Geschichte & Gedenken

Österreich-Ausstellung in Auschwitz

Dezember 22nd, 2015  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
7.12.2015 | (on demand)

Ausstellungskuratorin Birgit Johler (Foto: CC/esel.at)Die 1978 eröffnete Österreich-Ausstellung im Staat­li­chen Museum der Gedenk­stät­te Auschwitz-Bir­ke­nau be­grüßte Besu­chende mit einer Eingangs­tafel, auf der „Öster­reich – Erstes Opfer des National­sozia­lis­mus“ zu lesen war. Lange Zeit war diese Opfer­these Teil der öster­rei­chi­schen Iden­tität. Mit dem Wandel des Bewusst­seins um die Mit­verant­wor­tung Öster­reichs an den Ver­bre­chen des National­sozia­lis­mus wurde schließ­lich eine Neu­gestal­tung ge­for­dert. 2013 wurde die Aus­stel­lung von 1978 im Block 17 der Gedenk­stätte ge­schlos­sen. Als Resul­tat europa­weiter Wett­be­wer­be wurde 2014 die Neu­konzep­tion der Aus­stel­lung und 2015 deren Gestal­tung be­auf­tragt. Die Aus­stel­lungs­idee „Entfer­nung. Öster­reich in Auschwitz“ ver­weist auf die geo­gra­fi­sche Ent­fer­nung zwi­schen Öster­reich und Auschwitz, zugleich aber auch auf die phy­si­sche Ent­fer­nung der nach Auschwitz De­por­tier­ten, aus Öster­reich und aus dem Leben. Die Aus­stel­lung setzt diese Ent­fer­nun­gen in den Mittel­punkt und bringt den Anfang der Ge­schichte in Ös­ter­reich und deren Ende in Auschwitz den Be­su­chern nahe.

In der Sendung gibt die Historikerin und Kuratorin Birgit Johler Ein­blicke in die Neu­gestal­tung der öster­rei­chi­schen Länder­aus­stel­lung im Staat­lichen Mu­se­um Auschwitz-Birkenau un­ter Berück­sich­ti­gung der Opfer­gruppe der Roma und Sinti in Auschwitz. Read the rest of this entry »

Stockholm: Papuşas Geschichte

Dezember 1st, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

SchwedenPapuşa Ciuraru, 81, überlebte als Kind in Rumänien den Roma-Holocaust. Jetzt bettelt sie auf den Straßen Stock­holms. „Es it eis­kalt. Aber ich tue das für mei­ne Enkel­kinder“, sagt sie.

Die schwedische Tageszeitung „Aftonbladet“ er­zählt ihre Ge­schich­te.

Mehr hier (Englisch)

Ausstellung „Was bleibt“ in Wien

November 28th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Was bleibt (Foto: M-Schmiedt)Was bleibt. Fragmente einer fortwährenden Vergangenheit.

Ausstellungseröffnung & kommentierter Rundgang mit der Künstlerin Marika Schmiedt.

4. 12. 2015, 17:00 Uhr
Aula der Akademie der bildenden Künste
Schillerplatz 3, 1010 Wien

Auf der Grundlage der nationalso­zia­lis­ti­schen Ras­sen­ideo­lo­gie wurden Roma/Rom­nija und Sinti/Sin­tize er­fasst und schließlich in die Vernichtungs­lager deportiert und ermordet. Die Geschichte dieser Verfolgung ist in Öster­reich nur selten Gegen­stand eines öffent­li­chen Gedenkens und zeit­geschicht­licher Forschung. Dies pre­karisiert umso mehr die Position nach­folgender Generationen und erschwert den not­wen­digen Verweis auf die Konti­nui­tä­ten von Ver­folgung und Stig­mati­sierung. Marika Schmiedts Aus­stel­lung macht diese Margi­na­li­sie­rung an­hand ihrer eige­nen Familien­geschichte greifbar und konfron­tiert mit erschrecken­der Aktua­li­tät. Zur Er­öffnung der Aus­stel­lung werden im Rahmen eines ge­mein­sa­men kom­men­tier­ten Rund­gangs mit Marika Schmiedt und dem Gedenk­projekt Uckermark Wien in ver­schie­denen Sta­tio­nen die spe­zi­fi­sche Verfolgung von Romnija und Sintize, Kon­tinui­tä­ten von Aus­gren­zung und Handlungs­perspek­ti­ven in Gedenken und Politik dis­kuriert.

