Dezember 22nd, 2015 |
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Rassismus & Menschenrechte
„Abschiebepraxis in Deutschland: Nach 27 Jahren ab ins Kosovo“ titelte gestern die „taz“ und verweist darauf, dass sich die Abschiebungen in Deutschland 2015 beinahe verdoppelt haben. Betroffen sind viele Menschen, die bisher „geduldet“ wurden – so wie Rapper Prince-H. Der bekannte deutsche Rapper und TV-Star Sido, selbst Sinto, hat auf Facebook diesen Aufruf veröffentlicht, den wir im Folgenden wiedergeben:
Freundinnen und Freunde, heute mal was Ernstes. Mein Rapper-Kollege Hikmet aka Prince-H hat gerade ein paar Probleme mit diesem Staat und sitzt in Abschiebehaft. Was hat er verbrochen? Nichts. Warum sitzt er dann im Knast? Weil sein Asylvertrag abgelehnt wurde.
Hikmet ist Rom und lebt seit 27 Jahren hier in Deutschland. Er kam im Alter von sieben Jahren aus dem Kosovo hierher und hat sein ganzes Leben hier verbracht. Trotzdem will ihn Deutschland jetzt abschieben. Warum? Weil die Papiere nicht zum Leben passen? Weil er ein „Zigeuner“ ist? Weil er nicht zur Willkommenskultur in diesem Land passt? Hikmets Eltern sind vor dem Krieg aus dem Kosovo geflohen und weil die Roma dort extrem diskriminiert werden. Der Krieg ist vorbei. Der Rassismus gegen die Roma ist aber nicht vorbei und es ist einfach unmenschlich, wenn man die Leute dorthin zurückschickt. Leute wie Hikmet, die hier ihr Leben aufgebaut haben, die sich hier integriert haben, die sich hier engagiert haben. Das geht echt nicht klar.
Aus diesem Grund gibt es eine Solidaritätsparty für Hikmet, um ein bisschen Geld zu sammeln, damit er sich einen ordentlichen Anwalt leisten kann. Die Party findet am 22.12.2015 statt, ab 21 Uhr im SO36 in Berlin-Kreuzberg.
Geht da hin. Unterstützt das. Ist eine gute Sache. Alle bleiben.
Facebook-Link zur Veranstaltung ist:
https://www.facebook.com/events/1571451533096982/
Website mit Veranstaltung:
http://www.alle-bleiben.info/soli-konzert-freiheit-fuer-hi…/
Website mit Infos zum Fall Hikmet:
http://www.alle-bleiben.info/kein-bling-bling-in-deutschla…/
Website von Alle Bleiben:
http://www.alle-bleiben.info/
Dezember 22nd, 2015 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 7.12.2015 | (on demand)
O 1978 prado austritiko-artschijipe ando schtotlichi museum le gondolinipeskere thanestar Auschwitz-Birkenau le kherodaschen jeka and gejipeskere tablinaha, upre savi i „Austrija – Erschti opferi le nacijonalsocijalismusistar“ te genel sina, akarlahi. Dugi cajt aja opferengeri situacija, jek falato la austritika identitetatar sina. Le gondoskere irinipeha vasch o mitferantvoatinipe la Austrijatar uso bibastalo tradipe le nacijonalsocijalismusistar, jek nevo keripe manglo ulo. 2013 o artschijipe andar o bersch 1978 ando „Block 17“ le gondolinipeskere thanestar, use tschapim ulo. 2014 i nevi koncepcijona le artschijipestar taj 2015 o keripe, andi buti dim ulo. O artschijipeskero gondo „Duripe. Austrija ande Auschwitz“ o gejografischi duripe maschkar i Austrija taj Auschwitz, taj te upro teschtoskero duripe odolendar, save Auschwitz ledschim ule, andar i Austrija taj andar o dschivipe, sikal. O artschijipe adala duriptscha ando maschkaripeskero gendo bescharen taj o kesdipe la historijatar andi Austrija taj lakero kisetinipe ande Auschwitz le kherodaschenge pasche anel.
I historikerkija taj kuratorkija Birgit Johler, and dikiptscha ando nevo keripe le austritike vilagoskere atschijipestar ando schtotlichi museum Auschwitz-Birkenau, kaj te upri opferengeri grupn le Romendar taj Sintijendar ande Auschwitz diklo ol, del. Read the rest of this entry »
Dezember 22nd, 2015 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radio Burgenland: 7.12.2015 | (on demand)
Die 1978 eröffnete Österreich-Ausstellung im Staatlichen Museum der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau begrüßte Besuchende mit einer Eingangstafel, auf der „Österreich – Erstes Opfer des Nationalsozialismus“ zu lesen war. Lange Zeit war diese Opferthese Teil der österreichischen Identität. Mit dem Wandel des Bewusstseins um die Mitverantwortung Österreichs an den Verbrechen des Nationalsozialismus wurde schließlich eine Neugestaltung gefordert. 2013 wurde die Ausstellung von 1978 im Block 17 der Gedenkstätte geschlossen. Als Resultat europaweiter Wettbewerbe wurde 2014 die Neukonzeption der Ausstellung und 2015 deren Gestaltung beauftragt. Die Ausstellungsidee „Entfernung. Österreich in Auschwitz“ verweist auf die geografische Entfernung zwischen Österreich und Auschwitz, zugleich aber auch auf die physische Entfernung der nach Auschwitz Deportierten, aus Österreich und aus dem Leben. Die Ausstellung setzt diese Entfernungen in den Mittelpunkt und bringt den Anfang der Geschichte in Österreich und deren Ende in Auschwitz den Besuchern nahe.
In der Sendung gibt die Historikerin und Kuratorin Birgit Johler Einblicke in die Neugestaltung der österreichischen Länderausstellung im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau unter Berücksichtigung der Opfergruppe der Roma und Sinti in Auschwitz. Read the rest of this entry »