Facts & Figures (529)
September 18th, 2024 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
September 18th, 2024 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
September 16th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 11.9.2024 (mp3)
Die Informationsveranstaltung „Notfallkochen – Kochen ohne Strom“ wurde vom Burgenländischen Bevölkerungsschutz organisiert. Radio MORA war für Sie dabei und berichtet von praktischen Tipps und Rezepten. Außerdem hören Sie die Volksgruppennachrichten in Deutsch und Romani. Präsentiert wird die Sendung von Tina Nardai.
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ drehen sich unsere Beiträge im weitesten Sinne um die kleine Ortschaft Zahling (Gemeinde Eltendorf) im Südburgenland. In „Mri historija“ erzählt uns Alex Gussak mehr über das Leben des Herrn Karl Sarközi. Er war KZ-Überlebender aus diesem Dorf. Und auch im Tagesthema geht es um Zahling: Franz Horvath berichtet über seine Erfahrungen mit Antiziganismus und seiner Kindheit, die er in dem Ort verbrachte.
Neben den Veranstaltungshinweisen und den Volksgruppennachrichten in Deutsch und Burgenland-Romani hören Sie auch die Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ mit Adi Gussak. Diese wird aktuell exklusiv freitags gesendet. In dieser Ausgabe hören Sie mehr über das Angebot der Verkehrsbetriebe Burgenland und wie die Jugendlichen dieses nutzen.
September 14th, 2024 | Published in Kunst & Fotografie, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Cruising Utopia: Scenes from the Roma-Queer Imagination
Béla Váradi, Joy Charpentier, Mersud Selman
20.9.2024 bis 11.1.2025 (freier Eintritt) | Stiftung Kai Dikhas/Kunstraum Dikhas Dur, Prinzenstr. 84.2, 10969 Berlin | Eröffnung: 19.9.2024, 19 Uhr
Die Ausstellung „Cruising Utopia. Scenes from the Roma-Queer Imagination“ erkundet künstlerische Werke von Roma-Künstler*innen aus LGBTQIA+-Communitys. Die Künstler*innen verbinden Erinnerungen, ihre Subjektivitäten und Diskriminierungserfahrungen sowie die Erfahrung von kollektivem Protest, indem sie die Macht der Vorstellungskraft nutzen. Zeugnisse von Erlebtem gewinnen dann an Legitimität, wenn das geschilderte Ereignis als bedeutsam angesehen wird. Historisch gesehen wurden die Erzählungen von Roma-Queer-Personen zum Schweigen gebracht, ausgelöscht oder in die Enge getrieben, als unwichtig, wenn nicht gar als pervers angesehen und nur in Archiven als Aufzeichnungen medizinischer Verderbtheit oder als Kriminalakten aufbewahrt. Daraus folgt, dass die (Neu-)Aufzeichnung – oder das Neu-Erzählen – dieser Geschichten einen Akt des Engagements und der Validierung darstellt. Die von Roma-Queer-Künstler*innen produzierten Werke sind Brücken oder Mediationen, die es traditionell rassifizierten Subjekten, die (gezwungenermaßen) in Unsichtbarkeit leben, ermöglichen, eine zentrale Position einzunehmen. So zeigt die Ausstellung, wie Zeugnisse und Imaginationen von Roma-Queer-Personen eine „kathartische Würde“ und Sichtbarkeit für an den Rand der Gesellschaft verbannten Gemeinschaften herstellen können.
Mittels der Performances von Joy Charpentier und Mersud Selman erkundet die Ausstellung Roma-Queer-Narrative. Indem nicht-normative Erzählungen verkörpert und Stimmen und Körper inszeniert werden, suchen die Künstler*innen den Erzählungen Legitimität zu verleihen. Zusammen mit den lebendigen Bildern der Fotografien von Béla Váradi ermöglichen sie uns, von individuellen oder autobiografischen Bezügen zu kollektiven Biografien und Erinnerungen überzugehen. Read the rest of this entry »
September 12th, 2024 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
September 11th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 6.9.2024 (mp3)
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie die Veranstaltungshinweise/Mulatintschage, die zweisprachigen Volksgruppennachrichten und die Jugendsendung. In „Young, wild and free – le ternenge“ erzählt Ihnen Adi Gussak von der Leidenschaft zur Jagd und der Fischerei bei den Jugendlichen.
Im neuen „Romani Ora“-Musikmontag erwarten Sie unter anderem Songs von Giano, Ruzsa N. Lakatos, Svetlana Portnyansky, Raisa Newo u.v.m. Durch die Sendung führt Sie wie gewohnt Tina Nardai.
