Facts & Figures (529)

September 18th, 2024  |  Published in Facts & Figures

Eine eigenwillige Variante des Oedi­pus-My­thos ist auch für die Er­zähl­tra­di­ti­on der Lo­va­ra-Ro­ma be­legt.

(Quelle)

Romani Ora (11.9., 12.9. und 13.9.2024)

September 16th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 11.9.2024 (mp3)

Die Informationsveranstaltung „Notfall­kochen – Kochen ohne Strom“ wurde vom Burgen­ländi­schen Be­völ­kerungs­schutz orga­nisiert. Radio MORA war für Sie dabei und be­richtet von praktischen Tipps und Rezepten. Außer­dem hören Sie die Volks­grup­pen­nach­richten in Deutsch und Romani. Prä­sentiert wird die Sendung von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 12.9.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ drehen sich unsere Bei­träge im weites­ten Sinne um die kleine Ort­schaft Zahling (Ge­mein­de Eltendorf) im Süd­burgenland. In „Mri histo­rija“ erzählt uns Alex Gussak mehr über das Leben des Herrn Karl Sarközi. Er war KZ-Über­lebender aus diesem Dorf. Und auch im Tages­thema geht es um Zahling: Franz Horvath berich­tet über seine Er­fahrun­gen mit Anti­ziganismus und seiner Kindheit, die er in dem Ort ver­brachte.


Anhören: →Sendung vom 13.9.2024 (mp3)

Neben den Veranstaltungshinweisen und den Volks­gruppen­nach­rich­ten in Deutsch und Bur­gen­land-Ro­mani hören Sie auch die Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ mit Adi Gussak. Diese wird aktuell ex­klusiv freitags ge­sendet. In dieser Aus­gabe hören Sie mehr über das An­gebot der Verkehrs­betrie­be Burgenland und wie die Jugend­li­chen dieses nutzen.

Ausstellung „Cruising Utopia“ in Berlin

September 14th, 2024  |  Published in Kunst & Fotografie, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung Kai DikhasCruising Utopia: Scenes from the Roma-Queer Imagination

Béla Váradi, Joy Charpentier, Mersud Selman

20.9.2024 bis 11.1.2025 (frei­er Ein­tritt) | Stif­tung Kai Dikhas/Kunst­raum Dikhas Dur, Prin­zen­str. 84.2, 10969 Berlin | Er­öff­nung: 19.9.2024, 19 Uhr

Die Ausstellung „Cruising Utopia. Scenes from the Ro­ma-Queer Ima­gi­nation“ er­kundet künst­leri­sche Werke von Roma-Künst­ler*in­nen aus LGBTQIA+-Com­mu­nitys. Die Künst­ler*innen ver­binden Er­inne­run­gen, ihre Sub­jekti­vitä­ten und Dis­krimi­nie­rungs­er­fahrun­gen sowie die Er­fahrung von kollek­tivem Protest, indem sie die Macht der Vor­stellungs­kraft nutzen. Zeugnisse von Erlebtem ge­winnen dann an Legiti­mität, wenn das ge­schilderte Ereignis als bedeut­sam an­gesehen wird. Historisch gesehen wurden die Erzäh­lun­gen von Ro­ma-Queer-Per­so­nen zum Schweigen ge­bracht, aus­gelöscht oder in die Enge getrieben, als unwichtig, wenn nicht gar als pervers an­gesehen und nur in Archiven als Auf­zeichnun­gen medizini­scher Ver­derbtheit oder als Kriminal­akten auf­bewahrt. Daraus folgt, dass die (Neu-)Auf­zeichnung – oder das Neu-Erzählen – dieser Geschichten einen Akt des Engage­ments und der Vali­dierung darstellt. Die von Roma-Queer-Künst­ler*in­nen pro­duzierten Werke sind Brücken oder Media­tionen, die es tra­ditionell rassi­fizierten Subjekten, die (ge­zwun­gener­maßen) in Un­sicht­bar­keit leben, er­möglichen, eine zentrale Position ein­zu­nehmen. So zeigt die Ausstellung, wie Zeugnisse und Imagi­na­tionen von Ro­ma-Queer-Per­so­nen eine „kathar­tische Würde“ und Sicht­barkeit für an den Rand der Gesell­schaft verbannten Gemein­schaften her­stellen können.

