Archive for Mai, 2025

7. Juni: Roma-Butschu 2025 in Unterwart

Mai 31st, 2025  |  Published in Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Butschu 2025Sa./Sub., 7. Juni 2025
Beginn/kesdipe: 19:00 Uhr/orenge

Kulturhaus, Marienplatz 5 in Unterwart/Kulturakero kher, Mariakero than 5, Tenu Erba

Der Roma-Butschu (Roma-Kirtag) ist ein Fest der Kulturen und Volks­gruppen im Burgenland. Seit 1991 feiern Roma und Nicht-Roma ge­mein­sam ein Fest der Vielfalt und Diver­sitäten. Im Mittel­punkt steht dabei jedes Jahr die Musik. Neben den Ober­warter Roma-Bands „Romano Rath“ und „Leon Berger Band“ prä­sentie­ren heuer auch die „Post Meridiem Band“ und „Romantic Death“ ihr Kön­nen. Wei­ters stehen musi­kali­sche Dar­bietun­gen der ungari­schen „Volks­musik­gruppe Csörge“ und der „Tam­burica Vlahija“ auf dem Pro­gramm. Der Eintritt ist frei!

O Roma-Butschu jek mulatin­tschago le kultu­rendar taj flogos­kere grupnen­dar ando Burgen­land hi. Sajt o bersch 1991, o Roma taj o gadsche, khetan jek mula­tin­tschago le minden­feliti­kostar mula­tinen. Ando masch­karutno punkto sako bersch i muschika terdschol. Pasche o erbakere Ro­mengere-bandi „Romano Rath“ taj „Leon Berger banda“ sikan ada bersch te i „Post Meridiem banda“ taj „Romantic Death“ lengero dscha­nipe. Taj akor meg te muschi­kakere khelip­tscha la ungrika­kera flogos­kera mu­schi­kakera grupnatar „Csörge“ taj la tam­buri­catar „Vlahija“ upro programo terdschon. O ande­dscha­jipe na­phandlo hi!

Facts & Figures (558)

Mai 31st, 2025  |  Published in Facts & Figures

Im österreichischen „Ver­fas­sungs­schutz­bericht 2024“ wird der The­men­­kom­plex „Anti­zi­ga­nis­mus“ kein ein­zi­ges Mal er­wähnt.

(Quelle/pdf)

„Schlag ins Gesicht für die Sinti und Roma“

Mai 30th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Deutschland: Erster und möglicherweise letzter Antiziganismus-Bundesbeauftragter Mehmet Daimagüler (Bild: Harald Bischoff/Wikimedia, CC BY-SA 3.0)Neue deutsche Bundesregierung verzich­tet auf Anti­ziganis­mus-Be­auf­tragten

Vor drei Jahren schuf die deutsche Bundesregierung das Amt des „Beauf­tragten der Bundes­regierung gegen Anti­ziganis­mus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland“. Die im Mai 2022 neu ge­schaffene Stelle wurde mit dem Rechts­anwalt und Publi­zisten Mehmet Daimagüler be­traut. Zu­geordnet war die Stelle dem Familien­ministerium. Die Bundes­regierung konnte somit auf die Expertise eines Anti­semitismus-, eines Anti­rassismus- und eines Anti­ziganismus­be­auftrag­ten zurück­greifen.

Nun soll die Stelle jedoch wieder abgeschafft werden. Daimagüler hatte erst kürzlich seinen Rücktritt aus persön­lichen Gründen bekannt gegeben. Wie am Mitt­woch publik wurde, will die Bundes­regierung die vakante Stelle nicht mehr nach­besetzen. „Eine Ab­schaffung des Amts wäre ein Schlag ins Gesicht für die Sinti und Roma in Deut­schland“, zitiert die „taz“ den bis­herigen Amts­inhaber.

