Jugend & Bildung

Internationaler Roma-Tag in Oberwart

April 6th, 2018  |  Published in Jugend & Bildung, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Offenes Haus Oberwart (OHO)Symposium zum Internationalen Romatag in Oberwart: „Eine neue Generation von Euro­pä­erIn­nen? Junge Roma und Romnija und deren Selbst­ver­ständnis“

Sa., 7. April 2018, 14:00 Uhr im OHO, Lisztg. 12
ab 19:30 Uhr – Diskussion, Ausstellung und Konzert (siehe unten), Eintritt frei

Eine Tagung der Volkshochschule der Burgenländischen Roma in Ko­ope­ra­tion mit dem Offenen Haus Oberwart, un­ter­stützt von der Stadt­ge­mein­de Oberwart, ge­för­dert von der Öster­rei­chi­schen Gesellschaft für Politische Bildung

Oft passiert es, wenn sich junge Menschen enga­gie­ren, dass die älte­ren eher ab­war­tend, skep­tisch, manch­mal mit Un­ver­ständ­nis und gar nicht selten mit of­fe­ner Ableh­nung diesen Akti­vi­tä­ten gegen­über­stehen. Seit eini­ger Zeit macht eine neue Gene­ra­tion Roma mit ihren Aktionen auf sich auf­merk­sam, die sich in­halt­lich und vom Stil her von Bis­heri­gem unter­schei­det. Junge Roma werden aktiv und deu­ten an, dass sich die Schwer­punkte der Volks­gruppen­arbeit in Zu­kunft doch er­heb­lich ver­schie­ben könn­ten. Nicht mehr aus­schließ­lich die Frage nach Gleich­berech­ti­gung, nach gesell­schaft­li­cher An­er­ken­nung der Lei­den im Porajmos (Völ­ker­mord an den euro­päi­schen Roma in der Zeit des National­sozia­lis­mus) oder nach bes­se­ren Lebens­ver­hält­nis­sen steht im Blick­feld, son­dern ver­stärkt die Frage nach der Identität (oder den Iden­ti­tä­ten) von (jun­gen) Romnija und Roma in einer plu­ra­lis­ti­schen und meist auch urbanen Ge­sell­schaft.

Junge Roma haben auch historisch gesehen eine ganz zentra­le Rolle für die Volks­gruppe in Österreich ge­spielt. Und hät­ten sie da­mals auf die Alten ge­hört, wäre die Geschichte mög­li­cher­weise ganz anders ver­lau­fen. Vor 35 Jah­ren wurde näm­lich in Oberwart die Roma-Bür­ger­rechts­bewe­gung in Öster­reich von jugend­li­chen Roma be­zie­hungs­weise da­mals sehr jungen Per­so­nen ins Le­ben ge­rufen. Read the rest of this entry »

Neues Webportal zum Roma-Holocaust

April 4th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Deutschland: Neues Webportal zum Völkermord an den Sinti und RomaNeues Onlineportal informiert über den Holocaust an den Sinti und Roma

Das Dokumentations- und Kul­tur­zentrum Deu­tscher Sinti und Roma hat am Diens­tag das Web­portal „‘Ras­sen­diagno­se: Zigeuner‘. Der Völ­ker­mord an den Sinti und Roma und der lan­ge Kampf um An­erken­nung“ ge­launcht (Pro­jekt­lei­tung: Frank Reuter, Mit­ar­beit: Verena Meier). Unter www.sintiundroma.org wird an­hand zahl­rei­cher Videos, Inter­views, Fotos und Do­ku­mente der Holocaust an der Min­der­heit the­ma­ti­siert. Außer­dem doku­men­tiert die In­ter­net­seite die Geschichte der Über­leben­den im Nach­kriegs­deutschland, die Er­fol­ge der Bür­ger­rechts­bewe­gung so­wie die Men­schen­rechts­situa­tion in Europa nach 1989.

