Facts & Figures (542)
Dezember 30th, 2024 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
(Quelle)
Dezember 30th, 2024 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
(Quelle)
Dezember 28th, 2024 | Published in Einrichtungen, Medien & Presse, dROMa (Magazin)
JUBILÄUM 2024
I maschina bajder pe micinel | Die Maschine surrt weiter
Jek falato palo kija falato, o tikno farajn Roma-Service pedar o berscha, use jek multimedijakeri maschina la flogoskera grupnake pe irintscha. Eloschno angle pe micinel – le farajniskere ardiptschenca, ham te butvar tschak ojs partneri ando palutno terdschojipe.
O farajn ande leskere bisch berscha, jek bulho medijali dipe andar i phuv asdija, savo dur pedar o Burgenland virkinel: o dschumimo magacin dROMa, o online formato dROMa-Blog taj o videjoskero phukajipe andar dROMa TV vaj Tschibtscha/TV Erba. Use al, o Romani-tschavengero papruschengero nevipe Mri nevi MiniMulti, savo andi koperacijona la flogoskera utscha ischkolaha le burgenlanditike horvackendar kerdi ol, i Romani-tschavengeri biblina, savi ojs feschtimo kerdo hefltinakero redo ari alo, o duj bulhe prik dschivdengere-edicijontscha (Mri taj Amari Historija) taj te jek thajipeskeri- taj jek dschilajipeskeri kenva. Taj use, sako di meg prikbeschariptscha taj mejdiniptscha le radijoskere magaciniske Romani Ora taj la flogoskera grupnakera riktschake taj le Romengere sendungtschenge le ORFistar, pedar amaro stolo dschan. O vodschi la naschta produkcijonatar ham usar o kesdipe, o duj tschibtschakero papruschengero nevipe dROMa sina, savo akan bisch berscha hi. Sajt 2004, o magacin vodinaschi la flogoskera grupnatar taj la farajniskera butjatar hi, o cile pharipeskere punktscha taj o barikane aunpaschlojiptscha, ande leskere ardiptscha papal sikan pumen. Upreklerinipe taj dokumentacijona, sikadipeskeri- taj socijali buti, historischi gondo taj palgondolipe, butvar ham o keripe, i tschib Roman (Burgenland-Romani) anglo armeripe upre te likerel – andi publikacijonakeri buti le farajnistar Roma-Service, upro riktscha le papruschengere nevipestar dROMa, ada sa khetan naschel.
Stück für Stück hat sich der kleine Verein Roma-Service über die Jahre zu einer Multimediamaschine für die Volksgruppe gewandelt. Gut geölt surrt sie vor sich hin – mit den vereinseigenen Veröffentlichungen, aber oft auch leise als Partner im Hintergrund.
Der Verein hat in den zwanzig Jahren seines Bestehens ein breites mediales Angebot aus dem Boden gestampft, das weit über das Burgenland hinaus wirkt: das Printmagazin dROMa, das Onlineformat dROMa-Blog und die Videoberichterstattung von dROMa TV bzw. Tschibtscha/TV Erba. Dazu kommen die Romani-Kinderzeitschrift Mri nevi MiniMulti, die in Kooperation mit der Volkshochschule der Burgenländischen Kroaten entsteht, die Romani-Kinderbibel, die als bunt illustrierte Heftreihe erschien, zwei umfangreiche Zeitzeugen-Editionen (Mri und Amari Historija) sowie ein Koch- und ein Liederbuch. Und obendrein wandern tagein, tagaus auch noch Übersetzungen und Meldungen für das Radiomagazin Romani Ora und die Volksgruppenseite und Romasendungen des ORF über unseren Schreibtisch. Read the rest of this entry »
Dezember 27th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 23.12.2024 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ gibt es eine Menge an Musik zu hören, die auf den Heiligen Abend einstimmt. Die Sendung wird moderiert von Adi Gussak.
In der „Romani Ora“ vom 24. Dezember, moderiert von Adi Gussak, erwartet Sie als Tagesthema ein Beitrag über den Weihnachtszirkus ,,Circus Vegas“ in Oberwart. Außerdem Musik, passend zur Weihnachtsstimmung.
