1945 – Ar taj kesdipe | Ende und Anfang

Mai 20th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

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Tschibtscha | 19.5.2025 | 8:01 min

Ein Zeitzeugen-Filmprojekt für den Unter­richt: zum Film und zur didak­ti­schen Auf­be­reitung

Jek cajtceugniskero projekto le sikadipeske: jek film uso didak­tischi upre­butscha­linipe – 2025 i Republik Austrija o 80 berschengero ar le dujti themes­kere habu­ristar gondo­linel, o pheripe le NS-re­schi­mistar taj o upre­bauni­nipe le demo­kra­tischi struk­turendar. 22 burgen­landi­tike dschene andar o cile thanes­kere falati le Burgen­landistar, sar le flogos­kere grupnendar le hor­vacken­dar taj ungri­kendar o kerip­tscha andar o bersch 1945 ando Burgenland upre sikade te on. Ande persen­lichi palgon­doliptscha o agune terne pumare terdschi­vip­tscha phukan. Sar o Südostwall­bau, habu­riskere dschene save astarde ule, ungrike dschi­dovtscha mujsini­peskere butjasch­tscha, murda­ripeskere phirip­tscha, haburiskere terdschi­viptscha, ande lipe la Roten armejatar, befrejer – bese­cinipe, virt­schoft­lichi struk­turtscha taj politischi papal upre bauni­nipe. Didakti­schi ciliskero bescha­ripe: Duach o digitali cajt­ceugn interviews siklon o isch­kolasch­tscha o kveliskero vert adale inter­view­jendar te pe urtajlinel. On jerinen ande dikipe, save pedar o fakten­gero dschanipe ari dschan. Afka aktivi, kritischi reflek­sivi siklipe ando histori­jakero sikadipe pomo­schipe dim ol taj i historija ande but minden­felitiko proceso upre lim te ol.

2025 gedenkt die Republik Österreich der 80-jährigen Wiederkehr des Endes des Zweiten Weltkrieges, dem Sturz des NS-Regimes und dem Wieder­aufbau von demo­kra­tischen Struktu­ren. Mittels einer thema­tisch sortier­ten Collage – ohne Text in Overvoice – von kurzen State­ments von 22 Burgen­länder:in­nen aus allen Landes­teilen und den Volks­gruppen der Kroat:in­nen und Ungar:in­nen sollen die Ereignisse des Jahres 1945 im Burgenland auf­gezeigt werden. In persön­lichen Erin­nerungen schildern die damals Jugend­lichen ihre indivi­duellen Erfahrun­gen in den Themen­berei­chen: Südostwallbau, Kriegs­gefangene, unga­risch-jü­dische Zwangs­arbeiter, Todes­märsche, Kriegs­erlebnisse, Ein­marsch der Roten Armee, Befreier – Besatzer, wirtschaft­liche Strukturen und politischer Wieder­aufbau. Didaktische Ziel­setzung: Durch die Erschlie­ßung der digitalen Zeitzeug:in­nen­inter­views lernen die Schü­ler:innen den Quellenwert dieser Interviews zu be­urteilen. Durch gezielte Aufgaben­stellungen be­schäftigen sich die Schü­ler:innen sowohl mit der äußeren als auch mit der inneren Quellen­kritik. Weiters sind die Schü­ler:innen ge­fordert, die Aussagen der Zeitzeug:in­nen ein­zu­ordnen und mit anderen Quellen zu ver­gleichen. Dieser Schritt fördert das kritische Denken und die Fähig­keit, historische Narrative zu re­konstruieren. Mittels der Interview­analyse ent­wickeln die Schüler:in­nen ein tieferes Verständnis für historische Prozesse und deren Relevanz für die heutige Gesell­schaft. Sie gewinnen Ein­sichten, die über das reine Fakten­wissen hinaus­gehen. Dadurch wird ein aktives, kritisches und reflexives Lernen im Geschichts­unterricht gefördert und dazu bei­getragen, die Geschichte als viel­schich­tigen Prozess zu be­greifen.

(Beitrag: TV Erba)

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