Facts & Figures (458)
Januar 18th, 2023 | Published in Facts & Figures, Film & Theater
(Quelle)
Januar 18th, 2023 | Published in Facts & Figures, Film & Theater
(Quelle)
Dezember 17th, 2022 | Published in Einrichtungen, Film & Theater, Veranstaltungen & Ausstellungen
Ake Dikhea? jek internacijonali festivalo filmenca Romendar taj Sintijendar taj Romenca taj Sintijenca hi. O festivalo sajt 2017, sako bersch ande Berlin tel likerdo ol. Ov sikal o them andar o dikipe le Romendar taj o phutschajipe terdscharel, sar on pumen diken taj sar on dikle te ol kamna. O aktujeli falinipe la representacijatar le Romendar ando filmiskero dschivipe ham te butschol, hot ando europitiko kino tschak tschule hangi del, save i dschivdi rejaliteta taj o sako diveseskere terdschijiptscha le Romendar, latsche sikan. Ake Dikhea? Festival of Romani Film le dikipeske adale perspektivendar pomoschinel taj gejng o dime rasistischi medijengere kurstscha pe berscharel. Kerdo ol o festivalo telal o kinstlerischi schero Hamze Bytyçi andar i Romengeri-organisacija RomaTrial e. V. andar Berlin. O lek terneder ardipe usar o 24to dschi uso 30kero oktoberi ande Berlin sina. Andi ada berschengeri jury te i betschitiki Romni, Simonida Selimović, sina. Upro programo le festivalostar, 25 filmiskere produkcijontscha terdschonahi, le Romendar, Romenca taj pedar Roma, tel lendar te „Leaving Beginnings Behind“ (dROMa 68). Pasche o filmiskere sikajiptscha, o festivalo te use disvkusijonakere mulatintschage taj use jek necverkiskero talalinipe Romengere-filmiskere keraschendar, akartscha.
Ake Dikhea? (Romanes für: „Na, siehst du?“) ist ein internationales Festival mit Filmen von und mit Roma und Sinti. Das Festival findet seit 2017 alljährlich in Berlin statt. Es zeigt die Welt aus dem Blickwinkel von Roma und stellt die Frage, wie sie sich selbst sehen und wie sie gesehen werden wollen. Der akute Mangel an Repräsentation von Roma in der Filmbranche bedeutet auch, dass es im europäischen Kino nur wenige Stimmen gibt, die die gelebte Realität und die Alltagserfahrungen von Roma angemessen zeigen. Read the rest of this entry »
Dezember 4th, 2022 | Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Kinodokumentarfilm von Andrei Schwartz (D 2022)
»Ein berührendes Porträt von Menschen, die jeder Widrigkeit trotzen und versuchen, sich ein Stück Normalität aufzubauen.« (Dok.Fest München)
November 1st, 2022 | Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher
Überlegungen zum Themenfeld Antiziganismus und Film. Eine Handreichung für Multiplikator*innen aus Film und Bildungsarbeit
→Hier bestellen (E-Mail) | →Download (pdf)
Welche Filme fallen Ihnen ein, in denen es um Sinti und Roma geht? In welchen dieser Filme sind die Roma-Figuren Anwält*innen, Lehrer*innen oder Buchhändler*innen? Und in wie vielen der Filme spielt der Holocaust an Sinti und Roma eine Rolle?
Im europäischen wie im deutschen (Spiel-)Film gibt es wenig Raum für Geschichten, die einen differenzierten und innovativen Blick auf das Leben der größten Minderheit Europas werfen. Allzu oft werden stattdessen Klischees reproduziert, häufig durch eine Fokussierung auf Armut, Kriminalität, vermeintlich Exotisches oder ‚Außenseitertum‘. Das ist wenig überraschend, denn in Deutschland wie in Europa gehört Antiziganismus zur gesellschaftlichen und damit auch zur filmisch wiedergegebenen Normalität. Die Reproduktion von ausgrenzenden und diskriminierenden Stereotypen in Film und Fernsehen verstärkt und legitimiert den gesellschaftlichen Ausschluss einmal mehr. Eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Diskriminierung von Sinti und Roma und den zugrundeliegenden Ideologien und Strukturen findet kaum statt. Dieses mangelnde Bewusstsein über Ausprägungen und Reichweite von Antiziganismus erschwert, dass sich die Gesellschaft, und eben auch Filmschaffende, mit dem Thema (selbst-)kritisch auseinandersetzen können.
