Einrichtungen
April 1st, 2017 |
Published in
Einrichtungen, Politik
Am 21. März empfing Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Repräsentanten aller staatlich anerkannten Volksgruppen in der Präsidentschaftskanzlei. Bei dem Treffen mit den Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der sechs Volksgruppenbeiräte besprach er die aktuelle Situation der österreichischen Volksgruppen – von Bildungsfragen bis zur Novellierung des Presseförderungsgesetzes. Für die Volksgruppe der Roma nahmen der neue Beiratsvorsitzende Emmerich Gärtner-Horvath (Verein Roma-Service) und der stellvertretende Vorsitzende Andreas Sarközi (Kulturverein) an dem Gespräch teil.
(dROMa)
März 29th, 2017 |
Published in
Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
Ein Leben für die Menschenrechte von Minderheiten weltweit
Nach fast 50 Jahren beendet einer der profiliertesten Menschenrechtler Deutschlands, Tilman Zülch, seine Tätigkeit als Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Künftig wird der 77 Jahre alte GfbV-Gründer die GfbV-Kampagnen beratend begleiten. Die politische Leitung der Menschenrechtsorganisation übernimmt der langjährige GfbV-Asien- und Afrika-Experte Ulrich Delius.
In einer Dokumentation zum 50-jährigen Bestehen der GfbV wird Tilman Zülch den konsequenten Kampf der GfbV gegen Völkermord und Massenvertreibung ethnischer sowie religiöser Minderheiten und indigener Gemeinschaften seit 1968 festhalten. Die GfbV ging aus der von den damaligen Hamburger Studenten Zülch und Klaus Guercke 1968 gegründeten „Aktion Biafra-Hilfe“ hervor. Mit Tilman Zülch an der Spitze ist die GfbV immer wieder gegen den Strom geschwommen und hat sich nicht zuletzt für Volksgruppen eingesetzt, „von denen keiner spricht“, so der Titel eines der von Zülch herausgegebenen Bücher.
1979 bis 1981 machte die GfbV den bis dahin tabuisierten Holocaust an Sinti und Roma bekannt. Der von Zülch 1979 herausgegebene Band „In Auschwitz vergast, bis heute verfolgt“ (mit einem Vorwort des Philosophen Ernst Tugendhat), ein gemeinsam mit dem Verband deutscher Sinti unter Romani Rose organisierter Trauermarsch zur KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen (1979) mit der damaligen Präsidentin des Europaparlaments Simone Veil und Heinz Galinski, damaliger Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, sowie schließlich der Internationale Roma-Kongress (1981) in Göttingen unter Schirmherrschaft von Simon Wiesenthal und Indira Ghandi mit 400 Roma-Delegierten aus 26 Staaten und fünf Kontinenten brachten den Durchbruch: Der Genozid wurde von der Bundesregierung anerkannt. Staatenlose Sinti erhielten ihre deutsche Staatsbürgerschaft zurück, die Bezeichnung Sinti/Roma anstelle von Zigeuner wurde durchgesetzt und die neu entstandenen Institutionen der Volksgruppe wurden nun staatlich gefördert.
Read the rest of this entry »
März 26th, 2017 |
Published in
Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
„Doppeltes Unrecht – ein späte Entschuldigung“
Gemeinsame Publikation des deutschen Bundesgerichtshofs und des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma
Am 17. Februar 2016 fand das gemeinsame Symposium des Bundesgerichtshofs und des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma zur Aufarbeitung der Entschädigungsrechtsprechung des Bundesgerichtshofs aus den 1950er Jahren betreffend die nationalsozialistische Verfolgung von Sinti und Roma statt. Die Ergebnisse des Symposiums wurden nun in einer gemeinsamen Publikation des Bundesgerichtshof und des Zentralrats veröffentlicht. Die Broschüre enthält alle Beiträge der Veranstaltung – einschließlich der beiden Vorträge von Herrn Prof. Dr. Dr. Ingo Müller und Herrn Richter am Bundesgerichtshof a. D. Dr. Detlev Fischer – sowie die Urteile des Bundesgerichtshofs vom 7. Januar 1956, die den Gegenstand des Symposiums bildeten.
