April 10th, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 3.4.2025 (mp3)
Der Gedenkmarsch anlässlich der Opfer rechter Gewalt nach 1945, der in Erinnerung an Ernst Kirchweger in Wien veranstaltet wurde, ist Tagesthema in dieser Ausgabe der „Romani Ora“. Die Sendung moderiert Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 4.4.2025 (mp3)
Die „Romani Ora“ am Freitag, diesmal live gesendet aus Oberpullendorf. Anlässlich des Tages der offenen Tür moderiert die Roma-Redaktion das Volksgruppenmagazin im Hauptstudio. Livegäste und die Jugendsendung runden diese Sendung ab.
Anhören: →Sendung vom 7.4.2025 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag mit der abwechslungsreichsten Roma-Musik aus aller Welt sorgt auch diesmal wieder für einen angenehmen Start in die neue Woche.
Anhören: →Sendung vom 8.4.2025 (mp3)
Passend zum internationalen Roma-Tag am 8. April widmet sich auch die „Romani Ora“ diesem wichtigen Thema. Im Tagesbeitrag erfahren Sie mehr über die Fachtagung zum internationalen Roma-Tag, der von der „Roma Volkshochschule Burgenland“ (Website) in Oberwart abgehalten wurde. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
April 9th, 2025 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Antiziganismus: Interview mit Shimano Petermann
Arolsen Archives: Podcast „Keine Geschichte“ vom 3.2.2025 (12.57 min)
Wusstest du, dass die Nationalsozialisten schätzungsweise 220.000 bis 500.000 Sinti und Roma verfolgten und ermordeten? Shimano erzählt in dieser Folge „Keine Geschichte“ von seinem Opa, der als Kind das Konzentrationslager Auschwitz überlebte. Doch auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs hörte die Diskriminierung gegen Sinti und Roma in Deutschland nicht auf. Antiziganismus gehört für viele Betroffene zum Alltag. Timm Giesbers und Shimano Petermann sprechen über Vorurteile gegen Sinti und Roma heute und über die Geschichte des Box-Profis Johann Trollmann, einen Sinto, den die Nazis im KZ töteten. Read the rest of this entry »
April 5th, 2025 |
Published in
Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
Ende 2014 verhinderte der Bürgermeister von Champlan in Frankreich die Bestattung eines Roma-Babys. Die Nachbargemeinde Wissous stellte daraufhin ihren Friedhof zur Verfügung.
(Quelle)
April 4th, 2025 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 3.4.2025 | 11:08 min
Buchpräsentation mit Andreas Kranebitter, dem wissenschaftlichen Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW)
Kenvakeri presentacija le Andreas Kranebitteriha, visenschoflichi vodaschi le dokumentacijakere archivistar le austritike viderschtaundistar (DÖW) — O NS-schtot dschenen ledschija mindenfelitike argumentenca ando logertscha. O kriminalengere harengere i sor dim uli, dschenen ande o logertscha te bitschal, kekaj meg nisaj phageripe on kerde. O harengere taj i SS etikirinde len vasch lengere anglutne schtrauftscha ojs „berufiskere fabrejchertscha“. Palo bersch 1945 on na ojs opfertscha aun dikle ule. Pal lende tschak garudnon vakerdo, taj nisaj forschinipe kerdo ulo. Ham ko sina o „kriminele ande tschapime dschene“ andar o logertscha? Upre saj tschatschipeskero argejipeskero punkto on deportirim ule? Saj angle peripeskere deliktscha le sina? Sar o harengere oda arbutschalinde o becajchinipe „berufiskere fabrejchertscha“? I kenva vidminel pe na tschak la NS-cajtake, ham te la historijake la kriminalpolitikake andi Austrija.
