Einrichtungen

Kinderbücher in vier Sprachen

Januar 9th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
21.12.2015 | (on demand)

Emmerich Gärtner-Horvath liest vor: Buchpräsentation auf Romani und Deutsch (Foto: BAKIP)An der BAKIP Oberwart wurden zwei neue Kinderbücher prä­sen­tiert. Für den Romani-Teil ver­ant­wort­lich war un­ser Verein Roma-Service.

Im Dezember wurden im Übungskindergarten der BAKIP Oberwart die bei­den vier­spra­chi­gen Kinder­bücher „Wer hilft dem Eichhörnchen?“ und „Weißt du, wo ich zuhause bin?“ vor­ge­stellt. Diese beiden Bücher wurden im letz­ten Schul­jahr durch den Elternverein heraus­ge­ge­ben und sind nun in der BAKIP er­hält­lich. Zusam­men­gestellt wur­den sie von Schülerin­nen und Schü­lern im Unter­richts­gegenstand Seminar Bild­ne­rische Erziehung, Werk­erzie­hung und Textiles Gestalten unter der Lei­tung von Gisela Kramer. In den Unter­richts­gegen­ständen Kroatisch und Ungarisch wurde die Über­setzung des deut­schen Textes mit Iris Zsótér erarbeitet. Die Mit­arbeiter des Roma-Service, Emmerich Gärtner-Horvath und Josef Schmidt, über­setz­ten die Bücher ins Roman (Bur­gen­land-Romani). Bei den Buch­vorstel­lungen wurden die beiden Werke von Schü­lerinnen der 5. Klassen und einem Mit­arbeiter des Roma-Service im Übungs­kinder­garten der Bil­dungs­anstalt für Kinder­garten­päda­gogik präsentiert. Das Buch „Wer hilft dem Eich­hörn­chen?“ wurde den Kin­dern in Deutsch und Ungarisch und in Deutsch und Burgen­land-Romani dar­ge­bo­ten. Read the rest of this entry »

Roma sam: VHS der Burgenland-Roma

Dezember 27th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
14.12.2015 | (on demand)

VHS Roma: Mitarbeiter Peter Liszt (Foto: )volksgruppen.orf.at: Die Volkshochschule der Burgen­land-Ro­ma wur­de im Jahr 1999 als Teil­orga­ni­sa­tion der bur­gen­län­di­schen Volks­hoch­schulen ge­grün­det. Die Ziel­setzung des Vereins ist ein Bil­dungs­an­ge­bot für Roma und Nicht-Roma zu schaf­fen, die an der Sprache und Kultur der Roma interes­siert sind, und Begeg­nun­gen und Aus­tausch zwi­schen Roma und Nicht-Roma zu för­dern. Die VHS der burgenländischen Roma ver­sucht durch die Ent­wicklung und Rea­li­sie­rung von diver­sen Projek­ten ein brei­tes Publi­kum für die Ge­schich­te und Gegen­wart der Roma zu be­geis­tern. Peter Liszt, Mit­arbeiter der VHS der burg­en­län­di­schen Roma, gibt Ein­blick in die diver­sen Ver­anstal­tun­gen zur Kultur und Geschichte der Roma, Aus­stel­lun­gen, Lesun­gen, Sprach­kurse etc., welche rea­li­siert und einem brei­ten Publi­kum prä­sen­tiert wur­den. Jede Ver­anstal­tung hat auf ihre Art neue Wege in der Ver­mitt­lung von Kultur, Geschichte und sozia­ler Situa­tion der Roma be­schrit­ten. Mehr darüber erfah­ren Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

Link: www.vhs-roma.eu

VHS le burgenlanditike Romendar

Dezember 26th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
14.12.2015 | (on demand)

VHS Roma: Mitarbeiter Peter Liszt (Foto: )I flogoskeri utschi ischkola le bur­gen­lan­ditike Ro­men­dar ando bersch 1999 ojs fala­tos­keri orga­ni­sacija le bur­gen­landi­tike flogos­kere utsche isch­ko­len­dar, kerdi uli. O cil le faraj­nistar hi, jek sika­di­pes­kero dipe le Romenge taj gadschen­ge te scho­finel, saven inte­resi vasch i tschib taj i kultura le Romen­dar hi taj le tala­lini­peske taj le paru­ji­peske masch­kar o Roma taj o gadsche te pomo­schinel. I VHS le burgenlanditike Romendar duach o ent­vik­li­nipe taj prik bescha­ripe minden­fe­litike pro­jekten­dar but manu­schen la histo­ri­jake taj la adi­ve­sa­kera situa­ci­jake le Romen­dar te resel kamla. O Peter Liszt, butscha­schi andi VHS le bur­gen­lan­di­tike Romen­dar, and dikipe ando min­den­feli­tike mula­tintscha­ge usi kultura taj historija le Ro­men­dar, artschi­jip­tscha, ge­nip­tscha, tschib­tscha­kere kurstscha t.a. del, save imar kerde taj but manu­schen­ge pre­sen­ti­rim ule. Sako mula­tintscha­go ande pro koja, neve droma ando famit­li­nipe la kultu­ratar, la histo­ri­jatar taj la soci­jali situa­ci­jatar le Romen­dar, gelo. Bute­der pedar, schu­nen tumen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

