Einrichtungen

Roma-Wissen: Theaterfestival Roma Heroes

Mai 27th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Frauenrechte, dROMa (Magazin)

Del DumaViermal hatte das „Internationale Theaterfestival Roma Heroes“ bis­lang statt­finden können. Im Mai ging das Theater­treffen in Budapest nun in die nächste Runde. Trä­gerin ist die Initia­tive „Indepen­dent Theater Hungary“ unter der Leitung von Rodrigó Balogh, der, selbst pro­fes­sio­nel­ler Schau­spieler am ungarischen Kammer­theater, den rassisti­schen Klischees im Theater 2007 mit einem eige­nen Roma-The­ater be­gegnen wollte. 2017 mündete diese Arbeit in die Gründung eines jähr­lichen Festivals, das – bis dahin weltweit einzig­artig – Roma-Theater­grup­pen aus ver­schiede­nen Ländern zusammen­führt. Zu sehen waren seither etwa Auf­führungen des feministi­schen Roma-Theaters „Giuvlipen“ und des Kultur­zentrums „ArtHub“ aus Bukarest, der Gruppe „Ara Art“ aus Prag oder des Wiener Vereins „Romano Svato“. Be­son­deres Augen­merk gilt der Talent­förderung und Jugend-Work­shops. Alle Auf­führungen werden auf­gezeichnet, um sie zu doku­mentieren und zu­gänglich zu machen. Hinzu kommen zwei ver­öffent­lichte Stück­sammlungen und eine Wander­ausstellung.

Dschijakana schtarvar o „internacijonali teateris­kero festivalo Roma Heroes“ schaj kerdo ulo. Ando maj dschal o teate­riskero tala­linipe ande Budapest, akan andi arti rik. Ledschasch­kija hi i inici­jativa „Indepen­dent Theater Hungary“ telal o schero Rodrigó Balogh, savo pro­fesijoneli schau­schpileri upro ungriko kameris­kero teateri hi, taj savo le klasischi klische­jenge ando teateri 2007 jeke ajgeni Romen­gere-te­ateriha te talalinel kamlahi. 2017 kise­tintscha aja buti ando keripe jeke sako bersches­kere festi­valostar, savo – upro cilo them jekoschno hi – pro­dukci­jontscha Romen­gere-te­ateris­kere grupendar andar minden­felitike vilagi khetan anel. Te dikel sina dschi­jakana o falati le feministi­schi Romenge­re-tea­teristar „Giuvlipen“ taj le kultu­rakere centrumistar „ArtHub“ andar Bukarest, la grupnatar „Ara Art“ andar Prag vaj le betschitike faraj­nistar „Romano Svato“. Read the rest of this entry »

30 berscha Romano Centro

Mai 23rd, 2022  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 23.5.2022 | 8:42 min

30 Jahre Romano Centro

O Romano Centro – farajn le Romenge ando bersch de­schuenja enjavar desch taj jek, jek le erschti Roma or­gani­sa­ci­jendar andi Austrija kerdo ulo taj ande pe bescha­rel min­den­felitike sika­di­peskere- taj kultu­rakere pro­jektenge taj gejng i dis­krimi­nacija, kaj o dschivipe le Romen­dar feder te ol. Ada bersch kamla o Ro­mano Centro tu­menca pumaro tranda berschen­gero terdschi­vipe te mu­latinel.

Romano Centro – Verein für Roma wurde 1991 als einer der ers­ten Roma-Vereine Ös­ter­reichs ge­gründet und setzt sich seit­dem durch ver­schie­dene Bildungs- und Kultur­projekte für die Ver­bes­serung der Lebens­bedin­gun­gen von Rom*nja und gegen Dis­kriminie­rung ein. Dieses Jahr will Romano Centro mit Euch sein 30-jäh­riges Be­stehen nach­feiern.

(Text und Beitrag: TV Erba/Roma-Service)

ORF-Publikumsrat: Wer vertritt wen?

Mai 20th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Medien & Presse, Politik

ORF-Zentrum Küniglberg (Foto: Thomas Ledl/Wikimedia CC)„Angriff auf die Vielfalt“ – Ge­mein­same Stel­lung­nahme der öster­rei­chi­schen Volks­­gruppen zur Be­setzung des ORF-Pub­li­kums­rats: Vorgehen von Medien­mi­nis­te­rin Raab „be­fremd­lich und un­ver­ständlich“. Volks­gruppen prüfen juris­ti­sche An­fechtung.

Es liegt an den für die Besetzung verantwortli­chen Per­sonen, schnellst­möglich die Be­denken aus vielen Be­reichen der Gesell­schaft zu be­seitigen und für einen gesetzes­konformen Zustand zu sorgen. Ent­spre­chend den Ent­sendun­gen der letz­ten Jahre und dem bis dato ge­leb­ten Rotations­prinzips wäre aus unse­rer Sicht ein Ver­treter der Roma in den Publikums­rat zu ent­senden ge­wesen.

