Viermal hatte das „Internationale Theaterfestival Roma Heroes“ bislang stattfinden können. Im Mai ging das Theatertreffen in Budapest nun in die nächste Runde. Trägerin ist die Initiative „Independent Theater Hungary“ unter der Leitung von Rodrigó Balogh, der, selbst professioneller Schauspieler am ungarischen Kammertheater, den rassistischen Klischees im Theater 2007 mit einem eigenen Roma-Theater begegnen wollte. 2017 mündete diese Arbeit in die Gründung eines jährlichen Festivals, das – bis dahin weltweit einzigartig – Roma-Theatergruppen aus verschiedenen Ländern zusammenführt. Zu sehen waren seither etwa Aufführungen des feministischen Roma-Theaters „Giuvlipen“ und des Kulturzentrums „ArtHub“ aus Bukarest, der Gruppe „Ara Art“ aus Prag oder des Wiener Vereins „Romano Svato“. Besonderes Augenmerk gilt der Talentförderung und Jugend-Workshops. Alle Aufführungen werden aufgezeichnet, um sie zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Hinzu kommen zwei veröffentlichte Stücksammlungen und eine Wanderausstellung.
Dschijakana schtarvar o „internacijonali teateriskero festivalo Roma Heroes“ schaj kerdo ulo. Ando maj dschal o teateriskero talalinipe ande Budapest, akan andi arti rik. Ledschaschkija hi i inicijativa „Independent Theater Hungary“ telal o schero Rodrigó Balogh, savo profesijoneli schauschpileri upro ungriko kameriskero teateri hi, taj savo le klasischi klischejenge ando teateri 2007 jeke ajgeni Romengere-teateriha te talalinel kamlahi. 2017 kisetintscha aja buti ando keripe jeke sako berscheskere festivalostar, savo – upro cilo them jekoschno hi – produkcijontscha Romengere-teateriskere grupendar andar mindenfelitike vilagi khetan anel. Te dikel sina dschijakana o falati le feministischi Romengere-teateristar „Giuvlipen“ taj le kulturakere centrumistar „ArtHub“ andar Bukarest, la grupnatar „Ara Art“ andar Prag vaj le betschitike farajnistar „Romano Svato“. Read the rest of this entry »
O Romano Centro – farajn le Romenge ando bersch deschuenja enjavar desch taj jek, jek le erschti Roma organisacijendar andi Austrija kerdo ulo taj ande pe bescharel mindenfelitike sikadipeskere- taj kulturakere projektenge taj gejng i diskriminacija, kaj o dschivipe le Romendar feder te ol. Ada bersch kamla o Romano Centro tumenca pumaro tranda berschengero terdschivipe te mulatinel.
Romano Centro – Verein für Roma wurde 1991 als einer der ersten Roma-Vereine Österreichs gegründet und setzt sich seitdem durch verschiedene Bildungs- und Kulturprojekte für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Rom*nja und gegen Diskriminierung ein. Dieses Jahr will Romano Centro mit Euch sein 30-jähriges Bestehen nachfeiern.
„Angriff auf die Vielfalt“ – Gemeinsame Stellungnahme der österreichischen Volksgruppen zur Besetzung des ORF-Publikumsrats: Vorgehen von Medienministerin Raab „befremdlich und unverständlich“. Volksgruppen prüfen juristische Anfechtung.
Es liegt an den für die Besetzung verantwortlichen Personen, schnellstmöglich die Bedenken aus vielen Bereichen der Gesellschaft zu beseitigen und für einen gesetzeskonformen Zustand zu sorgen. Entsprechend den Entsendungen der letzten Jahre und dem bis dato gelebten Rotationsprinzips wäre aus unserer Sicht ein Vertreter der Roma in den Publikumsrat zu entsenden gewesen.