Link: www.vhs-roma.eu

(volksgruppen.orf.at)

Austritiko artschijipe ande Auschwitz

Dezember 22nd, 2015  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
7.12.2015 | (on demand)

Neues Konzept für die Österreich-Ausstellung in Auschwitz-Birkenau (Foto: Nationalfonds)O 1978 prado austritiko-artschijipe ando schtot­li­chi museum le gon­do­li­nipes­kere tha­nes­tar Auschwitz-Bir­ke­nau le khe­ro­da­schen jeka and geji­pes­kere tabli­naha, upre savi i „Austrija – Ersch­ti opferi le nacijo­nal­soci­jalis­mu­sistar“ te genel sina, akar­lahi. Dugi cajt aja opfe­ren­geri situa­cija, jek fala­to la austri­tika iden­ti­te­tatar sina. Le gon­dos­kere iri­ni­peha vasch o mit­ferant­voa­ti­nipe la Austri­jatar uso bibas­talo tradipe le naci­jo­nal­soci­ja­lis­musis­tar, jek nevo keri­pe manglo ulo. 2013 o artschi­jipe andar o bersch 1978 ando „Block 17“ le gon­do­li­nipes­kere tha­nestar, use tscha­pim ulo. 2014 i nevi kon­cep­ci­jona le artschi­jipes­tar taj 2015 o keripe, andi buti dim ulo. O artschijipeskero gondo „Duripe. Austrija ande Auschwitz“ o gejo­gra­fischi duripe masch­kar i Austrija taj Auschwitz, taj te upro tesch­tos­kero duri­pe odo­len­dar, sa­ve Auschwitz ledschim ule, andar i Austri­ja taj andar o dschi­vipe, sikal. O artschi­jipe adala durip­tscha ando masch­ka­ripes­kero gendo bescha­ren taj o kes­dipe la histo­ri­jatar andi Austrija taj lakero kise­ti­nipe ande Auschwitz le khe­ro­da­schenge pasche anel.

I historikerkija taj kuratorkija Birgit Johler, and dikip­tscha ando nevo ke­ripe le austri­tike vila­gos­kere atschi­ji­pestar ando schtot­lichi muse­um Auschwitz-Bir­kenau, kaj te upri opfe­ren­geri grupn le Romendar taj Sintijendar ande Auschwitz dik­lo ol, del. Read the rest of this entry »

Österreich-Ausstellung in Auschwitz

Dezember 22nd, 2015  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

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Radio Burgenland:
7.12.2015 | (on demand)

Ausstellungskuratorin Birgit Johler (Foto: CC/esel.at)Die 1978 eröffnete Österreich-Ausstellung im Staat­li­chen Museum der Gedenk­stät­te Auschwitz-Bir­ke­nau be­grüßte Besu­chende mit einer Eingangs­tafel, auf der „Öster­reich – Erstes Opfer des National­sozia­lis­mus“ zu lesen war. Lange Zeit war diese Opfer­these Teil der öster­rei­chi­schen Iden­tität. Mit dem Wandel des Bewusst­seins um die Mit­verant­wor­tung Öster­reichs an den Ver­bre­chen des National­sozia­lis­mus wurde schließ­lich eine Neu­gestal­tung ge­for­dert. 2013 wurde die Aus­stel­lung von 1978 im Block 17 der Gedenk­stätte ge­schlos­sen. Als Resul­tat europa­weiter Wett­be­wer­be wurde 2014 die Neu­konzep­tion der Aus­stel­lung und 2015 deren Gestal­tung be­auf­tragt. Die Aus­stel­lungs­idee „Entfer­nung. Öster­reich in Auschwitz“ ver­weist auf die geo­gra­fi­sche Ent­fer­nung zwi­schen Öster­reich und Auschwitz, zugleich aber auch auf die phy­si­sche Ent­fer­nung der nach Auschwitz De­por­tier­ten, aus Öster­reich und aus dem Leben. Die Aus­stel­lung setzt diese Ent­fer­nun­gen in den Mittel­punkt und bringt den Anfang der Ge­schichte in Ös­ter­reich und deren Ende in Auschwitz den Be­su­chern nahe.

In der Sendung gibt die Historikerin und Kuratorin Birgit Johler Ein­blicke in die Neu­gestal­tung der öster­rei­chi­schen Länder­aus­stel­lung im Staat­lichen Mu­se­um Auschwitz-Birkenau un­ter Berück­sich­ti­gung der Opfer­gruppe der Roma und Sinti in Auschwitz. Read the rest of this entry »

Gipsyeye – Don’t worry, be Roma!