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Fred-Sinowatz-Visenschoftakere patijaripe

November 27th, 2015  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft

Manuela HorvathAndo bersch 2015 le ar le haburistar (1945), le schotiskere arkeri­peske (1955), le EU-akere use geji­pes­ke (1995) taj le Romen­gere aten­ta­tiske (1995) gon­dolim ol. O kultu­ra­kero referat la burgen­lan­di­tika thanes­kera regirun­ga­tar del va­schoda 2015 o Fred-Sinowatz-Visen­schofta­kere pati­jaripe trin bari­kane projek­tenge, save pumen adale temen­ca donde beschar­de. O erschtivar o dipe le Fred-Sino­watz-Visen­schof­ta­kere pati­ja­ripes­tar duje­seri taj deschu­pantsch ando kher la flogos­kera kultu­ra­tar kerdo ulo, kaj o kultur­tscha khetan bartschon, sar o kul­tu­ra­kero thanes­kero rot Helmut Bieler phenel.

I Manuela Horvath Erbatar le patjari­pes­kere dipe­ha duj eseri taj deschu­pantsch le keri­peske jeka kenva­tar pedar o bom­ba­kero murda­ripe ando bersch enjavar desch taj pantsch gejng i flo­gos­keri grupn le Romen­dar, upre baunim upre lakeri artschi­ji­pes­keri buti ando artschi­jipe „Roma­ne thana – thana le Sinti­jen­dar taj Romen­dar“, patjar­di uli.

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Fred-Sinowatz–Wissenschaftspreis 2015

November 19th, 2015  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft

Manuela HorvathRomni Manuela Horvath aus Oberwart ausgezeichnet

Im Jahr 2015 wird des Kriegsendes (1945), des Staats­ver­trags (1955), des EU-Bei­tritts (1995) und des Roma-Atten­tats (1995) ge­dacht. Das Kultur­referat der Bur­gen­län­di­schen Lan­des­re­gie­rung ver­gibt daher den Fred-Sinowatz-Wissen­schafts­preis 2015 für drei heraus­ra­gende Pro­jekte aus dem Bereich der poli­ti­schen Bildung, die sich mit Aspek­ten des Gedenk­jahres aus­einan­der­setzten. Zum ers­ten Mal findet die Ver­gabe des Fred Sinowatz-Wissen­schafts­preises 2015 im Haus der Volks­kultur statt, in dem die Kul­tu­ren zusam­men­wachsen, wie der Kultur­landes­rat Helmut Bieler es for­mu­lierte.

Manuela Horvath aus Oberwart wurde mit dem Würdi­gungs­preis 2015 für die Erstel­lung einer Bro­schüre über den Bomben­anschlag 1995 gegen die Volks­gruppe der Roma, auf­bauend auf ihrem Aus­stel­lungs­beitrag in der Aus­stel­lung „Romane Thana – Orte der Sinti und Roma“, aus­ge­zeichnet.

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Harengerengeri praksis le Zigeuner-akaripeha

November 8th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
2.11.2015 | (on demand)

Marius Weigl (Foto: privat)Anticiganismus o lek bibastaleder adiveses­kero proble­mo hi. Ande but euro­pi­tike vila­gi, aja aver­si­jona ande bibas­tale prik astri­pes­kere koji sikal pe. I defin­a­cijona jek sajt but schel­ber­scha tradi­rimo diskri­mi­nacija­kero komplek­so, gejng o ojs „Zigeuner“ akar­de, stigma­ti­si­rime taj tra­dime manu­scha, aka­rel.