Karl Hanzl, langjähriges Publikumsratsmitglied und Vorsitzender des tschechischen Beirates
Stellungnahme der „Ständigen Konferenz der Vorsitzenden der Beiräte der autochthonen Volksgruppen Österreichs“, 20.5.2022:
Die Anfang Mai erfolgte Besetzung des ORF-Publikumsrates hat in den von der „Ständigen Konferenz der Vorsitzenden der Beiräte der autochthonen Volksgruppen Österreichs“ (in Folge kurz: Vorsitzenden-Konferenz) vertretenen Vereinen und Gruppen für Erstaunen und Entsetzen gesorgt. Abgesehen vom kommentarlosen Abgehen von der über Jahre und Jahrzehnte gelebten und anerkannten Praxis des Vorschlags- und Besetzungsvorganges durch das zuständige Ministerium und Medienministerin Susanne Raab, sieht die Vorsitzenden-Konferenz ihre eigene Einschätzung der Unrechtmäßigkeit der Besetzung auf Basis der geltenden Gesetzeslage durch die zahlreichen Medienberichte und Kommentare von Medienwissenschaftler:innen voll inhaltlich bestätigt.
Die Vorsitzenden-Konferenz sieht sich aufgrund der rechtlichen und gesetzlich verankerten Stellung der von ihnen vertretenen Volksgruppen jedenfalls als „repräsentative Gruppe bzw. Organisation“ im Sinne der für die Besetzung des ORF-Publikumsrates relevanten Paragrafen des ORF-Gesetzes (§ 28 Abs. 4 ORF-G u.a.) und hat auch in den letzten Jahrzehnten die vorgesehenen Vorschläge an die jeweils zuständigen ministeriellen Stellen übermittelt. Auch für die neue Wirkungsperiode des Publikumsrates hat die interne Abstimmung innerhalb der Organisation bereits stattgefunden. Read the rest of this entry »
Ukraine-Krieg: Gemeinsame Stellungnahme des Bundes-Roma-Verbands, des Roma-Centers/RAN, Romani Phen und weiterer Roma-Organisationen in Deutschland
Nicht alle Roma verlassen die Ukraine und nicht alle werden Opfer diskriminierender Behandlungen. Doch die Berichte über Diskriminierung von Romnja* an den Grenzen nehmen zu. Sie werden nicht in Autos mitgenommen, Busunternehmen weisen sie ab. In den Ankunftsorten werden sie aus unerfindlichen Gründen von den „weißen“ Ukrainer:innen separiert. Auch in den Ankunftsorten in Deutschland gibt es Schwierigkeiten.
Es braucht große Räume
Überwiegend Frauen und Kinder sind auf der Flucht, mit Jugendlichen und manchmal pflegebedürftigen Angehörigen. Sie mussten sich von ihren Männern im „wehrfähigen Alter“ trennen und wollen sich nicht weiter aufteilen. Neben den Kriegstraumata, die sie erlitten, berichten sie von massiven Diskriminierungen und Beleidigungen entlang der Fluchtrouten Richtung Westen. Ukrainische Roma sind Nachkommen von Überlebenden und Opfern der Verfolgung und Vernichtung während des Nationalsozialismus. Wir möchten, dass gerade Deutschland jetzt Mittel bereitstellt und Schutz bietet.
Viele Romnja sprechen Romanes, Ukrainisch oder Russisch, jedoch nicht die Sprachen der Länder, in die sie fliehen. Manche können nicht lesen, und wenn, dann beherrschen sie nur kyrillische Schriftzeichen. Die ganze Situation ist extrem verunsichernd und bedrohlich. Angehörige einer Familie und Freund:innen, die sich gegenseitig unterstützen, wollen sich in dieser Situation nicht trennen und gern zusammen bleiben, auch zusammen unterkommen. Deshalb braucht es grozügige Unterbringungsmöglichkeiten, wo Menschen gemeinsam untergebracht werden können.
Rassismus trifft Roma auch jetzt
Zur leider auch schon vor dem Krieg existierenden strukturellen Diskriminierung gehört, dass viele Roma in der Ukraine undokumentiert sind und keine Pässe haben. Read the rest of this entry »
Erster Sinti-Kulturtag in Wien
Genipe/Lesung | Koncerto/Konzert | CD-akeri presentacija/CD-Präsentation
Betschiste ando 11 becirk ando VinziBett o erschti Sintijengero kulturakero di tel likerdo ulo. But dschene le akaripeske le farajnistar Newo Ziro use mulatintschago ale. O kesdipe le Sintijengero kultarakero dijestar sina o genipe la Roxanna-Lorraine Wittatar, savi pe donde beschartscha le rasismusiha le Sintijendar taj Romendar. I Natalie Weinrich ando bersch 2019 o kulturakero farajn „Newo Ziro“ – andi nimtschki tschib „Neue Zeit“ kertscha, kaj upre o armangiptscha, savenge o Sinti taj Sintizi aktujeli pumen iste terdscharen , upre te sikal. Pasche la socijalakeri butjaha, projektenca taj mulatintschagenca i tschib, kultura le Sintijendar ter likerdi te ol. Ham te pedar oda ari i Sintijengeri kultura buteder ando pradipe ledschim te ol. Meg mindig i flogoskeri grupn tschule aunprindscharipeha, tel dikipeha taj rasismusiha pe donde iste bescharel.
