Archive for Januar, 2023

Romani Ora (30.1. und 31.1.2023)

Januar 31st, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 30.1.2023 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit der Rubrik „Kultura het­vi­na­te/Kul­tur am Montag“ berich­tet dies­mal über die Afro-Sin­tiz­za Tayo Awosusi. Die R’n’B- und Soul-Sän­gerin en­ga­giert sich außer­dem politisch und schreibt Kinder­bücher. Die Volks­grup­pen­nach­rich­ten in Romanes prä­sen­tiert Ihnen Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath. Mo­de­riert wird die Sen­dung von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 31.1.2023 (mp3)

In der heutigen Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie ein Gespräch mit der Romni Margarethe „Rosel“ Horvath. Die in der Ober­warter Roma-Sied­lung le­ben­de Pensio­nis­tin ist leiden­schaft­liche Köchin und be­reitet hervor­ra­gende Mehl­speisen zu. In „Mri his­to­rija“ wer­fen wir einen kurzen Rück­blick auf das Leben des wohl be­kann­testen Groß­waras­dorfer Musikers: Stefan Pišti Horvath (mehr hier). Mo­de­riert von Tina Nardai.

Evangelische Kirche will Schuld aufarbeiten

Januar 29th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion

EKD: Präses Annette Kurschus (Foto Jörg Dieckmann, Evangelische Kirche von Westfalen:Deutschland: EKD-Rat ver­öffent­licht Er­klä­rung zur Zu­sam­men­ar­beit mit Sinti und Roma. Rats­vor­sit­zen­de An­net­te Kur­schus: Wir müs­sen uns mit die­ser Schuld­ge­schich­te der Kirchen aus­einan­der­setzen.

Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma hat der Rat der Evangeli­schen Kirche in Deutsch­land (EKD) eine Erklä­rung zur Be­kämpfung von Anti­ziganis­mus und zur Zu­sammen­arbeit mit Sinti und Roma ver­öffent­licht. „Gemein­sam mit An­ge­hörigen der Minder­heit von Sinti und Roma wollen wir der Dis­krimi­nie­rung im Alltag von Kirche und Gesell­schaft und grup­pen­bezo­gener Men­schen­feind­lich­keit ins­gesamt ent­gegen­wirken“, so die EKD-Rats­vor­sitzende, Präses Annette Kurschus. In diesem Zu­sammen­hang nimmt der Rat der EKD auch die Arbeits­definition von Anti­ziganismus der Inter­natio­nalen Allianz zum Hol­ocaust-Ge­denken (IHRA) an.

Die Abwertung und Ausgrenzung von Angehörigen der Sinti und Roma habe eine Geschichte, die sehr lange zurück­reicht, so Kurschus. „Die Evangelische Kirche hat an vielen Stel­len in der Geschichte Schuld auf sich geladen. Sie war daran be­teiligt, Men­schen zu verraten und der Ver­folgung und Ver­nichtung aus­zu­liefern.“ Zudem seien auch in der Kirche anti­ziganis­tische Stereo­typen un­reflektiert weiter­getragen und Men­schen da­durch erneut und fort­während in ihrer Würde ver­letzt worden: „Es ist wichtig, dass wir uns mit dieser bis in die Gegen­wart reichen­den Schuld­geschichte der Kirchen aus­einander­setzen.“

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma betrachtet es als „historisch“, dass die Evange­lische Kirche in Deutsch­land an­lässlich des Inter­natio­nalen Holo­caust-Ge­denk­tages diese Erklärung zur Ächtung von Anti­ziganis­mus abgibt: „Die Evangeli­sche Kirche bekennt sich darin erst­malig in dieser offi­ziellen Form vor dem Hinter­grund der deutschen Geschichte zu ihrer Ver­ant­wortung auch für unsere Minder­heit. Read the rest of this entry »

„Es braucht ein Gesetz zum Schutz der Roma“

Januar 28th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Interview, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma (Foto: Roma-Service)BVZ: Emmerich Gärtner-Horvath im Gespräch

Heuer jährt sich die Anerkennung der Roma als Volks­gruppe zum 30. Mal. Emmer­ich Gärt­ner-Hor­vath, Vor­sitzen­der des Volks­gruppen­beirats der Roma und Ob­mann des Vereins Roma-Service über Vor­urteile, In­tegra­tion und die Iden­tität.