O historikeri Marius Weigl, savo pra diploma­kera butja­ke „Für die öffent­liche Sicher­heit. Zur Genese der anti­ziga­nis­ti­schen Norm in Öster­reich zwi­schen 1918 und 1938“ o patija­ripe le bunda­kere ministe­ri­jumis­tar la visen­schof­take taj le for­schi­ni­pestar usch­ti­dija, and diki­pe ande pri buti del: 1918 ando Nimtsch­ko-austri­tiko Schto­tis­kero Birov­tschago le andrut­neske butscho­lahi, hot o „Zigeuner phutschajipe“ putri­m hi. Usar o bersch 1938 austri­tike birov­tschage so­rale ande pumen beschar­nahi, kaj o „putripe le Zigeu­ner-phut­scha­ji­pestar“ ando tscha­tschipe prik be­schardo te ol. Pal 1945 taj te ando avre ber­sche meg, o flogos­kere grup­na­kere dschene le „Zigeuner-aka­ripeha“ kate­go­ri­sirim ule. Bute­der pedar, schunen tu­men andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Polizeipraxis mittels „Zigeuner-Begriffs“

November 8th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
2.11.2015 | (on demand)

Marius Weil beim Vortrag in Schlaining (Foto: Roma-Servce) Antiziganismus ist eines der drän­gendsten gegen­wär­ti­gen gesell­schaft­li­chen Proble­me. In vielen euro­päi­schen Län­dern artet die­ses Ressen­ti­ment in gewalt­vollen Aus­brüchen aus. Der Begriff bezeich­net einen seit Jahr­hun­der­ten tra­dier­ten Vorurteils­komplex gegen­über als „Zi­geu­ner“ etikettier­ten, stig­ma­ti­sier­ten und ver­folg­ten Indi­vi­duen.

Der Historiker Marius Weigl, der für seine Diplom­arbeit „Für die öf­fent­li­che Sicher­heit. Zur Genese der anti­ziga­nis­ti­schen Norm in Öster­reich zwi­schen 1918 und 1938“ (hier) mit dem Wür­di­gungs­preis des Bundes­minis­te­riums für Wissen­schaft und For­schung aus­gezeich­net wurde, gab bei den Schlai­nin­ger Gesprä­chen Ein­blick in seine Arbeit: 1918 hieß es im Deutsch-öster­rei­chi­schen Staat­samt des Inneren, dass die „Zigeuner­frage“ ge­löst sei. Ab 1938 inter­ve­nier­ten die hie­si­gen Behör­den mas­sivst, um die „Lösung der Zigeuner­frage“ zu voll­enden. Und nach der Be­frei­ung 1945 und in den Folge­jahren wurden Volks­gruppen­ange­hö­rige mit­tels des „Zigeu­ner-Begriffs“ kate­go­ri­siert. Mehr darüber er­fah­ren Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Gondolinipeskero than schendim ulo

November 3rd, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin (Foto: Marko Priske)Berlin — O pasche le bundakere dijestar pasch­limo gondo­li­ni­pes­kero than le ando holocaust mur­darde Sinti­jen­dar taj Romen­dar, jeke „Haken­kreuz-iha“ taj le alave­ha „Vergasen“ aun pisim ulo. Sar i schtif­tung gon­do­li­nipes­kero than le mur­darde dschi­div­tschenge la Eu­ro­patar tsche­ter­tekon phen­tscha, odola pisi­nip­tscha imar bejg khosle ule. O schtif­tunga­kero direk­teri Uwe Neumärker ada prik as­ta­ripe ojs „agresivi anti­ciga­nis­mus“ akar­tscha. O schto­tis­kero araki­pes­kero birov­tschago ande anda peri­pe gejng naprin­dschar­de pa­nasi tschil. I schtif­tung, savi upro gon­do­li­ni­pes­kero than dikel phen­tscha, hot i sicher­hajt pasche o gon­do­li­nipes­kero than le 500.000 Sinti­jenge taj Ro­menge, save masch­kar 1939 taj 1945 le nacijo­nal­socijalis­ten­dar mur­darde ule, sora­le­der kerdi ol. „Te andi Germa­nija amare manu­scha 70 berscha pal o flogos­kero mur­da­ripe meg mindig o sako diveses­kero argra­ni­ca­lipe taj i diskri­mi­na­cija esbe iste len“, phentscha o Romeo Franz, kom­po­nisto jeke cidime mu­schi­ka­kere fala­tostar ang­lo gon­do­li­ni­pes­kero than. Read the rest of this entry »

5.007 ande Łódź/Litzmannstadt pele

Oktober 31st, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
26.10.2015 | (on demand)

Gerhard Baumgartner beim Vortrag in Schlaining (Foto: Roma-Service)Sajt but schelberschengero o Roma taj Sinti le tradipeske taj la diskri­mi­na­ci­jake ar be­scharde sina. O utschi­pes­kero gendo le tra­di­pestar i NS-cajt ke­rel, kada vala­mi 90 pro­centi le Romen­dar taj Sintij­endar, save andi Austri­ja dschiv­nahi, mur­dar­de ule.

