Facts & Figures (456)

Januar 9th, 2023  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

1911 verweigerten die Hafen­be­hör­den in Ar­gen­tini­en 322 Per­so­nen die Ein­rei­se; 149 (46%) von ih­nen mit dem Ver­merk: „Gi­ta­nos“ („Zi­geu­ner“).

(Quelle)

Romani Ora (4.1. und 5.1.2023)

Januar 5th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 4.1.2023 (mp3)

Im Tagesthema sprechen wir mit Rudolf Siderits; der Stegersbacher Fleisch­hauer kennt die Roma bereits seit frü­hen Kinder­tagen und pfleg­te stets guten Kon­takt zu ihnen. Wei­ters in der Sen­dung: die Volks­gruppen­nach­richten in Romanes von Emmerich Gärtner-Hor­vath und der Jugend­beitrag „Young, wild and free“ über „Ake Dikhea?“, das Roma-Film­festival in Berlin.


Anhören: →Sendung vom 5.1.2023 (mp3)

Im Tagesthema beschäftigt sich Marcel Horvath mit der Frage nach den Neu­jahrs­vor­sätzen. Alex Gussak nimmt sie in „Mri his­to­rija“ mit nach Schreibersdorf; ein klei­nes Dorf im Bezirk Oberwart, in dem vor dem Zwei­ten Welt­krieg eine Roma-Sied­lung war. Und fürs Wochen­ende gibt es den „Romani Ora“-Ver­an­stal­tungs­ka­lender.

Facts & Figures (455)

Januar 4th, 2023  |  Published in Facts & Figures

In Brasilien wurde es „Zi­geu­nern“ im Dez. 1873 ver­bo­ten (Art. 92, Re­so­lu­ção nº 2061), sich län­ger als drei Ta­ge in ei­ner Ort­schaft auf­zu­hal­ten.

(Quelle)

Romani Ora (3.1.2023)

Januar 3rd, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 3.1.2023 (mp3)

Die heutige „Romani Ora“ mit dem Tagesthema: Josef Redl – die Hitlerzeit im Süd­burgenland. Der Neo­his­toriker und Schrift­steller leis­tet mit diesem Buch einen Bei­trag gegen das Ver­gessen. In der Rubrik „Mri his­to­rija“ er­innern wir an Miriam Wiegele (1946–2022), die vor weni­gen Tagen ver­stor­bene Mit­streiterin der Roma-Be­wegung im Burgen­land (wir berichteten). Durch das zwei­sprachige Volks­gruppen­magazin führt Sie Tina Nardai.

Miriam Wiegele (1946–2022)

Januar 2nd, 2023  |  Published in Ehrungen & Nachrufe

Mozes Heinschink mit Johann "Kalitsch" Horvath (1912-1983) und Miriam Wiegele (Foto: Rombase)Miriam Wiegele, selbst Burgenland-Kroatin, war eine der Pio­nie­rin­nen der Roma-Bür­ger­rechts­be­we­gung in Öster­reich. Am Don­ner­stag ist sie mit 76 Jah­ren in Weiden bei Rechnitz (Süd­burgen­land) ver­storben.

Miriam Wiegele engagierte sich schon früh für die Rechte der Volksgruppe und ge­staltete die Gründung des organi­sier­ten Widerstandes der Roma mit. Die Ethnologin be­schäftigte sich zuerst mit indige­nen Be­völke­rungs­gruppen in den USA und machte auch auf die Miss­stände auf­merksam. Später stieß sie auf die Volks­gruppe der Roma.

Wiegele war Mitgründerin und Obmann-Stellvertreterin im Verein Roma Oberwart, der ersten Or­ganis­ation der Volks­gruppe, die 1989 in Oberwart ge­gründet wurde. Sie war eine der trei­benden Kräfte in der damaligen Aufbruchs­stim­mung der Roma. „Es war mir ein An­liegen, mich mit dem Schicksal der Roma in Öster­reich aus­einan­der­zu­setzen – von Beginn auf jene Dis­krimi­nierun­gen auf­merk­sam zu machen, die ich mit Roma-Fa­milien im Burgenland und in Wien mit­erlebt habe“, er­zählte Wiegele 2013 in einem Interview mit der Volks­gruppen­sendung „Roma Sam“.