In dieser Freitagsausgabe der „Romani Ora“ haben wir den Veranstaltungskalender mit den besten Ausgehtipps für Sie vorbereitet. Und in der Jugendrubrik „Young, wild and free – le ternenge“ wird das Thema Pyrotechnik behandelt.
Dezember 23rd, 2024 | Published in Interview, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
SPRACHE | TSCHIB
Jek nevi Romani-alavengeri kenva rodel palo kesdiptscha
Duj tschibtschakere forschertscha jek barikani buti kerde: jek etimologischi alavengeri kenva le Romanijistar. Pantsch berscha paloda terdschol akan anglo kisetinipe. Amen le Miša Osloniha (polnitiki akademija le visenschoftendar) taj le Kirila Kožanoviha (universiteta Potsdam) vakertscham.
dROMa: So o aundefinipe uso projekto dija?
O gondo andar jek schutscho koja alo: Amenge hatek asaj alavengeri kenva pekal. Dschi uso bersch 2019 imar poar Romani-dijalektscha schtudirintscham, taj amaro interesi upre aja igen schukar tschib use jek punkto alo, kaj amen palo kesdiptscha taj o entviklinipe adale dijalektschendar te rodel kamahahi. Kekej but upri etimologija le Romanijistar butschalinde (Pott, Miklosich, Turner, Boretzky, tschak poar te akarel), na dija jek kisetimo butschalinipe. Hatek amen akor phentscham, hot jek etimologischi alavengeri kenva keras. Erschtivar, amen o amenge prindscharde „phure“ (a. b. indischi, persischi, armenischi, taj te grecijakere taj sudslavitike) alava khetan kedijam taj kesdintscham, jek bulhi historija sakonestar te pisinel. Amen odotar ar dschas, hot odola alava le cile Romenge dschi use lengero hintinipe usar o Balkan ando 15to schelberschengero, prindscharde sina.
Kitschi alava hi?
Ande amari alavengeri kenva valami 1.200 „ficki“ del, a. b. jek vurclina mindenfelitike odotar tel vodime alavenca, kaj ando kisetinipe poar eseri alava analisirim hi. O cile, valami 50 dijalektschendar kiposim on. Afka tschak na dikes, katar o alav al, hatek tu akor te dikes kaj lo and beschardo ol. Pedar ari, sakona historijake sakone alavestar ande leskere mindenfelitike schtadiji palal dschas, kaj jek angleterdschojipe odolestar te uschtides, sar o phure dschene le Romendar ando mindenfelitike cajtscha, vakernahi. Butvar tschak i historija jeka tschibtschatar i historija le manuschendar, save la vakeren, schaj sikal. Ada but alavenge terdschol, save o igen „phure Roma“ andar o tschibtscha getschen line, savenca on upre lengeri dugi roas andar i Indija andi Grecija ando kontakto ale. Read the rest of this entry »
Dezember 22nd, 2024 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Dezember 21st, 2024 | Published in Interview, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
SPRACHE | TSCHIB
Ein neues Romani-Wörterbuch sucht nach den Ursprüngen
Auf eigene Faust machten sich zwei Sprachforscher an eine Herkulesarbeit: ein etymologisches Wörterbuch des Romani. Fünf Jahre später steht es vor dem Abschluss. Wir haben mit Michail Oslon (Polnische Akademie der Wissenschaften) und Kirill Kožanov (Universität Potsdam) gesprochen.
dROMa: Was gab den Anstoß zum Projekt?