Auch der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma reagiert brüskiert auf Presse­berichte zur Ab­schaf­fung des Beauf­tragten: „Ich kann mir nicht vor­stellen, dass die Bundes­regierung einen solchen Schritt gehen würde, ohne dies mit dem Zentralrat ab­zu­sprechen. Und das ist nicht ge­sche­hen“, zitiert die Agentur KNA den Vor­sitzenden des Zentralrats Romani Rose. Er habe die Bundes­regierung in einem Schreiben aufgefordert, die Stelle des Beauftragten beizubehalten und für Klarheit zu sorgen. „Und nach den nun auf­ge­tauchten Berichten über eine ver­meint­liche Streichung werde ich mich noch­mals an die Bundes­regierung wenden.“

„Unsichtbarmachung“

Kelly Laubinger, Leiterin der Sinti-Union Schleswig-Holstein, spricht von „Unsichtbar­machung“ und „politi­schem Skandal“: „Gemein­sam mit der Nicht-Er­wähnung der histo­rischen Ver­ant­wortung der Sinti und Roma und der Unsichtbar­machung der struk­turellen Gewalt an Sinti und Roma im aktuellen Koalitions­vertrag reiht sich dieser politi­sche Skandal in den politischen Offen­barungs­eid der aktu­ellen Bundes­regierung ein: Sinti und Roma werden be­wusst poli­tisch margi­nalisiert. Read the rest of this entry »

Schulsegregation: „Nur langsame Fortschritte“

Mai 29th, 2025  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Annual Report 2024 (Titelblatt)Kommission zur Bekämpfung von Rassismus und In­tole­ranz (ECRI): Segre­ga­tion von Roma-Schülern gehört zu den wich­tigs­ten Heraus­for­de­run­gen

In ihrem Jahresbericht 2024 nennt das Europarats­organ für die Be­kämpfung von Rassismus, die Euro­päi­sche Kom­mission gegen Ras­sismus und Intole­ranz (ECRI), vier zentrale politische Heraus­for­derun­gen für die euro­päischen Staaten: die Be­kämpfung des Einsatzes von rassistischer Profil­erstellung durch die Straf­verfolgungs­behörden, die Be­kämpfung der Segre­gation von Roma-Kin­dern in der Schule, die Gewähr­leistung gleicher Rechte und Würde für Trans­gender-Per­so­nen und Inter­sexuelle und die Stär­kung der nationa­len Gleich­behand­lungs­stellen. Positive poli­tische Ent­wicklun­gen werden in dem Bericht eben­falls her­vor­gehoben. [...]

In mehreren Mitgliedstaaten des Europarats wurde weiter­hin ein hohes Maß an schulischer Segre­gation von Roma-Kindern be­obach­tet, was zu einer gerin­geren Qualität der Bildung führt. ECRI stellt fest, dass die hohe Kon­zentra­tion von Roma-Kin­dern in bestimm­ten Schulen offen­bar das Ergebnis der Wohn­segregation ist, aber auch der an­halten­den Praxis der Schul­behörden, Roma-Kinder in ge­trenn­ten Klassen oder Gebäuden zu unter­richten. Trotz der von vielen Mit­glied­staaten ergrif­fenen Maß­nahmen – ein­schließ­lich der An­erken­nung der schuli­schen Segregation als ernst­hafte Form der Dis­kriminie­rung, ihres aus­drückli­chen Verbots und der Unter­stützung von Roma-Kin­dern durch spe­zielle Schul­assistenten – wurden nur lang­same Fort­schritte bei der Auf­he­bung der faktischen Segre­gation erzielt. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (557)

Mai 27th, 2025  |  Published in Facts & Figures

Die früheste Verwendung des Be­griffs Anti­zi­ga­nis­mus (antițigănism) in Ru­mä­nien fin­det sich in einem Do­ku­ment der Ru­mä­ni­schen Kom­mu­nis­ti­schen Partei von 1949.

(Quelle)

Politische Theorie des Antiziganismus

Mai 26th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Tittel CoverLaura Soréna Tittel: Politische Theorie des Anti­ziganismus. Genese und Kritik eines modernen Herr­schafts­ver­hält­nisses (=Beiträge zur kritischen Anti­ziganis­mus­forschung, Bd. 2), transcript Verlag: Bielefeld 2025 [Erschei­nungs­datum: 20.12.2024], 258 Seiten.