Karl Hanzl, langjähriges Pub­li­kums­rats­mit­glied und Vor­sitzen­der des tsche­chi­schen Beirates

Stellungnahme der „Ständigen Konferenz der Vorsitzenden der Bei­räte der autoch­tho­nen Volks­grup­pen Öster­reichs“, 20.5.2022:

Die Anfang Mai erfolgte Besetzung des ORF-Publikumsrates hat in den von der „Ständigen Konferenz der Vor­sitzenden der Beiräte der autoch­thonen Volks­gruppen Österreichs“ (in Folge kurz: Vor­sitzen­den-Kon­ferenz) ver­tretenen Vereinen und Gruppen für Erstaunen und Entsetzen gesorgt. Ab­gesehen vom kom­mentar­losen Abgehen von der über Jahre und Jahr­zehnte gelebten und an­erkannten Praxis des Vorschlags- und Be­setzungs­vorganges durch das zu­ständige Ministerium und Medien­ministerin Susanne Raab, sieht die Vorsitzen­den-Kon­ferenz ihre eigene Ein­schätzung der Unrecht­mäßigkeit der Besetzung auf Basis der geltenden Gesetzes­lage durch die zahl­reichen Medien­berichte und Kom­mentare von Medien­wissen­schaft­ler:innen voll inhalt­lich bestätigt.

Die Vorsitzenden-Konferenz sieht sich aufgrund der rechtlichen und gesetzlich ver­ankerten Stellung der von ihnen vertrete­nen Volks­gruppen jeden­falls als „repräsen­tative Gruppe bzw. Organi­sation“ im Sinne der für die Besetzung des ORF-Pub­likums­rates rele­vanten Paragrafen des ORF-Gesetzes (§ 28 Abs. 4 ORF-G u.a.) und hat auch in den letzten Jahrzehnten die vor­gese­henen Vorschläge an die jeweils zu­ständigen ministe­riellen Stellen über­mittelt. Auch für die neue Wirkungs­periode des Publikums­rates hat die interne Abstimmung inner­halb der Or­ganisation bereits statt­gefunden. Read the rest of this entry »

Bewegungsfreiheit und Schutz für Roma

März 31st, 2022  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Ukrainische Roma am Mannheimer Bahnhof (Foto: Bahnhofshelfer Mannheim/Facebook)Ukraine-Krieg: Gemein­same Stellung­nahme des Bun­des-Ro­ma-Ver­bands, des Roma-Cen­ters/RAN, Romani Phen und wei­te­rer Roma-Or­ga­ni­sa­tio­nen in Deutschland

Nicht alle Roma verlassen die Ukraine und nicht alle werden Opfer diskrimi­nie­render Behandlun­gen. Doch die Berichte über Dis­krimi­nie­rung von Romnja* an den Grenzen nehmen zu. Sie werden nicht in Autos mit­genom­men, Bus­unter­nehmen weisen sie ab. In den An­kunfts­­orten werden sie aus un­erfind­lichen Gründen von den „weißen“ Uk­rai­ner:innen separiert. Auch in den An­­kunfts­orten in Deutsch­land gibt es Schwie­rig­keiten.

Es braucht große Räume
Überwiegend Frauen und Kinder sind auf der Flucht, mit Jugend­lichen und man­chmal pflege­bedürfti­gen Angehö­rigen. Sie mussten sich von ihren Männern im „wehr­fähigen Alter“ trennen und wollen sich nicht weiter aufteilen. Neben den Kriegs­traumata, die sie erlitten, berichten sie von massiven Dis­kriminie­rungen und Beleidi­gungen entlang der Flucht­routen Richtung Westen. Ukrai­nische Roma sind Nach­kommen von Über­lebenden und Opfern der Verfolgung und Ver­nichtung wäh­rend des National­sozialismus. Wir möchten, dass gerade Deutsch­land jetzt Mittel bereit­stellt und Schutz bietet.

Viele Romnja sprechen Romanes, Ukrainisch oder Russisch, jedoch nicht die Sprachen der Länder, in die sie fliehen. Manche können nicht lesen, und wenn, dann beherr­schen sie nur kyrillische Schrift­zeichen. Die ganze Situa­tion ist extrem ver­un­sichernd und be­drohlich. Angehörige einer Familie und Freund:innen, die sich gegen­seitig unter­stützen, wollen sich in dieser Situation nicht trennen und gern zusam­men bleiben, auch zusam­men unter­kommen. Deshalb braucht es gro­zügige Unter­bringungs­möglich­keiten, wo Men­schen gemein­sam unter­gebracht werden können.

Rassismus trifft Roma auch jetzt
Zur leider auch schon vor dem Krieg existie­renden strukturellen Dis­kriminie­rung gehört, dass viele Roma in der Ukraine undoku­men­tiert sind und keine Pässe haben. Read the rest of this entry »

Erschti Sintijengero kulturakero di

März 29th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 28.3.2022 | 8.40 min

Erster Sinti-Kulturtag in Wien
Genipe/Lesung | Koncerto/Konzert | CD-akeri presentacija/CD-Präsentation

Betschiste ando 11 becirk ando VinziBett o erschti Sintijen­gero kultura­kero di tel likerdo ulo. But dschene le akari­peske le fa­rajnistar Newo Ziro use mula­tin­tschago ale. O kesdipe le Sinti­jengero kulta­rakero dijestar sina o ge­nipe la Roxanna-Lorraine Wittatar, savi pe donde be­schar­tscha le rasis­musiha le Sinti­jendar taj Romen­dar. I Natalie Weinrich ando bersch 2019 o kultu­rakero farajn „Newo Ziro“ – andi nimtschki tschib „Neue Zeit“ kertscha, kaj upre o arman­gip­tscha, savenge o Sinti taj Sintizi ak­tujeli pumen iste ter­dscharen , upre te sikal. Pasche la socija­lakeri butjaha, pro­jektenca taj mula­tin­tscha­genca i tschib, kultura le Sinti­jendar ter likerdi te ol. Ham te pedar oda ari i Sinti­jengeri kultura bute­der ando pradipe ledschim te ol. Meg mindig i flogos­keri grupn tschule aun­prindscha­ri­peha, tel diki­peha taj rasis­musiha pe donde iste bescharel.