Die Idee entstand auf recht prosaische Weise: Wir benötigten einfach ein solches Wörterbuch. Bis zum Jahr 2019 hatten wir bereits einige Romani-Dialekte studiert, und unser Interesse an dieser wunderschönen Sprache hatte einen Punkt erreicht, an dem wir den Ursprung und die Entwicklung dieser Dialekte ergründen wollten. Obwohl viele an der Etymologie (Wortgeschichte) des Romani gearbeitet haben (Pott, Miklosich, Turner, Boretzky, um nur einige zu nennen), gab es keine vollständige Bearbeitung. Wir beschlossen also, ein etymologisches Wörterbuch selbst zu verfassen. Zuerst sammelten wir alle uns bekannten „alten“ (d. h. indischen, iranischen, armenischen sowie teilweise griechischen und südslawischen) Wörter und begannen, eine umfassende Geschichte von jedem zu schreiben. Wir gehen davon aus, dass diese Wörter allen Roma bis zu ihrer Zerstreuung vom Balkan im 15. Jahrhundert bekannt waren („Gemeinwortschatz“).
Wie viele Einträge sind es?
Unser Wörterbuch besteht aus etwa 1.200 „Nestern“, d. h. einer Wurzel mit verschiedenen davon abgeleiteten Wörtern, sodass am Ende einige tausend Wörter analysiert sind. Alle werden anhand von etwa 50 Dialekten illustriert. So kann man nicht nur erfahren, woher ein Wort stammt, sondern auch wo und wie es jetzt verwendet wird. Darüber hinaus verfolgen wir die Geschichte jedes Wortes in seinen verschiedenen Stadien, sodass man eine Vorstellung davon bekommt, wie die Vorfahren der Roma zu verschiedenen Zeiten sprachen. Oft kann nur die Geschichte einer Sprache die Geschichte der Menschen, die sie sprechen, offenbaren. Dies gilt für viele Wörter, die die „Ur-Roma“ aus den Sprachen entlehnt haben, mit denen sie auf ihrer langen Reise von Indien nach Griechenland in Kontakt kamen. Read the rest of this entry »
Dezember 21st, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 16.12.2024 (mp3)
„Der Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA verspricht Ihnen eine Stunde lang die meisten und abwechslungsreichsten Roma-Songs. Genießen Sie die musikalische Vielfalt!
Im Tagesthema berichtet Adi Gussak diesmal über die Feier anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Roma Volkshochschule Burgenland (Website). Die Sendung wird wie gewohnt moderiert von Tina Nardai.
Eine Gedenkfahrt nach Auschwitz-Birkenau wurde von der Romapastoral für Volksgruppenangehörige organisiert. Im ehemaligem Konzentrationslager wurde der ermordeten Roma und Sinti gedacht.
In dieser „Romani Ora“ nimmt uns Adi Gussak mit auf den Adventmarkt „Weihnacht in Oberwart“, und in unserer historischen Rubrik „Mri historija“ hören Sie heute wieder eine Lebensgeschichte eines Burgenland-Rom.
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“auf Radio MORA mit den Veranstaltungshinweisen/ Mulatintschage, den zweisprachigen Volksgruppennachrichten und der Jugendsendung, wird präsentiert von Tina Nardai.
Dezember 17th, 2024 | Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)
IM GESPRÄCH | ANDO VAKERIPE
Ekspertkija: Romani-ischkoli nan nisaj putripe
Dajakere tschibtschakere sikajipeha le Romengere-tschavenge andi Slovakija akan bara andar o drom bejg ispidim te on. O ministerijum dikel ada ojs „keripe uso bekejmpfinipe la segregacijonatar“. Ham so ada butschol? Amen usi sikadipeskeri ekspertkija Tina Gažovičová ando foro Bratislava palal phutschlam.
dROMa: Andi Slovakija akan bojd jek ischkola la sikajipeskera tschibtschaha Romani dela. (→Sikadipe: O eksperimento andar Rakúsy) Hi ada jek barikano drom?
Tina Gažovičová: O phutschajipe andi Slovakija igen brigaschno hi. Te le politischi taj interkultureli fatretertschen le Romengere-tschulipestar andi Slovakija mindenfelitike muaniniptscha use aja tema hi. Upri jek rik latscho hi, hot but Romengere-tschaven andi Slovakija Romani ojs dajakeri tschib hi taj hatek ada schaj pomoschinlahi, Romani te andi ischkola te siklol. Ande amaro ischkolakero tschatschipe o tschatschipe le tschuliptschendar ande hi, ande lengeri dajakeri tschib sikade te on, taj amen andi Slovakija jek dugi tradicija ischkolendar le ungrike tschulipeske hi. Ando peripe le Romengere-tschulipestar ada ham schoha prik beschardo na ulo, kaj tschak igen tschule Romani-meschtertscha del taj kaj o mindenfelitike dijalektscha le tel pisime Romanijistar avrijal hi. Vaschoda tschak tschule ischkoli del, ande save Romani ojs foch sikado ol, ham dschijakana nisaj ischkola, Romnijiha ojs sikajipeskeri tschib.