Natalie Weinrich hat 2019 den Kulturverein „Newo Ziro“ – auf Deutsch „Neue Zeit“ – gegründet, um auf Herausforderungen, denen sich Sinti und Sintizze aktuell stellen müssen, aufmerksam zu machen. Darüber hinaus soll aber auch die Sintikultur wieder mehr in die Öffentlichkeit gerückt werden. Read the rest of this entry »
Ein interessantes, sehr persönliches Interview mit dem bayrischen Sinti-Aktivisten und Diplom-Sozialpädagogen Alexander Diepold von der Münchner Beratungsstelle Madhouse. Die Tonalität in den Fragen ist mitunter befremdlich – die Reaktion des Interviewten dafür umso souveräner. Aus der Programmankündigung des BR:
Er ist Leiter der Münchner Beratungsstelle für Sinti und Roma. Dabei weiß Alexander Diepold laprojekt, dem Münchner Madhouse, das sich um schwer erziehbare Jugendliche kümmert und das er – selbst ein Heimkind – vor 35 Jahren gegründet hat. Moderation: Norbert Joa.
Deutsche Bundesregierung beruft erstmals Antiziganismus-Beauftragten: Mehmet Daimagüler übernimmt neues Amt im Bundesfamilienministerium
Der Rechtsanwalt Dr. Mehmet Daimagüler wird der erste Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Sintizze sowie Roma und Romnja in Deutschland. Das hat das Bundeskabinett in seiner Sitzung am 9. März beschlossen. Der Beauftragte ist im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angesiedelt und wird die Maßnahmen der Bundesregierung gegen Antiziganismus koordinieren.
Bundesfamilienministerin Anne Spiegel:
„Sinti*ze und Rom*nja kämpfen in Deutschland mit Jahrhunderte alten, tiefsitzenden Vorurteilen in weiten Teilen der Mehrheitsgesellschaft und zunehmender Anfeindung und sehen sich einer wachsenden Radikalisierung in der rechtsextremen Szene ausgesetzt. Mit der Berufung eines Antiziganismus-Beauftragten setzt die Bundesregierung heute ein klares Signal, dass wir der Diskriminierung, Ausgrenzung und Anfeindung von Sinti*ze und Rom*nja nicht tatenlos zusehen. Für das Amt konnten wir mit Mehmet Daimagüler einen engagierten Anwalt für die Betroffenen von Menschenfeindlichkeit, Hass und Gewalt gewinnen. Er wird sich mit aller Kraft für die Belange der Sinti*ze und Rom*nja in unserem Land einsetzen und für die Rechte der Opfer von Antiziganismus eintreten.“
Zu seiner Ernennung erklärt Mehmet Daimagüler:
„Die Bekämpfung des Antiziganismus muss ressortübergreifend und auf allen Ebenen angegangen werden, im Bund wie in den Ländern. Da viele Maßnahmen in der Zuständigkeit der Länder liegen, werde ich mich für die Einrichtung einer ständigen Bund-Länder-Kommission einsetzen. Die Herausforderungen sind nur gemeinsam mit den Communities der Sinti und Roma zu bewältigen. Den Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus verstehe ich als eine wichtige Ressource für meine Arbeit. Besonders am Herzen liegt mir die Einrichtung einer Kommission zur Aufarbeitung des Unrechts nach 1945. Read the rest of this entry »
Am 5. und 6. Februar 1982 schlossen sich in Darmstadt neun Vereinigungen der deutschen Sinti und Roma zum Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zusammen. An der Gründungsversammlung nahmen über 70 Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet teil. Damit begann eine neue Phase der Bürgerrechtsarbeit, die mit der Anerkennung des NS-Völkermords und der Anerkennung als nationale Minderheit die bis heute entscheidenden Grundlagen für die gleichberechtigte Teilhabe bildet. Von Beginn an stand die Auseinandersetzung mit Antiziganismus im Zentrum der Bürgerrechtsarbeit.
