Archive for Januar, 2025

Romani Ora (27.1., 28.1., 29.1. & 30.1.2025)

Januar 31st, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 27.1.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA verwöhnt Sie mit der ab­wechs­lungs­reichsten Roma-Musik aus aller Welt. In dieser Stunde unter ande­rem dabei: Songs aus Rumänien, Ungarn, Nord­mazedonien, Frankreich und Österreich.


Anhören: →Sendung vom 28.1.2025 (mp3)

Die „Romani Ora“ war beim Crossover-Band­abendOff the Rails“ im Offenen Haus Oberwart dabei. Adi Gussak hat die wich­tigsten Infos der Ver­anstal­tung für Sie zu­sammen­ge­stellt. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai


Anhören: →Sendung vom 29.1.2025 (mp3)

Im Tagesthema hören Sie Eindrücke von der Presse­kon­ferenz zur Ver­anstal­tungs­reihe „30 Jahre Roma-At­ten­tat in Oberwart“. Dazu hören Sie in der „Romani Ora“ die viel­fältigs­te Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 30.1.2025 (mp3)

Die Ballsaison ist im vollem Gange. Anlässlich dessen haben wir mit Scheider­meis­te­rin Martina Mohapp ge­sprochen. Sie berich­tet uns von den Mode­trends der Ball­saison 2025. Die Sen­dung wird moderiert von Tina Nardai.

Rechtsextremismus-Bericht: Antiziganismus

Januar 29th, 2025  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte

Collage: rechte Agitation in Österreich (Bild: DÖW)2023 beauftragten Innen- und Justizministerium das Doku­men­ta­tions­archiv des öster­reichi­schen Wider­stan­des (DÖW) in Wien mit der Erstel­lung eines jähr­lichen Rechts­extre­mis­mus-Be­richts. Die Er­geb­nisse des ersten um­fang­rei­chen Be­richts wurden nun prä­sentiert (→zum Download). Wir haben nach­ge­schaut, in­wie­weit darin auch auf Rassismus gegen Roma und Sinti (Anti­ziganis­mus, Antiromaismus, Romafeindlichkeit) Bezug ge­nom­men wird. Im Fol­genden finden Sie einen Überblick über die be­tref­fenden Passagen:

Auf S. 64/65 verweist der Bericht auf die Internet-Agitation der neo­nazis­tischen Gruppe Un­wider­stehlich. Diese sei unter ande­rem von roma­feind­licher Hetze durch­zogen:

Die sich als Internetprojekt verstehende Neo­na­zi-Grup­pe Un­wider­stehlich (UW) wurde 2015 als ein konspi­rativ agie­rendes Nach­folge­projekt der 2011 zer­schla­genen Al­pen-Donau-Grup­pe ge­grün­det. In ähn­licher (tägl­icher) Frequenz wie diese […] kom­men­tiert man auf Facebook (rund 1300 Fol­lower) v. a. aktu­elle Er­eignisse und Mel­dungen. Der Agitat­ion […] dient auch ein Blog, der im März 2021 neu­gestaltet wurde. Der gleich­zeitig er­öffnete Telegram-Ka­nal ver­zeichnet etwas über 600 Abon­nent*in­nen (Stand Ende August 2024). […] Neben Anti­semitismus ist die UW-Agi­tation von Hetze gegen Rom*nja und Sinti*zze durch­zogen – von der syste­ma­tischen Ver­wendung des Z-Wortes bis hin zur Ab­lehnung der Erinne­rung an die NS-Ver­nich­tungs­politik bzw. den Porajmos. So zeige die Zer­störung der Gedenk­stätte in Salz­burg-Leo­polds­kron im Au­gust 2022, dass diese Erinne­rung „vielen Ein­heimi­schen ein Dorn im Auge“ sei und man lieber in „eine Zukunft ohne Schuld und Scham“ schauen wolle.