So gejng vakerel?
O argumento gejng ischkoli Romanijiha ojs sikajipeskeri tschib hi, hot on i segregacijona (ischkolakero artschapinipe) taj o socijali artschapinipe le Romengere-tschulipestar meg horeder keren. Ando lejcti deschberschengere i segregacijona le Romengere-tschavendar ando ischkolakero koja andi Slovakija bibastaleder uli. But gava del, ande save agun jek „keverimi“ ischkola delahi, savi Romengere- taj te slovakitike, poavar te ungrike tschibtschakere tschavendar, kher rodim ule. O gendo le slovakitikendar ande odola gava ham tel lel, taj o Roma mindig buteder on, so uso cajchn le „parne naschikeripestar“ vodintscha, kaj adi odola ischkoli tschak buter le Romengere-tschavendar kher rodim on. Read the rest of this entry »
Dezember 17th, 2024 | Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)
IM GESPRÄCH | ANDO VAKERIPE
Expertin: Romani-Schulen sind keine Lösung
Mit muttersprachlichem Unterricht sollen den Roma-Kindern in der Slowakei endlich Steine aus dem Weg geräumt werden. Das Ministerium sieht dies auch als „Beitrag zur Bekämpfung der Segregation“. Aber was bedeutet das? Wir haben bei der Bildungsexpertin Tina Gažovičová in Bratislava nachgefragt.
dROMa: In der Slowakei wird es bald eine Schule mit der Unterrichtssprache Romani geben (→mehr hier). Ist das ein sinnvoller Weg?
Tina Gažovičová: Die Frage ist in der Slowakei sehr umstritten. Auch die politischen und intellektuellen Vertreter der Roma-Minderheit in der Slowakei haben unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Einerseits stimmt es, dass viele Roma-Kinder in der Slowakei Romani als Muttersprache haben und es daher für sie hilfreich sein könnte, Romani auch in der Schule zu lernen. Unser Schulgesetz beinhaltet das Recht der Minderheiten, in ihrer Muttersprache unterrichtet zu werden, und wir haben in der Slowakei eine lange Tradition von Schulen für die ungarische Minderheit. Im Falle der Roma-Minderheit wurde dies jedoch nie umgesetzt, da es nur sehr wenige Romani-Lehrer gibt und außerdem die verschiedenen Dialekte vom kodifizierten Romani abweichen. Daher gibt es nur wenige Schulen, in denen Romani als Fach unterrichtet wird, aber bisher keine mit Romani als Unterrichtssprache.
Was spricht inhaltlich dagegen?
Das Argument gegen Schulen mit Romani als Unterrichtssprache ist, dass sie Segregation (Anm.: schulische Absonderung) und sozialen Ausschluss der Roma-Minderheit weiter vertiefen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Segregation von Roma-Kindern im Schulwesen in der Slowakei verschärft. Es gibt viele Dörfer, in denen es früher eine „gemischte“ Schule gab, die sowohl von Roma- als auch von slowakischen, manchmal auch ungarischsprachigen Kindern besucht wurde. Die Zahl der Slowaken in diesen Dörfern nimmt jedoch ab, während die Roma-Bevölkerung zunimmt, was zum Phänomen der „weißen Flucht“ geführt hat, so dass diese Schulen heute nur noch von Roma-Kindern besucht werden. Read the rest of this entry »
Dezember 16th, 2024 | Published in Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Verena Meier: Sinti und Roma in Sachsen-Anhalt. Zwischen Antiziganismus und Selbstbehauptung (= QuellenNAH, Heft 9), Magdeburg 2024
Seit 2021 veröffentlicht das Landesarchiv Sachsen-Anhalt in seiner archivpädagogischen Reihe QuellenNAH sowohl gedruckt als auch digital historische Quellen, welche die vielfältige Geschichte Sachsen-Anhalts dokumentieren. Das nun vorliegende neunte Heft widmet sich der Geschichte der Sinti und Roma in Sachsen-Anhalt und präsentiert Quellen vom 17. Jahrhundert über die DDR-Zeit bis in die Gegenwart. Diese dokumentieren die Geschichte der Sinti und Roma als Teil der deutschen Geschichte. Das Landesarchiv und seine Kooperationspartner wollen damit einen dringend notwendigen Beitrag zur historischen Aufklärung und gegen Antiziganismus leisten.