Miriam Wiegele, eine der Interviewpartnerinnen unserer Zeit­zeu­gen-Edition Ama­ri His­to­rija, mobi­li­sierte viele Menschen aus der Mehr­heits­bevöl­kerung, um die Roma bei der Gründung des ersten Roma-Vereines und beim Stre­ben nach An­erken­nung als Volks­gruppe in Öster­reich zu unter­stützen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (2.1.2023)

Januar 2nd, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 2.1.2023 (mp3)

Die „Romani Ora“ beginnt das neue Jahr mit dem Musik­montag mit „Kultura het­vinate“/„Kultur am Mon­tag“ und einem Beitrag über die Lyrikerin Bronisława Wajs (be­kannt unter dem Namen Papusza) sowie den Volks­grup­pen­nach­richten in Romanes. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.

Philomena Franz gestorben

Januar 1st, 2023  |  Published in Ehrungen & Nachrufe

Ein Jahrhundertleben: Philomena Franz (Foto: Domradio)Philomena Franz ist am 28. Dezember 2022 im Alter von 100 Jahren in ihrer Woh­nung in Rösrath (Deutschland) ver­stor­ben. Als deut­sche Sinteza wurde sie unter den Natio­nal­sozia­lis­ten ver­folgt, über­lebte das Kon­zentra­tions- und Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau und ver­lor viele An­ge­höri­ge im Holocaust an den Sinti und Roma im NS-be­setz­ten Europa. Nach 1945 en­ga­gier­te sie sich als Zeit­zeugin, ver­arbei­tete ihre Er­fah­run­gen als Autorin und setz­te sich für Ver­söh­nung ein.

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, wür­digte sie mit fol­gen­den Worten: „Philo­mena Franz hat sich Zeit ihres Lebens für die gleich­berech­tig­te Teilhabe un­serer Men­schen in diesem Land stark ge­macht. Durch ihr un­ermüd­liches Wirken als Zeitzeugin und Bür­ger­rechtle­rin hat sie im Hinblick auf unsere Minder­heit die positiven Ent­wicklungen der ver­gangenen Jahr­zehnte maß­geblich mit be­ein­flusst. Sie war eine der Ersten, die über ihre Er­lebnisse in den Kon­zentra­tions- und Ver­nich­tungs­lagern ge­schrieben und damit auch vielen anderen eine Stimme ge­geben hat. Sie hat sich nie mit der fehlen­den An­erken­nung des Unrechts an Sinti und Roma ab­ge­funden. Ihrem Wirken um Ver­söhnung und Ver­ständigung gehört unser aller Respekt.“

Philomena Franz wurde am 21. Juli 1922 in Biberach an der Riß in eine Musiker­familie ge­boren. Das Streich­quartett, in dem ihr Groß­vater Johannes Haag Cello spielte, hatte 1906 als Sieger eines inter­nationa­len Wett­bewerbs die „Goldene Rose“ aus der Hand des württem­ber­gi­schen Königs Wilhelm II. er­halten. Bereits nach Himmlers Fest­schreibungs­erlass von 1939 wurde die Familie von Philomena Franz er­kennungs­dienstlich erfasst und durfte ihren Wohnort nicht mehr ver­lassen. 1943 wurde Philo­mena Franz nach Auschwitz de­portiert, im Mai/Juni 1944 kam sie auf einen Trans­port ins KZ Ravensbrück. Damit entging sie der Ver­nichtungs­aktion vom 2. August 1944 in Auschwitz-Bir­kenau, bei der die letzten 4.300 Häft­linge des so­genann­ten „Zigeuner­familien­lagers“ ermordet wurden. Nach einem zu­nächst ge­scheiterten Flucht­versuch aus Ravens­brück floh sie 1945 erfolg­reich aus einem Lager bei Wittenberge und rettete ihr Leben mithilfe eines deut­schen Bauern, der sie versteckte. Ein Groß­teil ihrer Familie, darunter ihre nächsten An­gehörigen, wurde im Kon­zentra­tions- und Ver­nichtungs­lager Auschwitz-Bir­kenau, sowie in ande­ren Kon­zentrations­lagern ermordet.

In den 1970er Jahren begann Philomena Franz ihr Engagement als Zeitzeugin auf Grund der an­haltenden Dis­krimi­nierungs­erfah­rungen und vor dem Hinter­grund der ver­weigerten An­erken­nung der Völkermord­verbrechen an den Sinti und Roma. Read the rest of this entry »

Romani Ora (30.12.2022)

Dezember 31st, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 30.12.2022 (mp3)

Hören Sie unsere letzte Sendung im Jahr mit dem Ver­anstal­tungs­kalender, den Volks­gruppen­nachrich­ten in Romanes von Emme­rich Gärt­ner-Horvath, und einem Beitrag in der Jugend­rubrik „Young, wild and free“: in der aktuel­len Ausgabe mit einem Porträt der aus Ungarn stam­men­den Roma-Sän­gerin Mary Nótár. Mode­riert von Tina Nardai.

