Januar 31st, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 27.1.2025 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA verwöhnt Sie mit der abwechslungsreichsten Roma-Musik aus aller Welt. In dieser Stunde unter anderem dabei: Songs aus Rumänien, Ungarn, Nordmazedonien, Frankreich und Österreich.
Anhören: →Sendung vom 28.1.2025 (mp3)
Die „Romani Ora“ war beim Crossover-Bandabend „Off the Rails“ im Offenen Haus Oberwart dabei. Adi Gussak hat die wichtigsten Infos der Veranstaltung für Sie zusammengestellt. Durch die Sendung führt Tina Nardai
Anhören: →Sendung vom 29.1.2025 (mp3)
Im Tagesthema hören Sie Eindrücke von der Pressekonferenz zur Veranstaltungsreihe „30 Jahre Roma-Attentat in Oberwart“. Dazu hören Sie in der „Romani Ora“ die vielfältigste Roma-Musik.
Anhören: →Sendung vom 30.1.2025 (mp3)
Die Ballsaison ist im vollem Gange. Anlässlich dessen haben wir mit Scheidermeisterin Martina Mohapp gesprochen. Sie berichtet uns von den Modetrends der Ballsaison 2025. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Januar 29th, 2025 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte
2023 beauftragten Innen- und Justizministerium das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) in Wien mit der Erstellung eines jährlichen Rechtsextremismus-Berichts. Die Ergebnisse des ersten umfangreichen Berichts wurden nun präsentiert (→zum Download). Wir haben nachgeschaut, inwieweit darin auch auf Rassismus gegen Roma und Sinti (Antiziganismus, Antiromaismus, Romafeindlichkeit) Bezug genommen wird. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die betreffenden Passagen:
Auf S. 64/65 verweist der Bericht auf die Internet-Agitation der neonazistischen Gruppe Unwiderstehlich. Diese sei unter anderem von romafeindlicher Hetze durchzogen:
Die sich als Internetprojekt verstehende Neonazi-Gruppe Unwiderstehlich (UW) wurde 2015 als ein konspirativ agierendes Nachfolgeprojekt der 2011 zerschlagenen Alpen-Donau-Gruppe gegründet. In ähnlicher (täglicher) Frequenz wie diese […] kommentiert man auf Facebook (rund 1300 Follower) v. a. aktuelle Ereignisse und Meldungen. Der Agitation […] dient auch ein Blog, der im März 2021 neugestaltet wurde. Der gleichzeitig eröffnete Telegram-Kanal verzeichnet etwas über 600 Abonnent*innen (Stand Ende August 2024). […] Neben Antisemitismus ist die UW-Agitation von Hetze gegen Rom*nja und Sinti*zze durchzogen – von der systematischen Verwendung des Z-Wortes bis hin zur Ablehnung der Erinnerung an die NS-Vernichtungspolitik bzw. den Porajmos. So zeige die Zerstörung der Gedenkstätte in Salzburg-Leopoldskron im August 2022, dass diese Erinnerung „vielen Einheimischen ein Dorn im Auge“ sei und man lieber in „eine Zukunft ohne Schuld und Scham“ schauen wolle.
Auf S. 70 führt der Chronikteil die neuerliche Mahnmalschändung in Salzburg-Leopoldskron 2023 an (wir berichteten): Read the rest of this entry »
Januar 28th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 22.1.2025 (mp3)
Im Tagesthema der „Romani Ora“ hören Sie ein Interview mit den AktivistInnen der „Initiative Antifaschisitsches Gedenken“. Darüber hinaus erwartet Sie die vielfältigste Roma-Musik.
Anhören: →Sendung vom 23.1.2025 (mp3)
Am 27. Jänner jährt sich die Befreiung von Auschwitz-Birkenau – Anlass für den internationalen Holocaust-Geedenktag – zum 80. Mal. Im Tagesbeitrag hören Sie zu diesem Thema einen Beitrag inklusive Tonmaterial überlebender Roma. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 24.1.2025 (mp3)
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ stehen der Veranstaltungskalender, die News und die Jugendsendung auf dem Programm. In „Young, wild and free – le ternenge“ erfahren Sie mehr über die aktuellen Haartrends bei Jugendlichen.
