Wissenschaft
Januar 9th, 2017 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Freirad – Freies Radio Innsbruck https://cba.fro.at/330265 | Erstausstrahlung: 10.12.2016 (Download, 143,07 MB) | Aufnahme: Bendedikt Sauer | Gestaltung: Mira Kugler
Wissenschaftliche Erkentnisse und sozialpolitische Handlungsansätze zur Armutsmigration nach Tirol
Erstmals liegt in Tirol eine wissenschaftliche Studie (finanziert vom Tiroler Wissenschaftsfonds) vor, die Aufschlüsse über die gegenwärtige Armutsmigration nach Innsbruck gibt. Dabei wurde die Situation von Menschen aus postkommunistischen Ländern untersucht, die temporär nach Tirol kommen und informellen Tätigkeiten wie Betteln oder dem Verkauf von Straßenzeitungen nachgehen. Der Fokus liegt dabei auf sozioökonomischen Herausforderungen in den Herkunftsländern und Beweggründen zur Migration wie auch auf den Rahmenbedingungen für ihren Aufenthalt in Tirol.
Unter der Moderation von Benedikt Sauer fand am 16. November 2016 im Haus der Begegnung die Präsentation der wissenschaftlichen Studie statt. Barbara Tiefenbacher und Elisabeth Hussl stellten ihre Erkenntnisse erstmals vor. Im Anschluss gab es eine Podiumsdiskussion mit Fragen aus dem Publikum zum Thema: Erfahrungen zur sozialen Integration von bettelnden Menschen in den Bundesländern. Am Podium saßen Barbara Tiefenbacher (Slawistin), Elisabeth Hussl (Politikwissenschafterin), Ferdinand Koller (Romano Centro, Wien) und Alina Kugler (Verein Phurdo Salzburg). Veranstaltet wurde der Abend vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, dem Forschungszentrum Migration und Globalisierung, dem Forschungsschwerpunkt Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte, der Initiative Minderheiten Tirol und dem Haus der Begegnung. Die einleitenden Worte sind von Lisa Gensluckner.
(Text: Bettellobby | CBA)
Dezember 11th, 2016 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Neue Studie der Europäischen Grundrechteagentur (FRA)
European Union Agency for Fundamental Rights: EU-MIDIS II. Second European Union Minorities and Discrimination Survey: Roma – Selected findings, Luxembourg 2016, 52 S. (Download: PDF / 1,13 MB)
Weitverbreitete Deprivation zerstört das Leben von Roma. Familien leben von der Gesellschaft ausgeschlossen in schockierenden Verhältnissen, und Kinder mit niedrigem Bildungsstand haben kaum Zukunftsaussichten – zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA). Der Bericht analysiert die Lücken bei der Inklusion von Roma in der gesamten EU, um den Mitgliedstaaten bei der Verbesserung ihrer Integrationspolitik Orientierungshilfe zu bieten.
„Unsere offenkundige Unfähigkeit in Europa, die Menschenrechte unserer Roma-Gemeinschaften zu achten, ist inakzeptabel. Das Ausmaß an Deprivation, Ausgrenzung und Diskriminierung der größten Minderheit in Europa stellt rechtlich wie politisch ein schweres Versagen in der EU und ihren Mitgliedstaaten dar”, so der Direktor der FRA, Michael O’Flaherty. „Die Veröffentlichung dieser Erkenntnisse bietet die Gelegenheit, politische Entscheidungsträger zum Handeln zu bewegen und Ressourcen gezielt zur Beendigung dieser unhaltbaren Situation einzusetzen.“
Der Bericht über die Zweite Erhebung der Europäischen Union zu Minderheiten und Diskriminierung (EU-MIDIS II): Roma – ausgewählte Ergebnisse zeigt:
- 80 % der befragten Roma sind armutsgefährdet; der EU-Durchschnitt liegt bei 17 %. 30 % leben in Haushalten ohne fließendes Wasser und 46 % haben weder Innentoilette, -dusche noch -bad;
- 30 % der befragten Roma-Kinder leben in Haushalten, in denen jemand im vorigen Monat mindestens einmal hungrig schlafen ging; Read the rest of this entry »
November 2nd, 2016 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Viele Kämpfe und vielleicht einige Siege. Texte über Antiromaismus und historische Lokalrecherchen zu und von Roma, Romnja, Sinti und Sintezze in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Tschechien, hrsg. von Kathrin Krahl und Antje Meichsner, Weiterdenken / Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen: Dresden 2016, 254 S.
