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Ukraine: Rose warnt vor humanitärer Katastrophe

März 2nd, 2022  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Das Monument der Sowjetarmee in Sofia wurde 2014 in den ukrainischen Nationalfarben bemalt (Foto: Vassia Atanassova - Spiritia,CC/Wikimedia)Zentralrat Deutscher Sinti und Roma ver­ur­teilt scharf den An­griff auf die Ukraine

Große Bestürzung hat die Nachricht vom russischen Angriff auf die Ukraine beim Zentral­rat Deutscher Sinti und Roma aus­gelöst. „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit ver­schie­denen Partnern in der Ukraine eng zu­sammen. Wir sind zutiefst um das Leben der Menschen in der Ukraine und ins­beson­dere um das Wohl­ergehen unserer Freunde und Partner be­sorgt“, erklärt Romani Rose, Vor­sitzender des Zentral­rats. „Dieser Angriff ist durch nichts gerecht­fertigt, er ver­stößt gegen das Völkerrecht. Die Men­schen, die vor dem Krieg fliehen, müssen auch in Deutschland Schutz finden. Wir appel­lieren an die Kriegs­parteien, die Kampf­handlungen ein­zu­stellen und Ver­handlun­gen zu be­ginnen“, so Rose weiter.

„Roma kämpfen als ukrainische Patrioten an der Seite ihrer Landsleute gegen die russi­schen Invasoren. Dies zeigt, dass Roma sich gemein­sam mit den demokra­tischen Kräften in der Ukraine kämpfend gegen die russische Aggres­sion stellen“, sagte Rose, und weiter: „gleich­zeitig sind Roma­familien, meist Frauen und Kinder auf der Flucht aus dem östlichen Landes­teilen.“ „Es gibt viele Roma, die gegen die Okkupan­ten kämpfen, weil wir in der Ukraine geboren wurden und weil wir unsere Heimat verteidigen“, erklärte Viktor Chovka, der direkt aus Uzhhorod, Ukraine, berichtet. Andere ukrainische Medien berichten, dass Roma einen russischen Panzer erbeutet haben. In den Sozialen Medien finden sich Berichte von Roma, die als Soldaten der ukrainischen Armee an der Front kämpfen.

Eine Roma-Aktivistin der ukrainischen Jugendorganisation ARCA (Youth Agency for the Advocacy of Roma Culture) berich­tet von ihrer Flucht aus dem Osten ihrer Heimat. Nach einer 23-stün­digen Fahrt sei sie am Don­ners­tag endlich im Westen des Landes an­ge­kommen. Read the rest of this entry »