Mittels der Performances von Joy Charpentier und Mersud Selman erkundet die Aus­stellung Ro­ma-Queer-Nar­ra­ti­ve. Indem nicht-nor­mative Erzäh­lungen ver­körpert und Stimmen und Körper insze­niert werden, suchen die Künst­ler*in­nen den Erzählungen Legit­imität zu ver­leihen. Zusammen mit den leben­digen Bildern der Fotografien von Béla Váradi er­mögli­chen sie uns, von individuellen oder auto­biogra­fischen Bezügen zu kollektiven Bio­grafien und Erinnerungen über­zugehen. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (528)

September 12th, 2024  |  Published in Facts & Figures

Schon in der allerersten Aus­ga­be der fran­zö­si­schen Fach­zei­tschrift Études Tsiganes (1955) war mit Matéo Maximoff auch ein Ro­ma-Au­tor pro­minent ver­treten.

(Quelle)

Romani Ora (6.9., 9.9. und 10.9.2024)

September 11th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 6.9.2024 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie die Ver­an­stal­tungs­hin­weise/Mu­latin­tschage, die zweisprachigen Volks­gruppen­nach­richten und die Jugend­sendung. In „Young, wild and free – le ter­nenge“ er­zählt Ihnen Adi Gussak von der Leiden­schaft zur Jagd und der Fischerei bei den Jugend­lichen.


Anhören: →Sendung vom 9.9.2024 (mp3)

Im neuen „Romani Ora“-Musikmontag erwar­ten Sie unter ande­rem Songs von Giano, Ruzsa N. Lakatos, Svet­la­na Port­ny­ansky, Raisa Ne­wo u.v.m. Durch die Sendung führt Sie wie ge­wohnt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 10.9.2024 (mp3)

„Foodpoint Oberwart“, ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Lebens­mittel­rettung ein­setzt, ist das aktuelle Tages­thema der „Romani Ora“. Und in „Minden­fe­litiko“ erzählt Ihnen Tina Nardai mehr über „Beetle­juice Beetle­juice“, die Fort­setzung des Tim-Burton-Hits.

Festival „Djelem Djelem“ in Dortmund

September 9th, 2024  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Djelem DjelemDas „Djelem Djelem“-Festival, das größte Kul­tur­festival der Roma und Sinti in Deutsch­land, geht in eine neue De­kade. Vom 6. bis 22. Sep­tem­ber ste­hen Nach­wuchs­för­de­rung so­wie Kin­der- und Ju­gend­the­men im Fokus.

Was bewegt junge Roma und Sinti? Was sind ihre Bedürf­nisse, Ängste, Per­spekti­ven und Träume? Wie ver­binden sich Ver­gangen­heit und Zukunft? Diese Fragen werden in einem viel­fälti­gen Programm aus Konzerten, Aus­stellun­gen, Filmen, Fort­bildun­gen und Begeg­nungen behandelt, das an ver­schie­denen Orten in Dortmund statt­findet, darun­ter unter anderem die Schau­burg, der Frie­dens­platz oder das Diet­rich-Keu­ning-Haus. Unter ande­rem lädt Romano Than e. V. am 14. 9. erneut zum Familien­fest auf dem Dort­munder Nord­markt ein, mit Musik, Ständen, Unter­hal­tungs­an­ge­boten und dem rumä­nischen Superstar Ciprian de la Bistrita, um gemein­sam mit den Dort­mun­der Roma-Fa­milien zu feiern und sich zu ver­netzen.

Sämtliche Veranstaltungen sind kostenfrei, wobei für einige aus­ge­wählte Events eine An­mel­dung er­for­der­lich ist. →Zum Programm.

