Archive for Juli, 2022

Roma-Butschu/Kirtag in Mischendorf

Juli 4th, 2022  |  Published in Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 4.7.2022 | 7:17 min

Suboton, 2 juli, 19:00 orenge o tradicijoneli Roma-Butschu sar sako bersch Mischkate ando moja­kero Knarr (becirk Erba) tel likerdo ulo. O Roma-Butschu hi jek mula­tintscha­go le kultu­rendar le flo­goskere grup­nendar, kaj pasche o Roma kinstler­tscha, Romano Glauso, Romano Rath taj i Leon Berger Band, i ungriki flogos­keri muschi­kakeri grupn Csörge taj i horvacki tamburica Vlahija pu­maro dscha­nipe schaj sikade. Imar sajt o bersch 1991 pe adaj resto taj khetan mu­latim ol – Roma taj gadsche. Adaj dschal vasch kultureli diver­siteta, vasch o kheta­nipeha le minden­felitike flogos­kere grup­nendar. Ando masch­karutno punkto terdschol sar sako bersch i mu­schika.

Zahlreiche Roma und Nicht-Roma besuchten am Samstag den tradi­tionel­len Roma-Butschu, also der Kirtag, in Mischen­dorf, Gast­haus Knarr im Be­zirk Oberwart. Der Kirtag ist ein Fest der Kulturen und Volks­gruppen im Burgenland. Seit dem Jahr 1991 trifft man sich hier und feiert ge­mein­sam – Roma und Nicht-Roma. Es geht um kultu­relle Diver­sität, um das Mit­einan­der der ver­schie­denen Volks­gruppen. Read the rest of this entry »

Roma aus der Ukraine: Roma-Vereine helfen

Juli 4th, 2022  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
13.6.2022 |
(on demand)

Nadine Papai bei einer Hilfslieferung an der polnisch-ukrainischen Grenze (Foto: Nadine Papai)Bereits seit Februar dieses Jahres herrscht Krieg in der Ukraine. Täg­lich sehen wir Be­rich­te in den Medien von zer­bomb­ten Städten und Men­schen, die einem furcht­ba­ren Leid aus­ge­setzt sind. In einer be­son­ders pre­kären Si­tua­tion sind dabei die Roma in der Ukraine. Viele öster­reichi­sche Hilfs­organi­sa­tio­nen und auch Ro­ma-Verei­ne neh­men sich die­ses Problems an und helfen, wo es ihnen nur mög­lich ist.

Den Volksgruppenangehörigen der Roma wird die Ausreise aus der Ukraine oft erschwert. Für die­jenigen, die es trotz­dem schaffen, in den sicheren Westen zu fliehen, geht die Dis­krimi­nie­rung auf­grund ihrer Ethnie auch in vielen EU-Ländern weiter. In Österreich treffen die Roma weniger auf Stigmatisierung. Hier­zu­lande stoßen sie meist auf Unverständnis aufgrund ihrer fami­liären Situa­tionen und ihrer Kultur, erzählt Nadine Papai vom Verein Lebens­zeichen. Sie wird einen Teil ihrer Arbeit darauf richten, dass sie sich um die ukrai­nischen Roma küm­mert, die bereits in Österreich an­ge­kommen sind. Mit den Ro­ma-Vereinen ist sie im stän­digen Austausch und konnte im April bei einer Familien­zusam­men­führung im Burgenland mit­helfen. Das hat Nadine Papai beson­ders gefreut.

Roma-Service hilft bei der Betreuung
Emmerich Gärtner Horvath und der Verein Roma-Service betreuen nun diese Roma-Fa­milie, die im Bezirk Oberwart Zuflucht ge­funden hat. Die Kinder haben Platz in der Lern­betreuung des Vereins und gehen auch hier zur Schule. Die Oma der Familie musste in einem Flücht­lings­heim in Bayern sogar Schläge ertragen, bevor sie nach Öster­reich kom­men konn­te, so Gärtner-Hor­vath. Die fünf Kinder und zwei Frauen sind teil­weise schwer trau­matisiert von den grau­samen Er­lebnissen und Eindrücken des Krieges. Man kann sich nur schwer vor­stellen, wie es diesen Men­schen nach solchen Er­leb­nissen geht, so Em­merich Gärt­ner-Horvath.

