März 14th, 2023 |
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Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Eleonora Roldán Mendívil & Bafta Sarbo (Hrsg.): Die Diversität der Ausbeutung. Zur Kritik des herrschenden Antirassismus, 3. Aufl., Berlin 2023, 200 S. [→Karl Dietz Verlag Berlin]
In Deutschland wird von Antidiskriminierungsstellen bis zur radikalen Linken ein liberaler Rassismusbegriff vertreten, der vor allem auf Repräsentation, Inklusion und Diversität setzt. Wie Klasse und Rasse zusammenhängen, wird aktuell so gut wie nicht diskutiert. Dabei gibt es durchaus eine kritisch-marxistische Tradition der Rassismusforschung. Der Band will diesen Fundus heben. Hierzu werden historische und aktuelle Diskussionen aus dem englischsprachigen Raum rezipiert sowie aus deutschsprachigen marxistischen Wissensarchiven aktualisiert. Gleichzeitig bietet das Buch eine politische Intervention in die aktuelle Debatte um strukturellen und institutionellen Rassismus – ob auf dem Arbeitsmarkt oder bei der Polizei – und präsentiert Alternativen zum liberalen Antirassismus, indem ein marxistischer Rassismusbegriff in Theorie und Praxis vorgestellt wird.
Mit Beiträgen von: Celia Bouali, Sebastian Friedrich, Fabian Georgi, Eleonora Roldán Mendívil, Lea Pilone, Bafta Sarbo, Hannah Vögele und einem Vorwort von Christian Frings
Zu den Herausgeberinnen:
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März 13th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 13.3.2023 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag mit „Kultura hetvinate – Kultur am Montag“. Darin hören Sie heute ein Oscar-Special über einen Oscar-Gewinner mit besonderem Roma-Hintergrund: Yul Brynner. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
März 11th, 2023 |
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Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 10.3.2023 | 6:51 min
Kroatischer Kulturverein im Burgenland – Hrvatsko kulturno društvo u Gradišću
I horvacki otganisacija ando bersch 1929 kerdi uli. Leskeri buti hi o upre likeripe la kulturatar. Kenvi taj ischkolakero materijaltscha kerde on. Kulturakere mulatintschagi planim on taj ando gava taj pedar odola ari i kultura le burgenlanditike horvackendar te dikel taj te schunel hi. Ando Burgenland, Erbate jek flogoskero kher, kaj o Horvacke, Ungrike taj Roma ande ovna, kerdo ol.
HKD: Stärkung und Verbreitung des Volksbewusstseins
Die kroatische Volksgruppe im Burgenland – kroatisch „Gradišćanski Hrvati“ – wurde im 16. Jahrhundert im Grenzgebiet der heutigen Staaten Österreich, Ungarn und der Slowakei sowie in Südmähren angesiedelt. Kerngebiet des damaligen Siedlungsgebietes war das heutige Burgenland und der östliche Teil Niederösterreichs. Heute leben in diesen Gebieten je nach Schätzung ca. 50.000 bis 60.000 Personen mit kroatischen Sprachkenntnissen, die Mehrzahl von ihnen im heutigen Burgenland und in Wien. Damit sind die Burgenlandkroaten die zahlenmäßig größte anerkannte Volksgruppe in Österreich.
Volksgruppengesetz 1976 – kroatische Amtssprache
Der Artikel 7 des Staatsvertrages von Wien hatte der kroatischen Bevölkerung des Burgenlandes zumindest theoretisch gut abgesicherte Rechtspositionen garantiert. Praktisch erlangten diese Minderheitenrechte lange Zeit kaum Bedeutung. Erst im Jahr 1976 wurde das Volksgruppengesetz als Ausführungsgesetz zum Staatsvertrag erlassen. Read the rest of this entry »
März 10th, 2023 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung
Das Projekt CHAVORE der Caritas Steiermark, hauptfinanziert durch den Malteser Hospitaldienst und kofinanziert durch das Integrationsreferat der Stadt Graz, feiert heuer sein fünfjähriges Jubiläum.
