Archive for Dezember 23rd, 2022

Romani Ora (23.12.2022)

Dezember 23rd, 2022  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 23.12.2022 (mp3)

Die „Romani Ora“ am Freitag mit dem Veranstaltungs­kalen­der sowie den Volks­gruppen­nach­richten in Romanes von Emmerich Gärt­ner-Hor­vath. Und in der Jugend­rubrik „Young, wild and free“ hat Adi Gussak einen Bei­trag über Neo-Welt­meister Lionel Messi für Sie vor­be­reitet. Mo­deriert von Tina Nardai.

80. Jahrestag des „Auschwitz-Erlasses“

Dezember 23rd, 2022  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Teilnehmer der Gedenkveranstaltung am 15.12.2022 (Foto: Zentralrat)Gedenkveranstaltung für die Opfer des NS-Völ­ker­mordes an den Sinti und Roma in der Ge­denk­stätte Sach­sen­hausen

Vor 80 Jahren, am 16. Dezember 1942, un­ter­zeich­nete Heinrich Himmler den so­genannten „Auschwitz-Er­lass“, der die Depor­tation von Sinti und Roma aus ganz Europa in das Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau an­ordnete. Darunter waren auch 10.000 deutsche Sinti und Roma aus dem dama­ligen Reichs­gebiet. Ins­gesamt wurden im be­setzten Europa meh­rere Hundert­tausend Sinti und Roma in Kon­zentra­tions­lagern oder durch Ein­satz­gruppen der SS ermordet. Im Kon­zentrations­lager Sachsenhausen waren mehr als 1.000 Sinti und Roma in­haftiert.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Unterzeichnung des sogenann­ten Auschwitz-Er­lasses durch Heinrich Himmler ge­dachten in der Gedenk­stätte Sach­sen­hausen Kultur­staats­minis­terin Claudia Roth, der Vor­sitzende des Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, der bran­den­bur­gische Kultur- und Wissen­schafts­staats­sekretär Tobias Dünow und Stiftungs­direktor Axel Drecoll der Opfer des national­sozia­listi­schen Völker­mordes an den Sinti und Roma, dem mehrere Hundert­tausend An­gehörige der Minder­heit aus ganz Europa zum Opfer fielen.

An der Veranstaltung nahmen rund 80 Personen teil, unter ihnen Alma Klasing, Dieter Flack und Albert Wolf, die den natio­nal­sozialis­tischen Völkermord an den Sinti und Roma über­lebt haben, sowie Vor­stände der Landes- und Mit­glieds­verbände des Zentralrats. Staats­ministe­rin Claudia Roth, Romani Rose, Staats­sekretär Tobias Dünow, Landtags­vize­präsi­den­tin Barbara Richstein sowie zahl­reiche Ver­tre­terin­nen und Vertreter aus Politik und Gesell­schaft legten am zentralen Gedenkort „Station Z“ Kränze nieder.

In ihrer Ansprache sagte Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Wir brauchen mehr Mit­einander, mehr kultu­relle und politi­sche Bildung und mehr Sichtbarkeit des so großen kultu­rellen Reich­tums von Sinti und Roma. Vor allem aber brauchen wir An­erkennung und Gleich­be­rech­tigung. Read the rest of this entry »