Hier setzt diese Broschüre an: In drei Abschnitten werden antiziganistische Bilder im (Spiel-)Film, gängige Erzählmuster und die strukturellen Hindernisse für eine kritische Beschäftigung mit diesen Themen in der Filmlandschaft beleuchtet. Read the rest of this entry »
Oktober 23rd, 2022 | Published in Film & Theater
24.–30.10.2022: 6. Internationales Roma-Filmfestival Berlin
AKE DIKHEA? ist ein internationales Festival mit Filmen von und mit Roma und Sinti, das seit 2017 alljährlich in Berlin stattfindet. Es zeigt die Welt aus deren Perspektive und stellt die Frage, wie sie sich selbst sehen und wie sie gesehen werden wollen. In Romanes bedeutet „AKE DIKHEA?“: „NA SIEHST DU?“.
Das 6. Internationale Roma-Filmfestival AKE DIKHEA? beginnt am 10. Jahrestag der Einweihung des Denkmals für die ermordeten Sinti und Roma Europas, am 24. Oktober 2022, und wirft aus diesem Anlass einen kritischen Blick auf die heutigen Erinnerungskultur(en) in Deutschland und Europa: Die Errichtung des Denkmals wurde nur durch Jahrzehnte selbstorganisierter, zivilgesellschaftlicher Kämpfe erstritten und auch erst 67 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fertig gestellt. Und heute wird es durch den Bau einer S-Bahn-Linie bedroht, wodurch es massiv am symbolischen Wert einbüßt – genauso wie der lange Kampf für die Anerkennung der an den Roma und Sinti begangenen Naziverbrechen.
Auch im Filmbereich gibt es zahlreiche Beispiele fehlender Achtung den Roma und Sinti gegenüber, auch angesichts der NS-Verbrechen. Die von Nina Gladitz filmisch festgehaltenen und äußerst seltenen Zeugenaussagen von Sinti-Holocaust-Überlebenden aus den frühen 1980er Jahren wurden vom WDR vierzig Jahre lang im Giftschrank gehalten, weil die NS-Regisseurin Leni Riefenstahl durch die Aufnahmen ihren Ruf geschädigt sah. Die erste Aufführung des Dokumentarfilms „Zeit des Schweigens und der Dunkelheit“ im internationalen Kinokontext am 27. Oktober gehört daher zu den Highlights des Festivals. Read the rest of this entry »
Oktober 20th, 2022 | Published in Einrichtungen, Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte, Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen
Filmemacher Kurt Bauer feiert Filmpremiere im Franziskanerkloster Salzburg
Wie geht es den Armen, Notreisenden, Roma und Obdachlosen in Salzburg in unserer herausfordernden Zeit? Wie war es früher? Damit beschäftigt sich der Film „Ein Herz für Arme in Salzburg“. Premiere wird am 21. Okt. 2022 um 19 Uhr im Salzburger Franziskanerkloster (Franziskanergasse 5) gefeiert.
Filmemacher Kurt Bauer war dafür beim Projekt „VinziTisch“, das Lebensmittel an Bedürftige verteilt, bei den Roma unter der Salzachbrücke, bei den Schlafplätzen des Projektes „Biwak“ und der rollenden Arztpraxis „Virgilbus“, bei der Obdachlosenversorgung der Caritas sowie bei der Aktion „Roma Los“ der evangelischen Kirche.
„Mein Film ist eine Wertschätzung an die vielen Hände und Herzen, die ich seit acht Jahren mit meinen Filmen zum Thema Armut von unterschiedlichen Blickpunkten aus abgebildet habe. In dem jetzigen Film habe ich besonderes Augenmerk auf die helfenden Händen im Hintergrund gerichtet, ohne die viele Menschen weiterhin nichts zu Essen hätten. Dieser Film ist daher auch ein Dank an alle Menschen, die die vielen Projekte unterstützen“, so Bauer.