In diesem Jahr begeht der Zentralrat das 40. Jubiläum seiner Gründung auf ganz unterschiedlichen Kanälen. Neben einer eigens kreierten Jubiläumsbriefmarke wird es eine Social-Media-Kampagne geben, mit der der Zentralrat vom 6.2. bis zum Roma Day am 8.4. auf Twitter , Instagram und Facebook auf die Erfolge der vergangenen 40 Jahre und auf die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft der Bürgerrechtsarbeit blicken wird. Read the rest of this entry »
O flogoskero grupnakero bajrot ada bersch nevo völim ol, o anglebeschaschi le bajrotistar Emmerich Gärtner-Horvath ando schtudijoskero vakeripe, o use phenipeskero lil uso flogoskero grupnakero kher telal pisim ulo, o Christian Klippl ando sikavipe, o gondolipe upro schtar opfertscha le atentatostar Erbatar taj i premijera la tikna operatar „Rromano Kidipe“ taj „Papuszas Tränen“ hi o tematscha.
I Katharina Graf-Janoska andar o farajn Roma-Service Erbate, duach i sendung vodinel.
O flogoskero grupnakero bajrot le Romendar nevo völim ol — Kerdo ulo o farajn Roma-Service 2003 le Emmerich Gärtner-Horvathistar, ov te o anglebeschaschi le flogoskere grupnakere bajrotistar le Romendar hi. Sajt 1995 del ada bajrot, savo o interesi la flogoskera grupnatar ando pradipe fatretinel. Sake 4 berscha o bajrot nevo völim ol, ada bersch hi oda papal – taj vaschoda amen upri historija le bajrotistar pal dikas.
Schtudijoskero vakeripe le Emmerich Gärtner-Horvathiha — O Emmerich Gärtner-Horvath, anglebeschaschi le flogoskere grupnakere bajrotistar le Romendar, ando schtudijoskero vakeripe pedar o lek barikaneder jeriniptscha, o funkcijontscha taj o cukunftakere plantscha le bajrotistar phukal.
Flogoskero grupnakero kher Erbate — Ando maschkaripe le jeneristar o use phenipeskero lil uso flogoskero grupnakero kher le thaneskere scherostar Hans Peter Doskozil taj le fatreterendar le organisacijendar le burgenlanditike-horvackendar, le burgenlanditike-Romendar taj le burgenlanditike-ungrikendar, telal pisim ulo.
Christian Klippl ando sikavipe — 2016, palo mulipe le Rudolf Sarközistar, o Christian Klippl i funkcijona le scherostar le kulturakere farajnistar le austritike Romendar ande lija. Read the rest of this entry »
Das vom Dokumentations- und Kulturzentrum gemeinsam mit dem Zentralrat herausgegebene Magazin „Newess“ erscheint im jährlichen Rhythmus. Der Newess 2021 (was auf Romanes „Neuigkeiten“ bedeutet) informiert in der Form eines Jahresrückblicks über die Arbeitsschwerpunkte beider Institutionen.
Der Schwerpunkt des Newess 2021 liegt auf dem Thema „Polizei und Antiziganismus“ . Wir haben den tragischen Tod von Stanislav Tomáš im tschechischen Teplice im Sommer 2021 zum Anlass genommen, um in unserem Themenschwerpunkt einen genaueren Blick auf Gewalt durch die Polizei zu werfen, der Angehörige der Minderheit immer wieder ausgesetzt sind.
