Archive for September, 2022

ORF III startet Volksgruppen-Sendung „WIR“

September 10th, 2022  |  Published in Radio, Podcast & TV, Romani

WIR: Die Volksgruppenredakteurinnen und -redakteure im Landesstudio Burgenland (ganz rechts: Emmerich Gärtner-Horvath und Josef Schmidt von Roma-Service) (Foto: ORF)Erstmals sieben Sprachen in einer Sendung ver­eint – Eine Pro­duk­ti­on des ORF Bur­gen­land in Zu­sam­men­ar­beit mit dem ORF Kärn­ten – Start Sonn­tag, 11. Sep­tem­ber 2022, 8:45 Uhr auf ORF III

Der ORF startet am Sonntag, dem 11. Sep­tember 2022, ein neues, österreich­weites TV-Magazin für die Volks­gruppen. Die Sen­dung WIR | ČEŠI, HRVATI, MAGYAROK, ROMA, SLOVÁCI, SLOVENCI zeigt Bei­träge in den Sprachen der sechs autoch­thonen Volks­gruppen in Öster­reich und wird jeden zwei­ten Sonn­tag um 8.45 Uhr in ORF III aus­ge­strahlt. Die durch­gehende deutsche Unter­titelung sorgt dafür, dass alle Öster­rei­cherin­nen und Öster­reicher der Sen­dung barrierefrei fol­gen können. Pro­duziert wird die Sendung von der Volks­gruppen­redaktion des ORF Burgen­land in Zusam­men­arbeit mit der slowenischen Redaktion von ORF Kärnten. Moderiert wird die Sen­dung ab­wech­selnd von der Romni Katharina Graf-Janoska und der Bur­genland­kroatin Julia Hamedinger.

Die neue Sendung wurde am Dienstag, dem 6. September 2022, im Landesstudio Burgenland im Rahmen eines Presser­gesprächs von ORF-Landesdirektor Werner Herics vor­gestellt. Read the rest of this entry »

Romani Ora (9. September 2022)

September 9th, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 9.9.2022 (mp3)

Die heutige Sendung wird moderiert von Tina Nardai. Mit dabei: das Jugendformat „Young, wild and free“ mit Adi Gussak; er berichtet über die erste Schulwoche. In der Rubrik „Mri historija“ erzählt uns Adolf Gussak von der Ortschaft Zuberbach (bei Rechnitz im Burgenland). Und in „Mindenfelitiko“ hören Sie rechtzeitig zum Wochenende unseren Veranstaltungskalender. Für den Tagesbeitrag hat sich Tina Nardai am Flohmarkt in Kemeten umgesehen. Mit erlesener Roma-Musik und den Hits von heute.

Mariella Mehr (1947–2022)

September 7th, 2022  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher

Mariella Mehr (Foto: Schwei­zeri­sches Lite­ratur­archiv)Mariella Mehr ist tot. Sie gilt als die Stim­me der Fah­ren­den und der Sprach­losen. Nun ist die Schwei­zer Auto­rin Mariella Mehr mit 74 Jah­ren ge­stor­ben. Hier ein →Nach­ruf auf ref.ch.

RomArchive über Mariella Mehr:

In ihrem Selbstverständnis sah sich Mariella Mehr klar als Roma-Schrift­stel­lerin, ob­wohl sie der Volks­gruppe der Jenischen an­gehörte. Auf ihre maß­geb­liche Initia­tive hin wurde 2002 die Inter­national Romani Writers Association in Helsinki ge­gründet, der sie zeit­weise als Vize­präsidentin vorstand und die bis 2008 exis­tierte. [...]


Mariella Mehr wurde am 27. Dezember 1947 in Zürich (Schweiz) geboren. Als Angehö­rige der Jenischen war sie seit ihrer frühes­ten Kind­heit von der Aktion »Kinder der Land­strasse« be­troffen. Dieses von der Schwei­zeri­schen Eid­genossen­schaft mit­finanzierte und von der Stiftung Pro Juven­tute ge­leitete »Hilfswerk« nahm zwi­schen 1926 und 1973 rund 600 jenische Kinder ihren Eltern sys­tema­tisch weg, stellte sie unter Vor­mund­schaft und platzier­te sie in Pflege­familien, Heimen und Anstalten. Das Ziel der Aktion war es, die »Kinder der Landstrasse« zu »brauch­baren Glie­dern der Gesell­schaft« zu erziehen, wie es Pro Juventute for­mu­lierte, und so die nicht-sess­hafte Lebens­weise zu be­seitigen. Nach Ein­stellung des Pro­jektes 1973 setzte ein zäher Kampf um die Re­habili­tierung ein.

Mariella Mehr wurde früh von ihrer Mutter getrennt und unter Vor­mund­schaft ge­stellt. Sie wuchs als Zögling der Pro Juven­tute in ver­schie­denen Heimen, bei Pflege­eltern und in psychiatri­schen An­stalten auf. Als sie im Alter von 18 Jahren schwan­ger wurde, wurde sie für 19 Monate im Frauen­gefäng­nis Hindelbank so­genannt »ad­ministrativ versorgt«. Sie gehört zur mitt­leren von drei Genera­tio­nen ihrer Familie, die Opfer des »Hilfswerks« wur­den. Bereits ihre Mutter sowie ihr 1967 ge­borener Sohn wurden zwangs­weise fremd­platziert.