Die Publikation kann hier kostenlos als PDF heruntergeladen werden.
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen: Der Sammelband „Viele Kämpfe und vielleicht einige Siege“ versammelt Aufsätze von Autor/innen aus Aktivismus und Selbstorganisierung, Wissenschaftler/innen, politische Bildner/innen, Künstler/innen, Community-Arbeiter/innen und politische Kämpfer/innen. Es ist ein Kompendium, das ausgehend vom so gut wie nicht beschriebenen weißen Papier der Geschichte der Roma und Romnja und deren Verfolgung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Tschechien (in deutscher Sprache) einen Ausgangspunkt setzen möchte. Wir haben uns auf die Suche begeben und Autor/innen gewinnen können, die uns in ihre wissenschaftliche Arbeit, ihren Aktivismus oder ihre Lebensrealitäten Einblick geben. Die lokalen Beiträge haben wir mit Stimmen überregionaler Autor/innen erweitert, um ein breiteres Bild von Roma-Aktivismus aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis: Read the rest of this entry »
Oktober 21st, 2016 |
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Hochschulschriften, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Raffaela Gmeiner (2015): Essentialistische Gegenöffentlichkeit der Roma in Österreich. Minderheitenmedien als Strategie zur Ausbalancierung antiziganistischer Medienberichterstattungen seitens bürgerlicher Medien
Magisterarbeit, Universität Wien (Fakultät für Sozialwissenschaften), 144 S.
→Download der UB Wien (pdf)
Abstract: (…) Vor allem Volksgruppenangehörige der Roma werden von der „bürgerlichen“ Öffentlichkeit oft ausgeschlossen und von den Massenmedien meist stereotypisiert repräsentiert. Um dem antiziganistischen Diskurs in den Medien entgegenzuwirken, muss es zur Etablierung einer Gegenöffentlichkeit der Roma kommen: Minderheitenmedien und Gegenberichterstattungen in Mainstreammedien können zur medialen Ausbalancierung beitragen. Die vorliegende Arbeit verknüpft aktuelle Öffentlichkeitstheorien mit dem Problem des medial verbreiteten Antiziganismus und fokussiert auf das Potential alternativer Medien. (…) Aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive haben Medien wichtige soziale Funktionen und sollen zur interkulturellen medialen Integration beitragen. Im Falle der Roma wirken Medien jedoch eher desintegrativ, es kommt zur Konstruktion problematischer Fremdbilder, die aus medienethischer Perspektive höchst diskussionsbedürftig erscheinen. Die Arbeit geht der Frage nach, wie antiziganistische Medienberichterstattung ausbalanciert werden kann und welche gegenöffentlichen Strategien dabei Anwendung finden. Dabei wird das Verhältnis zwischen Minderheiten- und Massenmedien untersucht. Die empirische Studie geht induktiv vor und erforscht idiographisch am „Fall Maria“, wie Mehrheits- und Minderheitenmedien das Ereignis darstellten. Mittels qualitativer Inhaltsanalyse wurden Zeitungsberichte in einem Zeitraum von drei Monaten untersucht. Im Fall Maria kam es zur Veröffentlichung falscher Informationen und zur Konstruktion prekärer Diskursfragmente. (…) Die große Anzahl negativer Zeitungsberichte konnte von den Romamagazinen nicht ausbalanciert werden. Jedoch kam es innerhalb der Mainstreammedien zu gegenöffentlichen Meinungsäußerungen: V.a. nichtredaktionelle Beiträge, wie etwa Kommentare, Kolumnen und ein Leserbrief kritisierten die antiziganistischen Darstellungsweisen. (…) Die Stärkung einer essentialistischen Gegenöffentlichkeit der Roma in Österreich erweist sich in Anbetracht der Studie als dringlich.