Personalmangel in der Lernbetreuung
Erst vor einigen Tagen hat wieder eine Roma-Familie aus der Ukraine mit acht Kindern und drei Frauen einen Zu­fluchts­ort im Süd­burgenland ge­funden. Die Lern­betreuung des Vereins Roma-Service platzt bereits aus allen Nähten. Read the rest of this entry »

Roma sam: Ladipe usi „Kali Sara“

Juli 3rd, 2022  |  Published in Radio, Podcast & TV, Religion

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
20.6.2022 |
(on demand)

But eseri Roma ande Saintes Maries de la Mer an (kipo: Roma VHS Burgenland)Kherodaschi ande amari sen­dung o angle­be­scha­schi la Roma VHS-atar Bur­gen­land, Andreas Lehner, hi. Ov phu­kal pedar i schtudija­keri roas andi Francija, savi ov kertscha. Andi ersch­ti rik le ladi­pestar, kaj 17 dschene use sina, o khe­ro­dipe le lek bareder Ro­meng­ere ladipeskere tha­nestar le the­mestar, an­de Saintes Maries de la Mer, sina.

Feschtime urtschime schtatuji la Dschelna Saratar, uso uferi ledschim on taj le pajiha, andar o baro paj, sapa­jarde le on. Le organisatoriske la roasatar, Andreas Lehner, barikano sina, i roas latsche te pla­ninel, kaj igen but la regi­jonatar diklo schaj ol. Ando di la proce­sijo­natar, but eseri Romnja taj Roma andar min­­den­felitike vilagi la Euro­patar talalinde pumen, molin­tscha­genca taj muschi­kaha upre lengeri ara­kipeskeri patron­kija te gondolinel. Le but pilge­renge igen barikano hi, jek paschipe usi figura la Dschel­na Saratar upre te bauninen, afka o Andreas Lehner.

Andreas Lehner
O ando bersch 1961 upro them alo Andreas Lehner, imar ande leskeri tscha­vengeri cajt, igen but Rom­njenca taj Ro­menca, khetan sina. O bom­bakero atentato ando bersch 1995 Erbate, kaj schtar Roma mur­darde ule, jek bari­kano mo­mento leske sina, pe la flo­goskera grupnake and te be­scharel taj jek falato leskera soratar uso feder keripe la situ­acijatar le Romen­dar andi Austrija prik te del.

Gondolipeskero than „Camp de Saliers“
O kinstleri Andreas Lehner te odoleske prindschardo hi, gondoli­pes­kere thana, te kerel. Angle poar masek­tscha, kertscha ov o gondo­li­peskero bar le tradime taj mur­darde Romen­ge andar Kemeta. Jek gondo­li­pes­kero than o Andreas Lehner taj o avre dschene la roasakera grupnatar te ando keripe la schtu­di­jakera roastar andi sud Francija, kher rodine. Ando Camp de Saliers, upro and tscha­pime Roma usar 1942 dschi 1944, gon­dolim ulo.

Kipengero artschijipe „I pativ le Romendar“
Uso kisetinipe la schtudijakera roasatar la Roma VHS-atar Burgenland, i roasakeri grupn jek artschijipe la austritika fotografkijatar, Christine Turnauer, savo telal o anav „I pativ le Romendar“ naschel, kher rodine. Read the rest of this entry »

Studienreise zur „Schwarzen Sara“

Juli 3rd, 2022  |  Published in Radio, Podcast & TV, Religion

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
20.6.2022 |
(on demand)

Besuch der Roma-Reisegruppe in Camp de Salier (Foto: Roma VHS Burgenland)Zu Gast in unserer Sendung ist der Vor­sitzen­de der „Roma Volks­hoch­schule Bur­gen­land“ Andreas Lehner. Er er­zählt über die Studien­reise nach Frankreich, die er selbst ins Leben ge­rufen hat. Im Vorder­grund des Trips, bei dem 17 Per­sonen teil­nah­men, war der Be­such des größ­ten Roma-Wall­fahrts­ortes der Welt in Saintes Maries de la Mer.