Nach einigen Jahren Fabrikarbeit begann die Autodidaktin Mariella Mehr 1975 ihre journalis­tische, gesell­schafts­politi­sche und schrift­stelleri­sche Tätig­keit. Read the rest of this entry »

Romani Ora (7. September 2022)

September 7th, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 7.9.2022 (mp3)

Die heutige Sendung wird von Adolf Gussak mode­riert. Er war für Romani Ora auch im Ungarischen Medien- und In­for­ma­tions­zentrum (UMIZ) in Unterwart und sprach mit dem Instituts­leiter Ladislaus Kelemen über die Or­gani­sation. In unse­rem „Mri His­to­ri­ja“-Block stellt euch Tina Nardai ein altes Roma-Lied vor. Weiters hat Adolf Gussak in un­serer „Minden­feli­ti­ko“-Reihe einen Serien­tipp für euch, und Adi Gussak stellt in seiner Jugend­sendung einen sehr be­kannten deutschen Rapper mit Sinti-Wur­zeln vor.

Heute vor 15 Jahren: Facts & Figures (442)

September 7th, 2022  |  Published in Facts & Figures

Am 7.9.2007 verschwand die 8-jäh­ri­ge Jenisa in Han­no­ver; am 14.3.2014 der 5-jäh­ri­ge Dano. Bei­de sind Ro­ma. Das Mo­tiv des Mör­ders: Hass ge­gen Ro­ma.

(Quelle)

Broschüre „Antiromaische Hassverbrechen“

September 6th, 2022  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte

Infoblatt "Antoromaische Hassverbrechen" (Oktober 2021)Factsheet des OSCE Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR)

→Deutsch: Antiromaische Hassverbrechen (pdf)
→Englisch: Anti-Roma Hate Crime (pdf)
→Romani: Xolinatar Kontra-Roma Krima (pdf)
weitere Sprachen →hier

Intoleranz und Diskriminierung begleiten die Gemein­schaf­ten von Rom*nja und Sinti*ze seit Jahr­hun­derten und stel­len in der OSZE-Region nach wie vor ein Problem dar, ein­schließ­lich schäd­licher Diskurse und Stereo­typisie­run­gen. Viel zu häufig ver­wandelt sich diese Intoleranz in anti­romaische Hass­verbrechen, wo­bei die Band­breite von Graffiti bis hin zu rassistisch mo­ti­vier­ter Gewalt reicht. Hassverbrechen haben er­hebliche und lang an­haltende Aus­wirkungen auf die Opfer, halten Un­gleichheit auf­recht und unter­graben die Sicherheit und den so­zia­len Zusammen­halt. Antir­omaische Hass­verbrechen sen­den eine Bot­schaft der Aus­grenzung an die Opfer und die Ge­mein­schaf­ten der Rom*nja und Sinti*ze sowie an die Gesell­schaft als Ganzes. Alle können dabei mit­wirken, gegen anti­romaische Hass­verbrechen und alle ande­ren Formen der In­toleranz und Dis­krimi­nie­rung vor­zu­gehen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (5. September 2022)

September 5th, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 5.9.2022 (mp3)

Die Romani Ora, moderiert von Tina Nardai, heute mit einem Bei­trag über die Bio-Imkerei „Alltags­wonnen Gabriel“. In der Ge­schichts­rubrik „Mri his­torija“ eine Orts­reportage über Kemeten und in „Minden­felitiko“ das Neueste vom Sport, ge­staltet von Adolf Gussak. Und dazu viel abwechs­lungs­reiche Roma­musik, ge­mischt mit den neu­esten Hits aus aller Welt.

Facts & Figures (441)

September 3rd, 2022  |  Published in Facts & Figures

In Portugal stellen man­che Ge­schäf­te und Ca­fés klei­ne Ke­ra­mik­frösche vor den Ein­gang, um (für aber­gläu­bisch ge­hal­te­ne) Roma fern­zu­hal­ten.

(Quelle)

Romani Ora (2. September 2022)

September 2nd, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 2.9.2022 (mp3)

Die heutige Sendung wird von Adolf Gussak mode­riert. Er war auch in der BAfEP in Oberwart und er­kun­digte sich dort über die Lern- und Ferien­camps des Burgenlandes. In unse­rem „Mri His­to­ri­ja“-Block er­zählt Tina Nardai über eine alte Tradition der Burgenland-Roma. Wei­ters hat sie auch noch ein paar Ver­anstal­tungs­tipps fürs Wochenende vor­berei­tet. Und Adi Gussak stellt in seiner Jugend­sen­dung das Videospiel „FIFA 23“ vor.

Linajakeri ischkola farajn Roma-Service

September 1st, 2022  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 1.9.2022 | 7:53 min

Sommerschule des Vereins Roma-Service

Sajt kada i pademija o cilo them ande lija taj o sikadipe butvar khe­rester iste kerdo ol, o tschave sikadi­pes­kere defe­citscha upre sikan. Va­schoda o farajn Roma-Service duj kurke ang­lo kes­dipe la isch­kolatar la linaja­kera isch­kolaha kes­dintscha.

Seit mittlerweile fast drei Jahren schränkt die Corona-Pan­de­mie das soziale Leben welt­weit ein. Proble­me für Kinder und Jugend­liche haben sich im schuli­schen Bereich an­ge­häuft. Des­we­gen bietet der Verein Roma-Service in Oberwart zwei Wochen vor Schul­beginn eine Sommer­schule an, welche von den Kindern und Jugend­li­chen sehr gut an­ge­nom­men wird.

(Text und Beitrag: TV Erba/Roma-Service)