BVZ.at: Am 13. März 1987 überbrachten junge Oberwarter Roma dem dama­ligen Bundes­prä­si­dent Kurt Waldheim eine Petition, in der sie sich gegen das Lokal­verbot in Ober­warter Disko­theken wehrten. Un­glaub­lich, dass so etwas vor knapp 35 Jahren mög­lich war. Sechs Jahre später folgte am 16. Dezem­ber 1993 durch einen Beschluss im Haupt­aus­schuss des National­rates die An­erken­nung der Roma als sechs­te Volks­gruppe in Österreich.

Im Rückblick, was hat sich seitdem verändert?
Emmerich Gärtner-Horvath: Es war ein langer Weg, aber ein wichtiges politi­sches Signal, welches durch die An­erkennung ge­setzt wurde. Vorurteile und Dis­kriminie­run­gen gibt es nach wie vor und denen gilt es ent­gegen­zu­wirken. Es ist nicht alles eitel Wonne, aber es ist unser Ziel, dass Roma Bildung ohne Vor­urteile genießen und ohne Dis­kriminie­rung. Die Sprache können wir nur dann retten, wenn sie un­sere Kinder auch leben dürfen, ohne, dass sie dadurch in der Gesell­schaft Nachteile haben.

Genau die Sprache der Roma ist es, die von vielen in der Volks­gruppe aber nicht mehr ge­spro­chen wird. Aus Scham oder weil es zu wenig Mög­lich­keiten gibt?
Gärtner-Horvath
: Die Sprache ist ein unverzichtbarer Kulturträger und eine eigen­ständige Kultur wird am besten von der Gruppe be­wahrt und gepflegt, die auch ihre eigene Mutter­sprache be­wahrt und pflegt. Denkt man daran, dass erst mit der An­erken­nung die Spuren­suche nach unserer Iden­tität be­gonnen hat, dann ist die Ent­wicklung rasant. 1995 haben wir das erste Buch heraus­ge­bracht, 1996 wurde Romanes im Minder­heiten­schul­gesetz in Burgenland ver­ankert, 1999 haben wir erst­mals Romanes un­terrichtet. Read the rest of this entry »

Romani Ora (27.1.2023)

Januar 27th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 27.1.2023 (mp3)

Die aktuelle Sendung mit dem „Romani Ora“-Ver­­an­stal­­tungs­­kalen­der (mula­tintscha­ge) und den Volks­gruppen­nach­richten in Romanes. Die Jugend­sendung „Young, wild and free“ von Adi Gussak be­schäf­tigt sich diesmal mit dem Klima­wandel. Am Mikro­fon Tina Nardai.

Facts & Figures (460)

Januar 27th, 2023  |  Published in Brauchtum & Tradition, Facts & Figures

Nach einem Todesfall bei den Calón (Roma) in Bra­si­li­en zei­gen die Män­ner ihre Ver­bun­den­heit mit der Trau­er­fa­mi­lie, in­dem sie den Bart wo­chen­lang ste­hen las­sen.

(Quelle)

Romani Ora (25.1. und 26.1.2023)

Januar 26th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 25.1.2023 (mp3)

Tankstellenparkplätze werden immer beliebtere Treff­punkte jun­ger Men­schen. Marcel Horvath hat so einen Tank­stellen­treff in Oberwart besucht. In „Young, wild and free – le ternenge“ stel­len wir Ihnen Alysea Nardai vor. Die vier­zehn­jäh­rige Romni setzt sich aktiv für die Volks­gruppe der Roma ein. Dazu gibt es die Volks­grup­pen­nach­richten in Romanes und die meis­te Roma-Musik. Mo­deriert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 26.1.2023 (mp3)

In der heutigen Ausgabe der „Romani Ora“ besuchen uns die Mit­arbei­terIn­nen des neuen Roma-Pro­jek­tes „Prado Drom – mein Weg zum Erfolg“ (wir be­rich­te­ten) im Studio in Oberwart. In „Mri his­to­rija“ hören Sie einen Aus­schnitt einer Archiv­auf­nahme des Matters­burger Rom Karl Horvath.