Natalie Weinrich hat 2019 den Kulturverein „Newo Ziro“ – auf Deutsch „Neue Zeit“ – ge­grün­det, um auf Heraus­for­derun­gen, denen sich Sinti und Sintizze ak­tuell stellen müssen, auf­merk­sam zu ma­chen. Darüber hinaus soll aber auch die Sinti­kultur wieder mehr in die Öffentlichkeit gerückt wer­den. Read the rest of this entry »

Bayern 2: Alexander Diepold im Gespräch

März 21st, 2022  |  Published in Einrichtungen, Interview, Radio, Podcast & TV

Alexander Diepold (Foto: privat/via Bayern2)Gründer von Madhouse: Alexander Diepold, Leiter Münch­ner Be­ra­tungs­stel­le für Sin­ti und Ro­ma im Ge­spräch

Bayern 2, 15.3.2022, 41.37 min
→Anhören/Download (mp3)

Ein interessantes, sehr persönliches Interview mit dem bayri­schen Sinti-Akti­vis­ten und Diplom-So­zial­pä­da­go­gen Alexander Diepold von der Münchner Be­ratungs­stelle Madhouse. Die Tonalität in den Fragen ist mit­unter be­fremd­lich – die Re­aktion des Inter­view­ten dafür umso sou­ve­räner. Aus der Programm­ankün­di­gung des BR:

Er ist Leiter der Münchner Beratungsstelle für Sinti und Roma. Dabei weiß Alexander Diepold la­projekt, dem Münchner Madhouse, das sich um schwer er­zieh­bare Jugend­liche küm­mert und das er – selbst ein Heimkind – vor 35 Jahren ge­grün­det hat. Moderation: Norbert Joa.

Deutscher Antiziganismus-Beauftragter ernannt

März 11th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Politik

Der neue Antiziganismus-Beauftragte Mehmet Daimagüler (Foto: Land NRW / M. Hermenau)Deutsche Bundesregierung beruft erst­mals Anti­ziga­nis­mus-Be­auf­trag­ten: Mehmet Daimagüler über­nimmt neues Amt im Bun­des­familien­mi­nis­te­rium

Der Rechtsanwalt Dr. Mehmet Daimagüler wird der erste Beauf­tragte der Bundes­regie­rung gegen Anti­ziganis­mus und für das Leben der Sinti und Sin­tizze sowie Roma und Romnja in Deutschland. Das hat das Bundes­kabinett in seiner Sitzung am 9. März be­schlos­sen. Der Be­auftragte ist im Bundes­ministe­rium für Familie, Senio­ren, Frauen und Jugend an­gesiedelt und wird die Maß­nahmen der Bundes­regie­rung gegen Antiziganismus ko­ordi­nieren.

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel:
„Sinti*ze und Rom*nja kämpfen in Deutschland mit Jahrhunderte alten, tiefsitzenden Vorurteilen in weiten Teilen der Mehr­heits­gesell­schaft und zu­nehmen­der An­feindung und sehen sich einer wach­senden Radika­li­sierung in der rechts­extremen Szene aus­gesetzt. Mit der Berufung eines Anti­ziganis­mus-Be­auf­trag­ten setzt die Bundes­regierung heute ein klares Signal, dass wir der Dis­kriminie­rung, Aus­gren­zung und An­feindung von Sinti*ze und Rom*nja nicht taten­los zusehen. Für das Amt konnten wir mit Mehmet Daima­güler einen enga­gierten Anwalt für die Be­trof­fenen von Men­schen­feind­lich­keit, Hass und Gewalt ge­winnen. Er wird sich mit aller Kraft für die Belange der Sinti*ze und Rom*nja in unserem Land einsetzen und für die Rechte der Opfer von Ant­iziganis­mus ein­treten.“

Zu seiner Ernennung erklärt Mehmet Daimagüler:
„Die Bekämpfung des Antiziganismus muss ressortübergreifend und auf allen Ebenen an­gegan­gen werden, im Bund wie in den Ländern. Da viele Maß­nahmen in der Zu­ständig­keit der Länder liegen, werde ich mich für die Ein­richtung einer ständigen Bund-Länder-Kom­mission ein­setzen. Die Heraus­for­derun­gen sind nur gemein­sam mit den Commu­nities der Sinti und Roma zu bewäl­tigen. Den Bericht der Un­abhän­gigen Kommission Anti­ziganismus verstehe ich als eine wich­tige Ressource für meine Arbeit. Beson­ders am Herzen liegt mir die Ein­richtung einer Kommission zur Aufarbeitung des Unrechts nach 1945. Read the rest of this entry »

40 Jahre Zentralrat in Deutschland

Februar 15th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek

Am 17. März 1982 empfing der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt eine Delegation des Zentralrats unter Leitung des Vorsitzenden Romani Rose und erkannte den Völkermord an den Sinti und Roma aus Gründen der sogenannten "Rasse" an (Foto: © Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)Am 5. und 6. Februar 1982 schlossen sich in Darmstadt neun Ver­eini­gun­gen der deutschen Sinti und Roma zum Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zu­sam­men. An der Gründungs­ver­samm­lung nahmen über 70 Dele­gierte aus dem gesam­ten Bundes­gebiet teil. Damit be­gann eine neue Phase der Bürgerrechts­arbeit, die mit der An­erken­nung des NS-Völkermords und der An­er­ken­nung als natio­nale Minder­heit die bis heute ent­scheiden­den Grund­lagen für die gleich­berech­tigte Teilhabe bildet. Von Beginn an stand die Aus­einan­der­setzung mit Anti­ziganismus im Zentrum der Bür­­ger­rechts­arbeit.