Zum Film sprechen Kurt Bauer, P. Thomas und Bruder Beda (Franziskaner) sowie Thorsten Binder (Caritas).
Eintritt: Frei – Spenden erbeten!
(Text: Erzdiözese Salzburg)
Oktober 7th, 2022 | Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Veranstaltungen & Ausstellungen
Videoproduktionen – Geschichte der burgenländischen Roma
Vortrag von Walter Reiss und Gerhard Baumgartner
Veranstaltung der Roma Volkshochschule Burgenland
7.10.2022, 19:00 bis 21:30 in Oberwart
Zentralmusikschule/Ambrosig. 13
Anmeldung: 0664/35 81 489, office@vhs-roma.eu
Eine Serie von neun Video-Lectures für den Schulunterricht, die Erwachsenenbildung und alle Interessierte wird erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Die ersten Roma im Burgenland (16. bis 18. Jhdt.)/ Heimatrecht und Migration (19. Jhdt.)/ Sprache und Kultur der Roma, Sinti und Lovara/ Roma in historischen Filmquellen/ Roma als Objekte obrigkeitsstaatlicher und polizeilicher Maßnahmen/ Roma im Nationalsozialismus (1938 bis 1945)/ Die Überlebenden der Konzentrationslager (1945 bis 1965)/ Beginn der internationalen und der österreichischen Romabewegung (1968 bis 1995)/ Österreichische Roma heute.
(Ankündigung: erinnern.at)
September 25th, 2022 | Published in Film & Theater
Online verfügbar bis 28.9.22: →ARD-Mediathek
[ohne Hilfsmittel nur aus Deutschland abrufbar (Geoblocking)]
Ein Film von Philip Scheffner & Colorado Velcu
Deutschland 2016, 93 min (Website)
Romani/Rumänisch mit deutschem Voice-over
Als Familie Velcu von Rumänien nach Deutschland übersiedelte, begannen sie, ihr Leben mit Kameras festzuhalten. Es entstand eine multiperspektivische Familiensaga – mal melancholisch, dann wieder witzig und charmant – über das Leben einer Roma-Familie in Berlin.
September 22nd, 2022 | Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Ein Spielfilm von Michal Blaško
Drehbuch: Jakub Medvecký
2022, SK/CZ/DE, 91 min | →Website
Der Film wird am 3.10. um 18.45 beim Filmfest Hamburg gezeigt.
Rassismus, Fake News und den Aufstieg der neuen Rechten. Irina ist eine alleinerziehende Mutter aus der Ukraine, die in einer tschechischen Kleinstadt lebt. Eines Nachts wird ihr 13-jähriger Sohn Igor überfallen und schwer verletzt. Als er aus der Narkose erwacht, beschuldigt er die Roma-Nachbarn. Während die Polizei ermittelt, solidarisiert sich die ganze Stadt mit Mutter und Sohn und kämpft an der Seite von Irina für Gerechtigkeit. Doch als eine große Kampagne anrollt, bei der verschiedene Akteure aus Medien, Politik und Zivilgesellschaft den Vorfall für ihre eigenen Zwecke nutzen wollen, wird Irina unsicher.
MICHAL BLAŠKO (*1989 in Bratislava) studierte Regie und Drehbuch an der Filmakademie Miroslav Ondříček im tschechischen Písek und danach Regie an der Hochschule für Musische Künste Bratislava (VSMU).
August 24th, 2022 | Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Zwischen dem 22. Und dem 26. August attackierte ein deutscher Mob ein mehrheitlich von Vietnamesen bewohntes Haus in Rostock-Lichtenhagen. Dieses tagelange Pogrom [das sich zunächst an der rassistischen Hetze gegen Roma-Flüchtlinge aus Rumänien entzündete (mehr hier), Anm. dROMa] wurde von einer applaudierenden Menge begleitet, die sich in einer volksfestähnlichen Stimmung befand. Dies waren die heftigsten rassistischen Ausschreitungen in der deutschen Nachkriegsgeschichte und zugleich ein Ausdruck der Stimmung in Deutschland nach der Wiedervereinigung.