Einstimmig: Roma-Gedenktag für Österreich

Januar 24th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik

Parlament Wien (Foto: Manfred Werner/WikiCommons)Verfassungsausschuss: Ein­stim­mige Ent­schlie­ßung zur Ein­füh­rung eines natio­nalen Gedenk­tags für Roma und Sinti (2. Au­gust). Ab­ge­ord­nete auch für Eva­luie­rung des Voll­zugs der Min­der­hei­ten­schul­gesetze

Einstimmig hat sich der Verfassungsausschuss für einen Entschließungs­antrag der Koalitions­parteien aus­ge­sprochen, der darauf abzielt, einen nationa­len Gedenktag für Roma und Sinti ein­zu­führen. Konkret wird vor­ge­schlagen, jeweils am 2. August der unter dem NS-Regime ver­folgten und er­mordeten Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze zu gedenken. An diesem Tag werde bereits auf euro­päischer Ebene an die Holocaust-Opfer dieser ethni­schen Min­derheit gedacht.

Auch einen weiteren Entschließungsantrag der Koalitionsparteien, näm­lich eine Evaluierung des Vollzugs der Minder­heiten­schulgesetze und die Vorlage eines ent­sprechen­den Berichts an den Nationalrat, be­für­worteten die Ab­geord­neten einstimmig. Ebenso ein­hellig zur Kenntnis ge­nom­men wurden die Berichte über die Volks­gruppen­förderung des Bundes­kanzleramts für die Jahre 2018, 2019 und 2020. Ein Antrag der NEOS, die einen besseren Schutz der autochtho­nen Volks­gruppen fordern, wurde mit den Stim­men von ÖVP und Grünen vertagt.

Entschließung zur Einführung eines nationalen Gedenktags für Roma und Sinti

In der Begründung des Entschließungsantrags zur Einführung eines nationalen Gedenk­tags für Roma und Sinti (2723/A(E)) weisen ÖVP und Grüne darauf hin, dass die An­erken­nung und Ver­urteilung des Genozids für die Roma von großer symbo­lischer Bedeutung sei. Zudem sehen sie einen solchen Schritt als wichtigen Beitrag zur Bewusst­seins­bildung und zur Bekämpfung aller Formen von Dis­kriminie­rung, Roma-Feind­lichkeit und Anti­ziganismus. Read the rest of this entry »

Romani Ora (23.1. und 24.1.2023)

Januar 24th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 23.1.2023 (mp3)

In Kultura hetvinate/Kultur am Montag stellen wir Ihnen das Buch „Ich war nicht in Auschwitz“ vor. Das Buch schrieb Stefan Horvath als Trauer­bewäl­tigung nach dem Bomben­attentat in Oberwart, bei dem er einen Sohn verlor. Außer­dem mit dabei: die Volks­grup­pen­nach­rich­ten in Romanes und jede Men­ge Roma-Musik. Mo­de­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 24.1.2023 (mp3)

Die heutige Romani Ora mit einem Lokalaugenschein im „Saunastüberl Oberwart“: An­gesichts der stei­genden Energie­kosten hat sich Tina Nardai am Stamm­tisch mit Gästen und dem Wirt unter­halten. In „Mri his­to­rija“ hören Sie an­lässlich des bevor­ste­henden „Inter­natio­na­len Holo­caust-Ge­denk­tags“ ein tra­ditio­nelles Roma-Lied (Traurigi tscherhenji), wel­ches sich um Auschwitz dreht.

Dina Gottliebová: Porträtistin der Opfer

Januar 23rd, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie

"Mengeles Malerin": Annemarie Dina Babbitt (geb. Gottliebová), Foto: Wikimedia Commons via Radio Prag Int., Fair UseSie malte um ihr Leben: Ihre künst­leri­sche Be­ga­bung hat Dina Gott­lie­bová-Bab­bitt in Auschwitz vor dem Tod in der Gas­kammer ge­rettet. Mord­arzt Josef Mengele ließ sie im Ver­nich­tungs­lager Bilder von Roma und Sinti an­fer­tigen. Vor 100 Jahren wurde Dina Gott­liebová in Brno/Brünn ge­boren.

Radio Prag Int.: Die tschechisch-amerikanische Grafikerin wurde am 21. Januar 1923 in Brno/Brünn ge­boren. Während der deutschen Be­satzung schloss man Dina Gottliebová wegen ihrer jüdischen Her­kunft von der Kunst­hoch­schule aus. Anfang 1942 wurden sie und ihre Mutter zunächst ins Kon­zentra­tions­lager Tere­zín/The­resien­stadt de­portiert und von dort knapp zwei Jahre später ins Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau.