Januar 27th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher

Gedicht von Ceija Stojka (1933–2013),
erschienen 2008 in der Edition Exil
Januar 27th, 2025 |
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Hochschulschriften, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Recht & Gericht, Wissenschaft
Corina Maria Kaufmann (2024): Minderheitenrechte in Österreich und die Rolle des öffentlich-rechtlichen Auftrags des ORF
Masterarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz (Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät), 80 S.
→Download der UB Graz (pdf)
Abstract (Link):
Neben dem rechtlichen Schutz bieten Medien eine Plattform der Artikulation, Inklusion und Identitätsstärkung von Minderheiten. Medien können zur öffentlichen und politischen Meinungsbildung beitragen und haben eine zentrale Funktion in der Repräsentation der Interessen, Sprachen und Kulturen einer vielfältigen Gesellschaft. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Rolle des öffentlich-rechtlichen Auftrags des ORF bei der Darstellung, Wahrung und dem Schutz der sechs autochthonen Volksgruppen Österreichs (Burgenlandkroaten, Slowenen, Ungarn, Tschechen, Slowaken und Roma) zu untersuchen. Dazu wird folgende Forschungsfrage gestellt: Welche Rolle spielt der Österreichische Rundfunk für den Minderheitenschutz? Zur Beantwortung dieser Frage wird auf die Methode des Experteninterviews zurückgegriffen. Befragt werden der Landesdirektor des ORF-Landesstudios Burgenland sowie ein Vertreter der Volksgruppe der Roma [Anm. dROMa: Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma und Obmann des Vereins Roma-Service] und eine Vertreterin der Volksgruppe der steirischen Slowenen. In den Interviews, die anhand von Leitfragen geführt werden, wird einerseits auf Verbesserungsmöglichkeiten, Wünsche und Forderungen der Volksgruppenvertreter im Bereich der medialen Versorgung und der Bedeutung des ORF eingegangen und andererseits versucht, die Perspektive des ORF zu verstehen. Read the rest of this entry »
Januar 26th, 2025 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung
In Frankreich geben 46 % der 18- bis 29-Jährigen an, noch nie vom Holocaust gehört zu haben. In Österreich sind es 14 %.
(Quelle)
Januar 25th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 24.1.2025 | 4:56 min
Auschwitz-Lied/Auschvicate dschili la Leon Berger Bandatar
„Kada o vagontsch pumen prade, i SS maripeha taj diheschne dschukelenca amen empfaunginde – amen aunpejam. Akan amen na buter manuscha samahi. Amen tschak numertscha samahahi. Sa so amen sina amendar lim ulo. Le cilendar, le dschuvlenge taj tschavenge, o bal tschinde ule, le cilenge te mre duj tikne tschajenge, numertscha ande tetovirim ule.“ – Julius Hodosi
„Als sich endlich die Waggons öffneten, empfing uns die SS mit Schlägen und Bluthunden – wir waren am Ziel. In diesem Moment hörten wir auf, Menschen zu sein. Wir waren nur noch Nummern. Alles, was wir hatten, wurde uns abgenommen. Allen, auch den Frauen und Kindern, wurden die Haare geschoren, allen, auch meinen beiden kleinen Mädchen, wurden Nummern eintätowiert.“ – Julius Hodosi (mehr hier)
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Januar 23rd, 2025 |
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Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
31.1.bis 25.4.2025 (verlängert bis 31.5.!)