In diesem Jahr begeht der Zentralrat das 40. Jubiläum seiner Gründung auf ganz unter­schied­lichen Kanälen. Neben einer eigens kre­ierten Jubiläums­brief­marke wird es eine Social-Me­dia-Kam­pagne geben, mit der der Zentralrat vom 6.2. bis zum Roma Day am 8.4. auf Twitter , Instagram und Facebook auf die Erfolge der ver­gange­nen 40 Jahre und auf die Heraus­forderun­gen von Gegen­wart und Zukunft der Bürgerrechts­arbeit blicken wird. Read the rest of this entry »

Televisakero magacin „Romano Dikipe“

Februar 13th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Interview, Radio, Podcast & TV

Romano Dikipe: Emmerich Gärtner-Horvath taj Katharina Graf-Janoska (kipo: ORF)O flogoskero grupnakero bajrot ada bersch nevo völim ol, o angle­be­schaschi le baj­rotistar Emmerich Gärtner-Horvath ando schtu­dijos­kero vakeripe, o use pheni­pes­kero lil uso flogos­kero grupna­kero kher telal pisim ulo, o Christian Klippl ando sika­vipe, o gondo­lipe upro schtar opfertscha le aten­ta­tostar Erbatar taj i pre­mijera la tikna operatar „Rromano Kidipe“ taj „Papuszas Tränen“ hi o te­matscha.

13ti feberi 2022, 13:05 orenge
ORF 2 Burgenland | Live ORF TVthek

I Katharina Graf-Janoska andar o farajn Roma-Service Erbate, duach i sendung vodinel.

O flogoskero grupnakero bajrot le Romen­dar nevo vö­lim ol — Kerdo ulo o farajn Roma-Service 2003 le Em­me­rich Gärtner-Hor­vathistar, ov te o angle­bescha­schi le flogos­kere grup­nakere bajro­tistar le Romen­dar hi. Sajt 1995 del ada bajrot, savo o interesi la flogos­kera grupnatar ando pra­dipe fatre­tinel. Sake 4 berscha o bajrot nevo völim ol, ada bersch hi oda papal – taj vaschoda amen upri histo­rija le baj­rotistar pal dikas.

Schtudijoskero vakeripe le Emme­rich Gärt­ner-Hor­vathiha — O Emmerich Gärt­ner-Hor­vath, angle­bescha­schi le flogos­kere grupnakere bajro­tistar le Romendar, ando schtu­dijos­kero vakeripe pedar o lek barika­neder jeri­niptscha, o funkci­jontscha taj o cukunf­takere plantscha le bajro­tistar phukal.

Flogoskero grupnakero kher Erbate — Ando maschkaripe le jeneristar o use phenipes­kero lil uso flogos­kero grupna­kero kher le thanes­kere scherostar Hans Peter Doskozil taj le fatrete­rendar le organi­sa­cijen­dar le bur­gen­landi­tike-hor­vacken­dar, le burgen­landiti­ke-Romen­dar taj le burgen­landiti­ke-ungri­kendar, telal pisim ulo.

Christian Klippl ando sikavipe — 2016, palo mulipe le Rudolf Sarközistar, o Christian Klippl i funkci­jona le sche­rostar le kultura­kere faraj­nistar le austriti­ke Romendar ande lija. Read the rest of this entry »

Deutschland: „Newess 2021“ erschienen

Februar 3rd, 2022  |  Published in Einrichtungen, Medien & Presse

Newess 2021Das vom Dokumentations- und Kulturzentrum ge­mein­sam mit dem Zentral­rat heraus­ge­ge­be­ne Ma­gazin „Newess“ er­scheint im jähr­lichen Rhyth­mus. Der Newess 2021 (was auf Romanes „Neuig­keiten“ be­deutet) infor­miert in der Form eines Jahres­rück­blicks über die Arbeits­schwer­punkte bei­der Insti­tu­tio­nen.

Der Schwerpunkt des Newess 2021 liegt auf dem Thema „Polizei und Anti­ziganismus“ . Wir haben den tra­gischen Tod von Stanislav Tomáš im tsche­chi­schen Teplice im Som­mer 2021 zum Anlass ge­nommen, um in unserem Themen­schwer­punkt einen genau­er­en Blick auf Gewalt durch die Polizei zu wer­fen, der An­ge­hörige der Minder­heit immer wieder aus­ge­setzt sind.

→Download des Newess 2021 (PDF)

(Text: Dokumentationszentrum)

Burgenland bekommt „Haus der Volksgruppen“

Januar 23rd, 2022  |  Published in Einrichtungen, Politik

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gemeinsam mit VertreterInnen aller burgenländischen Volksgruppenorganisationen, der Stadtgemeinde Oberwart und der Landesimmobilien Burgenland (LIB) vor dem früheren Städtischen Internat, dem zukünftigen „Haus der Volksgruppen“ (Foto: Bgld. Landesmedienservice)Jahrhundertprojekt zu 100 Jahre Burgen­land: Land und Volks­grup­pen stel­len Wei­chen für „Haus der Volks­grup­pen“ in Oberwart. Lan­des­haupt­mann Dos­kozil, bur­gen­län­di­sche Volks­grup­pen­ver­treter und Bür­ger­meis­ter Georg Rosner un­ter­zeich­ne­ten „Letter of Intent“