Der NS-Staat deportierte Personen mit unterschiedlichen Begründungen in Konzentrationslager. Die Kriminalpolizei wurde ermächtigt, Personen in „Vorbeugungshaft“ zu nehmen und in KZ einzuweisen. Polizei und SS etikettierten sie wegen ihrer Vorstrafen als „Berufsverbrecher“. Nach 1945 galten sie nicht als Opfer. Über sie wurde nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen, aber nicht geforscht. Wer waren aber die „kriminellen“ Häftlinge der Konzentrationslager? Read the rest of this entry »
April 3rd, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 31.3.2025 (mp3)
Neben den zweisprachigen Volksgruppennachrichten hören Sie im „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA die schönsten und abwechslungsreichsten Roma-Songs. Durch die Sendung führt Sie wie gewohnt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 1.4.2025 (mp3)
In der Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ erwartet Sie wieder eine „Atempause mit Regina“. Und im Tagesbeitrag hören Sie mehr über die Gedenkveranstaltung beim Kreuzstadl in Rechnitz. Dort wird jährlich der Opfer des Südostwallbaus gedacht.
Anhören: →Sendung vom 2.4.2025 (mp3)
Den Abschluss der Roma-Aktionswochen „30 Jahre Attentat Oberwart“ bildete eine Diskussionsrunde im OHO in Oberwart, bei der nochmals über das Attentat von Oberwart und auch Stinatz gesprochen werde. Mehr dazu im Tagesbeitrag dieser „Romani Ora“.
April 3rd, 2025 |
Published in
Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
2010 verweigerte ein Dorf bei Škocjan in Slowenien einer Romni die Bestattung. Als sie daraufhin im Nachbarort beerdigt werden sollte, versuchte ein Mob dies zu verhindern.
(Quelle)
April 2nd, 2025 |
Published in
Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Vom 1. bis zum 30. April veranstaltet der Europarat den Monat Opre Roma!, um den Beitrag der Geschichte, Sprache und Kultur der Roma zum gemeinsamen Erbe und zur kulturellen Vielfalt Europas zu würdigen.
Der Aufruf „Opre Roma!“, der so viel wie „Steht auf, Roma!“ bedeutet, wurde 1971 auf dem 1. Internationalen Roma-Kongress vielfach aufgegriffen. Diese Losung trägt auch heute noch in den Roma-Gemeinschaften zu Einheit und Widerstandsfähigkeit bei.
Den ganzen April über werden mehr als 30 Mitgliedsstaaten auf nationaler Ebene Sensibilisierungsveranstaltungen organisieren, um die Geschichte, Sprache und kulturelle Identität der Roma hervorzuheben. Viele dieser Veranstaltungen werden auch die Förderung und den Schutz der Rechte der Roma-Gemeinschaften zum Gegenstand haben. Ein Beispiel ist das Treffen des „Dialogs des Europarates mit der Zivilgesellschaft der Roma und Fahrenden“ (2. und 3. April), das die wichtige Rolle der Zivilgesellschaft betonen wird, insbesondere in einer Zeit, in der viele zivilgesellschaftliche Organisationen Schwierigkeiten haben, ihr Fortbestehen zu sichern.
Vom 5. bis zum 11. April findet im Europarat das diesjährige Seminar „Roma Youth Together“ statt, bei dem 35 Teilnehmende aus 21 Ländern zusammenkommen, um Erfahrungen auszutauschen. Das Seminar soll junge Roma befähigen, als Akteure des Wandels und Katalysatoren in ihren Gemeinschaften zu agieren.
Read the rest of this entry »
April 1st, 2025 |
Published in
Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 31.3.2025 | 4:57 min
Leon Berger Band pumare pajtaschiha Bobi i dschili Gelem, gelem ando Prado Kher Erba cidine
I dschili „Gelem, gelem“ ando bersch 1971 uso erschti internacijonali themeskero Roma kogreso ojs nacijonali – vaj internacijonali – himna le Romendar taj Sintijendar institucijonalisirim uli. Dschi 1971 i dschili jek baro gendo Romendar tschak upro Baklan prindschardi sina. Palo kongreso kesdim ulo, i dschili ojs internacijonali politischi gondo ojs „oficijeli“ himna te kerel. I triti taj i schtari schtro upro kongreso la internacijonali Roma unijonatar khtan la Romengera asatavaha konciprim ulo.