November 30th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Ionut Stan in seinem Büro (Foto: hpd/Sandra Mossner)Ionut Stan, Leiter der GIPSYEYE NGO in Rumänien, ist eine unver­zicht­bare Stimme im PEARLS-Projekt, das von der EU ge­spon­sert wird. Es geht um den Schutz jener Roma­kinder und -ju­gend­lichen, die be­son­ders be­trof­fen von Schul­ab­bruch und un­glei­chen Bildungs­chan­cen sind.

hpd/Susan Navissi, 26.11.2015: Gipsyeye arbeitet sowohl an der Aufklärung über Roma als auch im Bereich Anti­rassismus und Men­schen­rechte. Jedes Jahr er­mög­licht sie vielen jungen Men­schen, als Frei­willige diese Orga­ni­sa­tion zu unter­stützen und wert­volle Erfah­run­gen zu ma­chen. Roma, die seit Jahr­hun­der­ten Diskri­mi­nie­rung und tief ver­wurzel­ten Rassis­mus in ganz Europa erlebt ha­ben, die die Grauen der Nazizeit in gan­zer Härte er­litten, müssen immer noch um die Anerken­nung ihrer Würde kämpfen. Der hpd sprach mit Ionut Stan.

hpd: Was brauchen die SchülerInnen mit Roma-Hinter­grund be­son­ders?

Ionut Stan: Zunächst einmal müssen sie verinnerli­chen, dass sie genau so wie alle anderen rumä­ni­schen Kinder rumäni­sche Staats­bür­gerInnen sind mit genau den­selben Rechten. Bedauer­licher­weise wer­den sie an manchen Schulen nach wie vor diskri­mi­niert und die Kinder be­kom­men den Ein­druck, es sei schlecht, Roma zu sein. Aber das Gegen­teil ist der Fall. Es ist eine wunder­bare Er­gän­zung, mehrere kultu­relle Ein­flüsse zur Ver­fügung zu haben. Wichtig ist, dass Eltern und Kinder ermutigt werden, ihre Bedürf­nis­se im Bereich Bildung zu er­kennen und zu arti­ku­lie­ren. Es darf keine Segre­ga­tion geben, Roma und Nicht Roma müssen zusam­men lernen und sie müssen wissen, dass wir, NGOs, Schul­insti­tu­tio­nen da sind, um sie zu unter­stützen. Wenn wir einen Weg finden, auch unseren Roma Kindern das Gefühl zu geben, dass sie will­kom­men sind, ge­schätzt und geliebt werden und ihr Erfolg ge­wünscht ist, dann sollte einer posi­ti­ven Ent­wick­lung nichts im Wege stehen.

Spielt es für Sie eine Rolle, dass an der Cosmesti-Schule zwei Leh­rerIn­nen mit Roma­wurzeln nach dem Uni­ver­si­täts­ab­schluss Leh­rerIn­nen wur­den?

Ich denke, die Funktion der positiven Rollenvorbilder kann nicht genug be­tont werden. Es ist heut­zu­tage mög­lich, in Rumänien die eige­ne Karriere zu ver­folgen und dabei unter­stützt zu wer­den. Read the rest of this entry »

2. Antiziganismus-Bericht

November 29th, 2015  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Bericht "Antiziganismus in Österreich"Romano Centro (Hg.):
Antiziganismus in Österreich
Falldokumentation 2013–2015
Informationen für Betroffene und ZeugInnen
Wien, Nov. 2015, 36 S.

Der Verein Romano Centro hat vergangene Woche seinen 2. Bericht (Download, PDF/5 MB) über anti­ziga­nis­ti­sche Vor­fälle in Österreich prä­sen­tiert. Von Anti­ziga­nis­mus betrof­fen sind in erster Linie Roma und Sinti, aber z. B. auch BettlerIn­nen. Der Bericht ent­hält 61 Fälle aus den Berei­chen Medien, Politik, Internet, Arbeit, Bildung, Zu­gang zu Gütern und Dienst­leis­tun­gen, Polizei und öf­fent­li­chem Raum. Zu­sätz­lich ent­hält der Bericht Infor­ma­tio­nen für Betrof­fene sowie Empfeh­lungen zur Be­kämp­fung von Anti­ziga­nis­mus.

Der Verein Romano Centro gibt seit 2013 alle zwei Jahre einen Bericht zu Anti­ziga­nis­mus heraus, um auf die­se Form des Ras­sis­mus auf­merk­sam zu machen.

THARA: 10 Jahre arbeitsweltliche Inklusion

November 6th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen

Thara Mit einem Festakt am 4. November be­ging THARA das 10-jäh­ri­ge Ju­bi­läum

Thara, 5.11.2015: Die Volkshilfe tritt dafür ein, dass alle Men­schen alle Chancen haben. Männer und Frauen, Kinder genau so wie äl­tere Men­schen, Romnja/Ro­ma und Sinti­ze/Sinti, ob seit Jahr­hun­der­ten autochtho­ne Öster­rei­cherIn­nen oder zu­gewan­derte, genau so wie alle ande­ren Men­schen. Dieser Grund­gedanke, der sich durch die Arbeit der Volkshilfe seit ihrer Grün­dung im Jahr 1947 zieht, stand auch am Beginn von THARA. Dabei haben ver­schie­dene gesell­schaft­li­che Gruppen auch spe­zielle Bedürf­nisse, die es zu berück­sich­ti­gen gilt. Auch diese Über­legung war Teil des Kon­zepts.

