Romani Ora (27., 28., 29., 30. & 31.10.2025)

November 2nd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 27.10.2025 (mp3)

In dieser Folge der „Romani Ora“ auf Radio MORA, moderiert von Adi Gussak, gibt es aus Anlass des Musik­mon­tags jede Menge gute Songs zu hören. Darüber hinaus steht die Rubrik „Kul­tura hetvi­nate“ auf dem Pro­gramm.


Anhören: →Sendung vom 28.10.2025 (mp3)

Im Tagesthema erwartet Sie ein Bericht über die inter­natio­nale Arbeits­markt­kon­fe­renz für die Inklusion von Roma. Und für die Rubrik „Min­den­feli­tiko“ haben wir einen Filmtipp für Sie vor­bereitet.


Anhören: →Sendung vom 29.10.2025 (mp3)

Im Tagesthema dieser Sendung berichten wir von Robino Reinhardts Lesung aus dem Buch „Brenn­nessel-Haut“. Und dazu gibt es wie gewohnt die intern­ationalen Volks­grup­pen­news und Musik.


Anhören: →Sendung vom 30.10.2025 (mp3)

In dieser „Romani Ora“ ist im Tages­thema ein Beitrag über Allerheiligen zu hören. In der Rubrik „Mri Historija“ erzählt Alexan­der Gussak über den Ort Lackenbach vor und nach dem Zwei­ten Weltkrieg.


Anhören: →Sendung vom 31.10.2025 (mp3)

In dieser Ausgabe finden Sie den Veranstal­tungs­kalender mit den besten Aus­geh­tipps. Und in der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ wird über Halloween ge­sprochen. Adi Gussak führt durch die Sendung.

BVZ: Post Meridiem Band

Oktober 30th, 2025  |  Published in Musik

Post Meridiem beim Roma-Butschu 2025 (Foto: ORF/Roma-Redaktion)Roma: Bildung, Bühne neues Selbstvertrauen


Von Bertie Unger, erschienen in der BVZ, 30.10.2025

Was früher im Grunde unmöglich war, wird heute gelebt: Bildung, Selbst­be­wusst­sein und Sicht­bar­keit inner­halb der Roma-Com­mu­nity. Die Musikerin Michelle Hor­vath steht mit ihrer Band Post Meridiem für eine Gene­ration, die sich ihren Platz er­arbeitet hat. Auf der Bühne und im Leben.

Wenn Michelle Horvath und Pia Putz gemein­sam auf der Bühne stehen, ist das mehr als Musik. Es ist ein Stück gelebter Wandel. Pop, Austropop und Songs auf Romanes – Sprachen und Klang­welten, die sich mischen, ohne sich zu ver­lieren. Die beiden Musi­kerin­nen aus Kleinbachselten und Kemeten bilden das Duo Post Meridiem. Ihre Auftritte wirken un­aufgeregt, aber ehrlich. Man merkt, sie machen nichts, um zu ge­fallen, sie machen es, weil es ihnen etwas bedeutet.

Kennengelernt haben sich die beiden im musischen Zweig des BORG Güssing. In einem Umfeld, in dem vieles wachsen kann, das viel­leicht bleibt: Neugier, Freund­schaft, Vertrauen. Auf einer Matura­reise be­schlossen sie, gemeinsam Musik zu machen. Heute spielen sie auf Ver­anstal­tungen im ganzen Land, covern noch die meisten Songs, doch eigene Stücke sind in Arbeit – auch in Romanes, der Sprache der Roma.

Michelle kommt aus Kleinbachselten und ist Romni, Pia kommt aus Kemeten und ist kein Mitglied der Volks­gruppe. Doch Musik kennt keine Her­kunft. Mit Michelles Hilfe lernte Pia, Texte auf Burgenland-Romanes zu singen.

Alles keine Selbstverständlichkeit

Dass Michelle Horvath heute studiert, arbeitet und Musik macht, war keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Noch vor wenigen Jahr­zehnten wurden Roma-Kinder in Österreich syste­matisch be­nach­teiligt. „Selbst talentierte Kinder wurden in Sonderschulen geschickt, oft ohne Be­gründung“, sagt Josef Schmidt vom Verein Roma-Service. Erst die Roma­bewegung der späten 1980er-Jahre brachte eine Wende. Read the rest of this entry »

Romani Ora (22.10., 23.10. und 24.10.2025)

Oktober 28th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 22.10.2025 (mp3)

Das UMIZ4Kids präsentierte in Unterwart ein neues Kinderbuch: „Die Tierschau“ wurde in sechs Sprachen über­setzt und illust­riert, darunter auch ins Burgen­land-Ro­mani. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Beitrag. Dazu infor­mieren Sie die Volks­gruppen­nach­richten über die aktu­ellsten Gescheh­nisse in der Roma-Com­munity auf inter­natio­naler Ebene.