→Open Access: Download (pdf)

Antiziganismus ist bis heute weit verbreitet und betrifft Sinti*ze und Rom*nja als An­ge­hörige der größten Minder­heit Europas in beson­derem Maße. Dennoch wird das Thema in Wissen­schaft und Gesell­schaft gleicher­maßen verdrängt. Im Anschluss an die kritische Gesellschafts­theorie ver­bindet Laura Soréna Tittel Über­legungen zur Funktion der »Zigeuner«-Figur in der politi­schen Theorie von Kant, Marx und Adorno mit um­fang­reichem Quellen­material, das von früh­neu­zeitlichen Gesetzes­texten bis zu polizeilich ein­ge­setzten Bildern reicht. Sie zeigt die Genese des modernen Anti­ziganis­mus in der Aufklärung, im Kapitalismus und in der Staatenbildung auf und ermög­licht so kritische Perspek­tiven auf ein gesell­schaft­liches Herrschaftsverhältnis.

(Text: transcript Verlag)

Rumänien-Wahl: Roma waren mit entscheidend

Mai 25th, 2025  |  Published in Politik

Der künftige rumänische Staatspräsident Nicușor Dan (Foto: Screenshot aus einem Wahlkampfspot in den Sozialen Medien, Nicușor Dan)Roma-Wählerinnen und -Wähler waren mit ­ent­schei­dend bei der rumä­ni­schen Prä­sident­schafts­wahl 2025. Ein be­fürch­te­ter Sieg des rechts­extre­men Kan­di­daten George Simion wurde ab­ge­wendet – nicht zu­letzt auch dank einer bei­spiel­lo­sen Mobi­li­sie­rung in den Roma-Ge­mein­den.

Bei der Präsidentschaftwahl in Rumänien am 18. Mai 2025 konnte sich, nach einer turbu­lenten Vor­geschichte, der pro-euro­päi­sche liberale Kandidat Nicușor Dan (parteilos), bisher Bürger­meister von Bukarest, durch­setzen. Der von vielen befürch­tete Wahlsieg seines rechts­extremen, pro-rus­si­schen Konkur­renten George Simion (AUR) blieb aus. Dieser hatte die erste Runde am 4. Mai – bei niedri­ger Wahl­beteili­gung – fulmi­nant für sich ent­schieden; damit schien eine „Macht­ergreifung von Rechts­extremisten in greif­bare Nähe“ (Deutsche Welle) ge­rückt. Für Rumänien und Europa wäre ein Wahlsieg Simi­ons in der Stichwahl „ein tiefer Ein­schnitt und eine politische Katastro­phe“ ge­wesen – „im wichtig­sten EU- und NATO-Land Südost­europas“. Noch nie sei eine Wahl „so ent­scheidend gewesen, mit so offen­sicht­lichen geo­politischen Aus­wirkun­gen“, betonte etwa der rumä­nische Politologe Sergiu Miscoiu.

Dem parteilosen Kandidaten Dan gelang es, seinen Rückstand von 20 Prozent­punkten auf den Nationalis­ten Simion in nur zwei Wochen wett­zu­machen: Er siegte mit 54,6 Prozent, sein Kon­kurrent kam auf 46,4 Prozent. (Im ersten Wahlgang lag Simion noch mit 41 zu 21 Prozent voran.)

Historische Wahlbeteiligung

Zu verdanken ist dies insbesondere auch den Stimmen aus der Roma-Min­der­heit. Diese spielte, dank einer stark gestie­genen Wahl­beteiligung von Roma-Wäh­lerin­nen und -Wäh­lern, eine ent­scheidende Rolle bei der Stichwahl. Dies ergab eine Analyse der Stiftung Roma for Democracy (RFD). Read the rest of this entry »

Facts & Figures (556)

Mai 24th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

In Ru­mä­ni­en er­in­nert ein einziges öffent­li­ches Ge­­denk­­zei­chen – eine Ge­denk­tafel im Kloster Tismana – an die jahr­hun­der­te­lan­ge Ver­skla­vung der Roma.