Das Projekt unterstützt Grazer Roma-Kinder und deren Eltern bei den integrativen Herausforderungen in Kindergärten und Schulen und ist Anlaufstelle für Eltern, Schulen, Kindergärten und Netzwerkpartner*innen. Ziel von CHAVORE ist, das Recht auf Bildung für alle Grazer Roma-Kinder kontinuierlich und dauerhaft sicherzustellen und bestmöglich zu begleiten.
Die Unterstützungsangebote von CHAVORE gewährleisten eine nachhaltige Integration und versuchen gleichzeitig, den Selbstermächtigungsprozess der Familien voranzutreiben, und die Eltern insbesondere darin zu bestärken, ihre Bildungsverantwortung gegenüber ihren Kindern in Zukunft selbstständig wahrnehmen zu können.
Weitere Informationen gibt es →hier (Flyer/pdf) und →hier (Projekt-Seite der Caritas).
März 10th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 9.3.2023 (mp3)
Für das „Romani Ora“-Tagesthema haben wir auf dem Flohmarkt in Kemeten umgesehen. Ein beliebter Treffpunkt vieler Roma, die diesen florierenden Flohmarkt im Südburgenland jeden Sonntag als Käufer, aber auch als Verkäufer besuchen. Und die Rubrik „Mri historija“ von Alex Gussak gewährt Einblick in die Lebensgeschichte des Gritscher Rom Johann Baranyai.
Anhören: →Sendung vom 10.3.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ am Freitag hat wieder Veranstaltungshinweise / Mulatintschage für Ihr Wochenende in der Region Südburgenland zusammengestellt. „Social-Media-Konsum“ ist das Thema der heutigen Jugendsendung. Adi Gussak befragt Schülerinnen und Schüler, auf welchen sozialen Plattformen sie anzutreffen sind und wie viel Zeit sie für Facebook, Instagram und Co. aufwenden. Außerdem mit dabei: die Volksgruppennachrichten in Romanes.
März 9th, 2023 |
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Internet & Blogothek, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Wie Rassismus und Diskriminierung auf die Gesundheit wirken
Quarks Daily – Wissenspodcast des WDR, 5.1.2023 [Beitrag: Min. 1.00 bis 7.37]
Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit können die Gesundheit beeinflussen, und wie genau das miteinander zusammenhängt und wie das Problem angegangen werden kann, hören Sie in dieser Podcast-Folge von Quarks Daily.
Link zu dieser Folge:
Macht Diskriminierung kränker? – Das Fachmagazin „The Lancet“ hat eine Serie mit insgesamt vier Untersuchungen zum Zusammenhang von Rassismus, Diskriminierung und Gesundheit veröffentlicht: www.thelancet.com
(Text und Sendung: WDR)
Siehe auch:
Podcast: Diskriminiert in der Medizin, 18.2.2023
März 8th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 7.3.2023 (mp3)
Im Tagesthema hören Sie die äußerst charismatische und stimmgewaltige Liane Horvath aus Unterwart. Und in „Mri historija“ lassen wir Vergessenes und Altes wieder neu aufleben. Diesmal ein traditionelles Roma Lied, „Schaj man tschinen“, gesungen von Frau Helene Horvath in den 1960iger Jahren.
Anhören: →Sendung vom 8.3.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ steht heute ganz im Zeichen des 8. März, des internationalen Frauentags. Sowohl im Tagesthema als auch in der Jugendsendung berichten wir über diesen symbolischen Tag, der die Gleichstellung der Frau fordert. Dazu eine Stunde lang Musik von Künstlerinnen.
März 7th, 2023 |
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Facts & Figures, Kunst & Fotografie
Der Artprice-Kunstmarktbericht 2014/15 nennt die Gitana Lita Cabellut als international am zweitmeisten gehandelte lebende Künstlerin aus Spanien.