Geschichte des Festivals
Das Djelem Djelem Festival wurde seiner­zeit mit deut­licher Signal­wirkung ins Leben gerufen, als in der Folge der EU-Ar­beit­nehmer­frei­zügig­keits­re­ge­lung für Rumänen und Bulgaren ver­stärkt Migrationen aus diesen Ländern ein­traten und bald die Stim­mungs­mache gegen Roma in Deutschland über­hand­nahm. Das Festival­programm umfasst seit seinem ersten Durch­führungs­jahr Konzerte, Familien­feste, Theater- und Tanz­auf­führun­gen, wissen­schaft­liche Beiträge, Aus­stellungen, Filme, Workshops, Lesungen und politische Diskussionen. Read the rest of this entry »

Die Kriminalpolizei im „Dritten Reich“

September 8th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

StegererEberhard Stegerer: Die Kriminalpolizei im „Dritten Reich“: Dr. Bern­hard Weh­ner – ein poli­tisch un­ab­hän­gi­ger Ex­perte des Reichs­kri­minal­polizei­amtes? Pub­li­ka­tio­nen im Kon­text der Nach­kriegs­nar­ra­tive und -kon­ti­nu­i­täten in der Kriminal­polizei der Bun­des­­repub­lik Deutsch­land, Cvil­lier Ver­lag: Göt­tin­gen 2023 (348 S.)

Die Verbrechensbekämpfung gehörte nicht zu den zentralen Politik­feldern des national­sozialis­ti­schen Re­gimes, trotz­dem zählte die Kriminal­polizei „zum Kern und Macht­zentrum“ dieses völki­schen Maß­nahmen­staates. Die Kontrolle der Krimi­nalität und die Ver­fol­gung von so­ge­nann­ten ‚Berufs­ver­brechern‘ und sozialen Rand­gruppen waren wesent­liche Ele­mente natio­nal­sozialis­ti­scher Gesell­schafts­politik. Eine von Himmler 1937 zentra­li­sierte, im Reichs­kriminal­polizei­amt (RKPA) ver­reich­lichte und 1939 in das Reichs­sicherheits­haupt­amt (RSHA) in­tegrierte Kriminal­polizei wurde ein wirkungs­volles Werk­zeug des NS-Staates und voll­zog Maß­nahmen zur ,Vor­beu­genden Ver­brechens­be­kämpfung‘ zum Schutz der national­sozialis­tischen ‚Volks­gemeinschaft‘, vor allem auch zum Schutz ihrer ver­meintli­chen biolo­gischen Substanz. In diesem Rahmen wurden sowohl im Deutschen Reich als auch in den von der Deutschen Wehrmacht okku­pierten Gebieten rund 110.000 Men­schen von der Kriminal­polizei als ‚Ver­brecher‘ oder ‚Asoziale‘ in Kon­zentra­tions­lager deportiert, wo meh­rere Zehn­tausend den Tod fanden. Zudem ver­schleppte die Kriminal­polizei weit über 40.000 Sinti und Roma, die fast alle in der Folge umkamen. Die Deporta­tionen wären ohne die Kriminal­polizei nicht möglich gewesen, sie wurde damit auch in den Einsatz­gruppen der Ge­heimen Staats­polizei (Gestapo) und des Sicher­heits­dienstes (SD) zum Voll­strecker der national­sozialis­tischen Ver­nichtungs­politik. Read the rest of this entry »

Counterstrategies to the Antigypsy Gaze

September 7th, 2024  |  Published in Film & Theater, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Radmila Mladenova (Hrsg.): Counterstrategies to the Antigypsy Gaze (=Antiziganismusforschung interdisziplinär: Schriftenreihe der Forschungsstelle Antiziganismus, Bd. 5), Heidelberg 2024Radmila Mladenova (Hrsg.): Counter­stra­te­gies to the Anti­gypsy Gaze (=Anti­zi­ga­nis­mus­for­schung inter­dis­zip­li­när: Schrif­ten­rei­he der For­schungs­stel­le Anti­zi­ga­nis­mus, Bd. 5), Hei­del­berg 2024.

In der Schriftenreihe Antiziganismus inter­diszipli­när der For­schungs­stelle Anti­ziganis­mus ist jüngst der von Rad­mila Mla­denova heraus­ge­ge­bene Sammel­band „Counter­stra­tegies to the Anti­gypsy Gaze“ er­schienen. Der Band befasst sich damit, wie sich Anti­ziganismus im Film be­gegnen lässt.