Auf S. 70 führt der Chronikteil die neuerliche Mahnmal­schän­dung in Salzburg-Leo­polds­kron 2023 an (wir be­rich­teten): Read the rest of this entry »

Romani Ora (22.1., 23.1. & 24.1.2025)

Januar 28th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 22.1.2025 (mp3)

Im Tagesthema der „Romani Ora“ hören Sie ein Inter­view mit den Akti­vistIn­nen der „Initia­tive Anti­faschisit­sches Gedenken“. Darüber hinaus er­wartet Sie die viel­fältigste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 23.1.2025 (mp3)

Am 27. Jänner jährt sich die Befreiung von Ausch­witz-Bir­kenau – An­lass für den inter­natio­nalen Holo­caust-Ge­edenktag – zum 80. Mal. Im Tages­beitrag hören Sie zu diesem Thema einen Beitrag inklu­sive Ton­material über­lebender Roma. Durch die Sendung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 24.1.2025 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ stehen der Ver­anstal­tungs­kalender, die News und die Jugend­sendung auf dem Pro­gramm. In „Young, wild and free – le ter­nenge“ erfahren Sie mehr über die aktuel­len Haar­trends bei Jugend­lichen.

Heute vor 80 Jahren wurde Auschwitz befreit

Januar 27th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher

"Auschwitz ist mein Mantel" von Ceija Stojka

Gedicht von Ceija Stojka (1933–2013),
erschienen 2008 in der Edition Exil

Minderheitenrechte und ORF (2024)

Januar 27th, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Recht & Gericht, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazCorina Maria Kaufmann (2024): Minderheitenrechte in Österreich und die Rolle des öffentlich-rechtlichen Auftrags des ORF

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät), 80 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Neben dem rechtlichen Schutz bieten Medien eine Plattform der Artiku­lation, Inklusion und Iden­titäts­stärkung von Minder­heiten. Medien können zur öffent­lichen und politischen Meinungs­bildung beitragen und haben eine zentrale Funktion in der Re­präsen­tation der Interessen, Sprachen und Kulturen einer viel­fältigen Gesel­lschaft. Ziel der vor­lie­genden Arbeit ist es, die Rolle des öffent­lich-recht­lichen Auftrags des ORF bei der Dar­stellung, Wahrung und dem Schutz der sechs autochtho­nen Volksgruppen Österreichs (Burgenland­kroaten, Slowenen, Ungarn, Tschechen, Slowaken und Roma) zu unter­suchen. Dazu wird folgende Forschungs­frage gestellt: Welche Rolle spielt der Öster­reichi­sche Rundfunk für den Minderheiten­schutz? Zur Be­ant­wortung dieser Frage wird auf die Methode des Experten­interviews zurück­ge­griffen. Befragt werden der Landes­direktor des ORF-Landes­studios Burgenland sowie ein Vertreter der Volks­gruppe der Roma [Anm. dROMa: Emmerich Gärtner-Horvath, Vor­sitzen­der des Volks­grup­pen­bei­rats der Roma und Ob­mann des Vereins Roma-Ser­vice] und eine Ver­treterin der Volks­gruppe der stei­rischen Slowenen. In den Inter­views, die anhand von Leitfragen geführt werden, wird einer­seits auf Ver­besserungs­mög­lich­keiten, Wünsche und For­derungen der Volks­gruppen­vertreter im Bereich der medialen Versorgung und der Be­deutung des ORF ein­ge­gangen und anderer­seits versucht, die Per­spektive des ORF zu verstehen. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (544)

Januar 26th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

In Frankreich ge­ben 46 % der 18- bis 29-Jäh­ri­gen an, noch nie vom Holo­caust ge­hört zu ha­ben. In Ös­ter­reich sind es 14 %.

