Archive for Oktober 3rd, 2025

FRA veröffentlicht Roma Survey 2024

Oktober 3rd, 2025  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Roma Survey 2024: neuer Bericht der FRA liegt vorGrundrechteagentur FRA legt neuen Bericht über Roma und Traveller in der EU vor: mehr Erwerbstätige, aber Diskriminierung bleibt bestehen

European Union Agency for Funda­men­tal Rights (FRA): Rights of Roma and Tra­vel­lers in 13 Euro­pe­an Countries. Per­spec­tives from the Roma Sur­vey 2024, Vienna 2025 (2.10.2025)  | →Zum Down­load

Roma und Traveller in der EU sind nun erwerbstätig, und auch ihre Wohn­verhält­nisse haben sich ver­bessert. Jedoch sind Armut, Dis­kriminie­rung und Segre­gation nach wie vor weit ver­breitet. Dies geht aus einer neuen Erhebung der Agentur der Euro­päi­schen Union für Grundrechte (FRA) hervor. Die FRA betont nach­drücklich, dass zwischen den EU-Zielen zur Inklusion der Roma und den gelebten Erfah­rungen der Roma- und Tra­veller-Ge­mein­schaften nach wie vor erheb­liche Lücken bestehen. Es ist un­wahr­schein­lich, dass die EU-Staaten die Ziele bis 2030 errei­chen werden.

Die jüngste Roma-Erhebung bewertet, ob die Roma und Traveller durch die Inklu­sions­maß­nahm­en der EU und ihrer Mit­glied­staaten besseren Zugang zu ihren Grund­rechten haben. Ver­glichen mit Ergeb­nissen aus früheren Erhe­bungen der FRA zeigen sich zwar in einigen Bereichen Fort­schritte, jedoch bestehen nach wie vor große Unter­schiede zwischen den Roma und der All­gemein­bevöl­kerung: Read the rest of this entry »

50 Jahre Sinti-Siedlung Köln-Roggendorf

Oktober 3rd, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Gelungene Integration: Eine feste Siedlung für fahrende Menschen
Podcast Zeitzeichen, WDR 5, 30.9.2025, 14:33 Min.

In Rekordzeit hatte die Stadt Köln die Siedlung hoch­ge­zo­gen: Am 30. Sep­tem­ber 1975 zogen 108 Sinti in die festen Häuser im Kölner Norden ein – ein gro­ßer Schritt für sie und ihre Nach­barn.

Deutschland: In diesem „Zeitzeichen“ erzählt Michael Reinartz: warum ausrangierte Reichs­bahn-Waggons ein mora­lisches Problem und zugleich Not­behelf für Kölner Sinti und Roma sind; wie Nachbarn anfangs Angst vor Lärm und Wert­verlust haben – und warum sich das Zu­sammen­leben dennoch schnell beruhigt; und was der Einzug in Steinhäuser für Bildung, Arbeit und Nach­bar­schaft bis heute bedeutet.

Als Kind sieht man Feuer zwischen Waggons auf freiem Feld – für die Jüngsten ein „Spielplatz“, für die Erwach­senen ein Leben ohne Duschen, mit ge­frore­nen Fenstern im Winter. Die Waggons stammen aus Be­ständen der alten Reichsbahn, die wäh­rend der NS-Zeit Sinti und Roma deportiert hatten.

Anfang der 70er ist klar: So kann es nicht bleiben. Daraufhin ent­steht der Plan für eine eigene Siedlung für Sinti und Roma. Von Früh­jahr bis Spät­sommer 1975 im Ortskern gebaut und am 30. Sep­tember bezugs­fertig – mit Stell­plätzen für Wohnwagen, aber ohne Tiere. Es ist die erste feste Siedlung für Sinti in Westeuropa. Read the rest of this entry »