Am 4. November 2015 feierte THARA 10-jähriges Jubiläum im schönen Marmor­saal des Sozial­minis­te­riums. Erich Fenninger, Di­rek­tor der Volks­hilfe sagt in seiner Rede: „Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich dieses spe­zielle öster­rei­chi­sche Arbeits­markt­projekt, das so gut zur Idee der Volks­hilfe passt, von An­beginn an ver­ant­wor­ten und beglei­ten durfte“. Auch Bundes­mi­nis­ter Hundstorfer unter­stützt das Projekt seit der Grün­dung und gratu­liert den Projekt­ver­ant­wort­li­chen: „Die Diver­si­tät der Men­schen, die sich an THARA wandten und wen­den, ist beein­dru­ckend. Sie macht deutlich, dass durch diese Arbeit Stereo­typen ver­än­dert wer­den, die mit den Lebens­reali­tä­ten der Roma und Sinti in Öster­reich nichts zu tun haben. Vieles liegt aber noch vor uns. Wir müs­sen weiter gemein­sam die Be­kämpfung von Dis­krimi­nie­rung im und vor allem beim Zu­gang zum Arbeitsmarkt vorantreiben“.

Die Projektleiterin Usnija Buligovic fin­det ebenso emotio­nale Worte: „Damals hatte ich nicht ge­dacht, dass THARA so eine wich­tige Rolle in meinem Lebens spie­len würde. Aber ich habe von Anfang an ge­wusst, dass dieses Projekt ein wich­tiger Meilen­stein in der Ge­schichte der Roma in Wien wer­den würde“. Read the rest of this entry »

Der Internationale Suchdienst (ITS)

Oktober 27th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

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Radio Burgenland:
19.10.2015 | (on demand)

Susanne-UrbanDer Internationale Suchdienst – eng­lisch International Tracing Service (ITS) – ist ein Zentrum für Doku­men­ta­tion, Infor­ma­tion und Forschung über die national­sozia­lis­tische Ver­fol­gung, NS-Zwangs­arbeit sowie den Holocaust. Zu den Haupt­auf­ga­ben des Such­diens­tes zählen die Klä­rung des Schick­sals von Verfolgten des NS-Regimes und die Suche nach Ange­hö­ri­gen. Wei­ters die Ertei­lung von Aus­künf­ten an Über­lebende und Familien­an­ge­hö­rige von NS-Opfern, For­schung, Päda­go­gik und Erin­ne­rung sowie die Auf­bewah­rung, Konser­vie­rung und Er­schließung von Doku­men­ten.

Susanne Urban, seit Mai 2009 Bereichs­leite­rin der For­schung und Bil­dung, gibt Ein­blick in die Arbeit beim Inter­natio­na­len Such­dienst in Bad Arolsen.

Der Bestand des ITS ist mit rund 30 Millionen Dokumenten eine der welt­weit größten Samm­lun­gen von Unter­lagen über zivile Opfer der national­sozia­lis­ti­schen Herr­schaft. Um die histo­risch wert­vollen Doku­mente für die nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen zu er­hal­ten, ist die Digitali­sie­rung, elektro­ni­sche Indi­zie­rung und Spei­che­rung des Archiv­mate­rials ein weiterer wich­tiger Teil der Arbeit des ITS. Im Juni 2013 wurde das Archiv des Inter­na­tio­nalen Such­diens­tes von der UNESCO in das Welt­dokumenten­erbe auf­ge­nom­men.

Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

O Fonogramiskero Archivo

Oktober 25th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

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12.10.2015 | (on demand)

Phonogrammarchiv der ÖAW (Foto: uzh.ch)O Fonogramiskero Archivo la Austritika Akade­mi­jatar la Visen­schof­ta­tar jek insti­tuto la austri­tika akade­mi­jatar la visen­schoftatar le be­schi­peha ande Betschi hi. 1899 ojs visen­schoft­­lichi hangoskero archi­vo kerdo lo ulo taj o lek phu­rane­der audijo­vi­sujlei archivo le themstar hi lo. O Fono­gramis­kero Archivo sajt pro keri­pe taj pal o angle dipe la aka­de­mi­jatar, vakeri­pes­kere upre liptscha taj te muschi­ka­kere falati khetan kedija. Barika­nipe upre jek bulhi doku­men­ta­cija tschito ol. Pedar sako upre lipe te jek pisi­nipe kerdo ol, savo infor­ma­ciji pedar o upre limo dscheno, o vodi­nipes­kere koji le upre li­pestar taj o tech­ni­schi koji sikal. 1999 o histori­schi falati le Fono­gramis­kere Archi­vistar (1899-1950) ando themes­kero regis­teri la UNESCO-ja­tar „Memory of the World“ upre lim ule.

I dujti direkterkija la etnomusikologija­tar taj romanisti­katar, Christiane Fennesz-Juhasz, and dikipe ando bari­kano khe­tan kedipe le Mozes Hein­schinkistar taj la Milena Hübsch­mannovátar, del.

Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Das Phonogrammarchiv

Oktober 24th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
12.10.2015 | (on demand)

Roma-Tondokumente im Phonogrammarchiv: Vortrag von Christiane Fennesz-Juhasz in Schlaining 2015 (Foto: Roma-Service)Das Phonogrammarchiv ist ein Institut der Österreichischen Akademie der Wissen­schaften mit Sitz in Wien. Es wurde 1899 als wissen­schaft­li­ches Schallarchiv gegrün­det und ist das älteste audiovisuelle Archiv der Welt. Das Phono­gramm­archiv sammelte seit seiner Grün­dung ge­mäß seiner Bestim­mung durch die Aka­demie sowohl Sprachaufnahmen als auch Musikstücke. Man legt beson­de­ren Wert auf eine um­fang­reiche Doku­men­ta­tion. Jede Auf­nahme wird in der Regel durch ein aus­führ­li­ches Protokoll ergänzt, das unter anderem Infor­ma­tio­nen über die auf­genom­me­nen Per­sonen, die Begleit­umstände der Auf­nahme sowie tech­ni­sche An­gaben enthält. 1999 wurden die histo­ri­schen Bestände des Phono­gramm­archivs (1899-1950) in das Welt­re­gis­ter der UNESCO „Memory of the World“ ein­ge­tragen.