(Quelle)

„Auschvicate hi kher baro“

Januar 25th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 24.1.2025 | 4:56 min

Auschwitz-Lied/Auschvicate dschili la Leon Berger Bandatar

„Kada o vagontsch pumen prade, i SS mari­peha taj dihesch­ne dschu­ke­lenca amen empfaun­ginde – amen aun­pejam. Akan amen na buter manu­scha samahi. Amen tschak numer­tscha sama­hahi. Sa so amen sina amen­dar lim ulo. Le cilendar, le dschuv­lenge taj tscha­venge, o bal tschin­de ule, le cilenge te mre duj tikne tscha­jenge, numer­tscha ande teto­virim ule.“ – Julius Hodosi

„Als sich endlich die Waggons öffneten, empfing uns die SS mit Schlägen und Blut­hunden – wir waren am Ziel. In diesem Mo­ment hörten wir auf, Men­schen zu sein. Wir waren nur noch Nummern. Alles, was wir hatten, wurde uns ab­ge­nom­men. Allen, auch den Frauen und Kindern, wurden die Haare ge­schoren, allen, auch meinen beiden kleinen Mädchen, wurden Num­mern ein­tä­towiert.“ – Julius Hodosi (mehr hier)

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Ausstellung RʳOMA LEPANTO in Berlin

Januar 23rd, 2025  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellungsansicht: Rroma Lepanto (Bild: Kai Dikhas)31.1.bis 25.4.2025 (verlängert bis 31.5.!)
Stiftung Kai Dikhas & Kunstraum Dikhas Dur

Kuratiert von Moritz Pankok und Miguel Angel Vargas Rubio. Mit Ar­bei­ten von: Luna De Rosa, Manolo Gómez Romero, Dariya Kanti, Damian Le Bas, Brunn Morais, Girolamo Porro, Alfred Ullrich, Kálmán Várady

Eröffnung 30.1.2025, 19:00 Uhr

Die Ausstellung RʳOMA LEPANTO kehrt nach ihrem gro­ßen Erfolg in Venedig nach Hause zurück. Im Rah­men von „Per­so­nal Struc­tures“ und in Zu­sam­men­arbeit mit dem Euro­päi­schen Kultur­zentrum ECC wurde die Aus­stel­lung im Palazzo Bembo wäh­rend der Kunst­biennale in Venedig von mehr als 135.000 Be­su­chern besucht und war damit die bisher meist­be­such­te Aus­stel­lung Kai Dikhas.

Vom 7. Oktober, dem Tag der Schlacht von Lepanto im Jahr 1571, bis zum 9. Okto­ber orga­ni­sierte die Kai Dikhas Foun­dation ein inter­natio­nales Sym­posium mit 15 Künstlern, Akti­visten und Kura­toren, um den Beitrag der Roma-Kultur zur euro­päi­schen Kultur, ihre Sicht­bar­keit und eine Stra­tegie für künftige Aktivi­täten in Venedig und wäh­rend der Kunst­biennale zu dis­ku­tieren.

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Romani Ora (17.1., 20.1. & 21.1.2025)

Januar 22nd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 17.1.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA liefert Ihnen den Ver­anstal­tungs­kalen­der für die Region Oberwart, viel­fäl­tige Roma-Musik und die Jugend­sendung. Darin er­fah­ren Sie mehr über den Tag der offe­nen Tür am „Business Campus Oberwart“ (Web­site).


Anhören: →Sendung vom 20.1.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag verwöhnt sie eine Stunde lang mit den ab­wechs­lungs­reichs­ten und schönsten Roma-Songs aus aller Welt. Die Sen­dung wird mo­deriert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 21.1.2025 (mp3)

Die „Initiative Antifaschistisches Gedenken“ (Website) be­suchte die Roma-Ge­denk­stätte in Oberwart. Dabei gaben sie uns Ein­blicke in ihre Arbeit. Mehr dazu hören Sie im „Roma­ni Ora“-Ta­ges­thema. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ feiern wir den „inter­natio­na­len Jogging­hosen­tag“.

32. Traditioneller Roma-Ball 2025

Januar 22nd, 2025  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Burgenland: Flyer Roma-Ball 2025 in UnterwartRomano Mulantintschago


Am Samstag, 15. Februar 2025
im Kulturhaus Unterwart (Marienplatz 5)

Der traditionelle Roma-Ball ist ein jähr­li­cher kul­tu­reller Fix­punkt, und dies seit nun 32 Jah­ren. Er ist gleich­zei­tig Aus­druck der kultu­rel­len Iden­tität der Volks­grup­pe der Roma.