Die Materialien und Quellentexte bieten vielschichtige didaktisch-methodische Zugänge zu Geschichte und Lebenswelten der Sinti und Roma und sensibilisieren für antiziganistische Vorurteilskonstrukte in Vergangenheit und Gegenwart. Zahlreiche Bezüge zu Fachlehrplänen sowie Informationen zu außerschulischen Lern- und Gedenkorten ermöglichen den Lehrkräften, dieses breite Themenspektrum in den Unterricht einzubinden.
Dezember 15th, 2024 | Published in Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen
Als Rückblick auf die Ausstellung „Ceija Stojka – Hoffnung war das, was uns stärkte“, die bis Ende September in Ebensee zu sehen war, bringen wir diese Sendung des Freien Radios Salzkammergut vom 30.7.2024.
Aus der Programminfo: Ceija Stojka ist aktuell eine der gefragtesten österreichischen Künstlerinnen. Ihre Bilder haben Bezug zu ihrer Historie als Kind vor, im und nach der Zeit des Nationalsozialismus. Ihr ist im Museum Ebensee eine multidisziplinäre Ausstellung gewidmet. Die beiden Kuratorinnen Carina Kurta und Lorely French haben nach mehreren internationalen Ausstellungen nun erstmals mit „Ceija Stojka – Hoffnung war das, was uns stärkte“ eine Werkschau der Künstlerin in Österreich gestaltet. In der Ausstellung sind nicht nur großformatige Malereien Stojkas zu sehen sondern auch Texte und Tagebücher, die eine persönliche Perspektive auf die österreichische Zeitgeschichte liefern.
Im Gespräch mit Mario Friedwagner berichtet Carina Kurta, warum es wichtig ist die Positionen von Ceija Stojka zu präsentieren.
Dezember 14th, 2024 | Published in Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)
30 Jahre Attentat von Oberwart | 30 berscha atentato Erbatar
Themenheft „Gewalt“ | Temakeri heftlina „Bibastalo tradipe“
Gewalt gegen Roma: eine unvollständige Chronik 2005 bis 2020 | Bibastalo tradipe gejng Roma: jek na kisetimi historija 2005 dschi 2020
In wenigen Wochen begeht Österreich den 30. Jahrestag des größten rassistischen Verbrechens seiner Nachkriegsgeschichte. Vier junge Roma aus Oberwart wurden 1995 grausam aus dem Leben gerissen. Über diese Schicksalstage, in denen für die Volksgruppe alles auf dem Spiel stand, berichtet Roman Urbaner in einem Einführungstext. Vieles hat sich seither zum Guten gewendet, Österreich hat sich seiner Volksgruppe angenommen. Das Burgenland hat – durchaus vorbildhaft in Europa – gezeigt, wie es klappen kann. Doch die Gewalt gegen Roma bleibt virulent – sogar in Österreich, wie eine Reihe von Vorfällen beweist. Diese sind freilich nur eine winzige Fußnote zu dem, was weltweit geschieht und von dem man in den Medien nur selten erfährt. Aus Hunderten dokumentierten Vorfällen haben wir daher eine Chronik der Gewalt aus den Jahren 2005 bis 2020 zusammengestellt. Es ist eine beängstigende Liste von Hassverbrechen – von Tschechien bis Chile, von Polen bis Bulgarien. Fast immer folgt die Eskalation denselben Mustern: Da ist der Hass gegen die Minderheit, der Konflikte ethnisch kanalisiert und Roma zu Sündenböcken macht. Da ist die rassistische Entgrenzung der Gewalt, die sich gegen das Kollektiv richtet. Da sind auswärtige Gruppierungen, die die lokale Spannungen anheizen, und das Versagen des Staates, der die Täter allzu oft gewähren lässt und stattdessen gegen die Opfer vorgeht.