Bei den Schlaininger Gesprächen gab die stell­ver­tre­tende Direk­to­rin der Ethno­musiko­logie und Romis­tik, Christiane Fennesz-Juhasz, Ein­blick in die einzig­artige Roma-Samm­lung von Mozes Heinschink und Milena Hübschmannová.

Mehr darüber hören Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Sinti-und-Roma-Repräsentanz in Berlin

Oktober 23rd, 2015  |  Published in Einrichtungen

Aufbau Haus am Moritzplatz (Foto: R. Engel/aufbauhaus.de)Die Verfolgung von Sinti und Roma in Europa hat eine lange Geschichte – fest­gehal­ten wird sie im Dokumen­ta­tions- und Kultur­zentrum in Heidelberg. Seit Frei­tag gibt es auch eine Ver­tre­tung des Zentrums in Berlin-Kreuzberg. Für den Vor­sitzen­den des Zentral­rats Romani Rose ist das ein wich­ti­ger Ein­schnitt.

>>Dokuz Sinti und Roma (Berlin)

rbb-online.de: Die deutschen Sinti und Roma haben in Berlin eine Repräsen­tanz ihres Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrums eröff­net. Bei der Eröff­nung am Frei­tag in Berlin-Kreuzberg sagte der Vor­sitzen­de des Zentral­rats Romani Rose, Rassis­mus gegen Sinti und Roma las­se sich nur über eine breit an­ge­legte Auf­klä­rung be­kämpfen. Es sei daher un­ver­zicht­bar, in der deut­schen Haupt­stadt Gesicht zu zei­gen und ent­schie­den ge­gen Antiziganismus vor­zu­gehen: „Die Er­öff­nung mar­kiert in der Geschichte un­se­rer Bürger­rechts­be­we­gung zweifel­los einen wich­ti­gen Ein­schnitt.“

Die Berliner Repräsentanz im Aufbau-Haus am Moritz­platz will nach den Wor­ten von Rose durch Bildungs­angebote die Situa­tion der Sinti und Roma im heuti­gen Europa kri­tisch be­leuch­ten und den Diskurs mit der Bundes­politik voran­trei­ben. Außer­dem zeige sie wech­selnde Aus­stel­lun­gen über die Min­der­heit.

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Wien: Gedenkfeier am Ceija-Stojka-Platz

Juli 31st, 2015  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Dikh he na bister! - Schau und vergiss nicht!Anlässlich des internationalen Gedenktages des Völkermordes an Roma und Sinti lädt das Romano Centro am Sonn­tag, den 2. August von 18:00 bis 20:00 Uhr zu einer Ge­denk­ver­anstal­tung auf dem Ceija-Stojka-Platz im 7. Wiener Ge­mein­de­bezirk.

Ando dujto augusto o Romano Centro orga­ni­za­rel jek come­mo­ra­cija ando Ceija Stojka Platz ando 7. becirko kaj Bech vash le viktima kathar o Romano Samudaripe. Aven te keren patyiv sa le Romen­ge, kon sas mudar­di­me kathar e Nazi legija. Dikh he na bister!

Im April dieses Jahres wurde der 2. August als „European Roma Holocaust Memorial Day“ vom Euro­päi­schen Par­la­ment an­er­kannt. Vor allem die „Roma Genocide Remem­be­rance Ini­tia­tive“ – mit Unter­stüt­zung zahl­reicher Roma-Orga­ni­sa­tio­nen aus ganz Europa – spielte eine große Rolle im Kampf für die An­er­ken­nung dieses his­to­ri­schen Tages. Im Jahre 1944 wur­den in der so­ge­nann­ten „Zigeunernacht“ vom 2. auf den 3. August 2.897 Roma – Männer, Frauen und Kinder – in den Gas­kammern von Auschwitz-Bir­kenau er­mor­det. An diesem Tag erin­nern wir uns neben ihnen auch an alle ande­ren Roma, die wäh­rend des Zwei­ten Welt­krieges aus rassi­schen Motiven ver­folgt und er­mor­det wur­den. In den Reden der Nach­fahren im Natio­nal­sozia­lis­mus ver­folgter Roma und Juden stehen per­sön­liche Familien­ge­schich­ten sowie Gedenk­kultur im Mit­tel­punkt. Die Besu­cher haben gegen Ende der Ver­anstal­tung die Mög­lich­keit, sich im Rahmen eines Gedenk­aktes per­sön­lich zu betei­li­gen. Die Musik steht eben­falls im Zei­chen des Gedenkens.