(Quelle)

Romani Ora (15., 16., 19., 20. und 21.5.2025)

Mai 23rd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 15.5.2025 (mp3)

In dieser „Romani Ora“ aus Oberwart hören Sie den Ab­schluss der Reihe unserer Beiträge an­lässlich der 80. Jahres­tags der Befreiung der Kon­zentra­tions­lager Maut­hausen und Gusen. Die Gedenk- und Befreiungs­feier in Mauthausen, an der rund 20.000 Menschen teil­nahmen, ist diesmal unser Tages­thema.


Anhören: →Sendung vom 16.5.2025 (mp3)

Brainrot“ – ein aktuelles Phänomen aus dem Internet, das über­wiegend junge Menschen interes­siert – wird von Adi Gussak in der Jugendrubrik „Young, wild and free – le ternenge” behandelt. Neben den Ver­anstal­tungs­hin­wei­sen/ Mu­la­tini­tschage hören Sie die un­ver­kenn­bare „Romani Ora“-Playlist.


Anhören: →Sendung vom 19.5.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA: Gönnen Sie sich eine Pause vom Alltag, lassen Sie Ihre Gehör­nerven ver­wöhnen und tauchen Sie ein in die Klang­welt von „Romani Ora“, Ohrwürmer garan­tiert – Mitsch­wingen aus­drück­lich erlaubt!


Anhören: →Sendung vom 20.5.2025 (mp3)

Im Tagesbeitrag hören Sie ein Gespräch mit Angelika Bayer-Miertl. Sie hat ein Buch über ihren Groß­vater, Stefan Miertl, ge­schrieben. Eine persön­liche Spuren­suche in Zeiten des Krieges, der Flucht und der Heimkehr. „Liebster Herrgott, lass mein Fleh’n nicht vergeblich sein“ ist der 15. Band der „Burgen­ländi­schen Lebens­geschichten“.


Anhören: →Sendung vom 21.5.2025 (mp3)

Das Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsprojekt „O drom andi cukunft – der Weg in die Zukunft“ nahm an einem Workshop der Schulden­beratung des Land Burgenlands teil. Mehr dazu hören Sie im heutigen Tages­beitrag. Außer­dem er­halten Sie in dieser Ausgabe auch wieder die zwei­sprachigen Volks­gruppen­nach­richten.

1945 – Ar taj kesdipe | Ende und Anfang

Mai 20th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 19.5.2025 | 8:01 min

Ein Zeitzeugen-Filmprojekt für den Unter­richt: zum Film und zur didak­ti­schen Auf­be­reitung

Jek cajtceugniskero projekto le sikadipeske: jek film uso didak­tischi upre­butscha­linipe – 2025 i Republik Austrija o 80 berschengero ar le dujti themes­kere habu­ristar gondo­linel, o pheripe le NS-re­schi­mistar taj o upre­bauni­nipe le demo­kra­tischi struk­turendar. 22 burgen­landi­tike dschene andar o cile thanes­kere falati le Burgen­landistar, sar le flogos­kere grupnendar le hor­vacken­dar taj ungri­kendar o kerip­tscha andar o bersch 1945 ando Burgenland upre sikade te on. Ande persen­lichi palgon­doliptscha o agune terne pumare terdschi­vip­tscha phukan. Sar o Südostwall­bau, habu­riskere dschene save astarde ule, ungrike dschi­dovtscha mujsini­peskere butjasch­tscha, murda­ripeskere phirip­tscha, haburiskere terdschi­viptscha, ande lipe la Roten armejatar, befrejer – bese­cinipe, virt­schoft­lichi struk­turtscha taj politischi papal upre bauni­nipe. Didakti­schi ciliskero bescha­ripe: Duach o digitali cajt­ceugn interviews siklon o isch­kolasch­tscha o kveliskero vert adale inter­view­jendar te pe urtajlinel. On jerinen ande dikipe, save pedar o fakten­gero dschanipe ari dschan. Afka aktivi, kritischi reflek­sivi siklipe ando histori­jakero sikadipe pomo­schipe dim ol taj i historija ande but minden­felitiko proceso upre lim te ol.