Das Lied mit dem Titel „Gelem, gelem“ wurde 1971 auf dem ersten Roma-Weltkongress als National- oder internationale Hymne der Sinti und Roma institutionalisiert. Bis 1971 war das Lied einer großen Zahl von Roma und Romnja, vornehmlich auf dem Balkan, bereits als Volkslied bekannt. Nach dem Kongress begann man schließlich, das Lied als internationale, zuweilen im politischen Sinn „offizielle“ Hymne zu verbreiten. Die dritte und vierte Strophe wurde auf dem Kongress der „International Romani Union“ mehr oder weniger neu konzipiert – zusammen mit der Flagge, die die Hymne üblicherweise in politischen Zusammenhängen begleitet.
(Beitrag: TV Erba)
März 31st, 2025 |
Published in
Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Volksverhetzungsurteil in Deutschland aufgehoben – Zentralrat ist „fassungslos“
Eine prominente deutsche Bloggerin, laut Focus „eine der wichtigsten Figuren der neurechten Szene“, hatte 2022 die Minderheit der Roma und Sinti auf Twitter pauschal verunglimpft. Mitte 2024 wurde sie dafür wegen Volksverhetzung verurteilt. Nun hat das Berufungsgericht das Urteil allerdings wieder aufgehoben – zum Entsetzen des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Wir geben im Folgenden die Aussendung des Zentralrats wieder:
Die Bloggerin und Influencerin aus der rechtspopulistischen Szene, Anabel Schunke, wurde im August 2024 vom Amtsgericht Goslar wegen Volksverhetzung verurteilt. Im April 2022 hatte sie ihren rund 200.000 Followern auf der Plattform X geschrieben:
Ein großer Teil der Sinti und Roma in Deutschland und anderen Ländern schließt sich selbst aus der zivilisierten Gesellschaft aus, indem sie den Sozialstaat und damit den Steuerzahler betrügen, der Schulpflicht für ihre Kinder nicht nachkommen, nur unter sich bleiben, klauen, Müll einfach auf die Straße werfen und als Mietnomaden von Wohnung zu Wohnung ziehen.
Das Amtsgericht Goslar hatte sie aufgrund dieser Veröffentlichung auf der Plattform X wegen Volksverhetzung verurteilt. Das Landgericht Braunschweig hat dieses Urteil am 17.3.2025 aufgehoben. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma ist fassungslos über die Entscheidung des Vorsitzenden Richters, der dieses Urteil in der Berufung vom 17.3.2025 kassiert hat.
Die ekelhafte Hetze von Frau Schunke erinnert an den Beginn der Machtergreifung der Nazis, wo Sinti und Roma genauso wie Juden, trotz ihrer jahrhundertelangen deutschen Geschichte ihrer Staatsbürgerschaft beraubt und als „Zigeuner“ genauso wie Juden kriminalisiert und ausgegrenzt wurden. Read the rest of this entry »
März 30th, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 26.3.2025 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ erfahren Sie mehr über den Tischtennisverein Pinkafeld, der seit 35 Jahren de Lust am Pingpong weckt. Und in den Volksgruppennachrichten werfen wir einen Blick über die Grenzen und berichten, wie die Situation der Roma und Sinti in anderen europäischen Ländern ist.
Anhören: →Sendung vom 27.3.2025 (mp3)
Die alljährliche Fachtagung vom Verein RE.F.U.G.I.U.S. (Website) fand heuer zum Thema „Rechtsruck in Europa“ statt. Mehr Infos dazu hören Sie im Tagesbeitrag der Romani Ora. Moderiert wird die Sendung von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 28.3.2025 (mp3)
Neben einer Stunde lang Roma-Musik aus aller Welt hören Sie in der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auch die Veranstaltungshinweise/ Mulatintschage und die Jugendsendung. In „Young, wild and free – le ternenge“ berichtet Adi Gussak von der Verfilmung des Videospiels „Minecraft“.
März 27th, 2025 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 26.3.2025 | 11:46 min
80 Jahre Kriegsende: Gedenkfeier für alle Opfer des Südostwallbaus
Gondolipe: Sako bersch le opferenge Rohoncate uso gondolipeskero than Kreuzstadl gondolim ol. Mindenfelitike fatretertscha vakeren taj upre o valami 180 dschidovtschengere opfertscha, save odoj murdarde ule gondolim ol. O ar le multischgaostar sina o tel paschlaripe le keresujendar.