Ein Meilenstein in der Volksgruppen­politik des Burgen­landes wurde am Freitag mit der gemein­samen Unter­zeich­nung eines Letter of Intent be­siegelt: Das Land Burgen­land wird gemein­sam mit Vertretern aller Volks­gruppen­organi­satio­nen ein „Haus der Volks­gruppen“ im früheren Städti­schen Internat von Oberwart errichten. Damit soll der Beitrag der Volks­gruppen zur Identität, Ge­schichte und Gegen­wart des Burgen­lands ge­würdigt und ein neues Kapitel in der Volks­gruppen­politik auf­ge­schlagen werden, betonte Landes­haupt­mann Hans Peter Doskozil. „Wir reali­sieren gemeinsam ein Jahr­hun­dert-Pro­jekt zum 100-jäh­rigen Jubiläum des Burgenlands. Im Jubiläums­jahr haben wir das Mit­einander in das Zentrum unserer Feier­lich­keiten gestellt. Gleich­zeitig haben wir in konstruk­tiven Ge­sprächen dieses wichtige Vor­haben vor­bereitet, das jetzt in die Um­setzung gehen kann. Das ‚Haus der Volksgruppen‘ wird ein einzig­artiger Ort der kulturel­len Vielfalt und Begeg­nung sein.“

Neben der Ausrichtung von Veranstaltungen und Festen inner­halb und mit den Volks­gruppen soll im neuen Zentrum ver­stärkt auf inten­sive Jugend­arbeit und Integration ge­setzt werden. „Dieses Haus wird einer­seits koordinie­rende Stelle inner­halb der Volks­gruppen sein, anderer­seits ist es nach außen ein sicht­bares Zeichen der Wert­schätzung und des Mit­einanders. Daher wird es auch öffent­lich zu­gänglich sein und Platz für Infor­mation, Schulungen, Works­hops und Feste bieten“, so der Landes­haupt­mann.

Das Haus der Volksgruppen wird den Burgenlän­disch-Un­garischen Kultur­verein, den Kroatischen Kultur­verein im Burgen­land, das Roma-Service, das hkdc – Kroatisches Kultur- und Doku­mentations­zentrum sowie die VHS der Roma und die VHS der Ungarn be­heimaten. Durch die gemein­same Örtlich­keit wird die Ent­stehung neuer Projekte er­leichtert. Read the rest of this entry »

Aktivi schveditike

Dezember 30th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani, dROMa (Magazin)

Roma-Bibliotheken in Malmö und Bukarest (Foto: Pixabay)Romengere-biblijotektscha ande Malmö taj Bukarest


Ande Malmö jek nevi Romen­geri-bibli­jo­teka kerdi ol. Ando foro akor mindschart duj Ro­men­gere-bib­li­jotek­tscha pasche terdscho­na. Taj te jek Ro­men­geri-tscha­ven­ge­ri bibli­joteka, savi sajt pantsch berscha an­de Bukarest del, pro kes­dipe an­di Schvedija lija.

Schvedija jek pradimi Romengeri-biblijoteka uschtidel. I nevi biblijoteka ojs integrali falato la foros­kera bibli­jo­tekatar andar Malmö, o triti bareder foro le tha­nestar, kerdi ol. Imar ando arto terno dschend i bibli­joteka pradi te ol. „Ada jek vusko cajta­kero plan hi“, phenel o foros­kero bibli­jotekari Torbjörn Nilsson, mind pharo ovla, Romen­geri-lite­ra­tura te lakel. Kaj ada schofim te ol, iste amen dur pedar i tha­nes­keri granica ari dschas taj avre bibli­jo­te­kenca taj Romen­ca ande but gava khetan iste butscha­linas.“

Andi biblijoteka publikaciji ande mindenfelitike Romengere-dijalekti, pisimi litera­tura Ro­mendar taj kenvi pedar i Ro­men­geri-kultura dela. I literatura ando telva­keripe fatrete­renca le Romen­gere-khe­ta­nipestar khetan terdschar­di ol. Adaj o orga­ni­sa­tortscha butvar le gaves­kere Romen­gere-bi­rov­tscha­goha (Romskt informa­tions- och kuns­kaps­center, RIKC) khetan butscha­linen, savo – sar i foros­keri bibli­joteka – uso foros­kero kultu­rakero favojti­nipe use tschito hi.

Favurclim taj fanecim
Barikano vert upre fochis­kere butschasch­tscha pasch­lardo ol: „Barika­no hi, i tschib taj o minden­felitike dija­lekti te prindscha­rel. O butschasch­tscha iste dschene on, save i Romen­geri-kul­tura prindscha­ren vaj save ande late fa­vurclim hi. On iste le Romen­ca fanecim on“, phe­nel o Torbjörn Nilsson.

„Me patijardo som, hot amen o pradipe la erschti Romen­gera-bib­li­jote­katar le thanestar pla­ninas“, phenel i kultu­rakeri foros­keri rotkija andar Malmö, Frida Trollmyr. „Ada jek jekoschno koja hi, le tscha­tschip­tschenge le Ro­mendar te pomo­schinel taj use jek feder dscha­nipe pedar i kultura taj i historija le Romen­dar use te ledschel.“

Hot vasch i erschti Romengeri-biblijoteka andi Schvedija pe hand­linel, tschak eknaj tschatscho hi. Ande bute­der fori imar schpe­cijeli bibli­joteka­kere falati Romenge­ra-lite­ra­turake del. Taj ande Malmö jeke Romen­ge­re-khe­tanipe, o Romska Kultur­centret (RKC), jek ajgeni, eknaj phuri falatos­keri bibli­joteka hi. Read the rest of this entry »

Rührige Schweden

Dezember 28th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani, dROMa (Magazin)

Roma-Bibliotheken in Malmö und Bukarest (Foto: Pixabay)Roma-Bibliotheken in Malmö und Bukarest


In Malmö entsteht eine neue Roma-Bi­b­lio­thek. In der Stadt wer­den dann gleich zwei Ro­ma-Bü­che­rei­en ne­ben­einan­der be­ste­hen. Und auch eine Ro­ma-Kin­der­bib­lio­thek, die seit fünf Jah­ren in Bu­ka­rest exis­tiert, nahm ihren An­fang in Schwe­den.