Die Berichterstattungen der Mainstreamzeitungen zum Fall Maria waren von stereotypen Bildern und antiziganistischen Mutmaßungen geprägt. Der mediale Diskurs über den Fall Maria setzte sich aus mehreren problematischen Diskursfragmenten zusammen: Genetik, Rassifizierung, Kindesentführung, Kinderhandel, Sozialbetrug, Kleinkriminalität, Betteln, Armut, aber auch Selbstreflexion der Medien. Es kam zur Verbreitung falscher und schlecht recherchierter Information sowie zu prekären Darstellungsweisen der Volksgruppenangehörigen. Die wenigen Romazeitschriften hatten aufgrund ihrer geringen Anzahl und der langen Publikationsperioden kaum eine Chance, dem massenmedial verbreiteten Antiziganismus entgegenzuwirken. Nur zwei Romazeitschriften (Romano Centro und dROMa) setzten sich mit dem Fall Maria auseinander, wohingegen die Mehrheitszeitungen insgesamt 67 Berichterstattungen dazu veröffentlichten. Read the rest of this entry »
Oktober 13th, 2016 |
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Einrichtungen, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Wissenschaft
Genau vor zwanzig Jahren veröffentlichte das European Roma Rights Centre (ERRC) die allererste Ausgabe seines „Roma Rights Journal“, eines Magazins, das sich – über lange Zeit als eines von nur sehr wenigen akademischen Publikationsmedien – mit der Minderheit der Roma befasste. Im Rückblick auf die Anfänge ihres Mediums lässt die in Budapest ansässige internationale Menschenrechts-NGO heute durchaus Optimismus erkennen: „Es ist ermutigend zu sehen, wie weit wir in den letzten zwanzig Jahren gekommen sind.“ So mancher Missstand, der das Leben der Roma-Gemeinschaft vor zwanzig Jahren geprägt hatte, hätte heute, 54 Ausgaben später (sieben davon waren Doppelnummern), einiges an Brisanz verloren:
In 1996, the state of Roma rights in Europe was very different to the situation we see today. Looking back at the issues that are mentioned in this first edition, it is encouraging to note that many of these atrocities are no longer a constant presence in the lives of Roma in Europe. No matter how disheartening the fight for Roma Rights can be, it is emboldening to see how far we have come in the last twenty years. Read the rest of this entry »
Oktober 9th, 2016 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Interview, Literatur & Bücher, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Martina Schedl (2012): „Mri Historija“ gelesen mit Axel Honneth. Über die Bedeutung von Anerkennung und Missachtung in 15 Lebensgeschichten burgenländischer Roma
Diplomarbeit, Universität Wien (Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft), 127 S.
→Download der UB Wien (pdf)
Abstract: Innerhalb der hier vorliegenden Arbeit wird die Zeitzeugendokumentation „Mri Historija (Meine Geschichte) – Lebensgeschichten burgenländischer Roma“, erstellt vom Verein „Roma-Service“, aus anerkennungstheoretisch fundierter Perspektive betrachtet. Dabei bildet das Anerkennungsmodell des deutschen Sozialphilosophen Axel Honneth das theoretische Fundament der Untersuchung. Honneth differenziert zwischen drei Anerkennungsmustern – Liebe, Recht und Solidarität –, denen er drei Missachtungsformen – Misshandlung, Entrechtung, Entwürdigung – entgegenstellt. Diese Unterscheidung trifft er aufgrund ihrer jeweiligen Bedeutung für Formen des Selbstbezugs – Selbstvertrauen, Selbstachtung und Selbstschätzung. Mit Hilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wurde „Mri Historija“ nach der Bedeutung von Anerkennungs- bzw. Missachtungserfahrungen für Handlungsfreiheit und Selbstwert der 15 erzählenden Burgenland-Roma betrachtet.
„Mri Historija“ ist nicht nur als Beitrag zur österreichischen Erinnerungskultur zu sehen, sondern gleichzeitig als kritische Thematisierung von sozialen Ausschließungsprozessen, die eine selbstbestimmte Lebenspraxis behindern und sich negativ auf den Selbstwert der Individuen auswirken können. In „Mri Historija“ werden jedoch Entwicklungen sichtbar, die auf ein wachsendes Selbstbewusstsein der Burgenland-Roma verweisen. (M. Schedl, S. 120)
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Juli 23rd, 2016 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
In Vorarlberg wurden am Donnerstag die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung über die sich im Land befindlichen Bettler und Notreisenden präsentiert. Erstellt wurde die von der Landesregierung in Auftrag gegebene Studie von Erika Geser-Engleitner von der FH Vorarlberg; die Befragungen haben zwei Mitarbeiter, die selbst der Roma-Minderheit angehören, durchgeführt.