Gedenken beim Kreuzstadl in Rechnitz: Die Gedenkfeier für alle Opfer des Südostwallbaus fand am 23. März 2025 statt. Mit Redebeiträgen von Paul Gulda (RE.F.U.G.I.U.S.), Oberkantor Shmuel Barzilai, Israelitische Kultusgemeinde in Wien, und Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinden Zalaegerszeg und Szombathely. Klaus Maria Brandauer las Gedichte von Miklós Radnóti u. a. Musikalische Umrahmung: Bogdan Laketic. Read the rest of this entry »
März 26th, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 20.3.2025 (mp3)
Der Tagesbeitrag der „Romani Ora“ widmet sich den Schulführungen der Ausstellung „Man will uns ans Leben“ im Offenen Haus Oberwart. Radio MORA war bei einer kommentierten Ausstellungsführung dabei und hat sowohl mit dem Lehrpersonal als auch den Schülerinnen und Schülern gesprochen.
Anhören: →Sendung vom 21.3.2025 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA wird moderiert von Tina Nardai. In der Jugendsendung erzählt uns Adi Gussak mehr über die digitale Medienplattform „MyNews“ (Website), außerdem erfahren Sie im Veranstaltungskalender die besten Ausgehtipps für die Region Oberwart.
Anhören: →Sendung vom 24.3.2025 (mp3)
Im „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA widmen wir uns eine Stunde lang der vielfältigsten und schönsten Roma-Musik. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 25.3.2025 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erfahren Sie mehr über das Arbeitsmarktprojekt „O drom andi cukunft – der Weg in die Zukunft“, das für Roma und Romnja in Oberwart ins Leben gerufen wurde.
März 25th, 2025 |
Published in
Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Stellungnahme der deutschen Melde- und Informationsstelle Antiziganismus zu Markus Lanz:
Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) (MIA) verurteilt die antiziganistische Rhetorik des Moderators Markus Lanz in der gleichnamigen Sendung vom 25. Februar 2025, die live im ZDF ausgestrahlt wurde. Die Meldestelle kritisiert auch, dass seitens des TV-Senders keinerlei Kommentar dazu geliefert wurde.
Was vorgefallen ist
In der ZDF-Polit-Talkshow „Markus Lanz“ vom 25. Februar wurde u. a. darüber gesprochen, wie es der AfD bei der letzten Bundestagswahl gelungen ist, so viel Zustimmung zu erhalten, insbesondere in Gelsenkirchen die meisten Zweitstimmen zu bekommen. Moderator Lanz fand schnell eine Antwort: Sinti und Roma seien dafür verantwortlich. Er sprach darüber, wie viele Probleme diese Bevölkerungsgruppe vor Ort verursachen würde. Sie seien kriminell, würden die Schule abbrechen, viele von ihnen seien arbeitslos.
Wieso es höchstproblematisch ist
Lanz reproduziert jahrhundertealte antiziganistische Vorurteile sowie Täter-Opfer-Umkehr vom Feinsten, indem er die in Gelsenkirchen lebenden Sinti und Roma sowohl für die sozialen Probleme in der Stadt als auch für die hohen Zustimmungswerte der AfD verantwortlich macht. Sogar die Senkung der Lebenserwartung in Gelsenkirchen wird in diesem Zusammenhang angesprochen.
Sündenbockfunktion
Sinti und Roma werden als Sündenböcke für soziale Unzufriedenheit und gesellschaftliche Krisen herangezogen. Dieser Mechanismus ist nicht neu, doch die derzeit verbreitete Diskursverschiebung, Migration für die meisten Probleme verantwortlich zu machen, verstärkt diese negative Einstellung. In diesem Zusammenhang präsentiert Herr Lanz alarmierende „Daten“ aus Gelsenkirchen zu Sozialbetrugsfällen, Arbeitslosenquoten, Schulabbrüchen und Absentismus bei Sinti und Roma. Diese von Antiziganismus geprägten Aussagen sollen laut ihm die schwierige wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage vor Ort erklären. Zudem werden die Erfolge der AfD als eine selbstverständliche Folge des angeblichen Fehlverhaltens der Minderheit dargestellt. Diese Argumentation ist grundlegend falsch, irreführend und überheblich. Read the rest of this entry »
März 23rd, 2025 |
Published in
Musik, Rassismus & Menschenrechte
„Keine Geschichte, die man heute so erzählen will“
Das Lied vom Rand der Welt oder Der „Zigeunerbaron“ – ein neuer Blick auf ein umstrittenes Werk: Mit einem Libretto von Roland Schimmelpfennig und einer Rekomposition von der Musicbanda Franui (Markus Kraler/ Andreas Schett) entsteht eine Neufassung von Johann Strauss‘ Der Zigeunerbaron mit prominenter Besetzung, unter anderem mit Tobias Moretti.