Stiftung Kai Dikhas & Kunstraum Dikhas Dur
Kuratiert von Moritz Pankok und Miguel Angel Vargas Rubio. Mit Arbeiten von: Luna De Rosa, Manolo Gómez Romero, Dariya Kanti, Damian Le Bas, Brunn Morais, Girolamo Porro, Alfred Ullrich, Kálmán Várady
Eröffnung 30.1.2025, 19:00 Uhr
Die Ausstellung RʳOMA LEPANTO kehrt nach ihrem großen Erfolg in Venedig nach Hause zurück. Im Rahmen von „Personal Structures“ und in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Kulturzentrum ECC wurde die Ausstellung im Palazzo Bembo während der Kunstbiennale in Venedig von mehr als 135.000 Besuchern besucht und war damit die bisher meistbesuchte Ausstellung Kai Dikhas.
Vom 7. Oktober, dem Tag der Schlacht von Lepanto im Jahr 1571, bis zum 9. Oktober organisierte die Kai Dikhas Foundation ein internationales Symposium mit 15 Künstlern, Aktivisten und Kuratoren, um den Beitrag der Roma-Kultur zur europäischen Kultur, ihre Sichtbarkeit und eine Strategie für künftige Aktivitäten in Venedig und während der Kunstbiennale zu diskutieren.
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Januar 22nd, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 17.1.2025 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA liefert Ihnen den Veranstaltungskalender für die Region Oberwart, vielfältige Roma-Musik und die Jugendsendung. Darin erfahren Sie mehr über den Tag der offenen Tür am „Business Campus Oberwart“ (Website).
Anhören: →Sendung vom 20.1.2025 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag verwöhnt sie eine Stunde lang mit den abwechslungsreichsten und schönsten Roma-Songs aus aller Welt. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 21.1.2025 (mp3)
Die „Initiative Antifaschistisches Gedenken“ (Website) besuchte die Roma-Gedenkstätte in Oberwart. Dabei gaben sie uns Einblicke in ihre Arbeit. Mehr dazu hören Sie im „Romani Ora“-Tagesthema. Und in der Rubrik „Mindenfelitiko“ feiern wir den „internationalen Jogginghosentag“.
Januar 22nd, 2025 |
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Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Romano Mulantintschago
Am Samstag, 15. Februar 2025
im Kulturhaus Unterwart (Marienplatz 5)
Der traditionelle Roma-Ball ist ein jährlicher kultureller Fixpunkt, und dies seit nun 32 Jahren. Er ist gleichzeitig Ausdruck der kulturellen Identität der Volksgruppe der Roma.
Der Verein HANGO Roma hat die ehrenvolle Aufgabe, den traditionellen Roma-Ball zu veranstalten und so die Kultur der Roma der Öffentlichkeit zu präsentieren und sichtbar zu machen. Roma und Nicht-Roma haben die Gelegenheit, sich auszutauschen und mehr über die Volksgruppe der Roma zu erfahren. Musikalisch umrahmt wird der Roma-Ball 2025 von den Oberwarter Roma-Musikgruppen, der LEON BERGER BAND und ROMANO RATH, sowie vom BELA & LACI aus Ungarn, der POST MERIDIEM BAND und der UNGARISCHEN TANZGRUPPE aus Unterwart. Weiters gibt es eine Show-Musikeinlage mit der neuformierten Roma-Band ROMANTIC DEATH.
Ein besonderes Highlight und jahrelange Tradition ist die Krönung der Roma-Königin und des Roma-König 2025. Durch die Ballnacht führt Sie Moderator Adi Gussak jun.
Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr (ab 18:30 Uhr Salonmusik)
Der Vorverkauf der Eintrittskarten (Vorverkauf: € 10,00, Abendkasse: € 12,00) sowie die Tischreservierung können unter der Telefonnummer: 0676/930 66 94 oder per E-Mail unter: office@hango-roma.at getätigt werden. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Bundeskanzleramt Österreich. Patronanz: RADIO MORA/ROMANI ORA
(Text: Verein Hango Roma)
Januar 18th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Jugend & Bildung, Wissenschaft
Lisa Schenkermayer (2024): Die Burgenlandrom*nja im Geschichteunterricht
Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 146 S.
