Geschichte & Gedenken
Dezember 22nd, 2015 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radio Burgenland: 7.12.2015 | (on demand)
Die 1978 eröffnete Österreich-Ausstellung im Staatlichen Museum der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau begrüßte Besuchende mit einer Eingangstafel, auf der „Österreich – Erstes Opfer des Nationalsozialismus“ zu lesen war. Lange Zeit war diese Opferthese Teil der österreichischen Identität. Mit dem Wandel des Bewusstseins um die Mitverantwortung Österreichs an den Verbrechen des Nationalsozialismus wurde schließlich eine Neugestaltung gefordert. 2013 wurde die Ausstellung von 1978 im Block 17 der Gedenkstätte geschlossen. Als Resultat europaweiter Wettbewerbe wurde 2014 die Neukonzeption der Ausstellung und 2015 deren Gestaltung beauftragt. Die Ausstellungsidee „Entfernung. Österreich in Auschwitz“ verweist auf die geografische Entfernung zwischen Österreich und Auschwitz, zugleich aber auch auf die physische Entfernung der nach Auschwitz Deportierten, aus Österreich und aus dem Leben. Die Ausstellung setzt diese Entfernungen in den Mittelpunkt und bringt den Anfang der Geschichte in Österreich und deren Ende in Auschwitz den Besuchern nahe.
In der Sendung gibt die Historikerin und Kuratorin Birgit Johler Einblicke in die Neugestaltung der österreichischen Länderausstellung im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau unter Berücksichtigung der Opfergruppe der Roma und Sinti in Auschwitz. Read the rest of this entry »
Dezember 1st, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Papuşa Ciuraru, 81, überlebte als Kind in Rumänien den Roma-Holocaust. Jetzt bettelt sie auf den Straßen Stockholms. „Es it eiskalt. Aber ich tue das für meine Enkelkinder“, sagt sie.
Die schwedische Tageszeitung „Aftonbladet“ erzählt ihre Geschichte.
Mehr hier (Englisch)
November 28th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Was bleibt. Fragmente einer fortwährenden Vergangenheit.
Ausstellungseröffnung & kommentierter Rundgang mit der Künstlerin Marika Schmiedt.
4. 12. 2015, 17:00 Uhr
Aula der Akademie der bildenden Künste
Schillerplatz 3, 1010 Wien
Auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden Roma/Romnija und Sinti/Sintize erfasst und schließlich in die Vernichtungslager deportiert und ermordet. Die Geschichte dieser Verfolgung ist in Österreich nur selten Gegenstand eines öffentlichen Gedenkens und zeitgeschichtlicher Forschung. Dies prekarisiert umso mehr die Position nachfolgender Generationen und erschwert den notwendigen Verweis auf die Kontinuitäten von Verfolgung und Stigmatisierung. Marika Schmiedts Ausstellung macht diese Marginalisierung anhand ihrer eigenen Familiengeschichte greifbar und konfrontiert mit erschreckender Aktualität. Zur Eröffnung der Ausstellung werden im Rahmen eines gemeinsamen kommentierten Rundgangs mit Marika Schmiedt und dem Gedenkprojekt Uckermark Wien in verschiedenen Stationen die spezifische Verfolgung von Romnija und Sintize, Kontinuitäten von Ausgrenzung und Handlungsperspektiven in Gedenken und Politik diskuriert.
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November 27th, 2015 |
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Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft
Ando bersch 2015 le ar le haburistar (1945), le schotiskere arkeripeske (1955), le EU-akere use gejipeske (1995) taj le Romengere atentatiske (1995) gondolim ol. O kulturakero referat la burgenlanditika thaneskera regirungatar del vaschoda 2015 o Fred-Sinowatz-Visenschoftakere patijaripe trin barikane projektenge, save pumen adale temenca donde bescharde. O erschtivar o dipe le Fred-Sinowatz-Visenschoftakere patijaripestar dujeseri taj deschupantsch ando kher la flogoskera kulturatar kerdo ulo, kaj o kulturtscha khetan bartschon, sar o kulturakero thaneskero rot Helmut Bieler phenel.