Aus dem Vorwort:
„Eine späte Entschuldigung in symbolischer Weise wie auch ganz explizit zum Ausdruck zu bringen, war der tragende Gedanke des Symposiums, das am 17. Februar 2016 in den Räumen des Bundesgerichtshofs stattgefunden hat. Die Entschuldigung gilt den Sinti und Roma, denen durch die Entschädigungsrechtsprechung des Bundesgerichtshofs in den 50er Jahren weiteres Unrecht widerfahren war. Durch eine Rechtsprechung, die die rassistische Motivation der Verfolgung der Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten negierte, die betroffene Bevölkerungsgruppe erneut pauschal diskriminierte und den rechtsuchenden Opfern Entschädigung versagte. Read the rest of this entry »
März 16th, 2017 |
Published in
Einrichtungen, Facts & Figures
Heute vor 20 Jahren, am 16. März 1997, wurde in Heidelberg das Dokumentationszentrum deutscher Sinti und Roma eröffnet.
(Quelle)
März 4th, 2017 |
Published in
Einrichtungen, Politik
Berlakovich gratuliert Gärtner-Horvath zum Vorsitz im Roma-Volksgruppenbeirat
ÖVP-Volksgruppensprecher würdigt Leistung des im Vorjahr verstorbenen Rudolf Sarközy und freut sich auf Zusammenarbeit mit neu gewähltem Obmann
Wien (OTS) – ÖVP-Volksgruppensprecher Abg. DI Nikolaus Berlakovich gratuliert Emmerich Gärtner-Horvath zu dessen Wahl zum neuen Vorsitzenden des Volksgruppenbeirats der Roma. „Gärtner-Horvath hat die Arbeit nach dem Tod seines Vorgängers Rudolf Sarközy schon provisorisch geführt und dabei viel Engagement gezeigt und Erfahrung an den Tag gelegt. Sein nunmehr auch durch Wahl bestätigter Vorsitz im Beirat lässt daher Kontinuität und solide Fortführung der Volksgruppenarbeit der Roma erwarten“, so Berlakovich.
„Rudi Sarközy hat im Bildungsbereich und ganz generell viel Verständnis für die Volksgruppe der Roma erreicht. Damit hat er den Weg für mehr Toleranz gegenüber den Volksgruppen und mehr Kooperation mit ihnen geebnet“, erklärt Berlakovich. Er sei überzeugt, dass Emmerich Gärtner-Horvath diese wichtige Arbeit zum Schutz der Volksgruppe gemeinsam mit seinem ebenfalls gestern gewählten Stellvertreter Andreas Sarközy nahtlos fortsetzen werde. „Ich wünsche dem neuen Führungsteam viel Erfolg bei der Bewältigung ihrer ebenso wichtigen wie herausfordernden Funktion und setze weiterhin auf gute Zusammenarbeit aller Volksgruppen in Österreich“, so Berlakovich abschließend.
(Pressemitteilung des ÖVP Parlamentsklubs)
März 4th, 2017 |
Published in
Einrichtungen, Politik
Staatssekretärin Duzdar gratuliert Gärtner-Horvath zum Vorsitz im Roma-Volksgruppenbeirat
Zuständige Staatssekretärin freut sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit

Wien (OTS) - Staatssekretärin Muna Duzdar gratuliert Emmerich Gärtner-Horvath (Obmann des Vereins Roma-Service) zur Wahl des Vorsitzes im Roma-Volksgruppenbeirat. „Gärtner-Horvath hat bereits im vergangenen Jahr, seit er die Agenden des verstorbenen Vorgängers Rudolf Sarközi übernommen hat, bewiesen, mit wie viel Engagement er für die Anliegen der Roma eintritt. Ich gehe davon aus, dass er diesen Einsatz auch als Vorsitzender weiterführen wird und freue mich bereits auf die weitere Zusammenarbeit“, so Duzdar. In Zusammenarbeit mit dem Volksgruppenbeirat der Roma sind in den vergangenen Jahren auch im Bundeskanzleramt viele wichtige Projekte auf den Weg gebracht worden. Mit der kürzlich erfolgten Befragung zur Roma-Strategie in Form einer Online-Konsultation konnte sich die Roma-Volksgruppe selbst in die Weichenstellungen für die kommenden Jahre einbringen. „Die chancengleiche Teilhabe aller in Österreich lebenden Menschen ist der Grundpfeiler eines positiven Zusammenlebens. Selbstverständlich sollen und müssen sich die betroffenen Gruppen in den Prozess einbringen und gehört werden. Ich bin davon überzeugt, dass die Roma-Volksgruppe mit Emmerich Gärtner-Horvath auch weiterhin einen Vertreter hat, der genau dies vorantreibt und die wichtige Arbeit von Rudolf Sarközi fortsetzt“, so Duzdar.