Die Resultate in Kurzform: Die Zahl der im Bundesland gleichzeitig bettelnden Menschen beläuft sich auf täglich mindestens 80 Personen. Zum Kreis der zu den Befragungszeitpunkten (Februar/März 2016 und Mai 2016) erfassten notreisenden Familien zählen insgesamt 200 Personen, unter ihnen auch viele Kinder und Jugendliche. „Ca. die Hälfte aller anwesenden Notreisenden betteln zur gleichen Zeit, während die andere Hälfte etwas anderes tut“, fasst die Aussendung des Landes Vorarlberg die Ergebnisse zusammen. Zum Betteln, dem rund die Hälfte nachgeht, komme demnach der Gelderwerb durch „Zeitungsverkauf, Gelegenheitsarbeit und ganz vereinzelt mittels Straßenkunst“. Die Einkünfte durch Betteln betragen laut Erhebung „pro Tag und Person zwischen zehn und 30 Euro“. Read the rest of this entry »
Juli 15th, 2016 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Aus: Pew Research Center, 11. Juli, 2016, “Europeans Fear Wave of Refugees Will Mean More Terrorism, Fewer Jobs” (zum Download/PDF)
Juni 22nd, 2016 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Die politische Einstellung der deutschen Bevölkerung ist polarisiert. Während eine deutliche Mehrheit der Gesellschaft rechtsextremes Denken und auch Gewalt zum Teil strikt ablehnt und Vertrauen in demokratische Institutionen hat, sind Menschen mit rechtsextremer Einstellung immer mehr bereit, Gewalt anzuwenden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Die enthemmte Mitte“, die das Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig in Kooperation mit der Heinrich Böll-, der Otto Brenner- und der Rosa Luxemburg-Stiftung durchgeführt haben.
„Es gibt zwar keine Zunahme rechtsextremer Einstellungen, aber im Vergleich zur Studie vor zwei Jahren befürworten Gruppen, die rechtsextrem eingestellt sind, stärker Gewalt als Mittel der Interessensdurchsetzung.“ Als Erfolg der Zivilgesellschaft könne man es dagegen ansehen, dass in demokratischen Milieus Gewalt deutlich stärker abgelehnt wird als 2014. „Beides steht in Deutschland nebeneinander: Wir haben Menschen, die sich aktiv um Flüchtlinge bemühen, und es gibt Menschen, die Flüchtlinge aktiv ablehnen“, sagt der Studienleiter. Damit habe eine deutliche Polarisierung und Radikalisierung stattgefunden.
Die Radikalisierung zeigt sich auch bei der Einstellung zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppen. „Die Ablehnung von Muslimen, Sinti und Roma, Asylsuchenden und Homosexuellen hat noch einmal deutlich zugenommen.“
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April 24th, 2016 |
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Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Sympathiebarometer: Zwei von drei Polen lehnen Roma ab. Seit dem Vorjahr haben sich die Daten weiter verschlechtert.
Eine aktuelle Umfrage des staatlich finanzierten Meinungsforschungsinstituts CBOS (Public Opinion Research Center) fragte nach den Sympathiewerten von 27 Nationen und ethnischen Gruppen (Report 53/2016, noch nicht online). Auf die größte Sympathie der Polen stoßen demnach die benachbarten Tschechen (50%), knapp gefolgt von Italienern (49%) und Slowaken (48%). Am anderen Ende der Skala: Araber und Roma. Zwei Drittel (67%) der befragten Personen drückten ihre Ablehnung gegenüber diesen beiden Gruppen aus. Ebenfalls besonders unbeliebt: Russen (50%), Rumänen (47%), Türken (45%) und Juden (37%). CBOS unterstreicht, dass sich die Einstellung gegenüber einer Reihe von Nationen und Ethnien seit Jahresbeginn 2015 verschlechtert habe – was laut Studienautoren vermutlich auf das durch Flüchtlingskrise und Terroranschläge veränderte Meinungsklima zurückzuführen sei.