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Aladár Horvath: „Gleiche Rechte für alle“

Juli 20th, 2015  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Aldar Horvath bei einer antirassistischen Kundgebung (Foto: dieschwelle.de)Aus 70 Bewerbungen für den Internationalen Bremer Friedenspreis, der alle zwei Jahre ver­geben wird, hat die Jury der gemein­nützi­gen ökume­ni­schen Stiftung „die schwelle“ die drei Preis­träger aus­ge­wählt. Im Septem­ber 2015 wird die Jury die drei Gewinner des Friedens­preises bekannt ge­ben. Bis dahin stellt die Stif­tung auf ihrer Web­site im Laufe der nächs­ten Wo­chen die 13 Per­so­nen und Orga­ni­sa­tio­nen ihrer enge­ren Auswahl vor. Mit dabei: der unga­ri­sche Roma-Akti­vist und -Poli­tiker Aladár Horvath, der von der Initia­tive „Leipzig Korrektiv“ für den Preis no­mi­niert wurde. Im Fol­gen­den das Porträt auf der Web­site:

Er gibt den Roma eine Stimme in Ungarn: Aladár Horvath


Seit einem Vierteljahrhundert kämpft der unga­ri­sche Men­schen­rechts­akti­vist, Bür­ger­­recht­ler und Politi­ker Aladár Horvath un­er­müd­lich gegen die Benach­tei­li­gung und Aus­gren­zung der rund 700.000 Roma in seiner Heimat.

Bereits im Jahr 1988/89 gehörte Aladár Horváth im da­mals noch sozia­lis­ti­schen Ungarn zu den Mit­begrün­dern eines so­genann­ten Anti-Ghetto-Komitees. In seiner Heimat­stadt Miskolc machte sich der damals 25-Jäh­rige gemein­sam mit anderen unga­ri­schen Roma erfolg­reich gegen eine Um­sied­lung stark: Die Ange­hö­ri­gen der eth­ni­schen Minder­heit sollten in 168 Wohnun­gen zu je 29 Quadrat­metern unter­ge­bracht wer­den – zwei Kilo­meter von der Stadt ent­fernt, ohne Heizun­gen und Ab­was­ser­lei­tungen.

Ähnliche Pläne gibt es in Miskolc auch in jüngster Zeit wie­der. Füh­rende Lokal­politiker ha­ben die Auf­lö­sung eines großen Roma-Wohn­gebiets be­schlos­sen. Wieder ein­mal sol­len die Ein­wohner in neuen Be­hau­sun­gen unter­gebracht wer­den, die über keiner­lei Wasser­an­schlüs­se ver­fügen. Gemein­sam mit ande­ren Bürger­recht­lern demonstrierte Ala­dár Horvath fast vier Wochen für das Bleibe­recht der Ein­wohner vor Ort.

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Romani Platni: Gejng i diskriminacija te thal

Juli 10th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen

Integracija duach i dschomra dschal: Ande Budapest jek habeskero kher latsche dschal, kaj Romnija, tipischi Romen­gero-habe than. I muam Malvin nan tschaj jek igen aktivi taj phure­der dschuvli hi, oj te jek Romni hi – taj o vo­dschi jeke habes­kere kheres­tar ande Bu­dapest, savo sajt trin berscha dsche­nen andar o andrutno taj avrutno vilago akarel. Valami dujvar andi masek o vudara le tikne kherestar ando enjato becirk upre dschan, o latscho habe upro tajnertscha tschite on, taj o kherodaschtscha loscha­nen pumen. „Sakone habe amen­ge jek histo­rija hi taj len­gere vurc­lini ande amari familija tradi­cijona“, phukal i rentner­kija. „Amen adaj tschak pal tradi­cijo­neli Romen­gere-re­ceptscha tha­vas“.

O erschti Romengero-habeskero kher ande Budapest hi ada, save o cil hi, le avre dsche­nen jeke neve islini­pes­kere theme­ha khe­tan te phandel. Ande ada kher na dschal tschak vasch i kulinarika, adaj te vasch jek socijali bota­schis­kero koja dschal. Read the rest of this entry »

Projekto kesdintscha: Dikhen amen!

Juli 9th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Projektteam Dikhen AmenLe lek bare­der tschu­lipe andi Europa tschak tschule vake­rasch­tscha hi. O farajn „Amaro Drom“ ande pe leske bescha­rel. Ande Kreuzberg nevo than pratascha taj le tel­di­ki­pes­kere kojenca upre te schu­scha­rel kamla.

Terne Sinti taj Roma te sorisarinel

„Barikano hi, hot o perspektivtscha le terne Sintijendar taj Romen­dar akan pradipe uschti­den taj na tschak mindig peder lende vaker­do ol“, phenel o projektos­kero schero Anna Friedrich. Le faraj­niske „Amaro Drom“ igen bari­kano hi, le terne Sinten taj Romen te sori­sa­rinel. „Tumen nisaj kultura hi, tumen tschak dromes­ke san, tumen na keri­nen ande amaro kheta­nipe. Oda hi, so o terne Roma mindig te schunel uschti­den“, phenel o angle beschto Merfin Demir. Kaj ada cil kise­tim te ol, jek projek­to kesdim ulo. „Dikhen amen“! „Seht uns“! – ando prik bescha­ripe bu­tschol. Read the rest of this entry »

RomArchive: Startschuss für digitales Archiv

Juli 4th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Kunst & Fotografie, Musik

Gründungsversammlung von RomAchive am 26. Juni 2015 in Berlin (Foto: RomArchive)Digitales Archiv der Sinti und Roma startet

„Wir haben die Besten ver­sam­melt!“ | „Ame an­dam e maj lašen kethane!“

Pressemitteilung, 2.7.2015:
Ziel des Projekts: Das erste umfassende digitale Archiv für Kunst der Sinti und Roma in Europa zu etablie­ren, um den integra­len Anteil dieser Minder­heit an der euro­päi­schen Kultur sicht­bar zu machen.