Der Verein HANGO Roma hat die ehrenvolle Aufgabe, den tra­ditio­nellen Roma-Ball zu ver­anstal­ten und so die Kultur der Roma der Öffent­lich­keit zu prä­sentieren und sichtbar zu machen. Roma und Nicht-Roma haben die Ge­legen­heit, sich aus­zu­tauschen und mehr über die Volks­gruppe der Roma zu er­fahren. Musika­lisch um­rahmt wird der Roma-Ball 2025 von den Oberwarter Roma-Mu­sik­grup­pen, der LEON BERGER BAND und ROMANO RATH, sowie vom BELA & LACI aus Ungarn, der POST MERIDIEM BAND und der UNGARISCHEN TANZGRUPPE aus Unterwart. Weiters gibt es eine Show-Mu­sik­ein­lage mit der neu­formier­ten Roma-Band ROMANTIC DEATH.

Ein beson­deres High­light und jahre­lange Tradition ist die Krönung der Roma-Königin und des Roma-König 2025. Durch die Ball­nacht führt Sie Modera­tor Adi Gussak jun.

Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr (ab 18:30 Uhr Salonmusik)

Der Vorverkauf der Eintrittskarten (Vor­ver­kauf: € 10,00, Abend­kasse: € 12,00) sowie die Tisch­reser­vie­rung können unter der Telefon­num­mer: 0676/930 66 94 oder per E-Mail unter: office@hango-roma.at ge­tätigt werden. Unter­stützt wird die Ver­anstal­tung vom Bundes­kanzler­amt Österreich. Patro­nanz: RADIO MORA/ROMANI ORA

(Text: Verein Hango Roma)

Die Burgenlandrom*nja im Geschichteunterricht

Januar 18th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Jugend & Bildung, Wissenschaft

Universität WienLisa Schenkermayer (2024): Die Burgenlandrom*nja im Geschichteunterricht

Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 146 S.

→Zum Download der UB Wien (pdf)

Abstract: Das Ziel dieser Masterarbeit ist es zu zeigen, wie sich eine Unterrichts­planung für den Ge­schichte­unter­richt der Sekundar­stufe II zum Thema „Geschichte der Burgen­land­rom*nja“ gestaltet. Diese hat zum Ziel, jenes Wissen und jene Kom­peten­zen zu gene­rieren, die es den Schü­ler*in­nen er­mögli­chen, mög­liche Vorurteile gegen­über der Minder­heit der Rom*nija ab­zu­bauen und dem­ent­spre­chend in ihrem persön­lichen Umfeld zu wirken. Um diese Frage­stellung zu be­ant­worten, wurde eine Literatur­recherche zur Geschichte der Rom*nja – mit dem Fokus auf das Gebiet des heuti­gen Burgen­landes – und eine Um­frage an burgen­ländi­schen Jugend­lichen durch­geführt. Es zeigte sich, dass die Geschichte der Bur­gen­land­rom*nja sehr um­fang­reich ist und die Jugend­lichen beinahe nichts über diese Geschichte wissen. Diese Erkennt­nisse wurden ver­wendet, um sechs Unterrichts­module für die Sekundar­stufe II zu er­stellen. Die Schüler*in­nen werden durch diese animiert, ihre eigenen und die Hand­lungen ihrer Mit­menschen in ihrem Alltag zu reflek­tieren und zu verändern. Studien haben gezeigt, dass die Bildung der Mehr­heits­gesell­schaft dazu bei­tragen kann, Vorurteile auf­zu­brechen, die inter­kulturelle Ver­ständ­igung zu fördern und damit dem wach­senden Anti­ziganismus ent­gegen­zu­wirken.

Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuer: Johannes Brzobohaty

u:theses ist das Hochschulschriften-Repositorium der Universität Wien.

UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/73384

Romani Ora (13.1., 14.1., 15.1. & 16.1.2025)

Januar 17th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 13.1.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag ist der ideale Start mit der viel­fältigs­ten Roma-Musik in die neue Woche. Dazu hören Sie die Volks­gruppen­nach­rich­ten und unsere Kulturrubrik „Kultura het­vinate“.