Am Tag der Prozession versammeln sich tausende Romnja und Roma aus den ver­schie­densten Ländern Europas, um mit Gebeten und Musik ihrer Schutz­patronin zu ge­denken. Für die vielen Pilger ist es auch von großer Bedeu­tung, eine Nähe zur Figur der heili­gen Sarah auf­zu­bauen, so Andreas Lehner.

Andreas Lehner
Der im Jahre 1961 geborene Andreas Lehner war schon in seiner Kindheit mit sehr vielen Romnja und Roma be­freundet. Das Bomben­attentat im Jahr 1995 in Oberwart, bei dem vier Roma er­mordet wurden, war der aus­schlag­gebende Moment für ihn, dass er sich für die Volksgruppe einsetzt und einen Teil seiner Energie zur Ver­bes­serung der Situation der Roma in Österreich ver­wendet. Der Künstler Andreas Lehner ist auch dafür be­kannt, Denk­mäler zu ent­werfen. Erst vor eini­gen Monaten hat er den Gedenk­stein für die ver­triebenen und er­mor­deten Roma aus Kemeten kreiert.

Gedenkort „Camp de Saliers“
Eine Gedenkstätte besuchten Andreas Lehner und die anderen Teil­nehmer der Reise­gruppe auch im Rahmen der Studien­reise nach Süd­frankreich. Im Camp de Saliers wurde an die inter­nier­ten Roma von 1942 bis 1944 gedacht.

Fotoausstellung „Die Würde der Roma“
Zum Abschluss der Studienreise der „Roma Volkshochschule Burgenland“ be­suchte die Reise­gruppe eine Aus­stellung der öster­rei­chi­schen Fotografin Christine Turnauer, die unter dem Titel „Die Würde der Roma“ läuft. Read the rest of this entry »

Eine Stunde Roma-Radio: Romani Ora

Juli 1st, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA

Anhören: →Romani Ora, Sendung vom 1. Juli 2022 (mp3)

Aus dem Studio in Oberwart führt Sie Tina Nardai – auf Deutsch und Romani – durch die neue Roma-Sen­dung aus dem Burgenland. Sie hören heute die aller­erste Sen­dung, die erste Aus­gabe der „Romani ora“, der Roma-Stunde von 11 bis 12 Uhr: auf Radio MORA sowie an­schlie­ßend on­line auf dROMa-Blog. „Romani Ora“ ist eine Sen­dung von Radio MORA (Mehr­­sprachi­ges offenes Radio). Ge­staltet wird die wöchent­liche Sendung von der Roma-Re­dak­tion im Burgen­land: von Tina Nardai, Adolf Gussak, Alexander Gussak und Adi Gussak. Un­ser Verein Roma-Service – mit Emmerich Gärtner-Horvath (selbst auch im Vor­stand von MORA) und Josef Schmidt – unter­stützt die Re­daktion des jungen Radio­projekts mit seinem Know-how als lang­jährige Medien­heraus­geber der Volks­gruppe.

In der ersten Sendung hören Sie, neben ausgewählter (Roma-)Musik, unter anderem einen Bericht von Adolf Gussak über die Gedenk­ver­anstal­tung in Langental (Groß­warasorf). Die Rubrik „Mri Historija“ setzt sich mit der Geschichte der Roma auseinan­der – mit spe­ziellem Fokus auf die Burgen­land-Roma. Dies­mal berichtet Alexan­der Gussak von den An­fängen der Volks­gruppe. Im „Ver­anstal­tungs­kalen­der“ erfahren Sie von Ter­minen, die man nicht ver­passen sollte (wie bei­spiels­weise unse­ren Roma-Butschu am 2. Juli). Und in der Jugend­rubrik „Young, wild and free“ küm­mert sich Adi Gussak um Themen der „jungen Volks­gruppen­szene“. Heute stellt er die Ro­ma-Girl­group „Pretty Loud“ vor.

(Text: dROMa)