2025 gedenkt die Republik Österreich der 80-jährigen Wiederkehr des Endes des Zweiten Weltkrieges, dem Sturz des NS-Regimes und dem Wieder­aufbau von demo­kra­tischen Struktu­ren. Mittels einer thema­tisch sortier­ten Collage – ohne Text in Overvoice – von kurzen State­ments von 22 Burgen­länder:in­nen aus allen Landes­teilen und den Volks­gruppen der Kroat:in­nen und Ungar:in­nen sollen die Ereignisse des Jahres 1945 im Burgenland auf­gezeigt werden. In persön­lichen Erin­nerungen schildern die damals Jugend­lichen ihre indivi­duellen Erfahrun­gen in den Themen­berei­chen: Südostwallbau, Kriegs­gefangene, unga­risch-jü­dische Zwangs­arbeiter, Todes­märsche, Kriegs­erlebnisse, Ein­marsch der Roten Armee, Befreier – Besatzer, wirtschaft­liche Strukturen und politischer Wieder­aufbau. Read the rest of this entry »

dROMa 77 (Pedar o mulo / Über den Mulo)

Mai 18th, 2025  |  Published in Brauchtum & Tradition, Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

dROMa 77Über den Mulo | Pedar o mulo

Download (PDF)

Bei allen Romagruppen wird den Ver­storbe­nen größ­ter Respekt ent­gegen­ge­bracht. Damit Hand in Hand geht aber auch die Angst, dass diese zurück­kehren könnten: Mule, das sind die Toten­geister, die in der tra­ditio­nellen Vor­stellungs­welt der Roma einen beson­deren Stellen­wert ein­nehmen. Dazu prä­sentie­ren wir Ihnen zwei kenntnis­reiche Artikel, die vor fast 25 Jahren für die Roma-Kultur­daten­bank Rom­base ent­standen. Im ersten skiz­ziert Milena Hübsch­mannová den Mulo-Glauben und die daran ge­knüpften Bräuche. Wie präsent Mulo-Ge­schichten im Leben vieler Roma sind, illustrie­ren zwei moderne Erzählun­gen aus dem Burgenland, vorgetragen von Trude Horvath (verst. 2010) und Julius „Gyula“ Horvath (verst. 2008) aus Unterwart. Im zweiten Beitrag aus Rombase schildern Michael Teichmann und Mozes F. Heinschink die viel­fältigen Trauer­rituale diverser Roma-Gruppen. Der Roma-Verlag KHER in Prag wiederum hat den Mulo-Ge­schich­ten ein ganzes Buch gewid­met: Die Heraus­geberin Karolína Ryvolová sprach mit Alexandra Pavelkováund Ivan Kučera über die Antho­logie „O mulo!“ und das Schreiben der Roma. Eine Kost­probe, eine Kurzgeschichte von Ilona Ferková, finden Sie auf Seite 14. Und zu guter Letzt infor­mieren wir noch über eine ver­stö­rende Serie von Grab­schändungen in Wien.

Uso cile Romengere grupn le mulenge igen baro respekto del. Ada­leha ham te i dar del, hot odola papal pal schaj an: Mule, odola hi o mulen­gere gajster­tscha, save ando tradi­cijo­neli angle terdscha­ripe le Romen­dar jek barikano terdscho­ji­peskero than ande len. Use, duj barikane pisinip­tscha tumenge angle ter­dscharas, save angle bojd 25 berscha la Romen­gera-kul­tu­rakera ban­kake Rombase kerde ule. Ando erschti, pisinel i Milena Hübschmannová pedar o Mulo-pa­tscha­jipe taj pedar o aun gom­bosime tradiciji. Saj barikane o Mulo-his­toriji ando dschivipe but Romen­dar hi, sikan duj moderni phukajip­tscha andar o Burgenland, phukade la Trude Horvathatar (oj 2010 muli) taj le Julius „Gyula“ Horvathistar (ov 2008 mulo) andar i Tenu Erba. Ando dujto pisi­nipe andar Rombase phukan o Michael Teichmann taj o Mozes F. Heinschink pedar o minden­felitike briga­kere ritujal­tscha min­den­feli­tike Romen­ge­re-grup­nen­dar. O Romen­ge­ro-falog KHER ande Prag, hatek le Mulo-his­tori­jenge jek cili kenva vid­mintscha: I ardi­jasch­kija Karolína Ryvolová la Alexandra Pavelkováha taj le Ivan Kučerajiha pedar i anto­logija „O mulo!“ taj o pisini­pe le Romendar, vakertscha. Jek pro­balin­tschago, jek harni historija la Ilona Ferkovátar, laken tumen upri rik 14. Taj akor meg infor­macija pedar jek bibas­tali serija grobos­kere tscho­rip­tschen­dar Betschiste, uschtiden.