Schweden bekommt eine öffentliche Roma-Bibliothek. Die neue Ein­richtung ent­steht als integra­ler Bestand­teil der Stadt­biblio­thek von Malmö, der dritt­größ­ten Stadt des Landes. Schon im kom­men­den Herbst soll die Bibliothek er­öffnet werden. „Das ist ein en­ger Zeitplan“, sagt Stadt­biblio­the­kar Torbjörn Nilsson, „denn es wird schwie­rig sein, Roma-Literatur zu finden. Um dies zu er­reichen, müs­sen wir weit über die Landes­grenzen hinaus­gehen und mit ande­ren Biblio­theken und der Roma-Be­völke­rung an vielen Orten zu­sam­men­arbeiten.“

Die Bücherei wird Publikationen in verschiedenen Roma-Dialekten, von Roma ver­fass­te Literatur und Bücher über Roma-Kultur ent­halten. Die Litera­tur wird in Ab­sprache mit Ver­tretern der Roma-Ge­mein­schaft zu­sammen­gestellt. Dabei ar­beiten die Organi­satoren ins­beson­dere mit dem ört­lichen Roma-Büro (Romskt infor­ma­tions- och kunskaps­center, RIKC) zu­sam­men, das – wie die Stadt­bibliothek – der städti­schen Kultur­verwaltung an­ge­gliedert ist.

Verwurzelt und vernetzt
Besonderen Wert lege man auf fachkundige Mitarbeiter: „Es ist wichtig, die Sprache und die ver­schiedenen Dialekte zu kennen. Das Personal muss auch aus Per­sonen bestehen, die die Roma-Kultur ken­nen oder in ihr ver­wurzelt sind. Sie müs­sen mit der Roma-Be­völ­kerung ver­netzt sein“, er­klärt Torbjörn Nilsson.

„Ich bin stolz darauf, dass wir die Eröffnung der ersten Roma-Bib­lio­thek des Landes planen“, sagt Malmös Kultur­stadt­rätin Frida Trollmyr. „Das ist eine einzig­artige Ge­legen­heit, die Rechte der Roma zu fördern und zu einem bes­seren Wissen über Kultur und Ge­schichte der Roma bei­zu­tragen.“

Dass es sich um „Schwedens erste Roma-Bibliothek“ handle, stimmt aller­dings nur bedingt. In meh­reren Städten exis­tieren bereits spe­zielle Biblio­theks­abtei­lun­gen für Roma-Li­te­ratur. Und in Malmö selbst unter­hält ein Roma-Ver­band, das Romska Kulturcentret (RKC), eine eigene, etwas ver­altete Be­stands­bibliothek. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (406)

Dezember 18th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Schon 1946 kam es mit dem „Ko­mitee Deut­scher Zi­geu­ner Mün­chen“ in Deutsch­land zu einem frü­hen Ver­such einer Sin­­ti-und-Ro­ma-Or­­ga­­ni­­sa­­tion.

(Quelle/pdf)

Bayern: Polizei erforschte „Landfahrerstelle“

Dezember 15th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Präsentation der Forschungsarbeit von Eveline Diener in München (Foto: Bayerisches Landeskriminalamt)Zentralrat begrüßt Beginn der Auf­ar­bei­tung der Nach­kriegs­ge­schich­te des Bayeri­schen Lan­des­kri­mi­nal­amts durch die Be­hörde

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, hat auf der Presse­kon­ferenz des Bayeri­schen Landes­kriminal­amts in München die histo­rische Arbeit von Kriminal­haupt­kom­mis­sarin Eveline Diener kritisch be­leuch­tet, die dort der Öffent­lich­keit vor­gestellt wurde. Die Arbeit be­schäftigt sich mit der Geschichte und perso­nellen Kon­ti­nui­tä­ten der beim BLKA an­ge­siedel­ten „Landfahrerstelle“ bis zu deren Auf­lösung im Jahr 1965. Rose for­dert weiter­füh­rende Unter­suchun­gen der Kontinuität auch über 1965 hinaus durch un­ab­hän­gi­ge Historiker.

