilija-Jovanovic-Platz (Foto: wien.gv.at)

Wiener Park wird nach dem Lyriker Ilija Jovanović benannt – Feier zur Benennung am 22. Oktober 2016, 14 Uhr

Der Park am Wildgansplatz wird nach dem Lyriker Ilija Jovanović be­nannt. Ilija Jova­no­vić war einer der Grün­der des Vereins Romano Centro, der sei­nen Sitz direkt am Park hat und sich seit 25 Jah­ren für Roma ein­setzt. Ro­ma­no Centro hat die Be­nen­nung an­ge­regt, um seinen lang­jähri­gen Obmann zu ehren und um die Leis­tun­gen von Roma und Romnja in der Öf­fent­lich­keit sicht­bar zu ma­chen. Bezirk und Stadt haben die Be­nen­nung be­für­wor­tet und am Sams­tag, 22. Okto­ber 2016 ist es end­lich so­weit: Die Namens-Tafel wird feier­lich ent­hüllt.

Ilija Jovanović (1950-2010)

Ilija Jovanović, wurde 1950 in einer Romasiedlung in Rumska (Serbien) ge­bo­ren. Trotz der schwie­ri­gen Lebens­bedin­gun­gen ge­lang es dem Vater, Ilija schon früh für Literatur zu be­geis­tern. 1970 kam Ilija Jova­no­vić nach Österreich, er fass­te in Wien Fuß und be­gann neben seiner Arbeit im AKH zu schrei­ben, zu­nächst in Serbisch, spä­ter in Deutsch und in seiner Mutter­spra­che Romanes. Er en­ga­gier­te sich in meh­reren zivil­gesell­schaft­li­chen Or­gani­sa­tio­nen, vor allem im Romano Centro, das er 1991 ge­mein­sam mit ande­ren be­grün­dete und des­sen Obmann er viele Jahre war. Die Lern­hilfe für Roma, die der Verein seit über 20 Jahren durch­führt und die Hun­der­ten von Kindern zu schu­li­schem Erfolg ver­holfen hat, geht auf seine Ini­tia­tive zu­rück.

Ilija Jovanović hat seine Gedichte in drei eigenen Lyrik­bänden und zahl­rei­chen Antho­logien ver­öffent­licht. Er er­hielt meh­rere Aus­zeich­nun­gen, u.a. den Theodor-Körner-Preis 1999 und den Exil-Lyrik-Preis 2010. Im Jahr 2008 wurde ihm das Bundes-Ehren­zeichen für Ver­dienste um den inter­kultu­rel­len Dialog ver­liehen. Eine beson­dere Aus­zeich­nung für ihn war, dass die Litera­tur­nobel­preis­trä­gerin Elfriede Jelinek das Nach­wort zu sei­nem letz­ten Buch ver­fasst hat. Read the rest of this entry »

20 Jahre Roma Rights Journal

Oktober 13th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Wissenschaft

ERRC (Foto errc.org)Genau vor zwanzig Jahren veröffentlichte das European Roma Rights Centre (ERRC) die allererste Ausgabe seines „Roma Rights Journal“, eines Magazins, das sich – über lan­ge Zeit als eines von nur sehr we­ni­gen aka­demi­schen Pub­li­ka­tions­medien – mit der Min­der­heit der Roma be­fass­te. Im Rückblick auf die Anfän­ge ihres Mediums lässt die in Budapest an­säs­sige inter­natio­na­le Men­schen­rechts-NGO heute durchaus Opti­mis­mus er­ken­nen: „Es ist er­mu­ti­gend zu sehen, wie weit wir in den letz­ten zwan­zig Jahren ge­kom­men sind.“ So man­cher Miss­stand, der das Leben der Roma-Gemein­schaft vor zwanzig Jahren ge­prägt hat­te, hät­te heute, 54 Aus­ga­ben spä­ter (sie­ben davon waren Dop­pel­nummern), einiges an Bri­sanz ver­loren:

In 1996, the state of Roma rights in Europe was very dif­fe­rent to the situa­tion we see today. Looking back at the issues that are men­tioned in this first edition, it is encouraging to note that many of these atro­ci­ties are no lon­ger a constant pre­sence in the lives of Roma in Europe. No matter how dis­heartening the fight for Roma Rights can be, it is em­bol­dening to see how far we have come in the last twen­ty years. Read the rest of this entry »

„Mri Historija“ gelesen mit Axel Honneth (2012)

Oktober 9th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Interview, Literatur & Bücher, Wissenschaft, dROMa (Magazin)

Martina Schedl (2012): „Mri Historija“ gelesen mit Axel Honneth. Über die Bedeutung von Anerkennung und Missachtung in 15 Le­bens­ge­schich­ten bur­gen­län­di­scher Roma

Diplomarbeit, Universität Wien (Fakultät für Phi­lo­sophie und Bil­dungs­wis­sen­schaft), 127 S.