Die Videoproduktion „The Truth lies in Rostock” entstand 1993 unter maßgeblicher Beteiligung von Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Geschehnisse im attackierten Wohnheim befanden. Read the rest of this entry »
Juli 24th, 2022 | Published in Film & Theater
Die Kritiker verglichen sie mit Greta Garbo oder Marlene Dietrich. Gefeiert wurde sie in etlichen Artikeln überschwänglich als „sensationelle Besetzung“, „polyglotter Star“ und „schauspielerisches Naturtalent“. Und in den begehrten Sammelbildern einer deutschen Zigarettenfabrik fand sich ihr Foto neben dem der Stummfilm-Ikone Asta Nielsen. Doch trotz alledem ist die französische Schauspielerin Tela Tchaï (1909–1993) heute nahezu vergessen.
Der Bielefelder Germanist Prof. Klaus-Michael Bogdal hat sich auf Spurensuche begeben und faszinierende Details aus der Lebensgeschichte der Aktrice zusammengetragen, die 1909 als Martha Winterstein im französisch-deutsch-belgischen Grenzgebiet geboren wurde und aus einer Manouche-Familie stammt. Von seinen mühevollen Recherchen berichtet der emeritierte Literaturwissenschaftler am 25. Juli, 18 Uhr, bei einem öffentlichen Vortrag im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in der Bremeneckgasse 2 in Heidelberg.
Faktisch beendet wurde die Karriere von Tela Tchaï durch den Einmarsch der Wehrmacht in Frankreich im Mai 1940. Allerdings liegt auch ihre zweite, durchaus erfolgreiche Karriere als Malerin weitgehend im Dunkeln.
Juli 21st, 2022 | Published in Film & Theater, Radio, Podcast & TV
Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma: 3sat zeigt drei Dokumentarfilme von Peter Nestler
Anlässlich des „Europäischen Holocaust-Gedenktags für Sinti und Roma“ am 2. August zeigt 3sat am 25. Juli 2022 ab 22.25 Uhr die Filme „Unrecht und Widerstand – Romani Rose und die Bürgerrechtsbewegung“ (D 2022) und „Der offene Blick – Künstlerinnen und Künstler der Sinti und Roma“ (D 2022) von Dokumentarfilmer Peter Nestler in Erstausstrahlung. Am 26. Juli 2022, 2.35 Uhr, folgt Nestlers Film „Fremde Kinder: Mit der Musik groß werden“ (D 2003). Außerdem präsentiert 3sat in der 3sat-Mediathek ein Konzert der „Roma und Sinti Philharmoniker“ vom „Morgenland Festival Osnabrück“ im November 2021. Alle Beiträge sind ab 24. Juli 2022, 22.25 Uhr, für 90 Tage in der 3sat-Mediathek abrufbar.
Unrecht und Widerstand
Über acht Jahrzehnte haben deutsche Sinti und Roma Unrecht erfahren. In seinem neuen Dokumentarfilm „Unrecht und Widerstand – Romani Rose und die Bürgerrechtsbewegung“ erzählt Peter Nestler von Romani Roses Familie, ihrem Widerstand und ihrem Beharren auf Gerechtigkeit. Es ist die leidvolle Geschichte einer Minderheit zwischen Trauma und Selbstbehauptung, die die gesamte Nachkriegszeit hindurch bis in die Gegenwart hinein Gewalt und behördliche Schikanen erlitt und nur dank einer Bürgerrechtsbewegung Anerkennung erfuhr. Read the rest of this entry »
Mai 27th, 2022 | Published in Einrichtungen, Film & Theater, Frauenrechte, dROMa (Magazin)
Viermal hatte das „Internationale Theaterfestival Roma Heroes“ bislang stattfinden können. Im Mai ging das Theatertreffen in Budapest nun in die nächste Runde. Trägerin ist die Initiative „Independent Theater Hungary“ unter der Leitung von Rodrigó Balogh, der, selbst professioneller Schauspieler am ungarischen Kammertheater, den rassistischen Klischees im Theater 2007 mit einem eigenen Roma-Theater begegnen wollte. 2017 mündete diese Arbeit in die Gründung eines jährlichen Festivals, das – bis dahin weltweit einzigartig – Roma-Theatergruppen aus verschiedenen Ländern zusammenführt. Zu sehen waren seither etwa Aufführungen des feministischen Roma-Theaters „Giuvlipen“ und des Kulturzentrums „ArtHub“ aus Bukarest, der Gruppe „Ara Art“ aus Prag oder des Wiener Vereins „Romano Svato“. Besonderes Augenmerk gilt der Talentförderung und Jugend-Workshops. Alle Aufführungen werden aufgezeichnet, um sie zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Hinzu kommen zwei veröffentlichte Stücksammlungen und eine Wanderausstellung.