I Manuela Horvath Erbatar le patjaripeskere dipeha duj eseri taj deschupantsch le keripeske jeka kenvatar pedar o bombakero murdaripe ando bersch enjavar desch taj pantsch gejng i flogoskeri grupn le Romendar, upre baunim upre lakeri artschijipeskeri buti ando artschijipe „Romane thana – thana le Sintijendar taj Romendar“, patjardi uli.
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November 19th, 2015 |
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Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft
Romni Manuela Horvath aus Oberwart ausgezeichnet
Im Jahr 2015 wird des Kriegsendes (1945), des Staatsvertrags (1955), des EU-Beitritts (1995) und des Roma-Attentats (1995) gedacht. Das Kulturreferat der Burgenländischen Landesregierung vergibt daher den Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreis 2015 für drei herausragende Projekte aus dem Bereich der politischen Bildung, die sich mit Aspekten des Gedenkjahres auseinandersetzten. Zum ersten Mal findet die Vergabe des Fred Sinowatz-Wissenschaftspreises 2015 im Haus der Volkskultur statt, in dem die Kulturen zusammenwachsen, wie der Kulturlandesrat Helmut Bieler es formulierte.
Manuela Horvath aus Oberwart wurde mit dem Würdigungspreis 2015 für die Erstellung einer Broschüre über den Bombenanschlag 1995 gegen die Volksgruppe der Roma, aufbauend auf ihrem Ausstellungsbeitrag in der Ausstellung „Romane Thana – Orte der Sinti und Roma“, ausgezeichnet.
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November 8th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 2.11.2015 | (on demand)
Anticiganismus o lek bibastaleder adiveseskero problemo hi. Ande but europitike vilagi, aja aversijona ande bibastale prik astripeskere koji sikal pe. I definacijona jek sajt but schelberscha tradirimo diskriminacijakero komplekso, gejng o ojs „Zigeuner“ akarde, stigmatisirime taj tradime manuscha, akarel.
O historikeri Marius Weigl, savo pra diplomakera butjake „Für die öffentliche Sicherheit. Zur Genese der antiziganistischen Norm in Österreich zwischen 1918 und 1938“ o patijaripe le bundakere ministerijumistar la visenschoftake taj le forschinipestar uschtidija, and dikipe ande pri buti del: 1918 ando Nimtschko-austritiko Schtotiskero Birovtschago le andrutneske butscholahi, hot o „Zigeuner phutschajipe“ putrim hi. Usar o bersch 1938 austritike birovtschage sorale ande pumen bescharnahi, kaj o „putripe le Zigeuner-phutschajipestar“ ando tschatschipe prik beschardo te ol. Pal 1945 taj te ando avre bersche meg, o flogoskere grupnakere dschene le „Zigeuner-akaripeha“ kategorisirim ule. Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
November 8th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 2.11.2015 | (on demand)
Antiziganismus ist eines der drängendsten gegenwärtigen gesellschaftlichen Probleme. In vielen europäischen Ländern artet dieses Ressentiment in gewaltvollen Ausbrüchen aus. Der Begriff bezeichnet einen seit Jahrhunderten tradierten Vorurteilskomplex gegenüber als „Zigeuner“ etikettierten, stigmatisierten und verfolgten Individuen.