→Download der UB Wien (pdf)

Abstract: Innerhalb der hier vorliegenden Arbeit wird die Zeitzeugen­dokumentation „Mri Historija (Meine Geschichte) – Lebensgeschichten burgenländischer Roma“, erstellt vom Verein „Roma-Service“, aus an­er­ken­nungs­theo­re­tisch fun­dier­ter Per­spek­tive be­trach­tet. Dabei bil­det das An­er­ken­nungs­mo­dell des deut­schen Sozial­philo­sophen Axel Hon­neth das theo­re­ti­sche Fun­da­ment der Un­ter­suchung. Honneth dif­fe­ren­ziert zwi­schen drei An­erken­nungs­mus­tern – Liebe, Recht und Solidarität –, denen er drei Miss­ach­tungs­for­men – Miss­handlung, Ent­rechtung, Ent­würdigung – ent­ge­gen­stellt. Diese Unter­schei­dung trifft er auf­grund ihrer je­wei­li­gen Be­deu­tung für For­men des Selbst­be­zugs – Selbst­vertrauen, Selbst­achtung und Selbst­schätzung. Mit Hilfe einer qua­li­ta­ti­ven Inhalts­analyse nach Mayring wurde „Mri Historija“ nach der Be­deu­tung von Anerkennungs- bzw. Miss­ach­tungs­­er­fah­­run­­gen für Handl­ungs­freiheit und Selbst­wert der 15 er­zäh­len­den Burgenland-Roma be­trach­tet.

„Mri Histo­rija“ ist nicht nur als Bei­trag zur öster­rei­chi­schen Erin­nerungs­kultur zu se­hen, son­dern gleich­zeitig als kri­tische Thema­ti­sie­rung von sozialen Aus­schließungs­pro­zes­sen, die eine selbst­bestimm­te Lebens­praxis be­hin­dern und sich nega­tiv auf den Selbst­wert der Indi­vi­duen aus­wirken kön­nen. In „Mri Historija“ wer­den je­doch Ent­wick­lun­gen sicht­bar, die auf ein wach­sen­des Selbst­be­wusst­sein der Burgenland-Roma ver­weisen. (M. Schedl, S. 120)

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Keine Fortführung für Verein Roma

September 29th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken

Grundstück mit dem Oberwarter Roma-Mahnmal (Foto: Priwo/Wikipedia)Nach dem Konkurs hätte der Ver­kauf des At­ten­tat-Denk­mals den Ober­war­ter Verein ret­ten sol­len. Daraus wird nichts: Die Schul­den sind zu hoch, das Ver­mö­gen wird li­qui­diert. Die Ge­denk­stät­te soll nun das Land Bur­gen­land über­­neh­­men – die Ge­neh­mi­gung des Ge­richts steht al­ler­dings noch aus.

Roland Pittner/Kurier, 29.9.2016: Der Verein Roma Oberwart ist insolvent. Wie der KURIER be­rich­tet hat, hät­te der Verkauf der Gedenkstätte an das At­ten­tat auf die Roma in Oberwart im Jahr 1995 den Verein ret­ten sol­len. Das Grundstück samt Mahnmal für die fünf durch eine Rohr­bombe von Franz Fuchs er­mor­de­ten Roma steht im Be­sitz des Vereins. Das Land hätte als Käufer ein­sprin­gen sol­len, um den Verein zu retten.