Dschijakana schtarvar o „internacijonali teateriskero festivalo Roma Heroes“ schaj kerdo ulo. Ando maj dschal o teateriskero talalinipe ande Budapest, akan andi arti rik. Ledschaschkija hi i inicijativa „Independent Theater Hungary“ telal o schero Rodrigó Balogh, savo profesijoneli schauschpileri upro ungriko kameriskero teateri hi, taj savo le klasischi klischejenge ando teateri 2007 jeke ajgeni Romengere-teateriha te talalinel kamlahi. 2017 kisetintscha aja buti ando keripe jeke sako berscheskere festivalostar, savo – upro cilo them jekoschno hi – produkcijontscha Romengere-teateriskere grupendar andar mindenfelitike vilagi khetan anel. Te dikel sina dschijakana o falati le feministischi Romengere-teateristar „Giuvlipen“ taj le kulturakere centrumistar „ArtHub“ andar Bukarest, la grupnatar „Ara Art“ andar Prag vaj le betschitike farajnistar „Romano Svato“. Read the rest of this entry »
Mai 23rd, 2022 | Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV
Dokumentarfilm von Adrian Oeser, 44:56 min
Hessischer Rundfunk/Fernsehen | Erstausstrahlung: 7.4.2022
Jùlie Halilic ist stolz, wenn sie an ihren Großvater denkt. Wallani Georg erkämpfte gemeinsam mit anderen Bürgerrechtlern, dass der Massenmord an den Sinti und Roma 1982 als Völkermord anerkannt wurde.
Mit persönlichen Lebenswegen zeichnet der Film emotional und eindrucksvoll die Geschichte von Deutschlands größter nationaler Minderheit nach und macht bisher unerzählte Perspektiven sichtbar. Individuelle Geschichten und bisher kaum gezeigtes Archivmaterial nehmen mit in eine Zeit, in der Sinti und Roma weiter diskriminiert wurden und in der sie sich schließlich zur Wehr setzten. Unter den historischen Aufnahmen aus den ARD-Archiven fand Filmautor Adrian Oeser viele Szenen, die deutlich machen, wie stark der Rassismus gegen Sinti und Roma nach 1945 fortdauerte – und auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer wieder befeuert wurde. Die Dokumentation „Der lange Weg der Sinti und Roma“ ist damit auch eine kritische Auseinandersetzung der ARD mit ihrer eigenen Geschichte.
Der Film zeigt darüber hinaus, dass eine Aufarbeitung in vielen gesellschaftlichen Bereichen bis heute notwendig ist. Bis in die 1980er Jahre arbeiteten Landeskriminalämter und Forscher in ganz Deutschland mit den Akten der Rassenhygieniker aus der Nazizeit weiter, um Sinti und Roma systematisch zu erfassen. Erst die Bürgerrechtler konnten diese Aktenbestände in den 1980er Jahren freipressen. Read the rest of this entry »
Mai 20th, 2022 | Published in Film & Theater
Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat Andrei Schwartz eine Gruppe von rumänischen Roma begleitet, die seit Jahren zwischen ihrer Heimat und Hamburg pendeln.