Doch ihr künstlerisches Talent rettete Dina Gottliebová vor dem Tod. [...] Der berüch­tigte SS-Arzt Josef Mengele wurde auf eine Zeichnung auf­merksam und ließ nach der Künstlerin suchen. Er machte die 21-jäh­rige Gott­liebová zur Por­trätistin der Opfer seiner Expe­rimente. Denn Mengele fand, dass auf den Foto­grafien von ge­fangenen Sinti und Roma deren Hautfarbe nicht ge­nügend stark zu­tage trete. Und so musste Dina Gott­liebová als Häftling 61016 farbige Aquarell­zeich­nungen der dem Tod ge­weihten Men­schen an­fertigen.

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Romani Ora (20.1.2023)

Januar 20th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 20.1.2023 (mp3)

Die Freitagssendung mit dem „Romani Ora“-Ver­an­stal­tungs­kalen­der/Mu­latin­tschage für das Wochen­ende, den Nach­richten in Romanes von Emme­rich Gärtner-Hor­vath und dem Jugend­beitrag in „Young, wild and free“ mit einem Be­richt über den Battle-Rapper MC Geuner. Durch die Sendung führt Tina Nardai.

Facts & Figures (459)

Januar 20th, 2023  |  Published in Facts & Figures

Romafeindliche Artikel in der bri­ti­schen Bou­le­vard­presse waren ein wichtiges Ele­ment in der Anti-EU-Agi­ta­tion vor dem Brexit-Re­fe­ren­dum.

(Quelle)

Romani Ora (18.1. und 19.1.2023)

Januar 19th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 18.1.2023 (mp3)

Die „Romani Ora“ mit dem Tagesthema Sonnenmarkt Oberwart (Volkshilfe Burgenland) und den Volks­grup­pen­nach­rich­ten in Romanes. Im Ju­gend­beitrag „Young, wild and free“ be­rich­tet Adi Gussak von der Road-OperaVanessa geht zu den Walen“.


Anhören: →Sendung vom 19.1.2023 (mp3)

Anna Maria Wiertelorz wuchs in einer deutsch-bul­ga­ri­schen Fami­lie auf und stand bereits im Kindes­alter in Kontakt mit Roma. Jetzt ar­bei­tet sie in einem ar­beits­markt­spezi­fi­schen Roma-Pro­jekt mit. In „Mri his­to­rija“ hören Sie Infor­ma­tives und Wis­sens­wertes über die Ort­schaft Holzschlag im Burgenland. Vor dem Zwei­ten Welt­krieg war dort die größ­te Roma-Sied­lung des Bur­gen­landes.

Facts & Figures (458)

Januar 18th, 2023  |  Published in Facts & Figures, Film & Theater

In Mexiko spielten Roma bei der Etab­lie­rung des Me­di­ums Films eine wich­ti­ge Rol­le. Ihre Wan­der­ki­nos ver­brei­te­ten das neue Me­di­um im gan­zen Land.

(Quelle)

Romani Ora (16.1. und 17.1.2023)

Januar 17th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 16.1.2023 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit Tina Nardai auf Radio MORA: Der Beitrag in Kultur am Montag/kultura hetvinate widmet sich diesmal Charlie Chaplin. Weiters in der Sendung: die Volksgruppennachrichten in Romanes. Durch die Sendung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 17.1.2023 (mp3)

In der heutigen Sendung stellen wir Ihnen Klaus „Steili“ Horvath vor. Er verbrachte seine Kindheit in Zahling (Südburgenland) bei seinen Großeltern, die Holocaust-Überlebende waren. Im Teenageralter kam er nach Oberwart und lernte dort viele Freunde, aber auch Rassismus kennen. Und in „Mri historija“ erzählen wir Ihnen heute ein wenig über eine der wohl bedeutentsten Roma-Künstlerinnen, Ceija Stojka. Bereits zum zehnten Mal jährt sich diesen Monat ihr Todestag.