Romani Rose lobte auf der Pressekonferenz, an der neben der Autorin auch der Prä­si­dent des Bayeri­schen LKA Harald Pickert teil­nahm, die Forschungs­arbeit von Eveline Diener und das BLKA dafür, dass es sich nun diesem Teil seiner Ge­schich­te stellt:

Eveline Diener hat in ihrer Arbeit eine Vielzahl an Quellen, die der For­schung bisher in weiten Teilen un­zu­gäng­lich waren, er­schlossen, durch­gearbeitet und analy­siert. Sie kann damit den bisher äu­ßerst lücken­haften Kenntnis­stand zur frühen Bayeri­schen ‚Landfahrer­stelle‘ enorm er­weitern und em­pirisch unter­füttern. Bei­spiels­weise war 1963 mit 11.092 Fa­milien­akten mit ca. 55.000 er­fass­ten Per­so­nen bei der ‚Landfahrerstelle‘ ein enor­mer Daten­bestand an­ge­legt. Das BLKA hat mit dieser nun vor­ge­legten For­schungs­arbeit die Forde­rung des Zentralrats an die Polizei­behörden der Länder um­gesetzt und be­gonnen, ihre Geschichte in den Grün­dungs­jahren der Bundes­republik Deutschland auf­zu­arbeiten. Da mit der Auf­lösung der „Land­fahrer­stelle“ im Jahr 1965 die rassisti­sche Sonder­erfassung von Sinti und Roma auch nicht im BLKA ge­endet hat, kann die heute vor­gestellte Arbeit nur ein Anfang sein. Aus un­serer Sicht muss es nun auch eine weiter­führende Unter­suchung der Kon­tinui­tät nach 1965 durch un­ab­hän­gige Historiker folgen.

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Waldhüttl: Der Mensch im Mittelpunkt (2019)

Dezember 7th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV

Aus dem Radio-Archiv (Mai 2019):

Kultur am Rande der Stadt. Das Inns­brucker Wald­hüttl als res publica. Vor­trag von Jussuf Windischer

Am 26. April 2019 fand in der Kulturscheune im Waldhüttl bei Innsbruck die erste von ins­gesamt drei Ver­an­stal­tun­gen statt mit dem Titel „Be­geg­nun­gen – Kultur am Rande der Stadt“. An drei Tagen im April, Mai und Juni er­wartet den Besucher dabei eine Ver­bindung von Literatur und Musik, Per­for­mance und Dis­kussion. Den Auf­takt machte am 26. April das Konzert „Stojka meets Bach“: eine Kom­bina­tion aus Musik des Harri Stojka Hot Trio und den Cello­suiten von J. S. Bach, ge­spielt von den Stu­dieren­den des Tiroler Landes­konser­vato­ri­ums Isabella Haas & Pan Cheng.

Und als inhaltlicher Input zum Waldhüttl und seinen Bewoh­nern gab es einen Vortrag von Jussuf Windischer, der vor mittler­weile fast sieben Jahren das Waldhüttl mit­begründet und zu­sammen mit den spä­teren Be­wohnern auf­gebaut hat. Ein guter Anlass, um die Ge­schich­te des Waldhüttls als „Herberge für die Seele“ und seiner Kultur­scheune als „res publica“ den Be­suchern der Ver­anstal­tung näher­z­ubringen.

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Radio Freirad: 30 Jahre Initiative Minderheiten

Dezember 1st, 2021  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Der gemeinnützige Verein wurde 1991 gegrün­det und enga­giert sich für einen Kultur­transfer zwi­schen Minder­heiten und Mehr­heiten in Österreich, sie ver­steht sich als Platt­form, Netzwerk und Ver­mitt­lung. Was ver­steht man in die­sem Kontext unter Minder­heiten? Wie können mino­ritäre Allianzen un­ter­stützt werden?

Der Geschäftsführer der Initiative Minderheiten Tirol, Michael Haupt, ist zu Gast im Studio. Im Ge­spräch blickt er zurück, aber auch auf aktu­elle Pro­jekte, wie die Aus­stellung „Was wir fordern! Minder­heiten­­bewe­gun­gen in Öster­reich“, die noch bis 16. De­zem­ber in Inns­bruck zu sehen ist.

Der Beitrag von Livi Sojer wurde im Rahmen von Kul­turTon/Ra­dio Freirad (Innsbruck) am 1.11.2021 aus­ge­strahlt.

(Sendung: Radio Freirad)

Siehe auch:
„Was wir fordern!“ – Ausstellung in Innsbruck, 22.9.2021

Sprungbrett in den Mainstream

November 22nd, 2021  |  Published in Einrichtungen, Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Kher, Romafuturismo, ROLIK: Drei Literatur-Initiativen für Roma

BÜCHERTAUFE: Präsentation von "O Mulo!" (Foto: Kher)Auch der Kulturbetrieb hat seine blinden Flecken. Min­der­hei­ten haben es schwer, sich auf dem lite­ra­ri­schen Par­kett zu be­haup­ten. In Tsche­chi­en und der Slo­wakei ver­sucht man das zu än­dern – in­dem man eige­ne Struk­tu­ren schafft.

Kher (Prag)
Eine Schlüsselrolle bei der Institutionalisierung von Roma-Literatur in Tschechien spielt der Buch­verlag „Kher“ (Romani: „Haus“, „Zu­hause“). Der Prager Verlag, hervor­ge­gan­gen aus einer On­line-Platt­form, widmet sich der För­derung und Ver­breitung von literari­schen Arbeiten aus der Minder­heit. Initiiert wurde das Verlags­pro­jekt 2012 von aka­demi­schen Schülern der 2005 ver­stor­benen Grande Dame der Romani Studies in Tsche­chi­en, Milena Hübschmannová: „Für viele Roma-Au­toren war sie wie eine Mutter, eine Unter­stützerin“, so Verlags­gründer Lukáš Houdek: „Als sie ver­starb, ver­schwand mit ihr für viele Autoren auch die trei­bende Kraft. Und des­halb haben wir beschlos­sen, etwas zu unter­nehmen. Wir sahen, dass die Autoren schreiben wol­len, pub­lizieren wol­len, aber keine Mög­lich­keiten hatten.“

„Kher“ fördert daher ältere wie neuere literarische Stim­men aus Tschechien und der Slowakei, vor­zugs­weise auf Romani, aber auch in mehr­sprachi­gen Editionen. „Zur Zeit gibt es in der Tsche­chi­schen Repub­lik, grob ge­schätzt, vierzig Autorin­nen und Autoren, die der Roma-Min­derheit an­gehören; ungefähr die Hälfte von ihnen ist derzeit tat­säch­lich aktiv“, er­zählt die Ver­legerin Karolína Ryvolová. Ergänzt wird das Verlags­programm durch Über­setzungen. Der Verlag, der an­fangs auf E-Books setzte, hat sich in­zwischen zu einem Print­verlag ge­wandelt. Dabei greift man auch auf Crowd­funding zurück – etwa bei der Antho­logie „O mulo!“ mit Er­zählungen über Toten­geister.