Kinodokumentarfilm von Andrei Schwartz, Deutschland 2022. Seine Premiere feierte der Film auf dem DOK.fest München am 5. Mai 2022.
Mangels Arbeit in Rumänien verdienen sie den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder in Hamburg mit Betteln. Sie schlafen unter Brücken und in Parks, in ständiger Angst entdeckt und vertrieben zu werden. Für die städtischen Behörden gelten sie als „freiwillige Obdachlose“, der Zugang zu den Notprogrammen bleibt ihnen sogar im Winter verwehrt. Alle paar Monate fahren sie heim, zurück zu ihren Kindern und Verwandten. In eine Heimat, die ihnen seit der Wende weder Arbeitsplätze noch eine Perspektive bietet. Die zwei Hauptprotagonisten Maria und Tirloi sind die einzigen, die es geschafft haben, sich ein Stück Normalität aufzubauen. Sie bilden die Brücke zwischen den beiden Welten: Er hat Arbeit, sie geht noch immer betteln. Und sie haben eine Bleibe: Eine kleine Wohnung in einem Gemeindehaus, wo sie nach Feierabend zanken und Pläne schmieden. Vielleicht ein Anfang, auch für ihre Enkelin Ioana, die inzwischen die Schule besucht. Die 13-Jährige ist die erste in der Familie, die lesen und schreiben kann.
Ein Film über das Gelingen und das Scheitern, und den Preis den man dafür zahlt.
(Text: Wüste Film)
Februar 27th, 2022 | Published in Film & Theater, Frauenrechte, Sport
Spielfilm von Hüseyin Tabak mit Alina Șerban (109 min, D 2018) | Nächste Ausstrahlung: 10. März um 14:15 | Online verfügbar bis 24/03/2022
Die junge alleinerziehende Romni Ali wurde nicht umsonst nach Muhammad Ali benannt – denn die ehemalige Profiboxerin hat ein wahres Talent für den Kampfsport. Nun kämpft sie sich durch Gelegenheitsjobs, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen … Filmdrama über eine starke Frau, die sich gegen alle Widerstände mutig durchs Leben boxt.
Die alleinerziehende Mutter Ali lebt mit ihren beiden Kindern und ihrer verträumten Mitbewohnerin Mary in Hamburg. Von ihrem cholerischen Vater aus ihrer Heimat in Rumänien verstoßen, versucht Ali sich seitdem als Zimmermädchen über Wasser zu halten. Als sie ihre Arbeit jedoch plötzlich verliert, sind Alis Existenzsorgen größer denn je. Sie kämpft sich mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs durch – bis sie einen Job in der Kneipe Ritze auf dem Hamburger Kiez bekommt. In der berühmten Bar ist im Untergeschoss ein Boxclub untergebracht. Ali, die in ihrer Jugend selbst begeisterte Boxerin war, wird beim Anblick des Boxrings von ihrer alten Leidenschaft gepackt. Der abgehalfterte Besitzer der Ritze und ehemalige Profiboxer Tanne erkennt Alis Talent sofort und nimmt sie unter seine Fittiche. Von nun an steigt Ali als „Gipsy Queen“ in den Ring und hofft, mit dem Boxen endlich genug Geld zu verdienen, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen … Doch alles kommt anders und plötzlich verliert sie das Einzige, was ihr in den schweren Zeiten Halt gab – ihre Kinder. Während das Jugendamt nach einer Pflegefamilie sucht, lässt Ali sich nicht aufhalten und kämpft weiter für ihre Familie.
Februar 24th, 2022 | Published in Film & Theater, Interview
„Wir zelebrieren die Vielfalt“
Riah Knight und Lindy Larsson sind Roma und Stars am Maxim-Gorki-Theater. Im DW-Video erzählen sie von ihrer bewegenden Geschichte – und wie sie in Berlin eine künstlerische Heimat fanden.