Der Historiker Marius Weigl, der für seine Diplomarbeit „Für die öffentliche Sicherheit. Zur Genese der antiziganistischen Norm in Österreich zwischen 1918 und 1938“ (hier) mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet wurde, gab bei den Schlaininger Gesprächen Einblick in seine Arbeit: 1918 hieß es im Deutsch-österreichischen Staatsamt des Inneren, dass die „Zigeunerfrage“ gelöst sei. Ab 1938 intervenierten die hiesigen Behörden massivst, um die „Lösung der Zigeunerfrage“ zu vollenden. Und nach der Befreiung 1945 und in den Folgejahren wurden Volksgruppenangehörige mittels des „Zigeuner-Begriffs“ kategorisiert. Mehr darüber erfahren Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
November 3rd, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Berlin — O pasche le bundakere dijestar paschlimo gondolinipeskero than le ando holocaust murdarde Sintijendar taj Romendar, jeke „Hakenkreuz-iha“ taj le alaveha „Vergasen“ aun pisim ulo. Sar i schtiftung gondolinipeskero than le murdarde dschidivtschenge la Europatar tschetertekon phentscha, odola pisiniptscha imar bejg khosle ule. O schtiftungakero direkteri Uwe Neumärker ada prik astaripe ojs „agresivi anticiganismus“ akartscha. O schtotiskero arakipeskero birovtschago ande anda peripe gejng naprindscharde panasi tschil. I schtiftung, savi upro gondolinipeskero than dikel phentscha, hot i sicherhajt pasche o gondolinipeskero than le 500.000 Sintijenge taj Romenge, save maschkar 1939 taj 1945 le nacijonalsocijalistendar murdarde ule, soraleder kerdi ol. „Te andi Germanija amare manuscha 70 berscha pal o flogoskero murdaripe meg mindig o sako diveseskero argranicalipe taj i diskriminacija esbe iste len“, phentscha o Romeo Franz, komponisto jeke cidime muschikakere falatostar anglo gondolinipeskero than. Read the rest of this entry »
Oktober 31st, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 26.10.2015 | (on demand)
Sajt but schelberschengero o Roma taj Sinti le tradipeske taj la diskriminacijake ar bescharde sina. O utschipeskero gendo le tradipestar i NS-cajt kerel, kada valami 90 procenti le Romendar taj Sintijendar, save andi Austrija dschivnahi, murdarde ule.
1938 imar 232 Roma ojs „asocijali“ kategorisirim ande logertscha and tschapim ule. Jek bersch paloda, o rajipeskero harengerengero birovtschago o and tschapinipe 3.000 burgenlanditike Romendar, save meg buti te kerel dschanahi, ande logertscha ar dija.
O Gerhard Baumgartner, austritiko historikeri taj sajt maj 2014 o schero le DÖW-istar, and dikipe ando terdschijiptscha le Romendar taj Sintijendar del. Ando 17to oktoberi 1939 o Himmler phentscha, hot o cile Roma taj Sinti na troman buter upral o than, kaj le akan hi, bejg te dschal. Kaj o pal likerde Roma taj Sinti le gemajndendar fasorgim iste ule, odola akan lengero „tel schofinipe“ mangnahi. O rajipeskero sicherhajtakero scheroskero birovtschago akor o keripe afka akarde „Zigeuner logerendar“ ar dija.
O „Zigeuner logeri“ Łódź/Litzmannstadt
Le 5.007 ando logeri Łódź/Litzmannstadt deportirime Romendar taj Sintijendar, 613 dschene imar ando erschti kurke pal lengero ledschipe vasch jek epedemija mule. Read the rest of this entry »
Oktober 31st, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radio Burgenland: 26.10.2015 | (on demand)
Seit Jahrhunderten waren die Roma und Sinti Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Den Höhepunkt der Verfolgung bildete die NS-Zeit, als ca. 90 Prozent der in Österreich lebenden Roma und Sinti ermordet wurden. Bereits 1938 wurden 232 Roma als „Asoziale“ kategorisiert in Konzentrationslager eingewiesen. Ein Jahr später ordnete das Reichskriminalpolizeiamt die Einweisung von 3.000 arbeitsfähigen burgenländischen Roma in KZs an.
Gerhard Baumgartner, österreichischer Historiker und seit Mai 2014 wissenschaftlicher Leiter des DÖW, gibt bei den 35. Schlaininger Gesprächen Einblick in die Schicksale der Roma und Sinti. Er spricht darüber, wie am 17. Oktober 1939 Himmler befahl, dass sämtliche Roma und Sinti ihren Aufenthaltsort nicht verlassen durften (sog. „Festsetzungserlass“), und darüber, dass die festgehaltenen Roma und Sinti fortan von den Gemeinden versorgt werden mussten, die schließlich ihre „Abschaffung“ verlangten. Das Reichssicherheitshauptamt empfahl daraufhin die Einrichtung von „Zigeunerlagern“.