Anhören: →Sendung vom 23.10.2025 (mp3)

In Moschendorf, im Südburgenland finden regelmäßig Fledermaus-Nacht­wan­de­rungen statt. Regina Fröhlich berich­tet über dieses span­nende Thema in der „Romani Ora“ auf Radio MORA. Weiters hören Sie eine Ausgabe der ge­schicht­lichen Rubrik „Mri historija“. Durch die Sendung be­gleitet Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 24.10.2025 (mp3)

Mit dabei in der heutigen „Romani Ora“: der Veranstaltungskalender/ Mula­tin­tschage , die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik und natür­lich die Jugend­sendung mit Adi Gussak. Darin er­fahren Sie mehr über den „Fair Trade Month“, für den der Monat Oktober steht.

Nationalfonds: Unterstützung bei Grabgebühren

Oktober 25th, 2025  |  Published in Allgemeines, Geschichte & Gedenken

Österreichischer Nationalfonds: Unterstützung bei Grabgebühren verstorbener NS-Überlebender aus den Reihen der Roma und Sinti (Foto: Godewind/Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0)Der „Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Na­tio­nal­sozia­lis­mus“ un­ter­stützt Per­­so­nen, in deren Ob­hut das Grab eines/r Über­le­ben­den des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus aus den Rei­hen der Roma und Rom­nja sowie Sinti und Sin­­tizze liegt.

Die finanzielle Unterstützung ist für Grab­gebühren von ver­stor­benen Über­leben­den be­stimmt, die als An­gehörige der Volks­gruppe der Roma und Romnja sowie Sinti und Sin­tizze unter der natio­nal­sozia­listi­schen Gewalt­herr­schaft ver­folgt wurden und deren Gräber auf dem Gebiet der Repub­lik Österreich liegen.

Die finanzielle Unterstützung wird auf Antrag gewährt und deckt 50 Pro­zent der an­fallen­den Grab­gebühren ab dem 1. Jänner 2024. Für Grab­gebühren, die vor dem 1. Jänner 2024 be­zahlt wurden und ab dem 1. Jänner 2024 an­fallen, er­folgt eine ent­spre­chende Unter­stützung in Höhe von 50 Prozent der Gebühren ab 1. Jänner 2024. Ein Grab im Sinne dieser Richt­linie ist die Stelle einer Grabstätte, an der eine Person oder deren Toten­asche bestattet worden ist. Bei mehr­stelligen Grabstätten erfolgt die Über­nahme der Grab­gebühr anteilig für Gräber, die die Voraus­setzun­gen der Richt­linie erfüllen. Über die Be­willi­gung oder Ab­lehnung eines Antrags entscheidet das Kura­to­rium des National­fonds unter Berück­sichti­gung der vor­lie­genden Daten und Unter­lagen sowie der Ver­füg­barkeit von Förder­mitteln.

Der Antrag kann auf der Internetseite www.nationalfonds.org/grabgebuehren-roma-sinti einge­reicht werden. Weitere Infor­matio­nen zu den Voraus­setzun­gen und zur Antrag­stellung finden Sie in den Richt­linien für die Unter­stützung bei Grab­ge­bühren (pdf).

Auskunft: Tel.: +43 / 1 408 12 63
Mo. bis Do. 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr, Fr. 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Über den Nationalfonds:

Der „Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus“ wurde 1995 ge­gründet, um die beson­dere Ver­ant­wortung der Republik Österreich gegen­über den Opfern des National­sozialis­mus zum Aus­druck zu bringen. Er erbringt Leistun­gen an NS-Opfer, ins­beson­dere an Per­sonen, die keine oder eine völlig un­zu­rei­chende Leistung er­hielten, die in besonderer Weise der Hilfe bedür­fen oder bei denen eine Unter­stützung auf Grund ihrer Lebens­situation ge­recht­fertigt erscheint.

Die österreichischen Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze waren auf­grund ihrer Ab­stam­mung einer syste­mativschen Verfolgung im National­sozialis­mus aus­gesetzt. Auch nach 1945 wurde die Volkgruppe weiter­hin auf gesell­schaft­licher und staatlicher Ebene dis­kriminiert und viele von ihnen lebten in schwie­rigsten Ver­hält­nissen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (15., 16., 17., 20. und 21.10.2025)

Oktober 23rd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 15.10.2025 (mp3)

Die „BIB – Bildungsberatung Burgenland“ oder auch besser bekannt unter „das Bildungs­telefon“ ist Thema des Tages­beitrages der „Romani Ora“. Dazu erhalten Sie in dieser Sendung neben der ab­wechs­lungs­reichs­ten Musik auch die inter­natio­nalen Volks­grup­pen­nach­richten.