Jahrhundertprojekt zu 100 Jahre Burgenland: Land und Volksgruppen stellen Weichen für „Haus der Volksgruppen“ in Oberwart. Landeshauptmann Doskozil, burgenländische Volksgruppenvertreter und Bürgermeister Georg Rosner unterzeichneten „Letter of Intent“
Ein Meilenstein in der Volksgruppenpolitik des Burgenlandes wurde am Freitag mit der gemeinsamen Unterzeichnung eines Letter of Intent besiegelt: Das Land Burgenland wird gemeinsam mit Vertretern aller Volksgruppenorganisationen ein „Haus der Volksgruppen“ im früheren Städtischen Internat von Oberwart errichten. Damit soll der Beitrag der Volksgruppen zur Identität, Geschichte und Gegenwart des Burgenlands gewürdigt und ein neues Kapitel in der Volksgruppenpolitik aufgeschlagen werden, betonte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. „Wir realisieren gemeinsam ein Jahrhundert-Projekt zum 100-jährigen Jubiläum des Burgenlands. Im Jubiläumsjahr haben wir das Miteinander in das Zentrum unserer Feierlichkeiten gestellt. Gleichzeitig haben wir in konstruktiven Gesprächen dieses wichtige Vorhaben vorbereitet, das jetzt in die Umsetzung gehen kann. Das ‚Haus der Volksgruppen‘ wird ein einzigartiger Ort der kulturellen Vielfalt und Begegnung sein.“
Neben der Ausrichtung von Veranstaltungen und Festen innerhalb und mit den Volksgruppen soll im neuen Zentrum verstärkt auf intensive Jugendarbeit und Integration gesetzt werden. „Dieses Haus wird einerseits koordinierende Stelle innerhalb der Volksgruppen sein, andererseits ist es nach außen ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und des Miteinanders. Daher wird es auch öffentlich zugänglich sein und Platz für Information, Schulungen, Workshops und Feste bieten“, so der Landeshauptmann.
Das Haus der Volksgruppen wird den Burgenländisch-Ungarischen Kulturverein, den Kroatischen Kulturverein im Burgenland, das Roma-Service, das hkdc – Kroatisches Kultur- und Dokumentationszentrum sowie die VHS der Roma und die VHS der Ungarn beheimaten. Durch die gemeinsame Örtlichkeit wird die Entstehung neuer Projekte erleichtert. Read the rest of this entry »
Ande Malmö jek nevi Romengeri-biblijoteka kerdi ol. Ando foro akor mindschart duj Romengere-biblijotektscha pasche terdschona. Taj te jek Romengeri-tschavengeri biblijoteka, savi sajt pantsch berscha ande Bukarest del, pro kesdipe andi Schvedija lija.
Schvedija jek pradimi Romengeri-biblijoteka uschtidel. I nevi biblijoteka ojs integrali falato la foroskera biblijotekatar andar Malmö, o triti bareder foro le thanestar, kerdi ol. Imar ando arto terno dschend i biblijoteka pradi te ol. „Ada jek vusko cajtakero plan hi“, phenel o foroskero biblijotekari Torbjörn Nilsson, mind pharo ovla, Romengeri-literatura te lakel. Kaj ada schofim te ol, iste amen dur pedar i thaneskeri granica ari dschas taj avre biblijotekenca taj Romenca ande but gava khetan iste butschalinas.“
Andi biblijoteka publikaciji ande mindenfelitike Romengere-dijalekti, pisimi literatura Romendar taj kenvi pedar i Romengeri-kultura dela. I literatura ando telvakeripe fatreterenca le Romengere-khetanipestar khetan terdschardi ol. Adaj o organisatortscha butvar le gaveskere Romengere-birovtschagoha (Romskt informations- och kunskapscenter, RIKC) khetan butschalinen, savo – sar i foroskeri biblijoteka – uso foroskero kulturakero favojtinipe use tschito hi.
Favurclim taj fanecim
Barikano vert upre fochiskere butschaschtscha paschlardo ol: „Barikano hi, i tschib taj o mindenfelitike dijalekti te prindscharel. O butschaschtscha iste dschene on, save i Romengeri-kultura prindscharen vaj save ande late favurclim hi. On iste le Romenca fanecim on“, phenel o Torbjörn Nilsson.
„Me patijardo som, hot amen o pradipe la erschti Romengera-biblijotekatar le thanestar planinas“, phenel i kulturakeri foroskeri rotkija andar Malmö, Frida Trollmyr. „Ada jek jekoschno koja hi, le tschatschiptschenge le Romendar te pomoschinel taj use jek feder dschanipe pedar i kultura taj i historija le Romendar use te ledschel.“
Hot vasch i erschti Romengeri-biblijoteka andi Schvedija pe handlinel, tschak eknaj tschatscho hi. Ande buteder fori imar schpecijeli biblijotekakere falati Romengera-literaturake del. Taj ande Malmö jeke Romengere-khetanipe, o Romska Kulturcentret (RKC), jek ajgeni, eknaj phuri falatoskeri biblijoteka hi. Read the rest of this entry »
In Malmö entsteht eine neue Roma-Bibliothek. In der Stadt werden dann gleich zwei Roma-Büchereien nebeneinander bestehen. Und auch eine Roma-Kinderbibliothek, die seit fünf Jahren in Bukarest existiert, nahm ihren Anfang in Schweden.