Bezüglich der Reihung ergab die im Vorjahr durchgeführte Erhebung jedoch ein durchaus ähnliches Bild: Auf dem allerletzten Platz der 32 abgefragten Nationen und Ethnien fand sich – weit abgeschlagen – die Minderheit der Roma. Noch vor einem Jahr bekundeten allerdings mit 58% deutlich weniger Polen, der Volksgruppe gegenüber negativ eingestellt zu sein. Dieser ablehnenden Mehrheit standen nur 18% gegenüber, die angaben, für Roma Sympathie zu empfinden. Die damalige Umfrage ergab für Roma einen Durchschnittswert von -0,93 (auf einer Skala von -3 bis +3). Auf dem vorletzten Platz landeten die Russen (-0,60); nach Arabern wurde damals noch nicht gefragt. Read the rest of this entry »
Februar 24th, 2016 |
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Geschichte & Gedenken, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Anlässlich des 60. Jahrestags der „Zigeuner-Urteile“ veranstalteten der Bundesgerichtshof und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma im Nachgang zum Besuch von BGH-Präsidentin Bettina Limperg im Zentralrat und Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma ein gemeinsames Symposium.
Presseaussendung des Zentralrats, 16.2.2016: Am 17. Februar 2016 fand im Foyer des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe ein gemeinsames Symposium des Bundesgerichtshofs und des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma statt. Thema war das Grundsatzurteil zur Ablehnung der Entschädigung von NS-verfolgten Sinti und Roma vom 7. Januar 1956, in dem der BGH feststellte, dass die „Zigeuner“ von den Nationalsozialisten zu Recht als „artfremd“ behandelt worden seien. So führte er unter Zugrundelegung von NS-Kommentaren z.B. aus, dass „Zigeunern wie primitiven Urmenschen ein ungehemmter Okkupationstrieb eigen“ sei.
Diese Rechtsprechung prägte über viele Jahre das gesamte Entschädigungsrecht für die Überlebenden der Sinti und Roma und wurde zur Niederschlagung von Strafverfahren gegen die Organisatoren des Holocausts herangezogen. 1963 erkannte zwar der BGH in Abänderung des Unrechtsurteils von 1956 den Entschädigungsanspruch an, distanzierte sich aber nicht von der rassistischen Charakterisierung der Minderheit.
Nach knapp 60 Jahren distanzierte sich BGH-Präsidentin Bettina Limperg im Rahmen ihres Besuchs des Zentralrats und Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma im März 2015 von diesem diskriminierenden Urteil. Read the rest of this entry »
Februar 15th, 2016 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Antiziganismus: der gesellschaftlich tolerierte Rassismus – Warum die Diskriminierung von Roma noch immer so weit verbreitet ist?
Kultur und Bildung spezial | Radio FRO 105,0
Erstausstrahlung: 2.10.2015 | Redakteurin: Martina Winkler
Der Vortragende Gernot Haupt ist Vorsitzender des Instituts für Sozialarbeit an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Er erläutert, warum die Diskriminierung von Roma immer noch so weit verbreitet ist. Ob es sich um die Bekämpfung von „organisierten Bettlerbanden“ in Linz handelt, ob es um die staatlich organisierte Deportation von armen rumänischen EU-Bürgern aus Frankreich geht, immer wird von der Dominanzgesellschaft unausgesprochen davon ausgegangen, dies seien gerechtfertigte Maßnahmen, um das, was man heute politisch korrekt nicht mehr „Zigeunerproblem“ nennen dürfe, zu lösen. Woher kommt dieser versteckte, manchmal auch offene Rassismus gegen Roma? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag beleuchtet.
(Text: cba.fro.at)
Januar 25th, 2016 |
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Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 4.1.2016 | (on demand)
I Ursula Hemetek muschikakeri visenschoft upro instituto la muschikakera visenschoftatar upri universiteta Betschi schtudierintscha, kaj oj 1987 promovirintscha. Ando glajchi bersch, le Walter Deutschistar ojs projektoskeri butschaschikija upro instituto le flogoskere muschikakere forschinipeske akardi li uli. 2001 lakeri habilitacijona andi etno muschikakeri logija upri universiteta Betschi usi muschika le etnischi taj religijonakere tschulipendar andi Austrija uschtidija.