→Zum Download der UB Wien (pdf)
Abstract: Das Ziel dieser Masterarbeit ist es zu zeigen, wie sich eine Unterrichtsplanung für den Geschichteunterricht der Sekundarstufe II zum Thema „Geschichte der Burgenlandrom*nja“ gestaltet. Diese hat zum Ziel, jenes Wissen und jene Kompetenzen zu generieren, die es den Schüler*innen ermöglichen, mögliche Vorurteile gegenüber der Minderheit der Rom*nija abzubauen und dementsprechend in ihrem persönlichen Umfeld zu wirken. Um diese Fragestellung zu beantworten, wurde eine Literaturrecherche zur Geschichte der Rom*nja – mit dem Fokus auf das Gebiet des heutigen Burgenlandes – und eine Umfrage an burgenländischen Jugendlichen durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Geschichte der Burgenlandrom*nja sehr umfangreich ist und die Jugendlichen beinahe nichts über diese Geschichte wissen. Diese Erkenntnisse wurden verwendet, um sechs Unterrichtsmodule für die Sekundarstufe II zu erstellen. Die Schüler*innen werden durch diese animiert, ihre eigenen und die Handlungen ihrer Mitmenschen in ihrem Alltag zu reflektieren und zu verändern. Studien haben gezeigt, dass die Bildung der Mehrheitsgesellschaft dazu beitragen kann, Vorurteile aufzubrechen, die interkulturelle Verständigung zu fördern und damit dem wachsenden Antiziganismus entgegenzuwirken.
Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuer: Johannes Brzobohaty
u:theses ist das Hochschulschriften-Repositorium der Universität Wien.
UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/73384
Januar 17th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 13.1.2025 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag ist der ideale Start mit der vielfältigsten Roma-Musik in die neue Woche. Dazu hören Sie die Volksgruppennachrichten und unsere Kulturrubrik „Kultura hetvinate“.
Anhören: →Sendung vom 14.1.2025 (mp3)
Im Tagesthema ist Radio MORA im Gespräch mit Frau Brigitte Weber, der Landessprecherin der Initiative „mehr demokratie!“. Außerdem hören Sie ein abwechslungsreiches „Mindenfelitiko“ und die erlesenste Roma-Musik. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 15.1.2025 (mp3)
Im Beisein von Soziallandesrat Leonhard Schneemann wurde die neue „Alles Clara“-App präsentiert. Sie soll die Kommunikation zwischen Pflegebedürftigen und Pflege- und Sozialarbeitern im Burgenland erleichtern.
Anhören: →Sendung vom 16.1.2025 (mp3)
Seit Juli 2024 kommt es auf Wiener Friedhöfen zu Grabschändungen. Betroffen davon sind auch viele Gräber von Sinti, Roma und Lovara. Im Interview hören Sie die Roma- und Sinti-Seelsorgerin Natalie Bordt. Sie unterstützt die Hinterbliebenen. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Januar 16th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Das kürzlich in Innsbruck erschienene „Gaismair-Jahrbuch 2025“, herausgegeben von Horst Schreiber und Elisabeth Hussl, umfasst einen Schwerpunkt über den „Genozid an den Roma und Sinti in der NS-Zeit und seine Nachwirkungen in Österreich“ mit folgenden Beiträgen:
Gerhard Baumgartner: Marginalisierung, Verfolgung und Ermordung der österreichischen Roma und Sinti, S. 69–84
Herbert Brettl: Die Erinnerungslandschaft des Roma-Genozids in Österreich, S. 85–97
Mirjam Karoly: Gegen das Vergessen – für eine gleichberechtigte Zukunft! Rom:nja in Österreich, S. 98–105
Peter Pirker: Jenische Deserteure der Wehrmacht, S. 106–123
In einem Einleitungstext stellt Patrick Siegele die vier Aufsätze vor:
[…] Den Beginn macht der Historiker Gerhard Baumgartner, er beschreibt in seinem Beitrag „Marginalisierung, Verfolgung und Ermordung der österreichischen Roma und Sinti“, wie bereits in der Habsburger-Monarchie der Grundstein für die spätere Diskriminierung und Verfolgung österreichischer Roma gelegt wurde. Pseudowissenschaftliche Untersuchungen sollten belegen, dass Roma und Sinti zu vererbtem „kriminellen und asozialen Verhalten“ neigen. Dies führte dazu, dass sie zunehmend ins Visier der Polizeiarbeit gerieten und antiziganistische Verordnungen und Gesetze eingeführt wurden, die in vielen Fällen die Grundlage für die spätere Verfolgung und Ermordung durch die Nationalsozialisten bildeten. Baumgartner beschreibt die schrittweise Entrechtung, Ausgrenzung und Ausbeutung der Roma, die ab 1938 zu ersten Deportationen österreichischer Roma und Sinti in Konzentrationslager führten. Von den etwa 11.000 österreichischen Roma und Sinti haben nur rund 1.000 die NS-Zeit überlebt.