Schweden bekommt eine öffentliche Roma-Bibliothek. Die neue Einrichtung entsteht als integraler Bestandteil der Stadtbibliothek von Malmö, der drittgrößten Stadt des Landes. Schon im kommenden Herbst soll die Bibliothek eröffnet werden. „Das ist ein enger Zeitplan“, sagt Stadtbibliothekar Torbjörn Nilsson, „denn es wird schwierig sein, Roma-Literatur zu finden. Um dies zu erreichen, müssen wir weit über die Landesgrenzen hinausgehen und mit anderen Bibliotheken und der Roma-Bevölkerung an vielen Orten zusammenarbeiten.“
Die Bücherei wird Publikationen in verschiedenen Roma-Dialekten, von Roma verfasste Literatur und Bücher über Roma-Kultur enthalten. Die Literatur wird in Absprache mit Vertretern der Roma-Gemeinschaft zusammengestellt. Dabei arbeiten die Organisatoren insbesondere mit dem örtlichen Roma-Büro (Romskt informations- och kunskapscenter, RIKC) zusammen, das – wie die Stadtbibliothek – der städtischen Kulturverwaltung angegliedert ist.
Verwurzelt und vernetzt
Besonderen Wert lege man auf fachkundige Mitarbeiter: „Es ist wichtig, die Sprache und die verschiedenen Dialekte zu kennen. Das Personal muss auch aus Personen bestehen, die die Roma-Kultur kennen oder in ihr verwurzelt sind. Sie müssen mit der Roma-Bevölkerung vernetzt sein“, erklärt Torbjörn Nilsson.
„Ich bin stolz darauf, dass wir die Eröffnung der ersten Roma-Bibliothek des Landes planen“, sagt Malmös Kulturstadträtin Frida Trollmyr. „Das ist eine einzigartige Gelegenheit, die Rechte der Roma zu fördern und zu einem besseren Wissen über Kultur und Geschichte der Roma beizutragen.“
Dass es sich um „Schwedens erste Roma-Bibliothek“ handle, stimmt allerdings nur bedingt. In mehreren Städten existieren bereits spezielle Bibliotheksabteilungen für Roma-Literatur. Und in Malmö selbst unterhält ein Roma-Verband, das Romska Kulturcentret (RKC), eine eigene, etwas veraltete Bestandsbibliothek. Read the rest of this entry »
Schon 1946 kam es mit dem „Komitee Deutscher Zigeuner München“ in Deutschland zu einem frühen Versuch einer Sinti-und-Roma-Organisation.
Zentralrat begrüßt Beginn der Aufarbeitung der Nachkriegsgeschichte des Bayerischen Landeskriminalamts durch die Behörde
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, hat auf der Pressekonferenz des Bayerischen Landeskriminalamts in München die historische Arbeit von Kriminalhauptkommissarin Eveline Diener kritisch beleuchtet, die dort der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte und personellen Kontinuitäten der beim BLKA angesiedelten „Landfahrerstelle“ bis zu deren Auflösung im Jahr 1965. Rose fordert weiterführende Untersuchungen der Kontinuität auch über 1965 hinaus durch unabhängige Historiker.
Romani Rose lobte auf der Pressekonferenz, an der neben der Autorin auch der Präsident des Bayerischen LKA Harald Pickert teilnahm, die Forschungsarbeit von Eveline Diener und das BLKA dafür, dass es sich nun diesem Teil seiner Geschichte stellt:
Eveline Diener hat in ihrer Arbeit eine Vielzahl an Quellen, die der Forschung bisher in weiten Teilen unzugänglich waren, erschlossen, durchgearbeitet und analysiert. Sie kann damit den bisher äußerst lückenhaften Kenntnisstand zur frühen Bayerischen ‚Landfahrerstelle‘ enorm erweitern und empirisch unterfüttern. Beispielsweise war 1963 mit 11.092 Familienakten mit ca. 55.000 erfassten Personen bei der ‚Landfahrerstelle‘ ein enormer Datenbestand angelegt. Das BLKA hat mit dieser nun vorgelegten Forschungsarbeit die Forderung des Zentralrats an die Polizeibehörden der Länder umgesetzt und begonnen, ihre Geschichte in den Gründungsjahren der Bundesrepublik Deutschland aufzuarbeiten. Da mit der Auflösung der „Landfahrerstelle“ im Jahr 1965 die rassistische Sondererfassung von Sinti und Roma auch nicht im BLKA geendet hat, kann die heute vorgestellte Arbeit nur ein Anfang sein. Aus unserer Sicht muss es nun auch eine weiterführende Untersuchung der Kontinuität nach 1965 durch unabhängige Historiker folgen.