Anhören: →Sendung vom 14.1.2025 (mp3)

Im Tagesthema ist Radio MORA im Gespräch mit Frau Brigitte Weber, der Landes­spre­cherin der Initiative „mehr demokratie!“. Außer­dem hören Sie ein ab­wechs­lungs­rei­ches „Minden­fe­litiko“ und die er­lesenste Roma-Musik. Die Sendung wird mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 15.1.2025 (mp3)

Im Beisein von Soziallandesrat Leonhard Schneemann wurde die neue „Alles Clara“-App prä­sentiert. Sie soll die Kom­muni­kation zwischen Pflege­bedürf­tigen und Pflege- und Sozial­arbeitern im Burgenland er­leichtern.


Anhören: →Sendung vom 16.1.2025 (mp3)

Seit Juli 2024 kommt es auf Wiener Friedhöfen zu Grabschändungen. Be­troffen davon sind auch viele Gräber von Sinti, Roma und Lovara. Im Interview hören Sie die Roma- und Sinti-Seel­sorgerin Natalie Bordt. Sie unter­stützt die Hinter­bliebenen. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.

Roma-Schwerpunkt im Gaismair-Jahrbuch

Januar 16th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Gaismair-Jahrbuch 2025Das kürzlich in Innsbruck erschienene „Gais­mair-Jahr­buch 2025“, heraus­ge­geben von Horst Schreiber und Elisabeth Hussl, um­fasst einen Schwer­punkt über den „Genozid an den Roma und Sinti in der NS-Zeit und seine Nach­wir­kun­gen in Ös­ter­­reich“ mit folgenden Beiträgen:

Gerhard Baum­gartner: Mar­gina­lisierung, Verfolgung und Ermordung der öster­reichi­schen Roma und Sinti, S. 69–84
Herbert Brettl: Die Er­inne­rungs­land­schaft des Roma-Ge­nozids in Ös­ter­­reich, S. 85–97
Mirjam Karoly: Gegen das Ver­gessen – für eine gleich­be­rech­tigte Zu­kunft! Rom:nja in Österreich, S. 98–105
Peter Pirker: Jenische Deser­teure der Wehr­macht, S. 106–123

In einem Ein­leitungs­text stellt Patrick Siegele die vier Aufsätze vor:

[…] Den Beginn macht der Historiker Gerhard Baumgartner, er be­schreibt in seinem Beitrag „Margina­lisierung, Ver­folgung und Ermordung der öster­rei­chi­schen Roma und Sinti“, wie bereits in der Habs­bur­ger-Monar­chie der Grund­stein für die spätere Dis­kriminie­rung und Ver­folgung österrei­chischer Roma gelegt wurde. Pseudo­wissen­schaft­liche Unter­suchun­gen sollten belegen, dass Roma und Sinti zu ver­erbtem „krimi­nellen und asozialen Ver­halten“ neigen. Dies führte dazu, dass sie zu­nehmend ins Visier der Polizei­arbeit ge­rieten und anti­ziganis­tische Ver­ordnun­gen und Gesetze ein­geführt wurden, die in vielen Fällen die Grund­lage für die spätere Verfolgung und Ermor­dung durch die National­sozia­listen bildeten. Baum­gartner be­schreibt die schritt­weise Ent­rechtung, Aus­grenzung und Aus­beutung der Roma, die ab 1938 zu ersten Depor­tationen öster­reichi­scher Roma und Sinti in Kon­zentra­tions­lager führten. Von den etwa 11.000 öster­reichi­schen Roma und Sinti haben nur rund 1.000 die NS-Zeit überlebt.