Neues Projekt bei Trendwerk Burgenland

Januar 16th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

PRADO DROM: Mitarbeiter (Foto: Prado Drom)PRADO DROM – Mein Weg zum Erfolg! Trendwerk Burgenland startet mit Beginn des neuen Jahres das Projekt „Prado Drom“ (Offener Weg“)

Das Projekt bietet ein niederschwelliges Beratungs- und Qualifizierungs­angebot für arbeits­markt­ferne Roma und Romnja. Es sollen Be­schäf­ti­gungs­hemm­nisse ab­gebaut, das Selbst­wert­gefühl gestärkt, Lösungs­kom­petenz akti­viert, Basis­bildung ver­bessert und somit der Weg von der Arbeits­losig­keit auf den Arbeits­markt ge­ebnet werden.

Angehörige der Volksgruppe der Roma sind besonders von der Be­nach­teili­gung und der Arbeits­losig­keit be­troffen. Die schulische Aus­bildung hat sich in den letzten drei Jahr­zehnten wesent­lich ver­bessert, den­noch sind immer noch Bildungs­defizite vor­handen. Aber nicht allein Bildungs- und Aus­bildungs­defizite sind Hemm­nisse am Arbeits­markt. Hinzu kom­men fehlende Kinder­betreuung, feh­lende Mo­bilität, feh­lendes Selbst­bewusst­sein, Angst vor Dis­kriminierung, fehlende Ver­netzung in der Arbeits­welt, wenige bis keine Kenntnisse der Arbeitswelt, Schwierig­keiten im Umgang mit Behörden, fehlende An­erkennung in der „Mehr­heits­bevöl­kerung“ und Aus­grenzung.

In persönlichen Beratungsgesprächen werden alle Vermittlungs­hemm­nisse eruiert und gemein­sam nach individuell pas­senden Lösungen gesucht. Mit der Beratung soll Raum für beruf­liche, soziale, oder auch ganz private An­gelegen­heiten geschaffen werden. Je nach Anliegen und Mög­lich­keiten der Personen, die die Beratung in An­spruch nehmen, können hier auch ganz konkrete Unter­stützungs­angebote er­arbeitet werden. Read the rest of this entry »

30. Roma-Ball im Burgenland

Januar 16th, 2023  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Flyer Roma-Ball 202330. Roma-Ball 2023 in Mischendorf
am Sa., 11. Februar 2023

Der Verein Hango Roma hat die ehrenvolle Aufgabe, den tra­ditio­nel­len Roma-Ball zu ver­anstal­ten und so die Kultur der Roma der Öf­fent­lich­keit zu prä­sentieren und sicht­bar zu machen. Roma und Nicht-Roma haben die Gelegen­heit, sich aus­zu­tauschen und mehr über die Volks­gruppe der Roma zu er­fahren. Der tra­ditio­nel­le Roma-Ball ist ein jähr­licher kultu­reller Fix­punkt und dies seit nun 30 Jahren. Er ist gleich­zeitig Aus­druck der kulturellen Identität der Volksgruppe der Roma. Musikalisch umrahmt wird der Roma-Ball 2023 von der Roma-Band Romano Rath sowie von der Leon Berger Band und dem be­kann­ten Sänger Tony Wegas. Ein beson­deres High­light und jahre­lange Tra­dition ist die Wahl und die Krö­nung der Roma-Königin 2023.

In der Aktiv-Arena, Gasthaus Knarr in Mischendorf, Getreidegasse 40
Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr.
Eintritt: € 8,00 (VVK); € 10,00 (AK)
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Facts & Figures (457)

Januar 14th, 2023  |  Published in Facts & Figures

In einer Schrift von 1836 be­haup­te­te der Brite Sa­mu­el Ro­berts, dass die bib­li­schen Ägyp­ter, die Tol­te­ken in Me­xi­ko u. die Gyp­sies in Eu­ro­pa ein u. das­sel­be Volk sei­en.

(Quelle)

Romani Ora (12.1. und 13.1.2023)

Januar 13th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 12.1.2023 (mp3)

Royce King“, der bekannte Balkan-Rom, lässt die Commu­nity an seinem üppi­gen Lebens­stil teil­haben. Im Tages­thema erzählt er uns, wie er die sozia­len Medien nutzt. Und in der Rubrik „Mri his­to­ri­ja“ – sar agun sina taj akane hi – hören Sie einen Bericht über die in Deutsch Kaltenbrunn le­ben­de Romni Margarethe Baranyai. Am Mikro­fon Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 13.1.2023 (mp3)

Die heutge Sendung mit dem „Romani Ora“-Veranstaltungskalender für Ihr Wochen­ende und den Volks­gruppen­nach­richten in Romanes. Der Jugend­beitrag „Young, wild and free“ von Adi Gussak dreht sich um den Roma-Ak­ti­visten und Enter­tainer Gianni Jovanovic (siehe dazu auch die neues­te Aus­gabe des Ma­ga­zins dROMa).