Ziel ist es, den Fokus weg von der Antiziganismus­kritik zu ver­lagern und die Diskussion über die künst­le­rischen Gegen­strate­gien zum Anti­ziganismus zu eröffnen, die die Not­wendigkeit inter­textueller, trans­kultureller und trans­medialer Ansätze bei der Analyse hervor­hebt. Die Beiträge stellen die Anwend­bar­keit der For­schungs­er­geb­nisse in den Vorder­grund und bieten eine breite Palette an Bei­spielen, die für Filme­macher und Fach­leute aus der Film­industrie nützlich sein könnten. Der Band doku­men­tiert die Fallstudien des inter­natio­nalen Work­shops „Artistic Alter­na­tives to the Antigypsy Gaze“, der 2021 in Heidel­berg stattfand.

Das Buch erscheint in hybrider Form, ist also sowohl als Soft­cover über den Buch­handel als auch kos­ten­los zum Download im Internet ver­fügbar.

(Text: Zentralrat)

Siehe auch:
Visuelle Dimensionen des Antiziganismus (2021)
The ‘White’ Mask and the ‘Gypsy’ Mask in Film

Tagungsband „Antiziganismus und Film“
Von, mit oder über Sinti und Roma? Überlegungen zum The­men­feld Anti­zi­ga­nis­mus und Film

Romani Ora (3.9., 4.9. und 5.9.2024)

September 6th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 3.9.2024 (mp3)

Im Tagesthema nehmen wir Sie mit auf die 53. Inform Oberwart, das Messe­high­light mit mehr als 300 Aus­stellern im Burgenland. Und pünkt­lich be­kommen Sie jeden ersten Dienstag im Monat die „Atem­pause mit Regina“ zu hören: Ent­span­nungs­übungen ganz ein­fach über’s Radio in der „Romani Ora“.


Anhören: →Sendung vom 4.9.2024 (mp3)

In der Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie im Tages­beitrag alles rund um den Schulstart und die damit ver­bun­de­nen Kosten. Außer­dem warten die zwei­sprachi­gen inter­nationalen Volks­gruppen­nach­rich­ten und die Jugend­sendung mit Adi Gussak auf Sie. Mode­riert wird die Sen­dung von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 5.9.2024 (mp3)

Für diese Ausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA haben wir einen Beitrag über die „Roma Cajtung“, die Vereins­zeit­schrift der Volks­hoch­schule der Burgen­ländi­schen Roma, für Sie vor­bereitet. Und in „Mri his­torija“ hören Sie mehr Infos und Details über die ehe­malige Roma-Be­völ­ke­rung in der nord­burgen­län­di­schen Ge­mein­de Schützen im Gebirge.

Facts & Figures (527)

September 6th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Religion

Anfang des 20. Jh. kehrten Vertreter von in die USA emigrier­ten Ro­ma-Familien alle 5 Jah­re nach Eu­ro­pa zu­rück, um an der Wall­fahrt nach Saintes-Ma­rie-de-la-Mer teil­zu­neh­men.

(Quelle/pdf)

Latscho Diewes mit Marlon Reinhardt

September 5th, 2024  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Romani, Sport

Wie die Sprache der Sinti und Roma Koblenz (Deutschland) prägt
RZInside – Der Podcast der Rhein-Zeitung (35:54 min)

Wisst ihr, wann etwas „latsches“ ist? Wann man mit dem „Tschuglo“ raus­geht und mit dem „Wasty“ tele­foniert? Die Sprache der Sinti und Roma ist eng mit der Koblen­zer Sub­kultur ver­woben – darum geht es in diesem Podcast. Als Kickbox-Weltmeister lässt Marlon Reinhardt oft die Fäuste sprechen. Doch der 32-Jäh­rige en­gagiert sich auch intensiv in der Sinti-Com­mu­nity. Im Ge­spräch mit Finn Holitzka bei RZInside verrät er einen beson­deren Trick seines kleinen Sohnes.