Uraufführung am 25. März 2025 im Wiener MuseumsQuartier (Halle E), Infos und Tickets unter:
→www.johannstrauss2025.at
Strauss’ 1885 uraufgeführte Erfolgsoperette „Der Zigeunerbaron“ ist eines seiner musikalisch ambitioniertesten, zugleich aber sein heute inhaltlich kontroversiellstes Werk. Das so brisante Stück erfährt anlässlich des Jubiläumsjahres seines Komponisten eine musikalische wie literarische Überschreibung, die die darin enthaltenen Spannungsverhältnisse sichtbar macht und in einen heutigen Kontext stellt. Die Bearbeitung ist also kein Bruch mit Strauss, sondern eine Weiterführung seiner Ideen. In der Neufassung von Roland Schimmelpfennig, einem der meistgespielten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker, wird die Geschichte rund um Besitz, Liebe, Krieg, gesellschaftliche Verhältnisse wie auch Selbstermächtigung gleichzeitig märchenhaft und desparat umgedeutet. Das für seinen unverwechselbaren Klang bekannte Tiroler Kammerensemble Musicbanda Franui wird den beliebten Melodien von Strauss eine neue Dimension verleihen. [Johann Strauss 2025]
Roland Schimmelpfennig:
Die berühmte Originaloperette von Johann Strauss ist musikalisch ebenso reizvoll wie inhaltlich problematisch, angefangen beim Titel und einer verklärenden, historisierten Scheinfolklore in Bezug auf gleich mehrere Volksgruppen bis hin zur Kriegsverherrlichung. [Quelle: Rathauskorrespondenz]
Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, sie steht für sich, und mit ihr ihre Sprache, dem müssen wir uns stellen. Aber alte Verletzungen, alter Rassismus, alter Imperialismus, alte Ausgrenzungen, alte sprachliche Gewalt bleiben trotzdem Verletzungen, Rassismus, Gewalt, und ich sehe keinen Sinn darin, diese in einer Musiktheateraufführung zu wiederholen, auch nicht zum, sagen wir mal, Lerneffekt. Ignaz Schnitzers Libretto ist – auch bei größter, wohlwollender Anstrengung – in seiner alten Form keine Geschichte, die man heute so erzählen will. Bei der Originalversion des ,Zigeunervbaron‘ kann einem an verschiedenen Stellen unwohl werden, nicht nur wegen der klischeehaften Fake-Folklore. Read the rest of this entry »
März 20th, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 14.3.2025 (mp3)
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA erfahren Sie in der Jugendsendung mehr zum Thema Fast Food. Außerdem bekommen Sie den Veranstaltungskalender für die Region Oberwart zu hören.
Anhören: →Sendung vom 17.3.2025 (mp3)
Auch im neuen „Romani Ora“-Musikmontag verwöhnt Sie Radio MORA mit hinreißender Roma-Musik aus aller Welt. Und nebenbei erfahren Sie auch Neuigkeiten in den Volksgruppennachrichten.
Anhören: →Sendung vom 18.3.2025 (mp3)
„Die Retter – drei Menschen aus dem Mittelburgenland“, das Theaterstück, dass sich um Rohonczy, Nizky und Kaucz dreht, ist diesmal das Tagesthema der „Romani Ora“. Moderiert wird die Sendung wie gewohnt von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 19.3.2025 (mp3)
Das neue Lokal „Bratort“ hat in Oberwart seine Pforten geöffnet. Welche Schmankerl Sie dort erwarten, berichtet uns Adi Gussak im Tagesthema dieser Sendung.