Ab März 1943 wurden annähernd 23.000 Sinti und Roma auf­grund des De­por­ta­tions­be­fehls Heinrich Himmlers nach Auschwitz-Bir­kenau de­por­tiert, der größ­te Teil stamm­te aus dem Reichs­ge­biet. Zahl­reiche Gedenk­ver­anstal­tun­gen er­in­nern die­ser Tage deutsch­land­weit an dieses un­vor­stell­bare Ver­bre­chen. Der natio­nal­sozialis­ti­sche Völkermord an den Sinti und Roma ist in der jahr­hun­der­te­lan­gen ge­mein­sa­men Ge­schich­te von Min­der­heit und Mehr­heit ohne Bei­spiel. Den­noch war er nicht voraus­set­zungs­los: Eine von Vor­urteilen und Feind­se­lig­keit ge­präg­te Hal­tung gegen­über Sinti und Roma ist tief in der euro­päi­schen Ge­schich­te ver­an­kert. Das Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma möch­te mit seinem neuen Webportal www.sintiundroma.org ei­ner­seits diese Vor­ur­tei­le und Feind­selig­kei­ten wi­der­le­gen, an­derer­seits den Völker­mord an den Sinti und Roma do­ku­men­ti­eren: von der Aus­gren­zung und Ent­rech­tung der Min­der­heit im Deutschen Reich bis zu ihrer sys­te­ma­ti­schen Vernichtung im be­set­zten Europa.

Der menschenverachtenden Perspektive der Täter wer­den Zeug­nis­se der Opfer gegen­über­ge­stellt. His­to­ri­sche Fa­mi­lien­fotos von Sinti und Roma geben Ein­blicke in die Lebens­wirk­lich­keit der Men­schen und las­sen sie als Indi­vi­duen her­vor­tre­ten. Read the rest of this entry »

Centrali muschikakeri ischkola Erba

März 30th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Musik, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak (Redaktion). Kamera: Julius Horvath, Emmerich Gärtner-Horvath. Schnitt: Adolf Gussak

Zentralmusikschule Oberwart

I muschikakeri ischkola Erba ando bersch 1947 kerdi uli. Usar i furula dschi usi elektri­schi gita­ra minden­feli­ti­ke muschi­ka­kere instru­mentscha schaj sik­lim on. 2006 jek khe­ta­nipe la muschi­ka­kera isch­ko­laha Szom­ba­the­ly ker­di uli – taj o orches­teri, i „Sin­fo­ni­jeta Erba – Szom­bathely“, ker­di sina. Sajt oja cajt te o nevo ber­schen­gero kon­certo la ZMSatar Erba del, savo ada bersch ando 13ti je­neri andi masch­karut­ni isch­ko­la sina.

Die Musikschule Oberwart wurde im Jahr 1947 ge­grün­det. Man kann von der Block­flöte bis zur E-Gitar­re ver­schie­dens­te Musik­instru­men­te er­ler­nen. 2006 wurde auch ein Ko­ope­ra­tions­ver­trag mit der Musik­schule Szom­bathe­ly ab­geschlos­sen – und das Orches­ter, die „Sin­fo­niet­ta Oberwart – Szombathely“, war ge­bo­ren. Read the rest of this entry »

Auf Spurensuche in Marzahn

Januar 30th, 2018  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

Die Theaterperformance »Rastplatz Marzahn«, eine auf Zeit­zeugen­erin­ne­run­gen basie­rende Re­konstruk­tion des Zwangslagers für Sinti und Roma in Mar­zahn-Hel­lers­dorf, feierte im Ok­tober Pre­miere. Am Mitt­woch wird das Stück im Rahmen des Jugend­forums „denk!mal“ im Berliner Ab­ge­ord­ne­ten­haus erst­mals einem breite­ren Publi­kum vor­ge­stellt.


