Geschichte & Gedenken

Facts & Figures (192)

Juni 8th, 2018  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

1498 betrat Ko­lum­bus auf sei­ner 3. Rei­se erst­mals Ame­ri­kas Fest­land. In sei­ner Be­glei­tung: 4 Ro­ma – Ma­cí­as u. An­tón de Egip­to mit ih­ren Frau­en Ma­ría u. Ca­ta­li­na.

(Quelle (pdf))

KZ-Gedenkstätte Lety geschändet

Juni 8th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

O logeri Lety (Foto: Museum für Roma-Kultur via volksgruppen.orf.at)Tschechien: Polizei ermittelt we­gen ras­sis­ti­scher Auf­schrif­ten in Ge­denk­stätte Lety

Radio Praha, 7.6.2018: Unbekannte Täter hatten rund um die Gedenk­stätte des Roma-KZ im süd­böh­mi­schen Lety Ta­feln mit Hetz­bot­schaften auf­ge­stellt. Darauf wird die Regie­rung für den Kauf des Ge­län­des (wir berich­te­ten) kriti­siert und die Volks­gruppe der Roma rassis­tisch be­schimpft. Die Polizei er­mittelt des­halb wegen Er­re­gung öf­fent­li­chen Ärger­nis­ses. In Lety be­stand zu­nächst ein Arbeits­lager. Die deut­schen Besatzer mach­ten daraus dann ein KZ. Zwi­schen 1940 und 1943 star­ben dort 327 tsche­chi­sche Roma, über 500 wei­tere wur­den nach Auschwitz ver­schleppt. Read the rest of this entry »

Million aus Norwegen für Lety

Mai 13th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken

Schweinefarm auf dem KZ-Gelände von Lety (Foto: Romeo.cz)

Norwegen wird den Bau der Gedenkstätte in Lety finan­ziell unter­stützen

Die norwegische Botschafterin in Tschechien, Ellen Sletner, hat bestä­tigt, dass Nor­we­gen den Bau einer Roma-Holocaust-Ge­denk­stät­te in Lety bei Písek (Süd­böhmen) mit einer Sum­me von einer Million Euro un­ter­stüt­zen will. Dies teilte die Spre­che­rin des Museums für Roma-Kul­tur, Kristina Kohoutová, mit. Die Gedenk­stätte wird am Ort er­rich­tet, wo sich wäh­rend der Nazi-Be­satzung ein Roma-KZ be­fand. In den 1970er Jah­ren wurde am selben Ort ein Schweine­mast­betrieb er­baut. Der Staat kaufte die Schweine­mast auf. Die Leite­rin des Muse­ums für Roma-Kul­tur, Jana Horváthová, er­klär­te, die leer ste­hen­den Ge­bäude wer­den bis zum Jahres­ende ab­geris­sen. Im Gemeinde­amt in Lety hat das Museum in­zwi­schen ein Info­zentrum er­öff­net, in dem an den Genozid an den tsche­chi­schen Roma er­in­nert wird.

(Radio Prag)

„Vom vergessenen Holocaust erzählen“

Mai 5th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio & TV

Zoni Weisz, geb. 1937, als Kind (Foto: rromani-resistance.comEr hat als einziger aus seiner engeren Familie die Ver­fol­gung durch die National­sozia­lis­ten über­lebt: Heute setzt Zoni Weisz seine ganze Ener­gie daran, an die Ermor­dung der Sinti und Roma zu er­innern und die Tra­di­tio­nen seines Volkes be­kann­ter zu machen.