1938 imar 232 Roma ojs „aso­ci­jali“ kate­gori­si­rim ande loger­tscha and tscha­pim ule. Jek bersch palo­da, o raji­pes­kero haren­ge­ren­gero birov­tschago o and tscha­pi­nipe 3.000 bur­gen­lan­di­tike Ro­mendar, save meg buti te kerel dscha­nahi, ande loger­tscha ar dija.

O Gerhard Baumgartner, austritiko histori­keri taj sajt maj 2014 o schero le DÖW-istar, and diki­pe ando ter­dschi­jip­tscha le Romen­dar taj Sinti­jendar del. Ando 17to okto­beri 1939 o Himmler phen­tscha, hot o cile Roma taj Sinti na tro­man bu­ter upral o than, kaj le akan hi, bejg te dschal. Kaj o pal liker­de Roma taj Sinti le gemajn­den­dar fasor­gim iste ule, odola akan len­gero „tel scho­fi­nipe“ man­gnahi. O raji­pes­kero si­cher­hajta­kero scheros­kero birov­tscha­go akor o keri­pe afka akar­de „Zigeuner loge­ren­dar“ ar dija.

O „Zigeuner logeri“ Łódź/Litzmannstadt

Le 5.007 ando logeri Łódź/Litz­mann­stadt depor­ti­rime Romendar taj Sinti­jen­dar, 613 dschene imar ando erschti kurke pal len­gero ledschipe vasch jek epe­de­mija mule. Read the rest of this entry »

5.007 kamen nach Łódź/Litzmannstadt

Oktober 31st, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
26.10.2015 | (on demand)

"Zigeunerghetto" (Foto: www.sintiundroma.de)Seit Jahrhunderten waren die Roma und Sinti Ver­fol­gung und Diskri­mi­nie­rung aus­ge­setzt. Den Höhe­punkt der Ver­fol­gung bil­dete die NS-Zeit, als ca. 90 Prozent der in Öster­reich leben­den Roma und Sinti er­mor­det wur­den. Bereits 1938 wur­den 232 Roma als „Asoziale“ kate­go­ri­siert in Kon­zentra­tions­lager ein­gewie­sen. Ein Jahr spä­ter ordne­te das Reichs­kriminal­poli­zei­amt die Ein­wei­sung von 3.000 arbeits­fähi­gen burgen­län­di­schen Roma in KZs an.

Gerhard Baumgartner, österreichi­scher His­to­ri­ker und seit Mai 2014 wis­sen­schaft­li­cher Leiter des DÖW, gibt bei den 35. Schlaininger Gesprächen Ein­blick in die Schick­sale der Roma und Sinti. Er spricht darü­ber, wie am 17. Okto­ber 1939 Himmler be­fahl, dass sämt­liche Roma und Sinti ihren Auf­ent­halts­ort nicht verlassen durf­ten (sog. „Fest­setzungs­erlass“), und darüber, dass die festgehaltenen Roma und Sinti fortan von den Ge­mein­den ver­sorgt wer­den muss­ten, die schließ­lich ihre „Ab­schaf­fung“ ver­lang­ten. Das Reichs­sicher­heits­haupt­amt empfahl darauf­hin die Ein­rich­tung von „Zigeuner­lagern“.