(Pressemitteilung des Bundespressediensts)
März 3rd, 2017 |
Published in
Einrichtungen
Regionalverband der Sinti und Roma in Augsburg feierlich eröffnet
Aussendung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma:
Am Freitag, den 17. Februar 2017, stellte sich unser neuer Regionalverband in Augsburg im Rahmen einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung der Öffentlichkeit vor. 250 Gäste waren der Einladung in den Festsaal des Augsburger Rathauses gefolgt, Oberbürgermeister Kurt Gribl eröffnete die Veranstaltung. Der Regionalverband in Augsburg wurde bereits 2016 von neun Augsburger Sinti gegründet und hat derzeit rund 50 ehrenamtliche Mitglieder, die sich für die Belange der Sinti und Roma in Augsburg einsetzen. Der Regionalverband kooperiert dabei eng mit unserem bayrischen Landesverband in Nürnberg und dem Zentralrat als seinem Dachverband.
Marcella Reinhardt, die Vorsitzende des Regionalverbands, setzt sich schon seit 2003 – zunächst ehrenamtlich beim Landesverband Nürnberg – für die Belange der Sinti und Roma ein. Mit ihrem neu gegründeten Verband will sie eine Anlaufstelle für die Angehörigen der Minderheit in Augsburg schaffen. Der Verband will in Augsburg zudem eine aktive Erinnerungskultur an die Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus etablieren. In der Halle 116 im Sheridan-Park, die als Zwangsarbeiterbaracke, als Außenlager des Konzentrationslagers Dachau genutzt wurde, soll dazu gemeinsam mit der Stadt Augsburg ein Dokumentations- und Bildungshaus eröffnet und ein Erinnerungsort geschaffen werden.
Gleichzeitig will der Verband Aufklärungsarbeit leisten, insbesondere über die auch nach Ende des NS fortgesetzte Diskriminierung und Ausgrenzung von Sinti und Roma in der Bundesrepublik. Read the rest of this entry »
Februar 26th, 2017 |
Published in
Einrichtungen, Film & Theater, Jugend & Bildung
Berlin: Neues Theaterprojekt von Amaro Drom e.V. sucht Roma-Jugendliche. Anmeldung noch bis 1. März 2017!
Hiermit laden wir die Berliner Roma/Romnja-Communities ein, an diesem speziellen Theaterprojekt mitzuwirken. Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren haben die Gelegenheit, ihre Geschichten auf die Bühne zu bringen und mit professionellen Schauspieler/innen der Roma-und-Sinti-Community gemeinsam zu spielen. Die Regie übernimmt Sandra Selimović. Schauspielerinnen und Mit-Gestalterinnen sind Joschla Weiß und Slaviša Markovič. Die Theaterproduktion wird im Tak-Theater und voraussichtlich im Hebbel-Theater gezeigt und wir reisen damit in den Schulferien nach Freiburg, zeigen unser Stück auf der Bundesjugendkonferenz von Amaro Drom, wo es über 100 andere Roma-Jugendliche gibt, die unser Stück sehen wollen.
Zur Idee:
Du wirst in Deutschland geboren und wächst hier auf, gehst zur Schule und möchtest eine Ausbildung machen. Plötzlich klingelt es an der Tür. Du öffnest und wirst von der Polizei mitgenommen. Es ist morgens 5:00 Uhr und du sitzt im Flieger in den Kosovo. Das Land deiner Großeltern und Eltern. Ein fremdes Land für dich. Was nun? Das Theaterstück setzt sich genau damit auseinander und erzählt mit der Magie des Theaters eine Geschichte.
Wir spielen Theater und es gibt Special Features: Tanz (Hip-Hop):
Du spielst mit Profischauspieler/innen, die selber Roma/Romnja und Sinti/Sintizze sind. Dadurch lernt ihr zu schauspielern, auf der Bühne zu stehen, Spaß zu haben in einem geschützten Raum. Wir haben zwei Workshop-Wochenenden, wo Spezialgäste eingeladen werden, die mit euch tanzen und Rap-Songs gestalten. Z.B. kommen voraussichtlich Safet Mistele und die Priszreni-Brüder.