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(dROMa)

Romani Ora (12.5., 13.5. und 14.5.2025)

Mai 16th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 12.5.2025 (mp3)

Der Start in die neue Woche beginnt auf Radio MORA mit dem un­ver­kenn­baren „Romani Ora“-Musik­mon­tag: 60 Minuten lang die schönsten und ab­wechs­lungs­reichs­ten Klänge und Rhythmen für einen ent­spann­ten Wochenbeginn.


Anhören: →Sendung vom 13.5.2025 (mp3)

Paul Kosiak ist der Sohn des ehemaligen Sergeant Alfred Kosiak, der am 5. Mai 1945 mit seinem US-Armee-Späh­trupp die Kon­zentra­tions­lager Mauthausen und Gusen be­freite. Im Inter­view mit Radio MORA erzählt uns Paul Kosiak vom Ver­mächt­nis seines Vaters, dem Befreier zig­tausen­der Menschen.


Anhören: →Sendung vom 14.5.2025 (mp3)

In der heutigen „Romani Ora“ berichten wir über die Gedenk­feier anläss­lich des 80. Befreiungs­tages des Neben­lagers Gusen. Und in den zwei­sprachigen Volks­gruppen­news erfahren Sie mehr über die Situation von Roma und Sinti auf inter­natio­naler Ebene. Durch die Sendung be­gleitet Sie Tina Nardai.

Antiziganismus: Empfehlung für Schulen

Mai 14th, 2025  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte

v. l. Dotschy Reinhardt, Stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti & Roma und Simone Oldenburg, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern (Foto: Sekretariat der KMK)Deutschland: Gemeinsame Empfehlung zum Um­gang mit Anti­ziga­nis­mus in der Schule – Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma und Bil­dungs­minis­ter­kon­ferenz einig: un­ver­zicht­ba­rer Teil der Lehrpläne!

Die Bildungsministerkonferenz und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma haben im März 2025 erst­mals ge­mein­same Empfeh­lungen zur Prä­vention und ge­zielten Be­kämpfung von Anti­ziganis­mus in Schulen be­schlos­sen und vor­gestellt.

„Schulen müssen antiziganismuskritische und antiziga­nismus­freie Lernräume sein und dadurch auch Chancen­gleich­heit für alle Kinder und Jugend­lichen gewähren“, heißt es in den Empfeh­lungen. Kinder und Jugend­liche sollten ein Bewusst­sein ent­wickeln und dafür ein­treten, Sinti und Roma in der Gesell­schaft vor Dis­krimi­nie­rung zu schützen.

Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Ministerin Simone Oldenburg, betont: „Die Bekämpfung von Antizi­ganismus ist eine gesamt­gesell­schaft­liche Aufgabe, die im Eltern­haus beginnt und sich in unseren Schulen fort­setzt. Wir müssen fest­stellen: Antiziganismus kommt in allen Lebens­bereichen vor. Leider be­gegnet uns in Schulen gesell­schaftlich tradierter Anti­ziganis­mus bis heute in unter­schied­lichsten Formen. Unsere Schulen sollen hin­gegen Orte der Vielfalt und des Respekts sein, in denen jede und jeder Einzelne frei von Vorurteilen lernen und sich ent­wickeln kann. Read the rest of this entry »

Romani Ora (5.5., 6.5., 8.5. und 9.5.2025)

Mai 12th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 5.5.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA verwöhnt seine Hörerin­nen und Hörer mit der ab­wechs­lungs­reichs­ten und er­lesens­ten Roma-Musik. Und in den zweisprachigen Volks­gruppen­nach­richten erfahren Sie mehr über die Situa­tion der Romnja und Roma in anderen euro­päi­schen Ländern.