Ande poar kurke i Austrija upro 30 berschengero di le lek bareder rasistischi faphageripestar leskera cajtatar palo haburi gondolinel. Schtar terne Roma Erbatar, 1995 murdarde ule. Pedar adala terdschijiptschengere divesa, ande save la flogoskera grupnake sa upro khelipe terdscholahi, phukal o Roman Urbaner ande leskero andvodinipeskero tekst. But sajt oja cajt ando latschipe pe irintscha, i Austrija leskera flogoskera grupnake aun pe lija. O Burgenland – hatek jek idol andi Europa – sikatscha, sar schaj dschal. Ham o bibastalo tradipe gejng o Roma atschol – muguli andi Austrija, sar jek redo angleperiptschendar sikal. Hatek ada tschak jek tikno koja use oda hi, so upro cilo them pasirinel taj savestar ando mediji tschak tschulo te schunel hi. Andar but schel dokumentirime angleperiptscha vaschoda jek khetan kedipe le bibastale tradipestar andar o berscha 2005 dschi 2020 ktehan terdschartscham. Read the rest of this entry »
Dezember 14th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 11.12.2024 (mp3)
Manuela Horvath, Leiterin der Romapastoral der Diözese Eisenstadt, wurde vom Land Burgenland mit dem Silbernen Ehrenzeichen geehrt. Im Tagesthema der „Romani Ora“ hören Sie mehr darüber. Mit der abwechslungsreichsten Roma-Musik auf Radio MORA begleitet Sie Tina Nardai.
Die „StarJump“-Trampolinhalle in Oberwart ist die neueste Attraktion in der Stadt der Vielfalt. Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ erfahren Sie mehr. Außerdem auch diese Woche mit dabei: eine weitere Ausgabe unserer historischen Rubrik „Mri historija“.
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ mit der besten Roma-Musik auf Radio MORA. Auf dem Programm stehen darüber hinaus Veranstaltungshinweise und die Volksgruppennachrichten. Und rund ums Thema „Weihnachten“ geht’s in der heutigen Jugendsendung mit Adi Gussak.
Dezember 13th, 2024 | Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Deutschland: Unter dem Vorsitz des Antiziganismusbeauftragten Dr. Mehmet Daimagüler fand die konstituierende Sitzung der Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antiziganismus statt. Ziel ist eine verbesserte, institutionalisierte Zusammenarbeit für die Teilhabe von Sinti und Roma.
Am 7. Oktober fand unter Vorsitz des Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus, Dr. Mehmet Daimagüler, die konstituierende Sitzung der „Ständigen Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma“ (BLK) statt. Die Kommission will eine wirksamere, besser abgestimmte Politik erreichen, die Sinti und Roma schützt und Hürden zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben abbaut.
Teilhabe von Sinti und Roma fördern
Sinti und Roma an Bildung teilhaben zu lassen, ihre Kultur zu fördern, Präventionsmaßnahmen in Polizei und Justiz zu ergreifen und geflüchtete Roma zu integrieren, sind zentrale Bereiche, um Antiziganismus zu bekämpfen und gleichberechtigte Teilhabechancen für Sinti und Roma in Deutschland zu schaffen. Diese liegen in der Zuständigkeit der Länder. Deshalb müssen Bund und Länder dauerhaft zusammenarbeiten und sich über Maßnahmen und Strategien gegen Antiziganismus austauschen.
Die Einrichtung des Gremiums geht auf eine zentrale Forderung aus dem Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus von 2021 und auf eine Forderung des Bundestags im Beschluss 20/9779 vom 14. Dezember 2023 zurück. Umgesetzt wurde diese Forderung auf Grundlage des Beschlusses des Bundeskanzlers und der Regierungschefinnen und -chefs der Länder zur BLK-Einrichtung am 20 Juni 2024.