Anhören: →Sendung vom 16.10.2025 (mp3)

Gerhard Baumgartner, Historiker und Experte in Bezug auf Roma-Ge­schichte, wurde mit dem Wissen­schafts­preis des Landes Burgenland aus­ge­zeichnet. In der „Romani Ora“ hören Sie mehr darüber. Die Sendung wird mo­deriert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 17.10.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ beinhaltet natürlich die Ver­anstal­tungs­hin­weise/ Mulatin­tschage und natür­lich auch die Jugend­sendung. In „Young, wild and free – le ternenge“ berichten wir über den Jugend­report 2025 des Landes Burgenland, an dem sich junge Men­schen betei­ligen können.


Anhören: →Sendung vom 20.10.2025 (mp3)

Mit den schönsten Roma-Songs begleitet Sie die „Romani Ora“ am Montag. Die Musik­sendung auf Radio MORA bein­haltet außer­dem die Volks­gruppen­nachrichten und die Rubrik „Kultura het­vinate“.


Anhören: →Sendung vom 21.10.2025 (mp3)

Der „Pink Ribbon Day“ im Einkaufs­zentrum Oberwart (EO) stand ganz im Zeichen des Kampfes gegen Brustkrebs und für Soli­darität mit Brust­krebs­patien­tin­nen. Adi Gussak berich­tet darüber im Tages­beitrag.

German Loans in Sinti-Manuš Romani (2024)

Oktober 23rd, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Romani, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazDaphne Reitinger (2024): A Cognitive Approach to Borrowing: German Loans in Sinti-Manuš Romani

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Insti­tut für Sprachwissenschaf), 118 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Sinti-Manuš-Romani weist aufgrund des mehr als 400 Jahre wäh­ren­den Sprach­kontakts mit Deutsch eine um­fang­reiche Schicht deutscher Lehnwörter auf. Die vor­lie­gende Arbeit unter­sucht die deutsche Lehnwort­schicht in den zwei Sinti-Manuš-Romani-Varie­tä­ten Shinto Rosengro und Manouche d’Auvergne. Durch den Fokus auf die in Italien be­heima­tete Varie­tät Shinto Rosengro und die in Frankreich be­heima­tete Varie­tät Manouche d’Auvergne kann die Robust­heit der vor­liegen­den deutschen Entleh­nun­gen gewäh­rleistet werden, da Deutsch nicht mehr zu den primären Kontakt­sprachen zählt. Im Einzel­nen werden die in beiden Varietäten vor­kom­men­den deutsch­stämmi­gen Lehnwörter sowie die ent­sprechen­den Inte­gra­tions­pro­zesse unte­rsucht. Es werden Fal­lstudien zu Phonologie, Semantik und zu morpholo­gischen Pro­zessen durch­ge­führt und kognitive Me­chanis­men wie Entrench­ment-, Frequenz- und Similarity-Effekte zur Er­klärung der be­obach­teten Ergeb­nisse heran­g­ezogen. Durch eine um­fassende Unter­suchung dieser Wechsel­wir­kun­gen strebt diese Arbeit an, einen Beitrag zum inter­dis­zipli­nären Gebiet der kognitiven Kontakt­linguistik leisten.

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Zentralrat: Bürgerrechtspreis für George Soros

Oktober 22nd, 2025  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Europäischer Bügrerechtspreis: George Soros in Deutschland ausgezeichnet (Foto: Stephan Roehl, H.-Böll-Stiftung, CC BY-SA 2.0)Diesjähriger Europäischer Bürger­rechts­preis der Sinti und Roma ehrt mit George Soros ein welt­wei­tes Feind­bild von Natio­nalis­ten und Au­to­kraten

Der Zentralrat und das Dokumentations- und Kultur­zent­rum Deut­scher Sinti und Roma ver­leihen am 23. Okto­ber um 11 Uhr im Berliner Hotel Adlon den von der Manfred-Lau­ten­schlä­ger-Stif­tung ins Leben ge­rufenen und mit 15.000 Euro dotierten Euro­päischen Bürger­rechts­preis der Sinti und Roma an den US-ame­ri­ka­ni­schen Holocaust­über­lebenden, Kosmo­politen und Phil­anthro­pen George Soros. Die Laudatio hält der Anti­ziganis­mus­be­auf­tragte der Bundes­regierung, der parla­men­ta­rische Staats­sekre­tär Michael Brand.