Deutschlandfunk | Im Gespräch | 4.5.2018
Moderation: Britta Bürger
➜Beitrag anhören

Für das größte Blumengesteck der Welt wurde er mit einem Ein­trag ins Guin­ness-Buch der Re­korde be­lohnt. Zoni Weisz mach­te als Florist eine glanz­volle Karriere und ver­sorgte vier Gene­ra­tio­nen der nie­der­ländi­schen Königs­familie mit Blu­men­schmuck – von der Tisch­deko­ra­tion über die auf­wendig floral ge­stal­tete Hoch­zeit bis hin zur In­augu­ra­tions­feier. Die Blumen hät­ten sein Leben sehr be­rei­chert, sagt der 81-Jäh­rige. Seit er in Rente ist, setzt sich Zoni Weisz dafür ein, die Ver­fol­gung und Er­mor­dung von Sinti und Roma wäh­rend des National­sozialis­mus ins Be­wusst­sein zu rufen. Read the rest of this entry »

Erba: 80 berscha aunphandlipe

April 13th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo Erba, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Eva Horvath (Redaktion), Kamera: Julius Horvath, Ton: Kerstin Horvath, Schnitt: Marcel Horvath, Fotos: Jennifer Papai

80 Jahre „Anschluss“ – Gedenken in Oberwart

Suboton, ando 24to feberi 2018, vasch o „80 ber­scha aun­phand­lipe“ le opfe­ren­ge le naci­jo­nal­soci­ja­lis­musis­tar jek mu­la­tin­tscha­go Erbate tel liker­do ulo. O gon­doli­pes­kero drom an­do bersch 2015 Erbate ker­do ulo.

Am Samstag, den 24. Feber 2018, fand an­läss­lich „80 Jahre ,An­schluss‘“ für die Opfer des National­sozia­lis­mus eine Ver­an­stal­tung in Oberwart statt. Der Ge­denk­weg in Ober­wart wur­de 2015 er­rich­tet.

(Redakcijona: Eva Horvath. Kamera: Julius Horvath, han­go: Kerstin Horvath, tschi­na­schi: Marcel Horvath, kipi: Jennifer Papai)


Neues Webportal zum Roma-Holocaust

April 4th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Deutschland: Neues Webportal zum Völkermord an den Sinti und RomaNeues Onlineportal informiert über den Holocaust an den Sinti und Roma

Das Dokumentations- und Kul­tur­zentrum Deu­tscher Sinti und Roma hat am Diens­tag das Web­portal „‘Ras­sen­diagno­se: Zigeuner‘. Der Völ­ker­mord an den Sinti und Roma und der lan­ge Kampf um An­erken­nung“ ge­launcht (Pro­jekt­lei­tung: Frank Reuter, Mit­ar­beit: Verena Meier). Unter www.sintiundroma.org wird an­hand zahl­rei­cher Videos, Inter­views, Fotos und Do­ku­mente der Holocaust an der Min­der­heit the­ma­ti­siert. Außer­dem doku­men­tiert die In­ter­net­seite die Geschichte der Über­leben­den im Nach­kriegs­deutschland, die Er­fol­ge der Bür­ger­rechts­bewe­gung so­wie die Men­schen­rechts­situa­tion in Europa nach 1989.

Ab März 1943 wurden annähernd 23.000 Sinti und Roma auf­grund des De­por­ta­tions­be­fehls Heinrich Himmlers nach Auschwitz-Bir­kenau de­por­tiert, der größ­te Teil stamm­te aus dem Reichs­ge­biet. Zahl­reiche Gedenk­ver­anstal­tun­gen er­in­nern die­ser Tage deutsch­land­weit an dieses un­vor­stell­bare Ver­bre­chen. Der natio­nal­sozialis­ti­sche Völkermord an den Sinti und Roma ist in der jahr­hun­der­te­lan­gen ge­mein­sa­men Ge­schich­te von Min­der­heit und Mehr­heit ohne Bei­spiel. Den­noch war er nicht voraus­set­zungs­los: Eine von Vor­urteilen und Feind­se­lig­keit ge­präg­te Hal­tung gegen­über Sinti und Roma ist tief in der euro­päi­schen Ge­schich­te ver­an­kert. Das Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma möch­te mit seinem neuen Webportal www.sintiundroma.org ei­ner­seits diese Vor­ur­tei­le und Feind­selig­kei­ten wi­der­le­gen, an­derer­seits den Völker­mord an den Sinti und Roma do­ku­men­ti­eren: von der Aus­gren­zung und Ent­rech­tung der Min­der­heit im Deutschen Reich bis zu ihrer sys­te­ma­ti­schen Vernichtung im be­set­zten Europa.