La Hemetekakero centrali forschinipeskero than i muschika le tschulipendar hi. Oj igen sorale le terdschojipeske la fochiskera riktschatar ando internacijonali etno muschikakero diskurs, ande pe beschartscha. I Ursula Hemetek usi muschika le tschulipendar andi Austrija forschinen, butvar i muschika le Romendar, le burgenlanditike horvackendar taj le bosnitikendar ande Betschi. Ada dikipe te ande pri siklipeskeri buti ande bescharel. Oj o tschulipengero pharipeskero gendo upro instituto le flogoskere muschikakere forschinipestar taj la etno muschikakera logijatar kertscha taj upre buteder austritike universitetscha use lakeri tema, sikal. Read the rest of this entry »
Januar 25th, 2016 |
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Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 4.1.2016 | (on demand)
Ursula Hemetek studierte vergleichende Musikwissenschaft am Institut für Musikwissenschaft an der Universität Wien, wo sie 1987 promovierte. Im selben Jahr wurde sie von Walter Deutsch als Projektmitarbeiterin ans Institut für Volksmusikforschung geholt. 2001 erfolgte ihre Habilitation in Ethnomusikologie an der Universität Wien zur Musik der ethnischen und religiösen Minderheiten in Österreich.
Hemeteks zentrales Forschungsgebiet ist die Musik von Minderheiten. Sie ist maßgeblich an der Etablierung der Fachrichtung im internationalen ethnomusikologischen Diskurs beteiligt. Ursula Hemetek forscht zur Musik von Minderheiten in Österreich, insbesondere der Roma, der burgenländischen Kroaten und der Bosnier in Wien. Diesen Fokus setzt sie auch in ihrer Lehrtätigkeit. Sie schuf den Minderheitenschwerpunkt am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie und unterrichtet an mehreren österreichischen Universitäten zu ihrem Thema. Seit 2011 ist Ursula Hemetek Leiterin des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie gibt uns Einblicke in die Schwerpunkte ihrer Forschungstätigkeit. Mehr darüber in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Januar 14th, 2016 |
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Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
„Denn sie rauben sehr geschwind jedes böse Gassenkind …“
Tagung der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (GEW) und der Universität Bielefeld in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma sowie der Gesellschaft für Antiziganismusforschung.
3. und 4. März 2016 im Dokuz Sinti und Roma (Berlin)
Aufbau Haus, Prinzenstr. 84 (Aufgang 2, 3. OG), 10969 Berlin
Von Arpad bis Zigeunerfrieda: „Zigeuner“-Figuren und „Zigeuner“-Bilder bevölkern die Kinder- und Jugendliteratur seit ihren Anfängen und sind in all ihren Gattungen vertreten. Zum festen Personal gehören sie in Märchen, ebenso sind sie in kinderliterarischen Klassikern beheimatet: Man denke an Ottilie Wildermuths Das braune Lenchen (1872), Alex Weddings Ede und Unku (1931) oder Kurt Helds Die rote Zora (1941). Auch nach 1945 existieren „Zigeuner“-Kinder in vielen Werken. Sei es in Ursula Wölfels Mond, Mond, Mond (1962) oder in unterhaltungsliterarischen Romanen wie Enid Blytons Fünf Freunde-Reihe. „Zigeuner“-Bilder findet man auch in illustrierten Büchern und Comics, in aktuellen kinder- und jugendliterarischen Romanen, wie denen von Kevin Brooks, oder in autobiographischen Texten von Zeitzeugen, die Anja Tuckermann aufgezeichnet hat. – Die Tagung „Denn sie rauben sehr geschwind jedes böses Gassenkind“ greift mit ihrem Titel ein Zitat aus „Die Zigeunerfrieda“ von Georg Dennler (1910) aus diesem Textfundus auf.