Wie: Hochkarätige ExpertInnen aus der Roma-Community wählen die Inhalte für ver­schie­dene Bereiche wie z.B. Musik, Theater, Film aus. Diese wer­den in eini­gen Jahren in digitaler Form ver­füg­bar gemacht.

Wann: Die Aufbauphase des Projektes hat bereits begon­nen. Das Projekt hat sich mit seiner ers­ten Sitzung am 26. Juni 2015 in Berlin konsti­tu­iert. Das Pro­jekt läuft ins­ge­samt 5 Jahre lang.

Prozess des Projekts: Zu diesem Zweck soll eine Sammlung internatio­na­ler Kunst aller Gat­tungen ent­stehen, erwei­tert um zeit­geschicht­liche Dokumente und wissen­schaft­liche Posi­tio­nen. Kon­zeptio­nell und inhalt­lich wird jeder Archiv­bereich von einem eigenen Kura­torInnen­team ver­ant­wortet. Nach der Projekt­lauf­zeit von 5 Jahren wollen die Initia­tiorin­nen Isabel Raabe und Franziska Sauerbrey das Archiv an eine euro­päische Roma-Or­ga­ni­sa­tion und damit komplett in die Hände der Com­munity über­geben. 

Der Aufbau des Pro­jekts und die Arbeit der Kura­­torIn­nen las­sen sich un­ter facebook.com/romanoarchive und bald auch auf Twitter so­wie auf Youtube mit­er­leben.

Zitate:
„Wir sind stolz, einige der besten Künstlerinnen und Künstler der Roma-Community als KuratorInnen für RomArchive versammelt zu haben“, sagt Nicoleta Bitu – Vorsitzende des Beirats von „RomArchive“.

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Neues Projekt „Dikhen amen – Seht uns!“

Juni 29th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Projektteam Dikhen AmenDeutschland: Dikhen Amen – Seht uns, ein Pro­jekt von Amaro Drom e.V.

Im April diesen Jahres startete das Projekt „Dikhen amen! Seht uns! – Empowerment und Sensibilisierung für Antiziganismus aus Sicht junger Roma und Sinti“. Das Haupt­ziel des Projek­tes ist Empower­ment junger Roma und Sinti. Darun­ter ver­stehen wir, Raum zu schaf­fen für Selbst­bewusst­sein, Selbst­behaup­tung und den Kampf um Anerken­nung als gleich­berech­tig­ter Teil der Gesell­schaft. Ein weite­rer zentraler Bestand­teil des Projektes ist die Sensi­bi­li­sie­rung junger Nicht-Roma bzw. Nicht-Sinti für den spezi­fi­schen Rassismus und seine Fol­gen. 
Im Mittel­punkt des Projektes stehen die Erfahrungen und Lebens­realitäten junger Roma und Sinti. Basie­rend auf dem Erfahrungs­wissen der Jugend­lichen werden Metho­den für Jugend­bildungs­arbeit ent­wickelt. 
Im Laufe des Pro­jek­tes wer­den jugend­liche Sinti und Roma zu Multipli­kator_innen aus­ge­bil­det, um selbst Empower­ment- und Sensi­bi­li­sie­rungs-Work­shops durch­führen zu kön­nen. Die Workshops rich­ten sich an junge Men­schen in Jugend­clubs, Jugend­selbst­organi­sa­tio­nen und Ver­bänden sowie Bildungs­ein­rich­tun­gen.

Die Ideale von Empowerment, Mobilisierung, Selbst­organi­sa­tion und Parti­zi­pa­tion der jungen Menschen wird durch „Dikhen Amen! Seht uns!“ mit einer noch größe­ren Breiten­wirkung von Amaro Drom gestärkt. Neben der Stär­kung junger Roma und Sinti im Um­gang mit Rassismus in Deutsch­land und der Sichtbar­machung ihrer unter­schied­li­chen Lebens­reali­tä­ten und Identitäts­ent­würfe zielt das Projekt auch auf eine kriti­sche Auseinan­der­setzung mit Rassis­mus gegen Roma und Sinti in der breiten Öffent­lich­keit ab.

Einer der Höhepunkte des Projektes in diesem Jahr wird die Bundesjugendkonferenz vom 19. bis 24. Novem­ber in Hannover sein, an der über 100 Jugend­liche aus dem gesam­ten Bundes­gebiet und darüber hi­naus teil­neh­men werden. Read the rest of this entry »

WZ: Kochen gegen Vorurteile

Juni 21st, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen

Integration geht über den Magen: In Budapest flo­riert ein Restaurant, in dem Roma-Frauen typi­sche Gerichte kochen.