(Text und Sendung: RZInside, Okt. 2023)

ARTE Tracks: Roma-Rapperinnen

September 4th, 2024  |  Published in Frauenrechte, Musik, Radio, Podcast & TV

ARTE Tracks: Roma-Rapperinnen, die Stereotype über ihre Ge­mein­schaft auf­brechen

Sie sind Roma, Feministinnen und treten über die Kunst­form „Rap“ für die Emanzipation der Frauen in ihrer Gemein­schaft ein. Roma-Frauen ge­hören einer weit­gehend mar­gina­lisier­ten und ultra-patriar­cha­len Gesell­schaft an, in der die Hälfte aller Frauen [Anm.: gemeint ist offenbar Serbien] noch vor ihrer Voll­jährig­keit ver­heiratet sind. Dis­krimi­nierun­gen, fehlen­der Zugang zu Bildung – sie müssen an allen Fronten kämpfen. Um für sich selbst ein­zu­treten, haben einige Frauen aus Serbien Rap-Bands ge­gründet. Sie wollen eine neue Musik­form ent­wickeln und Roma-Frauen eine Stimme geben – weit ent­fernt von den Klischees, die man ihnen zu­schreibt. Dem Rap als populärer Protest­form fügen sie Balkan­rhythmen und Roma-Musik hinzu; ihre enga­gierten Texte skan­dieren sie auf Romanes, Serbisch, Deutsch und Englisch. Wir treffen die Girlband „Pretty Loud“ und Simonida Selimović, Rapperin und Aktivistin, die mit ihrer Schwester ein Rap-Duo mit dem pro­voka­tiven Namen „Mindj Panther“ bildet.

(Text: Arte.tv)

Romani Ora (29.8., 30.8. und 2.9.2024)

September 3rd, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 29.8.2024 (mp3)

Die „Romani Ora“ auf Radio MORA wird präsentiert von Tina Nardai. Im Tages­thema hören Sie ein Interview mit der Partei­sprecherin der Grünen Burgenland, Anja Haider-Wallner. Sie war zu Gast im Ra­dio-MORA-Stu­dio in Oberwart. Und auch unse­re Rubrik „Mri his­torija“ von Alex Gussak gibt es in dieser Aus­gabe wie­der zu hören.


Anhören: →Sendung vom 30.8.2024 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ erwarten Sie neben den Mu­la­tin­tscha­ge/Ver­anstal­tungs­hin­wei­sen auch die zwei­sprachigen Volks­gruppen­nach­richten. Und in der Jugend­sendung befasst sich unser Jugend­redak­teur Adi Gussak mit der bevor­stehen­den Nationalrats­wahl 2024.


Anhören: →Sendung vom 2.9.2024 (mp3)

Die Woche beginnt mit dem „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA: Neben den zwei­spra­chigen Volks­gruppen­nach­rich­ten und der Kultur­rubrik „Kultu­ra het­vinate“ hören Sie u.a. Musik von Gipsy Kubo, Andrea Horá­ková, Roma­no Drom u.v.m.

„Wir haben doch nichts getan …“

August 31st, 2024  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV

Der Völkermord an den Sinti und Roma. Spuren der NS-Zeit
Planet Schule/SWR, 23.4.2024

Jedes Jahr, am 2. August gedenken Sinti und Roma in Auschwitz ihrer ermor­deten An­gehöri­gen. Der Film zeichnet die wich­tigsten Stationen einiger Leidens­wege nach, fünf Über­lebende be­richten über ihr Schicksal: Hildegard Franz, deren Mann und drei Kinder in Auschwitz er­mordet wurden; Mano und Hugo Höllenreiner, die gerade mal zehn Jahre alt waren, als sie depor­tiert wurden und die in Auschwitz er­fahren mussten, welche Folgen die Ex­peri­mente des Lager­arztes Josef Mengele hatten; Lily van Angeren, die als Lager­schrei­berin die Namen aller Toten registrie­ren musste. Und Josef „Muscha“ Müller, der in einer Pflege­familie aufwuchs und nicht ahnte, dass seine leib­lichen Eltern Sinti waren. Er hat überlebt, weil seine Pflege­eltern ihn monate­lang in einer Garten­laube ver­steckt hielten und so dem Zu­griff der Behörden entzogen.

