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Ungarn: Hungern als Lifestyle

Februar 18th, 2015  |  Published in Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Suppenküche im nordungarischen Ózd, das neuerdings von einem Bürgermeister der neonazistischen Jobbik regiert wird (Foto: Pester Lloyd)Orbán halbiert Sozialhilfe für bedürftige Familien. Das trifft auch viele Roma-Familien.

Pester Lloyd:  Bisher erhielten Familien mit einem Monats­einkommen unter 25.650 Forint (82 EUR) eine Hilfs­zahlung von maxi­mal 45.568 Forint (146 EUR). (…) Das war, z.B., für eine vier- oder fünf­köpfige Familie schon wenig genug. Doch für Orbáns Ambi­tionen ist das immer noch zu viel.

Ab 1. März treten eine Reihe von Änderungen bei der Sozial- und Familienbeihilfe für sozial Schwache in Kraft. (…) Rund 50.000 gänzlich von Sozialhilfe abhän­gige Fami­lien müs­sen zum 1. März einen Neu­antrag stel­len. (…) Hinzu kommt die Mög­lich­keit, jährlich einen „Kindererziehungszuschuss“ in Höhe von um­gerech­net rund 850 EUR zu beziehen – unab­hän­gig von der Zahl der Kinder.
 Die maxi­mal bezieh­bare Leis­tung für eine fünfköpfige Familie (2 Erw., 3 Kinder) erreicht damit rund 53.000 Forint im Monat (170 EUR). Das sind unge­fähr 110 EUR weniger als das von der Regie­rung defi­nierte „Existenz­minimum“. (…) Der jähr­liche Kinder­zuschuss wird nur aus­gezahlt, wenn keines der Kinder eine Insti­tu­tion be­sucht, in der ihm eine kosten­lose warme Mahl­zeit ser­viert wird. (…) Auch genügt es, dass z.B. eines von drei Kin­dern ein Schulessen be­kommt, damit alle anderen leer aus­gehen. Read the rest of this entry »