Anmeldung:
Die Duldung ist nicht die Voraussetzung, um hier dabei sein zu können … Wenn du gern auf der Bühne stehst und Lust hast, deine Geschichte zu erzählen, mit uns reisen möchtest, dann bist du hier genau richtig. Bitte melde dich bis zum 1. März 2017 an bei Joschla: E-Mail
Read the rest of this entry »
Februar 24th, 2017 |
Published in
Einrichtungen, Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Romnja mitten in Wien
Romnja ando maškar le Bečesko foro
Ein Projekt von Vivaro – Viva Romnja in Zusammenarbeit mit der Fotografin Jenny Olaya-Peickner
Vernissage mit kurzer Gesprächsrunde der Porträtierten am 4. März 2017, 18 Uhr, im Hotel Altstadt, Kircheng. 41, 1070 Wien. Die Ausstellung kann auch am 5.3.2017 von 11:00 bis 18:00 Uhr besucht werden (weitere Termine werden auf der Homepage des Vereins bekanntgegeben).
In der gesellschaftlichen und medialen Wahrnehmung herrschen oftmals Vorurteile, Stereotype und Klischeebilder über Roma-Frauen. Um dem entgegenzusteuern und Frauen in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, präsentiert der neue Wiener Romnja-Verein „Vivaro – Viva Romnja“ auf seiner Website wöchentlich eine Romni. Das Ziel: Heterogenität unter Frauen, aber auch als Romnja, aufzuzeigen und das klischeehafte und romantisierte Bild „der Roma-Frau“ abzubauen, zu bekämpfen und realistische Bilder darzubieten. Frauen haben Stimmen, sind individuell, heterogen und vielfältig.
(www.vivaro.at)
Februar 3rd, 2017 |
Published in
Einrichtungen, Jugend & Bildung
Caritas entwickelt internationales Bildungsprogramm für Roma
Caritas Oberösterreich, 26.1.2017: Aufgrund fehlender Bildung gibt es (Anm.: osteuropäische) Roma, die ihren Lebensunterhalt mit Betteln bestreiten müssen. Ohne Lese-, Schreib- oder Rechenkenntnisse ist es ihnen unmöglich, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Caritas OÖ will diesen Roma künftig eine Basisbildung bieten. Wie diese aussehen soll, wird derzeit in Zusammenarbeit mit Caritas-Organisationen aus fünf weiteren EU-Ländern im Projekt BERA (Basic Education of Roma Adults) entwickelt. Dieses wird vom EU-Förderprogramm Erasmus+ finanziert. „Viele Roma haben nie eine Schule von innen gesehen, können weder Lesen, Schreiben noch Rechnen. Damit haben sie so gut wie keine Chance am Arbeitsmarkt. Betteln ist manchmal die einzige Möglichkeit, Geld zum Leben zu verdienen“, erklärt Mag.a (FH) Michaela Haunold, Leiterin des Bereichs Armutsmigration in der Caritas OÖ. Die Projektleiterin entwickelt deshalb gemeinsam mit Vertreter/innen von Caritas-Organisationen aus Bosnien-Herzegowina, Italien, Portugal, Rumänien und Serbien ein Basisbildungskonzept für erwachsene Roma.
Read the rest of this entry »
Januar 16th, 2017 |
Published in
Einrichtungen
Am 13.1.2017 fand die offizielle Eröffnungsfeier der Rom und Cinti Union e.V. statt. Zu den Gästen zählten Freunde der Rom und Cinti Union e.V., Mitarbeiter der Behörde für Arbeit und soziales Hamburg und die Senatorin für Soziales, Dr. Melanie Leonhard. Eröffnet wurde die Feier durch das traditionelle Zerschneiden des „roten Bands“ durch die Senatorin. Im Anschluss hielten Frau Sozialsenatorin Leonhard und RCU-Vorstandsvorsitzender Rudko Kawczyski eine Rede, bei der es um die Vergangenheit, die Zukunft und natürlich um die neuen Räumlichkeiten der Rom und Cinti Union e.V. ging. Danach wurde Roma-typische Musik gespielt und auf die neuen Räumlichkeiten angestoßen. Ab Montag nimmt die Rom und Cinti Union e. V. ihren normalen Betrieb wieder auf und ist weiterhin unter der neuen Adresse „Am Neumarkt 38a, 22041 Hamburg (Wandsbek)“ zu finden.