Kultur am Rande der Stadt. Das Innsbrucker Waldhüttl als res publica. Vortrag von Jussuf Windischer
Am 26. April 2019 fand in der Kulturscheune im Waldhüttl bei Innsbruck die erste von insgesamt drei Veranstaltungen statt mit dem Titel „Begegnungen – Kultur am Rande der Stadt“. An drei Tagen im April, Mai und Juni erwartet den Besucher dabei eine Verbindung von Literatur und Musik, Performance und Diskussion. Den Auftakt machte am 26. April das Konzert „Stojka meets Bach“: eine Kombination aus Musik des Harri Stojka Hot Trio und den Cellosuiten von J. S. Bach, gespielt von den Studierenden des Tiroler Landeskonservatoriums Isabella Haas & Pan Cheng.
Und als inhaltlicher Input zum Waldhüttl und seinen Bewohnern gab es einen Vortrag von Jussuf Windischer, der vor mittlerweile fast sieben Jahren das Waldhüttl mitbegründet und zusammen mit den späteren Bewohnern aufgebaut hat. Ein guter Anlass, um die Geschichte des Waldhüttls als „Herberge für die Seele“ und seiner Kulturscheune als „res publica“ den Besuchern der Veranstaltung näherzubringen.
Der gemeinnützige Verein wurde 1991 gegründet und engagiert sich für einen Kulturtransfer zwischen Minderheiten und Mehrheiten in Österreich, sie versteht sich als Plattform, Netzwerk und Vermittlung. Was versteht man in diesem Kontext unter Minderheiten? Wie können minoritäre Allianzen unterstützt werden?
Der Geschäftsführer der Initiative Minderheiten Tirol, Michael Haupt, ist zu Gast im Studio. Im Gespräch blickt er zurück, aber auch auf aktuelle Projekte, wie die Ausstellung „Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“, die noch bis 16. Dezember in Innsbruck zu sehen ist.
Der Beitrag von Livi Sojer wurde im Rahmen von KulturTon/Radio Freirad (Innsbruck) am 1.11.2021 ausgestrahlt.
Kher, Romafuturismo, ROLIK: Drei Literatur-Initiativen für Roma
Auch der Kulturbetrieb hat seine blinden Flecken. Minderheiten haben es schwer, sich auf dem literarischen Parkett zu behaupten. In Tschechien und der Slowakei versucht man das zu ändern – indem man eigene Strukturen schafft.
Kher (Prag)
Eine Schlüsselrolle bei der Institutionalisierung von Roma-Literatur in Tschechien spielt der Buchverlag „Kher“ (Romani: „Haus“, „Zuhause“). Der Prager Verlag, hervorgegangen aus einer Online-Plattform, widmet sich der Förderung und Verbreitung von literarischen Arbeiten aus der Minderheit. Initiiert wurde das Verlagsprojekt 2012 von akademischen Schülern der 2005 verstorbenen Grande Dame der Romani Studies in Tschechien, Milena Hübschmannová: „Für viele Roma-Autoren war sie wie eine Mutter, eine Unterstützerin“, so Verlagsgründer Lukáš Houdek: „Als sie verstarb, verschwand mit ihr für viele Autoren auch die treibende Kraft. Und deshalb haben wir beschlossen, etwas zu unternehmen. Wir sahen, dass die Autoren schreiben wollen, publizieren wollen, aber keine Möglichkeiten hatten.“
„Kher“ fördert daher ältere wie neuere literarische Stimmen aus Tschechien und der Slowakei, vorzugsweise auf Romani, aber auch in mehrsprachigen Editionen. „Zur Zeit gibt es in der Tschechischen Republik, grob geschätzt, vierzig Autorinnen und Autoren, die der Roma-Minderheit angehören; ungefähr die Hälfte von ihnen ist derzeit tatsächlich aktiv“, erzählt die Verlegerin Karolína Ryvolová. Ergänzt wird das Verlagsprogramm durch Übersetzungen. Der Verlag, der anfangs auf E-Books setzte, hat sich inzwischen zu einem Printverlag gewandelt. Dabei greift man auch auf Crowdfunding zurück – etwa bei der Anthologie „O mulo!“ mit Erzählungen über Totengeister.