Internet: Genug vom Hass

Dezember 30th, 2022  |  Published in Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)

Training für Freiwillige des Projekts ROMAntici in Bratislava, Herbst 2022 (Foto ROMAntici)Roma-Freiwillige packen jetzt selber an


Sie wollen den Hass, der das Internet über­wu­chert, nicht mehr län­ger hin­neh­men: Rund zwan­zig jun­ge Romnja und Roma haben sich in Tschechien zu­sam­men­ge­fun­den, um den Kampf gegen Hass­kom­men­ta­re selbst in die Hand zu neh­men. Nicht-Roma hel­fen mit.

Die Freiwilligen, meist Studierende, haben es sich zur Aufgabe ge­macht, diskri­minie­rende Äuße­run­gen über ihre Min­der­heit zu doku­men­tievren und zu mel­den. Und so scrollen und klicken sie sich nun durch Inter­net-Platt­for­men und Sozia­le Medien, be­ob­achten Face­book-Grup­pen und über­wachen On­line-Foren.

Den ursprünglichen Plan, zugleich auch eine neue Monitoring-Gruppe in der Ukraine zu instal­lieren, machte der Krieg zu­nichte. In Rumänien und Bulgarien hin­gegen ist im Frühjahr erfolg­reich ein weite­res Pro­jekt an­gelau­fen. Auch dort werden Akti­visten aus den Roma-Ge­mein­schaf­ten zwei Jahre lang, online und offline, Daten­material über Hate Speech zu­sam­men­tragen.

Parallelaktion
Beide Initiativen entstanden unter dem gemeinsamen Dach von European Roma Rights Centre (ERRC) und Forum for Human Rights. Ähnli­ches hat man sich nun auch in der Slowakei vor­ge­nom­men. Für die Um­setzung holte man er­fahrene Partner­organi­sa­tio­nen vor Ort (Romea in Tsche­chien bzw. RomaJust und EOA in Rumänien und Bulgarien) mit an Bord. Finan­zielle Unter­stützung kommt von der Stiftung EVZ in Deutschland.

Hier wie dort geht es um Monitoring und die Sicherung von Beweismaterial – und nicht zuletzt darum, die Kräfte von Frei­willigen und Juristen zu bündeln, um die Opfer von Hass und Hetze zu ver­teidigen. Die Rechts­experten der Träger­orga­ni­satio­nen haben juristi­sche Strategien zur Be­kämpfung von Hassreden im Internet aus­ge­arbeitet, die nun an konkre­ten Fällen getestet werden sollen. Die frei­willigen Roma ar­beiten den Anwälten hierbei in die Hände, doku­mentie­ren die Verstöße und schaffen so die Beweis­grund­lage für rechtliche Schritte. Read the rest of this entry »

Romani Ora (28.12. und 29.12.2022)

Dezember 29th, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 28.12.2022 (mp3)

Für das Tagesthema haben wir mit dem Familienforscher Herbert Rehling aus Bad Tatz­mannsdorf gesprochen; dem Ahnen­forscher sind im Laufe seiner Tätig­keit et­liche Roma-Stamm­bäume unter­ge­kommen. Außer­dem in der Sendung: die Volks­gruppen­nachrich­ten in Romanes von und mit Emmerich Gärt­ner-Horvath und die Jugend­sendung „Young, wild and free“ von Adi Gussak mit einem Bei­trag über den Machia­vel­li-Podcast des WDR.


Anhören: →Sendung vom 29.12.2022 (mp3)

Die Sendung stellt den 14-jährigen Marc Tury aus Oberwart vor. Marc fährt be­reits seit Jahren beim Autocrash mit. Zu­letzt konn­te er auf den dritten Platz der öster­reichi­schen Staats­meister­schaft düsen. Und in „Mri historija“ hören Sie heute ein Märchen, das Paula Nardai oft und gerne er­zählte: das Märchen vom Jäger und der Hexe.

Romani Ora (27.12.2022)

Dezember 27th, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 27.12.2022 (mp3)

Die „Romani Ora“ meldet sich nach den Feiertagen zu­rück – mit einem Tages­the­ma-Be­richt über den Carla-Shop (Cari­tas-La­den) in Oberwart und einem mu­sika­li­schen Beitrag in der Rubrik „Mri his­to­ri­ja“: Heute stel­len wir Ihnen das Roma-LiedSchaj man tschinen“ vor. Am Mikro­fon wie im­mer Tina Nardai.