(Quelle)
März 6th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 6.3.2023 (mp3)
Der „Romani Ora“ präsentiert sich heute ganz als Musikmontag mit einer bunten Palette an Roma-Musik und den aktuellen Volksgruppennachrichten in Roman (Burgenland-Romani). Durch die Sendung führt wie immer Tina Nardai.
März 5th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Religion
DW.com: Die rumänisch-orthodoxe Kirche sollte sich für die jahrhundertelange Sklaverei der Roma entschuldigen. Es wäre eine längst überfällige symbolische Geste, glauben Historiker, Soziologen und Vertreter der Roma-Community.
→Zum Beitrag auf DW.com
Zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert waren Roma in mehreren Gebieten des heutigen Rumänien der Sklaverei unterworfen – insbesondere, aber nicht nur durch kirchliche Einrichtungen wie Klöster. Vor wenigen Tagen stand nun die Forderung nach Aufarbeitung und einem Schuldeingeständnis seitens der orthodoxen Kirche auf der Tagesordnung einer großen Roma-Konferenz in Sibiu/Hermannstadt. Sogar von einer möglichen Klage vor einem internationalen Gerichtshof war die Rede. In einem Beitrag für die Deutsche Welle berichtet Sabina Fati von diesem Vorstoß und von ersten Reaktionen. Den Artikel finden Sie hier.
Siehe auch:
Kardinal fordert Schuldbekenntnis der Kirche, 17.2.2023
EKD: „Gemeinsam Antiziganismus bekämpfen“, 4.2.2023
Evangelische Kirche will Schuld aufarbeiten, 29.1.2023
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März 3rd, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 2.3.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ bringt diesmal ein kurzes Porträt von Christoph Papai aus Oberwart – der Burgenland-Rom kann auf 45 Jahre Arbeitszeit zurückblicken und genießt jetzt die Pension. In der historischen Rubrik „Mri historija“ nimmt Sie Alex Gussak mit nach Apetlon im Bezirk Neusiedl am See. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 3.3.2023 (mp3)
Die aktuelle „Romani Ora“ mit den Mulatintschage/Veranstaltungshinweisen für Ihr Wochenende in der Region Südburgenland und mit den Nachrichten in Burgenland-Romani. Wie jeden Freitag erwartet Sie außerdem unsere Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ von und mit Adi Gussak: Er berichtet heute über den Landesredewettbewerb 2023.
März 2nd, 2023 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Das Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) hat die Resultate der „Erhebung zum Zusammenleben in der Schweiz 2022“ veröffentlicht. Die gute Nachricht zuerst: Seit der ersten Umfrage 2016 verringerte sich der Anteil der Befragten, die angaben, sich durch „anders empfundene Personen“ gestört zu fühlen, von 36,3% auf 31%.
Und nun die schlechte: „Auf großes Unwohlsein stößt laut der Befragung immer noch die fahrende Lebensweise [von Sinti und Roma und weiteren Gruppierungen]. Während all die anderen Gründe in den letzten beiden Jahren leicht zurückgingen, haben die Statistiker hier sogar eine leichte Zunahme festgestellt.“ [Zofinger Tagblatt]

März 1st, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 28.2.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ widmet sich diesmal dem Tagesthema „Internationaler Tag der Muttersprache“. Und die Rubrik „Mri historija“ gewährt Ihnen einen Einblick in das Leben des Mongo Stojka (1929–2014). Moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 1.3.2023 (mp3)
Die „Grüne Generation Burgenland“ veranstaltete vor der Friedensburg Schlaining eine zivilgesellschaftliche Aktion für den Frieden mit dem Titel „Wir schweigen nicht länger“. Radio MORA hat deren Obfrau, Irmgard Seidler, zum Interview gebeten. Im Jugendbeitrag berichtet Adi Gussak von „Medialen Antiziganismen“, einem Projekt der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (wir berichteten).