Romafuturismo (Chánov)
Eröffnet wurde die „Romafuturismo-Bibliothek“ Anfang 2018 in Anbindung an die Kunstinitiative „tranzit“ in Prag mit einem zwölfstündigen Lesemarathon aus dem Werk der Roma-Autorin Elena Lacková. Der Fokus der „Bibliothek für Roma-Literatur“, deren Sammlung rasch auf mehrere Hundert Titel angewachsen ist, liegt auf dem literarischen Schaffen europäischer Roma-Autoren. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 18.11.2021 | 10.28 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Siklipeskero pomoschago farajn Roma-Service
Die seit 1990 angebotene Lernbetreuung in Oberwart versucht durch täglichen Förderunterricht, Intensivbetreuung sowie durch Hilfestellung bei Hausaufgaben junge SchülerInnen und Jugendliche zu fördern. Der Verein Roma-Service ermöglicht vielen Roma-SchülerInnen und Jugendlichen eine Chance auf eine gute Ausbildung. Das Lernprogramm unterteilt sich in verschiedene Kategorien: Lernen mit allen Sinnen, Lernen mit neuen digitalen Medien, Außerschulischer Roman-Unterricht und Jugend-Projekte, wie die musikalische Früherziehung.
Sajt deschuenja taj enjavar deschto bersch o paloplaneskero siklipeskero pomoschago ando foro Erba del. Ande dujeseri taj deschuenjato bersch o farajn Roma-Service Erbate o paloplaneskero siklipeskero pomoschago le Romane tschavenge prik lija. Jek le meschterkijendar i Susanna Gärtner-Horvath mindig ando kontakto le pedagogkijenca taj pedagogenca, dajenca taj dadenca terdschol, kaj pedar o siklipeskere plantscha taj o pomoschagoskere koji le jekoschne tschavendar schaj vakerdo ol. O tschave ande duj klastscha upre ulade hi, kaj i dujti meschterkija Jasmin Koger o pomoschagoskero siklipe tel likerel. Siklipe le compjuteriha sar skuli, taj aver koji upro paleplaneskero programo terdschol. Read the rest of this entry »
Kher, Romafuturismo, ROLIK: Trin literaturakere-inicijativtscha le Romenge
Te la kultura lakere kore flatschki hi. Tschuliptschenge pharo hi, pe upro literarischi than duach te bescharel. Andi Tschechija taj andi Slovakija probalinen ada te irnel – kaj ajgeni strukturtscha schofinen.
Kher (Prag)
Jek barikano than uso institucijonalisirinipe la Romengera-literaturatar andi Tschechija o kenvakero falog „Kher“ ande lel. O falog andar Prag, ari alo andar jek online-seletoskeri forma, le pomoschagoske taj le bulharipeske literarischi butjendar andar o tschulipe, vidminel pe. Kerdo ulo o falogiskero projekto 2012 akademischi ischkolaschendar la bara ranijatar la romanijalogijatar andi Tschechija, Milena Hübschmannová, savi 2005 muli: „But Romengere pisimaschenge sina oj sar jek daj, jek pomoschagoschkija“, phenel o falogiskero keraschi Lukáš Houdek: „Kada oj muli, leha te but pisimaschenge i aun tradipeskeri sor bejg sina. Taj vaschoda phentscham, hot valaso iste keras. Amen diklam, hot o pisimaschtscha te pisinel kamnahi, te publicirinel kamnahi, ham len nisaj schajiptscha sina.“
„Kher“ vaschoda phureder taj te neveder literarischi hangijenge andar i Tschechija taj andar i Slovakija pomoschinel, butvar ande Romani, ham te ande but tschibtschakere edicijontscha. „Akan andi republika Tschechija, valami schtarvardesch pisimaschkiji taj pisimaschtscha del, save uso Romengero-tschulipe kerinen; valami epasch lendar tschatschikan aktivi hi“, phukal i Karolína Ryvolová, andar o falog. Read the rest of this entry »