Facts & Figures (454)

Dezember 27th, 2022  |  Published in Facts & Figures

Die NS-Verfolgung der Ro­ma und Sin­ti fand, ab­ge­se­hen von ver­ein­zel­ten Be­rich­ten, in der in­ter­na­tio­na­len Pres­se keiner­lei Nie­der­schlag.

(Quelle)

Romani Ora (23.12.2022)

Dezember 23rd, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 23.12.2022 (mp3)

Die „Romani Ora“ am Freitag mit dem Veranstaltungs­kalen­der sowie den Volks­gruppen­nach­richten in Romanes von Emmerich Gärt­ner-Hor­vath. Und in der Jugend­rubrik „Young, wild and free“ hat Adi Gussak einen Bei­trag über Neo-Welt­meister Lionel Messi für Sie vor­be­reitet. Mo­deriert von Tina Nardai.

80. Jahrestag des „Auschwitz-Erlasses“

Dezember 23rd, 2022  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Teilnehmer der Gedenkveranstaltung am 15.12.2022 (Foto: Zentralrat)Gedenkveranstaltung für die Opfer des NS-Völ­ker­mordes an den Sinti und Roma in der Ge­denk­stätte Sach­sen­hausen

Vor 80 Jahren, am 16. Dezember 1942, un­ter­zeich­nete Heinrich Himmler den so­genannten „Auschwitz-Er­lass“, der die Depor­tation von Sinti und Roma aus ganz Europa in das Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau an­ordnete. Darunter waren auch 10.000 deutsche Sinti und Roma aus dem dama­ligen Reichs­gebiet. Ins­gesamt wurden im be­setzten Europa meh­rere Hundert­tausend Sinti und Roma in Kon­zentra­tions­lagern oder durch Ein­satz­gruppen der SS ermordet. Im Kon­zentrations­lager Sachsenhausen waren mehr als 1.000 Sinti und Roma in­haftiert.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Unterzeichnung des sogenann­ten Auschwitz-Er­lasses durch Heinrich Himmler ge­dachten in der Gedenk­stätte Sach­sen­hausen Kultur­staats­minis­terin Claudia Roth, der Vor­sitzende des Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, der bran­den­bur­gische Kultur- und Wissen­schafts­staats­sekretär Tobias Dünow und Stiftungs­direktor Axel Drecoll der Opfer des national­sozia­listi­schen Völker­mordes an den Sinti und Roma, dem mehrere Hundert­tausend An­gehörige der Minder­heit aus ganz Europa zum Opfer fielen.

An der Veranstaltung nahmen rund 80 Personen teil, unter ihnen Alma Klasing, Dieter Flack und Albert Wolf, die den natio­nal­sozialis­tischen Völkermord an den Sinti und Roma über­lebt haben, sowie Vor­stände der Landes- und Mit­glieds­verbände des Zentralrats. Staats­ministe­rin Claudia Roth, Romani Rose, Staats­sekretär Tobias Dünow, Landtags­vize­präsi­den­tin Barbara Richstein sowie zahl­reiche Ver­tre­terin­nen und Vertreter aus Politik und Gesell­schaft legten am zentralen Gedenkort „Station Z“ Kränze nieder.

In ihrer Ansprache sagte Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Wir brauchen mehr Mit­einander, mehr kultu­relle und politi­sche Bildung und mehr Sichtbarkeit des so großen kultu­rellen Reich­tums von Sinti und Roma. Vor allem aber brauchen wir An­erkennung und Gleich­be­rech­tigung. Read the rest of this entry »

Romani Ora (21.12. und 22.12.2022)

Dezember 22nd, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 21.12.2022 (mp3)

Hören Sie in dieser Ausgabe der Romani Ora einen Beitrag über die Volks­gruppen­an­er­ken­nung der Roma und Sinti in Österreich, die am 16. De­zem­ber 1993 statt­fand. Dazu gibt es die Nach­rich­ten in Romanes von Emme­rich Gärt­ner-Horvath und die Jugend­rubrik „Young, wild and free“ von Adi Gussak mit einem Bericht über die junge Sän­gerin aus der bur­gen­län­di­schen Roma-Com­mu­nity Jessie Horvath.


