Pianistin Mihaela Ursuleasa verstorben
August 4th, 2012 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik
Die aus Rumänien stammende Pianistin Mihaela Ursuleasa ist vergangene Woche in Wien verstorben. Wie die Polizei gestern mitteilte, wurde die 33-jährige Musikerin am Donnerstag tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Fremdverschulden schließen die Behörden aus. Die Künstlerin dürfte ersten Ermittlungen zufolge an einer Gehirnblutung in Folge eines Sturzes oder eines Aneurysmas gestorben sein. „Die Musikwelt und das Wiener Konzerthaus verlieren eines der faszinierendsten Talente der jüngeren Generation“, kommentierte der Intendant des Wiener Konzerthauses, Bernhard Kerres, den Tod der Künstlerin. Für die nächsten Monate waren 16 Konzerte in Europa und Übersee vorgesehen, die ersten Auftritte waren jedoch aus Krankheitsgründen abgesagt worden. Ö1 änderte im Gedenken an Mihaela Ursuleasa am Freitagmittag kurzfristig sein Programm. Der Standard berichtet über den Werdegang der Künstlerin:
Die Künstlerin galt lange als Wunderkind und aufsteigender Stern in der Klassikszene. 1978 im siebenbürgischen Brasov (Kronstadt) als Tochter eines Roma-Musikers geboren, begann Ursuleasa bereits mit fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Im Alter von 16 Jahren gewann sie den renommierten Clara-Haskil-Wettbewerb in der Schweiz und startete ihre „Erwachsenenkarriere“. Nach ihrer Ausbildung in Wien luden sie bekannte Orchester als Gast-Solistin ein, sie trat bei renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen auf. Mit ihrer ersten Solo-CD „Piano & Forte“ gewann sie 2010 den ECHO-Klassik-Preis in der Kategorie „Solistische Einspielung des Jahres“.