Archive for März, 2023

ZARA-Rassismus-Report 2022 erschienen

März 23rd, 2023  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

ZARA: Rassismus-Report 2022 ZARA: Rassismus-Report 2022 (März 2023)
→Download (pdf)

ZARA (Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) be­richtet im Rassis­mus-Re­port all­jähr­lich über rassisti­sche Übergriffe und Vor­komm­nisse in Österreich. Er ist eine wich­tige Infor­mations­quelle für nationale und inter­natio­nale Orga­ni­satio­nen und die einzi­ge quali­tative Daten­quelle zu allen Formen von Rassismus in Österreich. Die aus­ge­wählten, detail­liert dar­gestellten und anony­mi­sier­ten Einzel­berichte re­prä­sentie­ren die Qualität und Struk­turen von Rassis­mus in Österreich. Im Report finden Sie Beiträge von Expert*innen, Fallbeispiele und eine ausführliche Da­tenanalyse.

(Text: ZARA)

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Diagonale: Wankostättn (Regie: Karin Berger)

März 22nd, 2023  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

"Wankostättn" (Filmstill: Karin Berger/Navigator-Film)Dokumentarfilm von Karin Berger
Österreich 2023, 37 min

Einige während der Dreharbeiten zum Film Ceija Stojka (1999) ent­stan­dene Auf­nahmen zeigen Karl Stojka, der be­wegend vom Leben der Rom*nja im natio­nal­sozialis­ti­schen Wien und in der Wanko­stättn-Sied­lung berichtet. In einer Gegen­wart, in der die letzten Zeit­zeug*in­nen sterben, stemmt sich Karin Berger gegen das dro­hende Schweigen und zeigt eine es­senziel­le Funk­tion des Kinos auf.

Es ist bedenklich, dass die Jahrzehnte, in denen wir von Zeitzeug*innen über die Verbrechen des National­sozialismus lernen konnten, weder zu einer völligen Auf­arbeitung führten noch rassisti­sches Gedanken­gut aus unserem Alltag ver­drängten. Nun nämlich sterben die letzten Zeit­zeug*innen, weshalb gerade dem Kino eine essen­zielle Rolle zufällt. Karin Berger, die sich in ihrem Schaffen viel­fältig in das weit­gehend ver­schwie­gene Schicksal der Sinti*z­ze und Rom*nja wäh­rend der Zeit des National­sozialis­mus ein­ge­arbeitet hat, leistet mit Wankostättn einen weite­ren wichtigen Beitrag, der dem dro­henden Schweigen mit aller Kraft ent­gegen­tritt. Das Film­dokument besteht aus Aufnahmen, die sie 1997 im Rahmen ihres Drehs zu Ceija Stojka (1999) mit Karl Stojka, dem Bruder ihrer dama­ligen Pro­ta­gonis­tin, in Wien drehte. Spa­zierend re­konstru­iert Stojka die Lovara-Sied­lung Wankostättn und erzählt mit­reißend aus einem Leben, von dem man ohne seine Worte nie er­fahren hätte. (ph)

Diagonale 2023, Kurzdokumentarfilm/Programm 3:
Do., 23.3., 10:30 Uhr, Schubertkino 2 [Tickets]
Sa., 25.3.
17:30 Uhr, KIZ Royal 2 [Keine Karten verfügbar]

(Text: Katalog, Diagonale 2023)

Romani Ora (21.3. und 22.3.2023)

März 22nd, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 21.3.2023 (mp3)

Die „Romani Ora“ zum Frühlingsbeginn. Diesem widmen wir uns auch in unserem Tages­thema. Marcel Horvath be­fragt Men­schen in Oberwart, wie sie den Frühlings­beginn feiern und ver­bringen. In „Mri his­to­ri­ja“ gibt es heute einen Roma­ni-Sprach­schnupper­kurs: Wir stellen Ihnen die Roma­ni-Namen bur­gen­ländi­scher Ge­mein­den vor.


Anhören: →Sendung vom 22.3.2023 (mp3)

In Oberwart fand am Samstag die alljähr­liche „Flur­reini­gung“ statt. Radio MORA hat dieses Er­eignis be­gleitet und für Sie in den Tages­beitrag ge­packt. In „Young, wild and free – le ter­nenge“ stellt unser Jugend­redak­teur Adi Gussak jun­gen Männern die Frage, ob sie sich eher für Wehr­pflicht oder Zivil­dienst ent­scheiden wür­den und warum.

