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SWR1: Kampf um Anerkennung

März 16th, 2022  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV

17. März 1982: Romani Rose und Helmut Schmidt im Gespräch (Foto: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma/via  SWR1)Kampf um Anerkennung – Die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma

SWR1 Sonntagmorgen, 13.3.2022
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Jahrzehntelang wurde ihr Leid geleugnet. 500.000 Sinti und Roma wurden von den Natio­nal­sozialis­ten er­mordet. Erst vor 40 Jahren er­kannte die Bundes­republik Deutschland den Völker­mord an. Politisch hat die Bürger­rechts­bewe­gung deut­scher Sinti und Roma seitdem viel erreicht. Doch bis heute gibt es Kli­schees und Vorurteile.

Mit aufsehenserregenden Aktionen verschaffte sich die Bürger­rechts­bewegung Gehör. Einer der Höhe­punkte war 1980 der Hungerstreik im ehe­maligen Kon­zentrations­lager Dachau. Unter den zwölf Strei­kenden waren unter anderem Über­lebende des Holocaust. Auch der junge Romani Rose, heute Vor­sitzender des Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma, war dabei. Zu den Forderun­gen ge­hörten die Anerken­nung des NS-Völ­kermords und die Be­endigung der polizei­lichen Sonder­erfassung von Sinti und Roma.

Späte Anerkennung
Zwei Jahre später wurde der Zentralrat in Heidelberg ge­gründet. Das hatte den großen Vorteil, dass es nun offizielle An­sprech­partner gab, die die An­liegen der Sinti und Roma in die Politik tragen konn­ten. All das führte schließ­lich zu einer ent­scheiden­den Zäsur: Am 17. März 1982 er­kannte Helmut Schmidt als erster deutscher Spitzen­politiker den Völkermord an Sinti und Roma als sol­chen an. Read the rest of this entry »