Das „Zigeunerlager“ Łódź/Litzmannstadt
Von den 5.007 im November 1941 ins Zigeunerlager in Łódź/Litzmannstadt deportierten Roma und Sinti (siehe Infotext) starben 613 Personen bereits in den ersten Wochen nach der Ankunft an einer Fleckfieberepidemie. Alle noch lebenden Roma und Sinti wurden im Jänner 1942 ins Vernichtungslager Chełmno/Kulmhof überstellt und dort auf unmenschliche Art ihres Lebens beraubt. Niemand überlebte. Mehr darüber in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 29th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas geschändet
Unbekannte haben im Eingangsbereich des Denkmals für die ermordeten Sinti und Roma Europas im Berliner Simsonweg großformatig ein Hakenkreuz und den Schriftzug „Vergasen“ angebracht. Beide Schmierereien wurden entfernt. Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die das Denkmal betreut, hat die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt und Anzeige erstattet. Der Staatsschutz ermittelt.
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal, verurteilt den Anschlag als „aggressiven Antiziganismus“ aufs Schärfste. Romeo Franz, Direktor der „Hildegard Lagrenne Stiftung“ und Komponist des Musikstückes am Denkmal, zeigt sich bestürzt: „Dies ist ein Angriff auf den Prozess der Versöhnung. Er trifft viele Sinti und Roma mit ihrer leidvollen Familiengeschichte sehr persönlich. Read the rest of this entry »
Oktober 27th, 2015 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 19.10.2015 | (on demand)
Der Internationale Suchdienst – englisch International Tracing Service (ITS) – ist ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung, NS-Zwangsarbeit sowie den Holocaust. Zu den Hauptaufgaben des Suchdienstes zählen die Klärung des Schicksals von Verfolgten des NS-Regimes und die Suche nach Angehörigen. Weiters die Erteilung von Auskünften an Überlebende und Familienangehörige von NS-Opfern, Forschung, Pädagogik und Erinnerung sowie die Aufbewahrung, Konservierung und Erschließung von Dokumenten.
Susanne Urban, seit Mai 2009 Bereichsleiterin der Forschung und Bildung, gibt Einblick in die Arbeit beim Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen.
Der Bestand des ITS ist mit rund 30 Millionen Dokumenten eine der weltweit größten Sammlungen von Unterlagen über zivile Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft. Um die historisch wertvollen Dokumente für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, ist die Digitalisierung, elektronische Indizierung und Speicherung des Archivmaterials ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit des ITS. Im Juni 2013 wurde das Archiv des Internationalen Suchdienstes von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.
Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 25th, 2015 |
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Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 12.10.2015 | (on demand)
O Fonogramiskero Archivo la Austritika Akademijatar la Visenschoftatar jek instituto la austritika akademijatar la visenschoftatar le beschipeha ande Betschi hi. 1899 ojs visenschoftlichi hangoskero archivo kerdo lo ulo taj o lek phuraneder audijovisujlei archivo le themstar hi lo. O Fonogramiskero Archivo sajt pro keripe taj pal o angle dipe la akademijatar, vakeripeskere upre liptscha taj te muschikakere falati khetan kedija. Barikanipe upre jek bulhi dokumentacija tschito ol. Pedar sako upre lipe te jek pisinipe kerdo ol, savo informaciji pedar o upre limo dscheno, o vodinipeskere koji le upre lipestar taj o technischi koji sikal. 1999 o historischi falati le Fonogramiskere Archivistar (1899-1950) ando themeskero registeri la UNESCO-jatar „Memory of the World“ upre lim ule.
I dujti direkterkija la etnomusikologijatar taj romanistikatar, Christiane Fennesz-Juhasz, and dikipe ando barikano khetan kedipe le Mozes Heinschinkistar taj la Milena Hübschmannovátar, del.
Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 24th, 2015 |
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Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 12.10.2015 | (on demand)
Das Phonogrammarchiv ist ein Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit Sitz in Wien. Es wurde 1899 als wissenschaftliches Schallarchiv gegründet und ist das älteste audiovisuelle Archiv der Welt. Das Phonogrammarchiv sammelte seit seiner Gründung gemäß seiner Bestimmung durch die Akademie sowohl Sprachaufnahmen als auch Musikstücke. Man legt besonderen Wert auf eine umfangreiche Dokumentation. Jede Aufnahme wird in der Regel durch ein ausführliches Protokoll ergänzt, das unter anderem Informationen über die aufgenommenen Personen, die Begleitumstände der Aufnahme sowie technische Angaben enthält. 1999 wurden die historischen Bestände des Phonogrammarchivs (1899-1950) in das Weltregister der UNESCO „Memory of the World“ eingetragen.