Der menschenverachtenden Perspektive der Täter wer­den Zeug­nis­se der Opfer gegen­über­ge­stellt. His­to­ri­sche Fa­mi­lien­fotos von Sinti und Roma geben Ein­blicke in die Lebens­wirk­lich­keit der Men­schen und las­sen sie als Indi­vi­duen her­vor­tre­ten. Read the rest of this entry »

Erinnern und Mahnen – Gedenken in Oberwart

März 25th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo Erba, Rassismus & Menschenrechte

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Christina Horvath (Redaktion), Kamera: Julius Horvath, Ton: Marcel Horvath, Schnitt: Marcel Horvath, Inter­views: Eva Horvath und Adolf Gussak

Gondolipe taj mangipe – gondolipe andi Erba

Am 4. Februar 1995 kamen vier Roma in Oberwart bei einem Bomben­anschlag ums Leben. Seit­dem gibt es jähr­lich eine Gedenk­feier für die Opfer die­ser grau­sa­men und rassis­tisch moti­vier­ten Tat. Wir be­frag­ten Besucher der Gedenk­feier zur aktuel­len poli­ti­schen Situa­tion über Roma in Europa. Ver­anstal­tet wurde die Gedenk­feier von der Ro­ma-Pastoral Bur­gen­land.

Ando 4to feberi 1995 schtar Roma, Erbate use jek bom­ba­kero aten­tato pu­maro ileto na­schade. Sajt oja cajt, sako bersch jek gon­doli­pes­kero mula­tintscha­go le opfe­renge odole bi­bas­tale taj rasis­tischi atenta­tostar del. Read the rest of this entry »

Holocaustiskero gondolipeskero di 2018

März 20th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Eva Horvath, Schnitt: Marcel Horvath, Eva Horvath

Internationaler Holocaust-Gedenktag 2018

Sajt 13 berscha, o 27to jeneri o interna­cijo­nali holo­caustis­kero gon­do­li­pes­kero di, kaj amen upro opfer­tscha le NS-reschi­mistar gon­do­linas, hi. Angle 73 ber­scha – ando 27to jeneri 1945 – o Lole Nimci o loge­ri Auschwitz put­rin­de. Igen but manu­scha vasch pumaro telschta­mi­nipe, vasch puma­ro pa­tscha­jipe taj vasch pu­maro seksu­jeli ori­jen­tiri­nipe tra­dim taj mur­darde ule. La NS-ma­schine­ri­jatar va­lami 500.000 dsche­ne la flogos­kera grup­natar le Romen­dar mur­darde ule. Va­schoda igen bari­kano hi, hot rasismus, anti­semi­tis­mus, homo­fobija taj faschis­mus andi adi­veseske­ri, mo­der­ni cajt, nisaj than na usch­tiden. Jek igen bari­kano aspek­to hi, hot adala bi­bas­tale ke­rip­tscha na po­bis­terde te on.

Seit 13 Jahren ist der 27. Jänner der Internationa­le Holo­caust-Ge­denk­tag, an dem wir der Opfer des NS-Re­gimes ge­denken. Vor 73 Jah­ren – am 27. Jän­ner 1945 – be­freite die Rote Armee das Kon­zentra­tions­la­ger Auschwitz. Sehr viele Men­schen wur­den we­gen ihrer Her­kunft, ihres Glaubens und ihrer sexuel­len Orien­tie­rung ver­folgt und er­mor­det. Read the rest of this entry »

Gemajndakero kher Erba

März 13th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Kerstin Horvath & Eva Horvath, Schnitt: Marcel Horvath