Mit dem Preis werden seit 2008 Persönlichkeiten und Orga­nisatio­nen, die sich in beson­derer Weise um die Men­schen­rechts­situa­tion von Sinti und Roma in Europa vervdient ge­macht haben, aus­ge­zeichnet, unter ihnen die ehe­malige Prä­sidentin des Euro­päischen Parla­mentes Simone Veil (2010), der ehe­ma­lige slowaki­sche Prä­sident Andrej Kiska (2019) sowie die ehe­malige Bundes­kanzlerin Angela Merkel (2021). Der Stifter Manfred Lautenschläger will mit dem Preis Politik und Gesell­schaft auf die Gefahren des an­wachsen­den Anti­ziganis­mus in Europa auf­merk­sam machen und daran er­innern, dass Holocaust auch die Er­mordung von 500.000 Sinti und Roma bedeutet.

Der diesjährige Preisträger wird „für sein jahrzehntelanges Engage­ment für die ge­sell­schaft­liche Gleich­stellung von Sinti und Roma“ aus­ge­zeichnet, erklärt der Zentral­rats­vor­sitzende Romani Rose. Soros und seine Open Society Foun­dations setzen sich seit über 30 Jahren vor allem in Ost- und Südost­europa für die Minder­heit ein. Sie er­mög­lichten 156.000 jungen Roma aus armen Ver­hält­nissen Bildung und Ausbildung. „Damit haben“, so Rose, „Soros und seine Stiftungen zur beruf­lichen Selbst­bestim­mung dieser jungen Menschen, deren Familien oftmals unter apart­heids­ähn­licher Ausgrenzung in EU-Mit­glieds­ländern leben, bei­getragen“. Read the rest of this entry »

Im Gespräch: Georg Sporschill, Jesuitenpater

Oktober 19th, 2025  |  Published in Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Religion

Pater Georg Sporschill, SJ (Foto: Elijah, CC BY-SA 4.0)„Sie nennen mich Moschu, Opa!“ – Renata Schmidt­kunz im Gespräch mit dem Je­su­i­ten­pater Georg Sporschill

Sendung anhören (ORF-Player)

Ö1/Im Gespräch, Sendung vom 10.10.2025
Gestaltung: Renata Schmidtkunz

Seit fast 40 Jahren setzt sich Pater Georg Sporschill für Kinder in Rumänien ein. Das Ziel seiner Arbeit ist die Be­frei­ung dieser Kinder aus Armut und ge­sell­schaft­licher Aus­gren­zung. Viele der von ihm unter­stütz­ten Kinder und Fami­lien nenvnen ihn liebe­voll „Moschu“ – also Opa. Heute, mit 79 Jahren, lebt der Jesuiten­pater in einem Roma-Dorf bei Marpod in Siebenbürgen, wo auch das von ihm ge­grün­dete Hilfs­werk Elijah seinen Sitz hat. Gebo­ren am 26. Juli 1946 im vor­arlbergi­schen Feldkirch, studierte Georg Sporschill Theo­logie, Päda­gogik und Psycho­logie. Mit 30 Jahren trat er in den Jesuiten­orden ein und wurde zum Priester geweiht.

Als Kaplan in Wien arbeitete er mit drogensüchtigen, haft­ent­lasse­nen und obdach­losen Jugend­lichen, grün­dete ein Jugend­haus der Caritas. Es folgten der Canisibus, der obdach­lose Menschen mit Suppen ver­sorgt, und das Wiener Innen­stadt­lokal „Inigo“, ein Lang­zeit­arbeits­losen-Projekt. 1991 ent­sandten ihn die Jesuiten nach Bukarest. Aus den ge­plan­ten sechs Monaten wurde eine Lebens­aufgabe.

Gemeinsam mit der katholischen Theologin Ruth Zenkert gründete er in der Folge die „Concordia-So­zial­pro­jekte“, die Kindern in Ru­mä­niven, Bulgarien, Moldau, dem Kosovo und Österreich neue Per­spek­tiv­en geben. Read the rest of this entry »

Romani Ora (9.10., 10.10., 13.10. & 14.10.2025)

Oktober 17th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 9.10.2025 (mp3)

Ein Roma-Sensibilisierungsworkshop zu Geschichte, Kultur und den aktu­ellen Heraus­forde­run­gen der Volks­gruppe fand in Räum­lich­keiten des Vereins Roma-Service (Website) in Ober­wart statt. Mehr dazu hören Sie im neuen Tages­thema.


Anhören: →Sendung vom 10.10.2025 (mp3)

Mit den Veranstaltungshinweisen/Mulatintschage und der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ über die Bildungs- und Berufs­infor­ma­tions­messe Burgenland be­gleitet Sie die „Romani Ora“ in das Wochen­ende. Dazu hören Sie die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 13.10.2025 (mp3)

Im „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA erfreuen wir Sie mit der viel­fältigs­ten Roma-Musik. Use amende cidel o minden­felitiko. Durch das Programm führt Sie Tina Nardai. Die Volks­gruppen­nach­richten prä­sentiert Ihnen Adi Gussak.


