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Kraft der Roma: „THARA Romani Zor!“

März 2nd, 2020  |  Published in Einrichtungen

Die Beraterin und Jobcoachin Gordana Djordjević hilft Personen, die die Initiative aufsuchen, in allen Belangen zum Thema Bildung und Beruf. (Foto: © spendeninfo.at / Thomas Kronberger) Seit 14 Jahren bereits unterstützt die Volkshilfe-Ini­tia­ti­ve „THARA“ Roma und Sinti im Sinne eines um­fas­sen­den Em­power­ment-Pro­gramms durch Berufs- und Bildungs­beratung. „THARA Romani Zor!“, zu Deutsch „Kraft der Roma“, lau­tet das Motto der ak­tuel­len Kam­pagne.

„Die vollständige Chancengleichheit aller hier le­ben­den Men­schen“, so for­mu­liert Erich Fenninger, Ge­schäfts­füh­rer der Volkshilfe Österreich, das obers­te Ziel der Initia­tive THARA zum 10-jäh­rigen Ju­bi­läum.

„THARA Romani Zor!“ – der Name ist Programm. Das Projekt bestärkt Roma und Romnija, Sinti und Sin­tize, als eine Teil­gruppe euro­päi­scher Roma, in Öster­reich. In der Beratungs­stelle in Wien-Leo­pold­stadt werden Quali­fizierungs­maß­nah­men und Weiter­bildun­gen, Kurse für „Deutsch im Beruf“ sowie um­fassende Unter­stützung bei Job­suche und Bewer­bung ge­boten. Der Leit­satz: „nur durch Bildung ist ein Auf­stieg in der Gesell­schaft mög­lich“, wie die Projekt­lei­te­rin Usnija Buligović hervor­hebt.

Integraler Teil der Gesellschaft

Roma und Sinti sind als immerhin größte ethnische Minderheit Europas seit 1993 in Öster­reich an­erkannt. Den­noch ist die Volks­gruppe auch heute noch, knapp ein Viertel­jahr­hun­dert später, in vielen gesell­schaft­li­chen Bereichen um­fas­sender Dis­kriminie­rung aus­gesetzt. Weiter­hin führt die Mehr­heit der rund 12 Millio­nen Roma in Europa und schät­zungs­weise 35.000 Roma in Öster­reich nicht nur sym­bo­lisch ein Leben am Rande der Gesell­schaft. Eine Viel­zahl lebt in Vor­orten, vor allem in Süd­ost­europa nicht selten in so­genann­ten Slum­siedlungen. Ver­trieben und aus­geschlossen haben sie tag­täglich mit den Vor­urteilen der Mehr­heits­bevöl­ke­rung zu kämpfen.

Die Folge: „eine Volksgruppe, die ein sehr sehr niedriges Bildungsniveau hat und über­pro­portio­nal von Armut betroffen ist“, er­klärt Buligović, selbst Romni und von An­beginn Teil des Volkshilfe-Pro­jekts. Aus dieser Not heraus ge­gründet, sei das Be­sondere an THARA stets der par­tizi­pa­tive Ansatz gewesen. Read the rest of this entry »