Rathaus Oberwart

O Erbakero gemajndakero kher, savo sajt 1905 upro sche­ros­kero than ter­dschol, jek kher jeka histori­jaha hi. Kekaj inten­sivi re­schersch­tscha kerde ule, tschak tschu­le infor­ma­ciji pedar o aguno kher del. Jek koja va­schodo hi, hot telal o nacijo­nal­socija­listscha, sa­ve ando 12to merc 1938 o rajipe prik line, o cile his­to­rischi datscha, thar­de ule. And dikipe pe­dar i buteder sar schel­ber­schen­geri histo­rija le gemajn­da­kere khe­restar, i but­schasch­kija la pradi­pes­kera but­ja­tar, Zsifkovits-Taferner, del. Sajt o 4to no­vem­be­ri 2012, o Georg Rosner, biro la fo­ros­kera ge­majn­datar Erba hi. I foros­keri ge­majn­de Erba ojs ang­le siki­pes­keri ge­majn­de le Burgenlandis­tar hi, mint o khe­tan dschi­vipe le cile flogos­kere grup­nen­dar taj kon­fesi­jonen­dar igen latscho hi. Pa­sche les­kere but butja, o foros­kero schero, te dsche­no le flogos­kere grup­na­kere baj­rotistar le Ro­men­dar hi.

Das Oberwarter Rathaus, das seit 1905 am Haupt­platz steht, ist ein Ge­bäude mit Geschichte. Trotz in­ten­si­ver Recher­chen fin­det man zum ur­sprüng­li­chen Gebäude nur spär­li­che In­for­ma­tio­nen. Ein Grund dafür ist, dass unter den Natio­nal­sozia­lis­ten, die am 12. März 1938 die Macht über­nom­men haben, alle histo­ri­schen Doku­mente ver­nich­tet wur­den. Ein­blick in die über hundert­jäh­rige Ge­schichte des Ober­war­ter Rathauses gibt die zu­stän­dige Mit­arbei­te­rin für Öf­fent­lich­keits­arbeit, Frau Mag. Zsifkovits-Taferner. Seit 4. November 2012 ist Georg Rosner Bür­ger­meis­ter der Stadt­gemeinde Ober­wart. Die Stadt­ge­mein­de Oberwart gilt als Vor­zeige­gemeinde des Burgenlandes, denn das Zu­sam­men­leben al­ler Volks­grup­pen und Kon­fes­sio­nen funk­tio­niert tadel­los. Neben seinen zahl­reichen Tätig­keiten ist der Stadt­chef auch Mit­glied des Volks­grup­pen­beirates der Roma.

(Jek keripe la Kerstin Horvathatar taj la Kerstin Horvathatar, tschinaschi: Marcel Horvath)

Filminstallation »Roma Helden 1956«

März 6th, 2018  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma im Ungarn-Aufstand 1956Kurzfilmabend in Heidelberg
Dienstag, 13.03.2018 18:00 Uhr
Dokumentations- und Kul­tur­zentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, Heidelberg

Ankündigung des Dokumentations- und Kulturzentrums:

Binnen weniger Stunden entwickelte sich am 23. Okto­ber 1956 aus einer De­monstra­tion von Stu­die­ren­den in Budapest der Ungarische Volksaufstand. Das Auf­be­geh­ren der Men­schen wur­de in den fol­gen­den Ta­gen und Wo­chen mit be­son­de­rer Härte nieder­ge­schla­gen. Zahl­rei­che Men­schen wur­den hin­ge­rich­tet, zehn­tau­sende wur­den in Inter­nie­rungs­lager oder Ge­fäng­nis­se ver­schleppt, 200.000 Men­schen ver­lie­ßen ihre Heimat. Auch für zahl­rei­che Roma war es selbst­ver­ständ­lich, sich dem Frei­heits­kampf an­zu­schlie­ßen, als sie den legen­dä­ren Aufruf der Revolution hör­ten: „Wer Ungar ist, hält mit!

Beim Kurzfilmabend führen wir im Ge­spräch mit den Be­su­cher/in­nen durch die Film­installa­tion „Roma Helden 1956“. Sie weist auf die Betei­li­gung dieser Men­schen hin und gibt ihnen ein Ge­sicht: In kur­zen Filmen wer­den die Geschich­ten von Gyula Dandos, Gabor Dilinko, Istvan Fatyol, Csanyi Sandor und Ilonka Szabo er­zählt.

(www.sintiundroma.de)