Romafuturismo (Chánov)
Eröffnet wurde die „Romafuturismo-Bibliothek“ An­fang 2018 in An­bindung an die Kunst­initia­tive „tranzit“ in Prag mit einem zwölf­stündigen Lese­marathon aus dem Werk der Roma-Au­torin Elena Lacková. Der Fokus der „Bibliothek für Roma-Literatur“, deren Samm­lung rasch auf mehrere Hun­dert Titel an­ge­wachsen ist, liegt auf dem litera­rischen Schaffen euro­päischer Roma-Au­toren. Read the rest of this entry »

Lernbetreuung des Vereins Roma-Service

November 19th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 18.11.2021 | 10.28 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Siklipeskero pomoschago farajn Roma-Service

Die seit 1990 angebotene Lernbetreuung in Oberwart ver­sucht durch täg­li­chen Förder­unterricht, Intensiv­betreu­ung sowie durch Hilfe­stellung bei Haus­aufgaben junge Schü­lerIn­nen und Jugend­liche zu fördern. Der Verein Roma-Ser­vice er­mög­licht vielen Roma-Schü­lerIn­nen und Jugend­lichen eine Chance auf eine gute Aus­bildung. Das Lern­programm unter­teilt sich in ver­schiedene Kate­gorien: Lernen mit allen Sinnen, Lernen mit neuen digitalen Medien, Außer­schuli­scher Roman-Un­ter­richt und Jugend-Pro­jekte, wie die musi­ka­lische Früh­erziehung.

Sajt deschuenja taj enjavar deschto bersch o palopla­nes­kero sikli­peskero pomo­schago ando foro Erba del. Ande dujeseri taj deschuen­jato bersch o farajn Roma-Ser­vice Erbate o palopla­nes­kero sikli­peskero pomo­schago le Romane tscha­venge prik lija. Jek le mesch­ter­ki­jendar i Susanna Gärtner-Horvath mindig ando kon­takto le peda­gogki­jenca taj peda­gogenca, dajenca taj daden­ca terdschol, kaj pedar o sikli­peskere plantscha taj o pomo­scha­gos­kere koji le jekoschne tscha­vendar schaj vakerdo ol. O tschave ande duj klastscha upre ulade hi, kaj i dujti mesch­terkija Jasmin Koger o pomo­scha­gos­kero siklipe tel likerel. Siklipe le compju­teriha sar skuli, taj aver koji upro pa­lepla­nes­kero programo terdschol. Read the rest of this entry »

Schajipe andi populariteta

November 18th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Kher, Romafuturismo, ROLIK: Trin literaturakere-inicijativtscha le Romenge

Büchertaufe: Präsentation von "O Mulo!" (Foto: Kher)Te la kultura lakere kore flatschki hi. Tschu­lip­tschen­ge pharo hi, pe upro lite­ra­ri­schi than duach te be­scha­rel. Andi Tsche­chi­ja taj andi Slo­va­ki­ja pro­ba­li­nen ada te ir­nel – kaj ajgeni struk­tur­tscha scho­finen.

Kher (Prag)
Jek barikano than uso institu­ci­jo­nali­siri­nipe la Ro­men­gera-lite­ra­turatar andi Tsche­chija o ken­va­kero falog „Kher“ ande lel. O falog an­dar Prag, ari alo an­dar jek on­li­ne-sele­tos­keri forma, le pomo­scha­goske taj le bul­hari­peske litera­rischi but­jendar andar o tschu­lipe, vid­minel pe. Kerdo ulo o falogis­kero pro­jekto 2012 aka­demischi isch­kola­schendar la bara rani­jatar la roma­ni­ja­lo­gijatar andi Tsche­chi­ja, Milena Hübschmannová, savi 2005 muli: „But Romen­gere pisima­schenge sina oj sar jek daj, jek pomo­scha­gosch­kija“, phenel o falo­giskero keraschi Lukáš Houdek: „Kada oj muli, leha te but pisima­schenge i aun tradi­peskeri sor bejg sina. Taj vascho­da phentscham, hot valaso iste keras. Amen diklam, hot o pisi­masch­tscha te pisinel kam­nahi, te publi­cirinel kamnahi, ham len nisaj schajip­tscha sina.“

„Kher“ vaschoda phureder taj te neve­der literari­schi hangi­jenge andar i Tschechija taj andar i Slovakija po­mo­schinel, butvar ande Romani, ham te ande but tschib­tscha­kere edici­jontscha. „Akan andi repub­lika Tschechija, valami schtar­var­desch pisi­maschkiji taj pisi­masch­tscha del, save uso Romen­gero-tschu­lipe kerinen; valami epasch lendar tscha­tschi­kan aktivi hi“, phu­kal i Karolína Ryvolová, andar o falog. Read the rest of this entry »