Anhören: →Sendung vom 14.10.2025 (mp3)

Im Tagesthema der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf die BiBi-Messe, die Bildungs- und Berufs­infor­mations­messe, die in Oberwart abgehalten wurde. Rund 90 Aus­stel­ler:in­nen zeigten den jungen Men­schen auf, in welche Richtung ihre Zukunft gehen könnte.

Betteln als Lebensform: Notreisende in Graz

Oktober 13th, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazKornelia Vogl (2023): Betteln als Lebensform. Eine Befragung von Not­rei­sen­den in Graz zu ihrem Alltag

Masterthesis, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Stu­dien­­rich­tung „Global Studies“), 147 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Über jene Menschen, die aufgrund von Armut innerhalb Europas migrie­ren und häufig als Bettelnde in österrei­chi­schen Städten an­zu­treffen sind, gibt es unzählige mediale Berichte mit diversen Sicht­weisen auf das sozial­poli­tische Streit­thema. Im Rahmen dieser Arbeit wurde das Thema Armuts­migra­tion aus soziologischer Sicht unte­rsucht, um die Si­tu­ation der Betrof­fenen aus einer wissen­schaft­lichen Per­spektive zu be­trachten. Dabei wurde genauer auf den Alltag der Not­reisenden und ihren Umgang mit einer mög­lichen Stigma­tisierung ein­ge­gangen. Mittels leit­fragen­ge­stütz­ter Interviews mit slowaki­­­schen und rumänischen Staats­an­ge­höri­gen wurde die Lebens­lage der Not­rei­senden unter­sucht und an­hand der qualita­tiven Inhalts­analyse nach Mayring aus­ge­wertet. Die Er­geb­nisse zeigen, dass es den Not­reisenden in den Her­kunfts­ländern an lebens­wich­tigen Grund­lagen fehlt, wes­halb nur die Pendel­migration nach West­europa als Ausweg bleibt. Außer­dem mangelt es den Be­trof­fenen an (Aus-)Bildung, adä­qua­ten Wohn­möglich­keiten oder Zugang zum Arbeitsmarkt, wo­durch ihre Chancen auf eine Ver­besse­rung der Situation ver­mindert werden. Die tem­poräre Pendel­migration er­mög­licht es den Men­schen die Ver­sor­gung ihrer Familie zu gewähr­leisten. Read the rest of this entry »

Osteuropäische Rom_nija in Graz (2019)

Oktober 11th, 2025  |  Published in Frauenrechte, Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazChristina Bugram (2019): Die Lebenssituation osteuropäischer Rom_nija in Graz: temporäre und zirkuläre Migration als Problemlösungsstrategie

Masterthesis, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Studien­rich­tung „Inter­diszip­li­näre Geschlech­ter­studien“), 100 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

In der Mehrheitsbevölkerung sind zahlreiche antiziganis­tische Stereotype über Rom_nija ver­ankert, mit denen jahr­hun­derte­lange Dis­kriminie­rung und Be­nachtei­ligung unter­stützt wurde und wird. Fun­diertes Wissen über ihre tatsäch­lichen Lebens­realitäten besteht hin­gegen kaum. Diese Masterarbeit zielt darauf ab, Auf­klärungs­arbeit zu leisten, und liefert eine genaue Betrach­tung tem­porärer bzw. zirku­lärer Migration von Rom_nija aus den neuen EU-Mitglied­staaten nach Graz, wo diese vor­wiegend als Bettler_innen sichtbar sind. Tem­poräre und zirku­läre Migra­tions­formen von Rom_nija finden sowohl im Diskurs um Migration als auch über Rom_nija wenig Be­achtung. Eine analy­tische Sicht­weise auf die Per­spektive von Frauen fehlt oft gänzlich. Qualita­tive Interviews mit sechs tem­porären und zirkulären romani Migran­tinnen in Graz sowie ein Interview mit einer Mit­arbeiterin eines roma­spezifischen Projektes er­möglichen einen Einblick in Lebens- und Migra­tions­biografien und die Heraus­forderungen, denen sie als Frau, Migrantin und Romni be­gegnen. Die be­fragten Frauen teilen wie die meisten romani Migrant_innen eine wesent­liche Gemein­sam­keit: ein Leben in ihrer Herkunfts­region wäre ohne eine Migration kaum bis gar nicht zu bewäl­tigen. Trotz zahl­reicher biogra­fischer Parallelen lassen sich aus den Inter­views vier ver­schie­dene Migrations­formen ableiten. Neben der Differen­zierung zwischen der ein­maligen und wieder­holten Migration bezieht sich ein wesent­liches Unter­scheidungs­merkmal auf das Ziel einer dauer­haften Nieder­lassung. Read the rest of this entry »

Romani Ora (6.10., 7.10. und 8.10.2025)

Oktober 9th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 6.10.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA hat für jeden Musik­ge­schmack das pas­sende Genre mit dabei. Infor­mativ werden Sie in dieser Sendung auch mit den Volks­grup­pen­nach­richten ver­sorgt.