Das „Zigeunerlager“ Łódź/Litzmannstadt

Von den 5.007 im November 1941 ins Zigeuner­lager in Łódź/Litz­mann­stadt depor­tier­ten Roma und Sinti (siehe Infotext) star­ben 613 Per­so­nen bereits in den ersten Wochen nach der An­kunft an einer Fleck­fieber­epi­demie. Alle noch leben­den Roma und Sinti wur­den im Jänner 1942 ins Ver­nich­tungs­lager Chełmno/Kulmhof über­stellt und dort auf un­mensch­liche Art ihres Lebens beraubt. Niemand über­lebte. Mehr darüber in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Roma-Mahnmal: Hakenkreuz und „Vergasen“

Oktober 29th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin (Foto: Marko Priske)Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermor­de­ten Sinti und Roma Euro­pas ge­schändet

Unbekannte haben im Eingangsbereich des Denk­mals für die ermor­de­ten Sinti und Roma Europas im Berli­ner Simson­weg groß­for­ma­tig ein Hakenkreuz und den Schrift­zug „Vergasen“ an­ge­bracht. Beide Schmiere­rei­en wur­den entfernt. Die Stif­tung Denkmal für die ermor­de­ten Juden Europas, die das Denk­mal betreut, hat die Sicher­heits­maß­nah­men ver­stärkt und An­zeige er­stat­tet. Der Staatsschutz er­mittelt.

Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denk­mal, ver­ur­teilt den An­schlag als „aggres­si­ven Anti­ziganis­mus“ aufs Schärfste. Romeo Franz, Direktor der „Hildegard Lagrenne Stiftung“ und Kompo­nist des Musik­stückes am Denk­mal, zeigt sich be­stürzt: „Dies ist ein Angriff auf den Pro­zess der Ver­söh­nung. Er trifft viele Sinti und Roma mit ihrer leid­vollen Familien­geschichte sehr per­sön­lich. Read the rest of this entry »

Der Internationale Suchdienst (ITS)

Oktober 27th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
19.10.2015 | (on demand)

Susanne-UrbanDer Internationale Suchdienst – eng­lisch International Tracing Service (ITS) – ist ein Zentrum für Doku­men­ta­tion, Infor­ma­tion und Forschung über die national­sozia­lis­tische Ver­fol­gung, NS-Zwangs­arbeit sowie den Holocaust. Zu den Haupt­auf­ga­ben des Such­diens­tes zählen die Klä­rung des Schick­sals von Verfolgten des NS-Regimes und die Suche nach Ange­hö­ri­gen. Wei­ters die Ertei­lung von Aus­künf­ten an Über­lebende und Familien­an­ge­hö­rige von NS-Opfern, For­schung, Päda­go­gik und Erin­ne­rung sowie die Auf­bewah­rung, Konser­vie­rung und Er­schließung von Doku­men­ten.

Susanne Urban, seit Mai 2009 Bereichs­leite­rin der For­schung und Bil­dung, gibt Ein­blick in die Arbeit beim Inter­natio­na­len Such­dienst in Bad Arolsen.

Der Bestand des ITS ist mit rund 30 Millionen Dokumenten eine der welt­weit größten Samm­lun­gen von Unter­lagen über zivile Opfer der national­sozia­lis­ti­schen Herr­schaft. Um die histo­risch wert­vollen Doku­mente für die nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen zu er­hal­ten, ist die Digitali­sie­rung, elektro­ni­sche Indi­zie­rung und Spei­che­rung des Archiv­mate­rials ein weiterer wich­tiger Teil der Arbeit des ITS. Im Juni 2013 wurde das Archiv des Inter­na­tio­nalen Such­diens­tes von der UNESCO in das Welt­dokumenten­erbe auf­ge­nom­men.

Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

O Fonogramiskero Archivo

Oktober 25th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
12.10.2015 | (on demand)

Phonogrammarchiv der ÖAW (Foto: uzh.ch)O Fonogramiskero Archivo la Austritika Akade­mi­jatar la Visen­schof­ta­tar jek insti­tuto la austri­tika akade­mi­jatar la visen­schoftatar le be­schi­peha ande Betschi hi. 1899 ojs visen­schoft­­lichi hangoskero archi­vo kerdo lo ulo taj o lek phu­rane­der audijo­vi­sujlei archivo le themstar hi lo. O Fono­gramis­kero Archivo sajt pro keri­pe taj pal o angle dipe la aka­de­mi­jatar, vakeri­pes­kere upre liptscha taj te muschi­ka­kere falati khetan kedija. Barika­nipe upre jek bulhi doku­men­ta­cija tschito ol. Pedar sako upre lipe te jek pisi­nipe kerdo ol, savo infor­ma­ciji pedar o upre limo dscheno, o vodi­nipes­kere koji le upre li­pestar taj o tech­ni­schi koji sikal. 1999 o histori­schi falati le Fono­gramis­kere Archi­vistar (1899-1950) ando themes­kero regis­teri la UNESCO-ja­tar „Memory of the World“ upre lim ule.