Bei den Schlaininger Gesprächen gab die stellvertretende Direktorin der Ethnomusikologie und Romistik, Christiane Fennesz-Juhasz, Einblick in die einzigartige Roma-Sammlung von Mozes Heinschink und Milena Hübschmannová.
Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 7th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 5.10.2015 (on demand)
Ada berschengeri tema: Roma taj Sinti
Sajt 1982 imar but schel visenschoftlertscha andar o andrutno- taj avrutno vilago uso „Schlainingeriskere Vakeriptscha“ use sina taj pumare forschinipeskere resultatscha ando anglevakeriptscha usi diskusijona terdscharde. Telal o visenschoftlichi schero Rudolf Kropf, upri dis Schlaining o „35te Schlainingeriskere Vakeriptscha“ usi tema „Roma & Sinti usar 1938 dschi adi“ prade ule. Pal o akaripeskere alava le birostar Markus Szelinger, o thaneskero rot Helmut Bieler, o „35te Schlainingeriskere Vakeriptscha“ pratscha. Erschti and dikiptscha usi tema, o dschene akor ando interesanti anglevakeripe la Erika Thurneratar uschtidine. O 35te „Schlainingeriskere Vakeriptscha“, save usar o 21to dschi uso 25to septemberi 2015 sina, andi kulturakeri politik le Burgenlandistar jek sikajipe la eficijenti taj barikana forschinipeskera butjatar la thaneskera kundejatar, hi. Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 5th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 5.10.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)
Diesjähriges Thema: Roma und Sinti
Die „Schlaininger Gespräche“, die im Jahr 1982 gegründet wurden, beschäftigen sich mit Themen der Geschichte des Grenzraums zwischen Österreich und dem historischen Ungarn, wobei ein Schwerpunkt auf den burgenländischen Raum gelegt wird. Seither haben bereits hunderte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland an den „Schlaininger Gesprächen“ teilgenommen und ihre Ergebnisse in Vorträgen zur Diskussion gestellt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Rudolf Kropf wurden auf Burg Schlaining die „35. Schlaininger Gespräche“ zum Thema „Roma und Sinti von 1938 bis zur Gegenwart“ eröffnet. Nach den Begrüßungsworten des Bürgermeisters Markus Szelinger eröffnete Landesrat Helmut Bieler die „35. Schlaininger Gespräche“. Erste Einblicke zum Thema erhielten die Tagungsteilnehmer dann im interessanten Vortrag von Erika Thurner. Die „35. Schlaininger Gespräche“, die vom 21. – 25. September 2015 in den Räumlichkeiten der Burg stattgefunden haben, sind somit in der Kulturpolitik des Burgenlandes ein Beispiel für eine effiziente und leistungsorientierte Forschungstätigkeit der Landeskunde. Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
September 28th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Jek jomakero rodipe – Eine Spurensuche: Workshop mit Herbert Rehling und Mag. Gert Polster
Volkshochschule Süd, Schulgasse 17/3, 7400 Oberwart
Fr., 16. Oktober 2015, 18:00 bis 21:00 Uhr
Der Workshop gibt eine Einführung in die Familienforschung. Welche ersten Schritte müssen gemacht werden auf der Suche nach den Vorfahren? Welche schriftlichen Quellen gibt es? Wie komme ich zu Informationen auch im Internet? Ein Überblick über die Institutionen und Quellen, wo Informationen über die Vorfahren zu finden sind, wird ebenso gegeben wie praktische Beispiele anhand von Originaleinträgen in Matrikenbüchern. Unterlagen zu den Roma werden speziell erläutert.
Teilnahme ist kostenlos!