Benedikt XVI. und die Roma und Sinti

Januar 13th, 2023  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Religion

Audienz bei Papst Benedikt XVI. Übergabe der Bittschrift. Papst Benedikt und Romani Rose (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma); Copyright: Zentralrat Deutscher Sinti und RomaAm 31. Dezember 2022 verstarb Papst em. Be­­nedikt XVI. im Vatikan. Für die An­liegen der Roma und Sinti hatte der Papst, schon als Erz­bischof von München und Freising, ein offe­nes Ohr.

Der Vor­sitzende des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma, Romani Rose, sprach in einem Schrei­ben an den Nuntius der katho­li­schen Kirche sein Beileid aus und wür­digte das Leben und Wirken von Papst em. Bene­dikt XVI.:

„Papst Benedikt XVI. unterstütze damals als Erzbischof von München und Freising die An­liegen unse­res Hunger­streiks im April 1980 im ehe­ma­li­gen KZ Dachau. Der da­malige Kardinal Joseph Ratzinger wandte sich ge­mein­sam mit dem Landes­bischof der Evange­lisch-Luthe­ri­schen Kirche in Bayern, Johannes Hanselmann, mit einer Er­klärung an die bayeri­sche Landes­regierung und die deutsche Bundes­regie­rung, in der sie sich gegen die fort­ge­setzte Dis­kriminie­rung unse­rer Minder­heit nach dem Holocaust in der Bundes­republik aus­spra­chen.“

ERKLÄRUNG:

1. In der Wahrnehmung unseres Auftrages, um die Würde des Men­schen be­sorgt zu sein, wenden wir uns wie gegen jede Dis­krimi­nie­rung von Men­schen, so auch gegen eine Dis­kri­mi­nie­rung von Sinti.
2. Wir wollen in unseren Kirchen alles tun, damit diesbezügliche Vorurteile abgebaut und Ver­ständ­nis für die beson­dere Situa­tion dieser un­serer Mit­men­schen ge­weckt werden.
3. Wir wenden uns gleichzeitig an die Bayerische Staatsregierung als auch an die Regie­rung des Bundes­re­publik Deutschland mit der Bitte, die in dieser Hin­sicht noch of­fe­nen Fragen einer bal­digen Klä­rung zu­zu­führen.

München, 10. April 1980

In einem persönlichen Gespräch am 27. April 1981 mit Romani Rose infor­mierte sich der Kardinal über die Situa­tion der Minder­heit nach dem Holo­caust und sicherte ihm die Unter­stützung der katholi­schen Kirche zu. Im Mai 2007 im Rahmen einer General­audienz im Vatikan über­reichten der Zentral­rats­vor­sitzen­de Rose und der Auschwitz-Über­le­bende Franz Rosenbach Papst Bene­dikt XVI. eine gemein­same Bittschrift inter­na­tio­na­ler Sinti- und Roma-Or­gani­sa­tio­nen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (10.1. und 11.1.2023)

Januar 11th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 10.1.2023 (mp3)

Für diese Ausgabe haben wir einen Tages­thema-Bei­trag über den „Roma Civil Monitor“ für Sie vor­berei­tet. Martin Horvath hat sich mit Michaela Schipper-Schauer darüber unter­halten. Und in dr Rubrik „Mri his­to­rija“ hören Sie einen Beitrag mit einer Ton­auf­nahme und der Kurz­bio­grafie des Holo­caust-Über­le­ben­den Michael „Bozi“ Horvath.


Anhören: →Sendung vom 11.1.2023 (mp3)

In der heutigen Sendung stellen wir Ihnen Helmut Horvath vor. Der 60-jäh­rige Rom aus Oberwart ist aus­nahms­los mit dem Fahrrad unter­wegs. Dazu gibt es wieder die Volks­grup­pen­nach­rich­ten in Romanes von Emme­rich Gärt­ner-Horvath und die Jugend­sendung „Young, wild and free“ mit Adi Gussak. Er be­schäf­tigt sich diesmal mit dem Thema „Hass im Netz“ (dazu gab es übri­gens kürz­lich auch einen Schwer­punkt im Magazin dROMa).