„Es hat furchtbar gestunken. Normaler­weise hätten wir uns an einem sol­chen Ort nie auf­ge­halten, schon allein wegen un­se­rer Gesetze nicht, die das ver­bieten. Wir wur­den aber zwangs­weise dort ab­ge­stellt.“ (Otto Rosenberg)

Heute ein unscheinbarer Ort zwischen Hoch­häu­sern und S-Bahn­geleisen in Mar­zahn-Hel­lers­dorf. Von 1936 bis 1945 be­fand sich an dieser Stelle ein Sammel­lager für Sinti und Roma. Die Ver­schleppung und Fest­setzung der Volks­gruppe auf die­sem Platz war der erste Schritt zu ihrer syste­ma­ti­schen Ver­fol­gung und Ver­nichtung. Für die mediale Theater­performance hat sich das Ensemble aus jun­gen Men­schen und Schau­spie­ler*innen hier auf die Spuren­suche nach der Geschichte des „Rast­platz Marzahn“ be­ge­ben. Read the rest of this entry »

Oberwart: Bildung für die Roma-Kinder

Januar 12th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Jennifer Papai, Schnitt: Josef Horvath

O schajipe upre jek sikadipe

Seit 1990 besteht in Oberwart das Lernbetreuungsprojekt und wur­de vom Verein Roma durch­ge­führt. 2017 über­nahm der Verein Roma-Service durch das Aus­schei­den des Vereins Roma das Lern­betreu­ungs­projekt. Durch­schnitt­lich neh­men 30 Kinder an der Außer­schuli­schen Lernbetreuung teil. Die Schüler er­hal­ten täg­lich Förder­unterricht und Unter­stützung bei den Haus­auf­gaben. Lern­defizite wer­den gezielt auf­ge­holt, und vor Schularbeiten und Tests wird ge­son­dert in der Gruppen- und Einzel­betreuung ge­för­dert. Die Lern­betreu­ung gibt vielen Roma-Kin­dern die Chance auf eine gute Bildung, um im spä­te­ren Leben in der Arbeits­welt Fuß fas­sen zu kön­nen.

Sajt 1990 Erbate o siklipeskero projekto del taj le fa­raj­nistar Roma ker­do ulo. 2017 o farajn Roma-Service ada sikli­pes­kero pro­jekto prik lija, mint o farajn Roma use tscha­pintscha. Va­la­mi 30 tschave uso sik­lipe an. O isch­kolasch­tscha sako di pomo­schago use pumare butj usch­tiden. Sikli­peskere defi­citscha upre butscha­lim on, angle isch­kola­kere butja ande grupn vaj sakone tschave kor­kore, siklim ol. Read the rest of this entry »

TSCHIBTSCHA: Presentacija le dschenendar

Januar 9th, 2018  |  Published in Jugend & Bildung, Medien & Presse, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
2017/2018

TSCHIBTSCHA: Präsentation der Teilnehmer/innen

TSCHIBTSCHA, zu Deutsch „Sprachen“, ist der Titel des Medien­pro­jekts des Vereins Karika in Ko­ope­ra­tion mit dem Verein Roma-Service und der ORF-Volks­gruppen­redak­tion. Im Lehrgang „Teil 1: Roma-Em­power­ment“ wer­den acht Volks­grup­pen­ange­hö­rige der Roma im Bereich Medien als Mul­tip­li­ka­to­ren aus­ge­bildet.

TSCHIBTSCHA, nimtschkon „Sprachen“, o anav le medijakere pro­jek­tostar le faraj­nistar KARIKA an­di khe­tani buti le faraj­ni­ha Roma-Service taj la ORF-flogos­kere grup­na­kera redak­cijo­naha hi. Ando sikli­pes­kero „fala­ti 1: Roma-Empowerment“ ofto dsche­ne la flo­gos­kera grup­natar le Romen­dar, ando than mediji ojs multi­plika­tor­tscha ar sik­lim on.

(Text: Radio Erba/Erba TV))

„Romano Sumnal“: Junge Roma in Leipzig

Januar 2nd, 2018  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung

Ein Film von Didi, Jashko, Rikardo, Ferida, Elita, Melissa, Julia, Stefan, Nicola

Regie/Kamera/Schnitt: Leonore Kasper
Deutsch/Romanes/Serbisch, 11:14 Min.

ROMANO SUMNAL ist ein Portrait Leipziger Jugendlicher aus der Roma-Com­munity. Sie spre­chen über ihr Leben und ihre Zu­kunft. Aber auch über das „Wie Weiter?“ und die eige­ne Sicher­heit in Zeiten von Ab­schie­bun­gen. Alle sind sie bei Roma­no Sum­nal – Verein für Roma in Sachsen ak­tiv.