Read the rest of this entry »

Roma- und Sinti-Gräber in Wien aufgebrochen

August 30th, 2024  |  Published in Allgemeines

Geschändete Gräber: einer der betroffenen Friedhöfe ist der Wiener Zentralfriedhof (Foto: EM80/Pixabay)Seit Juli wurden zahlreiche Grabstätten von Roma und Sinti in Wien von Un­bekann­ten auf­gebro­chen, offen­bar um aus ihnen Schmuck zu stehlen. Laut Angaben der Landes­polizei­di­rek­tion Wien wurden wert­volle Gegen­stände wie Ringe ent­wendet. Dabei wurden die teils sehr prunk­vollen Grab­anlagen zum Teil erheb­lich beschädigt. Be­troffen sind diversen Meldungen zufolge neben mehreren Gräbern am Wiener Zentral­friedhof auch der Kagraner, der Stammers­dorfer Friedhof und der Groß-Jed­lers­dorfer Friedhof. Es liegen derzeit keine Hinweise auf mög­liche Tat­ver­däch­tige vor, die Polizei ermittelt. Video­auf­zeich­nun­gen von Über­wachungs­kameras wurden ge­sichert. Die Po­lizei­streifen im Bereich der betroffenen Friedhöfe werden inten­siviert. Es handelt sich laut Polizei­aus­kunft um Mehrfach­delikte: Sie ermittelt wegen Verdachts der schweren Sach­beschä­digung, Störung der Toten­ruhe sowie des Einbruchs­diebstahls.

(dROMa)

Facts & Figures (526)

August 29th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Film & Theater

Schon 1925, fast 40 Jahre vor seiner Autobio­gra­fie, the­ma­ti­sier­te Char­lie Chaplin seine „Gyp­sy“-Her­kunft in einem auto­ri­sier­ten In­ter­view mit dem Pub­li­zis­ten Kon­rad Bercovici.

(Quelle)

Romani Ora (26.8., 27.8. und 28.8.2024)

August 29th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 26.8.2024 (mp3)

Im aktuellen „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA hören Sie unter ande­rem Roma-Musik von: Gipsy Maky, Shan­tel, Los Reyes oder Emir Kustu­rica & The No Smo­king Or­chestra. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 27.8.2024 (mp3)

Im Tagesthema berichtet Adi Gussak über das erfolg­reiche „Picture On“-Mer­chan­dise und in der Kate­gorie „Minden­fe­litiko“ prä­sentie­ren wir Ihnen ein leich­tes Rezept, das Sie aus Kürbis zu­bereiten können. Dazu gibts die ab­­wechs­lungs­reichste Ro­ma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 28.8.2024 (mp3)

Indira Spirk berichtet im heutigen Tagesthema der „Romani Ora“ über den Fach­ärzte­mangel im Burgenland. Und neben den zwei­sprachi­gen Volks­gruppen­nachrich­ten hören Sie auch die Jugend­sendung mit Adi Gussak zum Thema „FC25 – vor­mals FIFA“.

Trauer um Mirano Cavaljeti-Richter

August 28th, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Mirano Cavaljti-Richter im Interview mit Mitarbeitenden des Sammlungsprojektes „Das vergessene Gedächtnis“, Deutschland (Foto: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma)Musik war sein Leben. Wenn Mirano Ca­val­je­ti-Rich­ter von seinen Rol­len in Opern und Operet­ten er­zähl­te, summ­te er oft ganz leise eine der ge­lieb­ten Melo­dien oder stimm­te gar eine Arie an. Dabei strahl­te er voller Glück, selbst als seine schwe­re Krank­heit ihm längst die Kraft ge­raubt hatte. Am 17. August ist der An­ge­hö­rige der Min­der­heit der Sinti nun nach einem er­füll­ten Leben im Alter von 91 Jahren ver­stor­ben.

Einen seiner letzten umjubelten Auftritte hatte der ausgebil­dete Tenor im Januar 2023 in Heidelberg. Dabei stellte er gemein­sam mit der Histori­kerin Annette Leo seine Lebens­erin­ne­run­gen, die unter dem Titel „Auf der Flucht über den Balkan“ (hier unsere Buch­bespre­chung in dROMa 68: Odyssee am Balkan) im Jahr zuvor er­schienen waren, auf der Bühne im Ge­wölbe­keller des Doku­men­tations­zentrums vor. Mirano Caval­jeti-Rich­ter hat als Kind den Holocaust an den Sinti und Roma über­lebt und große Not ertragen müssen. Des­halb empfand er es als seine Pflicht, über die Flucht seiner Familie während des Natio­nal­sozialis­mus und sein Schicksal zu sprechen. Auch, um immer wieder auf die Gefahren von Faschismus, Rassismus und Anti­ziganismus auf­merksam zu machen.