Wie lange den Roma und Sinti die Anerkennung als Opfer der rassistischen NS-Verfolgung, und somit eine Entschädigung nach dem Opferfürsorgegesetz versagt blieb, schildert Herbert Brettl in seinem Beitrag „Die Erinnerungslandschaft des Roma-Genozids in Österreich“. Da Roma und Sinti aufgrund der rassistischen Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten als „vorbestraft“ galten und „Zigeunerlager“ wie Lackenbach nicht als Konzentrationslager anerkannt wurden, dauerte es bis in die 1980er-Jahre, dass die Verfolgung und Ermordung der österreichischen Roma allmählich Teil der offiziellen Erinnerungskultur wurden. Vor allem dank der Roma-Initiativen selbst, setzte ein allmählicher Wandel ein. Detailliert beschreibt Brettl in seinem Beitrag gedenkkulturelle Initiativen in sechs Bundesländern, die Beispiele für Erinnerungszeichen an den Roma-Genozid vorweisen können. Read the rest of this entry »
Januar 14th, 2025 |
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Einrichtungen
Sechs Selbstorganisationen und ein Dachverband gründen Zentralen Wohlfahrtsverbandes der Roma und Sinti Deutschland
Im September 2024 wurde der Zentrale Wohlfahrtsverband der Roma und Sinti in Deutschland (ZWRSD) in Berlin gegründet. Die offizielle Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 25.11.2024. Für diesen historischen Schritt haben sich sechs Selbstorganisationen und ein Dachverband als Gründungsmitglieder zusammengeschlossen: Carmen e.V. aus NRW, Pro Sinti und Roma e.V. aus Baden-Württemberg, Roma Center e.V. aus Niedersachsen, Romani Kafava e.V. aus Hamburg, RomaniPhen e.V. aus Berlin, Romanity e.V. aus Bayern sowie der Bundes Roma Verband e.V., der Dachverband der migrantischen und neuen deutschen Roma in Deutschland.