Wie lange den Roma und Sinti die Anerkennung als Opfer der rassisti­schen NS-Ver­folgung, und somit eine Ent­schädigung nach dem Opfer­fürsorge­gesetz versagt blieb, schildert Herbert Brettl in seinem Beitrag „Die Erin­ne­rungs­land­schaft des Roma-Genozids in Österreich“. Da Roma und Sinti auf­grund der rassistischen Ver­folgungs­politik der National­sozialisten als „vor­bestraft“ galten und „Zigeuner­lager“ wie Lackenbach nicht als Kon­zentrations­lager an­erkannt wurden, dauerte es bis in die 1980er-Jahre, dass die Ver­folgung und Ermordung der öster­reichi­schen Roma all­mählich Teil der offiziel­len Erin­nerungs­kultur wurden. Vor allem dank der Roma-Ini­tia­tiven selbst, setzte ein all­mäh­licher Wandel ein. Detail­liert be­schreibt Brettl in seinem Beitrag gedenk­kulturelle Initiati­ven in sechs Bundes­ländern, die Beispiele für Er­innerungs­zeichen an den Roma-Genozid vor­weisen können. Read the rest of this entry »

Wohlfahrtsverband in Deutschland gegründet

Januar 14th, 2025  |  Published in Einrichtungen

ZWRSDSechs Selbst­or­gani­sa­tio­nen und ein Dach­verband grün­den Zentralen Wohl­fahrtsverbandes der Roma und Sinti Deutschland

Im September 2024 wurde der Zentrale Wohl­fahrts­verband der Roma und Sinti in Deutschland (ZWRSD) in Berlin ge­gründet. Die offi­zielle Ein­tragung ins Vereins­register erfolgte am 25.11.2024. Für diesen histo­rischen Schritt haben sich sechs Selbst­or­gani­sa­tio­nen und ein Dach­verband als Grün­dungs­mit­glieder zu­sammen­ge­schlossen: Carmen e.V. aus NRW, Pro Sinti und Roma e.V. aus Ba­den-Württem­berg, Roma Center e.V. aus Nieder­sachsen, Romani Kafava e.V. aus Hamburg, RomaniPhen e.V. aus Berlin, Romanity e.V. aus Bayern sowie der Bundes Roma Verband e.V., der Dach­verband der migran­tischen und neuen deutschen Roma in Deutschland.

„Mit der Gründung des Wohlfahrtsverbandes schließen wir eine große Lücke in den be­ste­hen­den Struk­turen der Sozial­verbände. Der Zentrale Wohl­fahrts­verband wird künftig die Interessen der Roma und Sinti in sozial­politi­schen Be­langen bundes­weit ver­treten“, sagt Kjemal Ahmed, der zum 1. Vor­sitzen­den des Verbandes ge­wählt wurde. Vielfach erleben Roma und Sinti Dis­krimi­nie­rung und Aus­schlüsse in den be­­stehen­­den Struk­turen der sozialen Arbeit und Wohl­fahrts­pflege. Zu dem Ergebnis kam auch der Bericht der Un­abhän­gigen Kom­mission Anti­ziganismus, der 2021 ver­öffent­licht und zuvor von der Bundes­regierung in Auftrag ge­geben wurde. Um diesen Dis­krimi­nierungs­mecha­nis­men ent­gegen­wirken, verfolgt der Verband den Grund­satz „Nothing about us without us“. Ziel des Wohlfahrtsverbandes ist es, bereits vorhan­dene Exper­tisen der bundes­weit tätigen Selbst­organisa­tio­nen in den Be­ratungs­be­reichen Wohnen, Bildung, Arbeit und Ge­sundheit zu­sammen­zu­führen, sowie eine Pro­fessiona­lisie­rung durch Ent­wicklung von gemein­samen Standards der Beratung, durch Weiter­bildungs­an­ge­bote und ein Konzept für Qua­litäts­ent­wick­lung und Evalua­tion zu schaffen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (8.1., 9.1. und 10.1.2025)

Januar 12th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 8.1.2025 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erfahren Sie mehr über die Gedenk­ver­anstal­tung für die NS-Opfer in Ober­­pullen­­dorf. Orga­ni­siert wurde diese von der Ro­­ma-Volks­­hoch­schule in Ko­opera­tion mit dem Burgen­län­disch-Un­ga­ris­chen Kulturverein. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 9.1.2025 (mp3)

Gewicht zu verlieren und sich gesünder zu ernähren, diese Neujahrs­vorsätze stehen bei vielen Men­schen sehr hoch im Trend. Im Tages­thema dieser „Roma­ni Ora“ haben wir mit einem Er­nährungs­experten ge­sprochen, der uns verrät, wie man lang­fristig und gesund, durch vital­stoff­reiche Ernährung, seine Ziele er­reic­hen kann. Und die Kate­gorie „Mri historija“ hören Sie auch.