Die Aufgaben der Bund-Länder-Kommission sind: Read the rest of this entry »
Dezember 12th, 2024 | Published in Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)
I Slovakija lakeri erschti Romani-ischkola uschtidel
Ando juni ando sikadipeskero ministerijum ande Bratislava, o droma kerde ule: Andi ostslovakitiki gemajnde Rakúsy bojd i erschti ischkola le thanestar dela, ande savi o tschave – pasche i slovakitiki tschib – te ande lengeri dajakeri tschib Romani sikade on.
Le prikbescharipeske o ministerijum jek koperacijona la gemajndejaha, la universitetaha Prešov taj le „khetanipeha le ischkolendar, save i Roma-tschib sikan“, kertscha. O anglutne butja akan valami jek bersch te dauerinen. „Ada barikano hi, jek than le sikadipeske le tschavenge andar etnischi tschuliptscha ande lengeri dajakeri tschib te schofinel, inklusivi o Romengere-tschave“, phenel o sikadipeskero ministeri Tomáš Drucker. „Vaschoda phentscham, hot le keripeske jeka pilotiskera ischkolatar le Romengere-tschavenge ando gav Rakúsy pomoschinas. Amen pilotiskere koji ande ada than ar te probalinel kamaha, save o dajakero tschibtschakero sikadipe te le Romengere-tschavenge bulharen taj feder keren.“ Rakúsyske vaschoda o schtatus jeka „nacijonalitetengeri-ischkola“ aun rodim ulo.
Akan andi Slovakija tschak poar ischkoli del, kaj Romani – trin ori ando kurko – ojs ischkolakero foch sikado lo (taj ada, kekaj palo „Atlas le Romengere-Khetaniptschendar“ andi Slovakija 450.000 Roma dschin, savendar 60 procenti khere Romani vakeren). Efta ischkoli hi le, sa privati ischkoli, bojd o cile ando ost le thanestar. Afka Romani ande schtar ischkoli (ande Kružlová, Stropkov, Kremnica taj Košice), ando Zefyrin-Jiménez-Malla-gimnasijum (ande Kremnica) taj ande duj butjakere sikadipeskere ischkoli (ande Košice taj Kežmarok) ojs sikajipeskero foch tel pisim hi – ham na ojs sikajipeskeri tschib sar akan akor ande Rakúsy. I ischkola tschatschikan jek nevipe hi: i erschti ischkola andi Slovakija, kaj Romani te uso famitlinipe avre siklojipeskere koji lim ol.
Ulado gav
Rakúsy jek tikni gemajnde uso kesdipe la Tatratar hi, o becirkiskero scheroskero foro tschak poar kilometertscha pasche hi. 3.300 dschene hi le gav, 70 procenti upri flogoskeri grupn le Romendar peren, savendar but ande jek tel paschlimi sidlung eknaj avral o gav, dschin. I Romengeri-sidlung andar Rakúsy, jek le lek barederendar andi Slovakija hi. Read the rest of this entry »
Dezember 11th, 2024 | Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
(Quelle)
Dezember 11th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 6.12.2024 (mp3)
In der aktuellen Freitagsausgabe erwarten Sie die Veranstaltungshinweise für die Region Oberwart und die Volksgruppennews in Deutsch und Burgenland-Romani. In der Jugendsendung erzählt uns Adi Gussak mehr über den Film „A Day without Light“, der von einem Rom gedreht wurde.
Im „Romani Ora“-Musikmontag hören Sie eine Stunde lang die abwechslungsreichste und vielfältigste Roma-Musik aus allen Ecken der Welt. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Im Tagesthema nehmen wir Sie diesmal mit auf den traditionellen „Roma-Advent“, den der Verein Hango Roma im OHO organisierte. Und in der Kategorie „Mindenfelitiko“ berichten wir über die Weihnachtstrends für das Jahr 2024.