Anhören: →Sendung vom 22.12.2022 (mp3)

Die Sendung blickt im Tagesthema heute nach Fernost: Martin Kaneko hat Roma-Märchen ins Japanische über­setzt. Und in der Rubrik „Mri his­torija“ erinnern wir an­hand eines Zu­sammen­schnitts an die legen­däre Theater­pro­duktionDie schwarze Kaiserin“ (I kali tscha­sarki­ja) von 1998.

Lety: Schweinefarm auf KZ-Gelände abgerissen

Dezember 21st, 2022  |  Published in Geschichte & Gedenken

Schweinefarm auf dem KZ-Gelände von Lety (Foto: Romea.cz)Radio.cz: Abriss von Schweinemast in Lety auf Ge­län­de von ehe­ma­li­gem Roma-KZ ab­ge­schlossen

Im südböhmischen Lety wurde am Dienstag der Abriss der ehe­mali­gen Schweine­mast ab­ge­schlos­sen, die sich auf dem Ge­lände eines ehe­mali­gen Kon­zentrationslagers für Roma be­funden hat. Der­zeit würden Teile der Anlage sicher­gestellt werden, die Teil der zu­künftigen Aus­stellung werden sollen, sagte die Spre­cherin des Museums der Roma-Kultur der Presse­agentur ČTK. Mit dem Abriss der Ställe war im Juli dieses Jahres begon­nen worden. Wäh­rend des Zweiten Welt­krieges befand sich am Standort der Schweine­mast ein Kon­zentra­tions­lager, in dem Roma inter­niert wurden. Das Gelände wurde 2018 vom tsche­chischen Staat auf­gekauft. Die ge­plante Gedenk­stätte soll in der zwe­iten Jahres­hälfte 2023 oder zu Beginn des Jahres 2024 er­öffnet werden.

(Text: Radio.cz, 20.12.2022)

Aus unserem Archiv:
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Romani Ora (19.12. und 20.12.2022)

Dezember 20th, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 19.12.2022 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit Kultur am Mon­tag/kul­tura hetvi­nate: Wir stel­len Ih­nen die spa­ni­sche Flamenco-Sän­ge­rin Noelia Heredia, be­kannt als La Negri, vor.  Dazu die Volks­grup­pen­nach­rich­ten in Romanes. Mo­­de­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 20.12.2022 (mp3)

Im heutigen Tagesthema hören Sie einen Bei­trag über die Proteste gegen Polizeigewalt in Griechen­land. [Anm. der dROMa-Red.: Ein 16-jäh­riger Rom war vor zwei Wochen von einem Poli­zisten an­geschos­sen worden, vor weni­gen Tagen ist er verstorben. Ein weiterer Fall in der langen Liste von Gewalt gegen Roma in Griechen­land.] Und die Rubrik „Mri his­tori­ja“ erin­nert an die Roma­siedlung in Bernstein im Be­zirk Oberwart.

dROMa 68: „Dschivipeskere droma“

Dezember 19th, 2022  |  Published in dROMa (Magazin)

dROMa 68 Themenheft „Lebenswege“ | Temakeri heftlina „Dschivipeskere droma“

Download (PDF) | Inhalt

Die gesellschaftlichen Umstände bestimmen unse­re Bio­gra­fien. Zu­gleich aber sind Lebens­ge­schich­ten, und be­son­ders auch jene von Roma, sehr oft be­we­gen­de Ge­schich­ten der Selbst­be­hauptung. Eini­ge sol­cher Lebens­wege haben wir in dieser Aus­gabe ver­sammelt. Den An­fang machen die Kind­heits­erin­nerun­gen des bekannten Tenors Mirano Cavaljeti, der den Welt­krieg als deut­scher Sinto am Balkan über­lebte. Roman Urbaner stellt Ihnen das Buch vor, be­gleitet von einem Text­aus­zug. Wie schwer es ehe­ma­ligen (Roma-)Heim­kin­dern fällt, auf eige­nen Beinen zu stehen, zeigt die tsche­chische Langzeit­doku „Leaving Begin­nings Behind“, die im Herbst beim Roma-Film­festival Ake Dikhea? in Berlin zu Gast war. Wir haben uns das Thema genauer an­gesehen. Jochen Harberg hat sich mit Andrei Schwartz über des­sen Film „Europa Passage“ (zu sehen beim Dok.Fest München 2022) unter­halten, in dem er rumä­ni­sche Not­reisende bei ihrem Ringen um ein bes­seres Leben in Hamburg be­gleitet. Emme­rich Gärt­ner-Hor­vath hat in Oberwart mit der ukrai­ni­schen Romni Ildiko Pap über ihre Flucht vor dem Krieg ge­sprochen. Und Vera Tönsfeldt hat Gianni Jovanovics Auto­bio­grafie „Ich, ein Kind der kleinen Mehr­heit“ für Sie ge­lesen – die Ge­schichte einer ge­glückten Eman­zi­pa­tion als deutscher Rom und schwuler Mann.