„Mit der Gründung des Wohlfahrtsverbandes schließen wir eine große Lücke in den bestehenden Strukturen der Sozialverbände. Der Zentrale Wohlfahrtsverband wird künftig die Interessen der Roma und Sinti in sozialpolitischen Belangen bundesweit vertreten“, sagt Kjemal Ahmed, der zum 1. Vorsitzenden des Verbandes gewählt wurde. Vielfach erleben Roma und Sinti Diskriminierung und Ausschlüsse in den bestehenden Strukturen der sozialen Arbeit und Wohlfahrtspflege. Zu dem Ergebnis kam auch der Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus, der 2021 veröffentlicht und zuvor von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde. Um diesen Diskriminierungsmechanismen entgegenwirken, verfolgt der Verband den Grundsatz „Nothing about us without us“. Ziel des Wohlfahrtsverbandes ist es, bereits vorhandene Expertisen der bundesweit tätigen Selbstorganisationen in den Beratungsbereichen Wohnen, Bildung, Arbeit und Gesundheit zusammenzuführen, sowie eine Professionalisierung durch Entwicklung von gemeinsamen Standards der Beratung, durch Weiterbildungsangebote und ein Konzept für Qualitätsentwicklung und Evaluation zu schaffen. Read the rest of this entry »
Januar 12th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 8.1.2025 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erfahren Sie mehr über die Gedenkveranstaltung für die NS-Opfer in Oberpullendorf. Organisiert wurde diese von der Roma-Volkshochschule in Kooperation mit dem Burgenländisch-Ungarischen Kulturverein. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 9.1.2025 (mp3)
Gewicht zu verlieren und sich gesünder zu ernähren, diese Neujahrsvorsätze stehen bei vielen Menschen sehr hoch im Trend. Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ haben wir mit einem Ernährungsexperten gesprochen, der uns verrät, wie man langfristig und gesund, durch vitalstoffreiche Ernährung, seine Ziele erreichen kann. Und die Kategorie „Mri historija“ hören Sie auch.
Anhören: →Sendung vom 10.1.2025 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA verspricht Ihnen wieder die besten Ausgehtipps der Region Oberwart im Veranstaltungskalender. Und in der wöchentlichen Jugendsendung „Young, wild & free – le ternenge“ mit Adi Gussak erfahren Sie mehr über den US-Film „Avatar 3 – Fire and Ash“.
Januar 10th, 2025 |
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Facts & Figures, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte
Im Kriminalitätsdiskurs der italienischen Presse wird, wenn von Roma die Rede ist, besonders häufig die Bezeichnung nomadi verwendet.
(Quelle)
Januar 10th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 30.12.2024 (mp3)
Am Musikmontag der „Romani Ora“ wird mit abwechslungsreicher Musik auf Silvester eingestimmt. Die Sendung wird moderiert von Adi Gussak.
Anhören: →Sendung vom 31.12.2024 (mp3)
In der letzten Ausgabe der „Romani Ora“ vor dem Jahreswechsel haben wir für Sie das Jahr 2024 im Burgenland rückblickend zusammengefasst. Außerdem gibt es wie immer die beste Musik zu hören.
Anhören: →Sendung vom 2.1.2025 (mp3)
Mit dieser Sendung startet die „Romani Ora“ schwungvoll ins neue Jahr. Im Tagesthema erwartet Sie ein Beitrag über Neujahrsvorsätze. Durch die Sendung führt Adi Gussak.
Anhören: →Sendung vom 3.1.2025 (mp3)
In der „Romani Ora“ vom 3. Jänner 2025 gibt es in der Jugendsendung „Young, wild & free – le ternenge“ einen Beitrag über Sport in der Jugend zu hören. Dazu der Veranstaltungskalender mit den besten Ausgehtipps und die beste Musik.
Anhören: →Sendung vom 7.1.2025 (mp3)
In dieser Ausgabe hören Sie, wie jeden ersten Dienstag im Monat, die „Atempause mit Regina“. Sie erzählt uns darin, was es mit den Neujahrsvorsätzen auf sich hat, warum wir Sie uns vornehmen, wir sie aber, in den meisten Fällen, nicht ganzjährig umsetzen können. Dazu liefert Ihnen Tina Nardai die besten Roma-Songs.
Januar 8th, 2025 |
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Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 7.1.2025 | 8:55 min
Roma taj Sinti ando Austritiko sikadipeskero sistemo
Ande ada ardipe Tschibtscha/TV Erba terdscharas amen duj filmtscha andar o trin divesengero mulatintschago DERLA/Erinnern.at andi koperacija le farajnistar Roma-Service taj PH Burgenland angle.