Der Film ist Teil von RomaRespekt un­ter dem Dach von Weiterdenken und wird ge­för­dert im Rah­men des Bundes­programms „Demo­kra­tie leben!“ des Bundes­minis­teriums für Familie, Senio­ren, Frauen und Jugend. Leo­nore Kasper stu­dier­te bis 2013 Medien­kunst an der Hoch­schule für Grafik und Buch­kunst in Leipzig und lebt in Leipzig. Sie ist als Men­to­rin und künst­le­ri­sche Lei­tung für sozio­­kul­tu­relle Film­pro­jekte tätig und ent­wickelt eige­ne Film­arbeiten.

(RomaRespekt)

Dialogplattform: Außerschulische Jugendarbeit

Dezember 23rd, 2017  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Redaktion: Adolf Gussak; Kamera: Josef Horvath; Cutter: Emmerich Gärtner-Horvath

Romengeri-dialogoskeri seletoskeri forma: „Buti le ternenca pal i ischkola“

Am Freitag, den 24. 11. 2017 fand die 20. Roma-Dialogplattform des Bun­des­kanz­ler­amtes im Hause der Volks­anwalt­schaft Wien statt. Zur 20. Dia­log­platt­form lud Frau Dr. Susanne Pfanner, Lei­terin der Roma-Kon­takt­stelle, zum Thema „Außer­schu­li­sche Jugend­arbeit“ ein. Durch die EU-weite Roma-Stra­tegie 2020 sind die Mit­glieds­staaten der Euro­päi­schen Union auf­ge­for­dert, die aktive Ein­bin­dung der gesam­ten Roma-Zivil­gesell­schaft in die Umsetzung der na­tio­na­len Roma-Stra­tegien zu för­dern. Die öster­rei­chi­sche nationale Roma-Kontaktstelle im Bun­des­kanz­ler­amt hat zu diesem Zweck im Juni 2012 eine Roma-Dia­log­platt­form geschaf­fen. Diese bringt regel­mäßig Behörden­vertre­ter/innen von Bund, Ländern, Städten und Ge­mein­den mit diver­sen Roma-Or­gani­sa­tio­nen und Ver­tretern der Roma-Zivil­gesell­schaft sowie Ex­perten und Exper­tin­nen ver­schie­de­ner Lebens­bereiche zu­sam­men. Ziel ist es, Raum für einen of­fe­nen Dialog zu schaf­fen, in dessen Mittel­punkt die Per­spek­tive der Roma steht.

Paraschtuja, ando 24.11.2017 i 20ti Romengeri-dialogoskeri sele­tos­keri forma le bun­des­kancle­ris­kere birov­tscha­gostar ando kher le flogos­kere fisch­garo­schen­gere birov­tscha­gostar Betschi, tel liker­di uli. Usi 20to dialogos­keri sele­tos­keri forma i Susanne Pfanner, schero le Ro­men­gere-kon­taktos­kere tha­nistar, usi tema „buti le ter­nenca pal i ischkola“ akar­tscha. Read the rest of this entry »

„Viele versuchen, ihre Herkunft zu verschleiern“

Dezember 13th, 2017  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Tatjana Logwinjuk von Terne Roma (Foto: VolynNews.com)Ukrainische Roma werden von Behörden und Medien diskri­mi­niert – als Folge schot­ten sich Ge­mein­schaf­ten im­mer stär­ker ab. Frank Brendel (jW) sprach mit Tatjana Logwinjuk, der Lei­te­rin der Orga­ni­sa­tion »Terne Roma« (Junge Roma) in Lutsk, Ukraine.

Auch in der Ukraine gibt es eine Schulpflicht, die für alle gilt. Trotz­dem gibt es unter Roma in dem Land etli­che Analpha­be­ten. Wie kann es dazu kom­men?