Anhören: →Sendung vom 6.5.2025 (mp3)

Der Oberwarter Flohmarkt ist zurück! Auf dem Gebiet der Messe Oberwart kann wieder jeden ersten Sams­tag im Monat nach Herzens­lust ge­stöbert, gekauft und verkauft werden. Radio MORA hat sich unter die Trödler gemischt.


Anhören: →Sendung vom 8.5.2025 (mp3)

Der bevorstehende Muttertag / Dajakero di ist das Thema dieser „Romani Ora“. Und mit einer weite­ren Aus­gabe de Rubrik „Mri historija“ und der viel­fältigs­ten Roma-Musik im Mix mit indi­vidu­ellen Wunsch­nummern runden wir unser zwei­sprachi­ges Volks­gruppen­magazin ab.


Anhören: →Sendung vom 9.5.2025 (mp3)

Wie jeden Freitag hören Sie in der „Romani Ora“ die Jugend­sendung „Young, wild and free – le ternenge”. In dieser Aus­gabe widmet sich Adi Gussak dem euro­pä­ischen „Tag des Fernsehens“. Außer­dem erfahren Sie in unserem Ver­anstal­tungs­kalender die besten Ausgeh­tipps. Mode­riert von Tina Nardai.

Facts & Figures (555)

Mai 10th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Romani

Shakespeare war möglicherweise mit Ro­ma­ni-Wör­tern ver­traut. So kommt der Name Caliban im Stück „Der Sturm“ laut ei­ni­gen Ex­per­ten von ka­li­ban (Schwär­ze, von kalo: schwarz).

(Quelle)

Deutschland: Broschüre zum Erhalt der Gräber

Mai 9th, 2025  |  Published in Dokumente & Berichte, Geschichte & Gedenken

Informationsbroschüre des Zentralrats: "Bund-Länder-Vereinbarung betreffend den Erhalt der Gräber der unter nationalsozialistischer Gewaltherrschaft verfolgten Sinti und Roma"Informationsbroschüre zur Bund-Länder-Ver­ein­ba­rung be­tref­fend den Er­halt der Gräber von NS-ver­folg­ten Sinti und Roma

Das ehrende Gedenken an die während des Holocaust ermor­deten und ver­folgten Sinti und Roma ist ein zentra­ler Be­stand­teil der kultu­rellen Identität unse­rer Minder­heit. Mit der Bund-Län­der-Ver­ein­ba­rung vom 5. Dezem­ber 2018 betref­fend den Erhalt der Gräber der unter der national­sozialis­ti­schen Gewalt­herrschaft ver­folgten Sinti und Roma (BLV) haben Bund und Länder gemein­sam beschlos­sen, dieses Gedenken zu würdigen und den dauer­haften sowie würde­vollen Erhalt dieser Grabstätten zu gewähr­leisten. Der Zentralrat Deut­scher Sinti und Roma, Initiator dieser Ver­einbarung, möchte mit der vor­liegenden Infor­mations­broschüre zur BLV sowohl der Minder­heit als auch der Öffent­lichkeit mehr Klarheit und Transparenz in Bezug auf die Umsetzung der Ver­ein­barung bieten. Die Broschüre richtet sich zudem an Friedhofs­ver­waltun­gen sowie an alle, die Ver­antwor­tung für den Erhalt dieser Grab­stätten tragen. Sie bietet einen um­fassenden Einblick in die Thematik, be­antwortet zentrale Fragen und plädiert für einen sensiblen und respekt­vollen Umgang – ins­beson­dere im Hinblick auf die Bedeutung dieser Gräber für die An­gehöri­gen der Ver­storbenen.