„Foodpoint Oberwart“, ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Lebensmittelrettung einsetzt, ist das aktuelle Tagesthema der „Romani Ora“. Und in „Mindenfelitiko“ erzählt Ihnen Tina Nardai mehr über „Beetlejuice Beetlejuice“, die Fortsetzung des Tim-Burton-Hits.
September 9th, 2024 | Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Das „Djelem Djelem“-Festival, das größte Kulturfestival der Roma und Sinti in Deutschland, geht in eine neue Dekade. Vom 6. bis 22. September stehen Nachwuchsförderung sowie Kinder- und Jugendthemen im Fokus.
Was bewegt junge Roma und Sinti? Was sind ihre Bedürfnisse, Ängste, Perspektiven und Träume? Wie verbinden sich Vergangenheit und Zukunft? Diese Fragen werden in einem vielfältigen Programm aus Konzerten, Ausstellungen, Filmen, Fortbildungen und Begegnungen behandelt, das an verschiedenen Orten in Dortmund stattfindet, darunter unter anderem die Schauburg, der Friedensplatz oder das Dietrich-Keuning-Haus. Unter anderem lädt Romano Than e. V. am 14. 9. erneut zum Familienfest auf dem Dortmunder Nordmarkt ein, mit Musik, Ständen, Unterhaltungsangeboten und dem rumänischen Superstar Ciprian de la Bistrita, um gemeinsam mit den Dortmunder Roma-Familien zu feiern und sich zu vernetzen.
Sämtliche Veranstaltungen sind kostenfrei, wobei für einige ausgewählte Events eine Anmeldung erforderlich ist. →Zum Programm.
Geschichte des Festivals
Das Djelem Djelem Festival wurde seinerzeit mit deutlicher Signalwirkung ins Leben gerufen, als in der Folge der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeitsregelung für Rumänen und Bulgaren verstärkt Migrationen aus diesen Ländern eintraten und bald die Stimmungsmache gegen Roma in Deutschland überhandnahm. Das Festivalprogramm umfasst seit seinem ersten Durchführungsjahr Konzerte, Familienfeste, Theater- und Tanzaufführungen, wissenschaftliche Beiträge, Ausstellungen, Filme, Workshops, Lesungen und politische Diskussionen. Read the rest of this entry »
September 8th, 2024 | Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Eberhard Stegerer: Die Kriminalpolizei im „Dritten Reich“: Dr. Bernhard Wehner – ein politisch unabhängiger Experte des Reichskriminalpolizeiamtes? Publikationen im Kontext der Nachkriegsnarrative und -kontinuitäten in der Kriminalpolizei der Bundesrepublik Deutschland, Cvillier Verlag: Göttingen 2023 (348 S.)
Die Verbrechensbekämpfung gehörte nicht zu den zentralen Politikfeldern des nationalsozialistischen Regimes, trotzdem zählte die Kriminalpolizei „zum Kern und Machtzentrum“ dieses völkischen Maßnahmenstaates. Die Kontrolle der Kriminalität und die Verfolgung von sogenannten ‚Berufsverbrechern‘ und sozialen Randgruppen waren wesentliche Elemente nationalsozialistischer Gesellschaftspolitik. Eine von Himmler 1937 zentralisierte, im Reichskriminalpolizeiamt (RKPA) verreichlichte und 1939 in das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) integrierte Kriminalpolizei wurde ein wirkungsvolles Werkzeug des NS-Staates und vollzog Maßnahmen zur ,Vorbeugenden Verbrechensbekämpfung‘ zum Schutz der nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, vor allem auch zum Schutz ihrer vermeintlichen biologischen Substanz. In diesem Rahmen wurden sowohl im Deutschen Reich als auch in den von der Deutschen Wehrmacht okkupierten Gebieten rund 110.000 Menschen von der Kriminalpolizei als ‚Verbrecher‘ oder ‚Asoziale‘ in Konzentrationslager deportiert, wo mehrere Zehntausend den Tod fanden. Zudem verschleppte die Kriminalpolizei weit über 40.000 Sinti und Roma, die fast alle in der Folge umkamen. Die Deportationen wären ohne die Kriminalpolizei nicht möglich gewesen, sie wurde damit auch in den Einsatzgruppen der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und des Sicherheitsdienstes (SD) zum Vollstrecker der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Read the rest of this entry »
September 7th, 2024 | Published in Film & Theater, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Radmila Mladenova (Hrsg.): Counterstrategies to the Antigypsy Gaze (=Antiziganismusforschung interdisziplinär: Schriftenreihe der Forschungsstelle Antiziganismus, Bd. 5), Heidelberg 2024.
