Urteil in Ungarn: Entschädigung für Romakinder
Mai 13th, 2020 | Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Schuliche Segregtion: Ungarisches Höchstgericht spricht diskriminierten Roma-Kindern Entschädigung zu
Das ungarische Oberste Gericht hat den Familien von 60 Roma-Kindern eine finanzielle Entschädigung zugesprochen. Die Kinder waren in der Schule (Anm.: in der Gemeinde Gyöngyöspata) jahrelang getrennt von den anderen unterrichtet worden und durften nicht am Schwimmunterricht und an Ausflügen teilnehmen. Getrennter Unterricht aufgrund von Herkunft ist in Ungarn illegal. Das Gericht bestätigte damit das Urteil der Vorinstanz, das Ministerpräsident Orbán als „ungerecht“ bezeichnet hatte. Die Klage gegen die Grundschule und die kommunalen Behörden hatte eine Kinderrechtsorganisation (Anm.: Chance for Children Foundation) im Namen der betroffenen Familien geführt. Ihnen steht nun eine Entschädigung von umgerechnet knapp 300.000 Euro zu.