(Beitrag: Milutin Jovanovic/Keno Verseck, www.dw.com)
Januar 31st, 2022 | Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Radio, Podcast & TV
Von der Filmkulisse ins KZ: Das Schicksal der Gefangenen im ‚Zigeunerlager’ Maxglan [→Schattenorte: Podcast der Salzburger Nachrichten]
Im Podcast „Schattenorte“ beleuchten die SN-Redakteurinnen Anna Boschner und Simona Pinwinkler die dunkle Geschichte in Stadt und Land Salzburg. Die aktuelle Folge behandelt das Salzburger NS-Zwangslager Maxglan: „Mehr als 200 Roma und Sinti waren während der NS-Zeit in Leopoldskron-Moos in einem Anhaltelager inhaftiert. Darunter Männer, Frauen und Kinder. Nur wenige überlebten“, heißt es in der Ankündigung zum Podcast vom 30. Jänner:
Aus der Sendungsankündigung:
„[...] Im als ‚Zigeunerlager Maxglan‘ bezeichneten Zwangslager waren bis zu 250 Frauen, Männer und Kinder inhaftiert. Es herrschte Arbeitszwang. Einige von ihnen wurden für den Film ‚Tiefland’ von Leni Riefenstahl als Komparsen eingesetzt. Bis zuletzt behauptete die deutsche Regisseurin, die Nazi-Propagandafilme drehte, nichts von dem Schicksal der Menschen gewusst zu haben. Der Historiker Roland Cerny-Werner„ hat sich mit der Aufarbeitung des Films beschäftigt und erklärt im Podcast, warum die Unwissenheit Riefenstahls unglaubwürdig erscheint. Wie hat die Salzburger Bevölkerung auf die Entrechtung der Roma und Sinti reagiert? Und was geschah mit den Insassen? Darüber sprechen Historikerin Erika Thurner und Historiker Gert Kerschbaumer in dieser Podcastfolge.“
Januar 16th, 2022 | Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken
No Roses on a Sailor’s Grave
Dokumentarfilm von Daniel Oron (Regie) und John Henry Phillips
Go Button Media, UK 2020, 83 Min.
In einem Dokumentarfilm und einem Buch berichtet der Engländer John Henry Phillips von einer ungewöhnlichen Freundvschaft und dem letzten Wunsch eines Seemanns. Aber eigentlich erzählt er viel mehr. Was das alles mit Roma zu tun hat, lesen Sie in der neuen Ausgabe unseres Magazins dROMa.
Januar 8th, 2022 | Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)
So o rodipe pal jek phagerdo hajo pedar o Roma phukal
Ande jek dokumentacijakero film taj ande jek kenva phukal o britanitiko John Henry Phillips jeke barikane pajtaschtschagostar taj le lejcti kivanipestar jeke hajaschistar. Tschatschikan, ov ham buteder phukal.
Nisaj koja, adaj upro Roma te gondolinel mukel: Jek terno mursch pomoschinel jeke britanitike marinejakere veteraniske (94) leskere haburiskere traumaha ando tschatschipe te al. Uso aunavipe andi Normandija 1944 leskero hajo upre jek mina upre naschtscha taj le pajtaschenca tel gelo. Jek trauma, savo le phure, savo bojd korkore buter te dschal na dschanel, ham le dschuvlenge mindig jek vodschikano probo hi, leskero cilo dschivipe vodinel.
Leskero pajtaschi John Henry Phillips kamla le na lakle hajaschtschenge jek gondolipeskero bar te kerel taj vaschoda upro drom pe kerel, o phagerdo hajo ando Ärmelkanal te rodel. Ov historikertschen taj bare pajiskere archejologtschen mobilisirinel, andi Normandija ladel taj muguli te tauchinel siklol – mindig vodim jeka kameratar.
O dokumentacijakero film No Roses on a Sailor’s Grave (reschi: Daniel Oron), savo andral kerdo ulo, akan jerim upro festivaltscha sikado ol, lejctivar uso filmiskero kurko „Ake dikhea?“ ande Berlin. Ham andi maschkarutni cajt o John o materijal te jeka kenvake prik butschalintscha: The Search akan bojd use Robinson ande London ari al. Read the rest of this entry »