Dezember 10th, 2024 | Published in Film & Theater
Spielfilm von Livia Gyarmathy
79 min. (H/BRD, 1979)
Ein Rom will seiner verstorbenen Frau ein standesgemäßes Begräbnis ausrichten, scheitert jedoch an der Ignoranz und Geldgier der Leute im Dorf.
Der Rom Mihály Balog schuftet in Budapest bei einer Straßenbaubrigande, als ihn aus seiner Heimatsiedlung die Kunde ereilt, dass seine Frau gestorben ist. Sein Wunsch, ihr ein würdiges Begräbnis auszurichten, scheitert an der Ignoranz und Geldgier der Leute im Ort. Aus dem würdigen wird ein schäbiges Begräbnis, von dem niemand Notiz nehmen will. Nur die ehemaligen Liebhaber der Verstorbenen beobachten die Beerdigung aus sicherere Distanz. Mihály kehrt der Siedlung den Rücken …
Der Film bietet überaus realistische Einblicke in das Alltagsleben der ungarischen Roma in den siebziger Jahren.
Regie: Livia Gyarmathy | Drehbuch: József Balázs, Livia Gyarmathy | Kamera: Ferenc Pap | Schauspieler: Ferenc Bencze, Ferenc Bogdán, János Bán, Jirí Menzel, Mihály Rostás
(Text: Filmarchiv Austria)
Dezember 9th, 2024 | Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Genozid an Rom:nja auf dem Gebiet von Belarus, 1941–1944
Eröffnung der Wanderausstellung
Kulturhaus RomnoKher, Mannheim
11. Dezember 2024, 18 Uhr
Der Verband Deutscher Sinti und Roma – Baden-Württemberg (VDSR-BW) lädt herzlich zur Eröffnung der Wanderausstellung „Genozid an Rom:nja auf dem Gebiet von Belarus, 1941–1944“ ein. Die Veranstaltung findet am 11. Dezember 2024 um 18:00 Uhr im Kulturhaus RomnoKher statt. Die Ausstellung wird bis Ende Januar 2025 im RomnoKher zu sehen sein.
Die Ausstellung widmet sich einem oft vergessenen Kapitel der Geschichte: dem Völkermord an Rom:nja während der deutschen Besatzung in Belarus zwischen 1941 und 1944. Dieser Genozid, ein wesentlicher Bestandteil des deutschen Vernichtungskriegs im Osten, ist im kollektiven Gedächtnis sowohl der belarussischen als auch der deutschen Bevölkerung kaum verankert. Mit dieser Ausstellung soll ein Beitrag zur Bewahrung der Erinnerung geleistet werden – insbesondere aus der Perspektive der Opfer.
Die Ausstellung basiert auf Interviews mit Dutzenden von Zeitzeug:innen, die im Rahmen eines deutsch-belarussischen Projekts geführt wurden. Sie dokumentiert nicht nur das Leid der Überlebenden, sondern auch ihren Widerstand sowie die teils widersprüchlichen Reaktionen ihrer Umgebung – von Kollaboration bis hin zu Solidarität. Ergänzt wird die Ausstellung durch Informationen zu historischen Hintergründen, Überlebensstrategien, der Rolle der Partisanenverbände und der Erinnerungspolitik in Belarus und Deutschland nach 1945.
Dezember 8th, 2024 | Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
„Die Aliens von Lunik 9“ – Roma-Ghettos in der Slowakei
Ein Film von Chris Haderer, →Video-Homepage
Angeregt durch das Buch „Die Hundeesser von Svinia“ von Karl-Markus Gauß besuchten der Fotograf Luca Faccio und der Journalist Chris Haderer im März 2005 den Osten der Slowakei. Die Aufnahmen zu diesem Film entstanden im Rahmen einer Recherche in den Roma-Ghettos von Svinia und Lunik 9.
Mitwirkende: Luca Faccio, Robert Packan, Daniela Hudiova, Aufnahme und Gestaltung: Chris Haderer. Aufgenommen im April 2005 in Kosice und Svinia (SK), fertiggestellt im August 2011 in Wien.
(Film und Text: Chris Haderer)