Anhören: →Sendung vom 7.10.2025 (mp3)

„Wissen, was ich kann …“ – das Projekt zur Stärken­analyse der Burgen­ländi­schen Volks­hoch­schulen ist Thema des Tages­beitrages dieser „Romani Ora“. Unter­legt mit der schöns­ten Roma-Musik be­gleitet Sie Tina Nardai durch das Pro­gramm.


Anhören: →Sendung vom 8.10.2025 (mp3)

Immer mittwochs hören Sie in der „Romani Ora“ die zwei­sprachigen Volks­gruppen­nachrichten. Und im aktuellen Tages­thema erfahren Sie mehr über das Theater­stück „Der hölzerne Reifen“ von Heinz Janisch, welches von der Theater­initiative Burgenland auf­geführt wird. Die Sen­dung moderiert Tina Nardai.

Ö1 Europa-Journal: Roma in Europa und Spanien

Oktober 8th, 2025  |  Published in Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Ö1 Europa-Journal, 3.10.2025

Roma und Sinti: Der Umgang mit der größten europäischen Minderheit

Mehr als zwei Drittel der in Europa lebenden Roma und Angehörigen ver­wandter Minder­heiten leiden unter Armut. Das zeigt der aktu­elle Bericht der EU-Agentur für Grund­rechte mit Sitz in Wien (wir be­rich­teten). Viele Roma-Fa­milien leben nach wie vor in völlig deso­laten und ille­galen Sied­lungen am Rande der Gesell­schaft. In Frankreich, Italien und Bulgarien wurden in den letzten Jahren Roma-Camps teils mit Gewalt ge­räumt und die Men­schen ab­ge­siedelt – zum Schutz der An­rainer, aber auch zum Schutz der Roma selbst, heißt es in offiziellen Be­gründun­gen. Wie kann das Zu­sammen­leben der Minderheit mit der Mehr­heits­bevöl­kerung in Europa funk­tionie­ren? Und welche Hand­habe hat die Euro­päische Union wenn es um den Schutz der Roma geht? Dazu ein Interview mit dem Men­schen­rechts­kom­mis­sar des Europa­rats, Michael O’Flaherty.

Roma-Frauen in Spanien: Die Emanzipation der „Gitanas“

Auch in Spanien hat die Minderheit der Roma mit Vorurteilen zu kämpfen. Im Gegen­satz zu anderen euro­päischen Ländern, sind die „Gitanos“, wie sie in Spanien genannt werden, besser in die Gesell­schaft ein­ge­bunden. Die spanische Regie­rung hat sich jahre­lang aktiv um die Integra­tion ge­kümmert. Die Gitanos prägen die spanische Kultur bis heute maß­geblich – sie sind auch Erfinder des Flamenco-Tanzes. Die Frauen – die „Gitanas“ – waren inner­halb der Volks­gruppe bisher jedoch beson­ders be­nach­teiligt, Akti­vis­tin­nen wollen das nun ändern. Josef Manola mit einer Repor­tage aus Madrid.

Moderation: Miriam Beller

(Sendung und Text: Ö1/ORF)

Facts & Figures (567)

Oktober 6th, 2025  |  Published in Facts & Figures

In der Zwischenkriegszeit waren in den Revuen der Bu­ka­res­ter Ca­ba­rets sog. „Zi­geu­ner­anek­do­ten“ zur Be­lus­ti­gung des Publikums be­liebt.

(Quelle/pdf)

Romani Ora (1.10., 2.10. und 3.10.2025)

Oktober 5th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 1.10.2025 (mp3)

Der „Christopherus 16“-Rettungshubschrauber feierte in Oberwart sein 20-jäh­riges Be­stehen. Radio MORA war bei den Feier­lich­keiten dabei. Mehr dazu hören Sie im Tages­thema die­ser Aus­gabe der „Romani Ora“.