Anhören: →Sendung vom 10.1.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA ver­spricht Ihnen wieder die besten Ausgeh­tipps der Region Oberwart im Ver­anstal­tungs­kalender. Und in der wöchent­lichen Jugend­sendung „Young, wild & free – le ternenge“ mit Adi Gussak erfahren Sie mehr über den US-Film „Avatar 3 – Fire and Ash“.

Facts & Figures (543)

Januar 10th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte

Im Kriminalitätsdiskurs der ita­li­e­ni­schen Pres­se wird, wenn von Ro­ma die Re­de ist, be­son­ders häu­fig die Be­zeich­nung no­ma­di ver­wendet.

(Quelle)

Romani Ora (30./31.12.2024 & 2./3./7.1.2025)

Januar 10th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 30.12.2024 (mp3)

Am Musikmontag der „Romani Ora“ wird mit ab­wechs­lungs­rei­cher Musik auf Silvester ein­gestimmt. Die Sen­dung wird mo­deriert von Adi Gussak.


Anhören: →Sendung vom 31.12.2024 (mp3)

In der letzten Ausgabe der „Romani Ora“ vor dem Jahres­wechsel haben wir für Sie das Jahr 2024 im Burgenland rück­blickend zu­sammen­ge­fasst. Außer­dem gibt es wie immer die beste Musik zu hören.


Anhören: →Sendung vom 2.1.2025 (mp3)

Mit dieser Sendung startet die „Romani Ora“ schwung­voll ins neue Jahr. Im Tages­thema erwartet Sie ein Beitrag über Neujahrs­vorsätze. Durch die Sen­dung führt Adi Gussak.


Anhören: →Sendung vom 3.1.2025 (mp3)

In der „Romani Ora“ vom 3. Jänner 2025 gibt es in der Jugend­sendung „Young, wild & free – le ter­nenge“ einen Bei­trag über Sport in der Jugend zu hören. Dazu der Ver­anstal­tungs­kalender mit den besten Ausgeh­tipps und die beste Musik.


Anhören: →Sendung vom 7.1.2025 (mp3)

In dieser Ausgabe hören Sie, wie jeden ersten Diens­tag im Monat, die „Atem­pause mit Regina“. Sie er­zählt uns darin, was es mit den Neujahrs­vor­sätzen auf sich hat, warum wir Sie uns vor­nehmen, wir sie aber, in den meisten Fällen, nicht ganz­jährig um­setzen können. Dazu liefert Ihnen Tina Nardai die bes­ten Roma-Songs.

Roma und Sinti im österr. Bildungssystem

Januar 8th, 2025  |  Published in Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 7.1.2025 | 8:55 min

Roma taj Sinti ando Austritiko sikadi­pes­kero sis­temo

Ande ada ardipe Tschibtscha/TV Erba terdscharas amen duj film­tscha andar o trin di­ve­sen­gero mula­tin­tschago DERLA/Er­innern.at andi kope­racija le farajnistar Roma-Service taj PH Burgen­land angle.

In dieser Ausgabe von Tschibtscha/TV Erba stellen wir Ihnen zwei Bei­träge aus der drei­teiligen Ver­anstal­tung von DERLA/Er­innern.at in Ko­opera­tion mit dem Verein Roma-Service und der PH Burgenland vor.

(Beitrag: TV Erba)

Schleswig-Holstein: Sinti-Union angegriffen

Januar 5th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Deutschland: die mit Sperrholz abgedeckte zerstörte Tür nach dem Angriff auf die Geschäftsstelle der Sinti-Union Schleswig-Holstein. Daneben die auf den Holocaust verweisenden Plakate. (Foto: Sinti-Union SH)In der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Jänner wurde der Ein­gangs­bereich der „Sinti Union Schles­wig-Hol­stein“ in Neu­münster durch eine Explosion schwer be­schä­digt, die ver­mut­lich durch nicht ge­neh­mig­te Böller ver­ur­sacht wurde. Ver­letzt wurde nie­mand. Die Polizei schließt einen po­li­ti­schen Hin­ter­grund nicht aus. In einem Auf­ruf bittet die „Sinti Union Schles­wig-Hol­stein“ even­tu­el­le Zeugen, sich zu melden.