Das RCU-Beratungszentrum wurde 1987 gegründet und ist Begegnungsstelle für ansässige und migrierte Sinti und Roma zur kostenfreien und vertraulichen Kontakt- und Integrationsaufnahme in Hamburg. Die „Rom und Cinti Union e.V.“ besteht seit Mitte der 70er Jahre; ihre Satzung wurde 1982 in das Vereinsregister eingetragen. Die satzungsgemäße Aufgabe der Rom und Cinti Union e.V. ist es:
Bedingungen für die Erhaltung der kulturellen Identität der Roma und Sinti als Minderheit auf rechtlicher, sozialer und persönlicher Ebene zu schaffen, Maßnahmen zur sozialen Förderung, Selbsthilfe, Bildung und Betreuung von Kindern und Familien in Deutschland lebender Sinti und Roma anzuregen, zu unterstützen und gegebenenfalls zu übernehmen sowie Ursachen der Notlage zu erforschen und dazu Möglichkeiten und Methoden zu ihrer Behebung zu erarbeiten.
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch: Read the rest of this entry »
Januar 13th, 2017 |
Published in
Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
LORA München 92,4 | Auf Kante genäht
Gestaltung: mike_gh| 28.11.2016 | 58:25 min
>>Streaming | >>Download (mp3, 53 MB)
Aus Anlass der Ausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München“ , noch zu sehen bis 29.1.2017 (mehr hier), gestaltete das freie Radio „LORA 92,4“ eine einstündige Sendung seiner Programmreihe „Auf Kante genäht“ über Sinti und Roma in München, Bayern und Europa. Die Themen der Sendung:
- Interviews mit Kurli, einem jungen Sinto, über seine Erfahrungen im Umgang mit Kunden und in der Grundschule
- Überblick: Seit wann Sinti und Roma in Deutschland leben und wie sind behandelt wurden
- Gespräch mit H. Burger, Sozialarbeiter bei DROM, einer Beratungsstelle im Hasenbergl
- Was ist der Unterschied zwischen Integration und Teilhabe
- Ausschnitte aus dem Vortrag „Sicht auf Europa und Deutschland“ von Herbert Heuss
- Vertrauen – wen wundert es eigentlich, wenn sich Sinti und Roma auf die eigene Familie als Rückzugsort verlassen?
- Vorstellung zweier Studien zum Thema Antiziganismus
- Dazu ein Interview mit Aloe Yalpi – er hat als heilpädagogische Unterrichtshilfe Erfahrungen mit Sinti in München gesammelt
(Text: freie-radios.net)
Dezember 3rd, 2016 |
Published in
Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Willi Horvath: Musejum le palgondolipeske upre jek schukar cajt
Barikane dschene andar o cilo them schaj i Rose Marie Horvath andar i Maschkarutni Puja upri rik pre imar mule Romestar Willi Horvath (1934–2013) te prindscharel siklija. Le barikane Romengere muschikaschiske jek privati musejum kertscha.
TIP →Mri Historija: „Buena sera, Maestro!“ – Wilhelm Horvath im Gespräch, dROMa-Sonderreihe 07/15 (pdf)
O Toni Curtis, i Gina Lollobrigida taj i Claudia Cardinale – ada tschak jek tikno falato le barikane dschenendar hi, saven i Rose Marie Horvath te prindscharel schaj siklija. But kipi, suvenirs taj muschikakere instrumentscha i 76-berschengeri use jek kamlo privatiskero musejum andi komora le kherestar khetan kedija.
Te prindscharel siklija oj le muschikaschi ando 1950iger berscha ande jek mojakero ande Frankfurt. „Kada ande ajom, taj ov man dikla, taj kada me le diklom – o mentscho ande tschalatscha“, phukal i Rose Marie Horvath, pedar o ersch dikipe leha. I bari bast cidel pe sar jek lolo thav duach o dschivipe le dujendar. O Willi ojs Rom ando logeri Lackenbach ande tschapim sina. Kaj jek mojakero andar Kleinwarasdorf (becirk Uprutni Puja) pe vasch leste ande beschartscha taj afka i cili familija o naci reschim schaj prik dschivde. Read the rest of this entry »
November 25th, 2016 |
Published in
Einrichtungen, Politik
Am Montag meldete die APA, dass der IRU-„Parlamentspräsident“ Stevan Balog Radul im Namen seiner Organisation und aller Roma und Sinti in Österreich eine Wahlempfehlung für den FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer ausgesprochen habe. Offenbar gibt es inzwischen mehrere konkurrierende Verbände, die sich als Nachfolgeorganisationen des früheren Weltverbands IRU sehen. Davon erfährt man aus den Medienberichten allerdings nichts. Die APA hat es verabsäumt, dies ausreichend zu überprüfen und klarzustellen, in wessen Namen Stevan Balog Radul überhaupt sprechen kann.