März 19th, 2025 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 10.2.2025 | 9:24 min
Ausstellung in Oberwart: Bomben gegen Minderheiten 1993–1996
Maschkar o berscha 1993 dschi 1996 uschtidine andi Austrija 25 dschene taj organisaciji bombakere lila. Andi glajchi cajt ande Kärnten taj Burgenland trin bombi eksplodirinde. Schtar dschene mule, schtar dschene sorale dukade taj enja dschene loke dukade ule. O teror gelo le tschulipengere dschenenge taj politisch humanistischi pomoschagoschengere niposke. O lek phareder murdaripe sina Erbate, kaj o Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath taj o Peter Sarközi duach jek bomba murdarde ule. On kamnahi i tablina kaj upre pisim sina „Roma zurück nach Indien“ beig te lel taj i bomba eksplodirintscha. Jek artschijipe la Initiative Minderheiten andi koperacija le Volkskunde musejumiha Betschi, le kärnten.musejumiha taj le Prado Kher Erbaha. O artschijipe andar o 11.2. dschi 23.3.2025 te dikel hi: Keden dschi paruschtun 9:00 dschi 14:00 orenge, Prado Kher Erba, Lisztg. 1.
Zwischen den Jahren 1993 und 1996 erhielten in ganz Österreich insgesamt 25 Personen und Organisationen explosive Post. Im gleichen Zeitraum detonierten in Kärnten und im Burgenland drei Spreng- bzw. Rohrbomben. Die Anschläge hatten vier Tote, vier lebensgefährlich Verletzte und neun Verletzte zur Folge. Read the rest of this entry »
März 19th, 2025 |
Published in
Facts & Figures
Im Mai 1942 beschloss das faschistische Kroatien, die gesamte Roma-Minderheit im Land zu vernichten. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Tausende ermordet worden.
(Quelle/pdf)
März 18th, 2025 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 10.3.2025 | 10:23 min
Das Roma-Attentat von Oberwart: Lesung und Gesprächsrunde
Gondolipe upro Romengero atentato Erbate: Andi rat usar o 4to upro 5to feberi 1995, schtar manuscha opfertscha jeke rasistischi motivirime atentatostar ule. O schtar flogoskere grupnakere dschene le Romendar, jeka bombaha murdarde ule. Telal o anav „Schoha te pobisterel“ adabersch, tranda berscha palo atentato, Erbate jek gondolipeskero mulatintschago tel likerdo ulo.
Vor 30 Jahren hat das Bombenattentat von Oberwart die Republik erschüttert: Vier Männer aus der Volksgruppe der Roma starben bei der Detonation einer Sprengfalle. Gesprächsrunde mit: Emmerich Gärtner-Horvath (ehem. Geschäftsführer Verein Roma), Klaus Gartner (ehem. Vizebgm.), Terezija Stoisits (ehm. Nationalratsabgeordnete), Annemarie Klinger (edition lex liszt 12), Peter Wagner (Autor), Horst Horvath (ehem. GF OHO). Read the rest of this entry »
März 17th, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 11.3.2025 (mp3)
Im Tagesthema der Romani ORA dreht sich alles um den internationalen Frauentag. Und in „Mindenfelitiko“ erhalten Sie aktuelle Kinotipps. Dazu erwartet Sie in dieser Sendung wie gewohnt die meiste und abwechslungsreichste Roma-Musik.
Anhören: →Sendung vom 12.3.2025 (mp3)
Adi Gussak berichtet im Tagesthema über das Kabarettfestival in Bad Tatzmannsdorf. Er hat den Star-Kabarettisten Christoph Fälbl interviewt. Und neben den internationalen Volksgruppennachrichten hören Sie die beste Roma-Musik.
Anhören: →Sendung vom 13.3.2025 (mp3)
Das Buch „Das Attentat von Oberwart“ diente als Leitfaden für die Diskussionsrunde im OHO in Oberwart. Die TeilnehmerInnen berichten 30 Jahre nach dem Attentat von 1995, wie sie diese Zeit in Erinnerung haben. Mehr dazu hören Sie im neuen Tagesbeitrag der „Romani Ora“. Moderiert von Tina Nardai.
März 16th, 2025 |
Published in
Facts & Figures
Durch die Arbeitsmigration aus Finnland lebten um 1970 in Schweden bereits mehr finnische als schwedische Roma.
(Quelle)