Sinti Union SH, 3.1.2025:
Die Wucht der Explosion zerstörte größtenteils die Fenster­scheiben der beiden Eingangs­türen sowie die darüber lie­genden Glas­elemente voll­ständig. Auch die hölzernen Kreuz­ver­strebun­gen in den Fenstern (über den Türen) wurden erheb­lich be­schädigt. Der Brief­kasten der „Sinti Union SH“ wurde eben­falls durch die Explosion zerstört. Die Über­dachung über dem Eingang, die mit Paneelen bedeckt war, wurde stark be­schädigt. Auch die dort instal­lierte Lampe funk­tioniert nicht mehr. Eine Jalousie an einer der Türen ist defekt. Die große Fenster­scheibe, an der Plakate zum Thema Wider­stand im Holocaust an­ge­bracht sind und die sich zwischen den beiden Eingangs­türen der „Sinti Union SH“ befindet, wurde be­schädigt und weist meh­rere Risse im Glas auf. In den Innen­räumen beider Räum­lich­keiten liegen überall Glassplitter, die durch die Explosion ent­standen sind.

Der Vorfall hat deutliche Schäden an der Struktur und Sicherheit der Eingangs­bereiche hinter­lassen. Glück­licher­weise wurde nie­mand verletzt, da sich zum Tat­zeit­punkt niemand in den Räum­lich­keiten befand. Normaler­weise sind wir – vor allem als ehren­amtlich Tätige – auch an Feiertagen wie z. B. in der Weih­nachts­zeit bis spät­abends im Büro, um zu arbeiten. Obwohl nie­mand vor Ort war, sitzt der Schock tief. Die Feuerwehr hat die Türen und Fenster bereits provisorisch mit braunen Span­platten ge­sichert. Eine Anzeige wurde gestellt, und die Kriminal­polizei hat bereits Beweise ge­sichert und er­mittelt nun in diesem Fall. Wenn Sie etwas gehört oder gesehen haben, melden Sie sich bitte bei uns und/oder der Kriminal­polizei.

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Genocid upre o Roma taj Sinti

Januar 3rd, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 2.1.2025 | 7:03 min

Genozid an den Roma und Sinti während des Nationalsozialismus

Valami 500.000 europitike Roma taj Sinti maschkar o bersch 1938 taj 1945 le nacijo­nal­socija­listen­dar tradim, ledschim taj mur­darde ule. O Roma taj Sinti argra­nicalim ule, on iste mujsi­ni­peskeri buti kernahi use o gadsche, bauni­ni­peskere thana sar upro droma taj in­dustrija. But lendar odoj pu­maro ileto iste mukle.

Rund 500.000 europäische Roma, Romnja und Sinti, Sintizze wurden zwischen 1938 und 1945 Opfer einer rassisti­schen Ver­folgungs­politik deutscher National­sozialisten und ihrer Ver­bündeten. Roma und Sinti wurden diffamiert und aus­gegrenzt, zur Arbeit auf Bauern­höfen, Bau­stellen und in der Industrie ge­zwungen, sie starben in Zwangs­arbeits- und Kon­zentrations­lagern und wurden in Ver­nich­tungs­lagern getötet. Im Burgen­land lebten 1938 in zahl­reichen Sied­lungen etwa 8.000 der 11.000 öster­reichi­schen Roma und Sinti – zumeist in be­drücken­der Armut, behördlich schi­kaniert und aus­gegrenzt. Die NS-Ver­folgung über­lebten nur wenige hundert, die nach 1945 unter großen Schwierig­keiten ihre Gemein­schaften wieder auf­zu­bauen ver­suchten. Read the rest of this entry »