I dujti direkterkija la etnomusikologija­tar taj romanisti­katar, Christiane Fennesz-Juhasz, and dikipe ando bari­kano khe­tan kedipe le Mozes Hein­schinkistar taj la Milena Hübsch­mannovátar, del.

Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Das Phonogrammarchiv

Oktober 24th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

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Radio Burgenland:
12.10.2015 | (on demand)

Roma-Tondokumente im Phonogrammarchiv: Vortrag von Christiane Fennesz-Juhasz in Schlaining 2015 (Foto: Roma-Service)Das Phonogrammarchiv ist ein Institut der Österreichischen Akademie der Wissen­schaften mit Sitz in Wien. Es wurde 1899 als wissen­schaft­li­ches Schallarchiv gegrün­det und ist das älteste audiovisuelle Archiv der Welt. Das Phono­gramm­archiv sammelte seit seiner Grün­dung ge­mäß seiner Bestim­mung durch die Aka­demie sowohl Sprachaufnahmen als auch Musikstücke. Man legt beson­de­ren Wert auf eine um­fang­reiche Doku­men­ta­tion. Jede Auf­nahme wird in der Regel durch ein aus­führ­li­ches Protokoll ergänzt, das unter anderem Infor­ma­tio­nen über die auf­genom­me­nen Per­sonen, die Begleit­umstände der Auf­nahme sowie tech­ni­sche An­gaben enthält. 1999 wurden die histo­ri­schen Bestände des Phono­gramm­archivs (1899-1950) in das Welt­re­gis­ter der UNESCO „Memory of the World“ ein­ge­tragen.

Bei den Schlaininger Gesprächen gab die stell­ver­tre­tende Direk­to­rin der Ethno­musiko­logie und Romis­tik, Christiane Fennesz-Juhasz, Ein­blick in die einzig­artige Roma-Samm­lung von Mozes Heinschink und Milena Hübschmannová.

Mehr darüber hören Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

35te Schlainingeriskere Vakeriptscha

Oktober 7th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
5.10.2015 (on demand)

Schlaining 2015: O Rudolf Kropf uso akaripe le dschenendar uso 35te vakeriptscha (kipo: Roma-Service)Ada berschengeri tema: Roma taj Sinti

Sajt 1982 imar but schel visenschoft­ler­tscha an­dar o andrut­no- taj avrutno vilago uso „Schlai­nin­geris­kere Vake­riptscha“ use sina taj pu­mare for­schini­pes­kere resul­tatscha ando angle­va­kerip­tscha usi dis­ku­si­jona terdscharde. Te­lal o visen­schoftli­chi schero Rudolf Kropf, upri dis Schlaining o „35te Schlai­nin­ge­ris­kere Va­ke­riptscha“ usi tema „Roma & Sinti usar 1938 dschi adi“ prade ule. Pal o akari­pes­kere alava le birostar Markus Szelinger, o thanes­kero rot Helmut Bieler, o „35te Schlai­nin­geris­kere Vake­riptscha“ pratscha. Erschti and di­kiptscha usi tema, o dsche­ne akor ando intere­san­ti ang­le­va­ke­ripe la Erika Thurneratar uschti­dine. O 35te „Schlai­nin­ge­ris­kere Vake­riptscha“, save usar o 21to dschi uso 25to septem­beri 2015 sina, andi kul­tu­ra­keri politik le Bur­gen­landis­tar jek sika­jipe la efici­jenti taj barikana for­schi­ni­pes­kera butja­tar la thanes­kera kunde­jatar, hi. Bute­der pedar, schu­nen tumen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