Innerhalb von nur 24 Stunden haben sich daraufhin acht österreichische Roma-Organisationen (wir berichteten) von dieser Aussage eines in der österreichischen Roma-Community weithin Unbekannten distanziert, und zwar: Verein Roma-Service, Romano Centro, Verein Karika, Verein Vida Pavlović, Verein Phurdo Salzburg, Kulturverein Österreichischer Roma, VHS der burgenländischen Roma, Verein Lovara Österreich.
Nun liegt auch eine offizielle Stellungnahme von Dr. Normunds Rudevičs vor, welcher der IRU in Riga als Präsident vorsteht. Auch er weist jede organisatorische und inhaltliche Verbindung zu Stevan Balog Radul zurück:
In light of recent publications of a statement by Mr. Stevan Balog Radul in Austrian media, who is posing as “Parliamentry President” of IRU (International Romani Union), we inform that no such person is listed within the organisation. Mr. Balog can not make any official statements on behalf of the organization. We also find this development highly unacceptable, as Mr. Balog has expressed his support for a far right political candidate in Austria, Mr. Hofer. (…)
Im Anschluss der volle Wortlaut der oben zitierten Aussendung vom 25. November 2016: Read the rest of this entry »
November 21st, 2016 |
Published in
Einrichtungen, Politik
Aktualisierung, 22.11.2016: Auch Gilda Horvath, Obfrau des Vereins Lovara, und die VHS der burgenländischen Roma haben sich inzwischen von den Aussagen des Hrn. Balog Radul distanziert. Somit sind es bereits acht namhafte österreichische Roma-Organisationen.
Gemeinsame Aussendung der Roma-Organisationen:
Wien/Oberwart/Salzburg/Kleinbachselten (OTS) — Die Roma-Organisationen Romano Centro (Wien), Verein Karika (Oberwart), Roma-Service (Kleinbachselten), Vida Pavlović (Wien) und Verein Phurdo (Salzburg) distanzieren sich ausdrücklich von den Aussagen der „Internationalen Roma Union“ (IRU) und ihres Vertreters Stevan Balog Radul, wonach „die Gemeinschaft der Roma und Sinti in Österreich (…) geschlossen hinter Ing. Norbert Hofer“ stehen würde. Die Tageszeitung Die Presse sowie die Wiener Zeitung berichteten heute darüber. Der Kulturverein österreichischer Roma hat sich bereits distanziert, wie ebenfalls berichtet wurde.
Stevan Balog Radul hat seine private Meinung als Meinung der Volksgruppe dargestellt. Dies können wir nicht hinnehmen.
Vertreter der FPÖ sind in der Vergangenheit häufig mit abwertenden und beleidigenden Aussagen über Roma aufgefallen, ihr nahe stehende Medien wie „Zur Zeit“ oder „Die Aula“ verbreiten immer wieder rassistische Inhalte. Deshalb ist es nicht vorstellbar, dass ein FPÖ-Kandidat die Interessen der Roma/Romnja und Sinti/Sintize in Österreich vertreten wird.
Rückfragen & Kontakt:
Andrea Härle (Romano Centro)
Emmerich Gärtner-Horvath (Roma-Service, Stv. Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma)
Oktober 19th, 2016 |
Published in
Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

Wiener Park wird nach dem Lyriker Ilija Jovanović benannt – Feier zur Benennung am 22. Oktober 2016, 14 Uhr
Der Park am Wildgansplatz wird nach dem Lyriker Ilija Jovanović benannt. Ilija Jovanović war einer der Gründer des Vereins Romano Centro, der seinen Sitz direkt am Park hat und sich seit 25 Jahren für Roma einsetzt. Romano Centro hat die Benennung angeregt, um seinen langjährigen Obmann zu ehren und um die Leistungen von Roma und Romnja in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Bezirk und Stadt haben die Benennung befürwortet und am Samstag, 22. Oktober 2016 ist es endlich soweit: Die Namens-Tafel wird feierlich enthüllt.