In der Schriftenreihe Antiziganismus interdisziplinär der Forschungsstelle Antiziganismus ist jüngst der von Radmila Mladenova herausgegebene Sammelband „Counterstrategies to the Antigypsy Gaze“ erschienen. Der Band befasst sich damit, wie sich Antiziganismus im Film begegnen lässt.
Ziel ist es, den Fokus weg von der Antiziganismuskritik zu verlagern und die Diskussion über die künstlerischen Gegenstrategien zum Antiziganismus zu eröffnen, die die Notwendigkeit intertextueller, transkultureller und transmedialer Ansätze bei der Analyse hervorhebt. Die Beiträge stellen die Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse in den Vordergrund und bieten eine breite Palette an Beispielen, die für Filmemacher und Fachleute aus der Filmindustrie nützlich sein könnten. Der Band dokumentiert die Fallstudien des internationalen Workshops „Artistic Alternatives to the Antigypsy Gaze“, der 2021 in Heidelberg stattfand.
Das Buch erscheint in hybrider Form, ist also sowohl als Softcover über den Buchhandel als auch kostenlos zum Download im Internet verfügbar.
(Text: Zentralrat)
Siehe auch:
Visuelle Dimensionen des Antiziganismus (2021)
The ‘White’ Mask and the ‘Gypsy’ Mask in Film
Tagungsband „Antiziganismus und Film“
Von, mit oder über Sinti und Roma? Überlegungen zum Themenfeld Antiziganismus und Film
September 6th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 3.9.2024 (mp3)
Im Tagesthema nehmen wir Sie mit auf die 53. Inform Oberwart, das Messehighlight mit mehr als 300 Ausstellern im Burgenland. Und pünktlich bekommen Sie jeden ersten Dienstag im Monat die „Atempause mit Regina“ zu hören: Entspannungsübungen ganz einfach über’s Radio in der „Romani Ora“.
In der Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie im Tagesbeitrag alles rund um den Schulstart und die damit verbundenen Kosten. Außerdem warten die zweisprachigen internationalen Volksgruppennachrichten und die Jugendsendung mit Adi Gussak auf Sie. Moderiert wird die Sendung von Tina Nardai.
Für diese Ausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA haben wir einen Beitrag über die „Roma Cajtung“, die Vereinszeitschrift der Volkshochschule der Burgenländischen Roma, für Sie vorbereitet. Und in „Mri historija“ hören Sie mehr Infos und Details über die ehemalige Roma-Bevölkerung in der nordburgenländischen Gemeinde Schützen im Gebirge.
September 6th, 2024 | Published in Facts & Figures, Religion
September 5th, 2024 | Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Romani, Sport
Wie die Sprache der Sinti und Roma Koblenz (Deutschland) prägt
RZInside – Der Podcast der Rhein-Zeitung (35:54 min)
Wisst ihr, wann etwas „latsches“ ist? Wann man mit dem „Tschuglo“ rausgeht und mit dem „Wasty“ telefoniert? Die Sprache der Sinti und Roma ist eng mit der Koblenzer Subkultur verwoben – darum geht es in diesem Podcast. Als Kickbox-Weltmeister lässt Marlon Reinhardt oft die Fäuste sprechen. Doch der 32-Jährige engagiert sich auch intensiv in der Sinti-Community. Im Gespräch mit Finn Holitzka bei RZInside verrät er einen besonderen Trick seines kleinen Sohnes.
(Text und Sendung: RZInside, Okt. 2023)
September 4th, 2024 | Published in Frauenrechte, Musik, Radio, Podcast & TV
ARTE Tracks: Roma-Rapperinnen, die Stereotype über ihre Gemeinschaft aufbrechen
Sie sind Roma, Feministinnen und treten über die Kunstform „Rap“ für die Emanzipation der Frauen in ihrer Gemeinschaft ein. Roma-Frauen gehören einer weitgehend marginalisierten und ultra-patriarchalen Gesellschaft an, in der die Hälfte aller Frauen [Anm.: gemeint ist offenbar Serbien] noch vor ihrer Volljährigkeit verheiratet sind. Diskriminierungen, fehlender Zugang zu Bildung – sie müssen an allen Fronten kämpfen. Um für sich selbst einzutreten, haben einige Frauen aus Serbien Rap-Bands gegründet. Sie wollen eine neue Musikform entwickeln und Roma-Frauen eine Stimme geben – weit entfernt von den Klischees, die man ihnen zuschreibt. Dem Rap als populärer Protestform fügen sie Balkanrhythmen und Roma-Musik hinzu; ihre engagierten Texte skandieren sie auf Romanes, Serbisch, Deutsch und Englisch. Wir treffen die Girlband „Pretty Loud“ und Simonida Selimović, Rapperin und Aktivistin, die mit ihrer Schwester ein Rap-Duo mit dem provokativen Namen „Mindj Panther“ bildet.
