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„Hessenschau schürt Hass gegen Roma“

Januar 2nd, 2022  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

VideostillDeutschland: Rassismusvorwürfe gegen Hessischen Rundfunk

Wir geben im Folgenden eine Aussendung des Fördervereins Roma in Frankfurt am Main wieder:

In einem Beitrag von „hr“-Fernsehen vom 21.12.2021 zum Thema „Bettelmafia“ instru­men­ta­li­siert die Hessen­schau Unter­stel­lungen und Vor­urteile in einer Sen­dung, die ohne das Wort „Roma“ zu nen­nen, ziel­gerich­tet den Hass gegen­über der Minder­heit schürt.

Trotz Informationen über die Gründe zu betteln, nämlich Elend, mangel­hafte Ver­sorgung und Aus­grenzung, kol­por­tiert das Magazin genau platzier­te Bilder, in denen Behaup­tungen über eine so­ge­nann­te Bettel­mafia stets mit der schemen­haften Dar­stellung, die Roma-Frauen er­ken­nen lassen, ver­bunden werden. Selbst die Aus­führun­gen einer Mit­arbei­terin des Landes­kriminal­amtes und des Leiters einer inner­städti­schen Hilfe­ein­rich­tung, die beide den Begriff ne­gieren, Ursachen be­schreiben und er­klären, dass es keine Anhalts­punkte für eine „Bettel­mafia“ gibt, haben keine kor­rekti­ve Wirkung.

Maßgabe für den rassistischen Beitrag ist allein die dominie­rende Be­trach­tungs­weise der Re­daktion, die sich auf die Eigen­schaf­ten ost­europäisch, dunkle Hautfarbe, lange Röcke be­schränkt und zur Bestä­tigung eine be­schwerde­füh­rende Bettlerin und einen auf­merk­samen Flaschen­sammler an­führen, die genau im Gegen­satz zu dem konstru­ier­ten Bild stehen. Die Wider­sprüche können nicht offen­sicht­licher sein: einer­seits die Asso­zia­tion Roma, Migranten, kriminell und an­derer­seits deutsch, ehrlich und hilfs­bedürftig. Eine An­schauung, die aus dem Gift­schrank der Menschen­ver­ach­tung stammt.

Der Förderverein Roma hat in der Vergangenheit wieder­holt (wir berichteten) auf die dis­krimi­nie­rende Be­richt­erstat­tung der Hessen­schau hin­gewie­sen und ein Gespräch mit dem ehe­maligen Chef­redak­teur Theisen geführt. Änderun­gen hatte das nicht zur Folge. Read the rest of this entry »