Ilija Jovanović (1950-2010)
Ilija Jovanović, wurde 1950 in einer Romasiedlung in Rumska (Serbien) geboren. Trotz der schwierigen Lebensbedingungen gelang es dem Vater, Ilija schon früh für Literatur zu begeistern. 1970 kam Ilija Jovanović nach Österreich, er fasste in Wien Fuß und begann neben seiner Arbeit im AKH zu schreiben, zunächst in Serbisch, später in Deutsch und in seiner Muttersprache Romanes. Er engagierte sich in mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen, vor allem im Romano Centro, das er 1991 gemeinsam mit anderen begründete und dessen Obmann er viele Jahre war. Die Lernhilfe für Roma, die der Verein seit über 20 Jahren durchführt und die Hunderten von Kindern zu schulischem Erfolg verholfen hat, geht auf seine Initiative zurück.
Ilija Jovanović hat seine Gedichte in drei eigenen Lyrikbänden und zahlreichen Anthologien veröffentlicht. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, u.a. den Theodor-Körner-Preis 1999 und den Exil-Lyrik-Preis 2010. Im Jahr 2008 wurde ihm das Bundes-Ehrenzeichen für Verdienste um den interkulturellen Dialog verliehen. Eine besondere Auszeichnung für ihn war, dass die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek das Nachwort zu seinem letzten Buch verfasst hat. Read the rest of this entry »
Oktober 13th, 2016 |
Published in
Einrichtungen, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Wissenschaft
Genau vor zwanzig Jahren veröffentlichte das European Roma Rights Centre (ERRC) die allererste Ausgabe seines „Roma Rights Journal“, eines Magazins, das sich – über lange Zeit als eines von nur sehr wenigen akademischen Publikationsmedien – mit der Minderheit der Roma befasste. Im Rückblick auf die Anfänge ihres Mediums lässt die in Budapest ansässige internationale Menschenrechts-NGO heute durchaus Optimismus erkennen: „Es ist ermutigend zu sehen, wie weit wir in den letzten zwanzig Jahren gekommen sind.“ So mancher Missstand, der das Leben der Roma-Gemeinschaft vor zwanzig Jahren geprägt hatte, hätte heute, 54 Ausgaben später (sieben davon waren Doppelnummern), einiges an Brisanz verloren:
In 1996, the state of Roma rights in Europe was very different to the situation we see today. Looking back at the issues that are mentioned in this first edition, it is encouraging to note that many of these atrocities are no longer a constant presence in the lives of Roma in Europe. No matter how disheartening the fight for Roma Rights can be, it is emboldening to see how far we have come in the last twenty years. Read the rest of this entry »
Oktober 9th, 2016 |
Published in
Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Interview, Literatur & Bücher, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Martina Schedl (2012): „Mri Historija“ gelesen mit Axel Honneth. Über die Bedeutung von Anerkennung und Missachtung in 15 Lebensgeschichten burgenländischer Roma
Diplomarbeit, Universität Wien (Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft), 127 S.
→Download der UB Wien (pdf)
Abstract: Innerhalb der hier vorliegenden Arbeit wird die Zeitzeugendokumentation „Mri Historija (Meine Geschichte) – Lebensgeschichten burgenländischer Roma“, erstellt vom Verein „Roma-Service“, aus anerkennungstheoretisch fundierter Perspektive betrachtet. Dabei bildet das Anerkennungsmodell des deutschen Sozialphilosophen Axel Honneth das theoretische Fundament der Untersuchung. Honneth differenziert zwischen drei Anerkennungsmustern – Liebe, Recht und Solidarität –, denen er drei Missachtungsformen – Misshandlung, Entrechtung, Entwürdigung – entgegenstellt. Diese Unterscheidung trifft er aufgrund ihrer jeweiligen Bedeutung für Formen des Selbstbezugs – Selbstvertrauen, Selbstachtung und Selbstschätzung. Mit Hilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wurde „Mri Historija“ nach der Bedeutung von Anerkennungs- bzw. Missachtungserfahrungen für Handlungsfreiheit und Selbstwert der 15 erzählenden Burgenland-Roma betrachtet.
„Mri Historija“ ist nicht nur als Beitrag zur österreichischen Erinnerungskultur zu sehen, sondern gleichzeitig als kritische Thematisierung von sozialen Ausschließungsprozessen, die eine selbstbestimmte Lebenspraxis behindern und sich negativ auf den Selbstwert der Individuen auswirken können. In „Mri Historija“ werden jedoch Entwicklungen sichtbar, die auf ein wachsendes Selbstbewusstsein der Burgenland-Roma verweisen. (M. Schedl, S. 120)
Read the rest of this entry »
September 29th, 2016 |
Published in
Einrichtungen, Geschichte & Gedenken
Nach dem Konkurs hätte der Verkauf des Attentat-Denkmals den Oberwarter Verein retten sollen. Daraus wird nichts: Die Schulden sind zu hoch, das Vermögen wird liquidiert. Die Gedenkstätte soll nun das Land Burgenland übernehmen – die Genehmigung des Gerichts steht allerdings noch aus.