35. Schlaininger Gespräche

Oktober 5th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
5.10.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)

Schlaining-2015 (Foto: Roma-Service)Diesjähriges Thema: Roma und Sinti

Die „Schlaininger Gespräche“, die im Jahr 1982 gegrün­det wur­den, beschäf­tigen sich mit Themen der Geschichte des Grenzraums zwi­schen Öster­reich und dem histo­ri­schen Ungarn, wobei ein Schwer­punkt auf den burgen­ländi­schen Raum gelegt wird. Seither haben bereits hun­derte Wissen­schaft­ler aus dem In- und Aus­land an den „Schlai­nin­ger Gesprächen“ teil­ge­nommen und ihre Ergeb­nisse in Vor­trägen zur Diskus­sion gestellt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Rudolf Kropf wurden auf Burg Schlaining die „35. Schlai­nin­ger Gespräche“ zum Thema „Roma und Sinti von 1938 bis zur Gegenwart“ er­öff­net. Nach den Be­grüßungs­wor­ten des Bürger­meis­ters Markus Szelinger er­öff­nete Landes­rat Helmut Bieler die „35. Schlai­nin­ger Gesprä­che“. Erste Ein­blicke zum Thema erhiel­ten die Tagungs­teil­nehmer dann im interes­san­ten Vor­trag von Erika Thurner. Die „35. Schlai­nin­ger Gespräche“, die vom 21. – 25. Septem­ber 2015 in den Räum­lich­kei­ten der Burg statt­ge­fun­den haben, sind so­mit in der Kul­tur­politik des Burgen­lan­des ein Beispiel für eine effi­zien­te und leis­tungs­orien­tierte For­schungs­tätig­keit der Landeskunde. Mehr darü­ber hören Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Burgenland: Roma-Familienforschung

September 28th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Ahnenforschung - Spurensuche im Archiv (Foto: ORF,at)Jek jomakero rodipe – Eine Spurensuche: Workshop mit Herbert Rehling und Mag. Gert Polster

Volkshochschule Süd, Schulgasse 17/3, 7400 Oberwart
Fr., 16. Oktober 2015, 18:00 bis 21:00 Uhr

Der Workshop gibt eine Einführung in die Familien­for­schung. Welche ersten Schrit­te müs­sen ge­macht werden auf der Suche nach den Vor­fahren? Wel­che schrift­li­chen Quellen gibt es? Wie komme ich zu Infor­ma­tio­nen auch im Inter­net? Ein Über­blick über die Insti­tu­tio­nen und Quellen, wo Infor­ma­tio­nen über die Vorfahren zu fin­den sind, wird eben­so gege­ben wie prak­ti­sche Bei­spiele an­hand von Origi­nal­ein­trägen in Matriken­büchern. Unter­lagen zu den Roma wer­den speziell erläutert.

Teilnahme ist kostenlos!
Anmeldung: Burgenländische Volkshochschulen – Regionalstelle Süd: 03352 / 34525

Veranstaltet von der Volkshochschule der Burgenländischen Roma in Kooperation mit den Burgenländischen Volkshochschulen – Regionalstelle Süd

(Ankündigung der VHS Roma)

Gedenkweg in Oberwart eröffnet

September 12th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken

Oberwarter Roma-SiedlungEin neuer Gedenkweg in Oberwart erinnert an NS-Opfer. Das Ober­war­ter Rathaus ist die erste von ins­ge­samt sechs Statio­nen; eine ist den Opfern aus der Volks­gruppe der Roma (Hintergrundinfo) gewidmet. Ein Projekt des Vereins R.E.F.U.G.I.U.S.

Der Gedenkweg soll an die Oberwarter Opfer des National­sozialis­mus erin­nern. Jeder Ort erzählt stell­ver­tre­tend die Ge­schichte ver­schie­de­ner Opfer­gruppen. Es waren und sind zentra­le Orte mit öffent­li­chem Charak­ter. Die Opfer der NS-Zeit sollen heute an jenen Orten, wo sie einst von NS-Be­hörden ver­folgt wurden oder aus dem Gedächt­nis ge­löscht wer­den sollten, dem Erin­nern wieder­gege­ben werden. Die Tafeln symbo­li­sie­ren das Fehlen eines Teils der Ober­warter Bevöl­ke­rung. Jede Tafel steht für Menschen, die einst Mit­glieder der Ober­warter Gesell­schaft waren und in der NS-Zeit aus dieser aus­ge­schlos­sen wurden. Ihre Vertreibung, Ermordung und das Vergessen hinter­ließen Lücken, die nicht mehr auf­ge­füllt wer­den konn­ten.