Tilman Zülch gestorben

März 21st, 2023  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Tilman Zülch (Foto: GfbV.de)

„Am 17. März starb unser Gründer und Vereinsvater, Freund und lang­jäh­ri­ger Initia­tor unse­rer Men­schen­rechts­kam­pagnen, Tilman Zülch, im Alter von 83 Jahren in Göttingen. Wir sind tief be­trof­fen über diesen Verlust. Mit unse­ren Ge­danken sind wir bei seinen An­ge­höri­gen und Freun­den in al­ler Welt“, teilt Burkhard Gauly, Bun­des­vor­sitzen­der der Ge­sell­schaft für be­droh­te Völker mit.

Tilman Zülch war ein Visionär der Menschenrechtsarbeit. Sein Blick auf das Schick­sal von ver­folgten ethni­schen und religiö­sen Minder­heiten sowie indigenen Völkern, sein selbst­loses Engage­ment gegen Völke­rmord und Ver­treibung stehen heute beispiel­haft für inter­natio­nale Men­schen­rechts­arbeit. Denn die letzten Jahr­zehnte haben gezeigt, dass ge­rade Minder­heiten, Völker ohne Staat und indi­gene Völker oft­mals schutzlos der Ver­folgung und Be­drohung, gar der Ver­nichtung aus­ge­setzt sind. Dass sie eine inter­natio­nale Lobby brauchen, die vehe­ment für sie eintritt, war eine der Grund­über­zeu­gungen von Tilman Zülch. Für ihn, ge­boren in Deutsch-Liebau, mit seiner Familie ver­trieben und ge­prägt durch die Er­fahrun­gen des National­sozialis­mus und der Nach­kriegs­zeit, stand fest, dass das Wissen um die Shoa dazu ver­pflichtet, heute Ver­ant­wortung zur Ver­hinde­rung von Genozid und Gewalt zu über­nehmen. Diese Prin­zipien und Til­man Zülchs Haltung, den Men­schen in den Blick zu nehmen, Empathie zu em­pfinden und zu zeigen, auch selbstlos Men­schen in Not zu helfen, werden wir als Gesell­schaft für be­drohte Völker in unserem täg­li­chen Einsatz für Ver­folgte in aller Welt be­herzigen. Read the rest of this entry »

Ceija Stojka: 90. Geburtstag, 10. Todestag

März 21st, 2023  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 20.3.2023 | 6:41 min

Ceija Stojka: 90to bersch kada upro them ali taj 10to mulipeskero di

Ojs tschaj i Ceija Stojka ande jek familija upre bartschini, savi ojs grasten­geri biknasch­kija duach i Austrija roasin­lahi. Pal i depor­tacija lakere dadestar 1941 ande Dachau, o avre fami­li­ja­kere dschene, ledschim ule. I Ceija Stojka o logeri Auschwitz, Ravens­brück taj Ber­gen-Bel­sen prik dschiv­tscha, kaj oj putrim uli. Palo haburi i Stojka Betschiste tel pe mukla, kaj oj dschi use lakero mu­lipe dschivlahi.
O artschijipe (Weinwerk Neusiedl, dschi 16 to april 2023, hetv.–kurke 10:30–19:00 orenge) taj o genipe andar o kenvi, jek pati­jaripe le lek bari­kaneder verkistar la bari­kana kinstler­kijatar Ceija Stojka hi, savi pe dschi use lakero mulipe ando jeneri 2013, gejng o po­bisteri­pe le geno­cidistar upro Roma taj Sinti taj gejng dis­krimi­nacija, and be­scharlahi. Andar lakeri erschti kenva „Wir leben im Verborgenen“ – savi 1988 ari ali, genel i Martha Wedral. O mulatin­tschago la Roma VHS-atar Burgen­land andi khetani buti le Wein­werkiha Neusiedl, la muschi­kaha le Hojda Stojkatar, tschau la Ceija Stojkatar, taj paj­taschtschen­dar, vodim ol. Ov sajt leskeri tscha­vengeri cajt, gitara cidel taj usar o 1990te berscha kes­dintscha, o tra­dicijo­neli dschila le Lovarajen­dar te cidel.