Im Bereich der Literatur- und Gesellschaftswissenschaften erschien in den vergangenen Jahren eine Reihe wichtiger Veröffentlichungen, die der Geschichte dieser Konstruktionen und Stereotypenbildung, den Auswüchsen der Vorurteile und antiziganistischen Tendenzen nachgingen. Read the rest of this entry »
Dezember 20th, 2015 |
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Dokumente & Berichte, Recht & Gericht, Wissenschaft
NS-Völkermord an den Sinti und Roma blieb weitgehend ungesühnt – Dokumentation über Verfahren der Justiz gegen die Täter veröffentlicht
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma veröffentlicht eine Dokumentation mit dem Titel Schonung für die Mörder? – Die justizielle Behandlung der NS-Völkermordverbrechen und ihre Bedeutung für die Gesellschaft und die Rechtskultur in Deutschland. Der Zentralrat will mit diesem Projekt über die jahrzehntelangen Initiativen des Verbandes und seiner Gründer für eine rechtsstaatliche Verfolgung der Täter und Organisatoren des NS-Völkermordes informieren und das Versagen der Justizbehörden bei den Ermittlungsverfahren dokumentieren. „Hier sehen wir uns nicht nur in der Verantwortung gegenüber den Opfern und den Überlebenden des Holocaust, sondern auch in der Pflicht zur Bewahrung des Rechtsstaats“, erklärte heute der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, in Heidelberg.
Nach der Befreiung aus den Konzentrationslagern hatten die Überlebenden schon sehr früh in Eingaben an die Justiz kritisiert, dass die ihnen bekannten Mörder unbehelligt in Freiheit waren und frühere Funktionen in den Behörden wieder ausübten. Die Mitbegründer der Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma, Vinzenz und Oskar Rose, schrieben im Jahre 1948 an die Justiz in München: „Sie werden verstehen, dass wir ein großes Interesse daran haben, diese Leute unschädlich zu wissen, denn sie waren ja die Triebfeder, aufgrund derer viele ungezählte Menschen den Tod fanden, darunter aus unserer Familie allein dreizehn.“ Die Täter wurden bis zu ihrem Lebensende nicht strafrechtlich belangt.
Anlass für die vorgelegte Bestandsaufnahme, zu der noch ein zweiter Band folgen wird, sind vor allem die ab dem vergangenen Jahr neu zur Anklage gebrachten Strafverfahren gegen mehrere in Deutschland noch lebende Angehörige der SS-Wachmannschaft von Auschwitz – meist im Alter von über 90 Jahren – und die öffentliche Diskussion dazu. Read the rest of this entry »
Dezember 17th, 2015 |
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Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Umfrage zeigt starke Vorurteile gegenüber Minderheiten: Bild von Roma am negativsten
Eine Umfrage, die im Auftrag des Soziologischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik durchgeführt wurde, ergab, dass die überwiegende Mehrheit der Tschechen starke Vorurteile gegenüber ethnischen und religiösen Minderheiten hegt. Für die Studie (eine Zusammenfassung auf Tschechisch finden Sie hier) hat die Agentur Focus Anfang Dezember 1.051 Personen über 18 Jahre befragt. Die stärkste Ablehnung trifft demnach die Minderheit der Roma: 85 Prozent der befragten Tschechen stimmten der Aussage zu, Roma seien faul. Mehr als vier Fünftel halten Roma für kriminell. Eine besonders negative Einstellung zeigten die Befragten auch gegenüber Menschen muslimischen Glaubens. Muslime werden als gewalttätig eingeschätzt. 43 Prozent der Befragten reihten Muslime am Ende einer Negativ-Skala von 1 bis 5 ein, weitere 25 Prozent bewerteten sie mit dem Wert 4. Die Befragung untersuchte darüber hinaus auch die Einstellungen gegenüber Syrern, Ukrainern, Russen, Vietnamesen und Slowaken. Dabei erhielten die Slowaken als einzige Nationalität in allen Teilbereichen eine positive Bewertung. Nur im Punkt „Fleiß“ erzielten die Vietnamesen höhere Werte.