O khetanipeskere situaciji, amare bijo­grafiji ar keren. Andi glajchi cajt ham dschi­vi­pes­kere historiji, taj bari­kane te odola le Romen­dar, butvar micinde his­toriji le ajgeni dschi­vi­pestar hi. Poar, adale dschi­vi­pes­kere dro­mendar ande ada ardipe khetan ke­dijam. O kesdipe keren o tscha­vo­ri­pes­kere palgon­do­liptscha le prindscharde te­noristar Mirano Cavaljeti, savo o the­mes­kero haburi ojs nimtschko Sinto upro Balkan terdschiv­tscha. O Roman Urbaner, i kenva tumen­ge angle terdscha­rel, vodim tekstos­kere fa­latenca. Read the rest of this entry »

Roma-Wissen: Filmfestival „Ake Dikhea?“

Dezember 17th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Veranstaltungen & Ausstellungen

Das internationale Roma-Filmfestival "Ake Dikhea?" in Berlin existiert seit 2017 (Foto: Ake Dikhea?)Ake Dikhea? jek internacijonali festi­valo filmenca Romendar taj Sinti­jendar taj Romenca taj Sinti­jenca hi. O festivalo sajt 2017, sako bersch ande Berlin tel liker­do ol. Ov sikal o them andar o dikipe le Romen­dar taj o phutscha­jipe terdscha­rel, sar on pumen diken taj sar on dikle te ol kamna. O aktujeli falinipe la re­presen­taci­jatar le Romen­dar ando filmis­kero dschivipe ham te butschol, hot ando europitiko kino tschak tschule hangi del, save i dschivdi reja­liteta taj o sako diveses­kere terdschi­jip­tscha le Romen­dar, latsche sikan. Ake Dikhea? Festival of Romani Film le diki­peske adale per­spek­ti­vendar pomo­schinel taj gejng o dime rasis­tischi medi­jengere kurstscha pe ber­scharel. Kerdo ol o festi­valo telal o kinstle­rischi schero Hamze Bytyçi andar i Romen­ge­ri-or­ga­nisa­cija RomaTrial e. V. andar Berlin. O lek terne­der ardipe usar o 24to dschi uso 30kero oktoberi ande Berlin sina. Andi ada ber­schen­geri jury te i betschi­tiki Romni, Simonida Selimović, sina. Upro progra­mo le festi­valostar, 25 filmis­kere pro­dukci­jontscha terdscho­nahi, le Romen­dar, Romenca taj pedar Roma, tel lendar te „Leaving Beginnings Behind“ (dROMa 68). Pasche o filmis­kere sikajip­tscha, o festivalo te use disvkusijo­na­kere mula­tin­tschage taj use jek nec­verkis­kero tala­linipe Romen­ge­re-filmis­kere kera­schen­dar, akar­tscha.

Ake Dikhea? (Romanes für: „Na, siehst du?“) ist ein inter­natio­na­les Festival mit Filmen von und mit Roma und Sinti. Das Fes­tival findet seit 2017 all­jährlich in Berlin statt. Es zeigt die Welt aus dem Blick­winkel von Roma und stellt die Frage, wie sie sich selbst sehen und wie sie ge­sehen werden wollen. Der akute Mangel an Re­prä­senta­tion von Roma in der Film­branche be­deutet auch, dass es im euro­päi­schen Kino nur weni­ge Stimmen gibt, die die geleb­te Realität und die Alltags­erfah­run­gen von Roma an­ge­messen zeigen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (16.12.2022)

Dezember 16th, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 16.12.2022 (mp3)

Die Romani Ora am Freitag mit dem Ver­an­stal­tungs­kalen­der mit regiona­len Tipps für Ihr Wochen­ende. Außer­dem mit dabei: die Volks­gruppen­nach­rich­ten in Romanes von Emme­rich Gärt­ner-Hor­vath und der Ju­gend­bei­trag in der Rubrik „Young, wild and free“ mit einem Be­richt über den gerade erst mit dem „Belvedere Art Award“ ausgezeichneten Künst­­ler Robert Gabris.