Als Kind wuchs Ceija Stojka in einer Familie auf, die als Pferde­händler durch Österreich reiste. Nach der Depor­tation ihres Vaters nach Dachau 1941 wurde auch der Rest der Familie de­portiert. Ceija Stojka über­lebte Auschwitz, Ravens­brück und Ber­gen-Belsen, wo sie befreit wurde. Nach dem Krieg ließ sich Stojka in Wien nieder, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.
Die Ausstellung (Weinwerk in Neusiedl, bis 16.4.2023, Mo. bis So. 10:30–19:00 Uhr) und die Lesung aus ihren Büchern am ver­gan­genen Freitag ist eine Wür­digung des be­deu­tenden Werkes der be­ein­drucken­den Künst­lerin Ceija Stojka, die sich bis zu ihrem Tod im Jänner 2013 gegen das Ver­gessen des Genozids an den Roma und Sinti und gegen Dis­krimi­nie­rung en­gagierte. Read the rest of this entry »

Romani Ora (20.3.2023)

März 20th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 20.3.2023 (mp3)

Die „Romani Ora“ mit „Kultura hetvina­te – Kultur am Mon­tag“ heute mit dem Buch­tipp: „Der Sohn des Ursars“ von Xavier-Laurent Petit (er­schie­nen im Verlag Kne­sebeck) und den Nach­rich­ten in Deutsch und Burgen­land-Ro­mani. Dazu die dop­pelte Ration Musik im „Roma­ni Ora“-Musik­montag. Durch die Sen­­dung führt Tina Nardai.

Facts & Figures (464)

März 18th, 2023  |  Published in Facts & Figures

Die Verfassungs­ur­kun­de des demo­kra­ti­schen Spa­niens von 1978 trägt auch die Unter­schrift eines Gi­ta­nos: des Ab­ge­ord­ne­ten Juan de Dios Ra­mí­rez He­re­dia.

(Quelle)

Romani Ora (16.3. und 17.3.2023)

März 17th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 16.3.2023 (mp3)

Im Tagesthema hören Sie einen Beitrag über die mittler­weile seit drei Jahr­zehnten be­ste­hende Roma-Band „Romano Rath“ aus dem Süd­burgenland. Sänger und Band­leader Gustav Horvath spricht in der „Roma­ni Ora“ über die An­fänge und Zukunfts­visio­nen der Musik­for­mation. In „Mri his­to­ri­ja“ führt uns unsere Reise nach Glashütten, ein klei­nes Dorf im Be­zirk Oberwart, in dem vor dem NS-Re­gime eine große Roma-Sied­lung bestand.


Anhören: →Sendung vom 17.3.2023 (mp3)

In der „Romani Ora“ am Freitag erwarten Sie unser Ver­an­stal­tungs­kalender für die Region Süd­burgenland und die Volks­grup­pen­nach­rich­ten mit Emmerich Gärtner-Horvath. Und im Jugend­beitrag be­schäf­tigt sich Adi Gussak heute mit der MEMO-Ju­gend­studie zur Er­inne­rungs­kultur in Deutsch­land (dROMa be­rich­tete).

Rechtsterrorismus in Deutschland

März 16th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Rechtsterrorismus in Deutschland – Von der Nachkriegszeit bis heute
SWR2 Wissen. Von Rainer Volk, 18.2.2023

Drei Jahre nach dem rechtsextremen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 mit neun Opfern (Anm.: drei davon Roma) fragen viele, ob Staat und Gesell­schaft Nazi-Terror lange ver­harm­lost haben. Ein Blick in die Ge­schich­te Deutschlands zeigt: ja.

Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/rechtsterrorismus-deutschland

(Beitrag und Text: SWR2)

Romani Ora (14.3. und 15.3.2023)

März 15th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 14.3.2023 (mp3)

Im Tagesthema der „Romani Ora“ erfahren Sie heute mehr über die „Mach MI(N)T“-Ini­tia­ti­ve der Ab­teilung Frauen und Gleich­berech­ti­gung in der Burgen­län­dischen Landes­re­gie­rung. Diese Platt­form soll Mädchen und jungen Frauen tech­nische Berufe schmack­haft machen und somit Stereot­ype auf­bre­chen. Und in der Rubrik „Mri his­to­ri­ja“ haben wir einen kurzen Zu­sam­men­schnitt des Doku­men­tar­films „Amen sam so amen sam“ von Hans Panner aus dem Jahr 1993 für Sie vor­bereitet.


Anhören: →Sendung vom 15.3.2023 (mp3)

Im heutigen Tagesthema berichten wir über die BuchvorstellungZwischen Austro­faschis­mus und NS-Terror – Das süd­li­che Burgenland im Span­nungs­feld der Diktaturen“ von Thomas König und Michael Achenbach. In „Young, wild and free – le ter­nenge“ be­schäftigt sich Adi Gussak inten­siver mit dem Thema Schul­stress und fragt nach dem Warum.