Anhören: →Sendung vom 2.10.2025 (mp3)

Im Tagesthema dieser Sendung nehmen wie Sie mit auf den „Oberwarter Schman­kerl­tag“, eine Ver­anstal­tung im Stadt­garten, bei der Kuli­narik auf Musik traf. Durch die Sen­dung begleitet Sie wieder Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 3.10.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ stimmt Sie mit den Ver­anstal­tungs­hin­weisen/ Mula­tin­tschage auf das Wochen­ende ein. In „Young, wild and free – le ternenge“, der Jungend­sendung der „Romani Ora“, berich­tet Adi Gussak darüber, was die Jugend von veganer und vegeta­rischer Ernäh­rung hält.

FRA veröffentlicht Roma Survey 2024

Oktober 3rd, 2025  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Roma Survey 2024: neuer Bericht der FRA liegt vorGrundrechteagentur FRA legt neuen Bericht über Roma und Traveller in der EU vor: mehr Erwerbstätige, aber Diskriminierung bleibt bestehen

European Union Agency for Funda­men­tal Rights (FRA): Rights of Roma and Tra­vel­lers in 13 Euro­pe­an Countries. Per­spec­tives from the Roma Sur­vey 2024, Vienna 2025 (2.10.2025)  | →Zum Down­load

Roma und Traveller in der EU sind nun erwerbstätig, und auch ihre Wohn­verhält­nisse haben sich ver­bessert. Jedoch sind Armut, Dis­kriminie­rung und Segre­gation nach wie vor weit ver­breitet. Dies geht aus einer neuen Erhebung der Agentur der Euro­päi­schen Union für Grundrechte (FRA) hervor. Die FRA betont nach­drücklich, dass zwischen den EU-Zielen zur Inklusion der Roma und den gelebten Erfah­rungen der Roma- und Tra­veller-Ge­mein­schaften nach wie vor erheb­liche Lücken bestehen. Es ist un­wahr­schein­lich, dass die EU-Staaten die Ziele bis 2030 errei­chen werden.

Die jüngste Roma-Erhebung bewertet, ob die Roma und Traveller durch die Inklu­sions­maß­nahm­en der EU und ihrer Mit­glied­staaten besseren Zugang zu ihren Grund­rechten haben. Ver­glichen mit Ergeb­nissen aus früheren Erhe­bungen der FRA zeigen sich zwar in einigen Bereichen Fort­schritte, jedoch bestehen nach wie vor große Unter­schiede zwischen den Roma und der All­gemein­bevöl­kerung: Read the rest of this entry »

50 Jahre Sinti-Siedlung Köln-Roggendorf

Oktober 3rd, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Gelungene Integration: Eine feste Siedlung für fahrende Menschen
Podcast Zeitzeichen, WDR 5, 30.9.2025, 14:33 Min.

In Rekordzeit hatte die Stadt Köln die Siedlung hoch­ge­zo­gen: Am 30. Sep­tem­ber 1975 zogen 108 Sinti in die festen Häuser im Kölner Norden ein – ein gro­ßer Schritt für sie und ihre Nach­barn.

Deutschland: In diesem „Zeitzeichen“ erzählt Michael Reinartz: warum ausrangierte Reichs­bahn-Waggons ein mora­lisches Problem und zugleich Not­behelf für Kölner Sinti und Roma sind; wie Nachbarn anfangs Angst vor Lärm und Wert­verlust haben – und warum sich das Zu­sammen­leben dennoch schnell beruhigt; und was der Einzug in Steinhäuser für Bildung, Arbeit und Nach­bar­schaft bis heute bedeutet.

Als Kind sieht man Feuer zwischen Waggons auf freiem Feld – für die Jüngsten ein „Spielplatz“, für die Erwach­senen ein Leben ohne Duschen, mit ge­frore­nen Fenstern im Winter. Die Waggons stammen aus Be­ständen der alten Reichsbahn, die wäh­rend der NS-Zeit Sinti und Roma deportiert hatten.

Anfang der 70er ist klar: So kann es nicht bleiben. Daraufhin ent­steht der Plan für eine eigene Siedlung für Sinti und Roma. Von Früh­jahr bis Spät­sommer 1975 im Ortskern gebaut und am 30. Sep­tember bezugs­fertig – mit Stell­plätzen für Wohnwagen, aber ohne Tiere. Es ist die erste feste Siedlung für Sinti in Westeuropa. Read the rest of this entry »

Roma-Gebeine in Leipzig wür­dig bei­gesetzt

Oktober 2nd, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Leipziger Südfriedhof (Foto: Joachim Köhler/Wikimedia Commons/CC BY-SA 4.0)Über 160 Jahre lang wurden die sterbli­chen Überreste von drei Roma aus Rumänien in einer Samm­lung der Uni­ver­sität Leipzig ent­mensch­licht und als „For­schungs­material“ miss­braucht. Damit wurden sie Teil einer Ge­schichte von Ent­würdi­gung und rassis­tischen Forschun­gen, die Roma und Sinti bis heute über­schattet. Nun ist die Zeit ge­kommen, ihnen endlich Würde und Ruhe zurück­zu­geben. Am 1. Oktober 2025 wurden die Gebeine auf dem Süd­friedhof Leipzig bei­gesetzt – in un­mittel­barer Nähe zu einer Sinti-Grabstätte, deren An­ge­hörige Opfer der NS-Ver­folgung wurden. So entsteht ein gemein­samer Erin­ne­rungs­ort, der an die historische Ver­folgung erinnert und zu­gleich den drei Ver­storbenen ihre Würde zurück­gibt.