Silviu Mihai/WZ: (…) Tante Malvin ist nicht nur eine sehr aktive und nette ältere Dame, sie ist auch Rom[ni] – und das Herz eines beson­de­ren Buda­pes­ter Restau­rants, das seit drei Jahren immer mehr Ein­hei­mische und sogar aus­län­di­sche Besucher an­zieht. Mindes­tens zwei­mal im Monat gehen die Türen der kleinen Wohnung im neunten Bezirk auf, die defti­gen Gerichte landen bald auf den Tellern, und die Gäste wer­den neu­gierig. „Jede Speise hat für uns ihre Ge­schichte und ihre Wur­zeln in unserer Familien­tradition“, erzählt die Rent­ne­rin. „Hier kochen wir aus­schließ­lich nach tradi­tio­nel­len Roma-Rezepten (…).“

Romani Platni basiert auf einer einfachen Idee: Es ist über­haupt das erste Roma-Restaurant in Bu­da­pest, und es hat vor al­lem das Ziel, die Mehr­heits­bevöl­ke­rung mit einer ande­ren Geschmacks­welt ver­traut zu machen. (…) In der Tat geht es in der Erd­geschoß­woh­nung nicht nur um Kulinarik, son­dern um soziales Unter­nehmer­tum. In Ungarn sieht der Alltag der Roma näm­lich düs­ter aus. (…) Zudem ist unter Viktor Orbáns rechts­popu­lis­ti­scher Regie­rung mit keiner staat­li­chen Unter­stützung für unab­hän­gige Roma-NGOs mehr zu rechnen.

Doch diese kleine, originelle Initiative gibt jetzt älteren Roma-Frauen (…) die Mög­lich­keit, ihre Kochkunst zu zeigen, einen wich­tigen Teil der Roma-Kultur be­kannt zu machen und damit gegen Diskri­mi­nie­rung und Stereo­typen zu kämpfen. Das Pro­jekt wurde 2012 ins Leben ge­rufen: Read the rest of this entry »

„Nackt unter Wölfen“: Vorwürfe gegen ARD

April 12th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Neuverfilmung von "Nackt unter Wölfen" 2015 (Foto: ARD)Nackt unter Wölfen – Zentralrat Deutscher Sinti und Roma erhebt schwere Vorwürfe gegen die ARD: Das Schicksal des Sinto Willy Blum, der an Stelle von Stefan Jerzy Zweig in das Ver­nich­tungs­lager Auschwitz geschickt wurde, bleibt beim ARD-The­men­abend systema­tisch ver­schwie­gen.

Presseaussendung: Das Schicksal von Stefan Jerzy Zweig, das von UFA-Geschäfts­führer Hofmann für die ARD in der Neu­verfil­mung von „Nackt unter Wölfen“ (MDR-Mediathek, ab 20 Uhr) gezeigt wird, ist untrenn­bar mit dem Schick­sal von Willy Blum ver­bunden. Willy Blum war der 16-jährige Sintojunge, der gegen den damals drei­jährigen Stefan aus­getauscht wurde, als ein Trans­port von Juden vom Kon­zentra­tions­lager Buchenwald für das Ver­nichtungs­lager Auschwitz zusam­men­gestellt wurde.

Gerade das Schicksal dieser beiden Kinder, Stefan Jerzy Zweig und Willy Blum, zeigt, daß es inner­halb des un­mensch­lichen Lager­systems der Nazis und der SS es keine Rettung gab, daß oft für jeden Men­schen, der über­leben konnte, ein anderer Mensch sterben mußte. An dieser aus­weg­losen Situa­tion litten und leiden bis heute die Über­lebenden – im Gegen­satz zu den Tätern der SS und der Wach­mann­schaften.

Als deshalb völlig unbegreiflich bezeichnet es der Vor­sitzen­de des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, daß so­wohl die Neuverfilmung als auch die an­schließende Dokumentation über das Lager Buchenwald trotz der genauen Kennt­nis der histo­ri­schen Wahr­heit das Schick­sal von Willy Blum komplett ver­schweigen. Es sei unglaub­lich, daß trotz einer Riege von histo­ri­schen Fach­beratern die ARD im gesamten Themen­abend weder Willy Blum noch die tau­sende Sinti und Roma, die Häftlinge im Kon­zentra­tions­lager Buchenwald waren, nicht ein ein­ziges Mal er­wähnt werden. In allen großen deut­schen Medien, von Zeit und Spiegel bis zur FAZ wurde darauf hin­ge­wiesen, daß Willy Blum an Stelle des jüdi­schen Jungen Stefan auf die Todes­liste für Auschwitz ge­setzt worden war.

Dies wiegt um so schwerer, als der Film durch seine para-doku­menta­rische Darstellung, die Ein­blen­dung von histo­ri­schen Film­auf­nah­men aus dem Lager und der Dar­stel­lung des Kriegs­gesche­hens, den An­schein von histo­rischer Objek­tivität er­wecken will. Tat­säch­lich aber wird, mehr noch in der nach­fol­gen­den Doku­men­ta­tion über das Lager Buchenwald, die his­to­ri­sche Wahr­heit manipuliert, indem das Schick­sal von Willy Blum und damit gene­rell der Völkermord an Sinti und Roma sys­te­ma­tisch und bewußt ver­schwiegen wird.

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