Zur Erinnerung an die Oberwarter Romnija und Roma

Romnija und Roma waren bereits vor 1938 ethni­scher und sozia­ler Aus­gren­zung sowie Rassismus aus­gesetzt gewesen, doch er­reichte er in der NS-Zeit seinen Höhe­punkt im Porajmos (Völkermord). Sie wurden gezielt ent­rechtet, beraubt, ver­folgt, depor­tiert und er­mordet. All dies war nur durch ein Zusammen­spiel der ver­schie­de­nen Behörden mit der Bevölkerung mög­lich. Nur weni­ge Ober­warter Roma und Rom­nija konn­ten nach 1945 in ihr Zuhause zurück­keh­ren, da die meisten den Poraj­mos nicht über­lebten.

(Text: www.gedenkweg.at)

I baba amro ileto retintscha

August 31st, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
31.8.2015 | (on demand)

Siegfried Heilig bei einem Zeitzeugenvortrag vor Schülern 2014 (Foto: evbg.de)Valami 6 milijoni dschidovtscha taj dschi use 500.000 Sinti taj Roma le nacijen­dar bibas­tale tradim taj opfer­tscha len­gere siste­ma­tischi planime flogos­kere murda­ri­pes­tar ule. Ada bri­gaschno terdschi­jipe le dschi­dov­tschen la flogos­kera grupna­ha le Romen­dar khetan phandel.

O Siegfried Heilig 1934 ande jek Sinti-fa­mi­lija ande Magdeburg upro them alo. O dad schau­schte­leri taj marijo­ne­ten­gero khe­la­schi sina. O terno Sinto imar agun i diskri­mi­na­cija gejng leskeri flogos­keri grupn esbe iste lija. Andi ischkola ando lejcti redo lo beschar­do ulo taj erscht paloda upre pelo, hot ov adaj kiva­nim nan. Ando ratschas­kere ori le 1ti mer­cistar 1943 o Sinti taj o Roma ande Mag­de­burg khe­tan tradim taj ando loge­ri Auschwitz ledschim ule. Les­kera babake Anna Heilig, savi opferi le flogos­kere mur­da­ri­pes­tar gejng o Sinti taj Roma uli pali­kerdo schaj ol, kaj o 1943 upro them alo Siegfried Heilig o ledschipe ando mu­lipe, prik dschiv­tscha. Bute­der pedar schunen tumen hetvin andi sen­dung „Roma sam“ upro Ra­di­jo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Großmutter hat uns das Leben gerettet

August 30th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
31.8.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)

Siegfried Heilig bei einem Treffen mit Schülern in Nürnberg, 2013 (Foto: www.nuernberg.deSiegfried Heilig wurde 1934 in einer Sinti-Fa­mi­lie in Magdeburg ge­bo­ren. Der Vater war Schau­steller und Mario­net­ten­spieler. Der junge Sinto musste schon früh die Diskri­mi­nie­run­gen ge­gen seine Volks­gruppe erfah­ren. In der Schule wur­de er in die letzte Reihe ge­setzt und er­kannte erst spä­ter, dass er eigent­lich un­er­wünscht war. In den Mor­gen­stun­den des 1. März 1943 wurden Sinti und Roma in Magde­burg ver­haf­tet und in das Ver­nich­tungs­la­ger Auschwitz depor­tiert. Dank seiner Groß­mutter Anna Heilig, die dem Völker­mord an den Sinti und Roma zum Opfer fiel, ent­ging der 1934 ge­bo­rene Sieg­fried Heilig der Depor­ta­tion und dem siche­ren Tod. Mehr darüber hören Sie am Mon­tag in der Sen­dung „Roma sam“ auf Ra­dio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)