Anmeldung: Burgenländische Volkshochschulen – Regionalstelle Süd: 03352 / 34525
Veranstaltet von der Volkshochschule der Burgenländischen Roma in Kooperation mit den Burgenländischen Volkshochschulen – Regionalstelle Süd
(Ankündigung der VHS Roma)
September 12th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken
Ein neuer Gedenkweg in Oberwart erinnert an NS-Opfer. Das Oberwarter Rathaus ist die erste von insgesamt sechs Stationen; eine ist den Opfern aus der Volksgruppe der Roma (Hintergrundinfo) gewidmet. Ein Projekt des Vereins R.E.F.U.G.I.U.S.
Der Gedenkweg soll an die Oberwarter Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Jeder Ort erzählt stellvertretend die Geschichte verschiedener Opfergruppen. Es waren und sind zentrale Orte mit öffentlichem Charakter. Die Opfer der NS-Zeit sollen heute an jenen Orten, wo sie einst von NS-Behörden verfolgt wurden oder aus dem Gedächtnis gelöscht werden sollten, dem Erinnern wiedergegeben werden. Die Tafeln symbolisieren das Fehlen eines Teils der Oberwarter Bevölkerung. Jede Tafel steht für Menschen, die einst Mitglieder der Oberwarter Gesellschaft waren und in der NS-Zeit aus dieser ausgeschlossen wurden. Ihre Vertreibung, Ermordung und das Vergessen hinterließen Lücken, die nicht mehr aufgefüllt werden konnten.
Zur Erinnerung an die Oberwarter Romnija und Roma
Romnija und Roma waren bereits vor 1938 ethnischer und sozialer Ausgrenzung sowie Rassismus ausgesetzt gewesen, doch erreichte er in der NS-Zeit seinen Höhepunkt im Porajmos (Völkermord). Sie wurden gezielt entrechtet, beraubt, verfolgt, deportiert und ermordet. All dies war nur durch ein Zusammenspiel der verschiedenen Behörden mit der Bevölkerung möglich. Nur wenige Oberwarter Roma und Romnija konnten nach 1945 in ihr Zuhause zurückkehren, da die meisten den Porajmos nicht überlebten.
(Text: www.gedenkweg.at)
August 31st, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 31.8.2015 | (on demand)
Valami 6 milijoni dschidovtscha taj dschi use 500.000 Sinti taj Roma le nacijendar bibastale tradim taj opfertscha lengere sistematischi planime flogoskere murdaripestar ule. Ada brigaschno terdschijipe le dschidovtschen la flogoskera grupnaha le Romendar khetan phandel.
O Siegfried Heilig 1934 ande jek Sinti-familija ande Magdeburg upro them alo. O dad schauschteleri taj marijonetengero khelaschi sina. O terno Sinto imar agun i diskriminacija gejng leskeri flogoskeri grupn esbe iste lija. Andi ischkola ando lejcti redo lo beschardo ulo taj erscht paloda upre pelo, hot ov adaj kivanim nan. Ando ratschaskere ori le 1ti mercistar 1943 o Sinti taj o Roma ande Magdeburg khetan tradim taj ando logeri Auschwitz ledschim ule. Leskera babake Anna Heilig, savi opferi le flogoskere murdaripestar gejng o Sinti taj Roma uli palikerdo schaj ol, kaj o 1943 upro them alo Siegfried Heilig o ledschipe ando mulipe, prik dschivtscha. Buteder pedar schunen tumen hetvin andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
August 30th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radio Burgenland: 31.8.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)
Siegfried Heilig wurde 1934 in einer Sinti-Familie in Magdeburg geboren. Der Vater war Schausteller und Marionettenspieler. Der junge Sinto musste schon früh die Diskriminierungen gegen seine Volksgruppe erfahren. In der Schule wurde er in die letzte Reihe gesetzt und erkannte erst später, dass er eigentlich unerwünscht war. In den Morgenstunden des 1. März 1943 wurden Sinti und Roma in Magdeburg verhaftet und in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Dank seiner Großmutter Anna Heilig, die dem Völkermord an den Sinti und Roma zum Opfer fiel, entging der 1934 geborene Siegfried Heilig der Deportation und dem sicheren Tod. Mehr darüber hören Sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)