Als die Ukraine unabhängig wurde, stieg der Anteil der Analpha­beten rapide. Bei den 30-jäh­rigen Roma liegt er bei rund 60 Pro­zent. Die Kinder gehen zur Schule, sitzen aber auf den hin­ters­ten Bänken und lernen kaum etwas. Die Lehrer ma­chen meis­tens die Eltern dafür ver­ant­wort­lich. Aber wie sollen die ihren Kindern hel­fen, die Schule zu bewäl­ti­gen, wenn sie selbst nicht lesen und schrei­ben können?
Als meine Tochter eingeschult werden sollte, wollte keine Leh­re­rin sie in der Klasse ha­ben, bis meine ukrai­ni­schen Bekann­ten dafür bürg­ten, dass man dieses Kind neh­men könne. Aber was soll einer machen, der keine sol­chen Be­kann­ten hat? Und wenn ein Kind aus ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen stammt und nicht so sauber ist wie an­dere, dann heißt es häufig, es soll lie­ber zu Hause bleiben.

Wie steuern Sie dagegen?

Vor ein paar Jahren gründeten wir eine Versuchsklasse spe­ziell für Roma-Kinder. Das ging nach hin­ten los: Andere Kinder spra­chen von der »Affen­klasse«. Das Min­der­wertig­keits­gefühl der Roma-Kin­der wurde noch ver­stärkt. Dann haben wir Klassen als Vor­berei­tung für den Schul­eintritt ge­grün­det. Aber auf der all­gemein­bilden­den Schule kapseln sich die Kinder weiter­hin ein. Uns fehlt ein Programm zur Aus­bil­dung von demo­kra­tisch gesinn­ten Lehr­kräften, die sich von Stereo­typen über Roma frei machen.

Werden Roma auch in anderen Bereichen schlech­ter be­han­delt?

Wir werden ständig damit konfrontiert. Da gibt es zum Bei­spiel in den Kranken­häu­sern separate Kranken­zimmer. Nur weni­ge wehren sich da­ge­gen, aus Angst, nicht auf­ge­nom­men zu werden. Read the rest of this entry »

RomaRespekt #20: Hristo Kyuchukov

November 15th, 2017  |  Published in Jugend & Bildung, Radio & TV, Romani

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #20: Bildung von Romakindern und Ausbildung von Lehrer/innen für Romanes

Sendung vom 5.8.2017: Hristo Kyuchukov ist Wissenschaftler – Psy­cho­lin­guist, Sprach­wis­sen­schaft­ler für Romanes und außer­dem Erzie­hungs­wis­sen­schaft­ler mit Spe­zia­li­sie­rung auf die Erziehung von Roma­kin­dern. Kyuchukov hat in diesen Fel­dern mehr­fach pro­mo­viert und er hat sich ha­bi­li­tiert. Er hat als Gast­pro­fes­sor an ver­schie­de­nen Uni­ver­si­tä­ten ge­wirkt. An­fang der 1990er Jahre hat er in Bulgarien Kon­zepte ent­wickelt für die uni­ver­si­täre Aus­bil­dung von Leh­rer/innen im Fach Romanes. Spä­ter hat er diese For­schung an der Uni­ver­si­tät von Veliko Tarnovo in ent­spre­chen­de Aus­bil­dungs­program­me um­ge­setzt. Es hat also Leh­rer/innen aus­ge­bil­det, die Roma­nes und Ge­schichte der Roma unter­rich­ten. Hristo Kyuchukov ist Kos­mo­po­lit und kennt die Situa­tion von Roma und Roma­kindern in ganz Europa – ein­mal, weil er sie be­forscht hat, und außer­dem, weil er selbst aus Bul­ga­rien stammt und zur dor­ti­gen Minder­heit der türkisch spre­chen­den Roma gehört.

Die Musik für diese Sendung wurde von Martin Lubenov produ­ziert. Er stammt wie Hristo Kyuchu­kov aus Bulgarien und ist Kos­mo­polit. Martin Lubenov lebt in Wien und ist als Musiker in­ter­na­tio­nal tätig.

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

Siehe auch:
RomaRespekt #2: Wissenschaft gegen Antiromaismus, 1.9.2017
„Elternbrief“: Hristo Kyuchukov im Gespräch, 8.10.2014