In dieser Ausgabe von Tschibtscha/TV Erba stellen wir Ihnen zwei Beiträge aus der dreiteiligen Veranstaltung von DERLA/Erinnern.at in Kooperation mit dem Verein Roma-Service und der PH Burgenland vor.
(Beitrag: TV Erba)
Januar 5th, 2025 |
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Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
In der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Jänner wurde der Eingangsbereich der „Sinti Union Schleswig-Holstein“ in Neumünster durch eine Explosion schwer beschädigt, die vermutlich durch nicht genehmigte Böller verursacht wurde. Verletzt wurde niemand. Die Polizei schließt einen politischen Hintergrund nicht aus. In einem Aufruf bittet die „Sinti Union Schleswig-Holstein“ eventuelle Zeugen, sich zu melden.
Sinti Union SH, 3.1.2025:
Die Wucht der Explosion zerstörte größtenteils die Fensterscheiben der beiden Eingangstüren sowie die darüber liegenden Glaselemente vollständig. Auch die hölzernen Kreuzverstrebungen in den Fenstern (über den Türen) wurden erheblich beschädigt. Der Briefkasten der „Sinti Union SH“ wurde ebenfalls durch die Explosion zerstört. Die Überdachung über dem Eingang, die mit Paneelen bedeckt war, wurde stark beschädigt. Auch die dort installierte Lampe funktioniert nicht mehr. Eine Jalousie an einer der Türen ist defekt. Die große Fensterscheibe, an der Plakate zum Thema Widerstand im Holocaust angebracht sind und die sich zwischen den beiden Eingangstüren der „Sinti Union SH“ befindet, wurde beschädigt und weist mehrere Risse im Glas auf. In den Innenräumen beider Räumlichkeiten liegen überall Glassplitter, die durch die Explosion entstanden sind.
Der Vorfall hat deutliche Schäden an der Struktur und Sicherheit der Eingangsbereiche hinterlassen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, da sich zum Tatzeitpunkt niemand in den Räumlichkeiten befand. Normalerweise sind wir – vor allem als ehrenamtlich Tätige – auch an Feiertagen wie z. B. in der Weihnachtszeit bis spätabends im Büro, um zu arbeiten. Obwohl niemand vor Ort war, sitzt der Schock tief. Die Feuerwehr hat die Türen und Fenster bereits provisorisch mit braunen Spanplatten gesichert. Eine Anzeige wurde gestellt, und die Kriminalpolizei hat bereits Beweise gesichert und ermittelt nun in diesem Fall. Wenn Sie etwas gehört oder gesehen haben, melden Sie sich bitte bei uns und/oder der Kriminalpolizei.
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Januar 3rd, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 2.1.2025 | 7:03 min
Genozid an den Roma und Sinti während des Nationalsozialismus
Valami 500.000 europitike Roma taj Sinti maschkar o bersch 1938 taj 1945 le nacijonalsocijalistendar tradim, ledschim taj murdarde ule. O Roma taj Sinti argranicalim ule, on iste mujsinipeskeri buti kernahi use o gadsche, bauninipeskere thana sar upro droma taj industrija. But lendar odoj pumaro ileto iste mukle.
Rund 500.000 europäische Roma, Romnja und Sinti, Sintizze wurden zwischen 1938 und 1945 Opfer einer rassistischen Verfolgungspolitik deutscher Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten. Roma und Sinti wurden diffamiert und ausgegrenzt, zur Arbeit auf Bauernhöfen, Baustellen und in der Industrie gezwungen, sie starben in Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern und wurden in Vernichtungslagern getötet. Im Burgenland lebten 1938 in zahlreichen Siedlungen etwa 8.000 der 11.000 österreichischen Roma und Sinti – zumeist in bedrückender Armut, behördlich schikaniert und ausgegrenzt. Die NS-Verfolgung überlebten nur wenige hundert, die nach 1945 unter großen Schwierigkeiten ihre Gemeinschaften wieder aufzubauen versuchten. Read the rest of this entry »