Für die Umsetzung führte die Leipziger Roma-Or­gani­sation „Romano Sumnal“ eine Spenden­aktion durch: für die Bei­setzung, den Gedenk­stein, die künst­lerische Gestaltung und die Gedenk­feier. „Jede Spende hilft, ein über 160 Jahre wäh­rendes Unrecht zu be­enden und in Leipzig einen Ort der Würde und Ge­rechtig­keit zu schaffen.“ Mehr hier.

(Text: Romano Sumnal)

Romani Ora (25.9., 26.9., 29.9. und 30.9.2025)

Oktober 1st, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 25.9.2025 (mp3)

Im Tagesthema dieser Ausgabe berichtet Adi Gussak über die Er­öff­nung der digitalen Aus­stel­lung über die Sängerin Ruža Nikolić-Lakatos (1945–2022): „Ruzsa, jek hango so atschol – Ruzsa, eine Stimme, die bleibt“ (Website) wurde im Romano Centro in Wien vor­gestellt wurde. Außerdem hören Sie eine weitere Folge von „Mri historija“.


Anhören: →Sendung vom 26.9.2025 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ stimmen wir Sie mit den Ver­anstal­tungs­hin­wei­sen / Mu­latin­tschage bestens auf das Wochen­ende ein. Dazu unter­hält Sie Adi Gussak mit seiner wöchent­lichen Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“; darin dreht sich dies­mal alles um den „Second-Hand-Sep­tember“.


Anhören: →Sendung vom 29.9.2025 (mp3)

Der musikalische Start in die neue Woche passiert in der „Romani Ora“ mit den ab­wechs­lungs­reichsten Roma-Songs aus den unter­schied­lichsten Genres. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 30.9.2025 (mp3)

Im Tagesthema: „Mri nevi MiniMulti“, die bunte, zwei­spra­chige Kinder­zeitschrift des Vereins Roma-Service – ein Beitrag an­lässlich des Euro­päischen Tags der Sprachen, der seit 2001 jedes Jahr am 26. Septem­ber begangen wird.

Deutsche Minderheiten sollen ins Grundgesetz

September 30th, 2025  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Deutschland: Schutz der nationalen Minderheiten soll ins Grundgesetz (Foto: Michel Balzer/Flickr, CC BY-NC-SA 2.0)Bundesrat beschließt: Deutschlands nationale Min­der­hei­ten sol­len Ver­fas­sungs­rang erhalten

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma begrüßt die vom Bundesrat auf Initiative der Länder Schles­wig-Holstein, Bran­den­burg und Sachsen am Freitag, dem 26. Sep­tember, ver­ab­schie­dete Ent­schließung, in der die Bundes­regierung auf­ge­fordert wird, die na­tio­na­len Min­der­heiten der deutschen Sinti und Roma, Dänen, Friesen und Sorben durch die Aufnahme in das Grundgesetz zu schützen.

In einer Zeit des Umbruchs in Europa, in der nationalistische und rechte Parteien mit Hetze wie Anti­semitis­mus, Antiziganismus und Rassismus Min­der­heiten wieder zu Sünden­böcken machen, wäre dies ein Zeichen der histo­rischen Ver­ant­wortung. Eine wehrhafte Demo­kratie muss sich diesen men­schen­feind­lichen Bestre­bungen ent­schlossen ent­gegen­stellen. Eine solche Initiative gegen­über den nationalen Minder­heiten wäre ein sicht­bares Zeichen der Bundes­republik Deutschland, die Erfah­rungen aus der deutschen Geschichte als Ver­pflich­tung unseres demo­kra­tischen Rechts­staates zu verstehen. Bereits mehrere Länder wie Schles­wig-Holstein und Bran­denburg haben diesen Schutz in ihre Lan­des­­ver­fas­sun­­gen auf­ge­nommen.

Es wäre ein klares Bekenntnis zum Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Min­der­heiten des Europa­rates und zu den Ver­pflichtun­gen aus der Euro­päischen Charta der Regional- oder Minder­heiten­sprachen. Read the rest of this entry »