Jede zweite Firma will keine Roma
Bei einer Umfrage, welche die ČSOB Bank für die Tageszeitung Právo im Juli durchführte, gaben 48 Prozent der Unternehmen an, dass sie keine Roma einstellen würden: Read the rest of this entry »
Dezember 7th, 2015 |
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Dokumente & Berichte, Hochschulschriften, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Birgit Fuchs: Bettelverbote in Österreich, Eine Betrachtung von geschichtlichen, juristischen und sozialen Aspekten am Beispiel von Oberösterreich, Bachelorarbeit, FH Oberösterreich, Linz 2015.
Die Linzerin Birgit Fuchs, Studentin an der FH Oberösterreich, Fakultät für Gesundheit und Soziales Linz, hat ihre Bachelorarbeit zum Thema der Bettelverbote verfasst. Ihre Arbeit ist in voller Länge auf der Website der Bettellobby OÖ verfügbar (hier geht es zum Download). Das Fazit der Arbeit ist eindeutig: Das Bettelverbot löst keine Probleme. Im Abstract der Arbeit heißt es:
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den Bettelverboten in Österreich auseinander. Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit Begrifflichkeiten, Statistiken und dem geschichtlichen und juristischen Aspekt der Bettelei. Dabei stehen die Entwicklung im Laufe der Geschichte sowie die heutige gesetzliche Situation im Vordergrund. Nach der theoretischen Auseinandersetzung folgt der empirische Teil mit der Auswertung der Interviews mit den ExpertInnen aus dem sozialen Bereich und des Ordnungsdienstes Linz. Das Augenmerk liegt dabei auf der Bedeutung der Bettelverbote für die Betroffenen, die soziale Arbeit und die Kontrollorgane. Von Relevanz sind auch die Sinnhaftigkeit des Verbotes und die Alternativvorschläge der Befragten. Im Anschluss kommt es zur Interpretation und Gegenüberstellung der Ergebnisse der Interviews und der behandelten Fachliteratur. Das Ergebnis zeigt, dass das Bettelverbot keine Lösung für die Bettelproblematik ist.
November 27th, 2015 |
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Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft
Ando bersch 2015 le ar le haburistar (1945), le schotiskere arkeripeske (1955), le EU-akere use gejipeske (1995) taj le Romengere atentatiske (1995) gondolim ol. O kulturakero referat la burgenlanditika thaneskera regirungatar del vaschoda 2015 o Fred-Sinowatz-Visenschoftakere patijaripe trin barikane projektenge, save pumen adale temenca donde bescharde. O erschtivar o dipe le Fred-Sinowatz-Visenschoftakere patijaripestar dujeseri taj deschupantsch ando kher la flogoskera kulturatar kerdo ulo, kaj o kulturtscha khetan bartschon, sar o kulturakero thaneskero rot Helmut Bieler phenel.
I Manuela Horvath Erbatar le patjaripeskere dipeha duj eseri taj deschupantsch le keripeske jeka kenvatar pedar o bombakero murdaripe ando bersch enjavar desch taj pantsch gejng i flogoskeri grupn le Romendar, upre baunim upre lakeri artschijipeskeri buti ando artschijipe „Romane thana – thana le Sintijendar taj Romendar“, patjardi uli.
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November 19th, 2015 |
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Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft
Romni Manuela Horvath aus Oberwart ausgezeichnet
Im Jahr 2015 wird des Kriegsendes (1945), des Staatsvertrags (1955), des EU-Beitritts (1995) und des Roma-Attentats (1995) gedacht. Das Kulturreferat der Burgenländischen Landesregierung vergibt daher den Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreis 2015 für drei herausragende Projekte aus dem Bereich der politischen Bildung, die sich mit Aspekten des Gedenkjahres auseinandersetzten. Zum ersten Mal findet die Vergabe des Fred Sinowatz-Wissenschaftspreises 2015 im Haus der Volkskultur statt, in dem die Kulturen zusammenwachsen, wie der Kulturlandesrat Helmut Bieler es formulierte.
Manuela Horvath aus Oberwart wurde mit dem Würdigungspreis 2015 für die Erstellung einer Broschüre über den Bombenanschlag 1995 gegen die Volksgruppe der Roma, aufbauend auf ihrem Ausstellungsbeitrag in der Ausstellung „Romane Thana – Orte der Sinti und Roma“, ausgezeichnet.
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