Roland Pittner/Kurier, 29.9.2016: Der Verein Roma Oberwart ist insolvent. Wie der KURIER berichtet hat, hätte der Verkauf der Gedenkstätte an das Attentat auf die Roma in Oberwart im Jahr 1995 den Verein retten sollen. Das Grundstück samt Mahnmal für die fünf durch eine Rohrbombe von Franz Fuchs ermordeten Roma steht im Besitz des Vereins. Das Land hätte als Käufer einspringen sollen, um den Verein zu retten.
Doch daraus wird nichts, wie Masseverwalter Wolfgang Steflitsch im KURIER-Gespräch erklärt. „Der Sanierungsplanantrag vom Verein Roma wurde zurückgezogen, deshalb fand keine Tagsatzung statt und der Verein ist beendet“, sagt Steflitsch. Das gesamte vorhandene Vermögen, die Gedenkstätte, ein Baugrundstück sowie ein VW-Bus werden liquidiert, um die Verbindlichkeiten und Verfahrenskosten zu bezahlen. „Den Verein wird es noch offiziell bis Jahresende geben, die Tätigkeit ist aber eingestellt“, sagt Obmann Hans Baranyai im KURIER-Gespräch. Es gibt auch schon Überlegungen, dass andere Vereine das Lernprojekt für Roma in Oberwart weiterführen. „Wir hoffen, dass das so schnell wie möglich weitergehen kann“, sagt Baranyai.
Grund für das Aus war die Höhe der Forderungen von etwa 160.000 Euro. „Es hätte dem Steuerzahler nur viel Geld gekostet, der Romaverein hätte nichts davon gehabt“, meint Steflitsch. Grund für die hohen Außenstände waren verzögerte Fördergelder, die so lange nicht eintrafen, bis die Bank einen Überbrückungskredit fällig gestellt hat. „Ungereimtheiten oder strafrechtliche Problematiken gibt es keine“, sagt Steflitsch. Die Attentat-Gedenkstätte soll allerdings nicht versteigert werden. „Wir brauchen noch die Genehmigung des Gerichts, um es der Gebietskörperschaft, die es zum Zweck der Gedenkstätte an den Verein übertragen hat, zurückzugeben“, sagt Steflitsch. Somit würde das Land das Grundstück bekommen und sich um die Gedenkstätte kümmern. Read the rest of this entry »
September 29th, 2016 |
Published in
Einrichtungen, Internet & Blogothek, Politik
Österreichische Roma-Dialogplattform startet Online-Portal: Umfrage – Ihre Meinung zur Roma-Inklusion in Österreich
Durch den EU-Rahmen für Nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020 sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufgefordert, die aktive Einbindung der gesamten Roma-Zivilgesellschaft in die Umsetzung der nationalen Roma-Strategien zu fördern. Die österreichische Nationale Roma-Kontaktstelle im Bundeskanzleramt hat zu diesem Zweck im Juni 2012 eine Roma-Dialogplattform geschaffen. Mit einem neuen Online-Portal, das am Mittwoch präsentiert wurde, möchte die Nationale Roma-Kontaktstelle nun die Möglichkeit geben, sich direkt an der Weiterentwicklung der österreichischen Roma-Strategie zu beteiligen. Die Kontaktstelle lädt vor allem Angehörige der Volksgruppe ein, bei einer Umfrage Vorschläge zu den Bereichen Wohnen, Arbeitsplätze und Soziales einzubringen. Zwei Monate lang haben Interessierte Gelegenheit, auf dem Online-Portal Fragen zu beantworten, etwa zum Handlungsbedarf in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Bekämpfung von Diskriminierung. Auch das Strategiepapier kann online diskutiert werden. Im Folgenden der Aufruf der Roma-Kontaktstelle:
Teilen Sie uns mit, welche Erwartungen Sie an die österreichische Roma-Strategie haben. Wir möchten wissen, welche Themen Sie besonders bewegen, wo Sie Entwicklungspotential sehen und wie Inklusion am wirksamsten erreicht werden kann: Read the rest of this entry »