→Informationsbeschüre (PDF)

(Text: Zentralrat)

„Ausblenden des Leids“: Kritik an Gedenkrede

Mai 6th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Olaf Scholz in 2025Offener Brief: Romani Rose kritisiert Auslassung der Sinti und Roma in Gedenkrede

Zentralrat deutscher Sinti und Roma: In einem offenen Brief an Bundes­kanzler Olaf Scholz hat Romani Rose, Vor­sitzen­der des Zentral­rats, seine tiefe Em­pörung darüber zum Ausvdruck ge­bracht, dass in der Gedenk­an­sprache zum 80. Jahres­tag der Befrei­ung des Konvzentrations­lagers Neuen­gamme (mehr hier) zwar der sechs Millio­nen jüdischen Opfer der Shoah gedacht wurde, die 500.000 ermor­deten Sinti und Roma jedoch un­er­wähnt blieben. Der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Scholz,

ich möchte Ihnen meine Empörung und Fassungs­losig­keit zum Aus­druck brin­gen, dass Sie, Herr Bundes­kanzler, zum 80. Jahres­tag der Befreiung des Kon­zentra­tions­lagers Neuen­gamme in Ihrer An­sprache zu Recht an die „sechs Millio­nen Frauen, Männer und Kinder jüdischen Glaubens“ er­innerten und ge­dachten, „die der Shoah zum Opfer fielen“, das Leid und die Ermor­dung der 500.000 Sinti und Roma, die im NS-be­setz­ten Europa ermor­det wurden, aber igno­rierten. Es gibt in Deutschland keine Familie unserer Minder­heit, die nicht von diesem schreck­lichen Ver­brechen betrof­fen war. Orte wie Auschwitz, Majdanek, Treblinka, Bergen-Belsen oder Neuen­gamme sind für unsere Minder­heit zu den größ­ten Fried­höfen ge­worden. Bundes­kanzler Helmut Schmidt hat 1982 dieses Ver­brechen an unserer Minder­heit völker­recht­lich an­erkannt.

Ich schäme mich vor den Nachkommen der Opfer des Holocausts unserer Minder­heit und den wenigen Über­leben­den, dass ich es trotz einer fast fünfzig­jäh­rigen politi­schen Arbeit in diesem Land nicht erreicht habe, dass auch dieser Völkermord an unse­rer Minder­heit zum Bestand­teil des natio­nalen Erinnerns und des Gedenkens wurde.

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Romani Ora (28.4., 29.4., 30.4. & 2.5.2025)

Mai 3rd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 28.4.2025 (mp3)

Eine Stunde lang Roma-Musik aus allen Genres und Ecken der Welt. Der „Romani Ora“-Musik­montag bereitet Ihnen mit der ab­wechs­lungs­reichs­ten Roma-Musik eine ent­spann­ten und mu­sika­lischen Start in die neue Woche.


Anhören: →Sendung vom 29.4.2025 (mp3)

Die 33. Dialogplattform des Bundeskanzleramts beschäftigte sich mit dem Thema „Die Rolle der Medien“ und prä­sentierte dabei die „ORF Burgenland“-Volks­grup­pen­re­dak­tion und das Leit­medium der Roma „Radio MORA“. Genaue­res darüber hören Sie im aktu­ellen Tages­beitrag dieser „Romani Ora“.


Anhören: →Sendung vom 30.4.2025 (mp3)

„Miteinander Reden – vom Leben lernen“ ist ein neues Projekt des Vereins „Frauen für Frauen im Burgenland“ (Website) und richtet sich spe­ziell an Frauen, deren Erst­sprache nicht Deutsch ist. Radio MORA war bei einem Treffen in der Pannoni­schen Tafel Oberwart dabei.


Anhören: →Sendung vom 2.5.2025 (mp3)

Neben den Veranstaltungshinweisen und der meisten Roma-Musik erhalten wir auch einen Einblick in die aktu­ellen Matura­vor­bereitun­gen. Adi Gussak berich­tet darüber in der Ju­gend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ in der „Ro­mani Ora“.