(Text: Arte.tv)
September 3rd, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 29.8.2024 (mp3)
Die „Romani Ora“ auf Radio MORA wird präsentiert von Tina Nardai. Im Tagesthema hören Sie ein Interview mit der Parteisprecherin der Grünen Burgenland, Anja Haider-Wallner. Sie war zu Gast im Radio-MORA-Studio in Oberwart. Und auch unsere Rubrik „Mri historija“ von Alex Gussak gibt es in dieser Ausgabe wieder zu hören.
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ erwarten Sie neben den Mulatintschage/Veranstaltungshinweisen auch die zweisprachigen Volksgruppennachrichten. Und in der Jugendsendung befasst sich unser Jugendredakteur Adi Gussak mit der bevorstehenden Nationalratswahl 2024.
Die Woche beginnt mit dem „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA: Neben den zweisprachigen Volksgruppennachrichten und der Kulturrubrik „Kultura hetvinate“ hören Sie u.a. Musik von Gipsy Kubo, Andrea Horáková, Romano Drom u.v.m.
August 31st, 2024 | Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV
Der Völkermord an den Sinti und Roma. Spuren der NS-Zeit
Planet Schule/SWR, 23.4.2024
Jedes Jahr, am 2. August gedenken Sinti und Roma in Auschwitz ihrer ermordeten Angehörigen. Der Film zeichnet die wichtigsten Stationen einiger Leidenswege nach, fünf Überlebende berichten über ihr Schicksal: Hildegard Franz, deren Mann und drei Kinder in Auschwitz ermordet wurden; Mano und Hugo Höllenreiner, die gerade mal zehn Jahre alt waren, als sie deportiert wurden und die in Auschwitz erfahren mussten, welche Folgen die Experimente des Lagerarztes Josef Mengele hatten; Lily van Angeren, die als Lagerschreiberin die Namen aller Toten registrieren musste. Und Josef „Muscha“ Müller, der in einer Pflegefamilie aufwuchs und nicht ahnte, dass seine leiblichen Eltern Sinti waren. Er hat überlebt, weil seine Pflegeeltern ihn monatelang in einer Gartenlaube versteckt hielten und so dem Zugriff der Behörden entzogen.
August 30th, 2024 | Published in Allgemeines
Seit Juli wurden zahlreiche Grabstätten von Roma und Sinti in Wien von Unbekannten aufgebrochen, offenbar um aus ihnen Schmuck zu stehlen. Laut Angaben der Landespolizeidirektion Wien wurden wertvolle Gegenstände wie Ringe entwendet. Dabei wurden die teils sehr prunkvollen Grabanlagen zum Teil erheblich beschädigt. Betroffen sind diversen Meldungen zufolge neben mehreren Gräbern am Wiener Zentralfriedhof auch der Kagraner, der Stammersdorfer Friedhof und der Groß-Jedlersdorfer Friedhof. Es liegen derzeit keine Hinweise auf mögliche Tatverdächtige vor, die Polizei ermittelt. Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras wurden gesichert. Die Polizeistreifen im Bereich der betroffenen Friedhöfe werden intensiviert. Es handelt sich laut Polizeiauskunft um Mehrfachdelikte: Sie ermittelt wegen Verdachts der schweren Sachbeschädigung, Störung der Totenruhe sowie des Einbruchsdiebstahls.
(dROMa)
August 29th, 2024 | Published in Facts & Figures, Film & Theater
(Quelle)
August 29th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 26.8.2024 (mp3)
Im aktuellen „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA hören Sie unter anderem Roma-Musik von: Gipsy Maky, Shantel, Los Reyes oder Emir Kusturica & The No Smoking Orchestra. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Im Tagesthema berichtet Adi Gussak über das erfolgreiche „Picture On“-Merchandise und in der Kategorie „Mindenfelitiko“ präsentieren wir Ihnen ein leichtes Rezept, das Sie aus Kürbis zubereiten können. Dazu gibts die abwechslungsreichste Roma-Musik.
Indira Spirk berichtet im heutigen Tagesthema der „Romani Ora“ über den Fachärztemangel im Burgenland. Und neben den zweisprachigen Volksgruppennachrichten hören Sie auch die Jugendsendung mit Adi Gussak zum Thema „FC25 – vormals FIFA“.