Gewarnt von einem Lehrer und im Angesicht beginnen­der Depor­tatio­nen von An­gehöri­gen, brach die Familie 1939 aus dem thürin­gischen Hinternah zunächst nach Bayern und Österreich auf. Von dort schafften seinen Eltern trotz un­gültiger – da ab­gelaufe­ner Pässe – den Grenz­übertritt nach Italien. Auch hier be­gegne­ten sie als Sinti der zu­nehmend um sich grei­fenden Rassenideologie, in Kroatien, Bulgarien und Serbien zudem der Gewalt durch Polizei­be­amte und Parti­sanen. Wäh­rend die engsten An­ge­hörigen von Mirano Caval­je­ti-Richter den Holocaust überleb­ten, wurden sechs Fa­milien­mit­glieder, darun­ter Onkel und Tanten, von den NS-Schergen er­mordet. Read the rest of this entry »

Pressemonitoring: Newsletter des Zentralrats

August 27th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Neues Presse- und Politikmonitoring zu Sinti und Roma: Wöchent­licher News­let­ter des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma Neues Presse- und Politikmonitoring zu Sinti und Roma: Wö­chent­licher News­let­ter des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma

Seit April 2024 setzt der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma ein sys­tema­tisches Presse- und Politik­mo­nito­ring-Pro­jekt um. Ge­fördert wird dieses vom Be­auf­tragten der Bundes­regierung gegen Anti­ziganis­mus und für das Leben der Sinti und Roma. Ziel ist, durch dieses Monitoring Selbst­organi­sationen, zivil­ge­sell­schaft­liche Organi­sationen, wissen­schaftliche Ein­richtungen und mit der Thematik befasste Institu­tionen wöchent­lich über aktuelle Ent­wicklun­gen in Politik und Gesellschaft und über rele­vante Inhalte in der Medien­bericht­er­stat­tung zu infor­mieren. Daher stellt der Zentralrat einen wöchent­lichen Newsletter per E-Mail zur Verfügung. Dieser enthält eine Sammlung rele­vanter Bericht­erstattung sowie politischer Vorgänge zu Themen der Minder­heit der Sinti* und Roma* sowie dem Themen­bereich Anti­­ziganismus.

Sie können sich hier für den Newsletter an­melden.

(Text: Zentralrat)

Podcast: Was ist Antiziganismus?

August 26th, 2024  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Gespräch mit Rinaldo Strauß, Feb. 2023
Extreme Zeiten, Podcast des Demokratiezentrums Hessen

Obwohl die Angehörigen der Sinti und Roma seit über 600 Jahren in Deutschland leben, sind sie häufig Opfer von Vor­urteilen und Dis­kriminie­rung – auch in Hessen. Viele sprechen aus Angst nicht offen über ihre Zu­ge­hörig­keit, denn die ver­meint­li­chen Zu­schrei­bungen, sie seien Kriminelle und eine Gefahr, halten sich hart­näckig in der Öffent­lich­keit. Dabei gibt es viele be­rühmte Sinti und Roma. [..] Mit der sog. Macht­ergreifung der National­sozia­listen im Januar 1933 wurden auch die An­gehöri­gen der Sinti und Roma syste­matisch verfolgt und getötet. Doch trotz An­erkennung ihres Leids sind sie laut einer Studie der Agentur der Euro­päischen Union für Grundrechte von 2009 bis heute einer der am stärksten dis­kriminier­ten Gruppen Europas. Doch wie gestaltet sich heute die Lebens­realität für die vielen Sinti und Roma in Hessen? Diese Fragen hat Angela Fitsch im Interview mit Rinaldo Strauß, dem Vor­sitzenden des hessischen Landes­ver­bands Deutscher Sinti und Roma, be­sprochen. Er berichtet von seinen eigenen Dis­kri­minie­rungs­erfah­run­gen und von seiner Bildungs­arbeit an Schulen.

(Text und Beitrag: Extreme Zeiten)