Doch daraus wird nichts, wie Masseverwalter Wolfgang Steflitsch im KURIER-Gespräch er­klärt. „Der Sanie­rungs­plan­antrag vom Verein Roma wur­de zurückgezogen, des­halb fand keine Tag­satzung statt und der Verein ist be­endet“, sagt Steflitsch. Das ge­samte vor­han­dene Ver­mö­gen, die Gedenk­stätte, ein Bau­grund­stück sowie ein VW-Bus wer­den liqui­diert, um die Ver­bind­lich­keiten und Ver­fah­rens­kos­ten zu be­zahlen. „Den Verein wird es noch of­fi­ziell bis Jahres­ende geben, die Tätig­keit ist aber ein­gestellt“, sagt Obmann Hans Baranyai im KURIER-Ge­spräch. Es gibt auch schon Über­le­gun­gen, dass an­dere Vereine das Lern­projekt für Roma in Ober­wart weiter­füh­ren. „Wir hoffen, dass das so schnell wie mög­lich weiter­ge­hen kann“, sagt Ba­ranyai.

Grund für das Aus war die Höhe der Forderun­gen von etwa 160.000 Euro. „Es hät­te dem Steuer­zahler nur viel Geld ge­kos­tet, der Roma­verein hätte nichts davon ge­habt“, meint Stef­litsch. Grund für die hohen Außen­stände waren ver­zö­gerte Förder­gelder, die so lange nicht ein­tra­fen, bis die Bank einen Über­brückungs­kredit fäl­lig ge­stellt hat. „Un­gereimt­hei­ten oder straf­recht­li­che Proble­ma­ti­ken gibt es keine“, sagt Stef­litsch. Die Atten­tat-Gedenk­stätte soll al­ler­dings nicht ver­steigert wer­den. „Wir brauchen noch die Ge­neh­mi­gung des Gerichts, um es der Gebiets­körper­schaft, die es zum Zweck der Gedenk­stätte an den Verein über­tra­gen hat, zurück­zu­geben“, sagt Stef­litsch. Somit würde das Land das Grund­stück be­kom­men und sich um die Gedenk­stätte küm­mern. Read the rest of this entry »

Neue Online-Plattform: Mitreden!

September 29th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Politik

Dialogplattform 2013 zum Thema "Zugang zu Bildung" (Foto: Georg Stefanik, BKA)Österreichische Roma-Dialog­plattform star­tet On­line-Por­tal: Um­fra­ge – Ihre Mei­nung zur Roma-In­klusion in Ös­ter­reich

Durch den EU-Rahmen für Natio­nale Stra­te­gien zur Integra­tion der Roma bis 2020 sind die Mitglied­staa­ten der Euro­päi­schen Union auf­ge­for­dert, die aktive Einbindung der ge­sam­ten Roma-Zivilgesellschaft in die Um­setzung der na­tio­na­len Roma-Strategien zu för­dern. Die österreichi­sche Natio­nale Roma-Kontaktstelle im Bun­des­kanz­­ler­amt hat zu diesem Zweck im Juni 2012 eine Roma-Dialog­platt­form ge­schaf­fen. Mit einem neuen Online-Portal, das am Mitt­woch prä­sen­tiert wurde, möch­te die Natio­nale Roma-Kontakt­stelle nun die Mög­lich­keit geben, sich direkt an der Weiter­ent­wick­lung der öster­rei­chi­schen Roma-Strategie zu be­tei­li­gen. Die Kontakt­stelle lädt vor al­lem An­ge­hö­rige der Volks­gruppe ein, bei einer Umfrage Vor­schlä­ge zu den Berei­chen Wohnen, Arbeits­plätze und Soziales ein­zu­brin­gen. Zwei Monate lang haben Interes­sierte Ge­legen­heit, auf dem Online-Por­tal Fragen zu be­ant­wor­ten, etwa zum Hand­lungs­be­darf in den Berei­chen Bildung, Gesundheit und Be­kämp­fung von Diskri­mi­nie­rung. Auch das Strategiepapier kann on­line dis­ku­tiert wer­den. Im Fol­gen­den der Aufruf der Roma-Kon­takt­stelle:

Teilen Sie uns mit, welche Erwartungen Sie an die öster­rei­chi­sche Roma-Stra­te­gie haben. Wir möch­ten wis­sen, wel­che Themen Sie be­son­ders be­we­gen, wo Sie Ent­wick­lungs­poten­tial se­hen und wie Inklusion am wirk­sams­ten er­reicht wer­den kann: Read the rest of this entry »