August 28th, 2024 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik
Musik war sein Leben. Wenn Mirano Cavaljeti-Richter von seinen Rollen in Opern und Operetten erzählte, summte er oft ganz leise eine der geliebten Melodien oder stimmte gar eine Arie an. Dabei strahlte er voller Glück, selbst als seine schwere Krankheit ihm längst die Kraft geraubt hatte. Am 17. August ist der Angehörige der Minderheit der Sinti nun nach einem erfüllten Leben im Alter von 91 Jahren verstorben.
Einen seiner letzten umjubelten Auftritte hatte der ausgebildete Tenor im Januar 2023 in Heidelberg. Dabei stellte er gemeinsam mit der Historikerin Annette Leo seine Lebenserinnerungen, die unter dem Titel „Auf der Flucht über den Balkan“ (hier unsere Buchbesprechung in dROMa 68: Odyssee am Balkan) im Jahr zuvor erschienen waren, auf der Bühne im Gewölbekeller des Dokumentationszentrums vor. Mirano Cavaljeti-Richter hat als Kind den Holocaust an den Sinti und Roma überlebt und große Not ertragen müssen. Deshalb empfand er es als seine Pflicht, über die Flucht seiner Familie während des Nationalsozialismus und sein Schicksal zu sprechen. Auch, um immer wieder auf die Gefahren von Faschismus, Rassismus und Antiziganismus aufmerksam zu machen.
Gewarnt von einem Lehrer und im Angesicht beginnender Deportationen von Angehörigen, brach die Familie 1939 aus dem thüringischen Hinternah zunächst nach Bayern und Österreich auf. Von dort schafften seinen Eltern trotz ungültiger – da abgelaufener Pässe – den Grenzübertritt nach Italien. Auch hier begegneten sie als Sinti der zunehmend um sich greifenden Rassenideologie, in Kroatien, Bulgarien und Serbien zudem der Gewalt durch Polizeibeamte und Partisanen. Während die engsten Angehörigen von Mirano Cavaljeti-Richter den Holocaust überlebten, wurden sechs Familienmitglieder, darunter Onkel und Tanten, von den NS-Schergen ermordet. Read the rest of this entry »
August 27th, 2024 | Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Neues Presse- und Politikmonitoring zu Sinti und Roma: Wöchentlicher Newsletter des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma
Seit April 2024 setzt der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma ein systematisches Presse- und Politikmonitoring-Projekt um. Gefördert wird dieses vom Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma. Ziel ist, durch dieses Monitoring Selbstorganisationen, zivilgesellschaftliche Organisationen, wissenschaftliche Einrichtungen und mit der Thematik befasste Institutionen wöchentlich über aktuelle Entwicklungen in Politik und Gesellschaft und über relevante Inhalte in der Medienberichterstattung zu informieren. Daher stellt der Zentralrat einen wöchentlichen Newsletter per E-Mail zur Verfügung. Dieser enthält eine Sammlung relevanter Berichterstattung sowie politischer Vorgänge zu Themen der Minderheit der Sinti* und Roma* sowie dem Themenbereich Antiziganismus.
Sie können sich hier für den Newsletter anmelden.
(Text: Zentralrat)
August 26th, 2024 | Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Gespräch mit Rinaldo Strauß, Feb. 2023
Extreme Zeiten, Podcast des Demokratiezentrums Hessen
Obwohl die Angehörigen der Sinti und Roma seit über 600 Jahren in Deutschland leben, sind sie häufig Opfer von Vorurteilen und Diskriminierung – auch in Hessen. Viele sprechen aus Angst nicht offen über ihre Zugehörigkeit, denn die vermeintlichen Zuschreibungen, sie seien Kriminelle und eine Gefahr, halten sich hartnäckig in der Öffentlichkeit. Dabei gibt es viele berühmte Sinti und Roma. [..] Mit der sog. Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 wurden auch die Angehörigen der Sinti und Roma systematisch verfolgt und getötet. Doch trotz Anerkennung ihres Leids sind sie laut einer Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte von 2009 bis heute einer der am stärksten diskriminierten Gruppen Europas. Doch wie gestaltet sich heute die Lebensrealität für die vielen Sinti und Roma in Hessen? Diese Fragen hat Angela Fitsch im Interview mit Rinaldo Strauß, dem Vorsitzenden des hessischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, besprochen. Er berichtet von seinen eigenen Diskriminierungserfahrungen und von seiner Bildungsarbeit an Schulen.
(Text und Beitrag: Extreme Zeiten)